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Beitrag

11. Mai 2026 by Elisa Gelmroth

Vom Acker auf den Teller

Was Hülsenfrüchte so besonders macht, zeigt sich schon beim Anbau. Sie haben an ihren Wurzeln kleine Knöllchenbakterien, die Stickstoff aus der Luft binden. Dadurch brauchen die Pflanzen keinen Dünger und sammeln sogar mehr Stickstoff, als sie selbst verbrauchen. Der Rest bleibt im Boden gespeichert und versorgt dort später wachsende Pflanzen wie Getreide. Hülsenfrüchte leisten damit einen wichtigen Beitrag für die Bodenfruchtbarkeit, Biodiversität und den Klimaschutz. Außerdem erzielen sie hohe Erträge selbst auf kleinen Flächen und kargen Böden – und könnten entscheidend dazu beitragen, den Verbrauch tierischer Produkte zu senken.

Pro Jahr werden bisher weltweit rund 150 Millionen Tonnen Hülsenfrüchte geerntet – Tendenz steigend. In Deutschland wachsen Hülsenfrüchte bisher nur auf 1,5 % der Ackerfläche. Etwa 90 % der hier verarbeiteten Hülsenfrüchte werden importiert. Das soll sich jedoch ändern: Die Deutsche Eiweißpflanzen-Strategie fördert den Anbau von Sojabohnen, Erbsen, Ackerbohnen und Lupinen in Deutschland und Europa. Bis 2030 soll die Anbaufläche von Hülsenfrüchten in Deutschland auf 10 % der gesamten Ackerfläche steigen.

Die Ernte von frischen Bohnen oder Erbsen läuft mit vollautomatischen Erntefahrzeugen. Danach werden sie im Betrieb sofort gewaschen, sortiert und verpackt – das dauert keine 24 Stunden! Tiefkühlgemüse wird nach der Ernte noch blanchiert (zerstört Keime, schont Vitamine und bewahrt die Farbe) und schockgefrostet (Zellwände bleiben intakt und Nährstoffe erhalten).

Kleine Kraftpakete

Hülsenfrüchte machen schnell und lange satt – kein Wunder bei einem Proteingehalt von 17 bis 38 %, der ohne Probleme an den von Fleisch heranreicht. Gerade für vegetarische und vegane Ernährung sind sie deshalb unverzichtbar. Dazu kommen jede Menge Mineralstoffe, Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe und Ballaststoffe. Sie wirken cholesterinsenkend und sollen vorbeugend gegen Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes helfen. Deshalb wird empfohlen, mindestens ein bis zwei Mal pro Woche Hülsenfrüchte zu essen. In Deutschland essen wir bisher pro Person aber nur etwa ein Kilo Hülsenfrüchte im Jahr! Und dass, obwohl sie kombiniert mit Getreide wie Mais, Reis oder Pasta sogar eine besonders hohe biologische Wertigkeit erreichen.

Die Familie der im Fachjargon genannten Leguminosen ist riesig: Bis zu 20.000 Sorten gibt es weltweit, die meisten davon sind essbar. Zu den Hülsenfrüchten zählen nicht nur Bohnen und Erbsen, sondern auch Linsen, Kichererbsen, Lupinen, Wicken – und sogar Erdnüsse! Die haben zwar die „Nuss“ im Namen, dürfen sich aber trotzdem zu den Hülsenfrüchten zählen, weil echte Nüsse nur einen einzelnen Samen haben. Die Erdnuss kommt dagegen mit zwei bis vier Samen daher.

Ein Grund, warum einige doch lieber auf Hülsenfrüchte verzichten: Blähungen. Hülsenfrüchte enthalten unverdauliche Kohlenhydrate, die Darmbeschwerden auslösen können. Aber keine Sorge: Je mehr die Hülsenfrüchte verarbeitet werden – durch Kochen, Einweichen, Zerkleinern etc. –, desto weniger lösen sie Blähungen aus. Außerdem hilft es, getrocknete Hülsenfrüchte vor dem Kochen mindestens acht Stunden (besser zwölf, aber nicht mehr als 18 Stunden) einzuweichen. Längere Einweichzeiten erhöhen die Enzymaktivität, beginnen die Keimung und sorgen so für bessere Bekömmlichkeit. Außerdem nimmt das Einweichwasser bereits einige Stoffe auf, die zu Blähungen führen können. Gieße es deswegen nach der Einweichzeit weg und verwende es nicht zum Kochen der Hülsenfrüchte. Beim Kochen machen Gewürze wie Kümmel, Fenchel, Koriander, Majoran, Bohnenkraut und Rosmarin Hülsenfrüchte noch bekömmlicher.

Ein Speiseplan für die ganze Welt

Wie können wir uns in 30 Jahren ernähren, ohne den Planeten an seine Grenzen zu bringen? Eine internationale Kommission möchte die Ernährung weltweit dahingehend ändern, dass alle satt werden und gleichzeitig die Erde nicht über ihre Grenzen ausgebeutet wird. Die Lösung dafür soll die von der Kommission entwickelte Planetary Health Diet sein.

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Mehr als nur eine Beilage

Hülsenfrüchte können auf verschiedenste Arten verarbeitet werden. Für Konserven werden Hülsenfrüchte nach der Ernte gewaschen, blanchiert und zusammen mit Flüssigkeit in Dosen oder Gläser abgefüllt. Anschließend werden die Konserven luftdicht verschlossen, sterilisiert und schnell abgekühlt.

Für Trocken-Hülsenfrüchte werden die vollreifen, trockenen Samen mit dem Mähdrescher geerntet, der die Samen direkt vom Kraut trennt. Danach geht es gegebenenfalls weiter in Silos oder Wärmeschränke zum Nachtrocknen, denn Hülsenfrüchte dürfen nicht mehr als 16 % Restfeuchte enthalten, sonst werden sie muffig oder schimmeln. Anschließend folgt die vollautomatische Reinigung, Sortierung, gegebenenfalls das Schälen und Schutz vor Schädlingen mit Gas oder Hochdruck.

Aus Hülsenfrüchten entstehen aber längst nicht nur Dosen- oder Trockenware. Aus Sojabohnen wird zum Beispiel Tofu hergestellt. Dafür werden die Sojabohnen eingeweicht, gemahlen, aufgekocht und abgesiebt. Dann wird die Flüssigkeit mit einem Gerinnungsmittel gepresst, zu Blöcken geschnitten und gegebenenfalls über Buchenholzspänen geräuchert. Der Presskuchen, der bei der Herstellung von Sojaöl übrig bleibt, wird wiederum zu Sojamehl – die Basis für Sojaschnetzel oder -granulat. Und Tempeh entsteht, indem gekochte Sojabohnen mit Pilzkulturen geimpft und fermentiert werden. Die entstandene feste Masse wird zum Schluss pasteurisiert und getrocknet.

Die Geschichte der Konservendose

Die Konservendose hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich: Aus der Trendverpackung der 50er Jahre, die dank Ölsardinen, Dosenananas und Corned Beef jeden bürgerlichen Abendbrottisch zierte, wurde ein Ladenhüter – bis Corona kam.
Doch wie kam es eigentlich zu ihrer Erfindung? Am 25. August 1810 erhielt der britische Geschäftsmann Peter Durand das Patent für die Konserve. Dem vorausgegangen waren Plünderungen, 12.000 Goldfrancs und ein Pariser Zuckerbäcker.

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Die Geschichte der Konservendose

Auch Fleisch-, Wurst-, Käse-, Fisch- und Eieralternativen basieren oft auf isoliertem Eiweiß aus Hülsenfrüchten. Gemüsesaft sorgt dabei für die Farbe, während Pflanzenöl, Hefeextrakt, Bindemittel, Gewürze und Aromen für Textur und Geschmack sorgen. Für Milchalternativen werden Hülsenfrüchte eingeweicht, zerkleinert, filtriert und ultrahocherhitzt. Mit Milchsäurebakterien und Wärme entsteht daraus sogar pflanzlicher Joghurt. Nudeln und Reis werden stattdessen aus Mehl aus Hülsenfrüchten hergestellt, das mit Wasser zu Teig verarbeitet, geformt und getrocknet wird. Die Hülsenfrucht-Nudeln oder der Reis daraus dürfen nur schwach köcheln und werden schneller weich als Pasta aus Hartweizen. Mittlerweile gibt es sogar Chips und Snacks auf Basis von Hülsenfrucht-Mehl, die teils sogar weniger fettig sind als normale Kartoffelchips.

