Work in Jena
  • regional
  • köstlich
  • nachhaltig
  • vertraut
  • festlich

Beitrag

7. Februar 2022 by Elisa Gelmroth Kommentar verfassen

Früher gab es jede Woche einen festen Backtag. An diesem Tag kamen die Bewohner eines Dorfes zusammen, um gemeinsam den örtlichen Holzbackofen anzuheizen und das Brot für die kommende Woche zu backen. Das Brot durfte jedoch erst in den Backofen, sobald dieser die richtige Temperatur erreicht hatte – er durfte nicht mehr zu heiß, aber auch noch nicht zu kalt sein. Um zu testen, wann die perfekte Temperatur erreicht war, zupfte man kleine Stücke vom Brotteig ab, rollte sie dünn aus und legte sie ein paar Minuten lang in den Backofen. War der Teig danach verbrannt, musste der Ofen erst noch kühler werden. Blieb der Teig teigig, wurde nachgefeuert. Aber war der Teig perfekt kross, konnte das Brot in den Ofen und das knusprige Teigstück gemeinsam genossen werden. Dieser krosse Teig, der mittlerweile mit Zutaten belegt wurde, die immer im Haus waren (Zwiebeln, Speck und eine Creme), war so lecker, dass sich das erste Anbacken schnell zu einem kleinen Festessen entwickelte, das alle Dorfbewohner im Elsass stets genossen. Schließlich bekam der dünne, über offener Flamme gebackene Fladen sogar seinen eigenen Namen: Flammkuchen.

Zugegeben: Mit Raucharoma aus einem Holzbackofen schmeckt Flammkuchen am besten, aber natürlich kann er auch im Ofen ganz leicht zubereitet werden. Sobald der Rand goldbraun und die Mitte knusprig ist, kann der Flammkuchen nach nur wenigen Minuten Backzeit aus dem Ofen geholt und mit einem spritzigen Weißwein oder süßen Apfelwein genossen werden. Cheers!

  • Zubereitung: 60 Min
  • Für 3 Personen
Zutaten für Teig & Creme:
  • 250 g Weizenmehl (Type 550)
  • 25 ml Sonnenblumen-Walnuss-Öl von der Erfurter Ölmühle
  • 125 ml Wasser
  • Salz & Pfeffer
  • 75 g Schmand
  • 75 g Crème fraîche
Zutaten für den Belag:
  • Rote Bete-Scheiben von HAINICH
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 Fenchel
  • 4 bis 6 braune Champignons
  • Walnüsse
  • Feldsalat

Zubereitung

Für den Teig verknetest Du Mehl, Öl, Wasser und eine Prise Salz miteinander. Forme den Teig zu einer Kugel und stelle ihn beiseite.

Verrühre Schmand und Crème fraîche zu einer Creme. Gib Salz und Pfeffer dazu, ggf. auch getrocknete Kräuter oder einen Schuss Milch.

Nun bereitest Du den Belag vor. Tupfe einige die Rote-Bete-Scheiben trocken und schneide sie in Streifen. Schneide die Frühlingszwiebeln in feine Ringe. Entferne das Grün vom Fenchel, viertle ihn und entferne bei jedem Viertel den Strunk und eventuell die äußerste Schale. Nun kannst Du den Fenchel in feine Spalten bzw. Streifen schneiden. Schneide die Champignons in Scheiben.

Knete den Teig einmal durch und rolle ihn dann auf die Größe vom Backblech aus. Lege den Teig vorsichtig ohne Backpapier auf das Blech. Streiche die Creme darauf und verteile das Gemüse sowie kleingehackte Walnüsse darauf. Jetzt braucht der Flammkuchen nur noch 18 Minuten lang auf der untersten Schiene im vorgeheizten Backofen bei 220° backen, bevor Du ihn in Streifen oder Dreiecke geschnitten und mit Feldsalat garniert servieren kannst. Guten Appetit!


Beim Belegen des Flammkuchens kannst Du Deiner Kreativität
freien Lauf lassen. Wir schauen einfach, was im Moment Saison
hat und lassen uns davon zu vielen Variationen inspirieren.

Besonders köstliche Zutaten sind unserer Meinung nach Kürbis, Tomaten, Mozzarella, Rosmarin, Ziegenkäse, Zucchini, Pinienkerne, Pilze, Paprika, Feta, Rucola, Speck, Zwiebeln, Pesto … Für eine süße Variante eignen sich Früchte, Nüsse, Schokolade, Honig, Zimt oder Nutella hervorragend.

Empfindliche Zutaten wie Rucola oder Räucherlachs dürfen erst nach dem Backen auf den Flammkuchen gelegt werden!

