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19. Januar 2026 by Elisa Gelmroth

Für einen Vortrag zum 700-jährigen Jubiläum der Krämerbrücke blätterte Martin Sladeczek, Projektleiter „Welterbe der Thüringer Landeshauptstadt“, durch ein altes Urkundenbuch. Er wollte herausfinden, was früher rund um die berühmte Brücke auf den Marktständen verkauft wurde. Erfurt war im Spätmittelalter eine Handelsmetropole und ein Knotenpunkt wichtiger Handelsstraßen, sodass es im Umfeld der Krämerbrücke sehr viele Marktstände gab.

Und dann stolperte Martin Sladeczek über eine Randnotiz: In einer Urkunde von 1269 wird eine Hütte mit Bräter am Fuß der Krämerbrücke auf dem Wenigemarkt erwähnt. Für Sladeczek war das erst mal nur eine interessante Fußnote für seinen Vortrag, bis ein Reporter im Publikum ihn danach auf den Fund ansprach und klar wurde: Das könnte der bisher älteste Nachweis für einen Bratwurststand sein. Wo genau dieser mittelalterliche Rost stand, ist noch nicht abschließend erforscht. Es gibt aber bauliche Auffälligkeiten an der Außenmauer des heutigen Cafés und Restaurants Nüsslein.

Ein kleines Problem gibt es dennoch: In der Urkunde aus dem Jahr 1269 steht nirgendwo das Wort „Bratwurst“, es ist nur von einem Bräter die Rede. Was dort gebraten wurde, lässt sich also nur vermuten. Aber Menschen im Mittelalter haben gern Würste und gebratenes Fleisch gegessen – das beweisen zumindest zahlreiche mittelalterliche Abbildungen, auf denen immer wieder Grillroste zu sehen sind. Die Vermutung, dass der Bräter Bratwurst auf den Rost gelegt hat, liegt also nahe.

Thüringer Rostbratwürste auf dem Grill

Weltberühmte Wursttradition aus Thüringen

Sie ist mindestens 15 cm lang, um die 125 Gramm schwer, roh, mittelfein, würzig und in einen engen Naturdarm gehüllt: So legen wir die Echte Thüringer Rostbratwurst am liebsten auf den Rost.

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Für Thomas Mäuer vom Deutschen Bratwurstmuseum in Mühlhausen zählt aber sowohl der Erfurter als auch der Regensburger Nachweis nicht. Für ihn gilt eine Rechnung aus Arnstadt vom 20. Januar 1404 als der erste echte Beleg für die Bratwurst – und somit auch als Geburtstag der Bratwurst. In der Rechnung werden „1 Groschen für Bratwurstdämme“ vermerkt – die erste explizite Nennung des Wortes „Bratwurst“ überhaupt.

Die Diskussion um die älteste Bratwurststube ist übrigens nicht neu: Schon vor rund 25 Jahren stritten die Wurstkuchl in Regensburg und das Nürnberger Restaurant Zum Gulden Stern um den Titel. Die Regensburger konnten die älteste urkundliche Erwähnung vorlegen und gingen so als Sieger aus dem Streit hervor. Sofia Hilleprandt, Geschäftsführerin des Nürnberger Lokals, konterte aber mit einem anderen Argument: Sie hätten als einzige noch das originale Gebäude mit historischer Bratwurstküche vorzuweisen.

So gelingen gute Roster im Winter

Für uns gibt es nur eine Grillsaison – und die dauert 365 Tage 😉 Bei kalter, klarer Winterluft und knirschendem Schnee kommt der Rostbratwurst-Hunger schließlich von ganz allein.
Wintergrillen kann ein richtiges Erlebnis sein und gleichzeitig für etwas Entschleunigung sorgen – nicht nur, aber gerade um Weihnachten herum.

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Im August 2025 forderte Hilleprandt nach der Entdeckung der Urkunde von 1269 dann das Mühlhäuser Bratwurstmuseum zu einem Boxkampf heraus: Thüringen gegen Franken. Als Stellvertreter sollten die Kontrahenten im Ring klären, wer die Bratwurst-Geschichte anführen darf. Am 26. September fand der Kampf im Bratwurstmuseum Mühlhausen statt, der Vertreter Thüringens gewann in der vierten Runde. So schlägt sich die Geschichte direkt doppelt auf die Seite Thüringens. Und noch ein Argument, das für die Bratwurst-Geschichte mit Thüringen an der Spitze spricht: Die Thüringer Bratwurstkultur ist seit 2022 Teil des Landesverzeichnisses des Immateriellen Kulturerbes.

Mit Sladeczeks Fund dürfte die Debatte jedenfalls wieder richtig Fahrt aufnehmen. Die Krämerbrücke mit ihren Fachwerkhäusern und kleinen Läden ist auf jeden Fall immer einen Besuch wert – ob dort nun vor über 750 Jahren die erste Bratwurst der Welt gegrillt wurde oder nicht.

Schöne Städte, alte Burgen, vielfältige Künste

Mittelthüringen begeistert durch grenzenloses Grün und viele geschichtsträchtige Städte. Hier wandelst Du stets auf Goethes Spuren – egal, ob auf dem historischen Goethe-Wanderweg, auf den Pflastersteinen in Weimars Innenstadt oder im schönen Ilmtal. Gerade die vielen großen, schönen Städte Mittelthüringens sind einen Besuch wert. Aber wir möchten vor allem eher unbekannte Sehenswürdigkeiten in und um Erfurt, Weimar, Gotha, Sömmerda und den Ilm-Kreis vorstellen.

Mittelthüringen erkunden

Kategorie: Tradition

12. Januar 2026 by Elisa Gelmroth

Geschnetzeltes gibt es seit langem in verschiedensten Formen und Varianten. Der Maßstäbe setzende Klassiker – das Zürcher Geschnetzelte – wurde trotzdem erst 1947 in einem Kochbuch erwähnt. Für Zürcher Geschnetzeltes wird Kalbfleisch angebraten und aus Sahne und Weißwein eine kräftige Sauce gekocht. Im Laufe der Zeit kamen noch Champignons als wichtiger Bestandteil dazu – und natürlich gibt es in der Schweiz Rösti als Beilage.

Damit das Kalbfleisch-Geschnetzelte auch richtig saftig bleibt, gibt es übrigens einen Trick: Das Fleisch wird quer zur Faser in dünne Scheiben geschnitten. So verliert es beim scharfen Anbraten weniger Saft. Gleichzeitig bildet das Fleisch durch die hohe Hitze schnell eine knusprige Kruste. Beides sorgt dafür, dass das Fleisch saftig bleibt.

Geschnetzeltes aus Pilzen kommt dem Original erstaunlich nahe. Das verdanken sie einerseits ihrer Bissfestigkeit und ihren umami-Aromen. Andererseits entwickeln sie beim scharfen Anbraten – wie auch Fleisch – Röstaromen. Damit nicht nur der Geschmack stimmt, sondern auch die Konsistenz passt, empfehlen wir Dir, die Pilze wenn möglich in Stücke zu rupfen anstatt zu schneiden. Das verleiht ihnen eine natürlichere Struktur. Besonders gut gelingt das bei den braunen Champignons – bei Kräuterseitlingen musst Du vermutlich doch zum Messer greifen. Zusammen mit der cremigen Sauce geben die verschiedenen Pilzsorten dem Geschnetzelten eine Tiefe, die nicht weit entfernt von Omas Original ist.

Sind Pilze das Fleisch unserer Zukunft?

Pilze schmecken deftig-herzhaft und je nach Sorte sogar wie Hühner- oder Rindfleisch. Ihre Textur sorgt für zarten Biss und verstärkt ihren intensiven umami-Geschmack, denn Pilze saugen Flüssigkeiten, Gewürze und Aromen wie ein Schwamm auf. Kurz: Pilze haben es in sich und könnten schon bald eine der besten Alternativen für Fleisch sein!