Thüringer Projekte arbeiten bereits an Futtermitteln aus einheimischen Hülsenfrüchten als Ersatz für Import-Soja sowie an Fleischersatzprodukten aus regionalen Hülsenfrüchten.

Hülsenfrüchte richtig zubereiten

Getrocknete Erbsen, ungeschälte Tellerlinsen, Kichererbsen und Bohnen sollten vor dem Kochen mindestens acht Stunden in der dreifachen Menge Wasser einweichen. Danach gießt Du sie durch ein Sieb und spülst sie unter fließendem Wasser gründlich ab. Linsen und geschälte Erbsen brauchst Du in der Regel nicht einweichen, denn sie kochen sehr schnell.

Hülsenfrüchte dürfen nur gekocht gegessen werden (Zuckererbsen und Erdnüsse ausgenommen)! Die natürlichen Schutzstoffe der Pflanze werden durch die Hitze zerstört, könnten sonst aber die Darmzellen angreifen. Beim Kochen von Hülsenfrüchten werden Proteine ins Wasser abgegeben, was zu einer ziemlich starken Schaumbildung führen kann. Hülsenfrüchte können dadurch schnell überkochen, behalte sie deshalb gerade am Anfang der Kochzeit gut im Blick. Mit etwas Natron im Kochwasser werden die Hülsenfrüchte schneller weich – ideal für Suppen oder Pürees. Säure wie Essig oder Zitronensaft sorgt hingegen dafür, dass sie fester bleiben – perfekt, wenn die Hülsenfrüchte noch Biss haben sollen.

Gekochte Hülsenfrüchte kannst Du problemlos einfrieren, sobald sie abgekühlt sind. Im Gefrierschrank halten sie sich bis zu zwei Monate. Danach können sie allerdings eine weichere Textur haben.

Bohnen im Glas, aber in süß!

Vegane Aufstriche sind mittlerweile keine Neuheit mehr, doch Nabio hebt sie immer wieder auf ein neues Level: Die vier süßen Bohnen-Aufstriche sind ein gesunder Ersatz für die klassischen, oft überzuckerten und fettigen Brotaufstriche – und können vor allem so viel mehr, als nur auf einer Scheibe Brot zu landen!

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Hülsenfrüchte im Portrait

Linsen

Linsen wurden schon vor 9.000 Jahren im Iran angebaut und waren ein Grundnahrungsmittel im Alten Ägypten. Seit jeher sind sie wichtiger Eiweißlieferant – vor allem für ärmere Bevölkerungsschichten. Heute werden sie vor allem in Indien, aber auch in Kanada, Australien und der Türkei angebaut. Die Ernte ist aufwendig: In jeder Schote stecken nur zwei Linsen und die Pflanzen brauchen andere Gewächse als Stütze. Trotzdem lohnt es sich, denn Linsen haben die höchste Nährstoffdichte von allen Hülsenfrüchten!

  • Rote Linsen sind meist bereits geschält, leichter verdaulich und garen schnell. Sie eignen sich gut für sämige Suppen, Pürees, Brotaufstriche oder Bratlinge.
  • Gelbe Linsen ähneln roten Linsen sehr stark, schmecken aber weniger mehlig und nehmen Gewürze etwas besser auf.
  • Berglinsen sind rund, grün-braun und schmecken würzig. Je nach Kochzeit behalten sie ihre Konsistenz oder zerfallen etwas – kürzer gekocht passen sie zu Linsensalat oder vegetarischer Bolognese, länger gekocht zu Linsensuppe.
  • Belugalinsen sind schwarz, rund, glänzend und bleiben nach dem Kochen fest. Perfekt für Salate oder als Beilage! Sie schmecken ein wenig wie Maronen und sind nach Beluga-Kaviar benannt.
  • Puy-Linsen sind eine edle Sorte aus Frankreich. Sie schmecken nussig, sind nach dem Kochen leicht bissfest und haben eine sehr dünne Hülle – schön in feinen Linsensalaten.
  • Braune Linsen (auch Tellerlinsen genannt) sind die typische Zutat für Linsensuppe oder Püree. Einweichen über Nacht verkürzt die Kochzeit und macht sie bekömmlicher. Beim Kochen platzt die harte Schale auf und das Gericht wird schön sämig.

Bohnen

Bohnen wurden schon 4000 v. Chr. in den Anden angebaut. Die Sortenvielfalt ist riesig – es gibt sie in verschiedensten Größen, Farben und Geschmacksrichtungen. In Deutschland werden vor allem frische Gartenbohnen geerntet, deutlich seltener Kernbohnen. Diese eignen sich getrocknet sehr gut für Suppen, Eintöpfe und Pürees.

  • Weiße Bohnen haben eine dünne Schale, einen hohen Stärkegehalt, kochen weich und mehlig und schmecken leicht süßlich.
  • Kidneybohnen haben eine kräftige rote Schale, einen mehligen Kern und einen relativ süßen Geschmack – perfekt für Salate oder scharfe Gerichte wie Chili con Carne.
  • Grüne Bohnen werden mitsamt Hülse als Ganzes verwendet, besonders früh geerntete heißen Prinzessbohnen.
  • Schnittbohnen haben flache Hülsen und große Samen – sie machen vor allem als Gemüsebeilage oder im Eintopf eine gute Figur.
  • Puffbohnen (auch Ackerbohnen genannt) sind große, blassgrüne Samenkerne in einer dicken Hülse.

Erfurter Puffbohnen

Im Mittelalter war sie eine der wichtigsten pflanzlichen Eiweißquellen, geriet dann hierzulande fast in Vergessenheit und wird heute als heiße Kandidatin für eine Soja-Alternative gehandelt: Die Rede ist von der Bohne mit den vielen Namen. Egal, ob Du sie Puffbohne, Ackerbohne, Fababohne oder Dicke Bohne nennst: Kaum ein anderes Gemüse enthält – neben allerhand Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen – so viel Protein wie sie!

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Sojabohnen

Sojabohnen stammen aus China und wurden erst vor rund 200 Jahren außerhalb Asiens bekannt. Heute sind sie die meist angebaute Bohne weltweit, zwei Drittel aller Sojabohnen wachsen allein in den USA und Brasilien. In Brasilien werden große Regenwaldflächen abgeholzt, um dort Sojabohnen vor allem für Tierfutter anzubauen. Sojabohnen für Lebensmittel werden immer mehr auch in Europa angebaut. Da sie viel Wärme zum Wachsen brauchen, können sie erst seit kurzem in Deutschland angebaut werden – Grund ist der Klimawandel und neue kälteresistente Sorten.

Mit einem Eiweißgehalt von etwa 37 % sind Sojabohnen echte Proteinbomben! Besonders lecker: frische, unreife, grüne Sojabohnen. Sie werden Edamame genannt und können nach kurzem Blanchieren bereits gegessen werden.

Erbsen

Erbsen sind gelb oder grün und werden oft frisch (unreif) geerntet und oft in der Hülse verkauft. Ausgereifte Erbsen werden hingegen getrocknet und ohne Hülse verkauft. Je größer Erbsen sind, desto mehr Stärke enthalten sie.

  • Palerbsen werden ohne Hülse gegessen und schmecken durch den hohen Stärkeanteil mehlig.
  • Markerbsen werden ebenfalls ohne Hülse gegessen, sind aber nicht so rund wie Palerbsen und schmecken leicht süßlich.
  • Zuckererbsen werden mitsamt der Hülse gegessen, haben einen relativ hohen Zuckergehalt und schmecken leicht süßlich.

Süßlupinen

Süßlupinen wachsen vor allem in Australien. Schon in der Antike wurden sie als Futterpflanze und Gründünger angebaut. Heute sind sie abseits der Nutzung als Tierfutter noch ziemlich unbekannt, aber es gibt bereits Brotaufstriche, Milch- sowie Fleischersatzprodukte und Kaffeeersatz aus Lupinen, denn sie vereinen das Beste aller Hülsenfrüchte in sich: Lupinen haben einen sehr hohen Eiweißgehalt, ihr Fettgehalt ist geringer als der von Sojabohnen, sie haben sehr viele Ballaststoffe und einen ziemlich geringen Puringehalt. Außerdem ist Lupinenprotein geschmacksneutral und kann vielfältiger eingesetzt werden als zum Beispiel Soja-Eiweiß. Auch deshalb sind Lupinen sehr beliebt als Bestandteil glutenfreier Produkte. Traditionell werden die Samen übrigens gewässert und dann eingelegt als Snack gegessen.

In Mitteleuropa wachsen vor allem gelbe, blaue und weiße Lupinen. Sie unterscheiden sich hinsichtlich Standortanspruch, Inhaltsstoffe und Verwertungsmöglichkeiten.

