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Zwiebeln zum Zwiebelmarkt

Deftige Zwiebelsuppe mit Schwarzbier und Käsekruste

Pünktlich zum Weimarer Zwiebelmarkt kommen bei uns natürlich Zwiebeln auf den Tisch. Unsere Zwiebelsuppe schmeckt deftig, herzhaft und würzig – genau richtig für die kühlere Jahreszeit. Sie wärmt Körper und Seele, sieht mit ihrer goldbraunen Käsekruste sogar richtig hübsch aus und schmeckt einfach immer.

Zwiebeln waren jahrhundertelang so billig, dass die Suppe vor allem auf den Tellern armer Leute landete. Bis heute wird Zwiebelsuppe in unzähligen Ländern und Varianten gegessen. Am bekanntesten und ältesten ist die französische Version mit Weißbrot und Käse. Das älteste erhaltene Rezept stammt aus dem 15. Jahrhundert, richtig berühmt wurde die Zwiebelsuppe aber erst im 18. Jahrhundert in den Pariser Markthallen. Dort verkaufte man sie als Imbiss mit einem „Deckel“ aus geröstetem Brot und geschmolzenem Käse obendrauf an Händler, Kunden und Touristen. Durch den „Deckel“ blieb die Suppe länger warm. Der Moment, wenn der Löffel durch die Käsedecke sticht, erinnert bis heute ein wenig an Crème brûlée.

Das Grundprinzip der Zwiebelsuppe ist in fast allen Rezepten immer dasselbe: Zwiebeln werden in dünne Scheiben oder Würfel geschnitten langsam karamellisiert, bis sie tiefgolden sind. Währenddessen verlieren sie ihre Schärfe komplett und entwickeln ein würziges, süßes, unglaublich intensives Aroma. Gleichzeitig sorgen sie für eine leichte Bindung der Suppe. Sind die Zwiebeln golden karamellisiert, kommt Flüssigkeit wie Wasser, Brühe oder Weißwein dazu. Einige Rezepte binden die Suppe noch mit etwas Mehl oder Eigelb.

Dr. Bernd Gross, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Weimarer Zwiebelmarkt

Jedes zweite Oktoberwochenende im Jahr öffnet Weimar von Freitag bis Sonntag seine Türen und Tore allen Zwiebelzöpfen aus der Region und Menschen von nah und fern für den Weimarer Zwiebelmarkt, der übrigens auch als Zippelmarkt bekannt ist.

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In der klassischen französischen Zubereitung werden hauchdünne Zwiebelscheiben in Butter oder Öl goldgelb angeschwitzt, mit etwas Mehl bestäubt und mit Weißwein abgelöscht, dann mit Wasser oder Brühe aufgefüllt. Geröstete Weißbrotscheiben kommen mit in die Suppe und werden mit reichlich geriebenem Käse überbacken. Wir orientieren uns an dieser Variante, machen aber eine eigene Thüringer Version daraus.

In der Pfalz kommt Zwiebelsuppe mit Sahne, Wein und Kümmel auf den Tisch, dazu Röstbrot ohne Käse. Die süddeutsche Variante wird mit einer blonden Mehlschwitze gebunden und mit Eigelb sowie gerösteten Brotwürfeln serviert. Im Rheinland kochen Möhrenwürfel und Bratwürste in der Fleischbrühe mit, abgeschmeckt wird mit einem Schuss Essig. Die Hamburger Version setzt auf Schalotten und Sherry statt Wein, dazu gibt es Croutons und eine Käsehaube. In Italien tritt Milch an die Stelle von Brühe und Wein, obenauf kommen Croutons und Parmesan, aber ohne gratiniert zu werden. Und in der arabischen Küche wird die Suppe mit Paprika, Tomaten, Knoblauch, frischer Minze, Zitronensaft und Eigelb verfeinert.

Für unsere Zwiebelsuppe kommt statt Weißwein Schwarzbier von Watzdorfer in den Topf. Sein dezentes Karamell-Aroma passt hervorragend zu den karamellisierten Zwiebeln und das kräftige Malzaroma macht die Suppe schön vollmundig.

