Die Geschichte der Senf-Eier reicht weit zurück. Ursprünglich stammt das Gericht vermutlich aus Norddeutschland, dazu passend hielt Betty Gleim das Rezept 1843 in ihrem Bremischen Kochbuch fest. Zwei Jahre später erschien es auch in Henriette Davidis Praktischen Kochbuch.
In den Jahren danach verbreitete sich das Rezept schnell in ganz Deutschland. Die Zutaten waren für jeden erschwinglich, die Zubereitung unkompliziert und das Ergebnis machte die ganze Familie satt. So wurde es zu einem echten Klassiker der deutschen Küche, der bis heute auf vielen Tellern landet und direkt Kindheitserinnerungen weckt.
Das Herzstück des Gerichts ist natürlich die Senfsauce. Sie basiert auf einer klassischen Mehlschwitze, die mit Milch und Brühe aufgegossen und am besten mit zweierlei Senf verfeinert wird. Die Kunst dabei liegt vor allem im gründlichen Rühren – nur so bleibt die Sauce vor lästigen Klümpchen verschont. Sollten trotzdem welche entstehen, gibt es einen einfachen Rettungstrick: Gieße die Sauce durch ein feines Sieb. Wird die Sauce zu dick, hilft etwas zusätzliche Brühe oder Milch. Und ist sie zu flüssig, lässt Du sie einfach noch ein paar Minuten einkochen.
Wir nehmen für unsere Senfsauce natürlich BORN-Senf aus Thüringer Senfsaat. Besonders der körnige Senf macht in der Sauce den Unterschied: Die ganzen, knackigen Senfkörner enthalten ihr volles, ursprüngliches Aroma und sorgen nicht nur für intensiven Geschmack, sondern auch für eine interessante Textur. Kombiniert mit dem mittelscharfen Senf wird die Sauce so richtig schön rund, würzig und vollmundig.
Serviert werden die Eier mit Senfsauce klassischerweise mit Salz- oder Pellkartoffeln, aber auch Kartoffelbrei passt hervorragend dazu.
Übrigens gibt es auch noch eine andere spannende Variante des Gerichts: die verlorenen Eier. Dabei werden rohe Eier direkt in die fertige Senfsauce geschlagen und bei niedriger Hitze etwa 10 Minuten lang darin sanft gegart. Das erfordert aber einiges an Fingerspitzengefühl bei der Temperatur. Ist die Sauce zu heiß, wird das Eiweiß zäh und flockt aus. Ist die Sauce zu kalt, werden die Eier nicht richtig gar. Findest Du die richtige Temperatur, wird das Ergebnis aber wirklich köstlich!
Für jeden Läufer ein Baum
Mitte Mai auf dem Rennsteig: Über 1.200 Nordic-Walker schnüren ihre Stöcke und machen sich auf den Weg von Oberhof nach Schmiedefeld. 21 Kilometer liegen vor ihnen – und für jeden wird ein Baum gepflanzt. 1.208 Europäische Lärchen für 1.208 Läufer, bezahlt von Thüringer Waldquell und zusammen gepflanzt mit ThüringenForst im Schmalkalder Ehrental, einem idyllischen Tal mit Wäldern und Wanderwegen. Oder besser: mit dem, was von den Wäldern übrig geblieben ist. Denn ein Viertel der Fichten ist bereits dem Borkenkäfer zum Opfer gefallen.
Die Europäische Lärche wurde dabei nicht zufällig von ThüringenForst ausgewählt. ThüringenForst bewirtschaftet rund 200.000 Hektar Landeswald im Freistaat und weiß genau, wo welche Bäume gebraucht werden. Bei der Auswahl von Flächen und Baumarten berücksichtigen die Forstexperten den klimagerechten Waldumbau. Deshalb wachsen im Ehrental nun an einigen Stellen bereits Lärchen statt Fichten. Die Europäische Lärche wächst schnell und kommt mit Trockenheit deutlich besser zurecht als die Fichte, die unter dem Klimawandel zunehmend leidet. Wälder profitieren davon, wenn sie gezielt mit standortgerechten und klimaresilienten Arten ergänzt werden – genau das passiert bei den Pflanzaktionen von Thüringer Waldquell. Aus den 1.208 Setzlingen wird 0,7 Hektar klimastabiler Wald entstehen. Nicht umsonst lautet das Motto von Thüringer Waldquell Unser Wald. Unser Wasser.
Der GutsMuths-Rennsteiglauf findet seit 1973 jedes Jahr Mitte Mai auf dem Rennsteig statt und ist Europas größter Crosslauf. Neben Supermarathon, Marathon, Halbmarathon und weiteren Strecken gibt es auch die 21 km lange Nordic-Walking-Tour, die Thüringer Waldquell seit 2006 unterstützt. Das Unternehmen stellt nicht nur Mineralwasser für alle Rennsteiglauf-Strecken zur Verfügung, sondern spendet eben auch für jeden Nordic-Walker einen Baum.
Warum sich Thüringer Waldquell um Bäume kümmert
Das Mineralwasser von Thüringer Waldquell stammt aus den Tiefen des Thüringer Waldes. Jeder Tropfen hat vorher einen langen Weg durch den Wald und verschiedene darunterliegende Gesteinsschichten hinter sich gebracht. Der Waldboden funktioniert dabei wie ein riesiger Schwamm: Er sammelt Wasser, speichert es und gibt es langsam wieder ab. Das mindert nicht nur die Hochwassergefahr, sondern sichert auch die Wasserversorgung in trockenen Zeiten.