Kichererbse: wärmeliebende Hülsenfrucht mit viel Potenzial

Sie schmecken leicht nussig, gehören zu den ältesten Nutzpflanzen der Welt, wurden schon von Hildegard von Bingen als Heilpflanze angepriesen und mögen es nicht nur warm, sondern auch trocken: Kichererbsen sind die Pflanzen der Zukunft!

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Kategorie: Rohstoffe

4. Mai 2026 by Elisa Gelmroth

So gelingt die perfekte Schaumkrone

Fangen wir mit dem Wichtigsten an: dem Eingießen des Bieres in ein Glas. Denn damit eine perfekte Schaumkrone entsteht – als ideal gilt eine Höhe von 2 cm –, gibt es tatsächlich mehr zu beachten, als man denkt.

Direkt vorweg: Damit die Schaumkrone überhaupt gelingt, braucht es ein wirklich sauberes Glas. Schmutzreste, Fett oder Fusseln vom Geschirrtuch können die Schaumbildung komplett ruinieren. Am besten reinigst Du das Glas vorab gründlich und lässt es an der Luft trocknen. Übrigens: Je schmaler die Öffnung des Bierglases ist, desto stabiler wird der Bierschaum.

Zum Eingießen hältst Du das Glas in einem Winkel von etwa 45 Grad und lässt das Bier langsam an der Innenwand entlangfließen. Wenn das Glas fast vollständig gefüllt ist, neigst Du es langsam in die aufrechte Position und lässt den letzten Rest des Bieres in die Mitte des Glases fließen.

Warmes Bier wird in Minuten eiskalt

Spontaner Besuch kommt vorbei und das Bier ist noch warm? Für dieses Problem gibt es eine einfache Lösung: Fülle eine Schüssel oder einen Eimer mit Eiswürfeln und kaltem Wasser, gib einige Esslöffel Speisesalz darüber und lege die Flaschen ins Eiswasser. Das Salz senkt den Gefrierpunkt des Wassers und beschleunigt den Kühlvorgang enorm. In ein paar Minuten ist das Bier trinkfertig.

Alternativ funktioniert auch der Tiefkühl-Trick: Wickle dafür eine Flasche in feuchtes Küchenpapier und lege sie ins Gefrierfach. Stelle Dir am besten einen Wecker, damit Du die Flasche nicht vergisst und das Bier explodiert.

Eine Person hält ein rundes Bierglas

Goldgelbe Reinheit seit 1516

Etwa 5000 verschiedene Biersorten gibt es in Deutschland, insgesamt acht Milliarden Liter trinken wir Deutschen von dem goldgelben Getränk jedes Jahr. Es ist also kein Wunder, dass es sogar einen Tag des Deutschen Bieres gibt. Den feiern wir übrigens am 23. April! Anlass dafür ist das Reinheitsgebot, das am 23. April 1516 in Bayern verkündet wurde.

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Kein Flaschenöffner? Kein Problem!

Der Klassiker unter den Bier-Notfällen: Der Flaschenöffner ist verschwunden und der Durst groß. Zum Glück lässt sich eine Flasche mit vielen Alltagsgegenständen öffnen – mit einem Feuerzeug, einem Zollstock, einem Schlüssel, einem Stift oder einer zweiten Bierflasche. Der Trick liegt in der Hebeltechnik: Du setzt den Gegenstand unter dem Kronkorken an und hebelst ihn nach oben. Hast Du das Prinzip einmal raus, bekommst Du die Bierflasche mit gefühlt fast allem auf – sogar mit einem gefalteten Blatt Papier. Ein bisschen Übung schadet allerdings nicht.

Bier macht Fleisch zarter – aber nicht auf dem Grill

Bier als Marinade ist ein echter Klassiker unter Hobbygrillern. Die Enzyme im Bier lockern die Fasern auf und machen das Fleisch zarter und geschmackvoller. Viele schwören darauf, Steaks oder Rippchen über Nacht in Bier einzulegen.

Was dagegen keine gute Idee ist: Grillgut während des Bratens mit Bier zu übergießen. Das wirbelt die Glut auf, die sich dann am Fleisch absetzt und bittere, verbrannte Aromen hinterlässt. Also lieber das Bier neben dem Rost trinken statt drüberkippen – schmeckt sowieso besser 😉

Regionales Handwerk, das man schmecken kann

Unsere Tipps funktionieren natürlich mit jedem Bier. Aber wenn Du schon dabei bist, Dein Bier perfekt zu kühlen und einzuschenken – warum nicht gleich zu einem richtig guten greifen? In Thüringen wird seit Jahrhunderten auf vielfältigste Art gebraut: Die Watzdorfer Brauerei bei Bad Blankenburg gibt es seit 1411, die Vereinsbrauerei Apolda blickt auf über 130 Jahre Brautradition zurück, die Privatbrauerei Gessner braut seit rund 400 Jahren in Südthüringen und die Brauerei Neunspringe setzt mit ihren Spezialbieren auf moderne Akzente.

Eine zweite Chance für schales Bier

Schal gewordenes Bier soll angeblich Gold- und Silberschmuck wieder zum Glänzen bringen, wenn man ihn einige Stunden darin einlegt. Bei matten Armaturen funktioniert ein ähnlicher Trick: Fülle eine Plastiktüte mit schalem Bier, stülpe sie über die Armatur und lasse das Ganze über Nacht einwirken.

Kleine Helfer im Alltag

Ein paar Tropfen Bier auf einer leicht verrosteten Schraube wirken als Rostlöser und lassen sie leichter herausdrehen. Und wenn sich im Sommer Fruchtfliegen in der Küche breit machen, lockt eine Schale mit etwas Bier die lästigen Tierchen an – eine simple, aber effektive Falle. Bei hellen Holzmöbeln kann warmes Bier Flecken entfernen, Glanz verleihen und die Farbe auffrischen.

Bier für bessere Haare und Pflanzen

Angeblich soll Bier sogar Haaren und Pflanzen gut tun. Ob’s wirklich stimmt? Kannst Du ausprobieren – musst Du aber nicht.

Die goldgelben Geheimnisse des Bieres

In Deutschland wird Bier meist streng nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut. Heißt: Neben Hopfen, Malz, Hefe und Wasser hat darin nichts verloren – und umgekehrt wäre das Bier ohne Hopfen und Malz nur Hefewasser. Doch was genau ist Malz eigentlich und wofür braucht es den Hopfen im Bier? Wir tauchen in diesem Beitrag tief ins Bier ein und nehmen seine goldgelben Geheimnisse unter die Lupe 🔎

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Kategorie: Lebensmittel

27. April 2026 by Elisa Gelmroth

Zupfbrot besteht eigentlich aus einem ganz normalen, mit Kräuterbutter und Käse geschichtetem Hefeteig. Was es besonders macht, ist die Technik: Der ausgerollte Teig wird in Bahnen geschnitten, gestapelt, in Quadrate geteilt und dann hochkant in eine Kastenform geschichtet. Im Ofen backt das Ganze dann zu einem fluffigen, wellenförmigen Laib zusammen, der aussieht, als würde er nur darauf warten, auseinandergezupft zu werden. Denn für dieses Brot brauchst Du kein Messer oder Schneidebrett– einfach ein Stück rausziehen und genießen. Und bestrichen mit Kräuterbutter und Käse ist es auch schon!

Der Ursprung guten Geschmacks

Gute Kräuter und Gewürze sind in der Küche das A und O. Gerichte schmecken mit guten Kräutern und Gewürzen nicht nur reicher und vielfältiger, sondern brauchen auch weniger Salz.
Was genau ein gutes Gewürz eigentlich auszeichnet, wie Du Kräuter am besten lagern kannst und welche Gewürze und Kräuter in der Thüringer Küche nicht fehlen dürfen, erfährst Du in diesem Beitrag.

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  • Zubereitung: 165 Min
für den Hefeteig:
  • 50 g Backstolz–Margarine von OTHÜNA
  • 250 ml Vollmilch von Dittersdorfer Milch
  • ½ Würfel frische Hefe
  • 500 g Mehl
  • 1 ½ TL Salz
  • 1 Ei
für die Füllung:
  • 1 Bund frische Kräuter
  • 1 Knoblauchzehe
  • 125 g weiche Backstolz-Margarine von OTHÜNA
  • Salz & Pfeffer
  • 100 g Butterkäse von Dittersdorfer Milch

Zubereitung

Schmelze die Margarine für den Hefeteig bei niedriger Temperatur auf dem Herd oder in der Mikrowelle. Rühre dann die Milch ein und löse die Hefe darin auf.