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  • Zubereitung: 30 Min
  • Für 2 Personen
  • 500 g Pilze (braune Champignons und Kräuterseitlinge)
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Bio-Sonnenblumen-Öl von der Erfurter Ölmühle
  • 2 EL Mehl
  • 150 g Schmand
  • 2 TL Sojasauce oder Worcestershiresauce
  • 1 Zweig Thymian
  • Salz, Pfeffer
  • ggf. etwas Speisestärke

Zubereitung

Putze die Pilze und reiße oder schneide sie in kleine Stücke. Schäle die Zwiebel, halbiere sie und schneide sie in dünne Streifen. Schäle den Knoblauch und presse ihn.

Erhitze nun das Öl in einer großen Pfanne und schwitze die Zwiebeln 2 Minuten bei hoher Temperatur an. Gib den Knoblauch dazu und brate ihn eine weitere Minute mit. Jetzt kommen die Pilze in die Pfanne: Brate sie etwa 5 Minuten lang bei höchster Stufe scharf an, bis sie Farbe bekommen und ihr Wasser ausgedünstet haben.

Nun stäubst Du das Mehl über die Pilze und brätst es kurz unter ständigem Rühren an. Rühre dann den Schmand unter, würze die Sauce mit Salz, Pfeffer und Soja- oder Worcestershiresauce und gib den Thymianzweig dazu. Lasse alles etwa 10 Minuten bei niedriger bis mittlerer Temperatur köcheln und entferne schließlich den Thymian. Falls die Sauce zu flüssig sein sollte, kannst Du sie mit etwas Speisestärke abbinden.

Serviere das Geschnetzelte mit Rösti-Puffern von Heichelheimer, Nudeln oder Reis.

Wenn’s noch einfacher gehen soll: Von Thüringer Landstolz gibt es Schweinefleisch-Geschnetzeltes mit Steinpilzchampignons in cremiger Sahnesauce fertig zubereitet im Glas. Du brauchst den Inhalt nur erhitzen, Rösti-Puffer von Heichelheimer in der Pfanne anbraten und das schnelle, köstliche Essen genießen.

Kategorie: Braten, Rezept, Tradition

5. Januar 2026 by Elisa Gelmroth

Pilze sind relativ proteinreich, aber fett- und kalorienarm. Sie enthalten wichtige Mineralstoffe und viele Ballaststoffe, obwohl sie zu zwei Dritteln aus Wasser bestehen. Und sie haben eine besondere Eigenschaft, die sie zum perfekten Fleischersatz macht: Sie schmecken umami.

Pilze haben eine von Natur aus hohe Konzentration an Glutaminsäure. Diese verleiht Pilzen ihren deftig-würzigen, fleischigen oder sogar leicht rauchigen Geschmack. Verstärken lässt sich der umami-Geschmack grundsätzlich durch Trocknen, Fermentieren, Reifen, Rösten oder langes Schmoren, was auch bei Pilzen hervorragend funktioniert, um ihnen einen fleischigen Charakter zu verleihen. Unsere Empfehlung: Brate die Pilze zuerst scharf an, reduziere dann die Hitze und gib erst danach Öl dazu. Salzen und würzen solltest du die Pilze erst nach dem Anbraten – es sei denn, Du möchtest Pilze als Hackfleisch-Ersatz verwenden, dann entzieht das Salz Wasser und sorgt für die richtige Textur. Ansonsten gilt: Würze, mariniere oder paniere die Pilze so, wie Du auch das Fleisch zubereiten würdest.

Welcher Pilz eignet sich für welches Gericht?

  • Bissfeste, fleischige Kräuter- und Austernseitlinge sowie Portobellos (besonders große Zucht-Champignons) sind ein guter Ersatz für Schnitzel und Burger-Patties. Seitlinge werden nicht grundlos auch „Kalbfleischpilze“ genannt 😉
  • Zarte Champignons kannst Du zu Frikadellen oder Gulasch verarbeiten.
  • Feste, deftige Shiitake mit ihrem leicht rauchigen Aroma eignen sich für Pfannen- und Wokgerichte oder Suppen – darin quellen sie auf und entfalten ihren intensiven umami-Geschmack.
  • Der Igel-Stachelbart, auch Löwenmähne genannt, schmeckt je nach Zubereitung wie Krabbenfleisch oder Hühnchen, ist bei uns aber bisher leider kaum erhältlich.
Pilze Sammeln in Thüringer Wäldern

Pilze haben jetzt Saison

Einen Korb, ein Messer, etwas Vorwissen oder ein Bestimmungsbuch: Mehr brauchst Du für die Suche nach Pilzen nicht. Von August bis November schießen sie nahezu aus dem Boden, bis die Saison mit den ersten Bodenfrösten endet. Wir verraten Dir, was Du darüber hinaus über das Sammeln von Pilzen in Thüringen wissen musst.

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Was wir als Pilz kennen und essen, ist eigentlich nur der Fruchtkörper – sozusagen die sichtbare Spitze des Eisbergs. Der eigentliche Pilz wächst unter der Erde: das Myzel. Diese wurzelähnliche Struktur besteht aus einem Netzwerk fadenförmiger Fasern, die sich durch den Boden ziehen und oft mehrere Quadratmeter groß werden können. Das Myzel nimmt Nährstoffe auf und versorgt den Fruchtkörper, den wir ernten.

Dieses Myzel rückt nun allmählich mehr und mehr in den Fokus. Start-ups haben entdeckt, dass man daraus direkt Lebensmittel entwickeln kann – sozusagen Pilzmyzel-Fleisch aus dem Labor. Die fadenförmigen Fasern werden für Lebensmittel zu einer festen Struktur verwebt und sorgen so für die fleischige Konsistenz und saftige Textur – perfekt für vegane Chicken Nuggets oder andere Fleischalternativen –, während der Geschmack fast identisch mit dem des Fruchtkörpers ist. Das Myzel wird dafür unter kontrollierter Luft- und Wärmezufuhr emissionsarm und ressourcenschonend kultiviert. Es braucht kaum Wasser und keinen Dünger, wächst sehr schnell in geschlossenen Räumen oder vertikalen Systemen, ist innerhalb weniger Tage erntebereit und wächst auf Nährstoffen, die sonst auf dem Abfall landen würden – zum Beispiel Kartoffelschalen, Sägemehl, Tee-Abfälle, Getreide-Reste oder Kaffeesatz. Pilze sind also nicht nur heute schon ein hervorragender Fleischersatz in der Küche – sie könnten in Zukunft auch eine wichtige Rolle für die Kreislaufwirtschaft und eine nachhaltige Ernährung spielen.

Vegetarisches Pilz-Geschnetzeltes

Geschnetzeltes passt immer und kommt nie aus der Mode. Was das Gericht so beliebt macht? Es geht schnell, ist unkompliziert und bringt trotzdem ordentlich Geschmack auf den Teller – auch ohne Fleisch! Unser vegetarisches Geschnetzeltes aus Pilzen ist daher perfekt, falls Du im Veganuary Deine Ernährung etwas umstellen oder vorübergehend weniger Fleisch essen möchtest.

zum Rezept

Was ist eigentlich umami ?

