Der Fischwirt vereint seit 1972 gleich zwei traditionsreiche Berufe: den Fischer und den Fischzüchter. In der heutigen Zeit geht es aber längst nicht mehr nur ums Angeln mit der Rute – der Schwerpunkt liegt mittlerweile auf Aquakultur. In den Zuchtanlagen und Teichen Thüringens kümmern sich Fischwirte um Süßwasserfische wie Forellen, Karpfen, Saiblinge und Schleie. Ihr Arbeitsplatz ist dabei so vielfältig wie ihre Schützlinge: Mal stehen sie knietief im Teich, mal arbeiten sie in modernen Hallenbecken oder sind mit dem Boot auf größeren Gewässern unterwegs.
Der Arbeitsalltag eines Fischwirts
Die Arbeit beginnt oft schon in den frühen Morgenstunden, denn Fische haben ihren eigenen Tagesrhythmus. Fischwirte überwachen jeden Tag die Wasserqualität, messen Sauerstoffgehalt und Temperatur und sorgen dafür, dass die natürlichen Lebensräume ihrer Fische optimal sind. Sie füttern die Tiere, beobachten sie genau und achten dabei auf Anzeichen von Krankheiten oder Parasitenbefall. Zur täglichen Routine gehört auch das Reinigen der Anlagen, Tanks und Betriebseinrichtungen sowie die Pflege der Ausrüstung wie Netzen oder Reusen.
Wenn die Zeit gekommen ist, fangen Fischwirte die Fische und müssen sie auch fachgerecht töten, sofern sie nicht lebend verkauft werden. Anschließend sortieren sie die Tiere und verarbeiten sie gegebenenfalls weiter, bevor sie die fangfrische Ware transportieren und verkaufen.
Nicht jeder Fischwirt arbeitet an Teichen oder in Zuchtanlagen. Viele finden auch im Einzelhandel oder in der Fischverarbeitung ihre Berufung – dort stellen sie beispielsweise Filets her, produzieren Fischmehl oder bereiten Fertiggerichte zu.
An der Nord- und Ostsee gibt es übrigens noch eine Variante des Berufs mit einem anderen Schwerpunkt: Hier kannst Du Fischwirt für Küstenfischerei und Kleine Hochseefischerei werden und mit einem Kutter in Nord- und Ostsee fischen – musst dabei aber unbedingt seefest sein.
So wirst Du Fischwirt
Für die dreijährige Ausbildung zum Fischwirt brauchst Du in der Regel nur einen Hauptschulabschluss, auch wenn etwa zwei Drittel die mittlere Reife mitbringen. Viel wichtiger sind aber Interesse an der Natur und Biologie, handwerkliches Geschick sowie die Bereitschaft zu körperlich anstrengender Arbeit. Da in der Fischwirtschaft viel im Team gearbeitet wird, solltest Du außerdem kommunikativ und hilfsbereit sein. Und weil Du täglich mit lebenden Tieren umgehst, ist Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein unerlässlich.
Nach dem Zweiten Weltkrieg waren Lebensmittel Mangelware und man behalf sich mit dem, was da war. In dem Fall der Gastronomin Herta Heuwer, der ein Imbissstand in Berlin-Charlottenburg gehörte, waren das am 4. September 1949 vermutlich ein paar vorgegarte Brühwürste ohne Darm, Tomatenmark, Curry-Pulver und Worcestershire-Sauce. Legenden besagen, dass sie die Zutaten zu etwas Neuem kombinierte, weil ihr an dem Tag so langweilig war. Wer weiß, ob das stimmt – aber zumindest geht dieser Tag als Geburtstag der Currywurst in die Geschichte ein. Herta Heuwer verriet das Rezept für ihre Sauce nie, ließ sie sich später aber als Marke schützen – und brachte an ihrem Imbiss die Anschrift 1. Currywurst-Braterei der Welt an. Ob das wirklich stimmt, bezweifeln einige. Angeblich gab es zu der Zeit auch schon Currywürste in Hamburg, Niedersachsen und Duisburg. Aber Fakt ist: Nur in Berlin wurde die Currywurst ohne Darm im Jahr 2020 als Geografische Herkunftsangabe eingetragen.
