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Pfannkuchen selber frittieren

Goldbraun, fluffig und gefüllt

Was haben die alten Römer, eine Wiener Köchin und ein Berliner Zuckerbäcker, der eigentlich Kanonier werden wollte, gemeinsam? Sie alle haben dazu beigetragen, dass heute mehr als 350 Millionen Pfannkuchen jedes Jahr allein in Deutschland verkauft werden. Wir prüfen, wer den Pfannkuchen erfunden hat – und wie Du ihn zuhause selbst frittieren kannst.

Hefeteigbällchen in Fett auszubacken hat eine lange Tradition: Schon die Römer frittierten kleine Teigkugeln, tunkten sie in Honig und bestreuten sie mit Mohn. Doch auch hierzulande war man früh erfinderisch: Im Mittelalter sollen Frauen im Spreewald Teigreste mit Pflaumenmus gefüllt und diese dann in Schmalz ausgebacken haben.

Das erste Rezept, das der heutigen Zubereitung ähnelt, stammt aus einem Kochbuch von Henriette Davidis aus dem Jahr 1847. Doch die Erfindung des Pfannkuchens beanspruchen gleich zwei Personen für sich: Eine Geschichte besagt, dass die Wiener Hofratsköchin Cäcilie Krapf im Jahr 1690 den Krapfen erfand, ihn aber zunächst als Cillikugel anbot. Einer anderen Legende nach wurde der Pfannkuchen 1756 von einem Berliner Zuckerbäcker erfunden, der als Kanonier unter Friedrich dem Großen dienen wollte, aber als wehruntauglich eingestuft wurde. Er durfte zumindest als Feldbäcker beim Regiment bleiben und kreierte dort Hefeteigstücke in Kanonenkugel-Form, die er mangels Ofens über offenem Feuer in mit heißem Fett gefüllten Pfannen frittierte.

Wir frittieren die Pfannkuchen in der Backstolz-Schmelzmargarine von OTHÜNA: Sie besteht aus rein pflanzlichen, hochwertigen Ölen und Fetten und eignet sich nicht nur zum Frittieren und Braten, sondern auch zum Backen feiner Backwaren, da sie sehr geschmeidig ist und sich gut im Teig verteilt. Deshalb nutzen wir Backstolz nicht nur zum Frittieren, sondern auch im Hefeteig selbst.

Pfannkuchen werden aus einem süßen Hefeteig mit einem ziemlich hohen Ei-Anteil hergestellt, da die Eier das Aufsaugen vom Frittierfett verringern. Die Füllung kommt mittlerweile nach dem Backen mit einem Spritzbeutel oder einem Füllapparat in den Pfannkuchen – deutlich einfacher und sauberer als die Variante von früher, bei der Pfannkuchen aus zwei Teilen zusammengesetzt und Marmelade vor dem Frittieren hineingegeben wurde.

Vor dem Frittieren brauchst Du übrigens keine Angst haben. Das Wichtigste ist, auf die richtige Temperatur zu achten – der Rest erledigt sich von selbst. Ist das Frittierfett zu heiß, werden die Krapfen außen zu dunkel, sind aber noch nicht durch. Ist es zu kalt, saugen sich die Krapfen mit dem Fett voll und können nicht gut aufgehen. Die ideale Temperatur zum Frittieren der Pfannkuchen liegt bei 170° C.

Warum sind Pfannkuchen an Karneval so beliebt?

Heute isst man Pfannkuchen besonders gern während der Karnevalszeit. Früher kamen da vor allem Zutaten auf den Tisch, die früher während der anschließenden Fastenzeit verboten waren und deshalb währenddessen verderben würden: Fleisch, Eier, Fett. Dazu zählen zum Beispiel Schweinefleisch, Speck und in Fett ausgebackenes Gebäck wie Pfannkuchen.

Pfannkuchen – mit Vita Cola?!