Kategorie: Backen, Rezept, Saisonales

1. Februar 2022 by Elisa Gelmroth Kommentar verfassen

Saisonales Obst und Gemüse ist umweltfreundlich, frisch, gesund, vielfältig und günstig. Es kann entweder direkt vom Feld bzw. dem ungeheizten Gewächshaus oder aus der Lagerhalle in den Laden kommen. Im Winter gibt es vor allem gelagerte Lebensmittel, im Sommer nur Frischware. Welches Obst und Gemüse diesen Monat Saison hat und ob es frische oder gelagerte Lebensmittel sind, erfährst Du im Saisonkalender für diesen Monat.

Kategorie: Saisonales

20. Januar 2022 by Elisa Gelmroth Kommentar verfassen

  • Zubereitung: 45 Min
  • Für 4 Personen
Zutaten für die Winterbowl:
  • 8 Möhren mit Möhrengrün
  • 2 EL Olivenöl von der Erfurter Ölmühle
  • 2 TL Honig oder Agavendicksaft
  • Salz, Pfeffer
  • 160 g schwarze Linsen
  • 1 Stange Lauch

 

  • 100 g Feldsalat
  • 1 Granatapfel
  • Zitronensaft
  • 400 g Joghurt
  • 4 Knoblauchzehen
  • 1 Handvoll Sprossen / Microgreens

Zubereitung

Entferne das Grün von den Möhren, lasse aber einige Zentimeter von den Blattstielen stehen. Nun schälst Du die Möhren. Halbiere sie vorsichtig, sodass das restliche Möhrengrün an den Möhrenstreifen bleibt. Große Möhren solltest Du vierteln, damit alle Möhrenstreifen etwa gleich groß sind. Lege die Möhren auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Verrühre das Olivenöl und den Honig bzw. Agavendicksaft miteinander, bestreiche die Möhren damit und würze sie zum Schluss mit Salz und Pfeffer. Röste die Möhren eine halbe Stunde lang im auf 190° C vorgeheizten Ofen bei Ober-/Unterhitze, bis sie leicht gebräunt sind.

Während die Möhren im Ofen sind, spülst Du die Linsen ab. Gib sie zusammen mit 480 ml Wasser in einen Topf. Sobald die Linsen aufgekocht sind, lässt Du sie bei geschlossenem Deckel etwa 20 Minuten auf niedriger Stufe köcheln. Achte zum Schluss darauf, dass die Linsen nicht anbrennen. Sind sie nach Ablauf der Zeit noch nicht weich, gib ggf. noch etwas Wasser hinzu und lasse sie noch kurz weiterköcheln.

Viertle den Lauch längs und schneide ihn in möglichst dünne Scheiben. Zerpflücke den Feldsalat etwas und entkerne den Granatapfel. Verrühre den Joghurt mit gepressten Knoblauchzehen und schmecke ihn mit Salz und Pfeffer ab.

Nimm die Linsen vom Herd und gieße überschüssiges Wasser ab. Jetzt kannst Du die Linsen mit Salz und etwas Zitronensaft abschmecken.

Nun richtest Du die Linsen mit den Linsen, dem Gemüse, allerhand Sprossen oder Microgreens und Granatapfelkernen in zwei Schalen an. Serviere den Knoblauchjoghurt dazu.

Erfahre hier mehr über Sprossen und Microgreens.

Das Olivenöl von der Erfurter
Ölmühle verleiht den Möhren
einen wunderschönen Glanz.

Unsere Jahreszeiten-Bowls

Schüssel, gefüllt mit Spinat, Kartoffeln, Pilzen, Spargel und einem Spiegelei
Frühlingsbowl
Bowl mit Knoblauchbaguette, Salat und Linsen
Sommerbowl
Eine Bowl mit Grünkohl, Kürbis, Bulgur und Pinienkernen
Herbstbowl
Bowls nach dem Baukastenprinzip

Kategorie: Kochen, Rezept, Saisonales

17. Januar 2022 by Elisa Gelmroth 1 Kommentar

Gesund, bunt, vielfältig

Sprossen sind gekeimte Samen. Sie wachsen ganz ohne Substrat und werden auch Keimlinge oder Sämlinge genannt. Während Sprossen im Ganzen verzehrt werden können, isst man bei Microgreens die Samen und Wurzeln nicht mit. Microgreens werden erst gegessen, sobald sie zwei oder drei Blätter haben. Die sogenannten Schösslinge wachsen auf Substrat.

Für Sprossen und Microgreens eignen sich bis auf Nachtschattengewächse zahlreiche Gemüse-, Kräuter- und Getreidesorten. Besonders gut sprießen Kresse, rote Bete, Senf, Spinat, Radieschen, Linsen, Kichererbsen, Weizengras, Alfalfa und Basilikum.

