Die Bloody Mary ist so etwas wie der Allrounder unter den Drinks: Du trinkst sie morgens zum Brunch, mittags an der Bar oder abends auf einer Party. Sie gilt als klassisches Katergetränk (auch wenn mehr Alkohol gegen den Kater eigentlich nicht hilft), schmeckt würzig-scharf und lässt sich beliebig variieren. Du kannst statt Wodka fast jede andere Spirituose verwenden, der Drink funktioniert mit vielem. Und für die alkoholfreie Version Virgin Mary lässt du den Wodka einfach weg. Zumindest wirken sich Salz und Gewürze positiv auf den Elektrolythaushalt aus.
Bloody Mary ist auch einer dieser Cocktails, bei denen keiner so genau weiß, wer ihn erfunden hat – dafür gibt es umso mehr Geschichten dazu.
Eine davon führt ins Jahr 1927: Der Hollywood-Schauspieler George Jessel soll nach einer durchzechten Nacht in einer Bar eine Flasche Wodka mit Tomatensaft gemischt haben, um den Kater aller Anwesenden zu lindern. Seine Freundin Mary bekleckerte ihr weißes Kleid mit dem Drink und rief: „Jetzt kannst du mich Bloody Mary nennen!“
Eine andere Geschichte spielt ein paar Jahre früher in Paris: Der Barkeeper Fernand Petiot soll den Drink bereits 1921 in der berühmten Harry’s New York Bar zubereitet haben, damals wie auch schon George Jessel noch zu gleichen Teilen aus Wodka und Tomatensaft. Tomatensaft war gerade als Konserve auf den europäischen Markt gekommen und ziemlich beliebt – genauso wie die Bar. Sie war in den 1920er Jahren ein beliebter Treffpunkt für im Ausland lebende Amerikaner wie Ernest Hemingway und F. Scott Fitzgerald. Petiot selbst sagte später, Jessel habe die schlichte Mischung aus Wodka und Tomatensaft erfunden, er selbst habe dann in den 1930er Jahren in New York die klassische Würzung entwickelt – mit Worcestershiresauce, Tabascosauce, Salz und Pfeffer.
Nach dem Ende der Prohibition ging Petiot nach New York ins St. Regis Hotel. Dort mixte er weiterhin seine Cocktails, darunter auch den Bloody Mary. Dort hieß er allerdings Red Snapper, weil dem Hotelbesitzer der Name zu anzüglich war. Außerdem wurde der Wodka durch Gin ersetzt, da Wodka zu der Zeit schwer zu beschaffen war. Ab den 1950er Jahren kehrte man zum Wodka und zum alten Namen zurück, während der Cocktail mit Gin-Basis bis heute weiterhin als Red Snapper bekannt ist. Berühmt machte die Bloody Mary übrigens schließlich Werbung von Smirnoff.
Woher stammt der Name Bloody Mary?
Vielleicht kommt er von der englischen Königin Maria I. Tudor, die wegen ihrer blutigen Protestantenverfolgung den Beinamen Boody Mary bekam. Oder von einer Kellnerin namens Mary aus der berüchtigten Chicagoer Kneipe Bucket of Blood? Angeblich schlug ein Kunde Petiot den Namen in Erinnerung an sie vor. Oder ließ sich Petiot doch von einer Frau namens Mary inspirieren, die in Harry’s New York Bar angeblich oft auf ihren Freund, der sich oft nicht an seine Verabredungen hielt, wartete und Petiot deshalb an Maria Stuart, die im Exil in ihrem Kerker schmachtete, erinnerte?
Für unsere Thüringer Variante nehmen wir Meerrettich statt Worcestershiresauce und Lake von Salz-Dillgurken statt Tabasco. Das gibt dem Cocktail eine eigene Schärfe und einen würzigen Kick, der gut zur Tomatenbasis passt und gleichzeitig auf regionale Zutaten setzt.



- Zubereitung: 5 Min
- Für 1 Personen
- 5 cl Catamount Vodka von Aromatique
- 10 cl Tomatensaft
- 1 cl frisch gepresster Zitronensaft
- ½ TL Tafel-Meerrettich von BORN
- 1 TL Lake der Salz-Dillgurken von Schweizer Naturkost
- 1 Prise Salz
- 1 Prise Pfeffer
- Eiswürfel
- ggf. gefrorene Cocktailtomaten
- 1 Stange Staudensellerie
Zubereitung
Gib alle Zutaten zusammen mit Eiswürfeln in einen Shaker und verrühre sie gut. Seihe die Mischung in ein Glas mit Eiswürfeln oder gefrorenen Cocktailtomaten ab. Serviere den Cocktail mit einer Stange Staudensellerie zum Umrühren und Knabbern.
Schon der botanische Name Apium graveolens verrät, was Sellerie ausmacht – graveolens bedeutet stark riechend. Und tatsächlich: Das Gemüse ist vollständig von ätherischen Ölen durchzogen, in denen sich die für das Selleriearoma typischen Phthalide befinden. Dieser Pflanzenstoff kommt unter anderem in Sellerie und Liebstöckel vor und kann antibakteriell, entwässernd sowie verdauungsfördernd wirken. Außerdem ist Sellerie reich an Vitamin K und eng mit Petersilie und Möhre verwandt.
Sellerie gilt als einer der Hauptauslöser von Nahrungsmittelallergien in Mitteleuropa, besonders betroffen sind Menschen mit Kreuzallergien. Wegen seiner natürlichen Würze ist Sellerie in vielen Fertigprodukten enthalten – und muss dort immer gekennzeichnet werden, damit Allergiker informiert sind.
Von der Heilpflanze zum Suppengrün
Der Name Sellerie kommt von der sizilianischen Stadt Selinunt, in deren sumpfiger Umgebung früher viel wilder Sellerie wuchs. Diese wilde Form wächst noch heute auf salzhaltigen, feuchten bis sumpfigen Böden vor allem an der Mittelmeerküste – in Deutschland ist sie allerdings fast ausgestorben. Im Alten Ägypten und im Antiken Griechenland war Wildsellerie vor allem als Heilpflanze geschätzt, auch im Mittelalter nutzte man ihn vorwiegend als Arzneipflanze. Die Sieger antiker Wettkämpfe schmückten sich übrigens nicht nur mit Lorbeerkränzen, sondern auch mit Kränzen aus Sellerieblättern!
Als Gemüse kam Sellerie erst später auf den Tisch: Die Sellerie-Sorten, wie wir sie heute kennen, entstanden ab dem 17. Jahrhundert. Heute gibt es Sellerie in drei verschiedenen Formen: als knackigen Staudensellerie, aromatischen Knollensellerie oder frischen Schnittsellerie. Jede Sorte bringt ihren eigenen Einsatzbereich und ein unterschiedlich starkes Aroma mit sich.
Knollensellerie | Schönheit kommt von innen
Die Knolle entwickelt sich halb unterirdisch und kann bis zu einem Kilo schwer werden. Zugegeben, besonders hübsch sieht sie nicht aus – aber der Geschmack macht das mehr als wett. Knollensellerie sorgt für ein kräftiges, unverwechselbares Aroma und schmeckt geröstet, gedünstet oder püriert. Ob in Suppen, als Beilage, im Salat oder sogar als Schnitzel: Die Knolle macht fast alles mit.
Beim Kauf solltest Du darauf achten, dass die Schale fest und fleckenfrei ist. Klingt die Knolle beim Draufklopfen hohl, ist sie schon zu alt und schmeckt nicht mehr gut.
Für die Zubereitung trennst Du Strunk und Blattansatz ab, schälst die Knolle ringsherum und entfernst braune Stellen mit dem Messer. Dann in Scheiben oder Würfel schneiden und am besten gleich mit etwas Zitronensaft beträufeln – sonst wird das Fleisch der Knolle bei Kontakt mit Sauerstoff schnell braun.
Ungewaschen, kühl und dunkel gelagert hält sich Knollensellerie mehrere Wochen. Du kannst ihn auch roh einfrieren, dann hält er sogar mehrere Monate.