Natürlich gibt es ausführliche Anforderungen an eine originale Berliner Currywurst: Es handelt sich dabei in der Regel um eine vorgegarte Brühwurst ohne Darm, die in viel Öl gebraten, in mundgerechte Stücke geschnitten, mit Sauce übergossen, mit Curry-Pulver bestäubt und dann mit einem Holzpieker versehen serviert wird. Wer es scharf mag, bekommt noch Cayennepfeffer in die Sauce oder darüber gestreut. Als klassische Beilage gelten Pommes frites oder ein kleines Brötchen zum Auftunken der Sauce. Die Currysauce wurde ursprünglich oft aus Ketchup und Curry-Pulver zubereitet, da die Alliierten dies aus ihren Heimatländern mit nach Deutschland gebracht und hierzulande populär gemacht hatten. Mittlerweile gibt es aber auch weitaus kompliziertere Rezepte für die Currysauce.
- Zubereitung: 25 Min
- Für 4 Personen
Eine Wurst ohne Bezug zu Thüringen? Zeit, dass sich das ändert! Wir nehmen natürlich Thüringer Currywürste von WOLF, Curry-Ketchup von BORN und servieren dazu Kloßpommes von Heichelheimer. Nur verständlich, wenn die Berliner Currywurst da ein wenig neidisch wird 😉
- 200 g Curry-Ketchup von BORN
- 200 g passierte Tomaten
- Salz, Pfeffer
- Kloßpommes von Heichelheimer
- 4 Currywürste von WOLF
- 4 EL Öl
- ½ TL Curry-Pulver
Zubereitung
Verrühre 200 g Curryketchup und 200 g passierte Tomaten in einem Topf, lasse die Sauce kurz aufkochen und dann 10 Minuten leicht köcheln. Schmecke sie danach mit Salz, Pfeffer und gegebenenfalls etwas Zucker, Curry-Pulver und Paprika-Gewürz ab.
Erhitze 2 EL Öl in einer Pfanne. Gib dann die Kloßpommes unaufgetaut in die Pfanne und brate sie bei mittlerer Hitze von beiden Seiten insgesamt etwa 15 Minuten, bis sie goldgelb sind.
Währenddessen kannst Du bereits 4 Currywürste leicht einschneiden, damit sie beim Braten nicht aufplatzen, in einer zweiten Pfanne weitere 2 EL Öl erhitzen und die Würste darin ein paar Minuten lang von allen Seiten anbraten. Nimm die Würste dann aus der Pfanne und schneide sie in Scheiben.
Nun gibst Du die Wurstscheiben auf einen Teller, verteilst großzügig Currysauce darüber und bestäubst die Sauce mit ½ TL Curry-Pulver. Serviere dazu die gebratenen Kloßpommes.
Zutaten für unsere Thüringer Currywurst



Getränke wie Kombucha, Kefir, Brottrunk und Ginger Beer, aber auch Lebensmittel wie Joghurt enthalten lebende Mikroorganismen und gelten deshalb als Probiotika. Zu den Mikroorganismen zählen zum Beispiel Milchsäurebakterien, die Zucker in Milchsäure umwandeln, Hefen, die Zucker in Alkohol und Kohlensäure umwandeln, sowie Essigsäurebakterien, die Zucker in Alkohol und Essigsäure umwandeln. So machen die Mikroorganismen Getränke und Lebensmittel länger haltbar und sorgen für einen einzigartigen Geschmack.
Probiotika bedeutet auf Griechisch „für das Leben“. Sie können gesundheitliche Vorteile und allgemein eine positive Wirkung auf die Darmflora und das gesamte Verdauungssystem haben. Dafür müssen die enthaltenen Mikroorganismen lebensfähig und wirkungsvoll sein. Eine Voraussetzung dafür ist zum Beispiel, dass das Getränk nie erhitzt und stets gekühlt gelagert wurde. Allerdings konnten die gesundheitlichen Effekte von Probiotika bisher nur für sehr wenige Mikroorganismen wissenschaftlich nachgewiesen werden. Deshalb ist die Angabe, dass ein Getränk oder Lebensmittel probiotisch sei, auch nicht erlaubt. Du erkennst sie stattdessen an der Angabe von lebenden Kulturen oder bestimmten Bakterienstämmen.
