Bevor überhaupt etwas produziert wird, liest der Maschinen- und Anlagenführer die Auftragsunterlagen und stellt die passenden Rohstoffe bereit. Anschließend richtet er die Maschinen ein (das können zum Beispiel Zerkleinerungs-, Koch- und Mischanlagen oder Abfüll- und Verpackungsmaschinen sein), nimmt sie in Betrieb und überwacht die laufende Produktion. Dabei behält er auch die Qualität der Produkte im Blick und greift ein, falls irgendwo eine Störung auftreten sollte. Außerdem kümmert sich der Maschinen- und Anlagenführer darum, dass die Maschinen und Anlagen regelmäßig gereinigt, desinfiziert, gewartet und umgerüstet werden. Zu diesen Aufgaben gehört zum Beispiel der Austausch von Verschleißteilen oder das Nachfüllen von Kühl- und Schmierstoffen.
Der Maschinen- und Anlagenführer ist nicht nur im Bereich Lebensmitteltechnik tätig: Auch mit dem Schwerpunkt auf Metall- und Kunststofftechnik, Textiltechnik, Textilveredelung oder Druckweiter- und Papierverarbeitung kannst Du diesen Beruf erlernen.
So wirst Du Maschinen- und Anlagenführer mit dem Schwerpunkt Lebensmitteltechnik
Die Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer dauert zwei Jahre und findet sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule statt. Oft bist Du ein bis zwei Tage pro Woche in der Schule und den Rest der Zeit im Betrieb – teilweise findet der Schulunterricht aber auch als Blockunterricht statt. Für die Ausbildung brauchst Du mindestens einen Hauptschulabschluss, die Hälfte der Azubis hat sogar die mittlere Reife. Von großem Vorteil sind außerdem handwerkliches Geschick sowie mathematisches und technisches Verständnis.
Während der Ausbildung lernst Du den Umgang mit Werk-, Betriebs- und Hilfsstoffen, betriebliche und technische Kommunikation sowie die Planung und Vorbereitung von Arbeitsabläufen. Dazu kommen branchenspezifische Fertigungstechniken, Steuerungs- und Regelungstechnik, Qualitätssicherung sowie die Einrichtung, Bedienung und Instandhaltung von Produktionsanlagen.
Falls Du nach den zwei Jahren noch mehr lernen möchtest, kannst Du die Ausbildung um ein Jahr verlängern und so noch den Abschluss als Fachkraft für Lebensmitteltechnik erwerben. Auch danach kannst Du noch eine Weiterbildung zum Industriemeister oder Techniker machen. Falls Du studieren möchtest, kannst Du Dich für die Studiengänge Maschinenbau oder Produktionstechnik einschreiben.
Im ersten Ausbildungsjahr verdienst Du zwischen 800 und 1.200 € brutto, im zweiten Jahr zwischen 900 und 1.350 € brutto. Direkt nach der Ausbildung liegt das Einstiegsgehalt bei mindestens 2.400 € brutto, mit wachsender Erfahrung und Verantwortung sind im Schnitt rund 3.250 € möglich, in der Spitze sogar bis zu 3.950 €.
In Thüringen bildet zum Beispiel BORN zum Maschinen- und Anlagenführer aus.