Einfach und schnell aus dem Glas gibt es Selleriesalat übrigens in Bio-Qualität von Thüringer Landgarten.
Der berühmte Waldorf-Salat wurde vom Oberkellner des New Yorker Waldorf-Astoria-Hotels erfunden und bestand ursprünglich aus Äpfeln, Sellerie und Mayonnaise. Klassisch wird er mit Knollensellerie zubereitet, Du kannst aber auch zu Staudensellerie greifen – je nachdem, ob Du es lieber würzig-kräftig oder knackig-mild magst.
Einfach und schnell aus dem Glas gibt es Selleriesalat übrigens in Bio-Qualität von Thüringer Landgarten.

Staudensellerie | der Rohkost-Klassiker
Staudensellerie besteht aus langen, fleischigen Blattstielen und einer kleinen Wurzelknolle. Sein Geschmack ist deutlich dezenter als der von Knollensellerie, was ihn zum perfekten Rohkost-Klassiker macht. Die Blattstiele enthalten viel Carotin – ein fettlöslicher Pflanzenstoff, der vom Körper besser aufgenommen wird, wenn Du ihn mit etwas Fett kombinierst. Also gib ruhig ein bisschen Olivenöl über den Salat oder mixe etwas Nussmus mit in den Smoothie.
Eine besondere Veredelung ist der sogenannte Bleichsellerie: Durch Aufhäufeln von Erde und Überstülpen mit Blechrohren wird die Pflanze während des Wachstums vor Licht geschützt. Das sorgt für die blasse Farbe und einen noch zarteren, milderen Geschmack.
Frischer Stangensellerie ist knackig – die Stangen sollten sich nicht leicht biegen lassen oder gar matschig sein. Je grüner der Sellerie, desto intensiver schmeckt er.
Für die Zubereitung trennst Du einfach den Strunk ab, löst die einzelnen Stangen, entfernst gegebenenfalls die Fasern und schneidest sie in feine Scheiben, Würfel oder Stifte. Oder Du isst sie einfach so als Snack!
In ein feuchtes Tuch gewickelt hält sich Staudensellerie im Kühlschrank eine Woche lang frisch. Blanchiert und eingefroren hält er bis zu einem Jahr.
Der Cocktail Bloody Mary wird traditionell mit einer Selleriestange serviert – ein Klassiker, der die knackige Frische von Staudensellerie perfekt in Szene setzt.
Schnittsellerie | nah an der Wildform
Schnittsellerie steht der ursprünglichen Wildform am nächsten. Seine Blätter erinnern stark an Petersilie und werden auch genau wie diese verwendet. Das Besondere: Die Blätter enthalten besonders viele ätherische Öle und behalten diese auch beim Trocknen – getrocknet hält Schnittsellerie bis zu zwei Jahre lang sein Aroma.