Kombucha entsteht durch die Fermentation von gesüßtem, schwarzem oder grünem Tee und einem SCOBY – einer Kultur aus Bakterien und Hefen, die aussieht wie eine gelee-artige Scheibe. Durch die Fermentation entsteht ein sprudeliges, leicht säuerliches, erfrischendes Getränk. Mithilfe verschiedener Früchte und Kräuter kann der Geschmack in einer zweiten Fermentation beliebig beeinflusst werden.
Kefir ist sehr bekannt, doch dass es zwei Sorten Kefir gibt, weiß kaum jemand. Bei dem bekannten Kefir handelt es sich um Milchkefir, der durch die Fermentation von Milch und Kefirkörnern entsteht. Die Kefirkörner sind eine Kultur aus Milchsäurebakterien und Hefen und haben eine knollenähnliche Form. Milchkefir schmeckt säuerlich und ähnelt der Sauermilch, die allerdings auch durch wilde Fermentation entstehen kann.
Das meiste Gemüse gart wesentlich schneller als Fleisch. Damit es auch gelingt und möglichst gut schmeckt, geben wir Dir einige grundsätzliche Hinweise an die Hand:
- Schneide das Gemüse am besten in Streifen oder Scheiben, damit es mit einer möglichst großen Oberfläche auf dem Rost liegen kann.
- Je nach Konsistenz wird Gemüse unterschiedlich schnell gar. Bei sehr festem Gemüse kann es sich deshalb lohnen, das Gemüse vorher zu kochen.
- Gemüse mag es nicht zu heiß. Lege es am besten erst am Ende auf den Rost oder an einen Fleck abseits der Kohle.
- Kombinierst Du verschiedene Gemüsesorten auf einem Spieß, achte darauf, dass sie eine ähnliche Garzeit haben.
So stellst Du im Handumdrehen eine einfache Marinade her:
Vermenge 4 EL hitzebeständiges Öl (bspw. Olivenöl von der Erfurter Ölmühle) mit einer zerdrückten Knoblauchzehe, 1 EL Zitronensaft, ½ TL Salz, einer Prise Pfeffer und etwas grob gehackten, frischen Kräutern wie Rosmarin, Oregano oder Thymian.
So gelingt Grillgemüse
Aubergine schneidest Du in Scheiben oder halbierst sie längs. Halbierte Auberginen kannst Du an der Schnittfläche tief rautenförmig einschneiden. Salze dann die Auberginen-Scheiben oder -Hälften und lasse sie 15 Minuten in einem Sieb entwässern. Tupfe die Aubergine mit Küchenpapier trocken, öle sie ein und brate sie von beiden Seiten etwa 5 Minuten lang. Wende sie dabei gegebenenfalls öfter.
Übrigens kannst Du Auberginen auch im Ganzen braten und dann ihr weiches Fruchtfleisch auskratzen und für köstliche Dips nutzen.
Avocados halbierst Du, entfernst den Kern, beträufelst die Schnittfläche mit Zitronensaft, würzt sie mit Salz und Pfeffer und brätst sie 5 Minuten lang mit der Schnittseite nach unten auf dem Rost. Anschließend kannst Du das cremige Fruchtfleisch mit einem Löffel aus der Schale lösen.
Blumenkohl und Brokkoli teilst Du in einzelne Röschen, beträufelst sie mit Olivenöl, würzt sie mit Salz und Pfeffer, steckst sie auf Spieße und brätst sie dann unter mehrfachem Wenden etwa 10 Minuten. Die Röschen bleiben dabei ziemlich knackig. Möchtest Du, dass sie nach dem Braten weicher sind, kannst Du sie zuvor blanchieren.
Blumenkohl lässt sich auch als Art Steak braten. Dafür brauchst Du einen ganzen Kohlkopf nur in dicke Scheiben schneiden und dann mariniert auf den Rost legen.
Champignons und andere Pilze bestreichst Du mit einer einfachen Marinade und brätst sie dann etwa 3 Minuten pro Seite. Für kleine Pilze eignet sich eine Grillschale am besten, da sie sonst leicht durch den Rost fallen. Bei großen Pilzen kannst Du vorab den Stiel entfernen.
