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Beitrag

10. August 2026 by Elisa Gelmroth

Wie die Paprika nach Europa kam

Botanisch zählt die Paprika zu den Nachtschattengewächsen. Bis sie zu der wurde, wie wir sie heute kennen, hat sie eine lange Reise über mehrere Kontinente hinter sich gebracht: Ursprünglich stammt die Paprika aus Mittel- und Südamerika, wo bereits Azteken und Maya sie kultivierten. Als Wildform wuchs sie dort schon vor 9.000 Jahren. Nach Europa gelangte die Pflanze erst Ende des 15. Jahrhunderts – mitgebracht von Christoph Kolumbus. In Europa hielt man sie lange für eine hübsche Zierpflanze, bis sie Ende des 18. Jahrhunderts nach Ungarn kam. Dort wurde sie sofort extrem beliebt, diesmal auch als Gemüse, und in der Folge intensiv gezüchtet und angebaut. Um 1950 gelang in Ungarn dann sogar die Züchtung der ersten Gemüsepaprika ganz ohne Schärfe. Seitdem ist sie auch in Deutschland beliebt. Ihr scharfer Vorgänger hatte da – ähnlich wie die Kartoffel und Tomate – schon lange weltweit die Ernährungsgewohnheiten verändert: Chili gehört bis heute zu den am weitesten verbreiteten Zutaten, um Gerichte schärfer zu machen.

Der Name der Paprika stammt zwar aus dem Ungarischen, geht ursprünglich aber auf das Serbokroatische zurück und bedeutet so viel wie die, die scharf ist.

Paprika mag es warm und sonnig, deshalb wächst sie heute weltweit vor allem in warmen Regionen. In kühleren Gegenden gelingt der Anbau meist nur mithilfe von Gewächshäusern oder Folientunneln. Die größten Paprika-Produzenten weltweit sind China, Mexiko, Indonesien und die Türkei, in Europa liegen Spanien und die Niederlande vorn. Allein 45 % der weltweiten Paprika-Ernte stammt aus China! 2022 wurden weltweit rund 37 Millionen Tonnen Paprika geerntet, Chili eingeschlossen.

Aus Thüringen kommt mittlerweile nur noch wenig Paprika: Wurden zwischen 1996 und 2001 hier noch jedes Jahr über 14 Tonnen geerntet, waren es 2025 nur noch 4 Tonnen. Auch deutschlandweit ist kaum noch Paprika aus heimischem Anbau im Handel zu finden: Nur 4 % stammen aus Deutschland, 82 % werden aus Spanien und den Niederlanden importiert.

Paprika-Sorten im Überblick 🫑

  • Blockpaprika: der Klassiker im Gemüseregal
  • Spitzpaprika: läuft am unteren Ende spitz zusammen, schmaler und länger als die Blockpaprika
  • Tomatenpaprika: erinnert äußerlich an eine Tomate, lässt sich perfekt füllen
  • Kirschpaprika: nur etwa 3 cm groß, beliebt für Antipasti
  • Snackpaprika: relativ klein, enthält nur wenige Samen
  • Gewürzpaprika: sehr unterschiedlich geformt, oft klein und kegelförmig

Das verrät die Farbe der Paprika

Saison hat Paprika bei uns von August bis September, teils auch schon im Juli oder noch bis Oktober. Nachreifen tut sie nach der Ernte allerdings nicht mehr. Den Reifegrad verrät übrigens die Farbe der Schale (auch wenn nicht jede Sorte während der Reifung die Farbe wechselt): Grüne Paprika ist noch unreif und schmeckt herb, gelbe Paprika ist mild-würzig und rote Paprika schmeckt kräftig-süßlich.

Paprika besteht zwar zu über 90 % aus Wasser, kann aber trotzdem mit guten Inhaltsstoffen punkten. Die rote Variante hat es dabei besonders in sich: Sie enthält von allen Paprika-Farben den höchsten Nährstoffgehalt und bis zu dreimal so viel Vitamin C wie eine Zitrone! Allerdings nur, wenn Du sie roh isst, denn Vitamin C ist hitze- und lichtempfindlich und geht beim Kochen verloren. Außerdem steckt in reifer Paprika viel Beta-Carotin, auch als Provitamin A bekannt.

Manche können die Haut der Paprika nur schwer verdauen. In dem Fall hilft es, die Haut der Paprika mit einem Sparschäler zu entfernen. Alternativ kannst Du die Paprika im Ofen grillen und abgedeckt ausdampfen lassen – so lässt sich die Haut danach ganz einfach abziehen.

So bleibt Paprika lange frisch

Eine frische Paprika erkennst Du an ihrer unversehrten, festen, glänzenden und knackigen Haut ohne matschige oder schrumpelige Stellen. Außerdem hat sie einen grünen, frisch aussehenden Stängel. Nach dem Einkauf lagerst Du Paprika am besten im Keller oder in einer kühlen Speisekammer, da sie empfindlich auf Kälte reagiert. Dort hält sich Paprika bis zu eine Woche, bei Zimmertemperatur nur etwa drei Tage. Zur Not kann sie auch im Gemüsefach des Kühlschranks gelagert werden, verliert dort mit der Zeit aber ihr Aroma. Grüne Paprika hält sich übrigens etwas länger als andersfarbige Paprika-Schoten.

Gemüse auf dem Rost

In Thüringen fühlt es sich schon fast verboten an, mal etwas anderes als Rostbratwurst oder Rostbrätel auf den Rost zu legen. Dabei läuft Gemüse über Holzkohle zu Hochtouren auf! Ob Zucchini, Paprika, Fenchel oder sogar Avocado: Auf dem Rost entwickelt Gemüse feine Röstaromen und ganz neue Texturen. Mit einer leichten Marinade dazu erinnert es uns direkt an Antipasti wie im Urlaub. Wer kann da noch widerstehen?

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Was Paprika so scharf macht

Auch Chilis und Peperonis zählen zur Paprika. Sie unterscheiden sich von der Gemüsepaprika vor allem durch ihre Schärfe. Verantwortlich dafür ist Capsaicin, der in erster Linie in den Samen und den Scheidewänden im Inneren sitzt. Gemessen wird die Schärfe von Paprika bzw. Chilis mithilfe der Scoville-Skala.

Eigentlich dient Capsaicin als Abwehrstoff gegen Fressfeinde, wirkt aber auch antibakteriell und konservierend. Unsere Körper reagieren darauf mit der Ausschüttung von Endorphinen, die für Glücksgefühle sorgen. In heißen Regionen kann Capsaicin sogar vor Magenproblemen schützen, wenn die Kühlkette oder Hygiene nicht ganz eingehalten wurde.

Bei der Verarbeitung von Gewürzpaprika lohnt sich jede Menge Vorsicht: Trage am besten Handschuhe und fasse Dir währenddessen nicht ins Auge. Capsaicin ist nämlich nicht wasserlöslich und lässt sich durch normales Händewaschen nicht vollständig entfernen. Öl, Fett oder Alkohol helfen da eher weiter. Aus demselben Grund bringt auch Wasser bei zu scharfem Essen wenig, sondern eher fetthaltige Lebensmittel wie Milch oder Joghurt. Bei extrem scharfen Sorten kann es an Augen, Schleimhäuten oder Haut sogar zu ernsthaften Reizungen kommen.

Paprika in Gewürzform

Für die Verwendung als Gewürz wird die Gewürzpaprika genutzt. Sie diente in Europa lange Zeit als Ersatz für den damals teuren Pfeffer. Bis heute ist Paprika- bzw. Chiligewürz aus den Küchen weltweit nicht wegzudenken.

Um die Gewürzpaprika zu verarbeiten, wird sie zunächst getrocknet. Dann werden die Kerne vom Fruchtfleisch getrennt und anschließend wird beides getrennt voneinander gemahlen. Je nach gewünschtem Schärfegrad werden die Pulver dann gemischt: Edelsüßes Paprikapulver schmeckt mild, fruchtig, süßlich und würzig. Es beinhaltet keine scharfen Bestandteile der Gewürzpaprika, während Rosenpaprika eine angenehme bis deutliche Schärfe mit etwa 100 bis 500 Scoville und einem pfeffrig-erdigen Aroma hat. Geräuchertes Paprikapulver wiederum wird aus geräucherten Paprikaschoten hergestellt und gibt es in einer milden oder scharfen Variante – stets mit intensivem Raucharoma.

Neben Pulver steckt Paprika außerdem in zahlreichen Würzsaucen und -pasten: Tabascosauce, Sambal Oelek, Ajvar, Harissa oder Salsa wären ohne sie undenkbar. In Ungarn und China wird sogar Öl aus den Paprikasamen gewonnen.

Cayennepfeffer – besonders scharfes Paprikapulver – hat mit echtem Pfeffer nichts zu tun und verweist stattdessen auf die verwendete Chilisorte Cayenne.

So schmeckt Paprika in Thüringen

Von Die Thüringer kommt Thüringer Paprikapastete nach traditionellem Rezept auf den Tisch. Sie schmeckt leicht pikant mit einer feinen Paprikanote. Der Paprikabeißer von WOLF kommt dagegen mit einer aromatischen Räuchernote daher. Das mittelgrobe, rustikale Rohwürstchen ist ein idealer Snack für zwischendurch.

Zum Streichen gibt es bei Nabio mehrere Varianten mit Paprika: Der Gegrillte Paprika Cashew Aufstrich verbindet aromatische gegrillte Paprika mit Cashewkernen zu einem cremig-nussigen, veganen Bio-Aufstrich, während der Paprika Feta Olive Aufstrich mediterrane Aromen und cremigen Feta zu einem vegetarischen Bio-Aufstrich vereint. Beide eignen sich genauso gut als Topping, Pesto oder Dip.

