Mutzbraten besteht aus mehreren Stücken durchwachsenen Schweinekamms oder Schweineschulter, die jeweils etwa 200 bis 250 g wiegen. Ein gewisser Fettanteil ist wichtig, damit das Fleisch nicht ausgetrocknet und das Birkenholz-Aroma ausreichend aufnehmen kann. Das Schweinefleisch wird dann mindestens 12 Stunden lang in Salz, schwarzem Pfeffer und Majoran mariniert, bevor es aufgespießt mindestens zwei Stunden in einem Mutzbratenstand über Birkenholzfeuer gebraten wird. Das Birkenholz verleiht dem Mutzbraten seinen intensiven, unverwechselbaren Geschmack; es sollte allerdings noch eine gewisse Restfeuchte haben, damit der typische Rauch entstehen kann. Sobald der Mutzbraten seine dunkle Farbe erreicht hat, wird er mit Brot, heißem Sauerkraut und Altenburger Senf serviert.
Der Name des Mutzbratens stammt möglicherweise vom schlesischen Wort Matz ab, was für das Schwein steht. In der Altenburger Mundart steht das Wort aber auch für ein Tier ohne Schwanz.
Die ersten Mutzbratenstände bestanden aus vier in die Erde gesteckten Stäben mit Auflagen für die Spieße. In der Mitte brannte ein Lagerfeuer aus Birkenholz. Lange Pfannen unter den Spießen fingen heruntertropfendes Fett auf. Gedreht wurde der Spieß von Hand.
Zu DDR-Zeiten wurden die ersten motorisierten Mutzbratenstände selbstgebaut. Angetrieben wurde der Spieß nun oft von dem Motor eines Trabbi-Scheibenwischers und einer Fahrrad- oder Mopedkette.
Heutige Mutzbratenstände sind kastenförmig, die Spieße werden durch Motoren gedreht und unterhalb der Spieße wird in Rinnen herabtropfendes Fett aufgefangen.