Zu Karneval werden Pfannkuchen nicht nur mit Marmelade oder Pflaumenmus gefüllt, sondern gerne auch mit Eierlikör – oder BORN-Senf. Die Thüringer Bäckerei Bergmann geht noch einen Schritt weiter: Sie startet jedes Jahr die Füll den Funkuchen-Aktion, bei der Kunden Vorschläge einreichen können. Über die besten Füllungen wird abgestimmt und der Gewinner wirklich gebacken. Die beliebtesten Varianten schaffen es sogar ins dauerhafte Sortiment. Gewinner-Pfannkuchen-Füllungen der letzten Jahre waren unter anderem Rote Grütze, Bienenstich, Schneewittchen, Grießbrei, Stachelbeer-Baiser und sogar Vita Cola!

In Thüringen produzieren Bäckereien in der Karnevalswoche oft ein Vielfaches ihrer normalen Pfannkuchen-Menge. Die Bäckerei Bergmann beispielsweise backt dann statt der üblichen 3000-4000 Pfannkuchen pro Schicht bis zu 40.000 Stück.

Vom Narrenfest zum Volkskarneval

Während das Rheinland gerne für sich beansprucht, die größte Karnevalshochburg Deutschlands zu sein, hat Thüringen eine mindestens genauso alte, aber ganz eigene Geschichte zu erzählen – von mittelalterlichen Narrenfesten über höfische Maskenbälle bis zu DDR-Karnevalsvereinen, die zwischen den Zeilen die Regierung kritisierten.

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  • Zubereitung: 170 Min
  • Für 15 Personen
für den Hefeteig:
  • 500 g Weizenmehl
  • ½ Würfel frische Hefe
  • 50 g Zucker
  • 50 g Backstolz-Margarine von OTHÜNA
  • 225 ml Vollmilch von Dittersdorfer
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Vanille-Extrakt
  • 4 Eigelb
außerdem:
  • (Puder-) Zucker
  • Marmelade oder Pflaumenmus
  • 750 g Backstolz-Margarine von OTHÜNA zum Frittieren

Zubereitung

Zerteile die Hefe in Stücke und rühre sie mit dem Zucker glatt. Schmelze die Butter, gib die Milch dazu und bringe beides auf eine lauwarme Temperatur. Knete dann aus dem Mehl, der Hefe-Zucker-Mischung, Butter-Milch-Mischung, Salz, Vanille-Extrakt und Eigelb einen geschmeidigen Teig.

Lasse den Teig abgedeckt an einem warmen Ort 30 bis 60 Minuten gehen, bis er an Volumen zugenommen hat. Teile den Teig dann in etwa 15 Portionen, forme daraus Bällchen und lasse sie abgedeckt so lange gehen, bis sie ihr Volumen verdoppelt haben.

Erhitze die Margarine zum Frittieren im Kochtopf oder in einer Fritteuse auf 170° C. Die richtige Temperatur vom Fett prüfst Du mit einem Küchenthermometer oder indem Du ein Holzstäbchen hineinhältst. Hat das Fett die richtige Temperatur, steigen daran Bläschen auf.

Backe die Teiglinge nun portionsweise von beiden Seiten im heißen Fett goldbraun aus. Sie dürfen sich dabei nicht im Topf berühren. Nimm sie anschließend mit einer Schaumkelle aus dem Topf und lasse sie auf Küchenpapier abtropfen.

Befülle einen Spritzbeutel oder eine Gebäckspritze mit Marmelade oder Pflaumenmus (darf nicht stückig sein) und spritze die Füllung von der Seite aus mit einer dünnen Tülle in die Pfannkuchen.

Wälze zum Schluss die noch warmen Pfannkuchen in (Puder-) Zucker oder bestreiche die abgekühlten Pfannkuchen mit Zuckerguss aus Puderzucker und etwas Wasser.

Qualitätsmargarine aus Gera

Jeder kennt die Margarine-Würfel aus dem Kühlregal oder dem eigenen Kühlschrank. Schon Oma setzte auf die Margarine aus Gera und hat man sich einmal für Sanna, Sonja oder Marina entschieden, wechselt man auch nicht mehr: Die Margarine von OTHÜNA hat Tradition.

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