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  • vertraut
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Beitrag

26. Mai 2026 by Elisa Gelmroth

Für die Kräuter-Brösel auf dem Spargel kannst Du Semmelbrösel nehmen, wir greifen aber auch sehr gerne zu Filinchen. Das Thüringer Knäckebrot gibt dem Spargel fein zerbröselt und in Margarine goldbraun geröstet eine nussige Note und mehr Biss. Die Brösel werden dann mit Petersilie und Schnittlauch vermischt und zusammen mit dem gegarten Spargel kurz gegrillt, bis sie leicht knusprig sind.

Der Kartoffelbrei bekommt seine grüne Farbe von Blattspinat, Petersilie, Schnittlauch und Dill. Kräuter landen auch im Leinöl: Das Leinöl von der Erfurter Ölmühle wird mit geschmolzener Sanna-Margarine von OTHÜNA und frischen Kräutern vermischt und erst ganz am Ende über das fertige Gericht geträufelt.

Der Lachs wird mit einer dünnen Panade aus mittelscharfem BORN-Senf, Honig und grobem Pfeffer eingestrichen. Beim Braten karamellisiert die Panade, während der Fisch innen saftig bleibt. Zusammen mit dem Kräuterstampf und der Zitronen-Senf-Sauce ist das eine Offenbarung für die Geschmacksknospen! Die Sauce ist leichter als Hollandaise und erfrischend genug, um alle Komponenten dieses Restaurant-reifen Gerichts zusammenzubringen, ohne den Geschmack zu dominieren. Einfach nur lecker!

Spargel hat jetzt Saison

Der Startschuss für die Spargel-Saison ist gefallen. Ab jetzt heißt es: Nichts wie ran an die Stangen – denn die Saison ist nur kurz! Bis zum Johannistag am 24. Juni gilt nun die Bauernregel Bis Johanni nicht vergessen, sieben Wochen Spargel essen. Wie der Rhabarber braucht nämlich auch der Spargel danach viel Zeit, um sich zu regenerieren.

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  • Zubereitung: 45 Min
  • Für 4 Personen
Für den Kräuterstampf:
  • 600 g mehligkochende Kartoffeln
  • 80 g frischer Blattspinat
  • 2 EL gehackte Petersilie
  • 1 EL Schnittlauch
  • 1 EL Dill
  • 2 EL Sanna-Margarine von OTHÜNA
  • ca. 80 ml warme Vollmilch
  • Salz
  • frisch geriebene Muskatnuss
Für den Lachs:
  • 2 Lachsfilets mit Haut (je ca. 150–180 g)
  • Salz
  • 1 TL mittelscharfer BORN-Senf
  • ½ TL Honig
  • 1 TL grob geschroteter schwarzer Pfeffer
  • 1 TL Sanna-Margarine von OTHÜNA
Für den Spargel:
  • 500 g weißer Spargel
  • 3 Filinchen oder 50 g Semmelbrösel
  • 1 EL Sanna-Margarine von OTHÜNA
  • 1 EL fein gehackte Petersilie
  • 1 EL fein gehackter Schnittlauch
  • 1 TL Zucker
  • Salz
Für das Kräuter-Öl:
  • 1 EL Sanna-Margarine von OTHÜNA
  • 1 EL Leinöl von der Erfurter Ölmühle
  • 1 TL fein gehackter Dill
  • 1 TL fein gehackte Petersilie
Für die Zitronen-Senf-Sauce:
  • 1 kleine Schalotte
  • 1 TL Sanna-Margarine von OTHÜNA
  • 100 ml Gemüsebrühe
  • 100 ml Sahne
  • 1 TL mittelscharfer BORN-Senf
  • 1–2 TL Zitronensaft
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung

Zuerst bereitest Du die Zutaten vor. Hacke dafür alle Kräuter fein und lege die Anteile für den Spargel, den Kartoffelbrei und das Kräuter-Leinöl getrennt beiseite. Schneide die holzigen Enden von 500 g weißem Spargel ab und schäle ihn. Schäle 600 g Kartoffeln und würfle sie. Schneide eine kleine Schalotte in feine Würfel.

Tupfe die Lachsfilets trocken und salze sie leicht. Für die Panade verrührst Du 1 TL Senf und ½ TL Honig, bestreichst die Filet-Seite ohne Haut dünn damit und bedeckst sie mit 1 TL grob gemahlenem Pfeffer. Stelle den Lachs erstmal beiseite.

Zerbrösle 3 Filinchen-Scheiben fein. Schmelze 1 EL Margarine in einer Pfanne und röste die Brösel darin goldbraun. Hebe zum Schluss 1 EL Petersilie und 1 EL Schnittlauch kurz unter und stelle die Brösel dann beiseite.

Schmelze für das Kräuter-Leinöl 1 EL Margarine. Gib dann 1 EL Leinöl, 1 TL Dill und 1 TL Petersilie dazu. Verrühre das Öl und stelle es beiseite.

Nun bringst Du einen großen Topf mit Wasser, 1 TL Zucker und etwas Salz zum Kochen und garst darin den Spargel je nach Dicke etwa 10–14 Minuten. Parallel kochst Du in einem zweiten Topf die Kartoffeln in Salzwasser weich. Gib in den letzten 1–2 Minuten 80 g Blattspinat dazu. Nimm dann den Spargel, die Kartoffeln und den Spinat aus dem Wasser und lasse alles kurz abtropfen.

Schmelze für die Zitronen-Senf-Sauce 1 TL Margarine und schwitze die Schalotte darin glasig an. Lösche die Schalotte mit 100 ml Gemüsebrühe ab und lasse sie kurz einkochen. Dann rührst Du 100 ml Sahne, 1 TL Senf und 1–2 TL Zitronensaft ein und lässt die Sauce einige Minuten cremig einkochen. Schmecke sie zum Schluss mit Salz und etwas Pfeffer ab. Halte sie auf niedrigster Stufe warm.

Erhitze für den Lachs 1 TL Margarine in einer Pfanne und brate den Lachs zuerst auf der Hautseite etwa 4 Minuten knusprig. Wende ihn dann sehr vorsichtig und gare ihn auf der Pfefferseite nur noch 1–2 Minuten fertig.

Lege den Spargel in eine kleine Auflaufform, bestreue ihn mit den Bröseln und grille ihn unter dem Backofengrill oder bei 220 °C Oberhitze etwa 2–3 Minuten goldbraun.

Stampfe Kartoffeln und Spinat grob. Rühre 2 EL Margarine und etwa 80 ml warme Milch unter, gib Petersilie, Schnittlauch und Dill dazu und schmecke alles mit Salz und Muskat ab. Für ein feineres Ergebnis kannst Du den Brei auch kurz mit dem Pürierstab pürieren.

Nun geht es ans Anrichten! Dafür gibst Du zuerst den Frühlingskräuter-Stampf auf die Teller. Richte den gratinierten Spargel daneben an und setze den Lachs auf beides. Verteile die Zitronen-Senf-Sauce rundherum und gib zum Schluss einige Tropfen Kräuter-Leinöl über das Gericht. Wenn Du möchtest, kannst Du den Fisch noch mit etwas frischem Dill garnieren.

Unsere Rezepte mit Spargel

Schüssel, gefüllt mit Spinat, Kartoffeln, Pilzen, Spargel und einem Spiegelei
Frühlingsbowl
Spargel-Duett mit smashed potatoes
Weißer Spargel mit Kartoffeln

Kategorie: Kochen, Rezept, Saisonales

18. Mai 2026 by Elisa Gelmroth

Linsen wurden schon vor 9.000 Jahren im Iran angebaut und waren ein Grundnahrungsmittel im Alten Ägypten. Seit jeher sind sie wichtiger Eiweißlieferant – vor allem für ärmere Bevölkerungsschichten. Heute werden sie vor allem in Indien, aber auch in Kanada, Australien und der Türkei angebaut. Die Ernte ist aufwendig: In jeder Schote stecken nur zwei Linsen und die Pflanzen brauchen andere Gewächse als Stütze. Trotzdem lohnt es sich, denn Linsen haben die höchste Nährstoffdichte von allen Hülsenfrüchten!

