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Vegetarische Röstaromen

Gemüse auf dem Rost

In Thüringen fühlt es sich schon fast verboten an, mal etwas anderes als Rostbratwurst oder Rostbrätel auf den Rost zu legen. Dabei läuft Gemüse über Holzkohle zu Hochtouren auf! Ob Zucchini, Paprika, Fenchel oder sogar Avocado: Auf dem Rost entwickelt Gemüse feine Röstaromen und ganz neue Texturen. Mit einer leichten Marinade dazu erinnert es uns direkt an Antipasti wie im Urlaub. Wer kann da noch widerstehen?

Das meiste Gemüse gart wesentlich schneller als Fleisch. Damit es auch gelingt und möglichst gut schmeckt, geben wir Dir einige grundsätzliche Hinweise an die Hand:
  • Schneide das Gemüse am besten in Streifen oder Scheiben, damit es mit einer möglichst großen Oberfläche auf dem Rost liegen kann.
  • Je nach Konsistenz wird Gemüse unterschiedlich schnell gar. Bei sehr festem Gemüse kann es sich deshalb lohnen, das Gemüse vorher zu kochen.
  • Gemüse mag es nicht zu heiß. Lege es am besten erst am Ende auf den Rost oder an einen Fleck abseits der Kohle.
  • Kombinierst Du verschiedene Gemüsesorten auf einem Spieß, achte darauf, dass sie eine ähnliche Garzeit haben.

So stellst Du im Handumdrehen eine einfache Marinade her:

Vermenge 4 EL hitzebeständiges Öl (bspw. Olivenöl von der Erfurter Ölmühle) mit einer zerdrückten Knoblauchzehe, 1 EL Zitronensaft, ½ TL Salz, einer Prise Pfeffer und etwas grob gehackten, frischen Kräutern wie Rosmarin, Oregano oder Thymian.

Zucchini-Päckchen mit Grillkäse

Diese kleinen Pakete bringen ordentlich Abwechslung auf den Grill! Wir wickeln köstliche Grillkäse-Würfel von Dittersdorfer Milch in Zucchini-Streifen und legen sie dann auf den Rost. Die Kombination aus gerösteter Zucchini und schmelzendem Käse schmeckt einfach himmlisch!

zum Rezept

So gelingt Grillgemüse

Aubergine schneidest Du in Scheiben oder halbierst sie längs. Halbierte Auberginen kannst Du an der Schnittfläche tief rautenförmig einschneiden. Salze dann die Auberginen-Scheiben oder -Hälften und lasse sie 15 Minuten in einem Sieb entwässern. Tupfe die Aubergine mit Küchenpapier trocken, öle sie ein und brate sie von beiden Seiten etwa 5 Minuten lang. Wende sie dabei gegebenenfalls öfter.
Übrigens kannst Du Auberginen auch im Ganzen braten und dann ihr weiches Fruchtfleisch auskratzen und für köstliche Dips nutzen.

Avocados halbierst Du, entfernst den Kern, beträufelst die Schnittfläche mit Zitronensaft, würzt sie mit Salz und Pfeffer und brätst sie 5 Minuten lang mit der Schnittseite nach unten auf dem Rost. Anschließend kannst Du das cremige Fruchtfleisch mit einem Löffel aus der Schale lösen.

Blumenkohl und Brokkoli teilst Du in einzelne Röschen, beträufelst sie mit Olivenöl, würzt sie mit Salz und Pfeffer, steckst sie auf Spieße und brätst sie dann unter mehrfachem Wenden etwa 10 Minuten. Die Röschen bleiben dabei ziemlich knackig. Möchtest Du, dass sie nach dem Braten weicher sind, kannst Du sie zuvor blanchieren.
Blumenkohl lässt sich auch als Art Steak braten. Dafür brauchst Du einen ganzen Kohlkopf nur in dicke Scheiben schneiden und dann mariniert auf den Rost legen.

Champignons und andere Pilze bestreichst Du mit einer einfachen Marinade und brätst sie dann etwa 3 Minuten pro Seite. Für kleine Pilze eignet sich eine Grillschale am besten, da sie sonst leicht durch den Rost fallen. Bei großen Pilzen kannst Du vorab den Stiel entfernen.

Chicorée und Radicchio halbierst Du der Länge nach und brätst sie 5 Minuten auf dem Rost. Wende sie dabei einmal.