Auch als Knabberei begegnet Dir Paprika in Thüringer Produkten: Filinchen verfeinert seine Pixels Tomate Paprika mit einer intensiven Tomate-Paprika-Würzung. Der Erbsen Snack Paprika besteht zu 78 % aus Erbsen, möglichst regionalen Zutaten und einer natürlichen, gerösteten Paprika-Gewürzmischung.

Von Dittersdorfer gibt es auch Käse mit Paprika: Der Schmeckling Paprika-Chili ist ein milder, cremiger Butterkäse mit fruchtig-pikantem Aroma, verfeinert mit Paprika und Chili. Beim Grillkäse Kentucky übernehmen schwarzer Pfeffer und Paprika die würzige Marinade des Hirtenkäses. Der Grillkäse bildet beim Braten eine goldgelbe Kruste, während er innen weich und cremig bleibt.

Chutney

Chutney ist der herzhafte Bruder der süßen Konfitüre: Beide werden eingemacht und schmecken einfach köstlich. Unser Rezept ist noch dazu so variierbar, wie man es sich nur wünschen kann – es funktioniert mit nahezu jedem Obst oder Gemüse. Also nichts wie ran an den Herd!

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Eine Schale mit Chutney neben Löffeln mit Gewürzen

Kategorie: Saisonales

3. August 2026 by Elisa Gelmroth

In fast jeder Kultur existiert eine eigene Version des Sandwiches, bei uns kennen wir es schlicht als belegtes Brot. Erfunden wurde das Sandwich in England, seinen großen Durchbruch erlebte es aber erst in den USA. Seinen Namen bekam das Sandwich vermutlich von John Montagu, dem 4. Earl von Sandwich. Der Legende nach spielte der Earl gerne tagelang Karten und ließ sich von seinen Bediensteten gebratenes Rindfleisch zwischen zwei Brotscheiben servieren, um das Spiel nicht unterbrechen oder sich die Finger schmutzig machen zu müssen.

Worauf es beim Sandwich ankommt

Ein perfektes Sandwich besteht aus einem Mix aus frischen, gut gewürzten Zutaten, die durchdacht zusammengebaut werden. Wichtige Aromen sind Säure, Salz, Fett, Umami und, je nach Geschmack, auch Schärfe. Genauso wichtig wie der Geschmack ist die Haptik: cremig, knusprig, bissfest, saftig, frisch – im besten Fall spricht ein Sandwich alle Sinne gleichzeitig an. Geschmack, Zutatenmenge, Texturen und Aufbau sollten dabei immer in Balance bleiben. Achte darauf, dass die Zutaten nicht nur zusammen, sondern auch einzeln für sich schmecken, und lass sie auf Zimmertemperatur kommen, bevor Du das Sandwich genießt.

Beim Aufbau gilt: Zwei eher rutschige Zutaten wie Mayonnaise und Pilze sollten nie direkt übereinanderliegen, sonst fällt beim ersten Bissen gleich alles heraus. Kombiniere sie deshalb mit raueren Zutaten wie Fleisch oder Blattsalat, um ihnen Halt zu geben. Schwere Zutaten wie Fleisch gehören eher nach unten, leichtere wie Salat weiter nach oben. Das gilt auch für die Feuchtigkeit: Die trockensten Zutaten liegen unten, die saftigsten oben.

Einen Sandwich-Maker brauchst für die Herstellung guter Sandwiches gar nicht unbedingt, denn die besten Kombinationen bestehen eher aus einem Mix aus kalten und warmen Zutaten. Wirklich sinnvoll ist das Gerät eher bei dünnen Sandwiches mit wenig Belag und viel Käse.

Ohne das richtige Brot geht nichts

Das ideale Brot für ein Sandwich ist außen knusprig, innen weich und aromatisch. Nicht jedes Brot muss also für ein Sandwich getoastet werden! Grundsätzlich eignet sich helleres Brot besser als dunkles, denn dort kommt der Geschmack vom Belag am besten zur Geltung. Ansonsten lohnt es sich, auf folgende Details zu achten:

  • Zu viel Brot schmeckt schnell trocken und bleibt im Hals stecken. Ist die Scheibe zu dick, kannst Du vorher etwas von der weichen Krume entfernen.
  • Bei sehr flüssigem Belag darf das Brot etwas kräftiger sein, sonst weicht es schnell durch. Auch schwerer Belag braucht festes Brot mit ausreichend Halt.
  • Ist das Brot zu knusprig, kann es weiche oder cremige Füllung beim ersten Bissen leicht herausdrücken.
  • Schneidest Du ein Brötchen als Sandwich-Basis auf, achte darauf, dass beide Hälften gleich dick ausfallen.

Toast ist der Klassiker unter den Sandwich-Broten. Vorgeschnittenes Toastbrot ist aber keine gute Basis für ein richtig gutes Sandwich, denn die Scheiben sind meist zu dünn geschnitten. Besser fährst Du mit Weißbrot in Kastenform, das Du selbst in dickere Scheiben schneidest. Sollte es nicht in den Toaster passen, lässt es sich auch wunderbar in der Pfanne mit etwas Butter rösten.

Auch Ciabatta, Focaccia oder Baguette eignen sich hervorragend für Sandwiches: Die lockere Krume nimmt Aufstriche gut auf, während die kräftige Kruste für Biss sorgt. Für besonders herzhafte Sandwiches kannst Du auch zu Vollkorn- oder Roggenbrot greifen. Das braucht wegen seines nussigen Eigengeschmacks aber Belag wie kräftigen Käse oder Pastrami.

Brot – unser immaterielles Kulturerbe

Der Duft von frischem Brot und der erste Biss in die knusprige Kruste sind kleine Glücksmomente im Alltag. Ob zum Frühstück, Abendbrot oder als schnelle Zwischenmahlzeit – kaum ein Lebensmittel hat so einen festen Platz auf unseren Tellern wie das Brot. Dabei vergessen wir leicht, wie viel Geschichte und Handwerkskunst in so einem Brotlaib eigentlich steckt.

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Der Aufstrich hält das Sandwich zusammen

Aufstriche und Saucen bringen zusätzlichen Geschmack ins Sandwich. Bestreichst Du beide Brotscheiben damit, bildet das Fett eine Barriere zwischen den saftigen Zutaten und dem Brot und verhindert so, dass wässrige Zutaten wie Tomaten das Brot vorzeitig durchweichen. Neben den Klassikern wie Butter, Mayonnaise und Remoulade schmecken zum Beispiel Senf, Olivenöl, Hummus, Pesto, Nussbutter, Frischkäse oder Hüttenkäse fantastisch. Probiere auch mal, verschiedene Aufstriche miteinander zu kombinieren!

Gemüse und Obst sorgen für Frische

Gemüse ist eine wichtige Beilage im Sandwich, allen voran Tomate, Zwiebel und Gurke. Schneide sie möglichst dünn und würze sie schon vorher mit Salz und Pfeffer. Sie sollten dem Sandwich Feuchtigkeit hinzufügen, damit es nicht zu trocken schmeckt. Besonders eingelegtes Gemüse, abgetropfter Krautsalat oder Gurkensalat als Füllung bringen viel Geschmack. Sperrige Zutaten wie Tomatenscheiben gehören am besten nach oben oder unten, damit sie beim Essen nicht herausfallen.

Salat sorgt für ein besonderes Mundgefühl im Sandwich und ist ein Muss für jedes Sandwich. Er sollte aber nur Beilage bleiben und nicht zur Hauptkomponente werden, die Schicht darf deshalb nicht zu dick ausfallen. Dünn geschnitten wirkt Salat besonders locker und leicht und schmeckt im Sandwich am besten.

Überraschend frisch wirken übrigens auch Feigen, Aprikosen oder Blaubeeren! Und: Obst und Gemüse müssen nicht roh sein. Gegrillte Paprika, Pfirsich oder Zucchini passen fantastisch aufs Sandwich.

Berühmte Sandwich-Kombinationen

  • BLT-Sandwich (Bacon, Lettuce, Tomato): knuspriger Speck, frischer Salat, Tomatenscheiben, Mayonnaise
  • Club-Sandwich: drei Scheiben Toast, gefüllt mit geröstetem Hähnchen, Speck, Tomaten, Salat, Mayonnaise
  • Thunfisch-Sandwich: knuspriges Baguette mit Thunfisch-Mayonnaise-Mischung, Zwiebeln, Gewürzen; optional Gurken, Salatblätter, Tomatenscheiben
  • Hähnchen-Caesar-Sandwich: Ciabatta oder Baguette mit gegrilltem Hähnchenbrustfilet, Römersalat, Parmesan, Caesar-Sauce
  • Eiersalat-Sandwich: Eier, Mayonnaise, Zwiebeln, Sellerie, Gewürze
  • Caprese-Sandwich: Ciabatta mit Mozzarella, frischen Tomatenscheiben, Basilikumblättern, Balsamico-Creme

Käse oder Fleisch spielen oft die Hauptrolle

Schinken oder Putenaufschnitt sind bei vielen die beliebtesten Bestandteile im Sandwich. Wie dick die Füllung ausfällt, ist reine Geschmackssache. Besonders spannend schmeckt eine Mischung verschiedener Wurst- bzw. Fleischsorten, etwa Hähnchen kombiniert mit Salami. Greifst Du zu Fleisch anstatt zu Aufschnitt, empfehlen wir Dir, dicke Fleischstücke in Würfel statt in Streifen zu schneiden – das lässt sich viel leichter essen. Gern kannst Du das Fleisch auch kurz erwärmen, so entsteht ein guter Kontrast zu den eher kalten Komponenten. Bist Du eher auf der fischigen Seite unterwegs, eignen sich Thunfisch und Räucherlachs besonders gut für ein Sandwich.