Umami ist neben süß, salzig, sauer und bitter die fünfte Geschmacksrichtung auf unserer Zunge. Der Begriff kommt aus dem Japanischen und bedeutet „wohlschmeckend“ oder „würzig“. Umami wirkt dabei wie ein Geschmacksverstärker, sorgt für lang anhaltenden Geschmack und rundet andere Aromen ab – beispielsweise vermindert es bitteren Geschmack und rundet süßen Geschmack ab.
Für Umami-Aromen sind vor allem die Salze der Glutaminsäure verantwortlich, die vor allem in eiweißreichen Lebensmitteln stecken. Deshalb schmecken vor allem Fisch und Fleisch umami – aber eben auch Pilze und sogar Gemüse. Besonders viel Glutaminsäure steckt in Shiitake, Parmesan, Sojasauce, Miso und Kimchi, aber zum Beispiel auch in reifen Tomaten und sogar in Muttermilch. Den umami-Geschmack kennen wir also schon seit unserem ersten Lebenstag.
Umami wird erst seit dem Jahr 2000 offiziell als Geschmacksrichtung anerkannt, nachdem Forscher die entsprechenden Geschmacksrezeptoren auf der Zunge identifizierten. Dabei wurde umami schon 1908 vom japanischen Chemiker Kikunae Ikeda in Algen entdeckt. Er begann daraufhin, Mononatriumglutamat (MSG) industriell herzustellen. MSG wird bis heute für Flüssigwürzen, Gewürzmischungen und Fertiggerichte verwendet. Sein damals gegründetes Unternehmen verkauft mittlerweile jedes Jahr 1,5 Millionen Tonnen MSG. In den 1970er Jahren kam MSG bzw. Glutamat allerdings in Verruf und wurde mit Unverträglichkeitsreaktionen wie Kopfschmerzen in Verbindung gebracht. Neue Untersuchungen sehen aber keinen direkten Zusammenhang, auch wenn einige Menschen empfindlich auf Glutamat reagieren können.

Algen: die Pflanzen der Zukunft

Ohne sie gäbe es kein Leben auf unserem Planeten: Algen wachsen seit mindestens 3 Milliarden Jahren auf der Erde und werden vollkommen unterschätzt. Sie sind einer der wichtigsten Sauerstofflieferanten des Planeten, da jedes zweite Sauerstoffmolekül in der Luft aus der Photosynthese von Algen stammt – und sie sind das Nahrungsmittel der Zukunft, da sie nicht nur voller wertvoller Inhaltsstoffe stecken, sondern auch bis zu 30 Mal schneller wachsen als Pflanzen an Land.

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Kategorie: Rohstoffe

15. Dezember 2025 by Elisa Gelmroth

Blau kochen ist eine klassische Zubereitungsart für Süßwasserfische wie Karpfen, Forellen, Schleie oder Aale. Der Name kommt nicht von ungefähr: Die Schleimschicht auf der Fischhaut nimmt beim Garen tatsächlich eine blassblaue Farbe an, die durch Säure in Essig zusätzlich stabilisiert werden kann. Kochen ist dabei aber eigentlich das falsche Wort: Der Fisch wird beim Blaukochen pochiert, also in einem Sud zwischen 75 und 95° C schonend gegart. Das Wasser bewegt sich dabei leicht, darf aber nicht sprudeln.

Das Fleisch von Karpfen hat einen etwas höheren Fettgehalt als andere Fische, was es besonders zart und saftig macht. Wie ein Karpfen schmeckt, hängt allerdings davon ab, wie er gehalten und gefüttert wurde.

165 Tonnen Karpfen kommen jedes Jahr aus Thüringen. Damit liegen wir nicht nur auf Platz vier der deutschen Karpfenproduktion: Deine Chancen, fangfrischen Karpfen zu ergattern, sind in Thüringen wirklich hoch!

Kaufe den Karpfen so frisch wie möglich und bereite ihn am selben oder spätestens am nächsten Tag zu – länger als einen Tag sollte er nicht im Kühlschrank lagern. Frischen Fisch erkennst Du an den leuchtend roten Kiemen, hellen und klaren Augen sowie einer natürlich schimmernden Haut. Lass ihn vom Fischhändler ausnehmen und längs halbieren, aber nicht schuppen – die Schleimschicht muss intakt bleiben, sonst funktioniert das Blaukochen nicht.

Aus dem Teich auf den Teller

Fisch aus Thüringen? Das klingt vielleicht erstmal wie ein Widerspruch. Wir haben zwar die beste Bratwurst der Welt und unsere Klöße sind legendär – aber Fisch? Aus einem Binnenland mit gerade mal 1,2 % Wasserfläche? Tatsächlich ist Thüringen mit über 800 Tonnen Speisefisch pro Jahr aus 56 Aquakulturbetrieben und 250 Tonnen Angelfischen ein echter Geheimtipp für Fischliebhaber. Immerhin werden hier fast 5 % der Fische von ganz Deutschland gezüchtet!

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  • Zubereitung: 60 Min
  • Für 4 Personen
Für den Fisch:
  • 1 Zitrone
  • 1 Stange Lauch
  • 1 Zwiebel
  • 2 Möhren
  • 2 Lorbeerblätter
  • 5 Wacholderbeeren
  • 8 Pfefferkörner

 

  • 2 Nelken
  • 250 ml trockener Weißwein
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Zucker
  • 1 Karpfen (küchenfertig, ca. 1,5 kg)
  • 150 ml Weißweinessig
zum Servieren:
  • Petersilienkartoffeln
  • Zitronenspalten
  • zerlassene Sonja-Margarine von OTHÜNA

Zubereitung

Schneide die Zitrone und den Lauch in Scheiben. Schäle Zwiebel und Möhren und schneide sie ebenfalls in Scheiben. Gib dann 2 Zitronenscheiben, Lauch, Zwiebelscheiben, Möhren, Lorbeerblätter, Wacholderbeeren, Pfefferkörner, Nelken, Weißwein, Salz, Zucker und 2 Liter Wasser in einen großen Topf. Lasse den Sud 15 Minuten köcheln.

Bereite währenddessen den Karpfen vor. Dafür wäschst Du ihn innen gründlich, außen aber nur vorsichtig, um die Schleimschicht nicht zu beschädigen. Koche dann den Essig separat auf und gieße ihn gleichmäßig über den Karpfen, bis dieser blau wird. Wenn Du möchtest, kannst Du den Fisch noch etwa 10 Minuten in Zugluft stellen, damit sich die Blaufärbung verstärkt.

Lege den Karpfen mit 2 bis 3 Esslöffeln Essig vorsichtig in den Sud und lasse ihn bei geschlossenem Deckel und geringer Hitze 20 bis 25 Minuten ziehen – er darf auf keinen Fall kochen! Der Karpfen ist fertig, wenn sich die Rückenflosse leicht herausziehen lässt.

Serviere den Karpfen mit Petersilienkartoffeln, Zitronenspalten und zerlassener Margarine. Falls Du ihn im Ganzen servierst, kannst Du einige der Kartoffeln auch in die Bauchhöhle stecken – so behält er seine Form.

Traditionelles Weihnachtsmenü

Gute Vorbereitung ist bei unserem Weihnachtsmenü das A und O. Nicht nur den Gänsebraten, sondern auch die Klöße und den Rotkohl selber zu machen ist zwar viel Aufwand und braucht gutes Timing, belohnt Dich am Ende aber nicht nur mit einem grandiosen Festessen, sondern auch mit dem einmaligen Gefühl, solch ein Menü auf den Tisch gezaubert zu haben. Also nichts wie ran an den Herd!

zu den Rezepten
Ein Teller mit Klößen, Rotkohl und Gänsebraten

Kategorie: Kochen, Rezept, Tradition, Weihnachten

8. Dezember 2025 by Elisa Gelmroth

Bis zum Jahr 2014 hieß der Beruf noch Fachkraft für Süßwarentechnik, schon seit 1980 gibt es ihn als staatlich anerkannten Ausbildungsberuf. Denn Süßigkeiten werden heute nur noch in Ausnahmefällen in kleinen Manufakturen von Hand hergestellt. In der Regel laufen sie in großen Industriehallen über automatisierte Maschinen-Anlagen. Und damit dabei alles reibungslos abläuft und perfekte Produkte entstehen, überwachen und steuern Süßwarentechnologen die Produktion vom ersten bis zum letzten Schritt.