Unsere Rezepte mit Sellerie
Für einen Vortrag zum 700-jährigen Jubiläum der Krämerbrücke blätterte Martin Sladeczek, Projektleiter „Welterbe der Thüringer Landeshauptstadt“, durch ein altes Urkundenbuch. Er wollte herausfinden, was früher rund um die berühmte Brücke auf den Marktständen verkauft wurde. Erfurt war im Spätmittelalter eine Handelsmetropole und ein Knotenpunkt wichtiger Handelsstraßen, sodass es im Umfeld der Krämerbrücke sehr viele Marktstände gab.
Und dann stolperte Martin Sladeczek über eine Randnotiz: In einer Urkunde von 1269 wird eine Hütte mit Bräter am Fuß der Krämerbrücke auf dem Wenigemarkt erwähnt. Für Sladeczek war das erst mal nur eine interessante Fußnote für seinen Vortrag, bis ein Reporter im Publikum ihn danach auf den Fund ansprach und klar wurde: Das könnte der bisher älteste Nachweis für einen Bratwurststand sein. Wo genau dieser mittelalterliche Rost stand, ist noch nicht abschließend erforscht. Es gibt aber bauliche Auffälligkeiten an der Außenmauer des heutigen Cafés und Restaurants Nüsslein.
Ein kleines Problem gibt es dennoch: In der Urkunde aus dem Jahr 1269 steht nirgendwo das Wort „Bratwurst“, es ist nur von einem Bräter die Rede. Was dort gebraten wurde, lässt sich also nur vermuten. Aber Menschen im Mittelalter haben gern Würste und gebratenes Fleisch gegessen – das beweisen zumindest zahlreiche mittelalterliche Abbildungen, auf denen immer wieder Grillroste zu sehen sind. Die Vermutung, dass der Bräter Bratwurst auf den Rost gelegt hat, liegt also nahe.
Für Thomas Mäuer vom Deutschen Bratwurstmuseum in Mühlhausen zählt aber sowohl der Erfurter als auch der Regensburger Nachweis nicht. Für ihn gilt eine Rechnung aus Arnstadt vom 20. Januar 1404 als der erste echte Beleg für die Bratwurst – und somit auch als Geburtstag der Bratwurst. In der Rechnung werden „1 Groschen für Bratwurstdämme“ vermerkt – die erste explizite Nennung des Wortes „Bratwurst“ überhaupt.
Die Diskussion um die älteste Bratwurststube ist übrigens nicht neu: Schon vor rund 25 Jahren stritten die Wurstkuchl in Regensburg und das Nürnberger Restaurant Zum Gulden Stern um den Titel. Die Regensburger konnten die älteste urkundliche Erwähnung vorlegen und gingen so als Sieger aus dem Streit hervor. Sofia Hilleprandt, Geschäftsführerin des Nürnberger Lokals, konterte aber mit einem anderen Argument: Sie hätten als einzige noch das originale Gebäude mit historischer Bratwurstküche vorzuweisen.
Geschnetzeltes gibt es seit langem in verschiedensten Formen und Varianten. Der Maßstäbe setzende Klassiker – das Zürcher Geschnetzelte – wurde trotzdem erst 1947 in einem Kochbuch erwähnt. Für Zürcher Geschnetzeltes wird Kalbfleisch angebraten und aus Sahne und Weißwein eine kräftige Sauce gekocht. Im Laufe der Zeit kamen noch Champignons als wichtiger Bestandteil dazu – und natürlich gibt es in der Schweiz Rösti als Beilage.
Damit das Kalbfleisch-Geschnetzelte auch richtig saftig bleibt, gibt es übrigens einen Trick: Das Fleisch wird quer zur Faser in dünne Scheiben geschnitten. So verliert es beim scharfen Anbraten weniger Saft. Gleichzeitig bildet das Fleisch durch die hohe Hitze schnell eine knusprige Kruste. Beides sorgt dafür, dass das Fleisch saftig bleibt.
Geschnetzeltes aus Pilzen kommt dem Original erstaunlich nahe. Das verdanken sie einerseits ihrer Bissfestigkeit und ihren umami-Aromen. Andererseits entwickeln sie beim scharfen Anbraten – wie auch Fleisch – Röstaromen. Damit nicht nur der Geschmack stimmt, sondern auch die Konsistenz passt, empfehlen wir Dir, die Pilze wenn möglich in Stücke zu rupfen anstatt zu schneiden. Das verleiht ihnen eine natürlichere Struktur. Besonders gut gelingt das bei den braunen Champignons – bei Kräuterseitlingen musst Du vermutlich doch zum Messer greifen. Zusammen mit der cremigen Sauce geben die verschiedenen Pilzsorten dem Geschnetzelten eine Tiefe, die nicht weit entfernt von Omas Original ist.
- Zubereitung: 30 Min
- Für 2 Personen
- 500 g Pilze (braune Champignons und Kräuterseitlinge)
- 1 rote Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe
- 2 EL Bio-Sonnenblumen-Öl von der Erfurter Ölmühle
- 2 EL Mehl
- 150 g Schmand
- 2 TL Sojasauce oder Worcestershiresauce
- 1 Zweig Thymian
- Salz, Pfeffer
- ggf. etwas Speisestärke
Zubereitung
Putze die Pilze und reiße oder schneide sie in kleine Stücke. Schäle die Zwiebel, halbiere sie und schneide sie in dünne Streifen. Schäle den Knoblauch und presse ihn.
Erhitze nun das Öl in einer großen Pfanne und schwitze die Zwiebeln 2 Minuten bei hoher Temperatur an. Gib den Knoblauch dazu und brate ihn eine weitere Minute mit. Jetzt kommen die Pilze in die Pfanne: Brate sie etwa 5 Minuten lang bei höchster Stufe scharf an, bis sie Farbe bekommen und ihr Wasser ausgedünstet haben.
Nun stäubst Du das Mehl über die Pilze und brätst es kurz unter ständigem Rühren an. Rühre dann den Schmand unter, würze die Sauce mit Salz, Pfeffer und Soja- oder Worcestershiresauce und gib den Thymianzweig dazu. Lasse alles etwa 10 Minuten bei niedriger bis mittlerer Temperatur köcheln und entferne schließlich den Thymian. Falls die Sauce zu flüssig sein sollte, kannst Du sie mit etwas Speisestärke abbinden.
Serviere das Geschnetzelte mit Rösti-Puffern von Heichelheimer, Nudeln oder Reis.
Wenn’s noch einfacher gehen soll: Von Thüringer Landstolz gibt es Schweinefleisch-Geschnetzeltes mit Steinpilzchampignons in cremiger Sahnesauce fertig zubereitet im Glas. Du brauchst den Inhalt nur erhitzen, Rösti-Puffer von Heichelheimer in der Pfanne anbraten und das schnelle, köstliche Essen genießen.

