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Kombucha, Kefir, Kwas

Gesunde Spaßgetränke mit lebenden Kulturen

Du suchst nach einer gesunden Alternative für Limonade? Möchtest abwechslungsreiche Spaßgetränke trinken, die Du mit nur wenigen Zutaten auch ganz einfach selber machen kannst? Dann heißen wir Dich im Universum der fermentierten, probiotischen Getränke herzlich willkommen! Sie beinhalten lebende Mikroorganismen, basieren auf Starterkulturen oder wilder Fermentation und schmecken naturbelassen, etwas säuerlich, prickelnd – und definitiv einzigartig.

Getränke wie Kombucha, Kefir, Brottrunk und Ginger Beer, aber auch Lebensmittel wie Joghurt enthalten lebende Mikroorganismen und gelten deshalb als Probiotika. Zu den Mikroorganismen zählen zum Beispiel Milchsäurebakterien, die Zucker in Milchsäure umwandeln, Hefen, die Zucker in Alkohol und Kohlensäure umwandeln, sowie Essigsäurebakterien, die Zucker in Alkohol und Essigsäure umwandeln. So machen die Mikroorganismen Getränke und Lebensmittel länger haltbar und sorgen für einen einzigartigen Geschmack.

Probiotika bedeutet auf Griechisch „für das Leben“. Sie können gesundheitliche Vorteile und allgemein eine positive Wirkung auf die Darmflora und das gesamte Verdauungssystem haben. Dafür müssen die enthaltenen Mikroorganismen lebensfähig und wirkungsvoll sein. Eine Voraussetzung dafür ist zum Beispiel, dass das Getränk nie erhitzt und stets gekühlt gelagert wurde. Allerdings konnten die gesundheitlichen Effekte von Probiotika bisher nur für sehr wenige Mikroorganismen wissenschaftlich nachgewiesen werden. Deshalb ist die Angabe, dass ein Getränk oder Lebensmittel probiotisch sei, auch nicht erlaubt. Du erkennst sie stattdessen an der Angabe von lebenden Kulturen oder bestimmten Bakterienstämmen.

Joghurt: fermentiert & probiotisch

Sauermilchprodukte wie Joghurt gehören zu den ältesten Milchprodukten der Welt, da die Menschen früh merkten, dass sich fermentierte Milch länger hält als frische. Demnach wurde Joghurt schon vor etwa 8.000 Jahren zubereitet. Bei uns ist Joghurt hingegen seit nicht einmal 100 Jahren bekannt und beliebt: Seine Beliebtheit ging mit der Verbreitung der Kühlschränke einher.

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Kombucha entsteht durch die Fermentation von gesüßtem, schwarzem oder grünem Tee und einem SCOBY – einer Kultur aus Bakterien und Hefen, die aussieht wie eine gelee-artige Scheibe. Durch die Fermentation entsteht ein sprudeliges, leicht säuerliches, erfrischendes Getränk. Mithilfe verschiedener Früchte und Kräuter kann der Geschmack in einer zweiten Fermentation beliebig beeinflusst werden.

Kefir ist sehr bekannt, doch dass es zwei Sorten Kefir gibt, weiß kaum jemand. Bei dem bekannten Kefir handelt es sich um Milchkefir, der durch die Fermentation von Milch und Kefirkörnern entsteht. Die Kefirkörner sind eine Kultur aus Milchsäurebakterien und Hefen und haben eine knollenähnliche Form. Milchkefir schmeckt säuerlich und ähnelt der Sauermilch, die allerdings auch durch wilde Fermentation entstehen kann.

Sauer hält länger frisch

Ob stichfest oder sämig, sauer oder mild: Sauermilchprodukte sind in vielen Varianten erhältlich – und doch kennt sie heutzutage kaum noch jemand. Dabei steht die Sauermilch als probiotische Urgroßmutter unserer heutigen Frischmilch ihren engen Verwandten Kefir, Buttermilch und Joghurt in nichts nach.

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Wesentlich unbekannter als sein milchiger Bruder ist der Wasserkefir. Hier erfolgt die Fermentation durch eine Zuckerwasserlösung und Wasserkefirkristalle – ebenfalls eine Kultur aus Bakterien und Hefen, die wie kleine, durchsichtige Körner aussehen. Bei der Fermentation kann relativ viel Kohlensäure entstehen, wodurch Wasserkefir sehr sprudelig ist. Er schmeckt erfrischend und leicht süßlich. Mithilfe verschiedener Früchte und Kräuter kann der Geschmack in einer zweiten Fermentation beliebig beeinflusst werden.

Ginger Beer schmeckt scharf und vor allem nach Ingwer – kein Wunder, da das Getränk durch eine Fermentation von Ingwer und Zuckerwasser entsteht. Anschließend wird zu dem sprudeligen, erfrischenden Getränk gern noch Zitronensaft oder Gewürz hinzugefügt. Alkohol enthält Ginger Beer heutzutage in der Regel nicht mehr – der Name ist also etwas irreführend.
Ursprünglich wurde Ginger Beer in England entwickelt, ist mittlerweile aber auch bei uns sehr beliebt. Doch Vorsicht: Kaufst Du Ginger Beer im Laden, handelt es sich dabei wahrscheinlich nur um aromatisierte Limonaden und nicht um ein fermentiertes Getränk. Machst Du Ginger Beer hingegen selbst, bekommst Du nicht nur ein probiotisches, fermentiertes Getränk, sondern kannst auch noch von den positiven Wirkungen des Ingwers profitieren: Er hilft gegen Übelkeit und hemmt Entzündungen.

Wie wäre es jetzt mit einem schönen Glas Sauerkrautsaft?

Zugegeben, wir essen das Sauerkraut lieber, anstatt den Saft zu trinken, der bei der Fermentation vom Kohl entsteht. Schließlich steckt beides voller Probiotika! Zumindest, wenn das Sauerkraut nicht pasteurisiert wird.
Bei Schweizer Naturkost bekommst Du ganz frisches, fermentiertes Sauerkraut, das voller lebender Kulturen steckt. Und nicht nur das: Schweizer Naturkost hat auch Gemüsesalat, Kimchi und Krautsalat im Sortiment. Alles bio, im Glas fermentiert und weder erhitzt noch pasteurisiert. Besser geht es nicht!
Rezept: Sauerkraut-Sandwich

Unter seinen Namen fallen zahlreiche Getränke auf der ganzen Welt: Joghurtdrinks sind beliebt, flüssiger als Joghurt und in verschiedenen Geschmacksrichtungen erhältlich. Zu den Joghurtdrinks gehören zum Beispiel indischer Lassi und türkischer Ayran.
Achte beim Kauf darauf, dass lebende Milchsäurebakterien enthalten sind – oft ist das nicht der Fall; stattdessen werden Joghurtdrinks gern mit Vitaminen, Mineralstoffen und künstlichen Zusatzstoffen angereichert oder haben einen hohen Zuckergehalt.

Brottrunk ist eher etwas für Hartgesottene: Das Getränk, das in Osteuropa unter dem Namen Kwas bekannt ist, besteht aus Vollkornbrot und Wasser. Mit Milchsäurebakterien versetzt wird bei der Fermentation die Stärke vom Brot in Zucker und anschließend in Milchsäure umgewandelt, wodurch das Getränk würzig und sauer schmeckt.

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