Der Arbeitsalltag eines Süßwarentechnologen

Produktionshallen, Lager- und Kühlräume, manchmal auch Labors – dort ist der Süßwarentechnologe zu Hause. Arbeitskleidung wie Kittel, Haube, Handschuhe und oft auch ein Hörschutz gehören zu seinem Arbeitsalltag fest dazu, denn Sauberkeit ist hier das A und O. Und die großen Maschinen sind zwar effizient, aber auch ziemlich laut.

Der Süßwarentechnologe ist verantwortlich für die automatisierte Produktion von Süßigkeiten: Er steuert und überwacht Maschinen und Anlagen, die Zutaten wie Zucker, Kakaobohnen oder Nüsse maschinell wiegen, dosieren, mischen, reinigen und zerkleinern. Alle Arbeitsschritte liegen in seiner Hand – von der Rohstoff-Aufbereitung über das Bewachen der einwandfreien Produktionsprozesse bis zum Verpacken der Ware. Zwischendurch probiert er auch mal, um die Qualität zu prüfen. Und am Ende des Tages reinigt er die Maschinen gründlich.

Da Süßigkeiten oft rund um die Uhr produziert werden, ist Schichtdienst als Süßwarentechnologe völlig normal – auch am Wochenende oder nachts. Und auch wenn die Maschinen die schwere Arbeit übernehmen, erfordert der Job trotzdem Aufmerksamkeit, schnelle Reaktionen und technisches Geschick. Denn: Läuft etwas nicht nach Plan, muss der Süßwarentechnologe sofort eingreifen.

Verschiedene Stangen Nougat liegen auf schwarzem Untergrund

Zartschmelzender Nougat aus Floh-Seligenthal

Die klassische Nougatstange hat sich in den letzten 100 Jahren weder im Geschmack noch in der Rezeptur verändert – denn ist Viba erst einmal eine köstliche Kreation gelungen, hat sie auch Bestand. Stattdessen wird dann bereits an neuen Ideen getüftelt.

zum Portrait

So wirst Du Süßwarentechnologe

Die Ausbildung zum Süßwarentechnologen dauert in der Regel drei Jahre und findet dual im Betrieb und in der Berufsschule statt. Das Besondere: Es gibt in ganz Deutschland nur eine einzige Berufsschule für Süßwarentechnologen: die Zentralfachschule der Deutschen Süßwarenwirtschaft in Solingen, Nordrhein-Westfalen. Der Unterricht findet deshalb blockweise statt: drei Mal im Jahr jeweils einen Monat am Stück. Dort lernst Du alles über Mischungsverhältnisse, Zusammensetzungen und Qualitätskontrolle – mit Schwerpunkten in Mathe, Biologie und Chemie.

Einen bestimmten Schulabschluss brauchst Du für die Ausbildung eigentlich nicht, die Hälfte aller Azubis hat aber mittlere Reife. Genauso wichtig sind Sorgfalt, Verantwortungsbewusstsein, technisches Verständnis und eine gute Reaktionsgeschwindigkeit. Kenntnisse in Mathe und Technik sind von Vorteil – und natürlich solltest Du keine Lebensmittelallergien haben.

Süßwarentechnologen arbeiten in Industrie-Betrieben, die Schokoladenprodukte, Bonbons, Zuckerwaren, feine Backwaren wie Kekse oder Knabbereien produzieren. Den Schwerpunkt kannst Du bereits während der Ausbildung wählen. In Thüringen bilden aktuell Viba und der Storck-Standort in Ohrdruf Süßwarentechnologen aus – und die Übernahmechancen nach der Ausbildung sind in der Regel sehr gut. Süßwaren-Unternehmen sind zukunftssicher und stets auf der Suche nach Fachkräften. Genascht wird schließlich immer 😉

Der Lohn, den Du während der Ausbildung erhältst, unterscheidet sich je nach Bundesland. Im Schnitt verdienst Du etwa 950 € brutto im ersten Jahr, 1.050 € im zweiten und 1.150 € im dritten Jahr. Nach der Ausbildung liegt das durchschnittliche Gehalt bei rund 3.300 € brutto im Monat. Falls Du Dich später weiterbilden und eine Führungsposition in der Produktion übernehmen möchtest, kannst Du Industriemeister oder Fachwirt werden.

Berufe in der Ernährungswirtschaft

Das macht eine Fachkraft für Lebensmitteltechnik
Das macht eine Fachkraft für Fruchtsafttechnik

Kategorie: Karriere

1. Dezember 2025 by Elisa Gelmroth

Die Gemeine Hasel, unsere heimische Sorte, gehörte zu den ersten Pflanzen, die nach der letzten Eiszeit wieder in Europa wuchsen. Schon Jäger und Sammler wussten die nährstoffreichen Nüsse deshalb zu schätzen. Während der Eiszeit wäre der Haselstrauch fast ausgestorben – nur in Portugal konnte sich ein Restbestand erhalten. Alle wilden Haselsträucher, die heute in Europa wachsen, stammen daher von diesem Restbestand ab.

Aus dem Garten in den Kuchen

Die Gemeine Hasel wird bis zu fünf Meter hoch und bis zu 100 Jahre alt. Sie mag warme Standorte, milde Winter und regelmäßigen Niederschlag. Das Praktische: Man braucht nur einen Haselstrauch, da die Hasel gleichzeitig männliche und weibliche Blüten trägt. Von Januar bis Februar blüht der Strauch, von September bis Oktober reifen die Nüsse. Die reifen Nüsse fallen aus dem Hüllblatt auf den Boden und können dort ganz einfach aufgesammelt werden. Nach der Ernte müssen sie vier bis sechs Wochen an einem trockenen, luftigen und kühlen Ort nebeneinander ausgebreitet trocknen. Richtig getrocknet und gelagert halten sie sich ungeknackt in der Schale bis zu zwölf Monate. Doch je älter die Haselnuss wird, desto bitterer schmeckt sie. Mit der Zeit können Haselnüsse sogar ranzig werden – bei gehackten und gemahlenen Nüssen geht das besonders schnell. Alternativ kannst Du Haselnüsse luftdicht verpackt einfrieren und zum Verwenden langsam im Kühlschrank auftauen lassen.

Ihr volles Aroma entfalten Haselnüsse, wenn sie geröstet und geschält sind. Das kannst Du auch ganz einfach zuhause machen, indem Du die Nüsse im Ofen einige Minuten lang bei 175 Grad röstest, bis sie leicht gebräunt sind. Lasse sie kurz abkühlen und reibe die warmen Kerne dann in einem Tuch gegeneinander.

Günstige Ernte, teure Abhängigkeit

Die Nüsse unserer heimischen Gemeinen Hasel sind ziemlich klein und dadurch für die Wirtschaft unbedeutend. Für den gleichen Ertrag müssten nämlich mehr Nüsse geknackt werden – ein Aufwand, der sich kaum lohnt. Stattdessen dominiert die Lambertshasel den Weltmarkt: 75 Prozent der kommerziell genutzten Haselnusskerne stammen von dieser Sorte. Die Lambertshasel hat große Nüsse, ist aber ziemlich kälteempfindlich. Deshalb wächst sie vor allem in der Türkei und Italien.