Pilze sind relativ proteinreich, aber fett- und kalorienarm. Sie enthalten wichtige Mineralstoffe und viele Ballaststoffe, obwohl sie zu zwei Dritteln aus Wasser bestehen. Und sie haben eine besondere Eigenschaft, die sie zum perfekten Fleischersatz macht: Sie schmecken umami.
Pilze haben eine von Natur aus hohe Konzentration an Glutaminsäure. Diese verleiht Pilzen ihren deftig-würzigen, fleischigen oder sogar leicht rauchigen Geschmack. Verstärken lässt sich der umami-Geschmack grundsätzlich durch Trocknen, Fermentieren, Reifen, Rösten oder langes Schmoren, was auch bei Pilzen hervorragend funktioniert, um ihnen einen fleischigen Charakter zu verleihen. Unsere Empfehlung: Brate die Pilze zuerst scharf an, reduziere dann die Hitze und gib erst danach Öl dazu. Salzen und würzen solltest du die Pilze erst nach dem Anbraten – es sei denn, Du möchtest Pilze als Hackfleisch-Ersatz verwenden, dann entzieht das Salz Wasser und sorgt für die richtige Textur. Ansonsten gilt: Würze, mariniere oder paniere die Pilze so, wie Du auch das Fleisch zubereiten würdest.
Welcher Pilz eignet sich für welches Gericht?
- Bissfeste, fleischige Kräuter- und Austernseitlinge sowie Portobellos (besonders große Zucht-Champignons) sind ein guter Ersatz für Schnitzel und Burger-Patties. Seitlinge werden nicht grundlos auch „Kalbfleischpilze“ genannt 😉
- Zarte Champignons kannst Du zu Frikadellen oder Gulasch verarbeiten.
- Feste, deftige Shiitake mit ihrem leicht rauchigen Aroma eignen sich für Pfannen- und Wokgerichte oder Suppen – darin quellen sie auf und entfalten ihren intensiven umami-Geschmack.
- Der Igel-Stachelbart, auch Löwenmähne genannt, schmeckt je nach Zubereitung wie Krabbenfleisch oder Hühnchen, ist bei uns aber bisher leider kaum erhältlich.
Was wir als Pilz kennen und essen, ist eigentlich nur der Fruchtkörper – sozusagen die sichtbare Spitze des Eisbergs. Der eigentliche Pilz wächst unter der Erde: das Myzel. Diese wurzelähnliche Struktur besteht aus einem Netzwerk fadenförmiger Fasern, die sich durch den Boden ziehen und oft mehrere Quadratmeter groß werden können. Das Myzel nimmt Nährstoffe auf und versorgt den Fruchtkörper, den wir ernten.
Dieses Myzel rückt nun allmählich mehr und mehr in den Fokus. Start-ups haben entdeckt, dass man daraus direkt Lebensmittel entwickeln kann – sozusagen Pilzmyzel-Fleisch aus dem Labor. Die fadenförmigen Fasern werden für Lebensmittel zu einer festen Struktur verwebt und sorgen so für die fleischige Konsistenz und saftige Textur – perfekt für vegane Chicken Nuggets oder andere Fleischalternativen –, während der Geschmack fast identisch mit dem des Fruchtkörpers ist. Das Myzel wird dafür unter kontrollierter Luft- und Wärmezufuhr emissionsarm und ressourcenschonend kultiviert. Es braucht kaum Wasser und keinen Dünger, wächst sehr schnell in geschlossenen Räumen oder vertikalen Systemen, ist innerhalb weniger Tage erntebereit und wächst auf Nährstoffen, die sonst auf dem Abfall landen würden – zum Beispiel Kartoffelschalen, Sägemehl, Tee-Abfälle, Getreide-Reste oder Kaffeesatz. Pilze sind also nicht nur heute schon ein hervorragender Fleischersatz in der Küche – sie könnten in Zukunft auch eine wichtige Rolle für die Kreislaufwirtschaft und eine nachhaltige Ernährung spielen.
Blau kochen ist eine klassische Zubereitungsart für Süßwasserfische wie Karpfen, Forellen, Schleie oder Aale. Der Name kommt nicht von ungefähr: Die Schleimschicht auf der Fischhaut nimmt beim Garen tatsächlich eine blassblaue Farbe an, die durch Säure in Essig zusätzlich stabilisiert werden kann. Kochen ist dabei aber eigentlich das falsche Wort: Der Fisch wird beim Blaukochen pochiert, also in einem Sud zwischen 75 und 95° C schonend gegart. Das Wasser bewegt sich dabei leicht, darf aber nicht sprudeln.
Das Fleisch von Karpfen hat einen etwas höheren Fettgehalt als andere Fische, was es besonders zart und saftig macht. Wie ein Karpfen schmeckt, hängt allerdings davon ab, wie er gehalten und gefüttert wurde.
165 Tonnen Karpfen kommen jedes Jahr aus Thüringen. Damit liegen wir nicht nur auf Platz vier der deutschen Karpfenproduktion: Deine Chancen, fangfrischen Karpfen zu ergattern, sind in Thüringen wirklich hoch!
Kaufe den Karpfen so frisch wie möglich und bereite ihn am selben oder spätestens am nächsten Tag zu – länger als einen Tag sollte er nicht im Kühlschrank lagern. Frischen Fisch erkennst Du an den leuchtend roten Kiemen, hellen und klaren Augen sowie einer natürlich schimmernden Haut. Lass ihn vom Fischhändler ausnehmen und längs halbieren, aber nicht schuppen – die Schleimschicht muss intakt bleiben, sonst funktioniert das Blaukochen nicht.
- Zubereitung: 60 Min
- Für 4 Personen
- 1 Zitrone
- 1 Stange Lauch
- 1 Zwiebel
- 2 Möhren
- 2 Lorbeerblätter
- 5 Wacholderbeeren
- 8 Pfefferkörner
- 2 Nelken
- 250 ml trockener Weißwein
- 1 TL Salz
- 1 TL Zucker
- 1 Karpfen (küchenfertig, ca. 1,5 kg)
- 150 ml Weißweinessig
- Petersilienkartoffeln
- Zitronenspalten
- zerlassene Sonja-Margarine von OTHÜNA
Zubereitung
Schneide die Zitrone und den Lauch in Scheiben. Schäle Zwiebel und Möhren und schneide sie ebenfalls in Scheiben. Gib dann 2 Zitronenscheiben, Lauch, Zwiebelscheiben, Möhren, Lorbeerblätter, Wacholderbeeren, Pfefferkörner, Nelken, Weißwein, Salz, Zucker und 2 Liter Wasser in einen großen Topf. Lasse den Sud 15 Minuten köcheln.