Statt Weißbrot verwenden wir Roggenmischbrot, dünn bestrichen mit mittelscharfem BORN-Senf. Außerdem würzen wir mit Majoran statt Kümmel.

Die heimlichen Helden der Küche

Kaum ein Lebensmittel beinhaltet so viele köstliche Aromen wie diese engen Verwandten, die beide der Familie der Liliengewächse angehören: Zwiebeln und Knoblauch halten die Küche zusammen – und sind überaus gesund. Aus gutem Grund haben schon im Alten Ägypten die Pyramiden-Arbeiter tägliche Zwiebel- und Knoblauch-Rationen bekommen.

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  • Zubereitung: 75 Min
  • Für 4 Personen
Für die Suppe:

  • 1 kg Zwiebeln
  • 75 g Marina-Margarine von OTHÜNA
  • 1½ EL Mehl
  • 1 Flasche (330 ml) Watzdorfer Schwarzbier
  • 1,1 l Rinderbrühe
  • 1½ TL getrockneter Majoran
  • Salz, Pfeffer
  • ggf. 1 Schuss Apfelessig
Außerdem:

  • Roggenmischbrot (altbacken)
  • 3 EL mittelscharfer BORN-Senf
  • 250 g Bergkäse

Zubereitung

Schäle die Zwiebeln und schneide sie in dünne Spalten.

Zerlasse die Margarine in einem großen, weiten Topf. Gib die Zwiebeln dazu und lasse sie bei mittlerer Hitze geduldig karamellisieren, bis sie tiefgolden sind. Rühre regelmäßig um. Setzen die Zwiebeln am Topfboden an, kannst Du einen kleinen Schuss Wasser dazugeben.

Streue das Mehl über die Zwiebeln und schwitze es ein bis zwei Minuten mit an. Lösche die Zwiebel-Mehl-Mischung dann mit Schwarzbier ab und lasse es kurz einkochen. Gib dann die Brühe und den Majoran dazu. Nun köchelt die Suppe 20 bis 30 Minuten bei geringer bis mittlerer Hitze. Schmecke sie danach mit Salz, Pfeffer und nach Bedarf mit einem Schuss Essig ab.

Während die Suppe köchelt, schneidest Du das Brot auf Schüsselgröße zurecht und röstest es etwas im Toaster an. Bestreiche die Scheiben dann dünn mit Senf und reibe den Käse.

Fülle die Suppe in ofenfeste Schüsseln, lege pro Schüssel ein bis zwei Brotscheiben so darauf, dass sie die Suppe abdecken, sich aber nicht überlappen, und streue zuletzt den Käse darüber. Stelle die Schüsseln auf ein Backblech und gratiniere sie bei höchster Oberhitze oder Grillfunktion 3 bis 5 Minuten, bis der Käse gebräunt ist. Guten Appetit!

Die Suppe lässt sich hervorragend am Vortag vorbereiten. Durch das Ziehen wird das Aroma sogar noch intensiver. Am nächsten Tag kommen Brot und Käse einfach auf die kalte Suppe, dann wandert alles gemeinsam in den Ofen zum Überbacken und Aufwärmen. Reste halten sich luftdicht verschlossen ein paar Tage im Kühlschrank. Ohne Brot und Käse lässt sich die Suppe auch problemlos einfrieren.

Weimarer Zwiebelkuchen

Läuten am zweiten Freitag im Oktober um 12 Uhr mittags in Weimar die Kirchenglocken, wird der klassische Zwiebelkuchen angeschnitten und der Weimarer Zwiebelmarkt somit traditionell und offiziell eröffnet. Damit Dich der köstliche Geschmack des Zwiebelkuchens noch etwas länger durch den Herbst begleiten kann, haben wir natürlich ein Rezept für Dich parat.

zum Rezept
Angeschnittener Zwiebelkuchen
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