95 Prozent der Haselnüsse kommen aus dem Ausland, allein zwei Drittel aus der Türkei. Haselnüsse aus der Türkei sind nämlich besonders günstig, weil dort zu geringen Löhnen, teils noch von Hand und unter schlechten Arbeitsbedingungen geerntet wird. Allerdings ist die gesamte Welt von türkischen Haselnüssen abhängig, weshalb es durch späte Frostnächte oder zu heiße Sommer schnell zu unvorhersehbaren Preisänderungen kommen kann.

Haselnüsse sind der wichtigste Rohstoff für Viba Nougat: Bis zu 37 Prozent Haselnüsse enthält der Nougat. Bisher nutzt Viba ausschließlich Haselnüsse aus der Türkei. Die Ernte war dort im Jahr 2025 aber schlechter als sonst, was zu Preissteigerungen in Höhe von 40 bis 70 Prozent führte. Viba hat deshalb auch schon Haselnüsse aus Sachsen getestet. Allerdings reichen die Erntemengen noch nicht aus – und es gibt noch keine Möglichkeit, die Nüsse in Deutschland professionell in großen Mengen knacken zu lassen.

Thüringen entdeckt die Haselnuss neu

Ende des 20. Jahrhunderts versuchten viele Betriebe in Süddeutschland, Haselnüsse anzubauen. Das Vorhaben schlug jedoch fehl: wegen Problemen mit Sorten, falscher Standort-Wahl, fehlender Erfahrung und Krankheiten. Haselnüsse wurden in Deutschland deshalb bisher vor allem für die Selbstversorgung angebaut. Trotzdem wachsen mittlerweile auf über 1000 Hektar wieder Haselnüsse – unterstützt durch die wärmeren Temperaturen des Klimawandels. Der Anbau findet bisher aber nur für die Direktvermarktung statt, also den Verkauf direkt auf dem Hof oder Markt.

Auch in Thüringen wird seit einigen Jahren der Haselnuss-Anbau im großen Stil getestet. Dazu gab es von 2018 bis 2025 das Innovationsprojekt Inno-Hasel, in dessen Rahmen vier Betriebe im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt, im Saale-Orla-Kreis, bei Weimar und Gotha Haselnussanlagen mit neun verschiedenen Sorten pflanzten. Ziel des Projekts war es, insbesondere Sorten, Schnitttechniken und Schädlinge wie den Haselnussbohrer zu erforschen und zu untersuchen, inwieweit in Thüringen erfolgreich Haselnüsse produziert werden können. Die Ergebnisse sind sehr interessant:

  • Die Bäume sollten wie beim Obstbau in Form geschnitten werden, anstatt wild zu wuchern.
  • In heißen Sommern ist Bewässerung nötig, um Trockenstress zu vermeiden.
  • Eine dichte Pflanzung bringt mehr Ertrag.
  • Veredelte Sorten wachsen schneller, bringen früher Erträge, passen sich besser an Thüringer Böden sowie die klimatischen Verhältnisse an und sind resistenter gegen Schädlinge.

Die ersten Thüringer Haselnüsse gibt es sogar schon zu kaufen – zum Beispiel auf dem Wochenmarkt auf dem Erfurter Domplatz. Bis die Anlagen richtig tragen, vergehen aber noch ein paar Jahre.

Haselnüsse in ihrer schönsten Form

Er zergeht förmlich auf der Zunge und vereint in sich Haselnüsse, Kakao und Zucker: Nougat ist dank Viba fest mit Thüringen verbunden 💚 Wir lieben Nougat in jeder Form und Konsistenz: Ob weich oder fest, pur, in Pralinen oder mit Frucht: Nougat von Viba schmeckt einfach immer.

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Kleine Kraftpakete

Haselnüsse haben einen hohen Energiegehalt und liefern viele wichtige Nährstoffe. Sie enthalten ungesättigte Fettsäuren, Proteine, Ballaststoffe, Mineralien und Vitamine, haben positive Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System und sollten Bestandteil einer ausgewogenen, gesunden Ernährung sein. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt deshalb jeden Tag eine kleine Handvoll Nüsse – zum Beispiel im Müsli oder Salat, als Snack oder Nussmus. Diese Empfehlung gilt natürlich nicht für Menschen, die auf Nüsse allergisch reagieren, was etwa 1 Prozent der Bevölkerung betrifft und auch als Kreuzreaktion mit einer Pollen-Allergie auftreten kann.

Besonders gut schmeckt die Haselnuss in Kuchen, Torten, Gebäck und Plätzchen, aber auch in süßen Aufstrichen wie dem Brownie Haselnuss Aufstrich von Nabio oder als klassisches Nougat – natürlich von Viba! Und wusstest Du schon, dass es sogar Brände und andere Spirituosen mit Haselnüssen – zum Beispiel von The Nine Springs und Echter Nordhäuser – gibt?

Kategorie: Rohstoffe, Tradition, Weihnachten

24. November 2025 by Elisa Gelmroth

Die Schnippelsuppe ist ein echter Thüringer Klassiker – köstlich, deftig und dabei ziemlich unkompliziert. Du kannst die Zutaten je nach Belieben anpassen, rund um Sonneberg gehört zum Beispiel ein Schuss Essig dazu.

  • Zubereitung: 100 Min
  • Für 4 Personen
für die Brühe:
  • 300 g geräucherte Rippchen
  • ca. 1,5 l Wasser
  • 1 Lorbeerblatt
  • 5–6 Pimentkörner
für die Suppe:
  • 200 g Möhren
  • 200 g Kartoffeln
  • 200 g Kohlrabi
  • 100 g Sellerie
  • 200 g Rosenkohl
  • 100 g Lauch
  • 1 große Zwiebel
  • 100 g Schinkenspeck von Thüringer Landstolz
  • 150 g Wiener Würstchen von der Fleischerei Zitzmann
  • 1 Bund Petersilie
  • 1 kleines Bund Majoran
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

Gib die geräucherten Rippchen in einen großen Topf und bedecke sie mit etwa 1,5 Liter Wasser. Füge das Lorbeerblatt und die Pimentkörner hinzu und bringe alles zum Kochen. Lasse die Brühe dann bei mittlerer Hitze 45 bis 60 Minuten sanft köcheln, bis sie schön aromatisch ist. Nun nimmst Du die Rippchen heraus, lässt sie etwas abkühlen und löst dann das Fleisch vom Knochen. Schneide es in kleine Stücke und stelle es beiseite. Zum Schluss gießt Du die die Brühe durch ein Sieb.

Schäle die Möhren, Kartoffeln und Kohlrabi. Schneide Sellerie, Möhren, Kohlrabi und Kartoffeln dann in gleichmäßige, nicht zu große Würfel. Putze den Rosenkohl und halbiere ihn. Schneide den Lauch in Ringe und würfle die Zwiebel fein.

Schneide den Schinkenspeck in feine Würfel und lasse ihn in einem großen Suppentopf knusprig aus. Gib dann die Zwiebelwürfel dazu und lasse sie glasig werden. Nun fügst Du das Gemüse hinzu und schwitzt alles 2 bis 3 Minuten mit an. Gieße die vorbereitete Fleischbrühe dazu, bringe alles einmal zum Kochen und lasse es anschließend 20 bis 25 Minuten sanft köcheln, bis das Gemüse gar ist.

Schneide währenddessen die Wiener Würstchen in Scheiben und hacke Petersilie sowie Majoran fein. Gib dann die Wiener Würstchen zusammen mit dem klein geschnittenen Rippchenfleisch und gehacktem Majoran in den Topf. Lasse alles weitere 5 Minuten bei niedriger Temperatur ziehen. Die Suppe darf nicht kochen, damit die Würstchen nicht platzen!

Zum Schluss schmeckst Du die Suppe mit Salz und Pfeffer ab und hebst die gehackte Petersilie unter. Serviere die Suppe mit einer Scheibe Brot oder Toast.