Gib Mehl, Salz und das Ei in eine Schüssel, gieße die Butter-Milch-Mischung dazu und verknete alles etwa 5 Minuten lang zu einem glatten Teig. Forme den Teig zu einer Kugel, decke ihn ab und lasse ihn an einem warmen Ort 45 bis 60 Minuten gehen, bis er sich verdoppelt hat.

In der Zwischenzeit bereitest Du die Kräuterbutter zu. Dafür hackst Du die Kräuter fein, schälst und presst den Knoblauch, vermengst beides mit der weichen Margarine und schmeckst die Kräuterbutter mit Salz und Pfeffer ab. Anschließend reibst Du den Butterkäse fein.

Knete den gegangenen Hefeteig kurz gut durch und rolle ihn dann auf einer leicht bemehlten Fläche zu einem Rechteck von etwa 30 × 45 cm aus. Verstreiche die Kräuterbutter gleichmäßig darauf und streue den fein geriebenen Butterkäse darüber. Nun schneidest Du den Teig quer in fünf Bahnen (à ca. 6 cm). Staple die Bahnen übereinander und schneide sie dann in sechs Quadrate. Lege diese in eine gefettete, hochkant aufgestellte Kastenform übereinander. Decke dann die Form ab und lasse das Zupfbrot nochmal 30 Minuten ruhen.

Nun backst Du das Zupfbrot im auf 180 °C (Ober-/Unterhitze) vorgeheizten Ofen 35 bis 40 Minuten lang. Falls das Brot zu dunkel werden sollte, kannst die Form in den letzten 10 bis 15 Minuten mit Alufolie abdecken. Lasse das Zupfbrot anschließend auskühlen, bevor Du es vorsichtig aus der Form stürzt.

Rezepte für den Tanz in den Mai

Ein Glas Maibowle mit Minze, Limettenspalten und Eiswürfeln
Klassische Maibowle
Waldmeister-Wackelpudding

Kategorie: Kochen, Rezept, Walpurgisnacht

20. April 2026 by Elisa Gelmroth

Von Lebküchlern und Zuckerbäckern

Konditoren stellen Fein- und Süßgebäck her. Dazu zählen zum Beispiel Torten, Kuchen, Pralinés, Petits Fours, Gebäck – und ja, auch Eis! Das Konditorenhandwerk entstand im späten Mittelalter aus der Spezialisierung bestimmter Bäcker, die sich vermehrt auf süßes Gebäck konzentrierten, indem sie Brot mit kandierten Früchten, Honig und Gewürzen anreicherten. Daraufhin nannten sich diese Bäcker Lebküchler bzw. Lebküchner. Aus dem Wachs, das beim Honig für die Lebkuchen als Nebenprodukt anfiel, stellten sie gleichzeitig kunstvolle Kerzen und Wachsfiguren her. Für prachtvolle Wachsbilder schnitzten sie sogar selbst hölzerne Modelle. Diese sogenannte Wachszieherei wurde bis in die jüngste Vergangenheit von einigen Konditoreien betrieben.

Honig, Zimt & Mandeln

Ob Herzen, Sterne, Brezeln, Printen, Dominosteine, als Häuschen oder mit Oblate: Lebkuchen ist die Vielfalt in Gebäckform. Dass Lebkuchen auch gern Pfefferkuchen genannt werden, macht das Zurechtfinden im Lebkuchen-Gewimmel nicht gerade einfacher. Wir erklären Dir die verschiedenen Lebkuchensorten und verraten Dir, ob in Pfefferkuchen wirklich Pfeffer steckt.

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Aus den Lebküchlern entwickelten sich zunächst der Beruf des Zuckerbäckers. Dieser arbeitete zunächst oft auch Apotheker bzw. Arzneimittelhersteller, denn nur sie durften mit exotischen Kostbarkeiten wie Zucker und Gewürzen handeln. Diese kamen damals über Genua und Venedig aus dem Orient und übten eine riesige Anziehungskraft aus, waren aber sehr kostbar und daher den Reichen vorbehalten. Sogar Marzipan aus Venedig wurde in der frühen Neuzeit in Apotheken verkauft.

Mit der zunehmenden Verfügbarkeit und Beliebtheit der Schokolade im 19. Jahrhundert entstand der Beruf des Chocolatiers als Spezialisierung des Konditors. Schokolade nimmt seitdem einen immer wichtigeren Platz in der Konditorei ein.

Der Begriff Konditor stammt vom lateinischen condire ab, das für Tätigkeiten wie einlegen, einmachen, würzen oder einfach lecker zubereiten steht. Arzneimittelhersteller nannte man früher confectionari, abgeleitet von dem Wort Konfekt. So wurde damals eine eingedickte Saft-Honig-Mischung genannt, die in der Regel Medikamente beinhaltete.

Der Arbeitsalltag eines Konditors

Konditoren wiegen und messen Zutaten ab, vermengen sie und bereiten Teige und Massen zu. Sie backen, garnieren und dekorieren – oft nach eigenen Rezepturen oder individuellen Kundenbestellungen. Außerdem müssen sie die Zutaten kontrollieren und richtig lagern, auf gleichbleibende Qualität achten, die fertigen Erzeugnisse verpacken und lagern. Geräte und Maschinen werden regelmäßig gereinigt. In vielen Konditoreien gehört auch die Kundenberatung zum Alltag dazu.

Arbeiten kannst Du als Konditor in Konditoreien, Confiserien, Cafés, in Hotels und Restaurants mit Pâtisserie-Bereich, in der Backwaren- und Süßwarenindustrie oder bei Catering-Unternehmen.

Die Industrie kann in kürzerer Zeit Produkte herstellen, allerdings müssen Arbeitsvorgänge und Rohstoffe an Maschinen angepasst werden – was nicht immer möglich ist. Gerade bei filigranen Dekorationen und individuellen Anfertigungen bleibt Handarbeit unersetzlich.

So wirst Du Konditor

Die Ausbildung zum Konditor dauert drei Jahre und läuft dual ab – Du arbeitest also im Betrieb und lernst parallel in der Berufsschule. Theoretisch ist kein Schulabschluss vorgeschrieben, empfohlen wird aber mindestens ein guter Hauptschulabschluss. Mit Abitur lässt sich die Ausbildungszeit auf zwei Jahre verkürzen.

Im ersten Jahr der Ausbildung stehen die Grundlagen auf dem Programm: Rohstoffverarbeitung und die Herstellung einfacher Backwaren. Im zweiten Jahr vertiefst Du Deine Kenntnisse. Jetzt geht es an Torten, Pralinen und Feingebäck. Im dritten Jahr kannst Du Dich spezialisieren, außerdem planst und führst Du nun selbständig komplexe Aufträge durch.

Im Betrieb lernst Du vor allem die praktische Seite des Berufs kennen, also wie Du Backwaren und Süßigkeiten tatsächlich herstellst. In der Berufsschule kommen die theoretischen Inhalte dazu: Rezepturen, Verarbeitungstechniken, der richtige Umgang mit Maschinen und Geräten, Lebensmittellagerung, Hygienevorschriften und Qualitätssicherung. In der Berufsschule kann es aber auch spezielle Kurse zu Themen wie Eisherstellung und Pâtisserie geben, die nicht jeder Ausbildungsbetrieb vermitteln kann.

Dolce Vita aus dem Tiefkühlfach

Auch ohne Tiefkühltruhe genießt die Menschheit bereits seit Jahrtausenden Eis: Von China über das antike Italien und den arabischen Raum bis in die USA begeistert Eis seit jeher nicht nur Gelehrte, Kaiser und Präsidenten.

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Falls Du Konditor werden möchtest, sind Geschicklichkeit, Kreativität und Sinn für Ästhetik besonders wichtig. Der Arbeitstag kann körperlich anstrengend sein, da Du oft lange stehen können musst. Auch früh aufstehen darf kein Problem für Dich sein (wenn auch nicht ganz so früh wie Bäcker) sowie Arbeitszeiten am Wochenende und an Feiertagen – auch wenn Dich das erst nach der Ausbildung erwartet. Für den Kundenkontakt brauchst Du kommunikative Fähigkeiten.

Während der Ausbildung verdienst Du bei einem Betrieb mit Tarifvertrag etwa 1.070 € brutto im ersten Ausbildungsjahr, 1.140 € brutto im zweiten und 1.280 € brutto im dritten Jahr. In Betrieben ohne Tarifvertrag bekommst Du mindestens den Azubi-Mindestlohn – der liegt etwa 300 € unter dem Tariflohn. Das Einstiegsgehalt nach der Ausbildung beträgt rund 2.700 € brutto im Monat, später auch mehr – je nach Betrieb, Region, Berufserfahrung und Tarifbindung.