Fenchel befreist Du zunächst von seinen grünen Stängeln, schneidest die Knolle in dicke Scheiben und brätst diese dann von jeder Seite etwa 5 Minuten lang.

Kürbis schneidest Du in Spalten, ölst ihn ein und brätst ihn bei indirekter Hitze etwa 15 Minuten. Wende ihn dabei einmal. Alternativ kannst Du den Kürbis vorher 5 Minuten kochen und dann direkt auf dem Rost braten.

Kartoffeln kochst Du am besten vor, schneidest sie dann in dicke Scheiben, ölst sie ein und brätst sie etwa 10 Minuten unter Wenden. Du kannst sie auch roh braten, wenn Du sie in sehr dünne Scheiben schneidest und marinierst.
Für Folienkartoffeln stichst Du mittelgroße Knollen mehrfach mit einer Gabel ein, wickelst sie in Alufolie und brätst sie bei indirekter Hitze etwa 50 Minuten. Besonders gut schmecken sie mit Kräuterbutter oder Sour Cream.

Besonders köstlich wird Gemüse auch, wenn Du es als Päckchen garst. Schneide dafür festes Gemüse in kleinere Stücke als weiches. Wickle das Gemüse am besten zuerst in Backpapier und anschließend in Alufolie. So kommt das Gemüse nicht in Kontakt mit der Alufolie. Marinaden und Säuren können ansonsten schädliche Aluminium-Ionen daraus lösen, die ins Essen übergehen und Krankheiten wie Krebs oder Alzheimer fördern können.

Mais – entweder als frischen Kolben oder vakuumverpackt und vorgegart – brätst Du etwa 10 Minuten auf dem Rost. Wende ihn dabei regelmäßig. Etwas Salz und Butter passen perfekt dazu.

Möhren halbierst oder viertelst Du längs, marinierst sie und brätst sie etwa 10 Minuten. Sollen die Möhren weich werden, kannst Du sie vorher kurz blanchieren.

Paprika halbierst Du, entfernst das Kerngehäuse, ölst die Hälften ein, salzt sie und brätst sie rund 5 Minuten. Wende sie dabei mehrfach.

Spargel – sowohl grünen als auch weißen – solltest Du zuerst putzen und weißen Spargel schälen. Dann wird er mariniert. Brate ihn je nach Dicke 5 bis 10 Minuten.

Süßkartoffeln schneidest Du in Scheiben, marinierst sie und brätst sie unter Wenden etwa 15 Minuten. Alternativ kannst Du sie halbieren, an der Schnittfläche tief rautenförmig einschneiden, marinieren und bei indirekter Hitze 30 bis 50 Minuten braten.

Kleine Tomaten vermengst Du mit Olivenöl, Pfeffer und Kräutern, gibst sie in eine Grillschale und brätst sie 10 bis 15 Minuten. Wende sie dabei ab und zu. Danach kannst Du sie noch mit Meersalzflocken bestreuen. Kleine Strauchtomaten kannst Du beim Braten einfach an der Rispe lassen.
Große Tomaten schneidest Du in dicke Scheiben oder halbierst sie, marinierst sie genauso wie die kleinen Tomaten und brätst sie in der Grillschale auf jeder Seite 2 Minuten.

Zucchini schneidest Du längs in Scheiben, marinierst und brätst sie 5 bis 10 Minuten. Wende sie dabei regelmäßig.

Zwiebeln schälst Du und schneidest sie in Spalten, lässt dabei aber den Wurzelansatz dran, damit sie nicht zerfallen. So vorbereitet brauche sie in der Grillschale bei indirekter Hitze 15 bis 20 Minuten. Besonders aromatisch schmecken sie mit etwas Honig und Thymian dazu.

Obst und Gemüse richtig lagern

Jedes Jahr werden in Deutschland rund 80 kg Lebensmittel pro Person weggeworfen. Etwa die Hälfte davon machen allein Obst und Gemüse aus. Das meiste dieser Abfälle wäre vermeidbar.
Eine richtige Lagerung von Obst und Gemüse verlängert nicht nur die Haltbarkeit und schont die Umwelt, sondern spart auch Geld. Außerdem lässt sich durch eine gute Lagerung verhindern, dass zu viele Vitamine und Nährstoffe verloren gehen. Es gibt drei wichtige Faktoren, die die Lagerung beeinflussen: Temperatur, Licht und Ethylen.

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