Guten Appetit!

Die Essenz deutscher Suppenkultur

Eine gute Suppe schmeckt etwas süß, ein klein wenig scharf und auf jeden Fall sehr würzig. Dafür sorgen Möhren, Lauch, Knollensellerie und Petersilie. Diese vier Komponenten ergeben zusammen eine perfekte Grundwürze und gelten als unverzichtbare Geschmacksträger für aromatische Suppen und Eintöpfe, aber auch als Beilage für andere Gerichte.

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Kategorie: Kochen, Lebensmittel, Rezept

17. November 2025 by Elisa Gelmroth

Vom herzhaften Bauernschinken über cremige, vegane Aufstriche und edle Spirituosen bis hin zu allerbestem Nougat – Thüringen hat weit mehr zu bieten als man auf den ersten Blick vermuten mag. Unsere Ideen für regionale Adventskalenderfüllungen machen jeden Tag im Advent zu einer kleinen Entdeckung. Oder kanntest Du schon den Senf-Geist von BORN? Hast du gewusst, dass Viba auch Nougat zum Trinken herstellt? Und dass es Biernudeln aus Apolda gibt? Mit jedem Türchen lernst Du Thüringen ein Stück besser kennen – und unterstützt gleichzeitig regionale Betriebe.

Thüringen schmeckt nur dank ihnen

Ein selbst befüllter Adventskalender aus Thüringen ist nicht nur eine Ansammlung von vielen kleinen Köstlichkeiten, sondern auch eine Wertschätzung für die Menschen, die jeden Tag dafür sorgen, dass (nicht nur) zu den Mahlzeiten etwas auf dem Tisch steht: die Landwirte, Metzger, Brenner, Konditoren und anderen Berufe in der Lebensmittelbranche. Hinter jedem Türchen versteckt sich ein täglicher Gruß von kleinen Manufakturen, Familien-Unternehmen und Traditionsbetrieben, die fast direkt um die Ecke zu finden sind.
Berufe in der Lebensmittelbranche entdecken

Wir haben zwei Adventskalender zusammengestellt: einen herzhaften mit köstlichen Wurstwaren, hochwertigen Spirituosen und kleinen Überraschungen zur Brotzeit sowie einen süßen mit Nougat-Klassikern, süßen Tropfen, leckeren Aufstrichen und unerwarteten Gadgets. Natürlich kannst Du unsere Ideen kombinieren oder erweitern – je nachdem, wen du beschenken möchtest.

Thüringer Adventskalender

Alle Jahre wieder – und jeden Dezember auf‘s Neue spannend: der Adventskalender. Wir haben uns nicht nur auf Spurensuche nach den Ursprüngen des Brauchs begeben, sondern auch ein paar regionale Adventskalender-Empfehlungen parat. Hier wird jeder Geschmack fündig!

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Köstlich klassisch – unser süßer Adventskalender

Gewürz-Nougat Schokoladen Stick von Viba

Edelvollmilch-Schokolade, gefüllt mit Haselnussnougat und verfeinert mit Gewürzen und Bourbon-Vanille – so schmeckt Weihnachten 😍

Orangen-Liqueur von Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei

Der elegante, fruchtige Liqueur wird mit edlem, gelagertem Korn hergestellt, reift in Eichenholzfässern und hat eine feinherbe Note.

Nougat Weihnachtsmännchen von Viba

Das niedliche Weihnachtsmännchen aus Edelvollmilch-Schokolade ist mit feinstem Nougat gefüllt. Zartschmelzender kann Weihnachten nicht werden!

Brownie-Haselnuss-Aufstrich von Nabio

Gesünder kann der Schokoaufstrich nicht werden: Der vegane Aufstrich schmeckt fein herb und nussig, ist herrlich cremig, zu 100 % Bio und enthält kein Palmöl.

Weihnachtssocken von VITA COLA

Ein gemütlicher Abschluss für 24 Tage voller Genuss: Die Weihnachtssocken passen perfekt zu jedem festlichen Outfit und sind definitiv ein Statement für die beste Cola der Welt.

Zimtschnecken-Aufstrich von Nabio

Zimtschnecke zum Streichen! Der Aufstrich schmeckt, als wäre er gemacht für einen gemütlichen Nachmittag mit einem großen Becher Tee. Er ist zu 100 % Bio, vegan und enthält kein Palmöl.

Trinknougat Royal von Viba

Ein Traum wird wahr: heller Haselnussnougat in Vollmilchschokolade zum Einrühren in heiße Milch! Darin würden wir auch baden, wenn es nicht so köstlich wäre. Die Pralinen am Stiel werden in der Viba Confiserie liebevoll von Hand gefertigt und lösen sich in heißer Milch im Handumdrehen auf.

Milchcreme Praliné-Kugel von Heilemann

Knackige Edelvollmilch-Schokolade, gefüllt mit feinster Milchcreme: Diese Kugel sorgt bei Groß und Klein für Glücksmomente.

Filinchen Snack Milchcreme

Zwei knusprige Filinchen-Scheiben treffen auf leckere Milchcreme – perfekt für den kleinen Hunger zwischendurch.

Kakao-Nuss-Liqueur von Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei

Zarte Schokolade und knackige Nüsse verschmelzen zu einem Liqueur, dessen aromatische Kakao-Nuss-Note ihn zu etwas ganz Besonderem macht.

Salted Caramel-Erdnuss-Aufstrich von Nabio

Erdnüsse, feiner Karamell-Geschmack und ein Hauch Meersalz sind einfach ein dream team. Also Vorsicht: Dieser Aufstrich macht süchtig! Noch dazu ist er zu 100 % Bio, vegan und enthält kein Palmöl.

Filinchen Snack Schokocreme

Zwei knusprige Filinchen-Scheiben, gefüllt mit leckerer Schokoladencreme. Ein idealer Snack für den kleinen Hunger zwischendurch oder unterwegs.

Fruchtaufstrich Beerenfrucht von Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei

Schmeckt ungewöhnlich köstlich: Der beerige Fruchtaufstrich wird mit Doppelkorn hergestellt.

Filinchen Snack Heidelbeere

Zart knusprig mit einer süß-fruchtigen Heidelbeercreme: Der Filinchen Snack schmeckt überall.

Kokos-Tonka-Aufstrich von Nabio

Der wunderbar cremige Aufstrich hat eine ganz besondere Note: Die Tonkabohne eilt der Kokosnuss zu Hilfe. Zusammen ergeben sie einen köstlichen Aufstrich, der zu 100 % Bio, vegan und frei von Palmöl ist.

Winterschokoladen-Stick von Heilemann

Edelvollmilch-Schokolade, gefüllt mit Gewürz-Nougat. Die feinen Noten aus Zimt, Anis und Nelken passen perfekt zum zartschmelzenden Nougat.

VITA ENERGY Pfirsich Passionsfrucht von VITA COLA

Für einen extra Energieschub vor den Weihnachtsfeiertagen sorgt diese Dose VITA ENERGY. Sie enthält Koffein aus grünen Kaffeebohnen sowie Guaraná-Extrakt und schmeckt erfrischend exotisch.

Classic Nougat-Kugel von Viba

Knackige Edelvollmilch-Schokolade, gefüllt mit feinster Milchcreme: Diese Kugel sorgt bei Groß und Klein für Glücksmomente.

Apfel-Zimt-Trüffel Praliné-Kugel von Heilemann

Edelvollmilch-Schokolade trifft auf Apfel-Zimt-Trüffel – ein geheimer Liebling von uns. Die Kugel ist umhüllt von roter Folie mit Goldakzenten und gehört auf jeden Weihnachtsteller (oder eben selbstgemachte Adventskalender).

