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Wasser in Obst-Form

Das hat jetzt Saison: Melone

Eine Wassermelone kauft man nicht mal eben so. Sie ist sperrig, schwer und braucht ein gutes Händchen, um gekonnt aufgeschnitten zu werden. Der erste Biss in das eisgekühlte, vollreife Fruchtfleisch an einem heißen Sommertag entschädigt aber für alle Mühen.

Aus der Wüste in die Welt

Ursprünglich kommt die Wassermelone aus Westafrika. Die Früchte wurden dort gezielt für Trockenphasen angebaut und gelagert: Das Fruchtfleisch beinhaltet viel Wasser, die Samen sorgten für Nährstoffe. Mit der heutigen Wassermelone hat die ursprüngliche Wildform allerdings wenig gemein. Sie war bitter und die kleinen Früchte mit gelblich-weißem Fruchtfleisch ließen sich kaum öffnen.

Melonensamen werden noch heute in Indien gemahlen und zu Brot verarbeitet. In China gibt es sogar Sorten mit besonders großen Samen, aus denen Öl für die Kosmetikindustrie gewonnen wird.

Von Afrika aus verbreitete sich die Wassermelone über Indien und China nach Spanien und in den Rest Europas – und von dort aus schließlich auch nach Amerika. Bereits im 17. Jahrhundert war die Melone in europäischen Gärten weit verbreitet und beliebt. Heute wachsen die meisten Melonen innerhalb der EU in Spanien, Italien und Griechenland. Weltweit stehen China, Indien und Türkei an der Spitze der Anbauländer.

Draußen schmeckt’s am besten

Endlich ist der Sommer da! An warmen, sonnigen Tagen verbringen wir am liebsten jede freie Sekunde draußen in der Natur 🌞 Da kommt ein Picknick wie gerufen! Beim Genuss zahlreicher Kleinigkeiten kann man den Augenblick zusammen mit lieben Mitmenschen erst recht genießen.

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Wie unterscheiden sich Wassermelonen und Zuckermelonen?

Wasser- und Zuckermelonen gehören zwar zur gleichen Pflanzenfamilie, aber zu unterschiedlichen Gattungen. Die Zuckermelone ist sogar enger mit der Gurke verwandt als mit der Wassermelone. Das kann man leicht am Querschnitt erkennen: Bei der Zuckermelone sitzen die Kerne wie bei einer Gurke in einer Kammer in der Mitte, während sie in der Wassermelone über das gesamte Fruchtfleisch verteilt sind.

Wassermelonen wiegen meist zwischen 4 und 25 kg – es gibt aber auch Sorten, die sogar bis zu 100 kg erreichen können. Gleichzeitig gibt es aber auch sogenannte Kühlschrank-Sorten, die nur etwa 1 kg wiegen und damit perfekt für kleine Haushalte geeignet sind.

Weltweit gibt es rund 750 verschiedene Melonensorten, die meisten davon zählen zu den Zuckermelonen. Diese lassen sich vor allem in Cantaloupe-, Netz- und Winter-Melonen unterteilen.

  • Cantaloupe-Melonen haben eine gerippte, raue, grünliche Schale mit einem feinen, weißbraunen Netz. Je mehr Unterteilungen auf der Schale zu erkennen sind, desto reifer ist sie – mindestens neun sollten es sein. Das orangefarbene Fruchtfleisch duftet gut und schmeckt sehr fein. Die Cantaloupe-Melone ist nicht lange haltbar, schmeckt aber hervorragend zu geräuchertem Schinken.
  • Netz-Melonen, zu denen zum Beispiel die Galia-Melone zählt, haben eine gelbe Oberfläche mit einem weißgrünen, feinmaschigen Netz. Sie duftet intensiv und ist relativ lange haltbar. Ihr grünlich-weißes Fruchtfleisch schmeckt süß.
  • Winter-Melonen wie die Honig-Melone sind oval-länglich geformt. Unter der glatten gelben Schale verbirgt sich grünes oder weißes Fruchtfleisch, das süß und frisch schmeckt. Die Melone reift erst spät und reift auch nicht nach, ist dafür aber lange haltbar.