Für unseren Thüringer Linseneintopf greifen wir am liebsten zu Schinkenspeck von Thüringer Landstolz und der Bockwurst von der Erfurter Fleischerei Zitzmann. Der Kräuter-Essig von BORN darf beim Abschmecken am Ende auf keinen Fall fehlen!

Falls Du lieber auf Fleisch verzichten möchtest, findest Du mit dem Linseneintopf von Nabio eine bio-vegane Alternative, die trotzdem wie selbstgekocht schmeckt. Der Eintopf steckt voller Gemüse und anderer guter, schonend verarbeiteter Zutaten wie Kartoffeln, Möhren, Sellerie, Petersilie, Kurkuma, Knoblauch und Muskatnuss.

Wie Bohnen, Linsen & Co. unsere Ernährung verändern

Bohnen, Erbsen, Linsen – was heute als vegane Proteinbombe gefeiert wird, war schon in der Steinzeit hoch im Kurs. Hülsenfrüchte gehören zu den ältesten Kulturpflanzen überhaupt und bildeten in der Antike sogar eines der wichtigsten Standbeine der Landwirtschaft. Später galten sie als Arme-Leute-Essen, doch mittlerweile feiern sie ihr Comeback als Klimaretter, pflanzliche Eiweißquelle und kulinarisches Multitalent der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

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  • Zubereitung: 60 Min
  • Für 4 Personen
Zutaten für den Eintopf:
  • 250 g Tellerlinsen
  • 1 Zwiebel
  • 150 g Schinkenspeck von Thüringer Landstolz
  • 1 Bund Suppengrün (Möhre, Knollensellerie, Lauch, Petersilie)
  • 1 l Gemüsebrühe
  • ½ EL gerebelter Majoran

 

  • 2 Lorbeerblätter
  • 350 g Kartoffeln
  • 150 g Bockwurst von der Fleischerei Zitzmann
  • Salz, Pfeffer
  • 1 EL Kräuter-Essig von BORN
  • ½ TL Zucker

Zubereitung

Weiche die Tellerlinsen 6 Stunden in der dreifachen Menge Wasser ein. Schütte das Einweichwasser danach weg und spüle die Linsen in einem Sieb ab.

Schneide eine geschälte Zwiebel und den Speck in kleine Würfel. Lasse den Speck in einem großen Topf aus und brate die Zwiebel kurz mit an, bis sie glasig wird.

Schäle die Möhre und den Knollensellerie. Schneide beides in grobe Würfel und den Lauch in Ringe.

Gieße die Brühe zu dem Speck und der Zwiebel vorsichtig mit in den Topf und bring sie zum Kochen. Gib Linsen, Möhre, Lauch, Majoran und Lorbeerblätter hinzu und lasse alles etwa 20 Minuten sanft köcheln.

Schäle währenddessen die Kartoffeln und würfle sie grob. Gib sie mit in den Topf und lasse den Eintopf weitere 10 bis 20 Minuten garen, bis die Kartoffeln gar sind.

Schneide die Bockwurst in Stücke. Gib sie mit in den Topf und koche den Eintopf ein letztes Mal auf. Jetzt schmeckst Du ihn mit Salz, Pfeffer, Essig und Zucker ab.

Entferne die Lorbeerblätter und serviere den Linseneintopf mit etwas frisch gehackter Petersilie.

Die Essenz deutscher Suppenkultur

Eine gute Suppe schmeckt etwas süß, ein klein wenig scharf und auf jeden Fall sehr würzig. Dafür sorgen Möhren, Lauch, Knollensellerie und Petersilie. Diese vier Komponenten ergeben zusammen eine perfekte Grundwürze und gelten als unverzichtbare Geschmacksträger für aromatische Suppen und Eintöpfe, aber auch als Beilage für andere Gerichte.

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Kategorie: Kochen, Lebensmittel, Rezept

11. Mai 2026 by Elisa Gelmroth

Vom Acker auf den Teller

Was Hülsenfrüchte so besonders macht, zeigt sich schon beim Anbau. Sie haben an ihren Wurzeln kleine Knöllchenbakterien, die Stickstoff aus der Luft binden. Dadurch brauchen die Pflanzen keinen Dünger und sammeln sogar mehr Stickstoff, als sie selbst verbrauchen. Der Rest bleibt im Boden gespeichert und versorgt dort später wachsende Pflanzen wie Getreide. Hülsenfrüchte leisten damit einen wichtigen Beitrag für die Bodenfruchtbarkeit, Biodiversität und den Klimaschutz. Außerdem erzielen sie hohe Erträge selbst auf kleinen Flächen und kargen Böden – und könnten entscheidend dazu beitragen, den Verbrauch tierischer Produkte zu senken.

Pro Jahr werden bisher weltweit rund 150 Millionen Tonnen Hülsenfrüchte geerntet – Tendenz steigend. In Deutschland wachsen Hülsenfrüchte bisher nur auf 1,5 % der Ackerfläche. Etwa 90 % der hier verarbeiteten Hülsenfrüchte werden importiert. Das soll sich jedoch ändern: Die Deutsche Eiweißpflanzen-Strategie fördert den Anbau von Sojabohnen, Erbsen, Ackerbohnen und Lupinen in Deutschland und Europa. Bis 2030 soll die Anbaufläche von Hülsenfrüchten in Deutschland auf 10 % der gesamten Ackerfläche steigen.

Die Ernte von frischen Bohnen oder Erbsen läuft mit vollautomatischen Erntefahrzeugen. Danach werden sie im Betrieb sofort gewaschen, sortiert und verpackt – das dauert keine 24 Stunden! Tiefkühlgemüse wird nach der Ernte noch blanchiert (zerstört Keime, schont Vitamine und bewahrt die Farbe) und schockgefrostet (Zellwände bleiben intakt und Nährstoffe erhalten).

Kleine Kraftpakete

Hülsenfrüchte machen schnell und lange satt – kein Wunder bei einem Proteingehalt von 17 bis 38 %, der ohne Probleme an den von Fleisch heranreicht. Gerade für vegetarische und vegane Ernährung sind sie deshalb unverzichtbar. Dazu kommen jede Menge Mineralstoffe, Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe und Ballaststoffe. Sie wirken cholesterinsenkend und sollen vorbeugend gegen Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes helfen. Deshalb wird empfohlen, mindestens ein bis zwei Mal pro Woche Hülsenfrüchte zu essen. In Deutschland essen wir bisher pro Person aber nur etwa ein Kilo Hülsenfrüchte im Jahr! Und dass, obwohl sie kombiniert mit Getreide wie Mais, Reis oder Pasta sogar eine besonders hohe biologische Wertigkeit erreichen.

Die Familie der im Fachjargon genannten Leguminosen ist riesig: Bis zu 20.000 Sorten gibt es weltweit, die meisten davon sind essbar. Zu den Hülsenfrüchten zählen nicht nur Bohnen und Erbsen, sondern auch Linsen, Kichererbsen, Lupinen, Wicken – und sogar Erdnüsse! Die haben zwar die „Nuss“ im Namen, dürfen sich aber trotzdem zu den Hülsenfrüchten zählen, weil echte Nüsse nur einen einzelnen Samen haben. Die Erdnuss kommt dagegen mit zwei bis vier Samen daher.

Ein Grund, warum einige doch lieber auf Hülsenfrüchte verzichten: Blähungen. Hülsenfrüchte enthalten unverdauliche Kohlenhydrate, die Darmbeschwerden auslösen können. Aber keine Sorge: Je mehr die Hülsenfrüchte verarbeitet werden – durch Kochen, Einweichen, Zerkleinern etc. –, desto weniger lösen sie Blähungen aus. Außerdem hilft es, getrocknete Hülsenfrüchte vor dem Kochen mindestens acht Stunden (besser zwölf, aber nicht mehr als 18 Stunden) einzuweichen. Längere Einweichzeiten erhöhen die Enzymaktivität, beginnen die Keimung und sorgen so für bessere Bekömmlichkeit. Außerdem nimmt das Einweichwasser bereits einige Stoffe auf, die zu Blähungen führen können. Gieße es deswegen nach der Einweichzeit weg und verwende es nicht zum Kochen der Hülsenfrüchte. Beim Kochen machen Gewürze wie Kümmel, Fenchel, Koriander, Majoran, Bohnenkraut und Rosmarin Hülsenfrüchte noch bekömmlicher.