Bereite währenddessen den Karpfen vor. Dafür wäschst Du ihn innen gründlich, außen aber nur vorsichtig, um die Schleimschicht nicht zu beschädigen. Koche dann den Essig separat auf und gieße ihn gleichmäßig über den Karpfen, bis dieser blau wird. Wenn Du möchtest, kannst Du den Fisch noch etwa 10 Minuten in Zugluft stellen, damit sich die Blaufärbung verstärkt.
Lege den Karpfen mit 2 bis 3 Esslöffeln Essig vorsichtig in den Sud und lasse ihn bei geschlossenem Deckel und geringer Hitze 20 bis 25 Minuten ziehen – er darf auf keinen Fall kochen! Der Karpfen ist fertig, wenn sich die Rückenflosse leicht herausziehen lässt.
Serviere den Karpfen mit Petersilienkartoffeln, Zitronenspalten und zerlassener Margarine. Falls Du ihn im Ganzen servierst, kannst Du einige der Kartoffeln auch in die Bauchhöhle stecken – so behält er seine Form.
Bis zum Jahr 2014 hieß der Beruf noch Fachkraft für Süßwarentechnik, schon seit 1980 gibt es ihn als staatlich anerkannten Ausbildungsberuf. Denn Süßigkeiten werden heute nur noch in Ausnahmefällen in kleinen Manufakturen von Hand hergestellt. In der Regel laufen sie in großen Industriehallen über automatisierte Maschinen-Anlagen. Und damit dabei alles reibungslos abläuft und perfekte Produkte entstehen, überwachen und steuern Süßwarentechnologen die Produktion vom ersten bis zum letzten Schritt.
Der Arbeitsalltag eines Süßwarentechnologen
Produktionshallen, Lager- und Kühlräume, manchmal auch Labors – dort ist der Süßwarentechnologe zu Hause. Arbeitskleidung wie Kittel, Haube, Handschuhe und oft auch ein Hörschutz gehören zu seinem Arbeitsalltag fest dazu, denn Sauberkeit ist hier das A und O. Und die großen Maschinen sind zwar effizient, aber auch ziemlich laut.
Der Süßwarentechnologe ist verantwortlich für die automatisierte Produktion von Süßigkeiten: Er steuert und überwacht Maschinen und Anlagen, die Zutaten wie Zucker, Kakaobohnen oder Nüsse maschinell wiegen, dosieren, mischen, reinigen und zerkleinern. Alle Arbeitsschritte liegen in seiner Hand – von der Rohstoff-Aufbereitung über das Bewachen der einwandfreien Produktionsprozesse bis zum Verpacken der Ware. Zwischendurch probiert er auch mal, um die Qualität zu prüfen. Und am Ende des Tages reinigt er die Maschinen gründlich.
Da Süßigkeiten oft rund um die Uhr produziert werden, ist Schichtdienst als Süßwarentechnologe völlig normal – auch am Wochenende oder nachts. Und auch wenn die Maschinen die schwere Arbeit übernehmen, erfordert der Job trotzdem Aufmerksamkeit, schnelle Reaktionen und technisches Geschick. Denn: Läuft etwas nicht nach Plan, muss der Süßwarentechnologe sofort eingreifen.
So wirst Du Süßwarentechnologe
Die Ausbildung zum Süßwarentechnologen dauert in der Regel drei Jahre und findet dual im Betrieb und in der Berufsschule statt. Das Besondere: Es gibt in ganz Deutschland nur eine einzige Berufsschule für Süßwarentechnologen: die Zentralfachschule der Deutschen Süßwarenwirtschaft in Solingen, Nordrhein-Westfalen. Der Unterricht findet deshalb blockweise statt: drei Mal im Jahr jeweils einen Monat am Stück. Dort lernst Du alles über Mischungsverhältnisse, Zusammensetzungen und Qualitätskontrolle – mit Schwerpunkten in Mathe, Biologie und Chemie.
Einen bestimmten Schulabschluss brauchst Du für die Ausbildung eigentlich nicht, die Hälfte aller Azubis hat aber mittlere Reife. Genauso wichtig sind Sorgfalt, Verantwortungsbewusstsein, technisches Verständnis und eine gute Reaktionsgeschwindigkeit. Kenntnisse in Mathe und Technik sind von Vorteil – und natürlich solltest Du keine Lebensmittelallergien haben.
Süßwarentechnologen arbeiten in Industrie-Betrieben, die Schokoladenprodukte, Bonbons, Zuckerwaren, feine Backwaren wie Kekse oder Knabbereien produzieren. Den Schwerpunkt kannst Du bereits während der Ausbildung wählen. In Thüringen bilden aktuell Viba und der Storck-Standort in Ohrdruf Süßwarentechnologen aus – und die Übernahmechancen nach der Ausbildung sind in der Regel sehr gut. Süßwaren-Unternehmen sind zukunftssicher und stets auf der Suche nach Fachkräften. Genascht wird schließlich immer 😉
Der Lohn, den Du während der Ausbildung erhältst, unterscheidet sich je nach Bundesland. Im Schnitt verdienst Du etwa 950 € brutto im ersten Jahr, 1.050 € im zweiten und 1.150 € im dritten Jahr. Nach der Ausbildung liegt das durchschnittliche Gehalt bei rund 3.300 € brutto im Monat. Falls Du Dich später weiterbilden und eine Führungsposition in der Produktion übernehmen möchtest, kannst Du Industriemeister oder Fachwirt werden.
Berufe in der Ernährungswirtschaft
Die Gemeine Hasel, unsere heimische Sorte, gehörte zu den ersten Pflanzen, die nach der letzten Eiszeit wieder in Europa wuchsen. Schon Jäger und Sammler wussten die nährstoffreichen Nüsse deshalb zu schätzen. Während der Eiszeit wäre der Haselstrauch fast ausgestorben – nur in Portugal konnte sich ein Restbestand erhalten. Alle wilden Haselsträucher, die heute in Europa wachsen, stammen daher von diesem Restbestand ab.
Aus dem Garten in den Kuchen