Statt Fleisch oder Fisch schmeckt natürlich auch Käse in all seiner Vielfalt auf dem Sandwich. Je würziger der Käse ist, desto dezenter sollten die restlichen Zutaten ausfallen. Ist eine warme Zutat mit dabei, legst Du den Käse am besten direkt darüber, damit er etwas schmelzen kann. Je kräftiger der Käse ist, desto weiter oben sollte er liegen (aber unterhalb vom Gemüse). Milder Käse gehört im Sandwich eher ganz nach unten.

Möchtest Du sowohl auf Fleisch und Fisch als auch auf Käse verzichten, schmecken auch Eier, Tofu oder Pilze hervorragend auf einem Sandwich.

Eingelegte Gurken

Am 14. November feiern die US-Amerikaner den Tag der Gewürzgurke – vollkommen zurecht, wie wir finden. Schließlich gibt es nur wenige Lebensmittel, die unsere Geschmacksknospen so sehr begeistern können wie die Gewürzgurke: Sie ist nicht nur leicht sauer, sondern vor allem schön kalt, frisch, knackig – und sehr gesund!

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Kräftiger Geschmacksgeber

Der Geschmacksgeber ist die würzige, scharfe oder süße Zutat, die den Charakter des ganzen Sandwiches prägt. Hier darf es ruhig kräftig zur Sache gehen. Eingelegte Gurken, Röstzwiebeln, Oliven, Chips, Jalapeños oder Chiliöl eignen sich zum Beispiel hervorragend als Geschmacksgeber.

Zumindest beim traditionellen Toast-Sandwich ist der Schnitt entscheidend: Es wird immer diagonal geschnitten. Das Aussehen spielt dabei eine große Rolle, schließlich isst das Auge mit: Der diagonale Schnitt wirkt nicht nur ansprechender, er zeigt auch alle Zutaten des Sandwiches und verbessert die Verteilung von Kruste und weichem Brot.
Zum Schneiden eignet sich ein scharfes Messer mit Wellenschliff am besten. Es zerschneidet alle Zutaten, ohne das Sandwich zu zerquetschen. Für den Transport wickelst Du das geschnittene Sandwich dann in Pack- oder Wachspapier ein. Ist das Sandwich sehr stark gefüllt, kannst Du es übrigens auch schon vor dem Schneiden eng verpacken, so bleibt später alles an Ort und Stelle.

So könnte Dein nächstes Sandwich aussehen

Für dieses Thunfisch-Sandwich schneidest Du Weißbrot in dicke Scheiben und röstet es mit etwas Butter in einer Pfanne, bevor Du das Brot mit Mayonnaise bestreichst. Thunfisch bildet als schwerere Zutat die Basis, darauf kommen gesalzene Tomatenscheiben. Ein wenig Salat trennt sie von den eingelegten Gurken darüber. Ganz nach oben kommt eine Handvoll Chips.

Beim Baguette mit Schinken übernimmt Butter auf beiden Baguette-Hälften die Fett-Barriere, bevor der Schinken als Basis daraufkommt. Direkt darüber liegt eine Scheibe alter Gouda – kräftig genug, um sich gegen das Fleisch zu behaupten. Pfirsichscheiben als saftige Füllung liegen zwischen dem Käse und ein wenig Blattsalat obenauf. Röstzwiebeln geben als Geschmacksgeber den nötigen Nachdruck.

Kurz angebratene Pilze bilden die warme Basis einer vegetarischen Focaccia-Variante, bei der Pesto, vermengt mit Hüttenkäse, als Aufstrich auf beide Seiten des aufgeschnittenen Focaccia kommt. Kurz gebratene Auberginen- oder Zucchini-Scheiben kommen ganz nach oben, gehackte Oliven übernehmen dazwischen die salzig-würzige Rolle des Geschmacksgebers. Etwas knackiger Römersalat rundet das Sandwich ab.

Unsere Sandwich-Rezepte

Sauerkraut-Sandwich
Grilled Cheese Sandwich

Kategorie: Braten

20. Juli 2026 by Elisa Gelmroth

Dattel-Sesam-Aufstrich von Nabio

Süß oder herzhaft? Bei diesem neuen Aufstrich von Nabio musst Du Dich nicht entscheiden: Der Dattel-Sesam-Aufstrich verbindet die würzige Tiefe von Paprika und Schwarzkümmel mit der dezenten Süße orientalisch inspirierter Aromen. Feine Dattelstücke setzen süße Akzente, die Cashew-Basis sorgt für eine extra cremige Textur. Und das Beste: Der Aufstrich ist vegan, bio, ohne Palmöl und zu 100 % aus natürlichen Zutaten.

Neunspringer Basingo

Ginger Ale trifft auf Thai-Basilikum und Limette! Mit Basingo bringt die Brauerei Neunspringe eine Limonade heraus, die frisch, unerwartet und ziemlich besonders schmeckt – und damit definitiv mehr als eine gewöhnliche Limo ist. Würziger Ingwer, spritzige Limette und aromatischer Thai-Basilikum sorgen für den erfrischend anderen Geschmack. Die 0,33-Liter-Flasche gibt es allerdings nur als limitierte Edition, also greif‘ am besten so schnell wie möglich zu!

Erdbeer-Cocktail-Eisbecher von HEXEN-Eis

Cremiges Vanille-Eis, fruchtige Erdbeersauce und weiße Schokolade: Mit dieser Kombination kann man einfach nichts verkehrt machen. Der neue Eisbecher von HEXEN-Eis schmeckt fruchtig-süß und gibt es zum Glück direkt im Doppelpack mit zwei mal 200 ml. Die Sammellöffel liegen wie immer mit dabei, sodass Du das Eis sofort genießen kannst. Falls Du geduldig genug bist, kannst Du das Eis vor dem Verzehr aber auch mal ein paar Minuten antauen lassen, denn dann wird’s erst richtig cremig!

Gessner Sunrise

In dieser Flasche trifft Cola auf Maracuja! Die Sunrise-Limo der Privatbrauerei Gessner ist ein fruchtig-spritziger Cola-Mix mit exotischer Orangen-Maracuja-Note. Hergestellt wird die Limonade mit kristallklarem Wasser aus dem Thüringer Schiefergebirge, um dann in eine 0,5-Liter-Bügelverschlussflasche abgefüllt zu werden. Perfekt für alle, die an heißen Tagen gerne mal eine etwas andere Erfrischung genießen möchten.

Sommer-Schokolade von Heilemann

In limitierter Edition bringt Heilemann diesen Sommer drei fruchtig-aromatische Sorten mit dem Geschmack sommerlicher Leichtigkeit heraus: Iced Coffee verbindet Vollmilchschokolade mit gerösteten, geschroteten Kaffeebohnen sowie einer feinen Vanillenote und erinnert damit an feinsten Eiskaffee. Bei Vanilla Strawberry trifft weiße Schokolade auf fruchtige Erdbeere und eine leichte Vanille-Note, während Fresh Lime mit knackiger Zartbitterschokolade und erfrischender Limette wie ein Sommer-Cocktail zum Knabbern schmeckt. Probiere die Schokoladen unbedingt mal leicht gekühlt oder eiskalt aus dem Kühlschrank!

Neunspringer Sommerbier

Das Sommerbier der Brauerei Neunspringe schmeckt spritzig, schlank, sehr erfrischend und angenehm bitter – ein herrlich erfrischendes Bier für heiße Sommertage und lange Nächte. Feinster Amarillo- und Citra-Hopfen sorgen in diesem Bier für fruchtige Aromen, die an Grapefruit oder Mandarine erinnern. Am besten gut gekühlt genießen!

Protein-Aufstriche von Nabio

In den neuen Aufstrichen von Nabio steckt kein zugesetztes Protein-Pulver, sondern jede Menge Hülsenfrüchte. Sojabohnen, Linsen, weiße Bohnen oder Kichererbsen sorgen für richtig viel pflanzliches Protein und Ballaststoffe. Ob auf‘s Brot oder auf einen Wrap gestrichen oder als Dip serviert: Die vier neuen Sorten sind vielseitig einsetzbar und wie immer vegan, bio, ohne Palmöl und zu 100 % natürlich.

  • Gegrilltes Gemüse besteht zu 28 % aus Sojabohnen und weiße Bohnen. Der Aufstrich schmeckt cremig und vollmundig. Besonders gut gefallen uns die feinen Röstaromen.
  • Dattel Walnuss besteht zu 20 % aus Sojabohnen und roten Linsen. Der Aufstrich schmeckt durch die Dattel süßlich-mild, während die Walnuss für nussig-aromatische Noten sorgt.
  • Tomate Basilikum besteht zu 28 % aus Sojabohnen und Kichererbsen. Der Aufstrich schmeckt nach fruchtiger Tomate mit einem fein abgestimmten Basilikum-Anteil.
  • Mango Curry besteht zu 20 % aus Sojabohnen und gelben Linsen. Der Aufstrich schmeckt fruchtig, würzig, cremig und etwas süßlich.

