Von China nach Versailles
Zuerst wuchs die Birne sowohl in China als auch in Vorderasien. Von dort kam sie ins antike Griechenland und dann auch nach Mitteleuropa, begleitet von großer Begeisterung. Ludwig XIV. war ein so großer Birnen-Liebhaber, dass er sie sogar in den Gärten von Versailles anbauen ließ.
Über die Jahrtausende sind so etliche Sorten entstanden, weltweit sind es vermutlich zwischen 3000 und 5000 verschiedene Birnen-Sorten, die sich in Form, Größe, Farbe und Geschmack voneinander unterscheiden. In Deutschland werden von diesen tausenden Sorten etwa 25 angebaut, von denen wiederum nur 10 Sorten auf den Markt kommen. Jedoch wachsen bei uns sowieso kaum noch Birnen: Etwa 85 % der Birnen werden nach Deutschland importiert. Dabei essen wir eh nur 2,5 kg Birnen pro Jahr – bei Äpfeln sind es 22 Kilo!
Drei Viertel aller Birnen weltweit werden in China geerntet. In Europa wachsen die meisten Birnen in Belgien und Niederlande. Je nach Sorte werden die Birnen bei uns zwischen August und Oktober geerntet. Die bekannteste Birnensorte ist Williams Christ. Die Birne hat ein fast weißes, saftiges Fruchtfleisch mit einem sehr intensiven, süßen und leicht saurem Aroma. Die Birnensorte zählt zu den Tafelbirnen, die für den direkten Verzehr geeignet sind. Darüberhinaus gibt es Kochbirnen für Kompott sowie Mostbirnen, die sich nur für die Herstellung von Saft und Wein eignen. Ist das Fruchtfleisch von Tafelbirnen besonders weich und saftig, werden die Birnen auch Butterbirnen genannt.