Beim Versickern in den Waldboden wird das Niederschlagswasser auf natürliche Weise mechanisch, biologisch und chemisch gereinigt. Schadstoffe werden gebunden oder von Mikroorganismen im Boden abgebaut. Was am Ende ins Grundwasser gelangt, hat Trinkwasserqualität. Deshalb ist es auch kein Zufall, dass 40 % der deutschen Trinkwasserschutzgebiete im Wald liegen.
Aber nur ein gesunder Wald kann Wasser aufnehmen und filtern – und dieses System gerät immer stärker unter Druck. Der Klimawandel sorgt dafür, dass weniger Wasser verfügbar ist, Bäume leiden unter Hitze- bzw. Trockenstress und werden dadurch anfälliger für Borkenkäfer. Noch dazu steigt die Waldbrandgefahr und schwere Maschinen verdichten bei der Holzernte den Boden dauerhaft, sodass an diesen Stellen kaum noch Wasser versickern kann. All das führt zu einem immer stärkeren Baumsterben. Doch wenn zu viele Bäume absterben (ab 25 % eines Waldes wird es kritisch), fließt immer mehr Wasser oberflächlich ab, anstatt bis ins Grundwasser zu sickern, und die Nitratkonzentration im Quellwasser steigt.
Welche Bäume im Wald wachsen, hat einen großen Einfluss auf den Wasserhaushalt. An der großen Blattoberfläche von Nadelbäumen verdunstet viel Wasser, bevor es überhaupt den Boden erreicht. Bei Laubbäumen hingegen werden Niederschläge zum Stamm hin abgeleitet und können im Winter ungehindert in den Boden einsickern. Der klimagerechte Waldumbau berücksichtigt diese Unterschiede: Ein Mischwald mit verschiedenen Baumarten ist nicht nur klimastabiler, sondern auch effizienter.
Der Milchtechnologe arbeitet vor allem in Molkereien. Mit modernster Technik stellt er dort Milcherzeugnisse her – von Trinkmilch über Joghurt bis zu Butter und Käse. Dabei bedient und überwacht er die computergesteuerten Anlagen und greift ein, wenn etwas nicht stimmt. Denn aus Rohmilch werden nur dann einwandfreie Produkte, wenn jemand mit technischem Verständnis, scharfem Blick und feiner Nase die Prozesse unter Kontrolle hat. Außerdem reinigt der Milchtechnologe die Maschinen und Anlagen, rüstet sie um und behebt Störungen. Dabei gelten stets strengste Hygienevorschriften, denn wie bei allen Lebensmitteln ist auch bei der Herstellung von Milchprodukten Sauberkeit das A und O.
Der Arbeitsalltag eines Milchtechnologen
Der Milchtechnologe arbeitet vor allem in Produktions- und Abfüllhallen, manchmal aber auch im Labor und in Steuerungszentralen. Schutzkleidung und Haarnetz gehören zum Arbeitsalltag fest dazu, bei der Entnahme von Proben außerdem Handschuhe und in der Nähe lauter Maschinen ein Gehörschutz.
Der Arbeitstag beginnt oft mit der Anlieferung von Rohmilch: Der Milchtechnologe überprüft die Menge und Qualität, bevor er sie einlagert. Vor der Weiterverarbeitung wird die Milch zentrifugiert, also gereinigt und der Rahm von der Magermilch getrennt. Dann geht’s in die Produktion: Je nachdem, was hergestellt werden soll, bedient und überwacht der Milchtechnologe zum Beispiel Butterungs- oder Käsereimaschinen. Dabei kontrolliert er laufend die Qualität – vor, während und nach der Herstellung. Am Ende werden die fertigen Milcherzeugnisse maschinell verpackt oder abgefüllt.
Auch wenn die Maschinen die schwere Arbeit übernehmen, erfordert die Arbeit des Milchtechnologen Aufmerksamkeit, schnelle Reaktionen und technisches Geschick. Denn läuft etwas nicht nach Plan, muss er sofort eingreifen. Und natürlich braucht der Milchtechnologe einen guten Geruchs- und Geschmackssinn – schließlich muss er beurteilen können, ob die Produkte einwandfrei schmecken.
Berufe in der Ernährungswirtschaft
So wirst Du Milchtechnologe
Die Ausbildung zum Milchtechnologen dauert in der Regel drei Jahre, kann aber auf zwei Jahre verkürzt werden. Sie findet dual im Betrieb und in der Berufsschule statt, wobei der Unterricht in der Berufsschule Oranienburg als Blockunterricht stattfindet. Währenddessen erfährst Du alles über Rezepturen für unterschiedliche Milchprodukte, Wirtschaftskunde und die Dokumentation von Produktionsprozessen.
Im ersten Jahr der Ausbildung lernst Du die gängigen Abläufe kennen: Qualität beurteilen, Trinkmilch herstellen, mit Anlagen umgehen. Im zweiten Jahr steht die Überwachung von Anlagen, die Herstellung von Butter und die Dokumentation von Prozessen auf dem Plan. Im dritten Jahr geht es um Qualitätssicherung und die Herstellung von Käseprodukten.