Kategorie: Produktvorstellung

13. Juli 2026 by Elisa Gelmroth

Winzer sind Fachleute für den gesamten Herstellungsprozess von Wein. Sie bauen Weinreben an, überwachen ihr Wachstum, ernten die Trauben, produzieren daraus Wein, kontrollieren seine Qualität, vermarkten ihn, übernehmen den Vertrieb und gegebenenfalls auch das Betriebsmanagement. Hinter jeder dieser Aufgaben stecken zahlreiche weitere Handgriffe, die sowohl im Weinberg als auch im Weinkeller oder im Büro erledigt werden müssen. Zu den Aufgaben im Weinberg zählen zum Beispiel die Analyse des Bodens, die Auswahl passender Rebsorten sowie die Pflanzung und Pflege der Rebstöcke. Dazu gehören unter anderem die Bewässerung und Düngung, aber auch das Beschneiden der Reben, um ihr Wachstum zu kontrollieren und die Qualität der Trauben zu verbessern. Das Interesse an der Natur und Landwirtschaft ist als Winzer also sehr wichtig. Außerdem überwachen Winzer die Reben während der Wachstumsphase intensiv, um den optimalen Zeitpunkt für die Weinlese bestimmen zu können. Die Weinlese führen sie von Hand oder maschinell durch.

Winzer arbeiten in erster Linie auf Weingütern oder in Kellereien. Der Alltag ist dort je nach Jahreszeit sehr unterschiedlich; während es im Winter ruhiger zugeht, ist die Zeit der Weinlese im Herbst besonders intensiv.

Berufe in der Ernährungswirtschaft

Das macht ein Destillateur
Das macht ein Brauer und Mälzer
Das macht eine Fachkraft für Fruchtsafttechnik

Nach der Weinlese wird vor allem im Weinkeller gearbeitet: Nun werden die Trauben verarbeitet, also gepresst und eventuell geklärt. Der anschließende Gärprozess sowie die Reifung und Lagerung des Weins werden streng kontrolliert. Dazu gehören regelmäßige Proben und Analysen des Weines, um seinen Reifegrad und die Geschmacksentwicklung zu überwachen. Ist der Wein fertig gereift, verkauft der Winzer ihn an Kunden, Weinhandlungen oder Gastronomie-Betriebe. Außerdem kann er an Weinmessen teilnehmen und Verkostungen anbieten. Auch die Pflege der Kundenbeziehungen und das Entwickeln von Marketingstrategien gehört zu den Aufgaben eines Winzers dazu. Ist er Eigentümer des Weingut, muss er dieses zusätzlich zu den anderen Aufgaben verwalten sowie Mitarbeiter einstellen und anleiten.

Die Berufsbezeichnung des Winzers stammt vom lateinischen Wort vinitor ab und bedeutet Weinbauer.

Von der Traube zum Wein

Etwa 1,4 Kilo Trauben ergeben eine 0,75 l Weinflasche. Doch wie wird aus den Trauben Wein? Was geschieht im Weinberg – und was im Weinkeller? Hier erfährst Du mehr über die vielen Einzelschritte, die es braucht, um schließlich ein Glas Wein genießen zu können 🍷

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So wirst Du Winzer

Die Ausbildung zum Winzer dauert drei Jahre, kann aber auf bis zu zwei Jahre verkürzt werden. Für die Ausbildung ist kein Schulabschluss vorgeschrieben, knapp die Hälfte aller Azubis hat aber Abitur. Wichtig ist, dass Du Kenntnisse in Mathe, Chemie und Biologie hast. Du solltest Dich gern draußen aufhalten (auch wenn es regnet oder stürmt) und einen guten Geschmacks- und Geruchssinn haben. Außerdem sind Geschicklichkeit, technisches Verständnis, körperliche Fitness, Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein von Vorteil.

Während der Ausbildung lernst Du die komplette Produktionskette von den Reben auf dem Weinberg bis zum Wein in der Flasche kennen. Der praktische Teil der Ausbildung findet direkt auf einem Weingut gut statt. Hier erfährst Du alles über Rebpflege, Bodenbearbeitung, Pflanzenschutz, Traubenernte, Kellerwirtschaft, Qualitätskontrolle und Vermarktung. In der Berufsschule lernst Du die Theorie hinter den Tätigkeiten im Weinberg, aber auch alles über chemische und biologische Prozesse, die im Keller ablaufen, sowie einiges über Betriebswirtschaft und rechtliche Grundlagen. Dabei verdienst Du im 1. Ausbildungsjahr etwa 950 € brutto im Monat, im 2. Jahr etwa 1.050 € und im 3. Jahr etwa 1.150 €. Später beträgt Dein Gehalt als angestellter Winzer etwa 2.000 bis 3.500 € brutto im Monat – abhängig von der Größe des Betriebs, Deiner Berufserfahrung und der Region. Als selbständiger Winzer schwankt Dein Einkommen stark, je nachdem, wie hoch die Produktionskosten sind, wie hoch die Qualität des Weins ist, wie groß der Betrieb ist und wie gut der Verkauf sowie die Ernte laufen. Um ein eigenes Weingut leiten zu können, benötigst Du jedoch den Meisterbrief oder eine Weiterbildung als staatlich geprüfter Techniker für Weinbau und Önologie. Alternativ kannst Du auch einen Bachelor-Abschluss im Studiengang Weinbau und Önologie in Geisenheim oder Neustadt an der Weinstraße absolvieren.

Weinanbau in Thüringen

Das nördlichste Weinanbaugebiet Deutschlands ist bekannt für seine leichten, spritzigen Weißweine. Weniger bekannt ist die Tatsache, dass die Saale-Unstrut-Region auf einer 1000 Jahre alten Weinanbau-Tradition beruht, die in den letzten Jahrhunderten fast verloren gegangen wäre.

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Kategorie: Karriere

6. Juli 2026 by Elisa Gelmroth

Das Kuchenrezept, wie wir es heute kennen, tauchte erstmals in den 1920er Jahren auf und stammt von der Firma Bahlsen. Basierend darauf trat der Kalte Hund seinen Siegeszug an und wurde zum Klassiker, der sowohl in Ost- als auch in Westdeutschland regelmäßig auf dem Kaffeetisch stand. Vor allem in den 1960er Jahren gab es einen richtigen Hype um den Kalten Hund, da zu dieser Zeit sogenannte Kühlschrank-Kuchen äußerst beliebt waren. Ein eigener Kühlschrank galt damals als Inbegriff der modernen Küche. Rezepte, die in den Kühlschrank statt in den Backofen mussten, lagen dementsprechend im Trend.

Auch wenn der Kalte Hund in Ost und West gleichermaßen beliebt war, gibt es doch einige Unterschiede: Beim DDR-Original bestand die Schokoladen-Schicht nicht aus Sahne oder Kuvertüre, sondern aus Kakaopulver und Kokosfett (natürlich nur das von OTHÜNA). Kokosfett und Kakaopulver waren einfacher und günstiger zu bekommen als Kuvertüre, Schokolade oder Kakaobutter, die in Westdeutschland im Kalten Hund landeten.

Auch außerhalb Deutschlands gibt es ähnliche Schichtkuchen aus Keksen und einer Schokoladen- oder Kakao-Fett-Masse, zum Beispiel in Italien, Griechenland, Dänemark, Norwegen, Schweden, Großbritannien und der Schweiz.

Wie beliebt der Kalte Hund noch heute ist, zeigt dieser Weltrekord aus dem Landkreis Greiz: Im Oktober 2019 schichteten in Ronneburg 50 Kinder und 50 weitere Helfer aus 93.000 Keksen einen 994,9 Meter langen Kalten Hund und schmolzen dafür mehr als 1,5 Tonnen Schokolade. Damit lösten sie den bisherigen Rekord von 734,8 Metern ab, den Berliner Schüler im Jahr 2017 aufgestellt hatten.

Qualitätsmargarine aus Gera

Jeder kennt die Margarine-Würfel aus dem Kühlregal oder dem eigenen Kühlschrank. Schon Oma setzte auf die Margarine aus Gera und hat man sich einmal für Sanna, Sonja oder Marina entschieden, wechselt man auch nicht mehr: Die Margarine von OTHÜNA hat Tradition.

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Woher kommt eigentlich der Name?

Der fertig gestapelte Kalte Hund kühlt im Kühlschrank aus und wird bei den kalten Temperaturen fest. Beim Essen schmilzt das Kokosfett dann auf der Zunge und erzeugt dabei einen kühlenden Effekt – was schonmal das Kalt im Namen erklärt. Denselben Trick nutzt übrigens auch Eiskonfekt!

Den Namen Kalter Hund gab es schon im Ersten Weltkrieg – also bevor Bahlsen den Kühlschrank-Kuchen erfand. Stattdessen wurde eine im Militär verbreitete Mahlzeit aus Brot, Kaffee und Zucker so genannt.

Und der Hund? Er könnte von den sogenannten Hunten aus dem Bergbau stammen. Diese kastenförmigen Wagen transportierten früher Material aus dem Bergwerk. Ihre Form ähnelt der Kastenform, in der der Kuchen gestapelt wird. Der alternative Name Kalte Schnauze bezieht sich dagegen auf die Oberfläche des Kuchens, die angeblich an die Nase eines Hundes erinnern soll.

Eiskonfekt einfach selbst gemacht

Es sieht aus wie Schokolade und trägt das Eis sogar im Namen, ist aber wesentlich weicher als Schokolade und enthält auch gar kein Eis: Die beliebte Süßigkeit aus Kindheitstagen ist überraschend verwirrend und wird deshalb auch nur in kleinen Stücken verkauft, damit man sie nicht aus Versehen mit Schokolade verwechseln kann. Woraus genau Eiskonfekt besteht, wie es zu seinem Namen kam und wie Du es ganz einfach selbst herstellen kannst, verraten wir Dir in diesem Beitrag.

zum Rezept
  • Zubereitung: 20 Min
Zutaten für eine Kastenform:
  • 300 g Kokosfett von OTHÜNA
  • 2 sehr frische Eier
  • 125 g Puderzucker
  • 50 g ungesüßtes Kakaopulver
  • 1 Packung Butterkekse

Zubereitung

Lege die Kastenform gründlich mit Klarsichtfolie oder Backpapier aus oder benutze alternativ einfach eine Form aus Silikon.