Die Gemeine Hasel wird bis zu fünf Meter hoch und bis zu 100 Jahre alt. Sie mag warme Standorte, milde Winter und regelmäßigen Niederschlag. Das Praktische: Man braucht nur einen Haselstrauch, da die Hasel gleichzeitig männliche und weibliche Blüten trägt. Von Januar bis Februar blüht der Strauch, von September bis Oktober reifen die Nüsse. Die reifen Nüsse fallen aus dem Hüllblatt auf den Boden und können dort ganz einfach aufgesammelt werden. Nach der Ernte müssen sie vier bis sechs Wochen an einem trockenen, luftigen und kühlen Ort nebeneinander ausgebreitet trocknen. Richtig getrocknet und gelagert halten sie sich ungeknackt in der Schale bis zu zwölf Monate. Doch je älter die Haselnuss wird, desto bitterer schmeckt sie. Mit der Zeit können Haselnüsse sogar ranzig werden – bei gehackten und gemahlenen Nüssen geht das besonders schnell. Alternativ kannst Du Haselnüsse luftdicht verpackt einfrieren und zum Verwenden langsam im Kühlschrank auftauen lassen.
Ihr volles Aroma entfalten Haselnüsse, wenn sie geröstet und geschält sind. Das kannst Du auch ganz einfach zuhause machen, indem Du die Nüsse im Ofen einige Minuten lang bei 175 Grad röstest, bis sie leicht gebräunt sind. Lasse sie kurz abkühlen und reibe die warmen Kerne dann in einem Tuch gegeneinander.
Günstige Ernte, teure Abhängigkeit
Die Nüsse unserer heimischen Gemeinen Hasel sind ziemlich klein und dadurch für die Wirtschaft unbedeutend. Für den gleichen Ertrag müssten nämlich mehr Nüsse geknackt werden – ein Aufwand, der sich kaum lohnt. Stattdessen dominiert die Lambertshasel den Weltmarkt: 75 Prozent der kommerziell genutzten Haselnusskerne stammen von dieser Sorte. Die Lambertshasel hat große Nüsse, ist aber ziemlich kälteempfindlich. Deshalb wächst sie vor allem in der Türkei und Italien.
95 Prozent der Haselnüsse kommen aus dem Ausland, allein zwei Drittel aus der Türkei. Haselnüsse aus der Türkei sind nämlich besonders günstig, weil dort zu geringen Löhnen, teils noch von Hand und unter schlechten Arbeitsbedingungen geerntet wird. Allerdings ist die gesamte Welt von türkischen Haselnüssen abhängig, weshalb es durch späte Frostnächte oder zu heiße Sommer schnell zu unvorhersehbaren Preisänderungen kommen kann.
Haselnüsse sind der wichtigste Rohstoff für Viba Nougat: Bis zu 37 Prozent Haselnüsse enthält der Nougat. Bisher nutzt Viba ausschließlich Haselnüsse aus der Türkei. Die Ernte war dort im Jahr 2025 aber schlechter als sonst, was zu Preissteigerungen in Höhe von 40 bis 70 Prozent führte. Viba hat deshalb auch schon Haselnüsse aus Sachsen getestet. Allerdings reichen die Erntemengen noch nicht aus – und es gibt noch keine Möglichkeit, die Nüsse in Deutschland professionell in großen Mengen knacken zu lassen.
Thüringen entdeckt die Haselnuss neu
Ende des 20. Jahrhunderts versuchten viele Betriebe in Süddeutschland, Haselnüsse anzubauen. Das Vorhaben schlug jedoch fehl: wegen Problemen mit Sorten, falscher Standort-Wahl, fehlender Erfahrung und Krankheiten. Haselnüsse wurden in Deutschland deshalb bisher vor allem für die Selbstversorgung angebaut. Trotzdem wachsen mittlerweile auf über 1000 Hektar wieder Haselnüsse – unterstützt durch die wärmeren Temperaturen des Klimawandels. Der Anbau findet bisher aber nur für die Direktvermarktung statt, also den Verkauf direkt auf dem Hof oder Markt.
Auch in Thüringen wird seit einigen Jahren der Haselnuss-Anbau im großen Stil getestet. Dazu gab es von 2018 bis 2025 das Innovationsprojekt Inno-Hasel, in dessen Rahmen vier Betriebe im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt, im Saale-Orla-Kreis, bei Weimar und Gotha Haselnussanlagen mit neun verschiedenen Sorten pflanzten. Ziel des Projekts war es, insbesondere Sorten, Schnitttechniken und Schädlinge wie den Haselnussbohrer zu erforschen und zu untersuchen, inwieweit in Thüringen erfolgreich Haselnüsse produziert werden können. Die Ergebnisse sind sehr interessant:
- Die Bäume sollten wie beim Obstbau in Form geschnitten werden, anstatt wild zu wuchern.
- In heißen Sommern ist Bewässerung nötig, um Trockenstress zu vermeiden.
- Eine dichte Pflanzung bringt mehr Ertrag.
- Veredelte Sorten wachsen schneller, bringen früher Erträge, passen sich besser an Thüringer Böden sowie die klimatischen Verhältnisse an und sind resistenter gegen Schädlinge.
Die ersten Thüringer Haselnüsse gibt es sogar schon zu kaufen – zum Beispiel auf dem Wochenmarkt auf dem Erfurter Domplatz. Bis die Anlagen richtig tragen, vergehen aber noch ein paar Jahre.
Kleine Kraftpakete
Haselnüsse haben einen hohen Energiegehalt und liefern viele wichtige Nährstoffe. Sie enthalten ungesättigte Fettsäuren, Proteine, Ballaststoffe, Mineralien und Vitamine, haben positive Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System und sollten Bestandteil einer ausgewogenen, gesunden Ernährung sein. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt deshalb jeden Tag eine kleine Handvoll Nüsse – zum Beispiel im Müsli oder Salat, als Snack oder Nussmus. Diese Empfehlung gilt natürlich nicht für Menschen, die auf Nüsse allergisch reagieren, was etwa 1 Prozent der Bevölkerung betrifft und auch als Kreuzreaktion mit einer Pollen-Allergie auftreten kann.




