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Bestens belegt

So baust Du ein perfektes Sandwich

Ein Sandwich ist schnell gemacht: zwei Scheiben Brot, etwas Belag dazwischen, fertig. Dabei steckt hinter dieser vermeintlich simplen Mahlzeit erstaunlich viel Raffinesse: Mit ein paar cleveren Handgriffen und etwas Liebe zum Detail kann aus dem klassischen Pausenbrot ein kleines kulinarisches Meisterwerk werden – und das mit ziemlich wenig Aufwand.

In fast jeder Kultur existiert eine eigene Version des Sandwiches, bei uns kennen wir es schlicht als belegtes Brot. Erfunden wurde das Sandwich in England, seinen großen Durchbruch erlebte es aber erst in den USA. Seinen Namen bekam das Sandwich vermutlich von John Montagu, dem 4. Earl von Sandwich. Der Legende nach spielte der Earl gerne tagelang Karten und ließ sich von seinen Bediensteten gebratenes Rindfleisch zwischen zwei Brotscheiben servieren, um das Spiel nicht unterbrechen oder sich die Finger schmutzig machen zu müssen.

Worauf es beim Sandwich ankommt

Ein perfektes Sandwich besteht aus einem Mix aus frischen, gut gewürzten Zutaten, die durchdacht zusammengebaut werden. Wichtige Aromen sind Säure, Salz, Fett, Umami und, je nach Geschmack, auch Schärfe. Genauso wichtig wie der Geschmack ist die Haptik: cremig, knusprig, bissfest, saftig, frisch – im besten Fall spricht ein Sandwich alle Sinne gleichzeitig an. Geschmack, Zutatenmenge, Texturen und Aufbau sollten dabei immer in Balance bleiben. Achte darauf, dass die Zutaten nicht nur zusammen, sondern auch einzeln für sich schmecken, und lass sie auf Zimmertemperatur kommen, bevor Du das Sandwich genießt.

Beim Aufbau gilt: Zwei eher rutschige Zutaten wie Mayonnaise und Pilze sollten nie direkt übereinanderliegen, sonst fällt beim ersten Bissen gleich alles heraus. Kombiniere sie deshalb mit raueren Zutaten wie Fleisch oder Blattsalat, um ihnen Halt zu geben. Schwere Zutaten wie Fleisch gehören eher nach unten, leichtere wie Salat weiter nach oben. Das gilt auch für die Feuchtigkeit: Die trockensten Zutaten liegen unten, die saftigsten oben.

Einen Sandwich-Maker brauchst für die Herstellung guter Sandwiches gar nicht unbedingt, denn die besten Kombinationen bestehen eher aus einem Mix aus kalten und warmen Zutaten. Wirklich sinnvoll ist das Gerät eher bei dünnen Sandwiches mit wenig Belag und viel Käse.

Ohne das richtige Brot geht nichts

Das ideale Brot für ein Sandwich ist außen knusprig, innen weich und aromatisch. Nicht jedes Brot muss also für ein Sandwich getoastet werden! Grundsätzlich eignet sich helleres Brot besser als dunkles, denn dort kommt der Geschmack vom Belag am besten zur Geltung. Ansonsten lohnt es sich, auf folgende Details zu achten:

  • Zu viel Brot schmeckt schnell trocken und bleibt im Hals stecken. Ist die Scheibe zu dick, kannst Du vorher etwas von der weichen Krume entfernen.
  • Bei sehr flüssigem Belag darf das Brot etwas kräftiger sein, sonst weicht es schnell durch. Auch schwerer Belag braucht festes Brot mit ausreichend Halt.
  • Ist das Brot zu knusprig, kann es weiche oder cremige Füllung beim ersten Bissen leicht herausdrücken.
  • Schneidest Du ein Brötchen als Sandwich-Basis auf, achte darauf, dass beide Hälften gleich dick ausfallen.

Toast ist der Klassiker unter den Sandwich-Broten. Vorgeschnittenes Toastbrot ist aber keine gute Basis für ein richtig gutes Sandwich, denn die Scheiben sind meist zu dünn geschnitten. Besser fährst Du mit Weißbrot in Kastenform, das Du selbst in dickere Scheiben schneidest. Sollte es nicht in den Toaster passen, lässt es sich auch wunderbar in der Pfanne mit etwas Butter rösten.