Schmelze das Kokosfett in einem kleinen Topf bei niedriger Stufe und lasse es etwas abkühlen. Schlage währenddessen Eier, Puderzucker und Kakaopulver cremig auf und rühre das abgekühlte Kokosfett dann nach und nach unter. Falls Du magst, kannst Du die Kakao-Masse auch noch verfeinern – zum Beispiel mit 1 TL löslichen Kaffee, 1 TL Zimt oder 1 EL Rum.

Bedecke den Boden der Kastenform mit einer dünnen Schicht der Kakao-Masse, lege eine Schicht Butterkekse darauf und wiederhole das Ganze, bis die Masse und Kekse aufgebraucht sind. Am besten lässt Du beim Auslegen der Kekse einen kleinen Abstand zum Rand, sonst schauen sie später aus der Schokoladenmasse heraus.

Stelle den Kuchen nun mindestens vier Stunden, besser über Nacht, in den Kühlschrank. Zum Servieren hebst Du ihn vorsichtig aus der Form und ziehst die Folie oder das Backpapier ab. Lässt sich der Kalte Hund nur schwer herausheben oder anschneiden, hilft es, ihn ein paar Minuten bei Raumtemperatur stehen zu lassen oder ein scharfes Messer kurz in warmem Wasser zu erwärmen und abzutrocknen. Profis greifen auch gern zum Elektromesser 😉

Nach dem Servieren solltest Du den Kuchen am besten so schnell wie möglich wieder in den Kühlschrank stellen – einerseits schmilzt er sonst schnell, andererseits stecken in der Kakao-Masse rohe Eier. Salmonellengefahr! Im Kühlschrank hält sich der Kalte Hund etwa vier Tage. Er lässt sich aber auch hervorragend einfrieren: Schneide den Kuchen dafür vor dem Einfrieren in Scheiben und trenne die Schichten mit Backpapier voneinander. So kannst Du Dir später einzelne Stücke direkt aus dem Tiefkühler holen.

Drei Kuchen mit einem Funken Magie ✨

Aufgepasst, jetzt wird es zauberhaft in der Küche: Diese drei Kuchen sorgen für ziemliche Überraschung! Auf dem Thüringer Mooskuchen verwandelt sich der Kaffee in Moos, der Prophetenkuchen schlägt Blasen und Wellen und beim Zauberkuchen werden aus einem Teig plötzlich drei Schichten. Welche Geheimnisse dahinterstecken und wie Du die Kuchen zuhause nachbacken kannst, verraten wir Dir in diesem Beitrag 🪄

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Kategorie: Lebensmittel, Rezept

29. Juni 2026 by Elisa Gelmroth

Mutzbraten besteht aus mehreren Stücken durchwachsenen Schweinekamms oder Schweineschulter, die jeweils etwa 200 bis 250 g wiegen. Ein gewisser Fettanteil ist wichtig, damit das Fleisch nicht ausgetrocknet und das Birkenholz-Aroma ausreichend aufnehmen kann. Das Schweinefleisch wird dann mindestens 12 Stunden lang in Salz, schwarzem Pfeffer und Majoran mariniert, bevor es aufgespießt mindestens zwei Stunden in einem Mutzbratenstand über Birkenholzfeuer gebraten wird. Das Birkenholz verleiht dem Mutzbraten seinen intensiven, unverwechselbaren Geschmack; es sollte allerdings noch eine gewisse Restfeuchte haben, damit der typische Rauch entstehen kann. Sobald der Mutzbraten seine dunkle Farbe erreicht hat, wird er mit Brot, heißem Sauerkraut und Altenburger Senf serviert.

Der Name des Mutzbratens stammt möglicherweise vom schlesischen Wort Matz ab, was für das Schwein steht. In der Altenburger Mundart steht das Wort aber auch für ein Tier ohne Schwanz.

Der große Marinaden-Guide

Eine gute Marinade macht beim Braten einen großen Unterschied. Aber was passiert beim Marinieren eigentlich genau? Welches Fleisch profitiert davon, wieso muss man bei Fisch aufpassen – und wie sieht es mit pflanzlichen Alternativen aus? In diesem Beitrag schauen wir uns an, woraus eine Marinade besteht, worauf es bei der Zubereitung ankommt und warum sich die Mühe lohnt, Grillgut selbst einzulegen – mit sieben einfachen Marinaden-Rezepten, um sofort loslegen zu können.

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Die ersten Mutzbratenstände bestanden aus vier in die Erde gesteckten Stäben mit Auflagen für die Spieße. In der Mitte brannte ein Lagerfeuer aus Birkenholz. Lange Pfannen unter den Spießen fingen heruntertropfendes Fett auf. Gedreht wurde der Spieß von Hand.
Zu DDR-Zeiten wurden die ersten motorisierten Mutzbratenstände selbstgebaut. Angetrieben wurde der Spieß nun oft von dem Motor eines Trabbi-Scheibenwischers und einer Fahrrad- oder Mopedkette.
Heutige Mutzbratenstände sind kastenförmig, die Spieße werden durch Motoren gedreht und unterhalb der Spieße wird in Rinnen herabtropfendes Fett aufgefangen.

Falls Du keine Möglichkeit hast, um Mutzbraten selbst zuzubereiten, gibt es ihn alternativ mit viel Liebe und hochwertigen Zutaten zubereitet von Thüringer Landstolz auch im Glas. Für eine gelungene Brotzeit empfehlen wir Dir den zarten Mutzbraten-Aufschnitt mit Kräutermantel von Thüringer Landstolz.

Thüringer Rostbrätel

Was landet in Thüringen direkt neben der Rostbratwurst am liebsten auf dem Rost? Natürlich das Rostbrätel! Die zarte Schweinekammscheibe wird stundenlang in besten regionalen Zutaten mariniert, bevor es auf dem Rost landet: Pilsner von der Privatbrauerei Gessner, Knoblauch, BORN-Senf und Zwiebeln.

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Bereits 1795 sollen auf dem Schmöllner Marktplatz Stücke vom Schwein am Spieß gebraten worden sein. Was damals noch Muschen hieß, ist mittlerweile ein als (Original) Schmöllner Mutzbraten eingetragenes Patent, hat ein eigenes Gedicht und nun sogar eine Meisterschaft: Am 19. und 20. Juni 2026 fand die 1. Schmöllner Mutzbratenmeisterschaft statt. Auf dem Marktplatz stimmten eine Fachjury und das Publikum über den besten Mutzbraten ab. Das Unternehmen WOLF, das seit über 30 Jahren einen Firmenstandort in Schmölln hat, lieferte den Wettkampf-Teams die Grillware und war in der Jury vertreten. Am Ende war das Team Schmöllner Kreisel sowohl Jury- als auch Publikumssieger und erhielt dafür ein Preisgeld sowie den Goldenen Drehspieß. Das Team The Muzzers wurde für ihre Kreativität ausgezeichnet: Hier gab es frittierten Mutzbraten und sogar Mutzbraten-Eis.

Christian Wolf hält eine Roster im Brötchen

Traditionelle Spezialitäten aus Schmölln

Eigentlich kommt die Firma WOLF aus Bayern. Nach der Wende hat sie sich aber auch in Thüringen niedergelassen und ihr bayrisches Sortiment um Thüringer Originale ergänzt. Bereut hat sie das nicht: In Spitzenzeiten laufen täglich 550.000 Original Thüringer Rostbratwürste in Schmölln über das Band.

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Kategorie: Lebensmittel, Ostthüringen

22. Juni 2026 by Elisa Gelmroth

Aus der Wüste in die Welt

Ursprünglich kommt die Wassermelone aus Westafrika. Die Früchte wurden dort gezielt für Trockenphasen angebaut und gelagert: Das Fruchtfleisch beinhaltet viel Wasser, die Samen sorgten für Nährstoffe. Mit der heutigen Wassermelone hat die ursprüngliche Wildform allerdings wenig gemein. Sie war bitter und die kleinen Früchte mit gelblich-weißem Fruchtfleisch ließen sich kaum öffnen.

Melonensamen werden noch heute in Indien gemahlen und zu Brot verarbeitet. In China gibt es sogar Sorten mit besonders großen Samen, aus denen Öl für die Kosmetikindustrie gewonnen wird.

Von Afrika aus verbreitete sich die Wassermelone über Indien und China nach Spanien und in den Rest Europas – und von dort aus schließlich auch nach Amerika. Bereits im 17. Jahrhundert war die Melone in europäischen Gärten weit verbreitet und beliebt. Heute wachsen die meisten Melonen innerhalb der EU in Spanien, Italien und Griechenland. Weltweit stehen China, Indien und Türkei an der Spitze der Anbauländer.

Draußen schmeckt’s am besten

Endlich ist der Sommer da! An warmen, sonnigen Tagen verbringen wir am liebsten jede freie Sekunde draußen in der Natur 🌞 Da kommt ein Picknick wie gerufen! Beim Genuss zahlreicher Kleinigkeiten kann man den Augenblick zusammen mit lieben Mitmenschen erst recht genießen.

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Wie unterscheiden sich Wassermelonen und Zuckermelonen?