VITA COLA Original

Das Original mit dem Spritzer Zitrone schmeckt einfach einzigartig: Durch den Citrus-Kick ist VITA COLA nicht so süß und sehr erfrischend. Eine richtige Überraschung im Adventskalender!

Meisterstück Design-Trinkglas von Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei

Damit Du die Liköre auch stilecht genießen kannst: Das exklusive Trinkglas ist nämlich nicht nur perfekt für den Genuss von Kornbrand geeignet. Es ist ein echter Hingucker und sogar schon in einem Geschenkkarton verpackt.

Rosen-Liqueur von Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei

Für diesen lieblichen Rosen-Liqueur wird echtes Rosenöl genutzt. Schmeckt pur oder als Longdrink mit Sekt zu jeder Jahreszeit!

Trinknougat Classic von Viba

Haselnussnougat in Vollmilchschokolade zum Einrühren in heißer Milch. Schmeckt einfach wie flüssiger Nougat, also absolut köstlich!

Fruchtaufstrich Orange von Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei

Dieser Fruchtaufstrich schmeckt fruchtig, herb und dank Doppelkorn-Anteil sehr besonders.

Geschenke aus Thüringen

Mit kulinarischen Präsenten macht man selten etwas verkehrt. Erst recht begeistern Köstlichkeiten unter dem Weihnachtsbaum, wenn sie aus der Region kommen! Wir stellen Dir 15 Geschenkideen aus Thüringen vor. Ob Bratapfel-Senf, Weihnachtspils, Baumkuchen oder ein Geschenkkarton mit Wurstwaren – hier ist für jeden Geschmack und Geldbeutel etwas dabei!

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Deftig rustikal – unser Brotzeit-Adventskalender

Bauernschinken von Naturfleisch Oberweißbach

Die traditionell trocken gesalzene Schinkenspezialität aus Schweinefleisch wird auf Buchenholz geräuchert. Dünn geschnitten auf frischem Brot (oder auch pur) ist er ein köstlicher Start in den Dezember.

Rote Beete Cremesuppe von Nabio

Kräftige Rote Beete trifft auf milde Kokosmilch und süße Birne: Die vegane Cremesuppe schmeckt sehr intensiv, ist extracremig und hat einen hohen Gemüseanteil. Sie ist ein echter Sattmacher für die Mittagspause und ein köstliches comfort food nach einem kalten Wintertag.

Biernudeln Schwarzer Esel von der Vereinsbrauerei Apolda

Ein besondere Nudelkreation für Bierliebhaber: Die Hartweizengrieß-Nudeln werden mit dem Schwarzbier Schwarzer Esel von der Vereinsbrauerei Apolda hergestellt.

Miniatur von Pfeffi

Der leuchtend grüne Pfefferminzlikör ist schon lange Kult. Der kleine Shot wird am besten eiskalt genossen.

Festtagssenf von BORN

Dieser Senf passt perfekt zu Weihnachtsbraten und festlichen Brotzeiten. Kurz: ein Senf für besondere Tage.

Original Festbier von der Privatbrauerei Gessner

Dieses süffige, vollmundige Festbier gibt es nur im Bügelverschluss. Das Original Festbier von der Privatbrauerei Gessner leuchtet kräftig bronzefarben im Glas und schmeckt angenehm nach gerösteten Nüssen und Karamell. Ein wahrhaftig festlicher Genuss zum Heiligabend!

Orangen-Senf von BORN

Die fruchtige Süße der Orange trifft auf die Schärfe des Senfs und passt wunderbar zu Käse, Wurst oder kaltem Braten.

Thüringer Leberwurst von EWU Thüringer

Die Leberwurst im Glas wird nach traditionellem Rezept aus Schweinefleisch sowie -leber hergestellt und trägt das g.g.A.-Siegel (geschützte geografische Angabe).

Nosing-Glas von der Whiskywelt Burg Scharfenstein

Das elegante Nosing-Glas zur Verkostung von Whisky oder Likör trägt das Logo der Whiskywelt Burg Scharfenstein – perfekt für alle, die stilvoll genießen möchten.

Thüringer Salami von Die Thüringer

Salami, wie sie sein soll: nach traditionellen Rezepten und mit bewährten Methoden hergestellt.

Thüringer Jagdwurst von EWU Thüringer

Feines Schweinefleisch trifft auf ganze Senfkörner. Hier gibt es typischen Thüringer Geschmack im praktischen Glas.

Wuestefeld DRY GIN-Miniatur von Number Nine

Der köstliche Wuestefeld Gin aus dem Eichsfeld als Miniatur. Er riecht sehr frisch nach Zitrone, Orangenblüte und etwas Wacholder und schmeckt angenehm süß.

Senf-Geist von BORN

Ein edler Tropfen für Genießer mit einem vollen, kräftigen, markanten Körper von der Erfurter Destille auf dem Petersberg. Das Destillat wird ausschließlich mit gemahlenen Senfkörnern aus in Thüringen angebauter Gelbsenfsaat hergestellt.

Original Thüringer Stifte von Die Thüringer

Sie schmecken würzig, rauchig … und einfach sehr lecker! Die handlichen Thüringer Stifte sind perfekt für die Brotdose, beim Wandern oder für zwischendurch. Sie werden ohne geschmacksverstärkende Zusatzstoffe hergestellt und sind von Natur aus laktosefrei.

Senf-Likör von BORN

Kräftige Rote Beete trifft auf milde Kokosmilch und süße Birne: Die vegane Cremesuppe schmeckt sehr intensiv, ist extracremig und hat einen hohen Gemüseanteil. Sie ist ein echter Sattmacher für die Mittagspause und ein köstliches comfort food nach einem kalten Wintertag.

Miniatur von Aromatique

Der traditionelle Gewürz-Bitter wird seit über 140 Jahren nach einer streng gehüteten Originalrezeptur hergestellt – ohne fertige Essenzen oder künstliche Aromastoffe.

Schneekopfsalami von Naturfleisch Oberweißbach

Hochwertige Rohstoffe in besonderer Verpackung, gewidmet dem zweithöchsten Berg Thüringens: dem 978 Meter hohen Schneekopf. Ein Teil des Gewinns geht passenderweise an den Schneekopf-Verein.

Flaschenöffner von der Vereinsbrauerei Apolda

Der Flaschenöffner aus Holz hat das Wichtigste eingraviert: Apoldaer auf der Vorderseite und Dein Heimatbier auf der Rückseite. Damit wird das Öffnen Deines Lieblingsbieres jedes Mal zu einem besonderen Erlebnis.

Harzer Grün von Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei

Der milde Kräuter-Halbbitter-Likör erhält durch einen Hauch Citrus seine besonders wohlschmeckende Note und sein leuchtendes Grün macht ihn einmalig!

Pfefferbeißer von Die Thüringer

Die Rohwurst im zarten Saitling schmeckt pfeffrig, würzig und ist vielseitig einsetzbar. Wir genießen sie am liebsten einfach pur auf die Hand 😉

Honig Rosmarin Creme von Nabio

Die milde Süße von Honig trifft auf das mediterrane Aroma von Rosmarin, während die Cashews für eine cremige Textur sorgen. Noch dazu ist der Aufstrich 100 % Bio.

Lachsschinken von Thüringer Landstolz

Lachsschinken wird aus dem mageren Lachsstück regionaler Schweine hergestellt. Der Lachsschinken von Thüringer Landstolz hat ein leichtes Raucharoma und eine würzige Hülle. Wir essen ihn dünn aufgeschnitten besonders gern pur.

Skatkarten von der Vereinsbrauerei Apolda

Die Apoldaer Edition versprüht den unverkennbaren Charme von Apolda und sorgt für stundenlangen Spielspaß mit Freunden und Familie. Ein Must-have für alle Skatliebhaber!