Auch Ciabatta, Focaccia oder Baguette eignen sich hervorragend für Sandwiches: Die lockere Krume nimmt Aufstriche gut auf, während die kräftige Kruste für Biss sorgt. Für besonders herzhafte Sandwiches kannst Du auch zu Vollkorn- oder Roggenbrot greifen. Das braucht wegen seines nussigen Eigengeschmacks aber Belag wie kräftigen Käse oder Pastrami.

Brot – unser immaterielles Kulturerbe

Der Duft von frischem Brot und der erste Biss in die knusprige Kruste sind kleine Glücksmomente im Alltag. Ob zum Frühstück, Abendbrot oder als schnelle Zwischenmahlzeit – kaum ein Lebensmittel hat so einen festen Platz auf unseren Tellern wie das Brot. Dabei vergessen wir leicht, wie viel Geschichte und Handwerkskunst in so einem Brotlaib eigentlich steckt.

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Der Aufstrich hält das Sandwich zusammen

Aufstriche und Saucen bringen zusätzlichen Geschmack ins Sandwich. Bestreichst Du beide Brotscheiben damit, bildet das Fett eine Barriere zwischen den saftigen Zutaten und dem Brot und verhindert so, dass wässrige Zutaten wie Tomaten das Brot vorzeitig durchweichen. Neben den Klassikern wie Butter, Mayonnaise und Remoulade schmecken zum Beispiel Senf, Olivenöl, Hummus, Pesto, Nussbutter, Frischkäse oder Hüttenkäse fantastisch. Probiere auch mal, verschiedene Aufstriche miteinander zu kombinieren!

Gemüse und Obst sorgen für Frische

Gemüse ist eine wichtige Beilage im Sandwich, allen voran Tomate, Zwiebel und Gurke. Schneide sie möglichst dünn und würze sie schon vorher mit Salz und Pfeffer. Sie sollten dem Sandwich Feuchtigkeit hinzufügen, damit es nicht zu trocken schmeckt. Besonders eingelegtes Gemüse, abgetropfter Krautsalat oder Gurkensalat als Füllung bringen viel Geschmack. Sperrige Zutaten wie Tomatenscheiben gehören am besten nach oben oder unten, damit sie beim Essen nicht herausfallen.

Salat sorgt für ein besonderes Mundgefühl im Sandwich und ist ein Muss für jedes Sandwich. Er sollte aber nur Beilage bleiben und nicht zur Hauptkomponente werden, die Schicht darf deshalb nicht zu dick ausfallen. Dünn geschnitten wirkt Salat besonders locker und leicht und schmeckt im Sandwich am besten.

Überraschend frisch wirken übrigens auch Feigen, Aprikosen oder Blaubeeren! Und: Obst und Gemüse müssen nicht roh sein. Gegrillte Paprika, Pfirsich oder Zucchini passen fantastisch aufs Sandwich.

Berühmte Sandwich-Kombinationen

  • BLT-Sandwich (Bacon, Lettuce, Tomato): knuspriger Speck, frischer Salat, Tomatenscheiben, Mayonnaise
  • Club-Sandwich: drei Scheiben Toast, gefüllt mit geröstetem Hähnchen, Speck, Tomaten, Salat, Mayonnaise
  • Thunfisch-Sandwich: knuspriges Baguette mit Thunfisch-Mayonnaise-Mischung, Zwiebeln, Gewürzen; optional Gurken, Salatblätter, Tomatenscheiben
  • Hähnchen-Caesar-Sandwich: Ciabatta oder Baguette mit gegrilltem Hähnchenbrustfilet, Römersalat, Parmesan, Caesar-Sauce
  • Eiersalat-Sandwich: Eier, Mayonnaise, Zwiebeln, Sellerie, Gewürze
  • Caprese-Sandwich: Ciabatta mit Mozzarella, frischen Tomatenscheiben, Basilikumblättern, Balsamico-Creme

Käse oder Fleisch spielen oft die Hauptrolle

Schinken oder Putenaufschnitt sind bei vielen die beliebtesten Bestandteile im Sandwich. Wie dick die Füllung ausfällt, ist reine Geschmackssache. Besonders spannend schmeckt eine Mischung verschiedener Wurst- bzw. Fleischsorten, etwa Hähnchen kombiniert mit Salami. Greifst Du zu Fleisch anstatt zu Aufschnitt, empfehlen wir Dir, dicke Fleischstücke in Würfel statt in Streifen zu schneiden – das lässt sich viel leichter essen. Gern kannst Du das Fleisch auch kurz erwärmen, so entsteht ein guter Kontrast zu den eher kalten Komponenten. Bist Du eher auf der fischigen Seite unterwegs, eignen sich Thunfisch und Räucherlachs besonders gut für ein Sandwich.