Wasser- und Zuckermelonen gehören zwar zur gleichen Pflanzenfamilie, aber zu unterschiedlichen Gattungen. Die Zuckermelone ist sogar enger mit der Gurke verwandt als mit der Wassermelone. Das kann man leicht am Querschnitt erkennen: Bei der Zuckermelone sitzen die Kerne wie bei einer Gurke in einer Kammer in der Mitte, während sie in der Wassermelone über das gesamte Fruchtfleisch verteilt sind.

Wassermelonen wiegen meist zwischen 4 und 25 kg – es gibt aber auch Sorten, die sogar bis zu 100 kg erreichen können. Gleichzeitig gibt es aber auch sogenannte Kühlschrank-Sorten, die nur etwa 1 kg wiegen und damit perfekt für kleine Haushalte geeignet sind.

Weltweit gibt es rund 750 verschiedene Melonensorten, die meisten davon zählen zu den Zuckermelonen. Diese lassen sich vor allem in Cantaloupe-, Netz- und Winter-Melonen unterteilen.

  • Cantaloupe-Melonen haben eine gerippte, raue, grünliche Schale mit einem feinen, weißbraunen Netz. Je mehr Unterteilungen auf der Schale zu erkennen sind, desto reifer ist sie – mindestens neun sollten es sein. Das orangefarbene Fruchtfleisch duftet gut und schmeckt sehr fein. Die Cantaloupe-Melone ist nicht lange haltbar, schmeckt aber hervorragend zu geräuchertem Schinken.
  • Netz-Melonen, zu denen zum Beispiel die Galia-Melone zählt, haben eine gelbe Oberfläche mit einem weißgrünen, feinmaschigen Netz. Sie duftet intensiv und ist relativ lange haltbar. Ihr grünlich-weißes Fruchtfleisch schmeckt süß.
  • Winter-Melonen wie die Honig-Melone sind oval-länglich geformt. Unter der glatten gelben Schale verbirgt sich grünes oder weißes Fruchtfleisch, das süß und frisch schmeckt. Die Melone reift erst spät und reift auch nicht nach, ist dafür aber lange haltbar.

So findest Du die perfekte Wassermelone

Wassermelonen können zuhause noch etwas nachreifen. Eine auf dem Feld vollständig ausgereifte Melone hat aber ein intensiveres Aroma – es lohnt sich also, beim Kauf genauer hinzuschauen.
  • Die Auflagestelle – also der Fleck, an dem die Melone beim Wachsen auf dem Boden lag – sollte gelb gefärbt sein. Ist er weißlich, ist sie noch nicht reif; ist er bereits tief dunkelgelb und größer als 10 cm, könnte die Melone bereits überreif sein.
  • Gleichmäßig runde Früchte deuten auf eine gleichmäßige Reifung und einen höheren Zuckergehalt hin.
  • Lasse Dich nicht von einer schönen, glänzenden Schale verführen, denn vielmehr spricht eine stumpfe, matte Schale für Reife und Aroma.
  • Bei zwei gleich großen Melonen ist die schwerere die richtige Wahl: Sie ist deutlich saftiger.
  • Braune Netzflecken oder -narben auf der Schale sind keine Schönheitsfehler: Sie entstehen, wenn die Blüte besonders intensiv von Bienen bestäubt wurde. Damit deuten sie auf eine besonders süße Melone hin.
  • Ein brauner, eingetrockneter Stiel zeigt an, dass die Melone reif geerntet wurde. Er könnte aber auch durch eine lange Lagerung eingetrocknet sein, ist also kein vollkommen verlässlicher Hinweis auf eine reife Melone.
  • Der Klopftest ist ein Klassiker: Ein tiefer, dumpfer bis hohler Klang soll auf eine reife Wassermelone hinweisen. In der Praxis ist das aber ziemlich schwer zu beurteilen. Prüfe die Melone also lieber auf unsere anderen Tipps.

Food Pairing

Seit Jahrhunderten sind Geschmackskombinationen bekannt, die scheinbar „einfach so“ perfekt zusammenpassen, zum Beispiel Tomate und Basilikum, Schokolade und Chili oder Melone und Feta. Erst um die Jahrtausendwende herum bildete sich darauf basierend eine neue Wissenschaft: Food Pairing.

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Melonen richtig lagern

Ganze Wassermelonen halten sich im kühlen Keller bei 10-15 °C gut zwei bis drei Wochen. Bei zu langer Lagerung wird das Fruchtfleisch mehlig. Angeschnitten gehört die Melone in den Kühlschrank, wo sie noch bis zu drei Tage frisch bleibt. Lagere sie im Kühlschrank am besten in einer luftdichten Box oder decke sie mit Frischhaltefolie ab, da das Fruchtfleisch schnell Aromen von anderen Lebensmitteln aufnehmen kann. Außerdem sollten frische Melonenstücke nie lange bei Zimmertemperatur stehen bleiben, da sich auf dem Fruchtfleisch schnell Bakterien vermehren können.
Apropos Bakterien: Wasche die Melone vor dem Anschneiden gründlich! An der Schale können Keime wie Salmonellen oder Listerien haften, die beim Schneiden leicht ins Fruchtfleisch übergehen.

Melonenreste lassen sich hervorragend einfrieren und dann in Smoothies, Sorbet, Eis oder kalter Suppe verarbeiten. Und falls Du mal etwas Neues probieren möchtest: Sogar die Schale der Wassermelone lässt sich einlegen oder kandieren.

Melonen aus Thüringen?

Melonen liebe Sonne und Hitze. Sie fühlen sich dort wohl, wo auch Wein gerne wächst. Auf Kälte reagieren sie aber empfindlich: Spätfröste oder ein kühler, verregneter Sommer können die Ernte schnell vernichten. Beim Anbau in nördlicheren Gebieten ist also etwas Vorsicht angesagt. Dennoch fühlen sich Melonen durch den Klimawandel mittlerweile sogar in Thüringen wohl: Auch bei uns gibt es bereits professionelle Melonenbauern. Allerdings werden Melonen hier erst frühestens Ende Juli reif, während Wassermelonen aus Südeuropa schon im Juni erhältlich sind.

Falls Du selbst Dein Glück versuchen und Melonen anbauen möchtest, solltest Du die einjährigen Pflanzen auf jeden Fall im Haus vorziehen und erst frühestens ab Ende Mai ins Beet setzen. Wähle am besten eine frühe Sorte mit kleinen Früchten, die schneller reif werden. Wassermelonen sind übrigens robuster als Zuckermelonen und relativ trockenresistent.

Spießiges Fingerfood? Ja bitte!

Grillspieße sind köstlich, aber an manchen Tagen ist es (zumindest unserer Meinung nach) selbst für den Grill zu warm. Dann muss das Essen schnell zubereitet sein und leicht im Magen liegen: Vorhang auf für die kalte Sommerküche und unsere auf unterschiedlichste Weise beladenen Spieße!

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Kategorie: Saisonales

15. Juni 2026 by Elisa Gelmroth

Säure, Öl, Gewürze: die drei Bausteine

Der Begriff Marinade kommt eigentlich aus dem Französischen und heißt übersetzt in Salzwasser einlegen. Gemeint war damit ursprünglich das Haltbarmachen von Speisen für lange Seereisen. Heute steht es hingegen für das Einlegen von Fleisch, Fisch oder Gemüse in eine würzende Flüssigkeit.

Eine Marinade besteht immer mindestens aus drei Komponenten: Säure, Öl und Gewürze.
  • Die Säure bricht das Bindegewebe der Muskeln auf, löst das darin enthaltene Kollagen zu Gelatine und macht das Fleisch so weicher und saftiger. Außerdem hemmt sie die Ausbreitung von Bakterien. Als Säurequelle kommen zum Beispiel Essig, Wein, Buttermilch, saure Sahne oder der Saft von Zitrusfrüchten in Frage – aber auch Milchsäure! Joghurt- oder Buttermilch-Marinaden basieren auf Milchsäure und sind für Geflügel besonders beliebt, da das Ergebnis erstaunlich zart wird. Griechischer Joghurt als Basis hält die Marinade außerdem gut am Fleisch und bildet beim Braten eine leicht knusprige Kruste.
  • Das Öl schützt das Grillgut vor dem Austrocknen und transportiert fettlösliche Aromen aus Kräutern und Gewürzen tief ins Fleisch. Verwende unbedingt raffiniertes, also hitzebeständiges Öl mit einem hohen Rauchpunkt wie Raps-, Sonnenblumen- oder Bratöl. Kaltgepresstes Öl verbrennt auf dem Rost. Auf drei Teile Öl kommt ein Teil Säure.
  • Gewürze und Kräuter geben ihren Geschmack ab – aber nicht alle überleben die Hitze. Einige verbrennen auf dem Rost oder werden bitter. Gib deshalb frische Kräuter am besten am Zweig in die Marinade und nimm sie vor dem Braten wieder heraus. Auch Knoblauch und Ingwer solltest Du am besten nur grob zerdrücken, um sie vor dem Braten ebenfalls zu entfernen. Wenn Du fertige Gewürzmischungen verwendest, setze sie nur sparsam ein, da sie meistens sehr viel Salz enthalten. Salz hat in der Marinade nichts verloren: Es entzieht dem Fleisch Flüssigkeit und verhindert, dass Aromen tief eindringen. Gesalzen wird deshalb erst, wenn das Grillgut vom Rost auf den Teller wandert.