Viele Konditoren arbeiten nach der Ausbildung in gewöhnlichen Konditoreien, Cafés oder ähnlichen Betrieben. Mit viel Talent, Können, Kreativität und Arbeit kann es aber hohe Aufstiegsmöglichkeiten geben – zum Beispiel in der Pâtisserie von Luxushotels. Außerdem kannst Du Dich zum Techniker oder zum Konditormeister weiterbilden. Der Meister ist die Voraussetzung für einen eigenen Konditoreibetrieb und die Ausbildung von Lehrlingen.

Berufe in der Ernährungswirtschaft

Das macht ein Bäcker
Das macht ein Süßwarentechnologe

Kategorie: Handwerk, Karriere

16. April 2026 by Elisa Gelmroth

In unserem knackigen Frühlingssalat landen gleich zweierlei Radieschen: frische und eingelegte. Die eingelegten Radieschen bringen dabei eine feine Säure mit, die wunderbar zu den restlichen Zutaten passt. Unser Trick: Zwei Teelöffel vom Sud der eingelegten Radieschen kommen mit ins Dressing. So verbinden wir die Komponenten geschmacklich miteinander und sparen zusätzlichen Essig.

Eingelegte Radieschen im Handumdrehen

Radieschen kennen die meisten als knackiges Topping auf dem Butterbrot oder im Salat. Aber hast du sie schon mal eingelegt? Das geht überraschend schnell, schmeckt fantastisch und verwandelt die kleinen scharfen Knollen in einen süß-sauren Allrounder. Wir zeigen Dir, wie es geht!

zum Rezept
  • Zubereitung: 15 Min
  • Für 4 Personen
Zutaten für den Salat:
  • 6–8 Radieschen
  • 1 kleine Salatgurke
  • ½ Bund Dill
  • 2 EL Omega-3-Öl von der Erfurter Ölmühle
  • 1 TL Honig-Dill-Senf von BORN
  • Salz
  • 6–8 eingelegte Radieschen (inkl. 2 TL Sud)
  • 1 TL Senfsaat von BORN

 

 

 

Passt zu gegrilltem Fleisch, Fisch, Gemüse, Käse – oder perfekt zu unserem Salat! Frischer BORN-Senf wird mit süßem Bienenhonig sowie feinem Dill kombiniert und ergibt ein herrlich vielseitiges Aroma.

Zubereitung

Entferne das Radieschengrün und die Wurzeln von den Radieschen, wasche sie und schneide sie anschließend in etwa 2 mm dünne Scheiben. Falls Du einen Hobel benutzt, werden die Scheiben damit schön gleichmäßig. Wasche die Gurke und schneide oder hoble sie ebenfalls in dünne Scheiben. Hacke den Dill grob.

Verrühre in einer kleinen Schüssel die Zutaten für das Dressing: Sud von den eingelegten Radieschen, Öl und Senf. Schmecke das Dressing mit einer Prise Salz ab. Nun vermengst Du in einer Salatschüssel frische Radieschen, eingelegte Radieschen, Gurkenscheiben, Dressing, Dill und Senfsaat miteinander. Lasse den Salat 5–10 Minuten ziehen und serviere ihn dann. Guten Appetit!

Frühlingshafter Chicorée-Salat

Schon vor Jahren haben wir uns dem Schrecken der Kindheit in Form von Spinat angenommen und Dir das Rezept für unseren köstlichen Kartoffel-Spinat-Auflauf präsentiert. Heute geht es einem anderen gefürchteten Gemüse an den Kragen: dem Chicorée. Wir kombinieren ihn mit mildem Feldsalat, süßem Honig und saftigen Orangen, um den Bittergeschmack abzuschwächen.

zum Rezept

Kategorie: Rezept, Saisonales

13. April 2026 by Elisa Gelmroth

Eingelegte Radieschen sind (noch) ein kleiner Küchen-Geheimtipp, dabei bringen sie lauter Vorteile mit sich: Radieschen werden so im Handumdrehen haltbar gemacht, sie bleiben trotzdem schön knackig und der Geschmack lässt sich je nach Gewürzen und Essig beliebig anpassen. Noch dazu schmecken sie auf Broten, in Sandwiches und auf Burgern, zu Frischkäse oder Quark und natürlich in Salaten. Im Kühlschrank bleiben sie mehrere Wochen frisch. Und als schöner Nebeneffekt löst sich mit der Zeit der Farbstoff aus dem Rand der Radieschen und verfärbt sowohl den Sud als auch die Scheiben rosa.

Das hat jetzt Saison: Radieschen

Eines der ersten Gemüse, die man im Frühling im Beet oder auf dem Balkon aussäen kann, ist das Radieschen. In der Erde wächst es innerhalb kürzester Zeit von einem Samenkorn zu einer kleinen Knolle heran und verträgt dabei auch kältere Temperaturen.

 

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Tipps & Tricks

Verwende kein Jodsalz zum Einlegen, da Jod die Radieschen weich werden lässt.
Kleine Radieschen kannst Du zwar auch im Ganzen einlegen, aber wir empfehlen, die Radieschen grundsätzlich in Scheiben zu schneiden – dafür eignen sich große Radieschen besonders gut. Je dünner Du die Scheiben schneidest (ca. 2 mm sind perfekt), desto schneller nehmen sie den Geschmack des Suds an.
Die Radieschen sind nach ein paar Stunden im Kühlschrank schon genießbar, richtig gut schmecken sie aber erst nach mindestens 24 Stunden im Kühlschrank.
Falls Du eingelegte Radieschen noch länger haltbar machen möchtest, kannst Du das abgekühlte Glas bei 90° C etwa 30 Minuten lang einkochen. Allerdings werden sie dann ziemlich weich, weshalb wir lieber darauf verzichten.

Knackiger Frühlingssalat mit Gurken und zweierlei Radieschen

Dieser Salat ist richtig simpel – und schmeckt richtig lecker! Er bringt frische und eingelegte Radieschen zusammen und schmeckt damit gleich doppelt knackig. Gurke sorgt für noch mehr Frische, Dill verleiht dem Salat den typischen Frühlingsgeschmack und Thüringer Senfsaat von BORN bringt einen leichten Schärfekick mit. So passt der Salat perfekt als leichte Beilage zu Gegrilltem oder als erfrischende Vorspeise zu einem deftigen Hauptgang.

zum Rezept

Die Grundzutaten für eingelegte Radieschen sind simpel: Essig, Wasser, Salz und Zucker. Schon mit der Wahl des Essigs kannst Du die Geschmacksrichtung beeinflussen: Weißweinessig sorgt für eine neutrale Basis, Apfelessig verleiht dem Ganzen fruchtige Noten, und Kräuter-Essig wie der von BORN unterstreicht die feinen Kräuter- und Gewürznoten im Sud.

Neben den Grundzutaten kannst du verschiedenste Gewürze ins Glas geben: schwarze oder rote Pfefferkörner, Lorbeerblätter, Koriandersaat, Senfkörner von BORN, Nelken, Fenchelsamen, Chili, Dill, Knoblauch, frische Kräuter und sogar Honig. Hier kannst Du richtig kreativ werden, experimentieren und Deinen persönlichen Lieblingssud finden.

  • Zubereitung: 20 Min
Zutaten:
  • 1 Bund große Radieschen
  • ½ TL Senfkörner von BORN
  • ½ TL rote Pfefferkörner
  • 1 EL Dillspitzen
  • 1 Knoblauchzehe
Für den Sud:
  • 150 ml Wasser
  • 100 ml Kräuter-Essig von BORN
  • 15 g Zucker
  • 5 g Meersalz

Zubereitung

Entferne das Radieschengrün und die Wurzeln von den Radieschen, wasche sie und schneide sie anschließend in etwa 2 mm dünne Scheiben. Falls Du einen Hobel benutzt, werden die Scheiben damit schön gleichmäßig. Fülle dann die Radieschenscheiben in ein sauberes, ausgekochtes Einmachglas und gib die Senfkörner, Pfefferkörner, Dillspitzen sowie eine geschälte Knoblauchzehe dazu.

Koche nun Wasser, Essig, Zucker und Salz kurz auf, bis sich Zucker und Salz aufgelöst haben. Gieße den Sud vorsichtig über die Radieschen, bis sie komplett bedeckt sind. Verschließe das Glas sofort luftdicht und stelle es nach dem Abkühlen in den Kühlschrank.

