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Wie Heißluftfritteusen funktionieren

Frittieren ohne Fett

Pommes ohne schlechtes Gewissen? Gebratenes Hähnchen ohne Fettgeruch in der Wohnung? Heißluftfritteusen versprechen genau das – und stehen mittlerweile in vielen Küchen. Die kompakten Geräte sollen schnelles, kalorienarmes Essen möglich machen und sind gerade für alle, die regelmäßig TK-Produkte und Snacks zubereiten, richtig praktisch. Doch was kann so eine Heißluftfritteuse wirklich? Und wo liegen die Grenzen? Wir schauen uns an, wie das Prinzip funktioniert, wofür sich die Geräte eignen und worauf Du beim Umgang achten solltest.

Wie funktioniert eine Heißluftfritteuse?

Die erste Heißluftfritteuse hat Philips 2010 auf den Markt gebracht und seit ein paar Jahren sind die Geräte voll im Trend. Das Prinzip ist im Grunde simpel: Ein Heizelement erzeugt heiße Luft, die ein Ventilator mit bis zu 70 km/h im Inneren verteilt. Der Garkorb, in dem die Speisen liegen, ist perforiert – so kann die Luft ungehindert zirkulieren und das Essen von allen Seiten umströmen. Im Prinzip ist ein Airfryer also nichts anderes als ein kleiner, leistungsstarker Umluft-Backofen mit sehr schneller Luftzirkulation.

Damit lässt sich frittieren, grillen, garen und backen. Ob Hähnchen, Steak, Bratwurst oder Lammspieße, Kartoffeln, Brokkoli, Rosenkohl oder Paprika, Nudeln, Gnocchi, Aufläufe oder sogar Nachtisch wie Kaiserschmarrn und Quarkkeulchen – die Bandbreite ist groß. Und weil kaum Öl nötig ist, spart das im Vergleich zum Frittieren oder Anbraten in der Pfanne ordentlich Kalorien.

Falls Du Ofenrezepte für die Heißluftfritteuse umrechnen möchtest, gibt es eine Faustregel: die Temperatur um 20 °C senken und die Garzeit um 20 % verkürzen.

Vorteile: schnell, sparsam, unkompliziert

Der größte Vorteil liegt auf der Hand: Traditionelle Fritteusen brauchen viel Öl, ein Airfryer macht das Essen mit heißer Luft knusprig – ohne oder mit nur ein paar Spritzern Öl. Das spart nicht nur Fett, sondern auch Nerven und vielleicht sogar etwas Zeit. Öl muss nicht erhitzt, gefiltert oder entsorgt werden, es gibt keine Fettspritzer und der penetrante Frittiergeruch bleibt aus.

Dazu kommt: Die Geräte sind schnell einsatzbereit. Anders als ein Backofen brauchen sie in der Regel keine Vorheizzeit. Zusammen mit dem kleineren Garraum ist der Stromverbrauch deutlich geringer – gerade bei kleinen Portionen ist ein Airfryer deshalb richtig effizient. Der Garkorb mit Einsatz ist antihaftbeschichtet und spülmaschinenfest, lässt sich also ohne großen Aufwand reinigen.

Die Bedienung ist unkompliziert: Timer, automatische Abschaltung und flexible Temperatureinstellung machen den Airfryer auch für diejenigen leicht bedienbar, die sonst nicht so viel in der Küche stehen.

Nachteile: Kapazität, Geschmack, Lautstärke

Natürlich gibt es auch ein paar Haken, allen voran die Größe. Standardmodelle sind relativ klein. Wer für mehrere Personen kocht, braucht oft mehrere Durchgänge, was ziemlich nervig sein kann. Mittlerweile gibt es zwar Airfryer mit mehreren Fächern oder größerem Volumen, vielleicht lohnt sich dann aber eher ein Multifunktionsofen mit eingebauter Heißluftfritteuse.

Der zweite Punkt betrifft den Geschmack: Fett ist ein intensiver Geschmacksträger. Fehlt es, schmeckt das Ergebnis weniger vollmundig, die Textur kann trockener sein. Wer den authentischen, fettigen Frittier-Geschmack erwartet, wird enttäuscht – aus dem Airfryer kommt das Essen eher knusprig-kross statt buttrig-fettig. Und: Frittieren in Öl geht schneller als Frittieren mit Luft, weil die Hitzeübertragung im Öl effizienter abläuft.

Dann ist da noch der Platzbedarf: Ein Airfryer braucht einiges an Raum auf der Arbeitsplatte oder im Schrank. Und der Ventilator macht kontinuierlich Geräusche. Die sind zwar nicht dramatisch laut, können aber bei längeren Garzeiten stören.

Schließlich kann das Ergebnis beim Garen unregelmäßig werden, wenn der Korb zu voll ist oder die Speisen zu dicht beieinanderliegen. Deshalb solltest Du den Inhalt des Garkorbs zwischendurch ruhig mal schütteln oder wenden.

Auch Kartoffelpuffer kannst Du im Airfryer zubereiten – zum Beispiel die zwei neuen Varianten von Heichelheimer, die auch für die Zubereitung in der Heißluftfritteuse entwickelt wurden. Die Sorte Gartengemüse enthält Erbsen und Möhren, in den leicht scharfen Tex-Mex-Reibekuchen stecken Mais und Paprika. Beide Varianten sind vegan und glutenfrei, bestehen aus frisch geriebenen Kartoffeln mit frischen Zwiebeln und werden in Gusseisenpfannen vorgebraten, wodurch sie wie hausgemacht schmecken. Gib die Kartoffelpuffer einfach in den Airfryer, warte ein paar Minuten, wende sie eventuell – fertig!

Heichelheimer im Portrait

So bekommst Du die besten Ergebnisse

Damit Dein Essen im Airfryer gelingt, gibt es ein paar einfache Regeln. Befülle den Korb nur in einer einzigen Schicht, damit die Heißluft gut zirkulieren kann. Ein Teelöffel oder Sprühstoß Öl sorgt für mehr Bräune und Knusprigkeit, ist aber nicht zwingend nötig.

Regelmäßiges Schütteln und Wenden hilft für gleichmäßige Bräune. Achte darauf, dass das Essen nicht zu feucht ist: Gemüse mit hohem Wasseranteil wird eher matschig. Für flüssigere Speisen nutzt Du am besten hitzebeständige Formen.

Lohnt sich ein Airfryer?

Ob sich eine Heißluftfritteuse für Dich lohnt, hängt also vor allem davon ab, was Du kochst und wie viel Platz Du hast. Wenn Du regelmäßig kleine Portionen zubereitest, auf schnelles Essen Wert legst und gern TK-Produkte, Pommes, Hähnchen oder krosses Gemüse isst, kann ein Airfryer den Alltag deutlich erleichtern. Falls Du aber eine große Familie oder kleine Küche hast und vor allem frisch kochst, lohnt sich eine Heißluftfritteuse vermutlich eher nicht.

Der große Öl-Guide

Fett galt lange als durchweg ungesund, dabei gibt es durchaus gesunde Öle. Wir stellen Dir die gängigsten Pflanzenöle vor, widmen uns den gesättigten und ungesättigten Fettsäuren und klären auf, was der Unterschied von raffinierten und kaltgepressten Ölen ist.

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