Trockenmarinaden – auch Dry Rub genannt – kommen ganz ohne Flüssigkeit aus. Sie bestehen aus einer Mischung von Basisgewürzen wie Paprika, Pfeffer oder Kreuzkümmel und Akzentgewürzen wie Cayennepfeffer oder braunem Zucker. Das Fleisch wird gründlich damit eingerieben, fest in Frischhaltefolie gewickelt und über Nacht in den Kühlschrank gelegt, bevor sie auf den Rost kommen. Die Gewürze bleiben dabei einfach am Fleisch.

Fleisch-Schaschlik-Spieße mit Soßen und Beilagen

10 Tipps für perfektes Grillgut

Angrillen? Wird überbewertet! Wir grillen zu jedem möglichen Anlass, aber (zugegeben) am liebsten an warmen Frühsommerabenden. Höchste Zeit, dass wir Dir unsere zehn Tipps für den perfekten Grillabend schlechthin verraten!

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Was sich zum Marinieren eignet – und was nicht

Am meisten profitiert festes bis zähes Fleisch vom Marinieren, also Wild, Rindersteaks, Schweinenacken oder das Fleisch älterer Tiere. Die Säure bricht das Bindegewebe auf und die Gewürze dringen tief ein. Bei weichem Geflügelfleisch bringt eine Marinade dagegen vor allem Geschmack. Gepökeltes Fleisch wie Kasseler oder Schinken gehört aber weder in eine Marinade noch auf den Rost: Das im Pökelsalz enthaltene Nitrit kann bei hoher Hitze mit Eiweißen aus dem Fleisch reagieren und krebserregende Nitrosamine bilden.

Bei Fisch wirkt das Marinieren noch einmal anders. Das Bindegewebe von Fischen ist von Natur aus viel lockerer als beim Säugetier, der weichmachende Effekt fällt hier also weg. Wie bei Geflügel zählt fast ausschließlich der Geschmack. Am besten eignet sich fettreicher Fisch mit festem Fleisch zum Marinieren wie Lachs, Thunfisch, Sardine, Heilbutt oder Seeteufel. Breite Fischsteaks mit umlaufender Haut und Mittelgräte halten auf dem Rost am besten zusammen. Garnelen und Tintenfisch sind ebenfalls unkompliziert. Falls Du Schalentiere auf den Rost legen möchtest, mariniere und gare sie immer mit der Schale – so bleibt das Innere saftig.

Roher Fisch kann in einer Marinade komplett ohne Hitze garen: Das Eiweiß gerinnt durch die Säure und das Fleisch wird heller und fester. Falls Du diesen Effekt beim Einlegen nicht haben möchtest, gib den Zitronen- oder Limettensaft am besten erst kurz vor dem Braten dazu.

Gemüse und Obst mit hohem Wasseranteil nehmen Marinade besonders gut auf: Pilze, Zucchini, Paprika, Peperoni, Spargel, Tomaten und Radieschen sind ideal – aber auch Ananas, Mango, Pfirsich oder Melone lohnen sich mit einer leichten Marinade auf dem Rost. Hartes Gemüse wie Mais, Möhren, Kürbis, Süßkartoffeln oder Blumenkohl solltest Du vorher bissfest vorkochen. Dadurch nimmt es die Marinade besser auf und gart beim Braten schneller durch.

Auch fester Naturtofu lässt sich hervorragend marinieren, wenn er zuvor gründlich ausgepresst wurde – allerdings mit einer Besonderheit: Verzichte auf das Öl in der Marinade. Ohne Öl dringen Gewürze und Säure viel tiefer in den Tofu ein.

Grundsätzlich gilt: Zu Fisch passen fruchtige, zitrusbasierte Marinaden am besten und zu Garnelen Knoblauch. Geflügel harmoniert zum Beispiel mit asiatisch inspirierten Kombinationen, während Rindfleisch kräftige Marinaden mag. Und Lamm schmeckt mit Joghurtmarinaden am besten.

Fertig mariniertes Fleisch aus dem Supermarkt ist verlockend, aber ein Blick auf die Zutatenliste lohnt sich: Günstige Marinaden enthalten oft Verdickungsmittel, Antioxidationsmittel, Stabilisatoren und Säureregulatoren. Außerdem gibt es bei mariniertem oder anderweitig verarbeitetem Fleisch keine Kennzeichnungspflicht für Qualität, Alter und Herkunft. Die Würzlake kann so leicht verdecken, was darunterliegt. Wer sein Fleisch hingegen selbst einlegt, weiß ganz genau, was auf dem Rost landet.
Alternativ empfehlen wir Dir die fertig marinierten Rostbrätel von Thüringer Landstolz oder Naturfleisch Oberweißbach. Hier bekommst Du zarte Nackensteaks vom Schweinekamm, das mindestens 12 Stunden eingelegt wurde – zum Beispiel in Schwarzbier-, Knoblauch-, Senf-, Paprika-, Kräuter- oder Rosa-Pfeffer-Marinade.

Gemüse auf dem Rost

In Thüringen fühlt es sich schon fast verboten an, mal etwas anderes als Rostbratwurst oder Rostbrätel auf den Rost zu legen. Dabei läuft Gemüse über Holzkohle zu Hochtouren auf! Ob Zucchini, Paprika, Fenchel oder sogar Avocado: Auf dem Rost entwickelt Gemüse feine Röstaromen und ganz neue Texturen. Mit einer leichten Marinade dazu erinnert es uns direkt an Antipasti wie im Urlaub. Wer kann da noch widerstehen?

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Aus der Küche …

Fleisch und Fisch wird vor dem Marinieren sorgfältig gewaschen und mit Küchenpapier trocken getupft, denn feuchte Oberflächen verdünnen die Marinade. Damit die Marinade vor allem in dicke Stücke noch besser eindringen kann, schwöre einige darauf, ein paar kleine Löcher mit der Gabel in das Grillgut einzustechen oder feine Einschnitte mit dem Messer zu machen – oder du massierst die Marinade ein.

Zum Marinieren eignen sich nur Gefäße aus Glas, Keramik oder Plastik. Benutze auf keinen Fall Metall, denn es kann mit der Säure reagieren. Alternativ funktionieren auch dichte Gefrierbeutel. Das Grillgut sollte jedenfalls komplett von Flüssigkeit bedeckt und das Gefäß luftdicht verschlossen sein. Ist das Grillgut nicht vollständig bedeckt, musst Du es ab und zu wenden.

Je länger Du das Grillgut einlegst, desto intensiver wird der Geschmack. Gemüse ist nach 30 Minuten bis 2 Stunden fertig, Geflügel und Schweinefleisch brauchen bis zu 4 Stunden. Tofu oder festes Fleisch wie Steaks, Schweinenacken und Lamm sollte 12 bis 24 Stunden in der Marinade liegen, damit die Marinade auch wirklich tief in das Fleisch einziehen kann. Ein Zeichen dafür ist, dass sich das Fleisch außen leicht gräulich verfärbt.

In der Gastronomie geht das Marinieren deutlich schneller: Großküchen nutzen Vakuumkessel, die den Druck im Behälter absenken. Die Poren des Fleisches öffnen sich dadurch und die Marinade kann innerhalb von Minuten tief in das Fleisch einziehen, wofür sonst Stunden nötig wären. Manche Betriebe spritzen die Marinade auch direkt mit einer Spritze tief in das Grillgut.

… an den Rost

Nimm das marinierte Grillgut mindestens eine Stunde vor dem Braten aus dem Kühlschrank, damit es Raumtemperatur annehmen und so später gleichmäßiger durchgaren kann. Außerdem spritzt Grillgut weniger, wenn es bei Raumtemperatur auf den Rost kommt. Lasse es vor dem Auflegen gut abtropfen und tupfe es mit Küchenpapier ab, falls zu viel Marinade am Grillgut heftet. Sonst tropft die überschüssige Marinade direkt in die Glut, verbrennt dort und bildet giftige Dämpfe. Außerdem entstehen am Fleisch selbst zu viele Röststoffe. Bei sehr flüssigen Marinaden helfen Edelstahl-Grillschalen, um das Tropfen der Marinade zu verhindern.

Während des Bratens kannst Du das Fleisch mit einem Pinsel wiederholt dünn mit der Marinade bestreichen, das hält es saftig und gibt zusätzliche Farbe. Länger solltest Du Marinade, die mit rohem Fleisch in Kontakt war, aber nicht aufheben und auf keinen Fall ein zweites Mal verwenden: Salmonellengefahr! Marinade von Tofu, Gemüse oder Obst kannst Du aber problemlos erneut verwenden oder weiterverwerten.