Besonders gut schmeckt die Haselnuss in Kuchen, Torten, Gebäck und Plätzchen, aber auch in süßen Aufstrichen wie dem Brownie Haselnuss Aufstrich von Nabio oder als klassisches Nougat – natürlich von Viba! Und wusstest Du schon, dass es sogar Brände und andere Spirituosen mit Haselnüssen – zum Beispiel von The Nine Springs und Echter Nordhäuser – gibt?
Die Schnippelsuppe ist ein echter Thüringer Klassiker – köstlich, deftig und dabei ziemlich unkompliziert. Du kannst die Zutaten je nach Belieben anpassen, rund um Sonneberg gehört zum Beispiel ein Schuss Essig dazu.
- Zubereitung: 100 Min
- Für 4 Personen
- 300 g geräucherte Rippchen
- ca. 1,5 l Wasser
- 1 Lorbeerblatt
- 5–6 Pimentkörner
- 200 g Möhren
- 200 g Kartoffeln
- 200 g Kohlrabi
- 100 g Sellerie
- 200 g Rosenkohl
- 100 g Lauch
- 1 große Zwiebel
- 100 g Schinkenspeck von Thüringer Landstolz
- 150 g Wiener Würstchen von der Fleischerei Zitzmann
- 1 Bund Petersilie
- 1 kleines Bund Majoran
- Salz, Pfeffer
Zubereitung
Gib die geräucherten Rippchen in einen großen Topf und bedecke sie mit etwa 1,5 Liter Wasser. Füge das Lorbeerblatt und die Pimentkörner hinzu und bringe alles zum Kochen. Lasse die Brühe dann bei mittlerer Hitze 45 bis 60 Minuten sanft köcheln, bis sie schön aromatisch ist. Nun nimmst Du die Rippchen heraus, lässt sie etwas abkühlen und löst dann das Fleisch vom Knochen. Schneide es in kleine Stücke und stelle es beiseite. Zum Schluss gießt Du die die Brühe durch ein Sieb.
Schäle die Möhren, Kartoffeln und Kohlrabi. Schneide Sellerie, Möhren, Kohlrabi und Kartoffeln dann in gleichmäßige, nicht zu große Würfel. Putze den Rosenkohl und halbiere ihn. Schneide den Lauch in Ringe und würfle die Zwiebel fein.
Schneide den Schinkenspeck in feine Würfel und lasse ihn in einem großen Suppentopf knusprig aus. Gib dann die Zwiebelwürfel dazu und lasse sie glasig werden. Nun fügst Du das Gemüse hinzu und schwitzt alles 2 bis 3 Minuten mit an. Gieße die vorbereitete Fleischbrühe dazu, bringe alles einmal zum Kochen und lasse es anschließend 20 bis 25 Minuten sanft köcheln, bis das Gemüse gar ist.
Schneide währenddessen die Wiener Würstchen in Scheiben und hacke Petersilie sowie Majoran fein. Gib dann die Wiener Würstchen zusammen mit dem klein geschnittenen Rippchenfleisch und gehacktem Majoran in den Topf. Lasse alles weitere 5 Minuten bei niedriger Temperatur ziehen. Die Suppe darf nicht kochen, damit die Würstchen nicht platzen!
Zum Schluss schmeckst Du die Suppe mit Salz und Pfeffer ab und hebst die gehackte Petersilie unter. Serviere die Suppe mit einer Scheibe Brot oder Toast.
Guten Appetit!
Vom herzhaften Bauernschinken über cremige, vegane Aufstriche und edle Spirituosen bis hin zu allerbestem Nougat – Thüringen hat weit mehr zu bieten als man auf den ersten Blick vermuten mag. Unsere Ideen für regionale Adventskalenderfüllungen machen jeden Tag im Advent zu einer kleinen Entdeckung. Oder kanntest Du schon den Senf-Geist von BORN? Hast du gewusst, dass Viba auch Nougat zum Trinken herstellt? Und dass es Biernudeln aus Apolda gibt? Mit jedem Türchen lernst Du Thüringen ein Stück besser kennen – und unterstützt gleichzeitig regionale Betriebe.
Thüringen schmeckt nur dank ihnen
Ein selbst befüllter Adventskalender aus Thüringen ist nicht nur eine Ansammlung von vielen kleinen Köstlichkeiten, sondern auch eine Wertschätzung für die Menschen, die jeden Tag dafür sorgen, dass (nicht nur) zu den Mahlzeiten etwas auf dem Tisch steht: die Landwirte, Metzger, Brenner, Konditoren und anderen Berufe in der Lebensmittelbranche. Hinter jedem Türchen versteckt sich ein täglicher Gruß von kleinen Manufakturen, Familien-Unternehmen und Traditionsbetrieben, die fast direkt um die Ecke zu finden sind.
Wir haben zwei Adventskalender zusammengestellt: einen herzhaften mit köstlichen Wurstwaren, hochwertigen Spirituosen und kleinen Überraschungen zur Brotzeit sowie einen süßen mit Nougat-Klassikern, süßen Tropfen, leckeren Aufstrichen und unerwarteten Gadgets. Natürlich kannst Du unsere Ideen kombinieren oder erweitern – je nachdem, wen du beschenken möchtest.
Köstlich klassisch – unser süßer Adventskalender