Statt Fleisch oder Fisch schmeckt natürlich auch Käse in all seiner Vielfalt auf dem Sandwich. Je würziger der Käse ist, desto dezenter sollten die restlichen Zutaten ausfallen. Ist eine warme Zutat mit dabei, legst Du den Käse am besten direkt darüber, damit er etwas schmelzen kann. Je kräftiger der Käse ist, desto weiter oben sollte er liegen (aber unterhalb vom Gemüse). Milder Käse gehört im Sandwich eher ganz nach unten.

Möchtest Du sowohl auf Fleisch und Fisch als auch auf Käse verzichten, schmecken auch Eier, Tofu oder Pilze hervorragend auf einem Sandwich.

Eingelegte Gurken

Am 14. November feiern die US-Amerikaner den Tag der Gewürzgurke – vollkommen zurecht, wie wir finden. Schließlich gibt es nur wenige Lebensmittel, die unsere Geschmacksknospen so sehr begeistern können wie die Gewürzgurke: Sie ist nicht nur leicht sauer, sondern vor allem schön kalt, frisch, knackig – und sehr gesund!

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Kräftiger Geschmacksgeber

Der Geschmacksgeber ist die würzige, scharfe oder süße Zutat, die den Charakter des ganzen Sandwiches prägt. Hier darf es ruhig kräftig zur Sache gehen. Eingelegte Gurken, Röstzwiebeln, Oliven, Chips, Jalapeños oder Chiliöl eignen sich zum Beispiel hervorragend als Geschmacksgeber.

Zumindest beim traditionellen Toast-Sandwich ist der Schnitt entscheidend: Es wird immer diagonal geschnitten. Das Aussehen spielt dabei eine große Rolle, schließlich isst das Auge mit: Der diagonale Schnitt wirkt nicht nur ansprechender, er zeigt auch alle Zutaten des Sandwiches und verbessert die Verteilung von Kruste und weichem Brot.
Zum Schneiden eignet sich ein scharfes Messer mit Wellenschliff am besten. Es zerschneidet alle Zutaten, ohne das Sandwich zu zerquetschen. Für den Transport wickelst Du das geschnittene Sandwich dann in Pack- oder Wachspapier ein. Ist das Sandwich sehr stark gefüllt, kannst Du es übrigens auch schon vor dem Schneiden eng verpacken, so bleibt später alles an Ort und Stelle.

So könnte Dein nächstes Sandwich aussehen

Für dieses Thunfisch-Sandwich schneidest Du Weißbrot in dicke Scheiben und röstet es mit etwas Butter in einer Pfanne, bevor Du das Brot mit Mayonnaise bestreichst. Thunfisch bildet als schwerere Zutat die Basis, darauf kommen gesalzene Tomatenscheiben. Ein wenig Salat trennt sie von den eingelegten Gurken darüber. Ganz nach oben kommt eine Handvoll Chips.

Beim Baguette mit Schinken übernimmt Butter auf beiden Baguette-Hälften die Fett-Barriere, bevor der Schinken als Basis daraufkommt. Direkt darüber liegt eine Scheibe alter Gouda – kräftig genug, um sich gegen das Fleisch zu behaupten. Pfirsichscheiben als saftige Füllung liegen zwischen dem Käse und ein wenig Blattsalat obenauf. Röstzwiebeln geben als Geschmacksgeber den nötigen Nachdruck.

Kurz angebratene Pilze bilden die warme Basis einer vegetarischen Focaccia-Variante, bei der Pesto, vermengt mit Hüttenkäse, als Aufstrich auf beide Seiten des aufgeschnittenen Focaccia kommt. Kurz gebratene Auberginen- oder Zucchini-Scheiben kommen ganz nach oben, gehackte Oliven übernehmen dazwischen die salzig-würzige Rolle des Geschmacksgebers. Etwas knackiger Römersalat rundet das Sandwich ab.

Unsere Sandwich-Rezepte

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