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Pfeffi im Portrait

Wie ein DDR-Likör zum trendigen Kult-Getränk wurde

Es ist kurz nach Mitternacht. Die Tanzfläche im Club ist voll, die Stimmung gut. An der Bar bestellen die feiernden Menschen reihenweise kleine Gläser mit einer strahlend grünen Flüssigkeit: eiskalte Pfeffi-Shots.
Was als Pfefferminzlikör aus Nordhausen begann, hat mittlerweile auch den Weg in den Westen gefunden und ist zu einem Trendgetränk in Clubs, Bars, auf Partys und Festivals geworden. Ob in Berlin, München, Erfurt oder Hamburg: Wo gefeiert wird, ist Pfeffi nicht weit. Aber wie wurde aus dem ostalgischen DDR-Likör ein bundesweiter Kult-Drink?

Pfefferminzlikör war schon in den goldenen 1920er Jahren enorm beliebt, vor allem in Berlin. Die frische, süße Note passte perfekt zum Lebensgefühl der Zeit. Doch es dauerte bis nach dem Zweiten Weltkrieg, bis Pfeffi im Jahr 1952 das erste Mal in Nordhausen produziert wurde. Der giftgrüne Pfefferminzlikör entwickelte sich zu DDR-Zeiten schnell zu einer der beliebtesten Spirituosen. Ein Gläschen Schnaps gehörte im Osten zu vielen Gelegenheiten dazu und an Pfeffi mangelte es nie. Der grüne Likör war (und ist bis heute) günstig, überall verfügbar und schmeckte zu jedem Anlass.

Nach der Wende blieb Pfeffi zunächst noch ein ostdeutsches Phänomen. Während er im Osten weiterhin auf Familienfeiern, in Kneipen und bei Freunden getrunken wurde, kannte ihn im Westen kaum jemand. Das änderte sich erst im Laufe der Jahre, als allmählich immer mehr Studierende aus dem Westen zum Studieren in den Osten kamen. Dort lernten sie Pfeffi kennen und brachten den Likör als Mitbringsel mit zurück in den Westen.

Pfeffi hat einen Alkoholgehalt von 18 % und besteht aus Wasser, reinem Alkohol, Zucker, Farbstoff sowie Pfefferminz-Extrakt. Dieser wird aus dem Öl der Pflanze hergestellt und ist von Natur aus farblos. Die charakteristische grüne Farbe kommt deshalb vom Farbstoff.

Firmengebäude von Nordbrand Nordhausen

Gute Tropfen aus Nordhausen

Pfeffi wird bis heute in Nordhausen von Nordbrand Nordhausen produziert. Das Unternehmen ist seit dem 16. Jahrhundert für seinen Branntwein und Korn bekannt und heute der mengenmäßig größte und wichtigste deutsche Spirituosenanbieter. Neben Pfeffi gehören auch Marken wie Echter Nordhäuser, Chantré und Fläminger Jagd zu Nordbrand Nordhausen.

zum Portrait

Dann kam das Jahr 2014 und damit das entscheidende Jahr für den Pfeffi-Boom. Plötzlich stand Pfeffi auch in westdeutschen Clubs hinter der Bar – und der ostalgische Kultlikör wurde zum bundesweiten Trendgetränk. Keine andere hochprozentige Getränkesorte hat in den letzten Jahren solche Zuwachsraten wie Pfeffi erlebt: Zwischen 2005 und 2020 hat sich der Absatz versiebenfacht! Und im Westen werden mittlerweile fast 60-mal so viele Flaschen verkauft wie noch vor 20 Jahren.

Pfeffi ist heute beliebter als je zuvor und mittlerweile der bekannteste und beliebteste Pfefferminzlikör Deutschlands – nicht zuletzt, weil jeden Sommer ein Bus mit Pfeffi und Pfeffi-Slush durch das ganze Land tourt und Halt auf zahlreichen Festivals macht.

Erhältlich ist Pfeffi in acht verschiedenen Größen: von der gängigen 0,7-Liter-Flasche über winzige 20-Milliliter-Fläschchen bis hin zu 3-Liter-Flaschen. Außerdem gibt es immer wieder neue Sondereditionen. Ganz neu ist die Pfeffi Mystery Edition mit Wimmelbildsuche auf dem Etikett. Und wer auf der Suche nach einer ausgefallenen Geschenkidee ist, kann auf der Pfeffi-Website mit dem Etiketten-Generator sein eigenes Etikett gestalten, ausdrucken und über das ursprüngliche Etikett auf die Pfeffi-Flasche kleben.

Pfeffi Highball mit spritzigen Zitrusnoten

Dieser Cocktail ist erfrischend wie ein Mojito und elegant wie ein Martini. Moderne Barkultur trifft in diesem Glas auf echte Ost-Klassiker: Pfeffi und Korn aus Nordhausen. Im Sommer schmeckt er spritzig und kühlend, im Winter nobel, frisch und festlich. Kurz: Der Drink überzeugt immer und jeden. Cheers!

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