Ein Speiseplan für die ganze Welt

Wie können wir uns in 30 Jahren ernähren, ohne den Planeten an seine Grenzen zu bringen? Eine internationale Kommission möchte die Ernährung weltweit dahingehend ändern, dass alle satt werden und gleichzeitig die Erde nicht über ihre Grenzen ausgebeutet wird. Die Lösung dafür soll die von der Kommission entwickelte Planetary Health Diet sein.

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Mehr als nur eine Beilage

Hülsenfrüchte können auf verschiedenste Arten verarbeitet werden. Für Konserven werden Hülsenfrüchte nach der Ernte gewaschen, blanchiert und zusammen mit Flüssigkeit in Dosen oder Gläser abgefüllt. Anschließend werden die Konserven luftdicht verschlossen, sterilisiert und schnell abgekühlt.

Für Trocken-Hülsenfrüchte werden die vollreifen, trockenen Samen mit dem Mähdrescher geerntet, der die Samen direkt vom Kraut trennt. Danach geht es gegebenenfalls weiter in Silos oder Wärmeschränke zum Nachtrocknen, denn Hülsenfrüchte dürfen nicht mehr als 16 % Restfeuchte enthalten, sonst werden sie muffig oder schimmeln. Anschließend folgt die vollautomatische Reinigung, Sortierung, gegebenenfalls das Schälen und Schutz vor Schädlingen mit Gas oder Hochdruck.

Aus Hülsenfrüchten entstehen aber längst nicht nur Dosen- oder Trockenware. Aus Sojabohnen wird zum Beispiel Tofu hergestellt. Dafür werden die Sojabohnen eingeweicht, gemahlen, aufgekocht und abgesiebt. Dann wird die Flüssigkeit mit einem Gerinnungsmittel gepresst, zu Blöcken geschnitten und gegebenenfalls über Buchenholzspänen geräuchert. Der Presskuchen, der bei der Herstellung von Sojaöl übrig bleibt, wird wiederum zu Sojamehl – die Basis für Sojaschnetzel oder -granulat. Und Tempeh entsteht, indem gekochte Sojabohnen mit Pilzkulturen geimpft und fermentiert werden. Die entstandene feste Masse wird zum Schluss pasteurisiert und getrocknet.

Die Geschichte der Konservendose

Die Konservendose hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich: Aus der Trendverpackung der 50er Jahre, die dank Ölsardinen, Dosenananas und Corned Beef jeden bürgerlichen Abendbrottisch zierte, wurde ein Ladenhüter – bis Corona kam.
Doch wie kam es eigentlich zu ihrer Erfindung? Am 25. August 1810 erhielt der britische Geschäftsmann Peter Durand das Patent für die Konserve. Dem vorausgegangen waren Plünderungen, 12.000 Goldfrancs und ein Pariser Zuckerbäcker.

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Die Geschichte der Konservendose

Auch Fleisch-, Wurst-, Käse-, Fisch- und Eieralternativen basieren oft auf isoliertem Eiweiß aus Hülsenfrüchten. Gemüsesaft sorgt dabei für die Farbe, während Pflanzenöl, Hefeextrakt, Bindemittel, Gewürze und Aromen für Textur und Geschmack sorgen. Für Milchalternativen werden Hülsenfrüchte eingeweicht, zerkleinert, filtriert und ultrahocherhitzt. Mit Milchsäurebakterien und Wärme entsteht daraus sogar pflanzlicher Joghurt. Nudeln und Reis werden stattdessen aus Mehl aus Hülsenfrüchten hergestellt, das mit Wasser zu Teig verarbeitet, geformt und getrocknet wird. Die Hülsenfrucht-Nudeln oder der Reis daraus dürfen nur schwach köcheln und werden schneller weich als Pasta aus Hartweizen. Mittlerweile gibt es sogar Chips und Snacks auf Basis von Hülsenfrucht-Mehl, die teils sogar weniger fettig sind als normale Kartoffelchips.

Thüringer Projekte arbeiten bereits an Futtermitteln aus einheimischen Hülsenfrüchten als Ersatz für Import-Soja sowie an Fleischersatzprodukten aus regionalen Hülsenfrüchten.

Hülsenfrüchte richtig zubereiten

Getrocknete Erbsen, ungeschälte Tellerlinsen, Kichererbsen und Bohnen sollten vor dem Kochen mindestens acht Stunden in der dreifachen Menge Wasser einweichen. Danach gießt Du sie durch ein Sieb und spülst sie unter fließendem Wasser gründlich ab. Linsen und geschälte Erbsen brauchst Du in der Regel nicht einweichen, denn sie kochen sehr schnell.

Hülsenfrüchte dürfen nur gekocht gegessen werden (Zuckererbsen und Erdnüsse ausgenommen)! Die natürlichen Schutzstoffe der Pflanze werden durch die Hitze zerstört, könnten sonst aber die Darmzellen angreifen. Beim Kochen von Hülsenfrüchten werden Proteine ins Wasser abgegeben, was zu einer ziemlich starken Schaumbildung führen kann. Hülsenfrüchte können dadurch schnell überkochen, behalte sie deshalb gerade am Anfang der Kochzeit gut im Blick. Mit etwas Natron im Kochwasser werden die Hülsenfrüchte schneller weich – ideal für Suppen oder Pürees. Säure wie Essig oder Zitronensaft sorgt hingegen dafür, dass sie fester bleiben – perfekt, wenn die Hülsenfrüchte noch Biss haben sollen.

Gekochte Hülsenfrüchte kannst Du problemlos einfrieren, sobald sie abgekühlt sind. Im Gefrierschrank halten sie sich bis zu zwei Monate. Danach können sie allerdings eine weichere Textur haben.

Bohnen im Glas, aber in süß!

Vegane Aufstriche sind mittlerweile keine Neuheit mehr, doch Nabio hebt sie immer wieder auf ein neues Level: Die vier süßen Bohnen-Aufstriche sind ein gesunder Ersatz für die klassischen, oft überzuckerten und fettigen Brotaufstriche – und können vor allem so viel mehr, als nur auf einer Scheibe Brot zu landen!

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Hülsenfrüchte im Portrait

Linsen

Linsen wurden schon vor 9.000 Jahren im Iran angebaut und waren ein Grundnahrungsmittel im Alten Ägypten. Seit jeher sind sie wichtiger Eiweißlieferant – vor allem für ärmere Bevölkerungsschichten. Heute werden sie vor allem in Indien, aber auch in Kanada, Australien und der Türkei angebaut. Die Ernte ist aufwendig: In jeder Schote stecken nur zwei Linsen und die Pflanzen brauchen andere Gewächse als Stütze. Trotzdem lohnt es sich, denn Linsen haben die höchste Nährstoffdichte von allen Hülsenfrüchten!

  • Rote Linsen sind meist bereits geschält, leichter verdaulich und garen schnell. Sie eignen sich gut für sämige Suppen, Pürees, Brotaufstriche oder Bratlinge.
  • Gelbe Linsen ähneln roten Linsen sehr stark, schmecken aber weniger mehlig und nehmen Gewürze etwas besser auf.
  • Berglinsen sind rund, grün-braun und schmecken würzig. Je nach Kochzeit behalten sie ihre Konsistenz oder zerfallen etwas – kürzer gekocht passen sie zu Linsensalat oder vegetarischer Bolognese, länger gekocht zu Linsensuppe.
  • Belugalinsen sind schwarz, rund, glänzend und bleiben nach dem Kochen fest. Perfekt für Salate oder als Beilage! Sie schmecken ein wenig wie Maronen und sind nach Beluga-Kaviar benannt.
  • Puy-Linsen sind eine edle Sorte aus Frankreich. Sie schmecken nussig, sind nach dem Kochen leicht bissfest und haben eine sehr dünne Hülle – schön in feinen Linsensalaten.
  • Braune Linsen (auch Tellerlinsen genannt) sind die typische Zutat für Linsensuppe oder Püree. Einweichen über Nacht verkürzt die Kochzeit und macht sie bekömmlicher. Beim Kochen platzt die harte Schale auf und das Gericht wird schön sämig.