Einen bestimmten Schulabschluss brauchst Du für die Ausbildung eigentlich nicht, über die Hälfte der Azubis hat aber mittlere Reife. Wichtig sind vor allem Sorgfalt, Reaktionsgeschwindigkeit, Verantwortungsbewusstsein, technisches Verständnis und ein guter Geruchs- und Geschmackssinn.
Die Vergütung während der Ausbildung liegt im Durchschnitt bei etwa 1200 € brutto im ersten, 1350 € im zweiten und 1500 € im dritten Jahr. In tarifgebundenen Betrieben ist die Vergütung in der Regel deutlich höher als in Betrieben, die sich nicht an tariflichen Gehältern orientieren.
Falls Du nach der abgeschlossenen Ausbildung mehr Verantwortung übernehmen möchtest, kannst Du Dich zum Molkereimeister oder Techniker Milchwirtschaft fortbilden.
Bevor wir uns den vielen Attraktionen der Erlebnis-Etage widmen, werfen wir zuerst einen Blick auf den Zeitstrahl, der uns die Geschichte von Viba näherbringt – vom kleinen Familienbetrieb zur Viba sweets Gruppe, die heute der größte Süßwarenfilialist Deutschlands ist. Klingt vielleicht nach trockenen Zahlen, ist aber überraschend spannend erzählt und zeigt, wie aus einer Confiseuren-Familie ein Unternehmen wurde, das heute in ganz Deutschland bekannt und beliebt ist.
Richtig interessant wird es dann an den verschiedenen Stationen in der Erlebnis-Etage. Hier erfährst du, wo Haselnüsse und Kakao herkommen, unter welchen Bedingungen sie wachsen und welchen Weg sie bis nach Schmalkalden nehmen, wo sie zu feinstem Nougat verarbeitet werden. Vielleicht begegnest Du da auch Robin Red, dem Superhelden-Eichhörnchen! Das Viba-Maskottchen ist jeden Tag zwischen 14 und 15 Uhr in der Viba Nougat-Welt unterwegs, verteilt High-Fives und posiert für Fotos mit den kleinen Gästen.
In der gläsernen Manufaktur kannst Du Confiseurinnen und Confiseuren bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen. Vor Deinen Augen verzieren sie Nougat und bringen flüssige Schokolade in Form. Was nach routinierter Arbeit aussieht, die leicht von der Hand geht, ist ein anspruchsvolles Handwerk, das in jahrelanger Arbeit gelernt wird. Aber Vorsicht: Wenn Du den Confiseurinnen und Confiseuren bei der Arbeit zuschaust, wirst Du vermutlich ziemlich schnell hungrig.
Wie gut, dass es in der Viba Nougat-Welt ein Restaurant mit einer überraschenden Speisekarte gibt: Das Gulasch mit dunklem Nougat klingt vielleicht gewagt, schmeckt aber wirklich gut – und wurde sogar schon von Kabel 1 ausgezeichnet. Kein Wunder, dass es eines der beliebtesten Gerichte auf der Karte ist!
Und dann steht da noch der große Nougatbrunnen. Ja, hier fließt wirklich zartschmelzender, glänzender Nougat – und Du darfst natürlich probieren! Manche kommen tatsächlich allein deshalb her (was wir absolut nachvollziehen können).

Falls Du Dir ein Stück vom Nougathimmel mit nach Hause nehmen möchtest, kannst Du an einem der vielen verschiedenen Confiserie-Mitmachkurse teilnehmen. Hier gießt und verzierst Du unter professioneller Anleitung Schokolade oder Nougat selbst. Naschen ist dabei natürlich strengstens erlaubt!
Alternativ findest Du im Shop der Viba Nougat-Welt nicht nur ein Stück vom Glück, sondern direkt die ganze Bandbreite: Viba Nougat und Schokolade, handgemachte Pralinen aus der Confiserie HEILEMANN, Kaffee und Gebäck von arko sowie Süßwaren von HUSSEL. Von klassischen Nougatstangen über saisonale Spezialitäten bis hin zu tollen Präsenten gibt es hier so gut wie alles, was die verschiedenen Marken der Viba sweets Gruppe produzieren. Ein Muss für Schokoladen-Fans!
Ob als spontaner Familien-Ausflug oder kulinarisches Reiseziel: Die Viba Nougat-Welt schenkt Dir an 365 Tagen im Jahr ein unvergessliches Erlebnis voller Geschmack und guter Laune.

Viba Nougat-Welt
Nougat-Allee 1
98574 Schmalkalden
Öffnungszeiten: täglich von 9.30 bis 17 Uhr
Filinchen kennst Du vermutlich vor allem als Begleiter von Frischkäse oder Aufschnitt. Zerkleinert, mit gemahlenen Mandeln und Marina-Margarine von OTHÜNA vermengt und fest in eine Springform gedrückt, wird daraus aber auch ein köstlicher Kuchenboden, der nicht gebacken werden muss und dank glutenfreiem Filinchen sogar für Menschen mit Zöliakie geeignet ist. Auf den Boden füllen wir eine Creme aus Frischkäse, Quark und Joghurt, getoppt von Heidelbeeren oder Sauerkirschen aus dem Glas von Schweizer Naturkost. Das Ergebnis muss nicht in den Ofen, sondern kommt nur in den Kühlschrank und schmeckt danach erfrischend, cremig, köstlich – auch ohne Zucker. Eine Prise Salz sowie die eingelegten Früchte on top verstärken die Süße zusätzlich.
