Nach dem Zweiten Weltkrieg waren Lebensmittel Mangelware und man behalf sich mit dem, was da war. In dem Fall der Gastronomin Herta Heuwer, der ein Imbissstand in Berlin-Charlottenburg gehörte, waren das am 4. September 1949 vermutlich ein paar vorgegarte Brühwürste ohne Darm, Tomatenmark, Curry-Pulver und Worcestershire-Sauce. Legenden besagen, dass sie die Zutaten zu etwas Neuem kombinierte, weil ihr an dem Tag so langweilig war. Wer weiß, ob das stimmt – aber zumindest geht dieser Tag als Geburtstag der Currywurst in die Geschichte ein. Herta Heuwer verriet das Rezept für ihre Sauce nie, ließ sie sich später aber als Marke schützen – und brachte an ihrem Imbiss die Anschrift 1. Currywurst-Braterei der Welt an. Ob das wirklich stimmt, bezweifeln einige. Angeblich gab es zu der Zeit auch schon Currywürste in Hamburg, Niedersachsen und Duisburg. Aber Fakt ist: Nur in Berlin wurde die Currywurst ohne Darm im Jahr 2020 als Geografische Herkunftsangabe eingetragen.
Natürlich gibt es ausführliche Anforderungen an eine originale Berliner Currywurst: Es handelt sich dabei in der Regel um eine vorgegarte Brühwurst ohne Darm, die in viel Öl gebraten, in mundgerechte Stücke geschnitten, mit Sauce übergossen, mit Curry-Pulver bestäubt und dann mit einem Holzpieker versehen serviert wird. Wer es scharf mag, bekommt noch Cayennepfeffer in die Sauce oder darüber gestreut. Als klassische Beilage gelten Pommes frites oder ein kleines Brötchen zum Auftunken der Sauce. Die Currysauce wurde ursprünglich oft aus Ketchup und Curry-Pulver zubereitet, da die Alliierten dies aus ihren Heimatländern mit nach Deutschland gebracht und hierzulande populär gemacht hatten. Mittlerweile gibt es aber auch weitaus kompliziertere Rezepte für die Currysauce.
- Zubereitung: 25 Min
- Für 4 Personen
Eine Wurst ohne Bezug zu Thüringen? Zeit, dass sich das ändert! Wir nehmen natürlich Thüringer Currywürste von WOLF, Curry-Ketchup von BORN und servieren dazu Kloßpommes von Heichelheimer. Nur verständlich, wenn die Berliner Currywurst da ein wenig neidisch wird 😉
- 200 g Curry-Ketchup von BORN
- 200 g passierte Tomaten
- Salz, Pfeffer
- Kloßpommes von Heichelheimer
- 4 Currywürste von WOLF
- 4 EL Öl
- ½ TL Curry-Pulver
Zubereitung
Verrühre 200 g Curryketchup und 200 g passierte Tomaten in einem Topf, lasse die Sauce kurz aufkochen und dann 10 Minuten leicht köcheln. Schmecke sie danach mit Salz, Pfeffer und gegebenenfalls etwas Zucker, Curry-Pulver und Paprika-Gewürz ab.
Erhitze 2 EL Öl in einer Pfanne. Gib dann die Kloßpommes unaufgetaut in die Pfanne und brate sie bei mittlerer Hitze von beiden Seiten insgesamt etwa 15 Minuten, bis sie goldgelb sind.
Währenddessen kannst Du bereits 4 Currywürste leicht einschneiden, damit sie beim Braten nicht aufplatzen, in einer zweiten Pfanne weitere 2 EL Öl erhitzen und die Würste darin ein paar Minuten lang von allen Seiten anbraten. Nimm die Würste dann aus der Pfanne und schneide sie in Scheiben.
Nun gibst Du die Wurstscheiben auf einen Teller, verteilst großzügig Currysauce darüber und bestäubst die Sauce mit ½ TL Curry-Pulver. Serviere dazu die gebratenen Kloßpommes.
Zutaten für unsere Thüringer Currywurst