Gerade für Kinder ist der einfache „Anbau“ und das Beobachten vom
Wachsen der Sprossen und Microgreens ein tolles (Winter-) Erlebnis.

Je nach Sorte entwickeln die Sprossen und Microgreens unterschiedliche gefärbte Schösslinge und eignen sich daher nicht nur als Zusatz für Smoothies oder Quark, sondern erst recht als dekoratives Topping für Brote oder Salate. Hier findest Du ein Rezept für eine Winterbowl mit bunten Sprossen oder Microgreens.

Bis auf Linsen-, Erbsen- oder Bohnen-Saaten können die Sprossen und Microgreens bedenkenlos roh gegessen werden. Linsen-, Erbsen- oder Bohnen-Saaten sollten kurz blanchiert werden. Eine Ausnahme gilt bei Schwangeren und kleinen Kindern: Hier sollten sicherheitshalber alle Sprossen blanchiert werden.

Das Miniaturgemüse sieht nicht nur hübsch aus, sondern ist auch ein wahres Superfood: Einige Microgreens enthalten mehr Vitamine und Mineralien als das „ausgewachsene“ Gemüse. Das trifft aber nicht auf jede Sorte zu. Außerdem schmecken einige Schösslinge wesentlich intensiver oder schärfer als das „große“ Gemüse, die Kräuter oder Salate.

Während man Sprossen im Ganzen isst …

… schneidet man Microgreens oberhalb der Samen ab.


Gärtnern auf dem Fensterbrett

Um Sprossen und Microgreens aufzuziehen braucht es weder viel Aufwand noch viel Platz. Während Sprossen am besten in einem Sprossenglas oder in einer Sprossenbox keimen, wachsen Microgreens auf Küchenpapier, Anzuchterde oder in einer Keimschale.

Unabhängig von der Anzuchtart ist der richtige Feuchtigkeitsgrad enorm wichtig: Die Samen dürfen weder austrocknen noch zu feucht werden, damit sich kein Schimmel bilden kann.

Große, harte Samen weicht man zuerst eine Nacht lang in Wasser ein.
So entwickeln sich die Sprossen bzw. Microgreens noch besser.

Beachte beim Kauf der Samen, dass es sich um unbehandeltes Saatgut handelt. Greife am besten zu Bio-Qualität oder zu Saatgut, das extra für das Aufziehen von Sprossen oder Microgreens geeignet ist.

Ab und zu gibt es fertige Microgreen-Schälchen auch in gut sortierten Supermärkten zu kaufen. Sie sind oft aber wesentlich teurer, als wenn man die Microgreens selbst anpflanzt. Deshalb beschreiben wir Dir im Folgenden, wie Du auf Deinem Fensterbrett erfolgreich Sprossen oder Microgreens ziehen kannst.

Microgreens in einer Schale

Sprossen und Microgreens anpflanzen

Sprossen im Sprossenglas ziehen: Gib etwa 1 bis 2 EL in das Sprossenglas. Ein Sprossenglas hat anstelle eines Deckels ein Sieb. So kannst Du die Sprossen zwei Mal täglich mit frischem Wasser durchspülen. Anschließend stellst Du das Glas mit dem Sieb nach unten schräg auf, damit restliches Wasser abtropfen kann. Sobald die Samen wenige Zentimeter lange Keime entwickelt haben, kannst Du die Sprossen im Ganzen essen.

Sprossen in der Sprossenbox ziehen: Eine Sprossenbox besteht aus circa drei Keimschalen, einer Auffangschale mit Ablaufventil und einem Deckel. Gießt man die Sprossen von oben, läuft das Wasser allmählich durch allen „Etagen“ durch; das restliche Wasser landet in der untersten Auffangschale. Die Sprossenbox eignet sich besonders gut für den zeitlich versetzten Anbau oder für den Anbau verschiedener Sprossensorten.

Microgreens in Anzuchterde ziehen: Säe die Samen auf Anzuchterde dicht aus und drücke sie vorsichtig an. Bedecke Dunkelkeimer zusätzlich mit einer dünnen Schicht Erde. Besprühe die Samen regelmäßig oder bedecke sie etwa drei oder vier Tage lang mit Frischhaltefolie. Lüfte die Folie währenddessen regelmäßig und entferne sie, sobald die Keimlinge etwa 2 cm hoch sind.