Diese Thüringer Zutaten kommen in unseren Kuchen:




- Zubereitung: 30 Min
- Für 8 Personen
- 1 Glas Heidelbeeren oder Sauerkirschen von Schweizer Naturkost
- optional: ½ TL Speisestärke
Für eine laktosefreie Variante brauchst Du lediglich Butter, Frischkäse, Quark und Joghurt durch laktosefreie Produkte zu ersetzen.
Zubereitung
Gib die Filinchen-Scheiben in einen Gefrierbeutel, verschließe ihn gut und zerkleinere die Scheiben dann mit einem Nudelholz. Vermenge die Brösel mit den Mandeln, flüssiger Margarine, Süße und Salz. Nun gibst Du die Masse in eine mit Backpapier ausgelegte Springform (Ø 20–22 cm) und drückst sie mit dem Boden von einer Tasse oder einem Glas sehr fest an. Stelle den Boden dann in den Kühlschrank.
Während der Kuchenboden sich im Kühlschrank verfestigt, bereitest Du die Creme zu. Dafür rührst Du Frischkäse, Quark, Joghurt, Süße, Vanilleextrakt, Zitronensaft und Salz glatt. Löse die Gelatine oder Agar-Agar nach Packungsangabe auf und rühre sie unter die Creme. Verteile nun die Creme auf dem gekühlten Boden und streiche sie glatt. Stelle sie nun für mehrere Stunden in den Kühlschrank, bis die Creme fest geworden ist.
Lasse die Früchte abtropfen und fange dabei einige Esslöffel des Safts auf. Erhitze den Saft, rühre Speisestärke klümpchenfrei ein und lasse dann den Saft kurz aufkochen, bis er leicht eindickt. Stelle den Saft beiseite und lasse ihn abkühlen. Anschließend kannst Du die Früchte auf der Creme verteilen und den Saft darüberträufeln. Stelle den Cheesecake dann am besten noch einmal für 30–60 Minuten kalt. Löse ihn zum Schluss aus der Form und schneide ihn in Stücke. Guten Appetit!
Schweinefleisch wird schon seit Jahrhunderten zu Wurst verarbeitet, doch erst seit Beginn des 20. Jahrhunderts schmiert man es sich in Deutschland auch roh auf’s Brot. Vermutlich hat jemand in Nord- oder Mitteldeutschland damit angefangen und schnell wurde der deftige Aufstrich immer beliebter – besonders zur Karnevalszeit als kräftige Grundlage fürs Frühstück oder herzhafte Alternative zu süßen Pfannkuchen.
Für Mett bzw. Gehacktes wird vor allem die Schweineschulter verwendet – ihr hoher Fett- und Bindegewebeanteil und die grobfaserige Struktur sorgen dafür, dass das Fleisch schön saftig bleibt. Der Fettanteil darf dabei maximal 35 % betragen. Bei uns wird das Fleisch klassischerweise gewolft, wodurch es etwas gröber wird als das rheinländische Mett aus dem Kutter. Wichtig dabei: Das Fleisch wird halbgefroren verarbeitet, damit die Struktur besser erhalten bleibt.
Thüringer Mett ist eine ganz spezifische Variante des Gehackten: Schweinehackfleisch vermischt mit Salz, Gewürzen wie Kümmel und Majoran sowie Zwiebeln – natürlich ohne jegliche Konservierungsstoffe. Noch edler ist Schinkenmett, das aus dem Schinken des Schweins hergestellt wird und von besonders hoher Qualität ist.
Frische ist alles
Bei rohem Fleisch gilt eine eiserne Regel: Frisch muss es sein. Verpacktes Hackfleisch solltest Du bei der angegebenen Lagertemperatur bis zum Verbrauchsdatum essen. Unverpacktes Gehacktes dagegen darf nur am Herstellungstag verkauft werden und solltest auch noch am gleichen Tag gegessen werden, denn durch die große Oberfläche ist Gehacktes ein perfekter Nährboden für Keime wie Salmonellen, Listerien und Campylobacter-Bakterien. Deshalb sollten kleine Kinder, Schwangere, Senioren und Menschen mit geschwächter Immunabwehr lieber auf rohes Gehacktes verzichten. Und auch der Retro-Mettigel für Partys ist eigentlich gar keine gute Idee, denn er steht viel zu lange bei Zimmertemperatur herum, wo sich Keime noch wohler fühlen.
Kennst Du den Namen Hackepeter für Hackfleisch? Hackepeter setzt sich zusammen aus Hack für Hackfleisch und Peter für Petersilie – auch wenn die grünen Kräuter oft eher zur Deko aufs Brötchen kommen.
Hefeteigbällchen in Fett auszubacken hat eine lange Tradition: Schon die Römer frittierten kleine Teigkugeln, tunkten sie in Honig und bestreuten sie mit Mohn. Doch auch hierzulande war man früh erfinderisch: Im Mittelalter sollen Frauen im Spreewald Teigreste mit Pflaumenmus gefüllt und diese dann in Schmalz ausgebacken haben.