Bohnen

Bohnen wurden schon 4000 v. Chr. in den Anden angebaut. Die Sortenvielfalt ist riesig – es gibt sie in verschiedensten Größen, Farben und Geschmacksrichtungen. In Deutschland werden vor allem frische Gartenbohnen geerntet, deutlich seltener Kernbohnen. Diese eignen sich getrocknet sehr gut für Suppen, Eintöpfe und Pürees.

  • Weiße Bohnen haben eine dünne Schale, einen hohen Stärkegehalt, kochen weich und mehlig und schmecken leicht süßlich.
  • Kidneybohnen haben eine kräftige rote Schale, einen mehligen Kern und einen relativ süßen Geschmack – perfekt für Salate oder scharfe Gerichte wie Chili con Carne.
  • Grüne Bohnen werden mitsamt Hülse als Ganzes verwendet, besonders früh geerntete heißen Prinzessbohnen.
  • Schnittbohnen haben flache Hülsen und große Samen – sie machen vor allem als Gemüsebeilage oder im Eintopf eine gute Figur.
  • Puffbohnen (auch Ackerbohnen genannt) sind große, blassgrüne Samenkerne in einer dicken Hülse.

Erfurter Puffbohnen

Im Mittelalter war sie eine der wichtigsten pflanzlichen Eiweißquellen, geriet dann hierzulande fast in Vergessenheit und wird heute als heiße Kandidatin für eine Soja-Alternative gehandelt: Die Rede ist von der Bohne mit den vielen Namen. Egal, ob Du sie Puffbohne, Ackerbohne, Fababohne oder Dicke Bohne nennst: Kaum ein anderes Gemüse enthält – neben allerhand Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen – so viel Protein wie sie!

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Sojabohnen

Sojabohnen stammen aus China und wurden erst vor rund 200 Jahren außerhalb Asiens bekannt. Heute sind sie die meist angebaute Bohne weltweit, zwei Drittel aller Sojabohnen wachsen allein in den USA und Brasilien. In Brasilien werden große Regenwaldflächen abgeholzt, um dort Sojabohnen vor allem für Tierfutter anzubauen. Sojabohnen für Lebensmittel werden immer mehr auch in Europa angebaut. Da sie viel Wärme zum Wachsen brauchen, können sie erst seit kurzem in Deutschland angebaut werden – Grund ist der Klimawandel und neue kälteresistente Sorten.

Mit einem Eiweißgehalt von etwa 37 % sind Sojabohnen echte Proteinbomben! Besonders lecker: frische, unreife, grüne Sojabohnen. Sie werden Edamame genannt und können nach kurzem Blanchieren bereits gegessen werden.

Erbsen

Erbsen sind gelb oder grün und werden oft frisch (unreif) geerntet und oft in der Hülse verkauft. Ausgereifte Erbsen werden hingegen getrocknet und ohne Hülse verkauft. Je größer Erbsen sind, desto mehr Stärke enthalten sie.

  • Palerbsen werden ohne Hülse gegessen und schmecken durch den hohen Stärkeanteil mehlig.
  • Markerbsen werden ebenfalls ohne Hülse gegessen, sind aber nicht so rund wie Palerbsen und schmecken leicht süßlich.
  • Zuckererbsen werden mitsamt der Hülse gegessen, haben einen relativ hohen Zuckergehalt und schmecken leicht süßlich.

Süßlupinen

Süßlupinen wachsen vor allem in Australien. Schon in der Antike wurden sie als Futterpflanze und Gründünger angebaut. Heute sind sie abseits der Nutzung als Tierfutter noch ziemlich unbekannt, aber es gibt bereits Brotaufstriche, Milch- sowie Fleischersatzprodukte und Kaffeeersatz aus Lupinen, denn sie vereinen das Beste aller Hülsenfrüchte in sich: Lupinen haben einen sehr hohen Eiweißgehalt, ihr Fettgehalt ist geringer als der von Sojabohnen, sie haben sehr viele Ballaststoffe und einen ziemlich geringen Puringehalt. Außerdem ist Lupinenprotein geschmacksneutral und kann vielfältiger eingesetzt werden als zum Beispiel Soja-Eiweiß. Auch deshalb sind Lupinen sehr beliebt als Bestandteil glutenfreier Produkte. Traditionell werden die Samen übrigens gewässert und dann eingelegt als Snack gegessen.

In Mitteleuropa wachsen vor allem gelbe, blaue und weiße Lupinen. Sie unterscheiden sich hinsichtlich Standortanspruch, Inhaltsstoffe und Verwertungsmöglichkeiten.

Kichererbse: wärmeliebende Hülsenfrucht mit viel Potenzial

Sie schmecken leicht nussig, gehören zu den ältesten Nutzpflanzen der Welt, wurden schon von Hildegard von Bingen als Heilpflanze angepriesen und mögen es nicht nur warm, sondern auch trocken: Kichererbsen sind die Pflanzen der Zukunft!

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Kategorie: Rohstoffe

4. Mai 2026 by Elisa Gelmroth

So gelingt die perfekte Schaumkrone

Fangen wir mit dem Wichtigsten an: dem Eingießen des Bieres in ein Glas. Denn damit eine perfekte Schaumkrone entsteht – als ideal gilt eine Höhe von 2 cm –, gibt es tatsächlich mehr zu beachten, als man denkt.

Direkt vorweg: Damit die Schaumkrone überhaupt gelingt, braucht es ein wirklich sauberes Glas. Schmutzreste, Fett oder Fusseln vom Geschirrtuch können die Schaumbildung komplett ruinieren. Am besten reinigst Du das Glas vorab gründlich und lässt es an der Luft trocknen. Übrigens: Je schmaler die Öffnung des Bierglases ist, desto stabiler wird der Bierschaum.

Zum Eingießen hältst Du das Glas in einem Winkel von etwa 45 Grad und lässt das Bier langsam an der Innenwand entlangfließen. Wenn das Glas fast vollständig gefüllt ist, neigst Du es langsam in die aufrechte Position und lässt den letzten Rest des Bieres in die Mitte des Glases fließen.

Warmes Bier wird in Minuten eiskalt

Spontaner Besuch kommt vorbei und das Bier ist noch warm? Für dieses Problem gibt es eine einfache Lösung: Fülle eine Schüssel oder einen Eimer mit Eiswürfeln und kaltem Wasser, gib einige Esslöffel Speisesalz darüber und lege die Flaschen ins Eiswasser. Das Salz senkt den Gefrierpunkt des Wassers und beschleunigt den Kühlvorgang enorm. In ein paar Minuten ist das Bier trinkfertig.

Alternativ funktioniert auch der Tiefkühl-Trick: Wickle dafür eine Flasche in feuchtes Küchenpapier und lege sie ins Gefrierfach. Stelle Dir am besten einen Wecker, damit Du die Flasche nicht vergisst und das Bier explodiert.

Eine Person hält ein rundes Bierglas

Goldgelbe Reinheit seit 1516

Etwa 5000 verschiedene Biersorten gibt es in Deutschland, insgesamt acht Milliarden Liter trinken wir Deutschen von dem goldgelben Getränk jedes Jahr. Es ist also kein Wunder, dass es sogar einen Tag des Deutschen Bieres gibt. Den feiern wir übrigens am 23. April! Anlass dafür ist das Reinheitsgebot, das am 23. April 1516 in Bayern verkündet wurde.

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Kein Flaschenöffner? Kein Problem!

Der Klassiker unter den Bier-Notfällen: Der Flaschenöffner ist verschwunden und der Durst groß. Zum Glück lässt sich eine Flasche mit vielen Alltagsgegenständen öffnen – mit einem Feuerzeug, einem Zollstock, einem Schlüssel, einem Stift oder einer zweiten Bierflasche. Der Trick liegt in der Hebeltechnik: Du setzt den Gegenstand unter dem Kronkorken an und hebelst ihn nach oben. Hast Du das Prinzip einmal raus, bekommst Du die Bierflasche mit gefühlt fast allem auf – sogar mit einem gefalteten Blatt Papier. Ein bisschen Übung schadet allerdings nicht.

Bier macht Fleisch zarter – aber nicht auf dem Grill

Bier als Marinade ist ein echter Klassiker unter Hobbygrillern. Die Enzyme im Bier lockern die Fasern auf und machen das Fleisch zarter und geschmackvoller. Viele schwören darauf, Steaks oder Rippchen über Nacht in Bier einzulegen.

