Getränke wie Kombucha, Kefir, Brottrunk und Ginger Beer, aber auch Lebensmittel wie Joghurt enthalten lebende Mikroorganismen und gelten deshalb als Probiotika. Zu den Mikroorganismen zählen zum Beispiel Milchsäurebakterien, die Zucker in Milchsäure umwandeln, Hefen, die Zucker in Alkohol und Kohlensäure umwandeln, sowie Essigsäurebakterien, die Zucker in Alkohol und Essigsäure umwandeln. So machen die Mikroorganismen Getränke und Lebensmittel länger haltbar und sorgen für einen einzigartigen Geschmack.
Probiotika bedeutet auf Griechisch „für das Leben“. Sie können gesundheitliche Vorteile und allgemein eine positive Wirkung auf die Darmflora und das gesamte Verdauungssystem haben. Dafür müssen die enthaltenen Mikroorganismen lebensfähig und wirkungsvoll sein. Eine Voraussetzung dafür ist zum Beispiel, dass das Getränk nie erhitzt und stets gekühlt gelagert wurde. Allerdings konnten die gesundheitlichen Effekte von Probiotika bisher nur für sehr wenige Mikroorganismen wissenschaftlich nachgewiesen werden. Deshalb ist die Angabe, dass ein Getränk oder Lebensmittel probiotisch sei, auch nicht erlaubt. Du erkennst sie stattdessen an der Angabe von lebenden Kulturen oder bestimmten Bakterienstämmen.
Kombucha entsteht durch die Fermentation von gesüßtem, schwarzem oder grünem Tee und einem SCOBY – einer Kultur aus Bakterien und Hefen, die aussieht wie eine gelee-artige Scheibe. Durch die Fermentation entsteht ein sprudeliges, leicht säuerliches, erfrischendes Getränk. Mithilfe verschiedener Früchte und Kräuter kann der Geschmack in einer zweiten Fermentation beliebig beeinflusst werden.
Kefir ist sehr bekannt, doch dass es zwei Sorten Kefir gibt, weiß kaum jemand. Bei dem bekannten Kefir handelt es sich um Milchkefir, der durch die Fermentation von Milch und Kefirkörnern entsteht. Die Kefirkörner sind eine Kultur aus Milchsäurebakterien und Hefen und haben eine knollenähnliche Form. Milchkefir schmeckt säuerlich und ähnelt der Sauermilch, die allerdings auch durch wilde Fermentation entstehen kann.