Sieben einfache Marinaden für Grillabende

  • Paprika-Marinade für Schweinefleisch (z.B. für Nackensteaks oder Koteletts, 1–3 Stunden marinieren): 3 EL Rapsöl, 1 EL Apfelessig, 1 EL brauner Zucker, ½ EL edelsüßes Paprikapulver, ½ EL geräuchertes Paprikapulver, 1 zerdrückte Knoblauchzehe, 1 grob gehackte Zwiebel, nach Wunsch ½ TL Cayennepfeffer
  • Honig-Senf-Marinade für Schweinefleisch (ca. 2 Stunden marinieren): 6 EL raffiniertes Olivenöl, 2 EL Senf, 2 EL Honig, 1 TL Currypulver, 1 zerdrückte Knoblauchzehe, 1 TL schwarzer Pfeffer
  • Steak-Marinade für Rindfleisch (z.B. für Rumpsteaks, Hüftsteaks oder Flank Steaks, je nach Dicke 2–8 Stunden marinieren): 3 EL Rapsöl, 2 EL Sojasauce oder Worcestershiresauce, 1 EL Balsamicoessig, 2 zerdrückte Knoblauchzehen, 1 TL Senf, 1 TL schwarzer Pfeffer
  • Fenchel-Marinade für Fisch (1–2 Stunden marinieren; Limettensaft erst kurz vor dem Braten dazugeben): 4 EL raffiniertes Olivenöl, Schale von 1 Limette, 2 EL grob gehackter Ingwer, 1 EL Honig, 1 TL Fenchelsamen; kurz vor dem Braten Saft von 1 Limette darüberträufeln
  • Joghurt-Marinade für Lamm (ca. 3 Stunden marinieren): 3 EL Rapsöl, 250 g griechischer Joghurt, 2 zerdrückte Knoblauchzehen, 1 TL edelsüßes Paprikapulver, 1 TL schwarzer Pfeffer
  • Asia-Marinade für Hühnerfleisch (ca. 2 Stunden marinieren): 3 EL Sesamöl, 3 EL Sojasauce, 2 EL grob gehackter Ingwer, 2 zerdrückte Knoblauchzehen, 1 EL Limettensaft, 1 EL brauner Zucker
  • Kräuter-Knoblauch-Marinade für Gemüse (ca. 30 Minuten marinieren): 3 EL raffiniertes Olivenöl, Saft von ½ Zitrone, 2 zerdrückte Knoblauchzehen, 3 Zweige frischer Thymian, 2 Zweige frischer Rosmarin, ½ TL schwarzer Pfeffer

Thüringer Rostbrätel

Was landet in Thüringen direkt neben der Rostbratwurst am liebsten auf dem Rost? Natürlich das Rostbrätel! Die zarte Schweinekammscheibe wird stundenlang in besten regionalen Zutaten mariniert, bevor es auf dem Rost landet: Pilsner von der Privatbrauerei Gessner, Knoblauch, BORN-Senf und Zwiebeln.

So geht’s

Kategorie: Braten, Lebensmittel, Rezept

8. Juni 2026 by Elisa Gelmroth

In den neuen Porridge Bowls von Nabio steckt nur das drin, was der Körper wirklich braucht. Hafer, Saaten und Nüsse liefern Dir als hochwertige Zutaten Energie und wertvolle Nährstoffe für den ganzen Tag, während Du nach künstlichen Zusätzen, Aromen, Konservierungsstoffen, Geschmacksverstärkern und zugesetztem Zucker vergeblich suchen wirst – schließlich steht Nabio für 100 % Bio. Die Porridge Bowls sind noch dazu vegan.

Was wir an den Porridge Bowls besonders mögen: Sie sind sofort verzehrfertig, denn sie schmecken auch kalt hervorragend! Falls Du Porridge lieber klassisch warm genießt, kannst Du es dank der Glasverpackung direkt in der Mikrowelle erwärmen. So oder so sorgt die cremige Köstlichkeit für einen ausgewogenen Start in den Tag, einen sättigenden Power-Snack für unterwegs oder eine gute Pause zwischendurch. Eine Porridge Bowl ist die perfekte Begleitung für den ganzen Tag!

Mediterranes Essen

Bio-Glück aus Gierstädt

Nicht immer hat man Zeit, um Gemüse kleinzuschneiden, am Herd zu stehen und sich beim Essen Zeit zu lassen. Viele essen im Büro zwischen Tür und Angel und abends gibt es mal wieder Nudeln mit Pesto. Einige können Kochen aber auch einfach nichts abgewinnen und greifen lieber zu Fertigprodukten – und auch das ist in Ordnung. Denn Essen, das man nicht selbst kocht, muss nicht automatisch ungesund sein. Nabio ist dafür ein hervorragendes Beispiel.

Nabio im Portrait

Die Porridge Bowls gibt es in zwei Sorten:

Apfel & Nuss

Während der Hafer für Energie sorgt und die Leinsamen Ballaststoffe liefern, bringen die Apfelstückchen und Datteln ordentlich Geschmack ins Glas. Knackige Haselnüsse und Mandeln sorgen für nussigen Crunch in der cremigen Textur.

Mango & Chia

Hier kommen Urlaubsgefühle auf: Die Mangostückchen und Kokosflocken schmecken fruchtig-leicht. Chiasamen liefern wertvolle Nährstoffe und der Hafer gibt Dir jede Menge Energie für den Tag.

Bircher-Müsli über Nacht

Manchmal muss es morgens schnell gehen, viel Zeit für ein Frühstück bleibt da nicht – und erst recht nicht für etwas Gesundes. Die Lösung für solche Tage ist sehr anpassungsfähig: Sie passt nicht nur zu jedem Geschmack, sondern trägt auch einen englischen Namen, obwohl sie Schweizer Wurzeln hat und sowohl regional als auch saisonal zubereitet werden kann!

zum Rezept
Overnight Oats mit Äpfeln und Nüssen

Kategorie: Mittelthüringen, Produktvorstellung

1. Juni 2026 by Elisa Gelmroth

Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk arbeiten je nach Fachrichtung in Bäckereien, Fleischereien oder Konditoreien – aber auch in großen Supermärkten und sogar in der Gastronomie. Wer direkt mit Menschen in Kontakt sein möchte, ist in diesem Beruf richtig: Die Theke ist der Mittelpunkt des Arbeitsalltags eines Fachverkäufers im Lebensmittelhandwerk. Hier werden Waren angerichtet, Kunden beraten und Lebensmittel verkauft.

Bäckerei, Konditorei – oder doch Fleischerei?

Schon vor dem Beginn der Ausbildung zum Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk muss die Entscheidung für eine Fachrichtung fallen, denn jede Fachrichtung bringt andere Aufgaben und Arbeitszeiten mit sich. In der Bäckerei läuft schon früh am Morgen alles auf Hochtouren: Brötchen belegen, Brote aufschneiden, Teigrohlinge aufbacken. In der Fleischerei geht es eher um Aufschnitt, Feinkostsalate und Snacks – und um die Frage, welches Stück sich eher für Gulasch oder für den Sonntagsbraten eignet. In der Konditorei ist man manchmal sogar Verkäufer und Gastgeber zugleich: Nach dem Aufschneiden der Kuchen und Torten sowie dem Zusammenstellen von Konfektmischungen werden auch Gäste im Café bedient.

Ganz egal, für welche Fachrichtung man sich entscheidet: Hygiene ist das A und O. Kühlketten einhalten, Geräte und Arbeitsflächen regelmäßig reinigen, immer saubere Arbeitskleidung tragen – das gehört zum Alltag des Berufs. Auch Schichtdienst ist ganz normal, Samstagsdienst sowieso. Und vor Feiertagen, wenn alle noch schnell eine Weihnachtsgans oder Silvesterplatte brauchen, kann es richtig stressig werden.

Beraten ist die eigentliche Arbeit

Was den Beruf ausmacht, merkt man spätestens beim Einkaufen selbst: Ein guter Fachverkäufer weiß, welches Brot besonders viel Vollkornmehl enthält, welche Torte für einen Kindergeburtstag mit vierzehn Gästen reicht und welches Fleisch beim langen Schmoren zart wird. Dafür braucht es viel Wissen über die Herkunft, Inhaltsstoffe, Haltbarkeit und Zubereitung der Produkte sowie die Fähigkeit, das Wissen im Beratungsgespräch freundlich und auf Augenhöhe weiterzugeben.

Bis 1985 hieß der Beruf noch Gewerbehilfe – ein Name, der kaum erahnen lässt, wie vielfältig die Tätigkeit tatsächlich ist. Heute gibt es drei klar getrennte Fachrichtungen mit eigenen Ausbildungsinhalten.

So wirst Du Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk

Die Ausbildung zum Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk dauert drei Jahre und läuft dual ab – also parallel im Betrieb und in der Berufsschule. Empfohlen wird für die Ausbildung mindestens ein Hauptschulabschluss, theoretisch ist der Beruf aber auch ohne Abschluss erlernbar. Mit Abitur oder einer guten mittleren Reife lässt sich die Ausbildungszeit gegebenenfalls verkürzen.

In der Berufsschule lernst Du während der Ausbildung die theoretischen Grundlagen: Lebensmittelkunde, Hygienevorschriften, Preiskalkulation und Beratungsgespräche. Im Betrieb lernst Du vor allem die praktische Seite des Berufs kennen: wie Waren präsentiert, gelagert und vorbereitet werden – und natürlich den Umgang mit Kunden. In Thüringen bilden sowohl kleine, inhabergeführte Bäckereien, Konditoreien und Fleischereien als auch große Handelsketten aus.

Für den Beruf als Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk solltest Du gerne mit Menschen zu tun haben, freundlich und verständlich kommunizieren und Interesse an Lebensmitteln mitbringen. Sorgfalt und Hygienebewusstsein sind im Alltag mindestens genauso wichtig wie Teamfähigkeit, denn in diesem Beruf arbeitest Du nie allein.

Im ersten Jahr der Ausbildung verdienst Du im Durchschnitt etwa 900 € brutto im Monat. Im zweiten Jahr sind es etwa 970 €, im dritten Jahr 1.100 €. Nach der Ausbildung hängt das Gehalt von dem jeweiligen Betrieb, der Region und dem Tarifvertrag ab. Außerdem hast Du mehrere Möglichkeiten, um dich weiterzubilden – zum Beispiel zum Verkaufsleiter im Lebensmittelhandwerk oder zum Betriebswirt. In größeren Betrieben hast Du mit der Zeit die Chance, Schicht- oder stellvertretender Filialleiter zu werden.

Berufe in der Ernährungswirtschaft

Das macht ein Fleischer
Das macht ein Konditor
Das macht ein Bäcker

Kategorie: Karriere

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