Was dagegen keine gute Idee ist: Grillgut während des Bratens mit Bier zu übergießen. Das wirbelt die Glut auf, die sich dann am Fleisch absetzt und bittere, verbrannte Aromen hinterlässt. Also lieber das Bier neben dem Rost trinken statt drüberkippen – schmeckt sowieso besser 😉

Regionales Handwerk, das man schmecken kann

Unsere Tipps funktionieren natürlich mit jedem Bier. Aber wenn Du schon dabei bist, Dein Bier perfekt zu kühlen und einzuschenken – warum nicht gleich zu einem richtig guten greifen? In Thüringen wird seit Jahrhunderten auf vielfältigste Art gebraut: Die Watzdorfer Brauerei bei Bad Blankenburg gibt es seit 1411, die Vereinsbrauerei Apolda blickt auf über 130 Jahre Brautradition zurück, die Privatbrauerei Gessner braut seit rund 400 Jahren in Südthüringen und die Brauerei Neunspringe setzt mit ihren Spezialbieren auf moderne Akzente.

Eine zweite Chance für schales Bier

Schal gewordenes Bier soll angeblich Gold- und Silberschmuck wieder zum Glänzen bringen, wenn man ihn einige Stunden darin einlegt. Bei matten Armaturen funktioniert ein ähnlicher Trick: Fülle eine Plastiktüte mit schalem Bier, stülpe sie über die Armatur und lasse das Ganze über Nacht einwirken.

Kleine Helfer im Alltag

Ein paar Tropfen Bier auf einer leicht verrosteten Schraube wirken als Rostlöser und lassen sie leichter herausdrehen. Und wenn sich im Sommer Fruchtfliegen in der Küche breit machen, lockt eine Schale mit etwas Bier die lästigen Tierchen an – eine simple, aber effektive Falle. Bei hellen Holzmöbeln kann warmes Bier Flecken entfernen, Glanz verleihen und die Farbe auffrischen.

Bier für bessere Haare und Pflanzen

Angeblich soll Bier sogar Haaren und Pflanzen gut tun. Ob’s wirklich stimmt? Kannst Du ausprobieren – musst Du aber nicht.

Die goldgelben Geheimnisse des Bieres

In Deutschland wird Bier meist streng nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut. Heißt: Neben Hopfen, Malz, Hefe und Wasser hat darin nichts verloren – und umgekehrt wäre das Bier ohne Hopfen und Malz nur Hefewasser. Doch was genau ist Malz eigentlich und wofür braucht es den Hopfen im Bier? Wir tauchen in diesem Beitrag tief ins Bier ein und nehmen seine goldgelben Geheimnisse unter die Lupe 🔎

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Kategorie: Lebensmittel

27. April 2026 by Elisa Gelmroth

Zupfbrot besteht eigentlich aus einem ganz normalen, mit Kräuterbutter und Käse geschichtetem Hefeteig. Was es besonders macht, ist die Technik: Der ausgerollte Teig wird in Bahnen geschnitten, gestapelt, in Quadrate geteilt und dann hochkant in eine Kastenform geschichtet. Im Ofen backt das Ganze dann zu einem fluffigen, wellenförmigen Laib zusammen, der aussieht, als würde er nur darauf warten, auseinandergezupft zu werden. Denn für dieses Brot brauchst Du kein Messer oder Schneidebrett– einfach ein Stück rausziehen und genießen. Und bestrichen mit Kräuterbutter und Käse ist es auch schon!

Der Ursprung guten Geschmacks

Gute Kräuter und Gewürze sind in der Küche das A und O. Gerichte schmecken mit guten Kräutern und Gewürzen nicht nur reicher und vielfältiger, sondern brauchen auch weniger Salz.
Was genau ein gutes Gewürz eigentlich auszeichnet, wie Du Kräuter am besten lagern kannst und welche Gewürze und Kräuter in der Thüringer Küche nicht fehlen dürfen, erfährst Du in diesem Beitrag.

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  • Zubereitung: 165 Min
für den Hefeteig:
  • 50 g Backstolz–Margarine von OTHÜNA
  • 250 ml Vollmilch von Dittersdorfer Milch
  • ½ Würfel frische Hefe
  • 500 g Mehl
  • 1 ½ TL Salz
  • 1 Ei
für die Füllung:
  • 1 Bund frische Kräuter
  • 1 Knoblauchzehe
  • 125 g weiche Backstolz-Margarine von OTHÜNA
  • Salz & Pfeffer
  • 100 g Butterkäse von Dittersdorfer Milch

Zubereitung

Schmelze die Margarine für den Hefeteig bei niedriger Temperatur auf dem Herd oder in der Mikrowelle. Rühre dann die Milch ein und löse die Hefe darin auf.

Gib Mehl, Salz und das Ei in eine Schüssel, gieße die Butter-Milch-Mischung dazu und verknete alles etwa 5 Minuten lang zu einem glatten Teig. Forme den Teig zu einer Kugel, decke ihn ab und lasse ihn an einem warmen Ort 45 bis 60 Minuten gehen, bis er sich verdoppelt hat.

In der Zwischenzeit bereitest Du die Kräuterbutter zu. Dafür hackst Du die Kräuter fein, schälst und presst den Knoblauch, vermengst beides mit der weichen Margarine und schmeckst die Kräuterbutter mit Salz und Pfeffer ab. Anschließend reibst Du den Butterkäse fein.

Knete den gegangenen Hefeteig kurz gut durch und rolle ihn dann auf einer leicht bemehlten Fläche zu einem Rechteck von etwa 30 × 45 cm aus. Verstreiche die Kräuterbutter gleichmäßig darauf und streue den fein geriebenen Butterkäse darüber. Nun schneidest Du den Teig quer in fünf Bahnen (à ca. 6 cm). Staple die Bahnen übereinander und schneide sie dann in sechs Quadrate. Lege diese in eine gefettete, hochkant aufgestellte Kastenform übereinander. Decke dann die Form ab und lasse das Zupfbrot nochmal 30 Minuten ruhen.

Nun backst Du das Zupfbrot im auf 180 °C (Ober-/Unterhitze) vorgeheizten Ofen 35 bis 40 Minuten lang. Falls das Brot zu dunkel werden sollte, kannst die Form in den letzten 10 bis 15 Minuten mit Alufolie abdecken. Lasse das Zupfbrot anschließend auskühlen, bevor Du es vorsichtig aus der Form stürzt.

Rezepte für den Tanz in den Mai

Ein Glas Maibowle mit Minze, Limettenspalten und Eiswürfeln
Klassische Maibowle
Waldmeister-Wackelpudding

Kategorie: Kochen, Rezept, Walpurgisnacht

20. April 2026 by Elisa Gelmroth

Von Lebküchlern und Zuckerbäckern

Konditoren stellen Fein- und Süßgebäck her. Dazu zählen zum Beispiel Torten, Kuchen, Pralinés, Petits Fours, Gebäck – und ja, auch Eis! Das Konditorenhandwerk entstand im späten Mittelalter aus der Spezialisierung bestimmter Bäcker, die sich vermehrt auf süßes Gebäck konzentrierten, indem sie Brot mit kandierten Früchten, Honig und Gewürzen anreicherten. Daraufhin nannten sich diese Bäcker Lebküchler bzw. Lebküchner. Aus dem Wachs, das beim Honig für die Lebkuchen als Nebenprodukt anfiel, stellten sie gleichzeitig kunstvolle Kerzen und Wachsfiguren her. Für prachtvolle Wachsbilder schnitzten sie sogar selbst hölzerne Modelle. Diese sogenannte Wachszieherei wurde bis in die jüngste Vergangenheit von einigen Konditoreien betrieben.

Honig, Zimt & Mandeln

Ob Herzen, Sterne, Brezeln, Printen, Dominosteine, als Häuschen oder mit Oblate: Lebkuchen ist die Vielfalt in Gebäckform. Dass Lebkuchen auch gern Pfefferkuchen genannt werden, macht das Zurechtfinden im Lebkuchen-Gewimmel nicht gerade einfacher. Wir erklären Dir die verschiedenen Lebkuchensorten und verraten Dir, ob in Pfefferkuchen wirklich Pfeffer steckt.

