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Roher Klassiker vom Schwein

Thüringer Gehacktes

Am 14. Februar denken die meisten an den Valentinstag mit Rosen und Romantik – doch es gibt noch einen anderen Feiertag an diesem Tag: den Welt-Mettbrötchen-Tag! Dick aufs Brot gestrichen, mit frischen Zwiebeln, einer Prise Kümmel und Majoran, trägt es den offiziellen Namen als Thüringer Mett, auch wenn wir es eher Gehacktes nennen.

Schweinefleisch wird schon seit Jahrhunderten zu Wurst verarbeitet, doch erst seit Beginn des 20. Jahrhunderts schmiert man es sich in Deutschland auch roh auf’s Brot. Vermutlich hat jemand in Nord- oder Mitteldeutschland damit angefangen und schnell wurde der deftige Aufstrich immer beliebter – besonders zur Karnevalszeit als kräftige Grundlage fürs Frühstück oder herzhafte Alternative zu süßen Pfannkuchen.

Für Mett bzw. Gehacktes wird vor allem die Schweineschulter verwendet – ihr hoher Fett- und Bindegewebeanteil und die grobfaserige Struktur sorgen dafür, dass das Fleisch schön saftig bleibt. Der Fettanteil darf dabei maximal 35 % betragen. Bei uns wird das Fleisch klassischerweise gewolft, wodurch es etwas gröber wird als das rheinländische Mett aus dem Kutter. Wichtig dabei: Das Fleisch wird halbgefroren verarbeitet, damit die Struktur besser erhalten bleibt.

Thüringer Mett ist eine ganz spezifische Variante des Gehackten: Schweinehackfleisch vermischt mit Salz, Gewürzen wie Kümmel und Majoran sowie Zwiebeln – natürlich ohne jegliche Konservierungsstoffe. Noch edler ist Schinkenmett, das aus dem Schinken des Schweins hergestellt wird und von besonders hoher Qualität ist.

Der Ursprung guten Geschmacks

Gute Kräuter und Gewürze sind in der Küche das A und O. Gerichte schmecken mit guten Kräutern und Gewürzen nicht nur reicher und vielfältiger, sondern brauchen auch weniger Salz.
Was genau ein gutes Gewürz eigentlich auszeichnet, wie Du Kräuter am besten lagern kannst und welche Gewürze und Kräuter in der Thüringer Küche nicht fehlen dürfen, erfährst Du in diesem Beitrag.

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Frische ist alles

Bei rohem Fleisch gilt eine eiserne Regel: Frisch muss es sein. Verpacktes Hackfleisch solltest Du bei der angegebenen Lagertemperatur bis zum Verbrauchsdatum essen. Unverpacktes Gehacktes dagegen darf nur am Herstellungstag verkauft werden und solltest auch noch am gleichen Tag gegessen werden, denn durch die große Oberfläche ist Gehacktes ein perfekter Nährboden für Keime wie Salmonellen, Listerien und Campylobacter-Bakterien. Deshalb sollten kleine Kinder, Schwangere, Senioren und Menschen mit geschwächter Immunabwehr lieber auf rohes Gehacktes verzichten. Und auch der Retro-Mettigel für Partys ist eigentlich gar keine gute Idee, denn er steht viel zu lange bei Zimmertemperatur herum, wo sich Keime noch wohler fühlen.

Kennst Du den Namen Hackepeter für Hackfleisch? Hackepeter setzt sich zusammen aus Hack für Hackfleisch und Peter für Petersilie – auch wenn die grünen Kräuter oft eher zur Deko aufs Brötchen kommen.

Thüringer Zwiebelschmalz

Deftig-würziges Zwiebelschmalz gehört zu einer traditionellen Brotzeit einfach dazu: Dick auf eine Scheibe kräftiges Mischbrot gestrichen, ist es der perfekte Brotaufstrich für eine einfache, herzhafte Mahlzeit.

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Gehacktes aus der Region

Frisches Gehacktes vom Schwein kaufst Du am besten direkte an der Theke von Thüringer Landstolz – das Mett ist neben Bratwürsten der meistverkaufte Artikel im Sortiment. Als Faustregel gilt: 50 g Gehacktes pro Brötchenhälfte.
Wenn Du Gehacktes länger aufbewahren möchtest, gibt es auch praktische Varianten im Glas, zum Beispiel von Naturfleisch Oberweißbach, EWU Thüringer oder der Fleischerei Zitzmann.

Natürlich kannst Du Gehacktes auch selbst zubereiten. Dafür brauchst Du nur Schweinefleisch und einen Fleischwolf. Mit Zwiebeln, Majoran und Kümmel schmeckt es typisch thüringisch.

Mettwurst ist übrigens oft etwas anderes als Mett, nur die Zwiebelmettwurst bildet dabei eine Ausnahme. Dafür werden rohes Schweinefleisch und Zwiebeln fein zerkleinert, mit Pfeffer und Nitritpökelsalz gewürzt und in Kunstdärme abgefüllt. Da sie nicht weiter bearbeitet wird, ist die Zwiebelmettwurst nur eingeschränkt haltbar.

  • Zubereitung: 30 Min
  • Für 5 Personen
für das Gehackte:
  • 350 g Schweinefleisch (mager, aus der Schulter)
  • 150 g Schweinebauch (möglichst fett, ohne Schwarte)
  • 1 Zwiebel
  • 1 TL Kümmel
  • 1 TL Majoran
  • ½ EL Salz
  • ¼ TL Pfeffer
außerdem:
  • 5 Brötchen oder 5 Scheiben Bauernbrot
  • Landbutter von Dittersdorfer Milch
  • Gewürzgurken von Ottos Auslese
  • Petersilie

Zubereitung

Schneide das gut gekühlte Schweinefleisch in Würfel. Schäle die Zwiebel, würfele sie grob und gib sie zum Fleisch. Füge Kümmel, Majoran, Salz und Pfeffer hinzu und verrühre alles gut miteinander.

Drehe jetzt das Fleisch erst durch die mittlere Scheibe des Fleischwolfs, dann kannst Du es bei Bedarf noch einmal durch die feinere Scheibe drehen. Vermenge das Gehackte noch einmal gründlich und schmecke es ab. Röste die Brotscheiben knusprig, streiche Butter und Gehacktes auf die Brote und dekoriere sie nach Belieben mit Gewürzgurken, Petersilie oder weiteren Zwiebelscheiben. Sofort servieren und genießen!

Das macht ein Fleischer

Ein paar Scheiben Kochschinken an der Theke, ein frisches Mettbrötchen auf die Hand oder Rostbrätel fürs Wochenende – wer gutes Fleisch liebt, verdankt das oft einem Menschen, der hart arbeitet, scharfe Messer schätzt und weiß, wie man aus einem Stück Fleisch ein echtes Geschmackserlebnis macht: dem Fleischer.

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