Chicorée und Radicchio halbierst Du der Länge nach und brätst sie 5 Minuten auf dem Rost. Wende sie dabei einmal.
Fenchel befreist Du zunächst von seinen grünen Stängeln, schneidest die Knolle in dicke Scheiben und brätst diese dann von jeder Seite etwa 5 Minuten lang.
Kürbis schneidest Du in Spalten, ölst ihn ein und brätst ihn bei indirekter Hitze etwa 15 Minuten. Wende ihn dabei einmal. Alternativ kannst Du den Kürbis vorher 5 Minuten kochen und dann direkt auf dem Rost braten.
Kartoffeln kochst Du am besten vor, schneidest sie dann in dicke Scheiben, ölst sie ein und brätst sie etwa 10 Minuten unter Wenden. Du kannst sie auch roh braten, wenn Du sie in sehr dünne Scheiben schneidest und marinierst.
Für Folienkartoffeln stichst Du mittelgroße Knollen mehrfach mit einer Gabel ein, wickelst sie in Alufolie und brätst sie bei indirekter Hitze etwa 50 Minuten. Besonders gut schmecken sie mit Kräuterbutter oder Sour Cream.
Besonders köstlich wird Gemüse auch, wenn Du es als Päckchen garst. Schneide dafür festes Gemüse in kleinere Stücke als weiches. Wickle das Gemüse am besten zuerst in Backpapier und anschließend in Alufolie. So kommt das Gemüse nicht in Kontakt mit der Alufolie. Marinaden und Säuren können ansonsten schädliche Aluminium-Ionen daraus lösen, die ins Essen übergehen und Krankheiten wie Krebs oder Alzheimer fördern können.
Mais – entweder als frischen Kolben oder vakuumverpackt und vorgegart – brätst Du etwa 10 Minuten auf dem Rost. Wende ihn dabei regelmäßig. Etwas Salz und Butter passen perfekt dazu.
Möhren halbierst oder viertelst Du längs, marinierst sie und brätst sie etwa 10 Minuten. Sollen die Möhren weich werden, kannst Du sie vorher kurz blanchieren.
Paprika halbierst Du, entfernst das Kerngehäuse, ölst die Hälften ein, salzt sie und brätst sie rund 5 Minuten. Wende sie dabei mehrfach.
Spargel – sowohl grünen als auch weißen – solltest Du zuerst putzen und weißen Spargel schälen. Dann wird er mariniert. Brate ihn je nach Dicke 5 bis 10 Minuten.
Süßkartoffeln schneidest Du in Scheiben, marinierst sie und brätst sie unter Wenden etwa 15 Minuten. Alternativ kannst Du sie halbieren, an der Schnittfläche tief rautenförmig einschneiden, marinieren und bei indirekter Hitze 30 bis 50 Minuten braten.
Kleine Tomaten vermengst Du mit Olivenöl, Pfeffer und Kräutern, gibst sie in eine Grillschale und brätst sie 10 bis 15 Minuten. Wende sie dabei ab und zu. Danach kannst Du sie noch mit Meersalzflocken bestreuen. Kleine Strauchtomaten kannst Du beim Braten einfach an der Rispe lassen.
Große Tomaten schneidest Du in dicke Scheiben oder halbierst sie, marinierst sie genauso wie die kleinen Tomaten und brätst sie in der Grillschale auf jeder Seite 2 Minuten.
Zucchini schneidest Du längs in Scheiben, marinierst und brätst sie 5 bis 10 Minuten. Wende sie dabei regelmäßig.
Zwiebeln schälst Du und schneidest sie in Spalten, lässt dabei aber den Wurzelansatz dran, damit sie nicht zerfallen. So vorbereitet brauche sie in der Grillschale bei indirekter Hitze 15 bis 20 Minuten. Besonders aromatisch schmecken sie mit etwas Honig und Thymian dazu.
Während Marillenknödel vor allem mit Brand- oder Quarkteig zubereitet werden, ist Kartoffelteig für Pflaumenknödel die beste Wahl: Die leichte Säure der Pflaumen passt hervorragend zum eher neutral schmeckenden Kloßteig. Außerdem sorgt der Teig aus dem Kühlregal dafür, dass die Pflaumenknödel innerhalb weniger Minuten auf dem Tisch stehen. Guten Appetit!