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Aus den Lebküchlern entwickelten sich zunächst der Beruf des Zuckerbäckers. Dieser arbeitete zunächst oft auch Apotheker bzw. Arzneimittelhersteller, denn nur sie durften mit exotischen Kostbarkeiten wie Zucker und Gewürzen handeln. Diese kamen damals über Genua und Venedig aus dem Orient und übten eine riesige Anziehungskraft aus, waren aber sehr kostbar und daher den Reichen vorbehalten. Sogar Marzipan aus Venedig wurde in der frühen Neuzeit in Apotheken verkauft.

Mit der zunehmenden Verfügbarkeit und Beliebtheit der Schokolade im 19. Jahrhundert entstand der Beruf des Chocolatiers als Spezialisierung des Konditors. Schokolade nimmt seitdem einen immer wichtigeren Platz in der Konditorei ein.

Der Begriff Konditor stammt vom lateinischen condire ab, das für Tätigkeiten wie einlegen, einmachen, würzen oder einfach lecker zubereiten steht. Arzneimittelhersteller nannte man früher confectionari, abgeleitet von dem Wort Konfekt. So wurde damals eine eingedickte Saft-Honig-Mischung genannt, die in der Regel Medikamente beinhaltete.

Der Arbeitsalltag eines Konditors

Konditoren wiegen und messen Zutaten ab, vermengen sie und bereiten Teige und Massen zu. Sie backen, garnieren und dekorieren – oft nach eigenen Rezepturen oder individuellen Kundenbestellungen. Außerdem müssen sie die Zutaten kontrollieren und richtig lagern, auf gleichbleibende Qualität achten, die fertigen Erzeugnisse verpacken und lagern. Geräte und Maschinen werden regelmäßig gereinigt. In vielen Konditoreien gehört auch die Kundenberatung zum Alltag dazu.

Arbeiten kannst Du als Konditor in Konditoreien, Confiserien, Cafés, in Hotels und Restaurants mit Pâtisserie-Bereich, in der Backwaren- und Süßwarenindustrie oder bei Catering-Unternehmen.

Die Industrie kann in kürzerer Zeit Produkte herstellen, allerdings müssen Arbeitsvorgänge und Rohstoffe an Maschinen angepasst werden – was nicht immer möglich ist. Gerade bei filigranen Dekorationen und individuellen Anfertigungen bleibt Handarbeit unersetzlich.

So wirst Du Konditor

Die Ausbildung zum Konditor dauert drei Jahre und läuft dual ab – Du arbeitest also im Betrieb und lernst parallel in der Berufsschule. Theoretisch ist kein Schulabschluss vorgeschrieben, empfohlen wird aber mindestens ein guter Hauptschulabschluss. Mit Abitur lässt sich die Ausbildungszeit auf zwei Jahre verkürzen.

Im ersten Jahr der Ausbildung stehen die Grundlagen auf dem Programm: Rohstoffverarbeitung und die Herstellung einfacher Backwaren. Im zweiten Jahr vertiefst Du Deine Kenntnisse. Jetzt geht es an Torten, Pralinen und Feingebäck. Im dritten Jahr kannst Du Dich spezialisieren, außerdem planst und führst Du nun selbständig komplexe Aufträge durch.

Im Betrieb lernst Du vor allem die praktische Seite des Berufs kennen, also wie Du Backwaren und Süßigkeiten tatsächlich herstellst. In der Berufsschule kommen die theoretischen Inhalte dazu: Rezepturen, Verarbeitungstechniken, der richtige Umgang mit Maschinen und Geräten, Lebensmittellagerung, Hygienevorschriften und Qualitätssicherung. In der Berufsschule kann es aber auch spezielle Kurse zu Themen wie Eisherstellung und Pâtisserie geben, die nicht jeder Ausbildungsbetrieb vermitteln kann.

Dolce Vita aus dem Tiefkühlfach

Auch ohne Tiefkühltruhe genießt die Menschheit bereits seit Jahrtausenden Eis: Von China über das antike Italien und den arabischen Raum bis in die USA begeistert Eis seit jeher nicht nur Gelehrte, Kaiser und Präsidenten.

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Falls Du Konditor werden möchtest, sind Geschicklichkeit, Kreativität und Sinn für Ästhetik besonders wichtig. Der Arbeitstag kann körperlich anstrengend sein, da Du oft lange stehen können musst. Auch früh aufstehen darf kein Problem für Dich sein (wenn auch nicht ganz so früh wie Bäcker) sowie Arbeitszeiten am Wochenende und an Feiertagen – auch wenn Dich das erst nach der Ausbildung erwartet. Für den Kundenkontakt brauchst Du kommunikative Fähigkeiten.

Während der Ausbildung verdienst Du bei einem Betrieb mit Tarifvertrag etwa 1.070 € brutto im ersten Ausbildungsjahr, 1.140 € brutto im zweiten und 1.280 € brutto im dritten Jahr. In Betrieben ohne Tarifvertrag bekommst Du mindestens den Azubi-Mindestlohn – der liegt etwa 300 € unter dem Tariflohn. Das Einstiegsgehalt nach der Ausbildung beträgt rund 2.700 € brutto im Monat, später auch mehr – je nach Betrieb, Region, Berufserfahrung und Tarifbindung.

Viele Konditoren arbeiten nach der Ausbildung in gewöhnlichen Konditoreien, Cafés oder ähnlichen Betrieben. Mit viel Talent, Können, Kreativität und Arbeit kann es aber hohe Aufstiegsmöglichkeiten geben – zum Beispiel in der Pâtisserie von Luxushotels. Außerdem kannst Du Dich zum Techniker oder zum Konditormeister weiterbilden. Der Meister ist die Voraussetzung für einen eigenen Konditoreibetrieb und die Ausbildung von Lehrlingen.

Berufe in der Ernährungswirtschaft

Das macht ein Bäcker
Das macht ein Süßwarentechnologe

Kategorie: Handwerk, Karriere

16. April 2026 by Elisa Gelmroth

In unserem knackigen Frühlingssalat landen gleich zweierlei Radieschen: frische und eingelegte. Die eingelegten Radieschen bringen dabei eine feine Säure mit, die wunderbar zu den restlichen Zutaten passt. Unser Trick: Zwei Teelöffel vom Sud der eingelegten Radieschen kommen mit ins Dressing. So verbinden wir die Komponenten geschmacklich miteinander und sparen zusätzlichen Essig.

Eingelegte Radieschen im Handumdrehen

Radieschen kennen die meisten als knackiges Topping auf dem Butterbrot oder im Salat. Aber hast du sie schon mal eingelegt? Das geht überraschend schnell, schmeckt fantastisch und verwandelt die kleinen scharfen Knollen in einen süß-sauren Allrounder. Wir zeigen Dir, wie es geht!

zum Rezept
  • Zubereitung: 15 Min
  • Für 4 Personen
Zutaten für den Salat:
  • 6–8 Radieschen
  • 1 kleine Salatgurke
  • ½ Bund Dill
  • 2 EL Omega-3-Öl von der Erfurter Ölmühle
  • 1 TL Honig-Dill-Senf von BORN
  • Salz
  • 6–8 eingelegte Radieschen (inkl. 2 TL Sud)
  • 1 TL Senfsaat von BORN

 

 

 

Passt zu gegrilltem Fleisch, Fisch, Gemüse, Käse – oder perfekt zu unserem Salat! Frischer BORN-Senf wird mit süßem Bienenhonig sowie feinem Dill kombiniert und ergibt ein herrlich vielseitiges Aroma.

Zubereitung

Entferne das Radieschengrün und die Wurzeln von den Radieschen, wasche sie und schneide sie anschließend in etwa 2 mm dünne Scheiben. Falls Du einen Hobel benutzt, werden die Scheiben damit schön gleichmäßig. Wasche die Gurke und schneide oder hoble sie ebenfalls in dünne Scheiben. Hacke den Dill grob.