Mehrere Gläser mit eingelegtem Gemüse

Sommer im Glas

Im Sommer weißt Du nicht wohin mit dem Obst und Gemüse aus Deinem Garten und im Winter gibt es im Supermarkt nur wässrige Birnen zu kaufen? Zum Glück gibt es mehrere Möglichkeiten, die köstlichen Aromen des S­­ommers für den Winter zu konservieren.

Obst & Gemüse haltbar machen

Kategorie: Kochen, Rezept, Saisonales

7. April 2026 by Elisa Gelmroth

Wie funktioniert eine Heißluftfritteuse?

Die erste Heißluftfritteuse hat Philips 2010 auf den Markt gebracht und seit ein paar Jahren sind die Geräte voll im Trend. Das Prinzip ist im Grunde simpel: Ein Heizelement erzeugt heiße Luft, die ein Ventilator mit bis zu 70 km/h im Inneren verteilt. Der Garkorb, in dem die Speisen liegen, ist perforiert – so kann die Luft ungehindert zirkulieren und das Essen von allen Seiten umströmen. Im Prinzip ist ein Airfryer also nichts anderes als ein kleiner, leistungsstarker Umluft-Backofen mit sehr schneller Luftzirkulation.

Damit lässt sich frittieren, grillen, garen und backen. Ob Hähnchen, Steak, Bratwurst oder Lammspieße, Kartoffeln, Brokkoli, Rosenkohl oder Paprika, Nudeln, Gnocchi, Aufläufe oder sogar Nachtisch wie Kaiserschmarrn und Quarkkeulchen – die Bandbreite ist groß. Und weil kaum Öl nötig ist, spart das im Vergleich zum Frittieren oder Anbraten in der Pfanne ordentlich Kalorien.

Falls Du Ofenrezepte für die Heißluftfritteuse umrechnen möchtest, gibt es eine Faustregel: die Temperatur um 20 °C senken und die Garzeit um 20 % verkürzen.

Vorteile: schnell, sparsam, unkompliziert

Der größte Vorteil liegt auf der Hand: Traditionelle Fritteusen brauchen viel Öl, ein Airfryer macht das Essen mit heißer Luft knusprig – ohne oder mit nur ein paar Spritzern Öl. Das spart nicht nur Fett, sondern auch Nerven und vielleicht sogar etwas Zeit. Öl muss nicht erhitzt, gefiltert oder entsorgt werden, es gibt keine Fettspritzer und der penetrante Frittiergeruch bleibt aus.

Dazu kommt: Die Geräte sind schnell einsatzbereit. Anders als ein Backofen brauchen sie in der Regel keine Vorheizzeit. Zusammen mit dem kleineren Garraum ist der Stromverbrauch deutlich geringer – gerade bei kleinen Portionen ist ein Airfryer deshalb richtig effizient. Der Garkorb mit Einsatz ist antihaftbeschichtet und spülmaschinenfest, lässt sich also ohne großen Aufwand reinigen.

Die Bedienung ist unkompliziert: Timer, automatische Abschaltung und flexible Temperatureinstellung machen den Airfryer auch für diejenigen leicht bedienbar, die sonst nicht so viel in der Küche stehen.

Nachteile: Kapazität, Geschmack, Lautstärke

Natürlich gibt es auch ein paar Haken, allen voran die Größe. Standardmodelle sind relativ klein. Wer für mehrere Personen kocht, braucht oft mehrere Durchgänge, was ziemlich nervig sein kann. Mittlerweile gibt es zwar Airfryer mit mehreren Fächern oder größerem Volumen, vielleicht lohnt sich dann aber eher ein Multifunktionsofen mit eingebauter Heißluftfritteuse.

Der zweite Punkt betrifft den Geschmack: Fett ist ein intensiver Geschmacksträger. Fehlt es, schmeckt das Ergebnis weniger vollmundig, die Textur kann trockener sein. Wer den authentischen, fettigen Frittier-Geschmack erwartet, wird enttäuscht – aus dem Airfryer kommt das Essen eher knusprig-kross statt buttrig-fettig. Und: Frittieren in Öl geht schneller als Frittieren mit Luft, weil die Hitzeübertragung im Öl effizienter abläuft.

Dann ist da noch der Platzbedarf: Ein Airfryer braucht einiges an Raum auf der Arbeitsplatte oder im Schrank. Und der Ventilator macht kontinuierlich Geräusche. Die sind zwar nicht dramatisch laut, können aber bei längeren Garzeiten stören.

Schließlich kann das Ergebnis beim Garen unregelmäßig werden, wenn der Korb zu voll ist oder die Speisen zu dicht beieinanderliegen. Deshalb solltest Du den Inhalt des Garkorbs zwischendurch ruhig mal schütteln oder wenden.

Auch Kartoffelpuffer kannst Du im Airfryer zubereiten – zum Beispiel die zwei neuen Varianten von Heichelheimer, die auch für die Zubereitung in der Heißluftfritteuse entwickelt wurden. Die Sorte Gartengemüse enthält Erbsen und Möhren, in den leicht scharfen Tex-Mex-Reibekuchen stecken Mais und Paprika. Beide Varianten sind vegan und glutenfrei, bestehen aus frisch geriebenen Kartoffeln mit frischen Zwiebeln und werden in Gusseisenpfannen vorgebraten, wodurch sie wie hausgemacht schmecken. Gib die Kartoffelpuffer einfach in den Airfryer, warte ein paar Minuten, wende sie eventuell – fertig!

Heichelheimer im Portrait

So bekommst Du die besten Ergebnisse

Damit Dein Essen im Airfryer gelingt, gibt es ein paar einfache Regeln. Befülle den Korb nur in einer einzigen Schicht, damit die Heißluft gut zirkulieren kann. Ein Teelöffel oder Sprühstoß Öl sorgt für mehr Bräune und Knusprigkeit, ist aber nicht zwingend nötig.

Regelmäßiges Schütteln und Wenden hilft für gleichmäßige Bräune. Achte darauf, dass das Essen nicht zu feucht ist: Gemüse mit hohem Wasseranteil wird eher matschig. Für flüssigere Speisen nutzt Du am besten hitzebeständige Formen.

Lohnt sich ein Airfryer?

Ob sich eine Heißluftfritteuse für Dich lohnt, hängt also vor allem davon ab, was Du kochst und wie viel Platz Du hast. Wenn Du regelmäßig kleine Portionen zubereitest, auf schnelles Essen Wert legst und gern TK-Produkte, Pommes, Hähnchen oder krosses Gemüse isst, kann ein Airfryer den Alltag deutlich erleichtern. Falls Du aber eine große Familie oder kleine Küche hast und vor allem frisch kochst, lohnt sich eine Heißluftfritteuse vermutlich eher nicht.

Der große Öl-Guide

Fett galt lange als durchweg ungesund, dabei gibt es durchaus gesunde Öle. Wir stellen Dir die gängigsten Pflanzenöle vor, widmen uns den gesättigten und ungesättigten Fettsäuren und klären auf, was der Unterschied von raffinierten und kaltgepressten Ölen ist.

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Kategorie: Braten, Innovation, Produktvorstellung

30. März 2026 by Elisa Gelmroth

Streng genommen handelt es sich bei einem Crumble um einen Streuselkuchen ohne Boden, also mit Streuseln überbackene Früchte. Der Crumble wurde vermutlich während des Zweiten Weltkriegs in England erfunden und ist bis heute in Großbritannien und den USA sehr beliebt – immerhin geht die Zubereitung sehr schnell und Du brauchst nur wenige Zutaten, die viele sowieso immer zuhause haben. Außerdem eignet sich so gut wie jedes Obst dafür, was den Crumble zu einer perfekten Resteverwertungsmöglichkeit macht. Kurz: Es ist das perfekte Rezept, wenn spontan Besuch vorbeikommt oder Du akuten Heißhunger auf noch ofenwarmen Kuchen ohne großen Aufwand hast.

Tipps & Tricks für den Rhabarber-Crumble

Passend zum Beginn der Rhabarber-Saison bereiten wir diesmal Rhabarber-Crumble zu. Falls Du keinen rotstieligen Rhabarber zur Hand hast, kannst Du 100 g des Rhabarbers durch 100 g tiefgekühlte Himbeeren ersetzen – das sorgt für eine richtig schöne rote Farbe.