- Zubereitung: 25 Min
- Für 4 Personen
- 1 Prise Salz
- 8 Pflaumen (gelbfleischig, süß)
- 8 Stück Würfelzucker
- 600 g Kloßteig halb & halb von Heichelheimer
- 1 Eigelb
- 30 g Mehl
- 30 g Kartoffelstärke
- 100 g Semmelbrösel
- 35 g Margarine Marina von OTHÜNA
Zubereitung
Bringe in einem großen, weiten Topf ausreichend Wasser mit einer Prise Salz zum Kochen.
Halbiere und entsteine 8 Pflaumen. Gib jeweils ein Stück Würfelzucker in die Mitte einer Pflaume und drücke die beiden Pflaumenhälften zusammen.
Verknete 600 g Kloßteig (halb & halb) mit einem Eigelb, 30 g Mehl und 30 g Kartoffelstärke. Teile den Teig in 8 Portionen und drücke sie flach. Nun legst Du in jede Portion Teig eine Pflaume, umhüllst sie mit dem Kloßteig und formst daraus einen runden Knödel.
Reduziere die Hitze vom Herd, sodass das Wasser nicht mehr kocht. Gib die Knödel mit einer Schaumkelle vorsichtig ins Wasser und lasse sie bei schwacher Hitze 15 Minuten gar ziehen.
Währenddessen röstest Du 100 g Semmelbrösel in 35 g Margarine bei mittelhoher Hitze in einer Pfanne leicht. Nimm die Pfanne dann vom Herd und rühre 1 EL Zucker unter.
Hebe die Knödel mit der Schaumkelle aus dem Wasser, lasse sie abtropfen und wälze sie in der Semmelknödel-Mischung. Serviere sie am besten sofort, solange sie warm sind.
Noch vor 100 Jahren war jeder zweite Obstbaum in Deutschland ein Pflaumenbaum. Kein Wunder, dass Pflaumen hierzulande bis heute so beliebt sind! Zu verdanken haben wir die vielen Pflaumenbäume Karl dem Großen, der sie systematisch in Mitteleuropa anbauen ließ. Kennengelernt hat er die Pflaumenbäume vermutlich in Südeuropa. Dort wuchsen sie schon vor 2500 Jahren. Ursprünglich muss die Pflaume aber noch wesentlich älter sein, da sie eigentlich aus China oder dem Kaukasus kommt – ganz genau weiß das niemand.
Der Anbau von Pflaumen hat eine lange Tradition in Thüringen. Auch wenn die Anbaufläche zurückgeht und Pflaumen mittlerweile nur noch auf 8 % der gesamten Obstfläche in Thüringen wachsen, bleibt der Ertrag trotzdem gleich. 70 % der in Deutschland angebauten Pflaumen wachsen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Pro Jahr essen wir 1,2 kg Pflaumen – eine Hälfte frisch, die andere verarbeitet (zum Beispiel als Kuchen oder Mus).
Sicher ist zumindest, dass Pflaumen durch eine Kreuzung von Kirschpflaumen und Schlehen entstanden sind und sich durch weitere Kreuzungen eine riesige Sortenvielfalt mit etwa 2000 Sorten entwickelt hat. Je nach Sorte können Pflaumen so verschiedenste Größen, Formen und Farben annehmen und eignen sich je nachdem auch für verschiedenste Zwecke: zum Backen, für Marmelade oder Mus, als Kompott oder Chutney, in Saucen und Getränken oder einfach frisch. Was aber alle Sorten vereint, ist der Stein im Fruchtfleisch – schließlich sind alle Pflaumen Steinobst und gehören zur Familie der Rosengewächse. Außerdem enthalten sie jede Menge Vitamine und haben einen hohen Fruchtzuckergehalt. In einigen Sorten kommt besonders viel Apfelsäure, Sorbit und Pektin vor, was die Verdauung fördert, in großer Menge aber Bauchschmerzen verursachen kann.