Verrühre in einer kleinen Schüssel die Zutaten für das Dressing: Sud von den eingelegten Radieschen, Öl und Senf. Schmecke das Dressing mit einer Prise Salz ab. Nun vermengst Du in einer Salatschüssel frische Radieschen, eingelegte Radieschen, Gurkenscheiben, Dressing, Dill und Senfsaat miteinander. Lasse den Salat 5–10 Minuten ziehen und serviere ihn dann. Guten Appetit!

Frühlingshafter Chicorée-Salat

Schon vor Jahren haben wir uns dem Schrecken der Kindheit in Form von Spinat angenommen und Dir das Rezept für unseren köstlichen Kartoffel-Spinat-Auflauf präsentiert. Heute geht es einem anderen gefürchteten Gemüse an den Kragen: dem Chicorée. Wir kombinieren ihn mit mildem Feldsalat, süßem Honig und saftigen Orangen, um den Bittergeschmack abzuschwächen.

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Kategorie: Rezept, Saisonales

13. April 2026 by Elisa Gelmroth

Eingelegte Radieschen sind (noch) ein kleiner Küchen-Geheimtipp, dabei bringen sie lauter Vorteile mit sich: Radieschen werden so im Handumdrehen haltbar gemacht, sie bleiben trotzdem schön knackig und der Geschmack lässt sich je nach Gewürzen und Essig beliebig anpassen. Noch dazu schmecken sie auf Broten, in Sandwiches und auf Burgern, zu Frischkäse oder Quark und natürlich in Salaten. Im Kühlschrank bleiben sie mehrere Wochen frisch. Und als schöner Nebeneffekt löst sich mit der Zeit der Farbstoff aus dem Rand der Radieschen und verfärbt sowohl den Sud als auch die Scheiben rosa.

Das hat jetzt Saison: Radieschen

Eines der ersten Gemüse, die man im Frühling im Beet oder auf dem Balkon aussäen kann, ist das Radieschen. In der Erde wächst es innerhalb kürzester Zeit von einem Samenkorn zu einer kleinen Knolle heran und verträgt dabei auch kältere Temperaturen.

 

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Tipps & Tricks

Verwende kein Jodsalz zum Einlegen, da Jod die Radieschen weich werden lässt.
Kleine Radieschen kannst Du zwar auch im Ganzen einlegen, aber wir empfehlen, die Radieschen grundsätzlich in Scheiben zu schneiden – dafür eignen sich große Radieschen besonders gut. Je dünner Du die Scheiben schneidest (ca. 2 mm sind perfekt), desto schneller nehmen sie den Geschmack des Suds an.
Die Radieschen sind nach ein paar Stunden im Kühlschrank schon genießbar, richtig gut schmecken sie aber erst nach mindestens 24 Stunden im Kühlschrank.
Falls Du eingelegte Radieschen noch länger haltbar machen möchtest, kannst Du das abgekühlte Glas bei 90° C etwa 30 Minuten lang einkochen. Allerdings werden sie dann ziemlich weich, weshalb wir lieber darauf verzichten.

Knackiger Frühlingssalat mit Gurken und zweierlei Radieschen

Dieser Salat ist richtig simpel – und schmeckt richtig lecker! Er bringt frische und eingelegte Radieschen zusammen und schmeckt damit gleich doppelt knackig. Gurke sorgt für noch mehr Frische, Dill verleiht dem Salat den typischen Frühlingsgeschmack und Thüringer Senfsaat von BORN bringt einen leichten Schärfekick mit. So passt der Salat perfekt als leichte Beilage zu Gegrilltem oder als erfrischende Vorspeise zu einem deftigen Hauptgang.

zum Rezept

Die Grundzutaten für eingelegte Radieschen sind simpel: Essig, Wasser, Salz und Zucker. Schon mit der Wahl des Essigs kannst Du die Geschmacksrichtung beeinflussen: Weißweinessig sorgt für eine neutrale Basis, Apfelessig verleiht dem Ganzen fruchtige Noten, und Kräuter-Essig wie der von BORN unterstreicht die feinen Kräuter- und Gewürznoten im Sud.

Neben den Grundzutaten kannst du verschiedenste Gewürze ins Glas geben: schwarze oder rote Pfefferkörner, Lorbeerblätter, Koriandersaat, Senfkörner von BORN, Nelken, Fenchelsamen, Chili, Dill, Knoblauch, frische Kräuter und sogar Honig. Hier kannst Du richtig kreativ werden, experimentieren und Deinen persönlichen Lieblingssud finden.

  • Zubereitung: 20 Min
Zutaten:
  • 1 Bund große Radieschen
  • ½ TL Senfkörner von BORN
  • ½ TL rote Pfefferkörner
  • 1 EL Dillspitzen
  • 1 Knoblauchzehe
Für den Sud:
  • 150 ml Wasser
  • 100 ml Kräuter-Essig von BORN
  • 15 g Zucker
  • 5 g Meersalz

Zubereitung

Entferne das Radieschengrün und die Wurzeln von den Radieschen, wasche sie und schneide sie anschließend in etwa 2 mm dünne Scheiben. Falls Du einen Hobel benutzt, werden die Scheiben damit schön gleichmäßig. Fülle dann die Radieschenscheiben in ein sauberes, ausgekochtes Einmachglas und gib die Senfkörner, Pfefferkörner, Dillspitzen sowie eine geschälte Knoblauchzehe dazu.

Koche nun Wasser, Essig, Zucker und Salz kurz auf, bis sich Zucker und Salz aufgelöst haben. Gieße den Sud vorsichtig über die Radieschen, bis sie komplett bedeckt sind. Verschließe das Glas sofort luftdicht und stelle es nach dem Abkühlen in den Kühlschrank.

Mehrere Gläser mit eingelegtem Gemüse

Sommer im Glas

Im Sommer weißt Du nicht wohin mit dem Obst und Gemüse aus Deinem Garten und im Winter gibt es im Supermarkt nur wässrige Birnen zu kaufen? Zum Glück gibt es mehrere Möglichkeiten, die köstlichen Aromen des S­­ommers für den Winter zu konservieren.

Obst & Gemüse haltbar machen

Kategorie: Kochen, Rezept, Saisonales

7. April 2026 by Elisa Gelmroth

Wie funktioniert eine Heißluftfritteuse?

Die erste Heißluftfritteuse hat Philips 2010 auf den Markt gebracht und seit ein paar Jahren sind die Geräte voll im Trend. Das Prinzip ist im Grunde simpel: Ein Heizelement erzeugt heiße Luft, die ein Ventilator mit bis zu 70 km/h im Inneren verteilt. Der Garkorb, in dem die Speisen liegen, ist perforiert – so kann die Luft ungehindert zirkulieren und das Essen von allen Seiten umströmen. Im Prinzip ist ein Airfryer also nichts anderes als ein kleiner, leistungsstarker Umluft-Backofen mit sehr schneller Luftzirkulation.

Damit lässt sich frittieren, grillen, garen und backen. Ob Hähnchen, Steak, Bratwurst oder Lammspieße, Kartoffeln, Brokkoli, Rosenkohl oder Paprika, Nudeln, Gnocchi, Aufläufe oder sogar Nachtisch wie Kaiserschmarrn und Quarkkeulchen – die Bandbreite ist groß. Und weil kaum Öl nötig ist, spart das im Vergleich zum Frittieren oder Anbraten in der Pfanne ordentlich Kalorien.

Falls Du Ofenrezepte für die Heißluftfritteuse umrechnen möchtest, gibt es eine Faustregel: die Temperatur um 20 °C senken und die Garzeit um 20 % verkürzen.

Vorteile: schnell, sparsam, unkompliziert

Der größte Vorteil liegt auf der Hand: Traditionelle Fritteusen brauchen viel Öl, ein Airfryer macht das Essen mit heißer Luft knusprig – ohne oder mit nur ein paar Spritzern Öl. Das spart nicht nur Fett, sondern auch Nerven und vielleicht sogar etwas Zeit. Öl muss nicht erhitzt, gefiltert oder entsorgt werden, es gibt keine Fettspritzer und der penetrante Frittiergeruch bleibt aus.

Dazu kommt: Die Geräte sind schnell einsatzbereit. Anders als ein Backofen brauchen sie in der Regel keine Vorheizzeit. Zusammen mit dem kleineren Garraum ist der Stromverbrauch deutlich geringer – gerade bei kleinen Portionen ist ein Airfryer deshalb richtig effizient. Der Garkorb mit Einsatz ist antihaftbeschichtet und spülmaschinenfest, lässt sich also ohne großen Aufwand reinigen.