Für perfekte Streusel nutzen wir die 2-1-1-Faustformel: Auf zwei Teile Mehl kommen ein Teil Butter und ein Teil Zucker. Übrigens kannst Du bis zu ein Drittel des Mehls auch durch zarte Haferflocken, Mandeln oder ähnliches ersetzen.

Sollte wider Erwarten ein Rest vom Crumble übrig bleiben, hält er sich im Kühlschrank noch zwei, drei Tage. Er schmeckt auch kalt hervorragend oder kann einfach nochmal aufgewärmt werden. Falls Du Crumble vorab vorbereiten oder auf Vorrat parat haben möchtest, kannst Du ihn einfrieren – auch ungebacken.

Durch die Marina-Margarine von OTHÜNA wird dieses Rezept „aus Versehen“ vegan. Die stabile Konsistenz der kalten Marina-Margarine verhindert, dass die Streusel beim Backen zerlaufen.

Rhabarber im Garten

Rhabarber hat jetzt Saison

Rhabarber ist gesund und kann nicht nur schnell und einfach, sondern auch vielseitig verarbeitet werden. Kurz: Es gibt viele Gründe, das süßsaure Gemüse zu lieben!

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  • Zubereitung: 45 Min
  • Für 4 Personen
für den Rhabarber:
  • 500 g geputzter Rhabarber
  • 2 Pck. Vanillezucker
  • 10 g Speisestärke
für die Streusel:
  • 150 g Mehl
  • 75 g kalte Marina-Margarine von OTHÜNA
  • 75 g Zucker
  • 1 Prise Salz

Zubereitung

Bereite zuerst den Rhabarber vor: Entferne Schmutz und den Strunk, schäle faserige Stangen und schneide sie in 1 bis 2 cm große Stücke. Vermenge den Rhabarber mit Vanillezucker und Speisestärke und gib ihn in eine ofenfeste, gefettete Form.

Verknete Mehl, kalte, in Würfel geschnittene Margarine, Zucker und Salz mit Knethaken oder den Händen zügig zu Streuseln. Verteile sie über die Rhabarber-Stücke.

Backe den Crumble im vorgeheizten Backofen bei 180° C (Ober-/Unterhitze) etwa 30 bis 40 Minuten, bis die Streusel goldbraun sind.

Der Crumble schmeckt direkt heiß aus dem Ofen, aber auch lauwarm und kalt. Dazu passt etwas Vanillesauce, Schlagsahne oder Vanilleeis hervorragend.

Unsere Rhabarberkuchen 🥧

Streuselkuchen mit Rhabarber-Kompott
Feine Rhabarbertarte

Kategorie: Backen, Ostern, Rezept, Saisonales

23. März 2026 by Elisa Gelmroth

Die Geschichte der Senf-Eier reicht weit zurück. Ursprünglich stammt das Gericht vermutlich aus Norddeutschland, dazu passend hielt Betty Gleim das Rezept 1843 in ihrem Bremischen Kochbuch fest. Zwei Jahre später erschien es auch in Henriette Davidis Praktischen Kochbuch.
In den Jahren danach verbreitete sich das Rezept schnell in ganz Deutschland. Die Zutaten waren für jeden erschwinglich, die Zubereitung unkompliziert und das Ergebnis machte die ganze Familie satt. So wurde es zu einem echten Klassiker der deutschen Küche, der bis heute auf vielen Tellern landet und direkt Kindheitserinnerungen weckt.

Das Herzstück des Gerichts ist natürlich die Senfsauce. Sie basiert auf einer klassischen Mehlschwitze, die mit Milch und Brühe aufgegossen und am besten mit zweierlei Senf verfeinert wird. Die Kunst dabei liegt vor allem im gründlichen Rühren – nur so bleibt die Sauce vor lästigen Klümpchen verschont. Sollten trotzdem welche entstehen, gibt es einen einfachen Rettungstrick: Gieße die Sauce durch ein feines Sieb. Wird die Sauce zu dick, hilft etwas zusätzliche Brühe oder Milch. Und ist sie zu flüssig, lässt Du sie einfach noch ein paar Minuten einkochen.

Der Ursprung der Welt

Das Ei ist eine tolle Sache: praktisch verpackt und einfach zubereitet 🥚 Gerade in der Osterzeit ist es aus der Küche nicht wegzudenken. Wir verraten Dir, wie perfekt gekochte Eier gelingen, was der Code auf den Eiern bedeutet, wie Du herausfindest, ob ein Ei noch frisch ist und wie Du Eier ersetzen kannst, wenn Du mal keine parat hast.

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Wir nehmen für unsere Senfsauce natürlich BORN-Senf aus Thüringer Senfsaat. Besonders der körnige Senf macht in der Sauce den Unterschied: Die ganzen, knackigen Senfkörner enthalten ihr volles, ursprüngliches Aroma und sorgen nicht nur für intensiven Geschmack, sondern auch für eine interessante Textur. Kombiniert mit dem mittelscharfen Senf wird die Sauce so richtig schön rund, würzig und vollmundig.

Serviert werden die Eier mit Senfsauce klassischerweise mit Salz- oder Pellkartoffeln, aber auch Kartoffelbrei passt hervorragend dazu.

Übrigens gibt es auch noch eine andere spannende Variante des Gerichts: die verlorenen Eier. Dabei werden rohe Eier direkt in die fertige Senfsauce geschlagen und bei niedriger Hitze etwa 10 Minuten lang darin sanft gegart. Das erfordert aber einiges an Fingerspitzengefühl bei der Temperatur. Ist die Sauce zu heiß, wird das Eiweiß zäh und flockt aus. Ist die Sauce zu kalt, werden die Eier nicht richtig gar. Findest Du die richtige Temperatur, wird das Ergebnis aber wirklich köstlich!

Gelb-scharfer Klassiker aus Erfurt

1820 gründeten die Brüder Wilhelm und Louis Born in Ilversgehoven bei Erfurt eine Knochenmehl-, Essig- und Senffabrik. Jetzt, rund 200 Jahre später, ist BORN die Thüringer Nummer 1 in Sachen Senf. Die kleinen Becher mit dem Springbrunnen-Logo stehen in fast jeder Kühlschranktür Thüringens und reichen geschmacklich von Feigen-, Bier- und Walnuss-Senf bis hin zu limitierten Sondereditionen.

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BORN-Senf auf der Roster im aufgeschnittenen Brötchen
  • Zubereitung: 30 Min
  • Für 4 Personen
Zutaten für die Senfsauce:
  • 50 g Marina-Margarine von OTHÜNA
  • 50 g Mehl
  • 350 ml Vollmilch von Dittersdorfer Milch
  • 350 ml Gemüsebrühe
  • 1,5 EL mittelscharfer BORN-Senf
  • 1,5 EL körniger BORN-Senf
  • Salz
  • ggf. Zucker, Essig oder Zitronensaft, Muskat
Außerdem:
  • 8 Eier
  • ca. 800 g Kartoffeln
  • frische Kresse oder Kräuter zum Garnieren
  • ggf. Kapern

Zubereitung

Schäle die Kartoffeln und schneide größere Exemplare in Stücke. Gib sie in einen Topf mit Salzwasser und koche sie etwa 20 Minuten lang, bis sie gar sind.

Während die Kartoffeln kochen, setzt Du die Eier in einem separaten Topf auf. Koche sie je nach gewünschter Konsistenz, bis sie wachsweich oder hart gekocht sind. Schrecke die Eier anschließend mit kaltem Wasser ab, schäle sie und halbiere sie.

Für die Senfsauce erhitzt Du die Margarine bei mittlerer Hitze in einem Topf und rührst das Mehl gründlich mit dem Schneebesen ein. Achte darauf, dass möglichst keine Klümpchen entstehen. Gieße nun bei niedriger Hitze langsam die Milch und die Brühe dazu, rühre dabei immer weiter. Lasse die Sauce dann unter häufigem Rühren köcheln, bis sie eine schön cremige Konsistenz hat – das dauert bis zu 10 Minuten.

Nimm den Topf mit der Sauce vom Herd und rühre beide Senfsorten unter. Schmecke die Sauce anschließend mit Salz ab. Falls Du magst, kannst Du sie mit einer Prise Zucker, einem Spritzer Essig oder Zitronensaft und etwas Muskat abrunden.

Serviere die Salzkartoffeln mit der Senfsauce und den halbierten Eiern. Garniere sie ggf. mit frischer Kresse oder gehackten Kräuter und ein paar Kapern.