So erkennst Du reife Pflaumen
Pflückst Du Pflaumen direkt vom Baum, lassen sie sich im vollreifen Zustand leicht vom Baum lösen. Vollreife Früchte geben bei leichtem Fingerdruck etwas nach, sind aber trotzdem prall. Außerdem sind sie gleichmäßig gefärbt. Ein weiteres Merkmal, das auch bei Supermarkt-Pflaumen ein guter Hinweis auf Vollreife sein kann, ist die hauchdünne, weißliche Wachsschicht, die Pflaumen von Natur aus umgibt. Da dieser Duftfilm bei längerer Lagerung nach und nach verschwindet, weist er verlässlich auf frische Früchte und eine hohe Qualität hin. Außerdem schützt er Pflaumen vor dem Austrocknen. Deshalb sollten Pflaumen auch erst direkt vor dem Verzehr gewaschen werden.
Im Kühlschrank gelagert bleiben Pflaumen etwa eine Woche lang frisch. Bei Raumtemperatur können sie auch noch nachreifen. Dennoch solltest Du sie ausgereift ernten oder kaufen, damit die Pflaumen ihre Aromen voll entfalten können. Außerdem lassen sich Pflaumen hervorragend einfrieren, entkerne sie aber besser davor.
Ein Beruf mit Geschichte – und Zukunft
Früher waren Mühlen Handwerksbetriebe in Familienhand, ausgestattet mit Wasserrad oder Windflügeln. In einigen Mühlen wurde Mehl gemahlen, andere Mühlen wurden zur Bearbeitung von Materialien wie zum Sägen von Holz genutzt. Müller waren und sind bis heute unverzichtbar. Denn auch wenn man heute kaum noch einen Menschen in weißer Arbeitskleidung mit Mehlsack über der Schulter durchs Dorf laufen sieht, ist der Beruf alles andere als ausgestorben. Heute sind Mühlen hochtechnisierte Industriebetriebe. Müller arbeiten mittlerweile zwar vor allem an großen, Computer-gesteuerten Maschinen, stellen aber nach wie vor etwas sehr Wertvolles her: die Grundlage für unsere täglichen Lebensmittel.
Die Müllerzunft gehört zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO – und das, obwohl der Beruf im Mittelalter sogar als ehrlos galt. Insbesondere Bauern hielten Müller für Betrüger, obwohl sie nicht mehr betrogen als andere Handwerkszünfte.
Müller mahlen nicht nur Getreide wie Weizen und Roggen zu Mehl, sondern verarbeiten auch Mais, Hafer, Dinkel, Gewürze oder sogar Ölsaaten – je nach Spezialisierung der Mühle. In Futtermittelmühlen wird Tierfutter hergestellt, in Schälmühlen werden unter anderem Haferflocken verarbeitet, in Gewürzmühlen stellen Müller feine Gewürzpulver her und in Ölmühlen werden hochwertige Pflanzenöle gepresst.
Der Arbeitsalltag eines Müllers
Moderne Mühlen bestehen aus Produktions- und Lagerräumen, Silos und manchmal auch Laboreinrichtungen. Die Rohstoffe – meistens Getreide – werden bei der Anlieferung gründlich geprüft. Dazu gehört auch das Entnehmen von Proben, die entweder direkt im eigenen Labor oder extern untersucht werden. Erst dann folgen die Annahme, Reinigung und Lagerung der Rohstoffe. Sobald der Rohstoff verarbeitet werden soll, kommt er über ein Rohrleitungssystem aus dem Silo zur Mahlanlage. Hier wird die Anlage individuell auf den Rohstoff und das jeweilige Endprodukt eingestellt und die gesamte Produktion am Monitor überwacht. Am Ende werden die fertigen Produkte in Silos eingelagert und später in kleine Haushaltsmengen, 25 kg-Säcke, 1000 kg schwere BigBags oder direkt in große Silofahrzeuge abgefüllt.
Der Beruf des Müllers ist trotz maschineller Unterstützung körperlich fordernd und die Arbeit erfolgt oft in Schichten. Dafür ist sie aber abwechslungsreich, wichtig für uns alle und bringt einige Verantwortung mit sich. Denn der Müller ist nicht nur für den Produktionsprozess zuständig, sondern auch für die Qualitätssicherung, Hygieneüberwachung, Instandhaltung der Technik und manchmal sogar für den Vertrieb.