So findest Du die perfekte Wassermelone

Wassermelonen können zuhause noch etwas nachreifen. Eine auf dem Feld vollständig ausgereifte Melone hat aber ein intensiveres Aroma – es lohnt sich also, beim Kauf genauer hinzuschauen.
  • Die Auflagestelle – also der Fleck, an dem die Melone beim Wachsen auf dem Boden lag – sollte gelb gefärbt sein. Ist er weißlich, ist sie noch nicht reif; ist er bereits tief dunkelgelb und größer als 10 cm, könnte die Melone bereits überreif sein.
  • Gleichmäßig runde Früchte deuten auf eine gleichmäßige Reifung und einen höheren Zuckergehalt hin.
  • Lasse Dich nicht von einer schönen, glänzenden Schale verführen, denn vielmehr spricht eine stumpfe, matte Schale für Reife und Aroma.
  • Bei zwei gleich großen Melonen ist die schwerere die richtige Wahl: Sie ist deutlich saftiger.
  • Braune Netzflecken oder -narben auf der Schale sind keine Schönheitsfehler: Sie entstehen, wenn die Blüte besonders intensiv von Bienen bestäubt wurde. Damit deuten sie auf eine besonders süße Melone hin.
  • Ein brauner, eingetrockneter Stiel zeigt an, dass die Melone reif geerntet wurde. Er könnte aber auch durch eine lange Lagerung eingetrocknet sein, ist also kein vollkommen verlässlicher Hinweis auf eine reife Melone.
  • Der Klopftest ist ein Klassiker: Ein tiefer, dumpfer bis hohler Klang soll auf eine reife Wassermelone hinweisen. In der Praxis ist das aber ziemlich schwer zu beurteilen. Prüfe die Melone also lieber auf unsere anderen Tipps.

Food Pairing

Seit Jahrhunderten sind Geschmackskombinationen bekannt, die scheinbar „einfach so“ perfekt zusammenpassen, zum Beispiel Tomate und Basilikum, Schokolade und Chili oder Melone und Feta. Erst um die Jahrtausendwende herum bildete sich darauf basierend eine neue Wissenschaft: Food Pairing.

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Melonen richtig lagern

Ganze Wassermelonen halten sich im kühlen Keller bei 10-15 °C gut zwei bis drei Wochen. Bei zu langer Lagerung wird das Fruchtfleisch mehlig. Angeschnitten gehört die Melone in den Kühlschrank, wo sie noch bis zu drei Tage frisch bleibt. Lagere sie im Kühlschrank am besten in einer luftdichten Box oder decke sie mit Frischhaltefolie ab, da das Fruchtfleisch schnell Aromen von anderen Lebensmitteln aufnehmen kann. Außerdem sollten frische Melonenstücke nie lange bei Zimmertemperatur stehen bleiben, da sich auf dem Fruchtfleisch schnell Bakterien vermehren können.
Apropos Bakterien: Wasche die Melone vor dem Anschneiden gründlich! An der Schale können Keime wie Salmonellen oder Listerien haften, die beim Schneiden leicht ins Fruchtfleisch übergehen.

Melonenreste lassen sich hervorragend einfrieren und dann in Smoothies, Sorbet, Eis oder kalter Suppe verarbeiten. Und falls Du mal etwas Neues probieren möchtest: Sogar die Schale der Wassermelone lässt sich einlegen oder kandieren.

Melonen aus Thüringen?

Melonen liebe Sonne und Hitze. Sie fühlen sich dort wohl, wo auch Wein gerne wächst. Auf Kälte reagieren sie aber empfindlich: Spätfröste oder ein kühler, verregneter Sommer können die Ernte schnell vernichten. Beim Anbau in nördlicheren Gebieten ist also etwas Vorsicht angesagt. Dennoch fühlen sich Melonen durch den Klimawandel mittlerweile sogar in Thüringen wohl: Auch bei uns gibt es bereits professionelle Melonenbauern. Allerdings werden Melonen hier erst frühestens Ende Juli reif, während Wassermelonen aus Südeuropa schon im Juni erhältlich sind.

Falls Du selbst Dein Glück versuchen und Melonen anbauen möchtest, solltest Du die einjährigen Pflanzen auf jeden Fall im Haus vorziehen und erst frühestens ab Ende Mai ins Beet setzen. Wähle am besten eine frühe Sorte mit kleinen Früchten, die schneller reif werden. Wassermelonen sind übrigens robuster als Zuckermelonen und relativ trockenresistent.

Spießiges Fingerfood? Ja bitte!

Grillspieße sind köstlich, aber an manchen Tagen ist es (zumindest unserer Meinung nach) selbst für den Grill zu warm. Dann muss das Essen schnell zubereitet sein und leicht im Magen liegen: Vorhang auf für die kalte Sommerküche und unsere auf unterschiedlichste Weise beladenen Spieße!

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