Die Bedienung ist unkompliziert: Timer, automatische Abschaltung und flexible Temperatureinstellung machen den Airfryer auch für diejenigen leicht bedienbar, die sonst nicht so viel in der Küche stehen.

Nachteile: Kapazität, Geschmack, Lautstärke

Natürlich gibt es auch ein paar Haken, allen voran die Größe. Standardmodelle sind relativ klein. Wer für mehrere Personen kocht, braucht oft mehrere Durchgänge, was ziemlich nervig sein kann. Mittlerweile gibt es zwar Airfryer mit mehreren Fächern oder größerem Volumen, vielleicht lohnt sich dann aber eher ein Multifunktionsofen mit eingebauter Heißluftfritteuse.

Der zweite Punkt betrifft den Geschmack: Fett ist ein intensiver Geschmacksträger. Fehlt es, schmeckt das Ergebnis weniger vollmundig, die Textur kann trockener sein. Wer den authentischen, fettigen Frittier-Geschmack erwartet, wird enttäuscht – aus dem Airfryer kommt das Essen eher knusprig-kross statt buttrig-fettig. Und: Frittieren in Öl geht schneller als Frittieren mit Luft, weil die Hitzeübertragung im Öl effizienter abläuft.

Dann ist da noch der Platzbedarf: Ein Airfryer braucht einiges an Raum auf der Arbeitsplatte oder im Schrank. Und der Ventilator macht kontinuierlich Geräusche. Die sind zwar nicht dramatisch laut, können aber bei längeren Garzeiten stören.

Schließlich kann das Ergebnis beim Garen unregelmäßig werden, wenn der Korb zu voll ist oder die Speisen zu dicht beieinanderliegen. Deshalb solltest Du den Inhalt des Garkorbs zwischendurch ruhig mal schütteln oder wenden.

Auch Kartoffelpuffer kannst Du im Airfryer zubereiten – zum Beispiel die zwei neuen Varianten von Heichelheimer, die auch für die Zubereitung in der Heißluftfritteuse entwickelt wurden. Die Sorte Gartengemüse enthält Erbsen und Möhren, in den leicht scharfen Tex-Mex-Reibekuchen stecken Mais und Paprika. Beide Varianten sind vegan und glutenfrei, bestehen aus frisch geriebenen Kartoffeln mit frischen Zwiebeln und werden in Gusseisenpfannen vorgebraten, wodurch sie wie hausgemacht schmecken. Gib die Kartoffelpuffer einfach in den Airfryer, warte ein paar Minuten, wende sie eventuell – fertig!

Heichelheimer im Portrait

So bekommst Du die besten Ergebnisse

Damit Dein Essen im Airfryer gelingt, gibt es ein paar einfache Regeln. Befülle den Korb nur in einer einzigen Schicht, damit die Heißluft gut zirkulieren kann. Ein Teelöffel oder Sprühstoß Öl sorgt für mehr Bräune und Knusprigkeit, ist aber nicht zwingend nötig.

Regelmäßiges Schütteln und Wenden hilft für gleichmäßige Bräune. Achte darauf, dass das Essen nicht zu feucht ist: Gemüse mit hohem Wasseranteil wird eher matschig. Für flüssigere Speisen nutzt Du am besten hitzebeständige Formen.

Lohnt sich ein Airfryer?

Ob sich eine Heißluftfritteuse für Dich lohnt, hängt also vor allem davon ab, was Du kochst und wie viel Platz Du hast. Wenn Du regelmäßig kleine Portionen zubereitest, auf schnelles Essen Wert legst und gern TK-Produkte, Pommes, Hähnchen oder krosses Gemüse isst, kann ein Airfryer den Alltag deutlich erleichtern. Falls Du aber eine große Familie oder kleine Küche hast und vor allem frisch kochst, lohnt sich eine Heißluftfritteuse vermutlich eher nicht.

Der große Öl-Guide

Fett galt lange als durchweg ungesund, dabei gibt es durchaus gesunde Öle. Wir stellen Dir die gängigsten Pflanzenöle vor, widmen uns den gesättigten und ungesättigten Fettsäuren und klären auf, was der Unterschied von raffinierten und kaltgepressten Ölen ist.

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Kategorie: Braten, Innovation, Produktvorstellung

30. März 2026 by Elisa Gelmroth

Streng genommen handelt es sich bei einem Crumble um einen Streuselkuchen ohne Boden, also mit Streuseln überbackene Früchte. Der Crumble wurde vermutlich während des Zweiten Weltkriegs in England erfunden und ist bis heute in Großbritannien und den USA sehr beliebt – immerhin geht die Zubereitung sehr schnell und Du brauchst nur wenige Zutaten, die viele sowieso immer zuhause haben. Außerdem eignet sich so gut wie jedes Obst dafür, was den Crumble zu einer perfekten Resteverwertungsmöglichkeit macht. Kurz: Es ist das perfekte Rezept, wenn spontan Besuch vorbeikommt oder Du akuten Heißhunger auf noch ofenwarmen Kuchen ohne großen Aufwand hast.

Tipps & Tricks für den Rhabarber-Crumble

Passend zum Beginn der Rhabarber-Saison bereiten wir diesmal Rhabarber-Crumble zu. Falls Du keinen rotstieligen Rhabarber zur Hand hast, kannst Du 100 g des Rhabarbers durch 100 g tiefgekühlte Himbeeren ersetzen – das sorgt für eine richtig schöne rote Farbe.

Für perfekte Streusel nutzen wir die 2-1-1-Faustformel: Auf zwei Teile Mehl kommen ein Teil Butter und ein Teil Zucker. Übrigens kannst Du bis zu ein Drittel des Mehls auch durch zarte Haferflocken, Mandeln oder ähnliches ersetzen.

Sollte wider Erwarten ein Rest vom Crumble übrig bleiben, hält er sich im Kühlschrank noch zwei, drei Tage. Er schmeckt auch kalt hervorragend oder kann einfach nochmal aufgewärmt werden. Falls Du Crumble vorab vorbereiten oder auf Vorrat parat haben möchtest, kannst Du ihn einfrieren – auch ungebacken.

Durch die Marina-Margarine von OTHÜNA wird dieses Rezept „aus Versehen“ vegan. Die stabile Konsistenz der kalten Marina-Margarine verhindert, dass die Streusel beim Backen zerlaufen.

Rhabarber im Garten

Rhabarber hat jetzt Saison

Rhabarber ist gesund und kann nicht nur schnell und einfach, sondern auch vielseitig verarbeitet werden. Kurz: Es gibt viele Gründe, das süßsaure Gemüse zu lieben!

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  • Zubereitung: 45 Min
  • Für 4 Personen
für den Rhabarber:
  • 500 g geputzter Rhabarber
  • 2 Pck. Vanillezucker
  • 10 g Speisestärke
für die Streusel:
  • 150 g Mehl
  • 75 g kalte Marina-Margarine von OTHÜNA
  • 75 g Zucker
  • 1 Prise Salz

Zubereitung

Bereite zuerst den Rhabarber vor: Entferne Schmutz und den Strunk, schäle faserige Stangen und schneide sie in 1 bis 2 cm große Stücke. Vermenge den Rhabarber mit Vanillezucker und Speisestärke und gib ihn in eine ofenfeste, gefettete Form.

Verknete Mehl, kalte, in Würfel geschnittene Margarine, Zucker und Salz mit Knethaken oder den Händen zügig zu Streuseln. Verteile sie über die Rhabarber-Stücke.

Backe den Crumble im vorgeheizten Backofen bei 180° C (Ober-/Unterhitze) etwa 30 bis 40 Minuten, bis die Streusel goldbraun sind.

Der Crumble schmeckt direkt heiß aus dem Ofen, aber auch lauwarm und kalt. Dazu passt etwas Vanillesauce, Schlagsahne oder Vanilleeis hervorragend.

Unsere Rhabarberkuchen 🥧

Streuselkuchen mit Rhabarber-Kompott
Feine Rhabarbertarte

Kategorie: Backen, Ostern, Rezept, Saisonales

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