Nach dem Ersten Weltkrieg waren Lebensmittel rar und so luxuriöse Zutaten wie Schokolade erst recht. Doch als es auf Weihnachten zuging, wusste man sich in Unterfranken zu helfen und rührte aus Kokosfett, Kakaopulver und Oblaten Weihnachtsplätzchen an. Die sogenannten Heinerle bildeten den Grundstein für die Fabrik, die Adam Eichelmann in Werneck (Unterfranken) im Jahr 1927 gründete, um dort industriell Eichetti herzustellen – eine Weiterentwicklung der Heinerle. Bis heute wird in Werneck unter dem Namen Eichetti Eiskonfekt hergestellt.
Eiskonfekt besteht vor allem aus Kokosfett. Dieses ist indirekt auch verantwortlich für den Namen der Süßigkeit. Denn Kokosfett hat mit 23° C eine ziemlich niedrige Schmelztemperatur. Dadurch entzieht es dem Mundraum die zum Schmelzen benötigte Wärme – und wir merken, dass sich das Konfekt beim Essen kalt anfühlt. Fast wie Eis! Der kühlende Effekt wird in der industriellen Herstellung gerne noch verstärkt, indem dem Eiskonfekt Menthol oder Dextrose beigegeben wird.
Die Herstellung von Eiskonfekt ist denkbar einfach: Die Bestandteile werden geknetet, gewalzt und schließlich in Formen gegossen. Beliebt sind dabei kleine, gezackte Alu-Schälchen oder auch rechteckige Formen, aus denen das verfestigte Eiskonfekt herausgenommen und in bunte Folie verpackt wird.
- Zubereitung: 15 Min
Zubereitung
Hacke die Schokolade in grobe Stücke und gib sie zusammen mit in grobe Würfel geschnittenem Kokosfett in eine Schüssel. Lasse Schokolade und Kokosfett in der Mikrowelle oder über einem Topf mit heißem Wasser schmelzen und rühre dabei ab und zu gut um.
Nimm die flüssige Schokoladen-Mischung aus der Mikrowelle oder vom Herd und rühre den Puderzucker und Backkakao vorsichtig unter. Nun brauchst Du die Masse nur noch in kleine Formen gießen. Lasse das Eiskonfekt etwa 30 Minuten abkühlen und stelle es dann in den Kühlschrank.
Nimm das Eiskonfekt ein paar Minuten vor dem Genießen aus dem Kühlschrank, um den Kälte-Effekt richtig spüren zu können.
Dieses Rezept kannst Du nach Lust und Laune abwandeln: Probiere es doch mal mit einer anderen Schokoladen-Sorte oder Nougat aus oder rühre verschiedene Zutaten wie gehackte Nüsse unter. Toppings wie Krokant machen aus dem Eiskonfekt einen richtigen Hingucker. Viel Spaß beim kreativen Experimentieren!
Schon seit 1902 wird in Gera Margarine hergestellt. Die Fabrik, die Albin Röhler gründete, war damals die einzige in Mitteldeutschland. Im Jahr 1960 wurde sie verstaatlicht und nach der Wende reprivatisiert. Von acht ostdeutschen Margarine-Produzenten blieb nur diese Fabrik in einheimischer Hand und hieß von da an Ostthüringer Nahrungsmittelwerk Gera. Kurz: OTHÜNA.
OTHÜNA produziert Qualitätsmargarine und pflanzliche Fette – sowohl für unseren eigenen Kühlschrank als auch für das Gewerbe. Die Margarine-Marken von OTHÜNA sind seit Jahrzehnten beliebt und vielfältig einsetzbar. Mit ihnen kann man zum Beispiel backen, braten, kochen oder sie sich einfach auf eine Scheibe Brot streichen. Die bekanntesten Margarine-Sorten von OTHÜNA sind Sanna, Sonja und Marina. Während Sonja und Marina universell genutzt werden können, ist Sanna besonders hochwertig – eine klassische Frühstücksmargarine. Neben diesen drei Sorten gibt es auch noch die Schmelzmargarine Backstolz (perfekt für Stollen!) und Kokosfett zum Glasieren, Backen und Braten. Alle Produkte sind als typische 250 g-Würfel erhältlich. Sanna, Marina und Sonja gibt es auch im 500 g-Becher.