Weitere Rezepte mit viel Senf 😋

Duroc-Kotelette unter Senf-Zwiebel-Kruste
Thüringer Rostbrätel

Kategorie: Kochen, Lebensmittel, Ostern, Rezept

16. März 2026 by Elisa Gelmroth

Für jeden Läufer ein Baum

Mitte Mai auf dem Rennsteig: Über 1.200 Nordic-Walker schnüren ihre Stöcke und machen sich auf den Weg von Oberhof nach Schmiedefeld. 21 Kilometer liegen vor ihnen – und für jeden wird ein Baum gepflanzt. 1.208 Europäische Lärchen für 1.208 Läufer, bezahlt von Thüringer Waldquell und zusammen gepflanzt mit ThüringenForst im Schmalkalder Ehrental, einem idyllischen Tal mit Wäldern und Wanderwegen. Oder besser: mit dem, was von den Wäldern übrig geblieben ist. Denn ein Viertel der Fichten ist bereits dem Borkenkäfer zum Opfer gefallen.

Die Europäische Lärche wurde dabei nicht zufällig von ThüringenForst ausgewählt. ThüringenForst bewirtschaftet rund 200.000 Hektar Landeswald im Freistaat und weiß genau, wo welche Bäume gebraucht werden. Bei der Auswahl von Flächen und Baumarten berücksichtigen die Forstexperten den klimagerechten Waldumbau. Deshalb wachsen im Ehrental nun an einigen Stellen bereits Lärchen statt Fichten. Die Europäische Lärche wächst schnell und kommt mit Trockenheit deutlich besser zurecht als die Fichte, die unter dem Klimawandel zunehmend leidet. Wälder profitieren davon, wenn sie gezielt mit standortgerechten und klimaresilienten Arten ergänzt werden – genau das passiert bei den Pflanzaktionen von Thüringer Waldquell. Aus den 1.208 Setzlingen wird 0,7 Hektar klimastabiler Wald entstehen. Nicht umsonst lautet das Motto von Thüringer Waldquell Unser Wald. Unser Wasser.

Der GutsMuths-Rennsteiglauf findet seit 1973 jedes Jahr Mitte Mai auf dem Rennsteig statt und ist Europas größter Crosslauf. Neben Supermarathon, Marathon, Halbmarathon und weiteren Strecken gibt es auch die 21 km lange Nordic-Walking-Tour, die Thüringer Waldquell seit 2006 unterstützt. Das Unternehmen stellt nicht nur Mineralwasser für alle Rennsteiglauf-Strecken zur Verfügung, sondern spendet eben auch für jeden Nordic-Walker einen Baum.

Wasser

Internationaler Weltwassertag

Ohne Wasser könnten wir nicht existieren. Wir nehmen das wertvolle Gut oft als selbstverständlich hin, obwohl es nur begrenzt verfügbar ist. Während wir Thüringerinnen und Thüringer täglich etwa 92 Liter Wasser verbrauchen, haben zwei Milliarden Menschen weltweit pro Tag höchstens zehn Liter sauberes Trinkwasser zur Verfügung – so viel, wie wir täglich allein zum Händewaschen und Trinken verbrauchen.

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Warum sich Thüringer Waldquell um Bäume kümmert

Das Mineralwasser von Thüringer Waldquell stammt aus den Tiefen des Thüringer Waldes. Jeder Tropfen hat vorher einen langen Weg durch den Wald und verschiedene darunterliegende Gesteinsschichten hinter sich gebracht. Der Waldboden funktioniert dabei wie ein riesiger Schwamm: Er sammelt Wasser, speichert es und gibt es langsam wieder ab. Das mindert nicht nur die Hochwassergefahr, sondern sichert auch die Wasserversorgung in trockenen Zeiten.

Beim Versickern in den Waldboden wird das Niederschlagswasser auf natürliche Weise mechanisch, biologisch und chemisch gereinigt. Schadstoffe werden gebunden oder von Mikroorganismen im Boden abgebaut. Was am Ende ins Grundwasser gelangt, hat Trinkwasserqualität. Deshalb ist es auch kein Zufall, dass 40 % der deutschen Trinkwasserschutzgebiete im Wald liegen.

Aber nur ein gesunder Wald kann Wasser aufnehmen und filtern – und dieses System gerät immer stärker unter Druck. Der Klimawandel sorgt dafür, dass weniger Wasser verfügbar ist, Bäume leiden unter Hitze- bzw. Trockenstress und werden dadurch anfälliger für Borkenkäfer. Noch dazu steigt die Waldbrandgefahr und schwere Maschinen verdichten bei der Holzernte den Boden dauerhaft, sodass an diesen Stellen kaum noch Wasser versickern kann. All das führt zu einem immer stärkeren Baumsterben. Doch wenn zu viele Bäume absterben (ab 25 % eines Waldes wird es kritisch), fließt immer mehr Wasser oberflächlich ab, anstatt bis ins Grundwasser zu sickern, und die Nitratkonzentration im Quellwasser steigt.

Welche Bäume im Wald wachsen, hat einen großen Einfluss auf den Wasserhaushalt. An der großen Blattoberfläche von Nadelbäumen verdunstet viel Wasser, bevor es überhaupt den Boden erreicht. Bei Laubbäumen hingegen werden Niederschläge zum Stamm hin abgeleitet und können im Winter ungehindert in den Boden einsickern. Der klimagerechte Waldumbau berücksichtigt diese Unterschiede: Ein Mischwald mit verschiedenen Baumarten ist nicht nur klimastabiler, sondern auch effizienter.

Ein Schluck vom Thüringer Wald aus Schmalkalden

Mehr als 70 Jahre lang sprudelte die Lauraquelle in Schmalkalden. 1993 wurde sie abgerissen, Mineralwasser aus Schmalkalden wird trotzdem weiter in Flaschen abgefüllt und heißt heute Thüringer Waldquell. Bevor das Wasser in die Flaschen kommt, fließt es übrigens jahrezehntelang durch verschiedenste einzigartige Gesteinsschichten. In jedem Schluck Mineralwasser steckt also auch ein Stück vom Thüringer Wald.

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Ein Mann kontrolliert eine Mineralwasserflasche von Thüringer Waldquell.

Engagiertes Aufforsten und nachhaltiges Wirtschaften

Die Baumspenden für die Nordic-Walking-Tour sind längst nicht die erste Aktion von Thüringer Waldquell. Seit 2006 engagiert sich Thüringer Waldquell für den Thüringer Wald, mittlerweile hat das Unternehmen 48.000 Bäume gespendet. So gab es zum Beispiel im Jahr 2015 bei der Landesgartenschau in Schmalkalden für jeden 100. Besucher einen Baum – am Ende hat Thüringer Waldquell 3.100 Setzlinge gespendet. Auch die Hänge der Ohratalsperre hat das Unternehmen schon mit neuen Bäumen versorgt. Die 48.000 neuen Bäume werden in den kommenden Jahren zu einem klimastabilen Wald heranwachsen, Wasser filtern, Kohlenstoffdioxid binden und letztlich auch die Region stärken. Und vielleicht trinkst Du in ein paar Jahrzehnten ein Mineralwasser, das genau durch diesen Wald gefiltert wurde.

Thüringer Waldquell ist das beliebteste Mineralwasser Thüringens und der produktivste Brunnen des Freistaats. Über 150 Mitarbeiter produzieren hier jährlich mehr als 120 Millionen Liter Getränke unter den Marken Thüringer Waldquell, Rennsteig und VITA COLA. 72 % der Getränke werden in Mehrwegflaschen abgefüllt, die Transportwege bleiben bewusst kurz (das Wasser wird nur in Thüringen verkauft) und der Strom kommt zu 100 % aus regenerativer Wasserkraft.

Thüringer Waldquell setzt sich nicht nur in Form von neuen Bäumen für den Thüringer Wald ein, sondern hat auch das Bildungsprogramm Wald macht Schule initiiert, bei dem Thüringer Grundschüler vor Ort im Wald den natürlichen Wasserkreislauf spielerisch, experimentierend und forschend kennenlernen. Das Programm ist Teil der Initiative Bildung für nachhaltige Entwicklung des Bundesbildungsministeriums und wird von zertifizierten Waldpädagogen von ThüringenForst durchgeführt.

Wie der Klimawandel unsere Ernährung beeinflusst

Ein zuverlässiger Zugang zu sauberem Wasser ist die Grundlage für ein gutes Leben und eine gesunde Ernährung – und damit auch für die Landwirtschaft. Doch durch den Klimawandel gerät die wertvolle Ressource immer stärker unter Druck, denn unser Wasserbedarf steigt durch den Klimawandel und das Bevölkerungswachstum stetig weiter an.

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Kategorie: Produktion, Südwestthüringen

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