Das erste Rezept, das der heutigen Zubereitung ähnelt, stammt aus einem Kochbuch von Henriette Davidis aus dem Jahr 1847. Doch die Erfindung des Pfannkuchens beanspruchen gleich zwei Personen für sich: Eine Geschichte besagt, dass die Wiener Hofratsköchin Cäcilie Krapf im Jahr 1690 den Krapfen erfand, ihn aber zunächst als Cillikugel anbot. Einer anderen Legende nach wurde der Pfannkuchen 1756 von einem Berliner Zuckerbäcker erfunden, der als Kanonier unter Friedrich dem Großen dienen wollte, aber als wehruntauglich eingestuft wurde. Er durfte zumindest als Feldbäcker beim Regiment bleiben und kreierte dort Hefeteigstücke in Kanonenkugel-Form, die er mangels Ofens über offenem Feuer in mit heißem Fett gefüllten Pfannen frittierte.

Wir frittieren die Pfannkuchen in der Backstolz-Schmelzmargarine von OTHÜNA: Sie besteht aus rein pflanzlichen, hochwertigen Ölen und Fetten und eignet sich nicht nur zum Frittieren und Braten, sondern auch zum Backen feiner Backwaren, da sie sehr geschmeidig ist und sich gut im Teig verteilt. Deshalb nutzen wir Backstolz nicht nur zum Frittieren, sondern auch im Hefeteig selbst.
Pfannkuchen werden aus einem süßen Hefeteig mit einem ziemlich hohen Ei-Anteil hergestellt, da die Eier das Aufsaugen vom Frittierfett verringern. Die Füllung kommt mittlerweile nach dem Backen mit einem Spritzbeutel oder einem Füllapparat in den Pfannkuchen – deutlich einfacher und sauberer als die Variante von früher, bei der Pfannkuchen aus zwei Teilen zusammengesetzt und Marmelade vor dem Frittieren hineingegeben wurde.
Vor dem Frittieren brauchst Du übrigens keine Angst haben. Das Wichtigste ist, auf die richtige Temperatur zu achten – der Rest erledigt sich von selbst. Ist das Frittierfett zu heiß, werden die Krapfen außen zu dunkel, sind aber noch nicht durch. Ist es zu kalt, saugen sich die Krapfen mit dem Fett voll und können nicht gut aufgehen. Die ideale Temperatur zum Frittieren der Pfannkuchen liegt bei 170° C.
Warum sind Pfannkuchen an Karneval so beliebt?
Heute isst man Pfannkuchen besonders gern während der Karnevalszeit. Früher kamen da vor allem Zutaten auf den Tisch, die früher während der anschließenden Fastenzeit verboten waren und deshalb währenddessen verderben würden: Fleisch, Eier, Fett. Dazu zählen zum Beispiel Schweinefleisch, Speck und in Fett ausgebackenes Gebäck wie Pfannkuchen.
Pfannkuchen – mit Vita Cola?!
Zu Karneval werden Pfannkuchen nicht nur mit Marmelade oder Pflaumenmus gefüllt, sondern gerne auch mit Eierlikör – oder BORN-Senf. Die Thüringer Bäckerei Bergmann geht noch einen Schritt weiter: Sie startet jedes Jahr die Füll den Funkuchen-Aktion, bei der Kunden Vorschläge einreichen können. Über die besten Füllungen wird abgestimmt und der Gewinner wirklich gebacken. Die beliebtesten Varianten schaffen es sogar ins dauerhafte Sortiment. Gewinner-Pfannkuchen-Füllungen der letzten Jahre waren unter anderem Rote Grütze, Bienenstich, Schneewittchen, Grießbrei, Stachelbeer-Baiser und sogar Vita Cola!
In Thüringen produzieren Bäckereien in der Karnevalswoche oft ein Vielfaches ihrer normalen Pfannkuchen-Menge. Die Bäckerei Bergmann beispielsweise backt dann statt der üblichen 3000-4000 Pfannkuchen pro Schicht bis zu 40.000 Stück.
- Zubereitung: 170 Min
- Für 15 Personen
- 500 g Weizenmehl
- ½ Würfel frische Hefe
- 50 g Zucker
- 50 g Backstolz-Margarine von OTHÜNA
- 225 ml Vollmilch von Dittersdorfer
- 1 Prise Salz
- 1 TL Vanille-Extrakt
- 4 Eigelb
- (Puder-) Zucker
- Marmelade oder Pflaumenmus
- 750 g Backstolz-Margarine von OTHÜNA zum Frittieren
Zubereitung
Zerteile die Hefe in Stücke und rühre sie mit dem Zucker glatt. Schmelze die Butter, gib die Milch dazu und bringe beides auf eine lauwarme Temperatur. Knete dann aus dem Mehl, der Hefe-Zucker-Mischung, Butter-Milch-Mischung, Salz, Vanille-Extrakt und Eigelb einen geschmeidigen Teig.
Lasse den Teig abgedeckt an einem warmen Ort 30 bis 60 Minuten gehen, bis er an Volumen zugenommen hat. Teile den Teig dann in etwa 15 Portionen, forme daraus Bällchen und lasse sie abgedeckt so lange gehen, bis sie ihr Volumen verdoppelt haben.
Erhitze die Margarine zum Frittieren im Kochtopf oder in einer Fritteuse auf 170° C. Die richtige Temperatur vom Fett prüfst Du mit einem Küchenthermometer oder indem Du ein Holzstäbchen hineinhältst. Hat das Fett die richtige Temperatur, steigen daran Bläschen auf.