Besonders stolz ist OTHÜNA auf ihr Goldstück Goldina. Goldina ist die erste und bislang einzige Margarine, die zu 100 % aus Rapsöl besteht. Auch sie ist vielseitig in der Küche einsetzbar und sowohl vegan als auch gluten- und laktosefrei. Doch Goldina ist vor allem gesünder als andere Margarine-Sorten: Rapsöl enthält viele ungesättigte Fettsäuren und Omega-3-Fettsäuren, welche den Cholesterinspiegel senken und so vor Schlaganfällen und Herz-Erkrankungen schützen können. Goldina ist im praktischen 250 g-Becher erhältlich.
Die Qualität der Margarine-Marken von OTHÜNA ist seit Jahrzehnten hervorragend. Damit das auch so bleibt, werden die Produkte jeden Tag im Labor kontrolliert und kontinuierlich geschmacklich getestet. Außerdem setzt OTHÜNA auf modernste Technik-Standards.

Gurkinade von Brauerei Neunspringe
Sie schmeckt frisch, leicht und außergewöhnlich: Die Limonade mit Gurkengeschmack von Neunspringe ist so beliebt, dass sie bereits ausverkauft war und nachproduziert werden musste! Mittlerweile ist sie zum Glück wieder erhältlich, denn Sommerdrinks mit Gurkinade sind dieses Jahr ein Muss. Auf dem Instagram-Kanal von Neunspringe findest Du dafür übrigens verschiedene köstliche Rezepte 🍸
Erdbeer-Nougat von Viba
Diesen rosa-roten Nougat-Minis kann niemand widerstehen: Der saisonal limitierte Erdbeer-Nougat von Viba ist durch natürliches Fruchtpulver aus gefriergetrockneten Erdbeeren nicht nur wunderschön rosa anzusehen, sondern schmeckt auch noch richtig fruchtig erdbeerig. Grundlage für den Erdbeer-Nougat ist heller Haselnussnougat, der köstlich auf der Zunge zergeht. Gerade jetzt bei den warmen Temperaturen solltest Du Dir den Erdbeer-Nougat leicht gekühlt nicht entgehen lassen! 🍓


WATZI Cola & Orange von WATZDORFER
Der Mix aus Cola und Orange begeistert groß und klein: Die WATZI-Limo von Watzdorfer schmeckt nicht zu süß, aber fruchtig und vor allem sehr erfrischend. Und: Du unterstützt mit dem Kauf der WATZI-Limo eine regionale Brauerei aus Thüringen, denn die haben momentan ziemlich zu kämpfen 🍺
BORN Kids Ketchup
Hier stecken viele Tomaten und gleichzeitig 50 % weniger Zucker als bei anderen Ketchups drin: Das BORN Kids Ketchup schmeckt wie das klassische BORN Ketchup und ist gleichzeitig besonders gesund und voller natürlicher Inhaltsstoffe. Doch nicht nur das Innere überzeugt uns, sondern auch die verschiedenen niedlichen Tier-Designs auf dem Etikett der Ketchup-Verpackung. Lädt ja schon fast zum Sammeln ein 🤭


Apoldaer Glocken Hell alkoholfrei
Was schmeckt unglaublich vollmundig, löscht jeden Durst und passt noch dazu perfekt zur Thüringer Rostbratwurst? Das kann ja nur ein Thüringer Helles sein! Nicht ganz: Das Glocken Hell von Apoldaer gibt es seit kurzem auch alkoholfrei und mit deutlich weniger Kalorien. Perfekt für heiße Sommertage ohne Sonnenstich und Kater 😎
Honig Rosmarin Creme von Nabio
In diesem Aufstrich treffen mediterrane Rosmarin-Aromen auf süßen Honig: Diese Creme von Nabio schmeckt wirklich nach Sommer! Ganz besonders cremig wird sie durch die Cashew-Kerne, die die Basis vom Aufstrich bilden. Und das Beste: Die Honig Rosmarin Creme ist vegetarisch, zu 100 % bio und enthält weder Palmöl noch irgendwelche Zusatzstoffe. Die streichen wir uns gerne auf’s Brot 💚






















