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Thüringen schmeckt nur dank ihnen

Das macht ein Süßwarentechnologe

In der Produktionshalle riecht es nach geschmolzener Schokolade. Die Maschinen brummen im Drei-Schicht-Betrieb, über die Monitore laufen Temperaturkurven und Produktionsdaten. Hier entstehen täglich tausende Schokoriegel, Bonbons oder Kekse – und mittendrin steht der Süßwarentechnologe. Er überwacht die Anlagen, prüft die Qualität der Süßigkeiten und greift ein, wenn etwas nicht stimmt. Denn aus Kakao, Zucker und Nüssen werden nur dann gleichbleibend gute Produkte, wenn jemand mit technischem Verständnis und wachem Auge die Produktion unter Kontrolle hat.

Bis zum Jahr 2014 hieß der Beruf noch Fachkraft für Süßwarentechnik, schon seit 1980 gibt es ihn als staatlich anerkannten Ausbildungsberuf. Denn Süßigkeiten werden heute nur noch in Ausnahmefällen in kleinen Manufakturen von Hand hergestellt. In der Regel laufen sie in großen Industriehallen über automatisierte Maschinen-Anlagen. Und damit dabei alles reibungslos abläuft und perfekte Produkte entstehen, überwachen und steuern Süßwarentechnologen die Produktion vom ersten bis zum letzten Schritt.

Der Arbeitsalltag eines Süßwarentechnologen

Produktionshallen, Lager- und Kühlräume, manchmal auch Labors – dort ist der Süßwarentechnologe zu Hause. Arbeitskleidung wie Kittel, Haube, Handschuhe und oft auch ein Hörschutz gehören zu seinem Arbeitsalltag fest dazu, denn Sauberkeit ist hier das A und O. Und die großen Maschinen sind zwar effizient, aber auch ziemlich laut.

Der Süßwarentechnologe ist verantwortlich für die automatisierte Produktion von Süßigkeiten: Er steuert und überwacht Maschinen und Anlagen, die Zutaten wie Zucker, Kakaobohnen oder Nüsse maschinell wiegen, dosieren, mischen, reinigen und zerkleinern. Alle Arbeitsschritte liegen in seiner Hand – von der Rohstoff-Aufbereitung über das Bewachen der einwandfreien Produktionsprozesse bis zum Verpacken der Ware. Zwischendurch probiert er auch mal, um die Qualität zu prüfen. Und am Ende des Tages reinigt er die Maschinen gründlich.

Da Süßigkeiten oft rund um die Uhr produziert werden, ist Schichtdienst als Süßwarentechnologe völlig normal – auch am Wochenende oder nachts. Und auch wenn die Maschinen die schwere Arbeit übernehmen, erfordert der Job trotzdem Aufmerksamkeit, schnelle Reaktionen und technisches Geschick. Denn: Läuft etwas nicht nach Plan, muss der Süßwarentechnologe sofort eingreifen.

Verschiedene Stangen Nougat liegen auf schwarzem Untergrund

Zartschmelzender Nougat aus Floh-Seligenthal

Die klassische Nougatstange hat sich in den letzten 100 Jahren weder im Geschmack noch in der Rezeptur verändert – denn ist Viba erst einmal eine köstliche Kreation gelungen, hat sie auch Bestand. Stattdessen wird dann bereits an neuen Ideen getüftelt.

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So wirst Du Süßwarentechnologe

Die Ausbildung zum Süßwarentechnologen dauert in der Regel drei Jahre und findet dual im Betrieb und in der Berufsschule statt. Das Besondere: Es gibt in ganz Deutschland nur eine einzige Berufsschule für Süßwarentechnologen: die Zentralfachschule der Deutschen Süßwarenwirtschaft in Solingen, Nordrhein-Westfalen. Der Unterricht findet deshalb blockweise statt: drei Mal im Jahr jeweils einen Monat am Stück. Dort lernst Du alles über Mischungsverhältnisse, Zusammensetzungen und Qualitätskontrolle – mit Schwerpunkten in Mathe, Biologie und Chemie.

Einen bestimmten Schulabschluss brauchst Du für die Ausbildung eigentlich nicht, die Hälfte aller Azubis hat aber mittlere Reife. Genauso wichtig sind Sorgfalt, Verantwortungsbewusstsein, technisches Verständnis und eine gute Reaktionsgeschwindigkeit. Kenntnisse in Mathe und Technik sind von Vorteil – und natürlich solltest Du keine Lebensmittelallergien haben.

Süßwarentechnologen arbeiten in Industrie-Betrieben, die Schokoladenprodukte, Bonbons, Zuckerwaren, feine Backwaren wie Kekse oder Knabbereien produzieren. Den Schwerpunkt kannst Du bereits während der Ausbildung wählen. In Thüringen bilden aktuell Viba und der Storck-Standort in Ohrdruf Süßwarentechnologen aus – und die Übernahmechancen nach der Ausbildung sind in der Regel sehr gut. Süßwaren-Unternehmen sind zukunftssicher und stets auf der Suche nach Fachkräften. Genascht wird schließlich immer 😉

Der Lohn, den Du während der Ausbildung erhältst, unterscheidet sich je nach Bundesland. Im Schnitt verdienst Du etwa 950 € brutto im ersten Jahr, 1.050 € im zweiten und 1.150 € im dritten Jahr. Nach der Ausbildung liegt das durchschnittliche Gehalt bei rund 3.300 € brutto im Monat. Falls Du Dich später weiterbilden und eine Führungsposition in der Produktion übernehmen möchtest, kannst Du Industriemeister oder Fachwirt werden.

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