Backe die Teiglinge nun portionsweise von beiden Seiten im heißen Fett goldbraun aus. Sie dürfen sich dabei nicht im Topf berühren. Nimm sie anschließend mit einer Schaumkelle aus dem Topf und lasse sie auf Küchenpapier abtropfen.
Befülle einen Spritzbeutel oder eine Gebäckspritze mit Marmelade oder Pflaumenmus (darf nicht stückig sein) und spritze die Füllung von der Seite aus mit einer dünnen Tülle in die Pfannkuchen.
Wälze zum Schluss die noch warmen Pfannkuchen in (Puder-) Zucker oder bestreiche die abgekühlten Pfannkuchen mit Zuckerguss aus Puderzucker und etwas Wasser.
Die Vorläufer des Karnevals reichen bis ins Mittelalter zurück. In Erfurt wurde bereits 1342 Karneval gefeiert, in Wasungen im Werratal nachgewiesen seit spätestens 1524: Eine Quittung aus dem Jahr belegt den Kauf eines Eimers Bier für die Mitwirkenden der Fastnachtsspiele.
Damals wurden Narrenfeste, bei denen kirchliche Rituale parodiert wurden, am 6. Januar gefeiert. Nach der Reformation gerieten die Feste jedoch in Vergessenheit. Erst ab dem 18. Jahrhundert kam die Tradition allmählich zurück. An den Fürstenhöfen von Weimar und Gotha waren nun Masken- und Tanzveranstaltungen sehr beliebt, die die Bevölkerung mit der Zeit übernahm. Diese höfische Tradition, die es vor allem im Osten Deutschlands gab, ist übrigens ein großer Unterschied zum rheinländischen Karneval, der das Militär parodieren sollte.
Die ersten organisierten Karnevalsumzüge fanden in den 1930er Jahren statt. In den 1950er und 1970er Jahren wurden zahlreiche Karnevalsclubs gegründet. Zu DDR-Zeiten waren die Karnevalsvereine ein beliebtes Ventil, um zwischen den Zeilen die Regierung zu kritisieren – damals gab es etwa 500 Vereine in Thüringen. Heute sind es immerhin noch mehr als 300 Karnevalsvereine mit rund 30.000 Mitgliedern, von denen fast jeder Verein seinen eigenen Karnevalsruf hat.
Was den ostdeutschen Karneval bis heute besonders macht: Er ist Laien-Sache. Büttenreden werden nach Feierabend geschrieben, Tänze in der Freizeit einstudiert, Wagen am Wochenende gebaut. Während der rheinische Karneval hochprofessionalisiert ist, passiert hier alles ehrenamtlich. Die Karnevalsvereine leisten damit einen wichtigen Beitrag für den Zusammenhalt in Dörfern und Kleinstädten. Deshalb wollen ostdeutsche Karnevalsvereine ihre jahrhundertealte Tradition nun als immaterielles Kulturerbe anerkennen lassen. Die Bewerbung wurde im November 2025 beim Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur eingereicht, die Entscheidung dauert bis zu zwei Jahre.
Wasungen – die Stadt des Volkskarnevals
Wasungen gilt als eine der ältesten Karnevalshochburgen in ganz Deutschland und trug schon zu DDR-Zeiten den Titel Stadt des Volkskarnevals. Der traditionelle Karnevalsruf lautet Woisenge Ahoi! Statt eines Prinzenpaars führt hier ein Prinz Karneval den großen Umzug an, unterstützt von zwei weiblichen Pagen. Der Karnevalsumzug findet am Samstag vor Rosenmontag statt und ist ein zweistündiges Spektakel mit bis zu 2.000 Mitwirkenden und tausenden Zuschauern. Seit 2004 gibt es in Wasungen das Thüringer Karnevalsmuseum und zum 500-jährigen Jubiläum wurde sogar eine Sonderbriefmarke der Deutschen Post herausgebracht.
Insgesamt gibt es jedes Jahr in der Karnevalssaison (die am 11.11. um 11:11 Uhr beginnt und am Aschermittwoch endet) rund 1.000 Veranstaltungen in Thüringen, darunter etwa 100 kleine und große Umzüge. Besonders beliebt sind neben Wasungen der Erfurter Karneval, der Karnevalsumzug in Neustadt an der Orla, Arnstadt und Sonneberg.
In einigen Thüringer Gemeinden gehört der Strohbär zum Karneval dazu. Dabei trägt eine Person ein selbstgemachtes Kostüm aus Stroh und wird vom Strohbärentreiber mit Frack und Zylinder durch den Ort geführt. Am Ende des Umzugs wird das Kostüm verbrannt.
Der Strohbär ist eine alte Tradition, die heute allerdings seltener geworden ist, denn durch moderne Erntemethoden bleiben kaum noch ausreichend lange Halme zum Binden des Kostüms übrig.
Zum Karneval gehört natürlich auch das richtige Essen. Zu Fasching kommen vor allem Zutaten auf den Tisch, die früher während der anschließenden Fastenzeit verboten waren und deshalb währenddessen verderben würden: Fleisch, Eier, Fett. Dazu zählen zum Beispiel Schweinefleisch, Speck und in Fett ausgebackenes Gebäck wie Pfannkuchen.