Gewürz-Nougat Schokoladen Stick von Viba
Edelvollmilch-Schokolade, gefüllt mit Haselnussnougat und verfeinert mit Gewürzen und Bourbon-Vanille – so schmeckt Weihnachten 😍

Orangen-Liqueur von Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei
Der elegante, fruchtige Liqueur wird mit edlem, gelagertem Korn hergestellt, reift in Eichenholzfässern und hat eine feinherbe Note.

Nougat Weihnachtsmännchen von Viba
Das niedliche Weihnachtsmännchen aus Edelvollmilch-Schokolade ist mit feinstem Nougat gefüllt. Zartschmelzender kann Weihnachten nicht werden!

Brownie-Haselnuss-Aufstrich von Nabio
Gesünder kann der Schokoaufstrich nicht werden: Der vegane Aufstrich schmeckt fein herb und nussig, ist herrlich cremig, zu 100 % Bio und enthält kein Palmöl.

Weihnachtssocken von VITA COLA
Ein gemütlicher Abschluss für 24 Tage voller Genuss: Die Weihnachtssocken passen perfekt zu jedem festlichen Outfit und sind definitiv ein Statement für die beste Cola der Welt.

Zimtschnecken-Aufstrich von Nabio
Zimtschnecke zum Streichen! Der Aufstrich schmeckt, als wäre er gemacht für einen gemütlichen Nachmittag mit einem großen Becher Tee. Er ist zu 100 % Bio, vegan und enthält kein Palmöl.

Trinknougat Royal von Viba
Ein Traum wird wahr: heller Haselnussnougat in Vollmilchschokolade zum Einrühren in heiße Milch! Darin würden wir auch baden, wenn es nicht so köstlich wäre. Die Pralinen am Stiel werden in der Viba Confiserie liebevoll von Hand gefertigt und lösen sich in heißer Milch im Handumdrehen auf.

Milchcreme Praliné-Kugel von Heilemann
Knackige Edelvollmilch-Schokolade, gefüllt mit feinster Milchcreme: Diese Kugel sorgt bei Groß und Klein für Glücksmomente.

Filinchen Snack Milchcreme
Zwei knusprige Filinchen-Scheiben treffen auf leckere Milchcreme – perfekt für den kleinen Hunger zwischendurch.

Kakao-Nuss-Liqueur von Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei
Zarte Schokolade und knackige Nüsse verschmelzen zu einem Liqueur, dessen aromatische Kakao-Nuss-Note ihn zu etwas ganz Besonderem macht.

Salted Caramel-Erdnuss-Aufstrich von Nabio
Erdnüsse, feiner Karamell-Geschmack und ein Hauch Meersalz sind einfach ein dream team. Also Vorsicht: Dieser Aufstrich macht süchtig! Noch dazu ist er zu 100 % Bio, vegan und enthält kein Palmöl.

Filinchen Snack Schokocreme
Zwei knusprige Filinchen-Scheiben, gefüllt mit leckerer Schokoladencreme. Ein idealer Snack für den kleinen Hunger zwischendurch oder unterwegs.

Fruchtaufstrich Beerenfrucht von Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei
Schmeckt ungewöhnlich köstlich: Der beerige Fruchtaufstrich wird mit Doppelkorn hergestellt.

Filinchen Snack Heidelbeere
Zart knusprig mit einer süß-fruchtigen Heidelbeercreme: Der Filinchen Snack schmeckt überall.

Kokos-Tonka-Aufstrich von Nabio
Der wunderbar cremige Aufstrich hat eine ganz besondere Note: Die Tonkabohne eilt der Kokosnuss zu Hilfe. Zusammen ergeben sie einen köstlichen Aufstrich, der zu 100 % Bio, vegan und frei von Palmöl ist.

Winterschokoladen-Stick von Heilemann
Edelvollmilch-Schokolade, gefüllt mit Gewürz-Nougat. Die feinen Noten aus Zimt, Anis und Nelken passen perfekt zum zartschmelzenden Nougat.

VITA ENERGY Pfirsich Passionsfrucht von VITA COLA
Für einen extra Energieschub vor den Weihnachtsfeiertagen sorgt diese Dose VITA ENERGY. Sie enthält Koffein aus grünen Kaffeebohnen sowie Guaraná-Extrakt und schmeckt erfrischend exotisch.

Classic Nougat-Kugel von Viba
Knackige Edelvollmilch-Schokolade, gefüllt mit feinster Milchcreme: Diese Kugel sorgt bei Groß und Klein für Glücksmomente.

Apfel-Zimt-Trüffel Praliné-Kugel von Heilemann
Edelvollmilch-Schokolade trifft auf Apfel-Zimt-Trüffel – ein geheimer Liebling von uns. Die Kugel ist umhüllt von roter Folie mit Goldakzenten und gehört auf jeden Weihnachtsteller (oder eben selbstgemachte Adventskalender).

VITA COLA Original
Das Original mit dem Spritzer Zitrone schmeckt einfach einzigartig: Durch den Citrus-Kick ist VITA COLA nicht so süß und sehr erfrischend. Eine richtige Überraschung im Adventskalender!
Meisterstück Design-Trinkglas von Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei
Damit Du die Liköre auch stilecht genießen kannst: Das exklusive Trinkglas ist nämlich nicht nur perfekt für den Genuss von Kornbrand geeignet. Es ist ein echter Hingucker und sogar schon in einem Geschenkkarton verpackt.

Rosen-Liqueur von Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei
Für diesen lieblichen Rosen-Liqueur wird echtes Rosenöl genutzt. Schmeckt pur oder als Longdrink mit Sekt zu jeder Jahreszeit!

Trinknougat Classic von Viba
Haselnussnougat in Vollmilchschokolade zum Einrühren in heißer Milch. Schmeckt einfach wie flüssiger Nougat, also absolut köstlich!

Fruchtaufstrich Orange von Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei
Dieser Fruchtaufstrich schmeckt fruchtig, herb und dank Doppelkorn-Anteil sehr besonders.











