Eichsfelder Runde von Die Thüringer

Die typische Wurstspezialität aus dem Eichsfeld wird nach traditionellen Rezepten und Methoden hergestellt.

Kategorie: Produktvorstellung, Weihnachten

13. November 2025 by Elisa Gelmroth

Eine Spirituose, einen kohlensäurehaltigen Filler, Eiswürfel und ein hohes Glas: Fertig ist ein klassischer Highball! Die bekanntesten ihrer Art sind vermutlich Gin Tonic, Cuba Libre, Whisky Soda und Moscow Mule. Höchste Zeit, dass sich auch der Pfeffi in einen Highball verwandelt: Mit Pfeffi und Echter Nordhäuser Korn als Spirituosen, Mineralwasser von Thüringer Waldquell und Eiswürfeln in einem hohen Glas haben wir schon die perfekte Grundstruktur für einen Highball. Der Zitronensaft, Zuckersirup und Balsamico-Essig machen ihn noch etwas komplexer. Klingt verlockend, oder?

Wie ein DDR-Likör zum trendigen Kult-Getränk wurde

Es ist kurz nach Mitternacht. Die Tanzfläche im Club ist voll, die Stimmung gut. An der Bar bestellen die feiernden Menschen reihenweise kleine Gläser mit einer strahlend grünen Flüssigkeit: eiskalte Pfeffi-Shots.
Was als Pfefferminzlikör aus Nordhausen begann, hat mittlerweile auch den Weg in den Westen gefunden und ist zu einem Trendgetränk in Clubs, Bars, auf Partys und Festivals geworden. Ob in Berlin, München, Erfurt oder Hamburg: Wo gefeiert wird, ist Pfeffi nicht weit. Aber wie wurde aus dem ostalgischen DDR-Likör ein bundesweiter Kult-Drink?

zum Portrait
  • Zubereitung: 10 Min
  • Für 1 Personen
Zutaten für den Cocktail:
  • 2 cl frisch gepresster Zitronensaft
  • 4 cl Pfeffi
  • 2 cl Echter Nordhäuser Korn
  • 2 cl Zuckersirup

 

  • 0,5 cl weißer Balsamico-Essig
  • 8 cl Mineralwasser (medium) von Thüringer Waldquell
  • Eiswürfel
  • 1 Minzzweig oder Zitronenscheibe

Zubereitung

Seihe den Zitronensaft durch einen Kaffeefilter in einen mit einigen Eiswürfeln gefüllten Shaker ab. Gib Pfeffi, Korn, Zuckersirup und Balsamico-Essig dazu und rühre sanft um, bis der Drink gut gekühlt ist. Seihe ihn dann in ein gekühltes Glas auf Eiswürfel ab und fülle das Glas mit Mineralwasser von Thüringer Waldquell auf.

Garniere den Cocktail mit einem Minzzweig oder einer halben Zitronenscheibe.

Thüringer Korn

Frisches Gebirgswasser und fruchtbare Getreide-Anbaugebiete: Nordhausen ist wie dafür gemacht, um die Wiege des Kornbrands zu sein. Seit mehr als 500 Jahren wird im Südharz Korn gebrannt – so lang wie nirgendwo sonst. Von den einst rund 100 Brennereien in Nordhausen gibt es kaum noch welche, doch allen voran meistert vor allem die Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei den Spagat zwischen dem Bewahren alter Traditionen und gelungenen Innovationen.

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Kategorie: Rezept, Trinken

10. November 2025 by Elisa Gelmroth

Pfefferminzlikör war schon in den goldenen 1920er Jahren enorm beliebt, vor allem in Berlin. Die frische, süße Note passte perfekt zum Lebensgefühl der Zeit. Doch es dauerte bis nach dem Zweiten Weltkrieg, bis Pfeffi im Jahr 1952 das erste Mal in Nordhausen produziert wurde. Der giftgrüne Pfefferminzlikör entwickelte sich zu DDR-Zeiten schnell zu einer der beliebtesten Spirituosen. Ein Gläschen Schnaps gehörte im Osten zu vielen Gelegenheiten dazu und an Pfeffi mangelte es nie. Der grüne Likör war (und ist bis heute) günstig, überall verfügbar und schmeckte zu jedem Anlass.

Nach der Wende blieb Pfeffi zunächst noch ein ostdeutsches Phänomen. Während er im Osten weiterhin auf Familienfeiern, in Kneipen und bei Freunden getrunken wurde, kannte ihn im Westen kaum jemand. Das änderte sich erst im Laufe der Jahre, als allmählich immer mehr Studierende aus dem Westen zum Studieren in den Osten kamen. Dort lernten sie Pfeffi kennen und brachten den Likör als Mitbringsel mit zurück in den Westen.

Pfeffi hat einen Alkoholgehalt von 18 % und besteht aus Wasser, reinem Alkohol, Zucker, Farbstoff sowie Pfefferminz-Extrakt. Dieser wird aus dem Öl der Pflanze hergestellt und ist von Natur aus farblos. Die charakteristische grüne Farbe kommt deshalb vom Farbstoff.

Firmengebäude von Nordbrand Nordhausen

Gute Tropfen aus Nordhausen

Pfeffi wird bis heute in Nordhausen von Nordbrand Nordhausen produziert. Das Unternehmen ist seit dem 16. Jahrhundert für seinen Branntwein und Korn bekannt und heute der mengenmäßig größte und wichtigste deutsche Spirituosenanbieter. Neben Pfeffi gehören auch Marken wie Echter Nordhäuser, Chantré und Fläminger Jagd zu Nordbrand Nordhausen.

zum Portrait

Dann kam das Jahr 2014 und damit das entscheidende Jahr für den Pfeffi-Boom. Plötzlich stand Pfeffi auch in westdeutschen Clubs hinter der Bar – und der ostalgische Kultlikör wurde zum bundesweiten Trendgetränk. Keine andere hochprozentige Getränkesorte hat in den letzten Jahren solche Zuwachsraten wie Pfeffi erlebt: Zwischen 2005 und 2020 hat sich der Absatz versiebenfacht! Und im Westen werden mittlerweile fast 60-mal so viele Flaschen verkauft wie noch vor 20 Jahren.

Pfeffi ist heute beliebter als je zuvor und mittlerweile der bekannteste und beliebteste Pfefferminzlikör Deutschlands – nicht zuletzt, weil jeden Sommer ein Bus mit Pfeffi und Pfeffi-Slush durch das ganze Land tourt und Halt auf zahlreichen Festivals macht.

Erhältlich ist Pfeffi in acht verschiedenen Größen: von der gängigen 0,7-Liter-Flasche über winzige 20-Milliliter-Fläschchen bis hin zu 3-Liter-Flaschen. Außerdem gibt es immer wieder neue Sondereditionen. Ganz neu ist die Pfeffi Mystery Edition mit Wimmelbildsuche auf dem Etikett. Und wer auf der Suche nach einer ausgefallenen Geschenkidee ist, kann auf der Pfeffi-Website mit dem Etiketten-Generator sein eigenes Etikett gestalten, ausdrucken und über das ursprüngliche Etikett auf die Pfeffi-Flasche kleben.

Pfeffi Highball mit spritzigen Zitrusnoten

Dieser Cocktail ist erfrischend wie ein Mojito und elegant wie ein Martini. Moderne Barkultur trifft in diesem Glas auf echte Ost-Klassiker: Pfeffi und Korn aus Nordhausen. Im Sommer schmeckt er spritzig und kühlend, im Winter nobel, frisch und festlich. Kurz: Der Drink überzeugt immer und jeden. Cheers!

zum Rezept

Kategorie: Firmenportrait, Nordthüringen, Tradition

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