Die Bloody Mary ist so etwas wie der Allrounder unter den Drinks: Du trinkst sie morgens zum Brunch, mittags an der Bar oder abends auf einer Party. Sie gilt als klassisches Katergetränk (auch wenn mehr Alkohol gegen den Kater eigentlich nicht hilft), schmeckt würzig-scharf und lässt sich beliebig variieren. Du kannst statt Wodka fast jede andere Spirituose verwenden, der Drink funktioniert mit vielem. Und für die alkoholfreie Version Virgin Mary lässt du den Wodka einfach weg. Zumindest wirken sich Salz und Gewürze positiv auf den Elektrolythaushalt aus.
Bloody Mary ist auch einer dieser Cocktails, bei denen keiner so genau weiß, wer ihn erfunden hat – dafür gibt es umso mehr Geschichten dazu.
Eine davon führt ins Jahr 1927: Der Hollywood-Schauspieler George Jessel soll nach einer durchzechten Nacht in einer Bar eine Flasche Wodka mit Tomatensaft gemischt haben, um den Kater aller Anwesenden zu lindern. Seine Freundin Mary bekleckerte ihr weißes Kleid mit dem Drink und rief: „Jetzt kannst du mich Bloody Mary nennen!“
Eine andere Geschichte spielt ein paar Jahre früher in Paris: Der Barkeeper Fernand Petiot soll den Drink bereits 1921 in der berühmten Harry’s New York Bar zubereitet haben, damals wie auch schon George Jessel noch zu gleichen Teilen aus Wodka und Tomatensaft. Tomatensaft war gerade als Konserve auf den europäischen Markt gekommen und ziemlich beliebt – genauso wie die Bar. Sie war in den 1920er Jahren ein beliebter Treffpunkt für im Ausland lebende Amerikaner wie Ernest Hemingway und F. Scott Fitzgerald. Petiot selbst sagte später, Jessel habe die schlichte Mischung aus Wodka und Tomatensaft erfunden, er selbst habe dann in den 1930er Jahren in New York die klassische Würzung entwickelt – mit Worcestershiresauce, Tabascosauce, Salz und Pfeffer.
Nach dem Ende der Prohibition ging Petiot nach New York ins St. Regis Hotel. Dort mixte er weiterhin seine Cocktails, darunter auch den Bloody Mary. Dort hieß er allerdings Red Snapper, weil dem Hotelbesitzer der Name zu anzüglich war. Außerdem wurde der Wodka durch Gin ersetzt, da Wodka zu der Zeit schwer zu beschaffen war. Ab den 1950er Jahren kehrte man zum Wodka und zum alten Namen zurück, während der Cocktail mit Gin-Basis bis heute weiterhin als Red Snapper bekannt ist. Berühmt machte die Bloody Mary übrigens schließlich Werbung von Smirnoff.
Woher stammt der Name Bloody Mary?
Vielleicht kommt er von der englischen Königin Maria I. Tudor, die wegen ihrer blutigen Protestantenverfolgung den Beinamen Boody Mary bekam. Oder von einer Kellnerin namens Mary aus der berüchtigten Chicagoer Kneipe Bucket of Blood? Angeblich schlug ein Kunde Petiot den Namen in Erinnerung an sie vor. Oder ließ sich Petiot doch von einer Frau namens Mary inspirieren, die in Harry’s New York Bar angeblich oft auf ihren Freund, der sich oft nicht an seine Verabredungen hielt, wartete und Petiot deshalb an Maria Stuart, die im Exil in ihrem Kerker schmachtete, erinnerte?
Für unsere Thüringer Variante nehmen wir Meerrettich statt Worcestershiresauce und Lake von Salz-Dillgurken statt Tabasco. Das gibt dem Cocktail eine eigene Schärfe und einen würzigen Kick, der gut zur Tomatenbasis passt und gleichzeitig auf regionale Zutaten setzt.



- Zubereitung: 5 Min
- Für 1 Personen
- 5 cl Catamount Vodka von Aromatique
- 10 cl Tomatensaft
- 1 cl frisch gepresster Zitronensaft
- ½ TL Tafel-Meerrettich von BORN
- 1 TL Lake der Salz-Dillgurken von Schweizer Naturkost
- 1 Prise Salz
- 1 Prise Pfeffer
- Eiswürfel
- ggf. gefrorene Cocktailtomaten
- 1 Stange Staudensellerie
Zubereitung
Gib alle Zutaten zusammen mit Eiswürfeln in einen Shaker und verrühre sie gut. Seihe die Mischung in ein Glas mit Eiswürfeln oder gefrorenen Cocktailtomaten ab. Serviere den Cocktail mit einer Stange Staudensellerie zum Umrühren und Knabbern.
Schon der botanische Name Apium graveolens verrät, was Sellerie ausmacht – graveolens bedeutet stark riechend. Und tatsächlich: Das Gemüse ist vollständig von ätherischen Ölen durchzogen, in denen sich die für das Selleriearoma typischen Phthalide befinden. Dieser Pflanzenstoff kommt unter anderem in Sellerie und Liebstöckel vor und kann antibakteriell, entwässernd sowie verdauungsfördernd wirken. Außerdem ist Sellerie reich an Vitamin K und eng mit Petersilie und Möhre verwandt.
Sellerie gilt als einer der Hauptauslöser von Nahrungsmittelallergien in Mitteleuropa, besonders betroffen sind Menschen mit Kreuzallergien. Wegen seiner natürlichen Würze ist Sellerie in vielen Fertigprodukten enthalten – und muss dort immer gekennzeichnet werden, damit Allergiker informiert sind.
Von der Heilpflanze zum Suppengrün
Der Name Sellerie kommt von der sizilianischen Stadt Selinunt, in deren sumpfiger Umgebung früher viel wilder Sellerie wuchs. Diese wilde Form wächst noch heute auf salzhaltigen, feuchten bis sumpfigen Böden vor allem an der Mittelmeerküste – in Deutschland ist sie allerdings fast ausgestorben. Im Alten Ägypten und im Antiken Griechenland war Wildsellerie vor allem als Heilpflanze geschätzt, auch im Mittelalter nutzte man ihn vorwiegend als Arzneipflanze. Die Sieger antiker Wettkämpfe schmückten sich übrigens nicht nur mit Lorbeerkränzen, sondern auch mit Kränzen aus Sellerieblättern!
Als Gemüse kam Sellerie erst später auf den Tisch: Die Sellerie-Sorten, wie wir sie heute kennen, entstanden ab dem 17. Jahrhundert. Heute gibt es Sellerie in drei verschiedenen Formen: als knackigen Staudensellerie, aromatischen Knollensellerie oder frischen Schnittsellerie. Jede Sorte bringt ihren eigenen Einsatzbereich und ein unterschiedlich starkes Aroma mit sich.
Knollensellerie | Schönheit kommt von innen
Die Knolle entwickelt sich halb unterirdisch und kann bis zu einem Kilo schwer werden. Zugegeben, besonders hübsch sieht sie nicht aus – aber der Geschmack macht das mehr als wett. Knollensellerie sorgt für ein kräftiges, unverwechselbares Aroma und schmeckt geröstet, gedünstet oder püriert. Ob in Suppen, als Beilage, im Salat oder sogar als Schnitzel: Die Knolle macht fast alles mit.
Beim Kauf solltest Du darauf achten, dass die Schale fest und fleckenfrei ist. Klingt die Knolle beim Draufklopfen hohl, ist sie schon zu alt und schmeckt nicht mehr gut.
Für die Zubereitung trennst Du Strunk und Blattansatz ab, schälst die Knolle ringsherum und entfernst braune Stellen mit dem Messer. Dann in Scheiben oder Würfel schneiden und am besten gleich mit etwas Zitronensaft beträufeln – sonst wird das Fleisch der Knolle bei Kontakt mit Sauerstoff schnell braun.
Ungewaschen, kühl und dunkel gelagert hält sich Knollensellerie mehrere Wochen. Du kannst ihn auch roh einfrieren, dann hält er sogar mehrere Monate.


Einfach und schnell aus dem Glas gibt es Selleriesalat übrigens in Bio-Qualität von Thüringer Landgarten.
Der berühmte Waldorf-Salat wurde vom Oberkellner des New Yorker Waldorf-Astoria-Hotels erfunden und bestand ursprünglich aus Äpfeln, Sellerie und Mayonnaise. Klassisch wird er mit Knollensellerie zubereitet, Du kannst aber auch zu Staudensellerie greifen – je nachdem, ob Du es lieber würzig-kräftig oder knackig-mild magst.
Einfach und schnell aus dem Glas gibt es Selleriesalat übrigens in Bio-Qualität von Thüringer Landgarten.

Staudensellerie | der Rohkost-Klassiker
Staudensellerie besteht aus langen, fleischigen Blattstielen und einer kleinen Wurzelknolle. Sein Geschmack ist deutlich dezenter als der von Knollensellerie, was ihn zum perfekten Rohkost-Klassiker macht. Die Blattstiele enthalten viel Carotin – ein fettlöslicher Pflanzenstoff, der vom Körper besser aufgenommen wird, wenn Du ihn mit etwas Fett kombinierst. Also gib ruhig ein bisschen Olivenöl über den Salat oder mixe etwas Nussmus mit in den Smoothie.
Eine besondere Veredelung ist der sogenannte Bleichsellerie: Durch Aufhäufeln von Erde und Überstülpen mit Blechrohren wird die Pflanze während des Wachstums vor Licht geschützt. Das sorgt für die blasse Farbe und einen noch zarteren, milderen Geschmack.
Frischer Stangensellerie ist knackig – die Stangen sollten sich nicht leicht biegen lassen oder gar matschig sein. Je grüner der Sellerie, desto intensiver schmeckt er.
Für die Zubereitung trennst Du einfach den Strunk ab, löst die einzelnen Stangen, entfernst gegebenenfalls die Fasern und schneidest sie in feine Scheiben, Würfel oder Stifte. Oder Du isst sie einfach so als Snack!
In ein feuchtes Tuch gewickelt hält sich Staudensellerie im Kühlschrank eine Woche lang frisch. Blanchiert und eingefroren hält er bis zu einem Jahr.
Der Cocktail Bloody Mary wird traditionell mit einer Selleriestange serviert – ein Klassiker, der die knackige Frische von Staudensellerie perfekt in Szene setzt.
Schnittsellerie | nah an der Wildform
Schnittsellerie steht der ursprünglichen Wildform am nächsten. Seine Blätter erinnern stark an Petersilie und werden auch genau wie diese verwendet. Das Besondere: Die Blätter enthalten besonders viele ätherische Öle und behalten diese auch beim Trocknen – getrocknet hält Schnittsellerie bis zu zwei Jahre lang sein Aroma.
