Microgreens in Keimschalen oder auf Substrat ziehen: Verteile das Saatgut auf dem Anzuchtgitter der Keimschale. Alternativ kannst Du auch ein befeuchtetes Pad (bspw. aus Hanf) oder Küchenpapier in eine flache Form legen und die Samen darauf leicht andrücken. Decke die Schale oder Form mit Frischhaltefolie ab. Besprühe oder übergieße die Samen täglich mit etwas Wasser. Nach ein bis drei Wochen – je nach Keimdauer und gewünschter Größe – kannst Du die Microgreens oberhalb des Substrats abschneiden.

Kategorie: Saisonales

10. Januar 2022 by Elisa Gelmroth 2 Kommentare

Das Strohschwein-Programm setzt sich für ein natürliches, gesundes Aufwachsen der Schweine ein. Es beruht auf einem Stallkonzept, das der Premium-Haltungsstufe 4 (wird auch für Bio-Haltung genutzt) entspricht, von der Initiative Tierwohl zertifiziert ist und nur in einem Prozent aller deutschen Schweineställe angewendet wird: Ein Großteil der Schweine wächst in Offenstall-Haltung und auf Stroh auf und kommt von Thüringer Landwirten. Durch die Regionalität kann auf alle Prozesse von der Produktqualität über das Tierwohl bis hin zur Nachhaltigkeit direkt eingewirkt und so vollkommene Transparenz gewährleistet werden. Hier erfährst Du mehr darüber, warum regionale Wertschöpfungsketten wichtig für uns alle sind.

Besonders artgerechte Haltung

Beim Strohschwein-Programm ist die Haltung an die Bedürfnisse der Schweine angelehnt. Sie haben viel Platz, natürliche Beschäftigungsmöglichkeiten, Komfortzonen und verschiedene Funktionsbereiche zum Schlafen, Fressen und Spielen. Die Schweine können jederzeit an die frische Luft und sich im Außenbereich abkühlen. Außerdem ist der gesamte Stall mit einer etwa 15 Zentimeter hohen und besonders hygienischen Strohunterlage auslegt. Insgesamt ist die Haltung dadurch besonders artgerecht und an die Bedürfnisse der Tiere angelehnt.

Thüringer Landstolz im Portrait

Am 1. Oktober 1991 eröffnete die erste Filiale der Marke Thüringer Landstolz. Heute, knapp 30 Jahre später, gibt es 36 Filialen mit einer breiten Produktpalette: Egal ob unterwegs auf die Hand, Frühstück im Bett oder Hochzeitsbuffet – im Sortiment von Thüringer Landstolz ist für alle etwas dabei.

zum Portrait

Futter direkt vom Landwirt

Thüringer Landstolz bekommt das Futter für die Strohschweine direkt von Thüringer Landwirten, die das Getreide auf artenreichen Flächen anbauen und für einen gesunden Boden auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verzichten. So entsteht ein natürliches, qualitativ hochwertiges Futtermittel ohne Gentechnik, Antibiotika und Soja, das nicht nur eine gute Umweltbilanz hat, sondern auch die regionale Landwirtschaft stärkt.

Mehr über das Strohschwein-Programm erfährst Du hier!

100 % Thüringen

Alle Strohschweine von Thüringer Landstolz wachsen auf einem kleinen Bauernhof in Abtsbessingen (bei Mühlhausen) auf. So ist auch der Weg bis zur Schlachtung in Schmalkalden möglichst kurz und stressfrei. Das ist nur ein kleiner Teil des vollkommen regionalen Kreislaufs: Von der Schweinemast über die Futtermittelherstellung, Schlachtung und Weiterverarbeitung bis zum Verkauf findet jeder einzelne Produktionsschritt des Strohschwein-Programms in Thüringen statt. Das stärkt die Thüringer Wirtschaft und ist noch dazu klimafreundlich.

Mehr Geld für Landwirte

Durch die Premium-Haltungsstufe der Strohschweine entstehen für die Landwirte ein Mehraufwand und höhere Kosten. Das fängt Thüringer Landstolz ab, indem das Unternehmen die Landwirte besser bezahlt. Das ermöglicht den Landwirten darüber hinaus langfristige Planungssicherheiten für die Bewirtschaftung ihrer Höfe. So kann die heimische Landwirtschaft erhalten und gestärkt werden.

Strohschwein-Roster bestellen

Kategorie: Innovation, Produktion

6. Januar 2022 by Elisa Gelmroth Kommentar verfassen

Das A und O für jede Art von Kohlrouladen ist der richtige Umgang mit dem Wirsing oder Weißkohl, damit das Endergebnis nicht zerfällt oder die Kohlblätter hart bleiben. Bevor Du Dich um die Füllung kümmerst, solltest Du daher zunächst den Kohl vorbereiten:

  • Schneide den Strunk an der Unterseite ab und entferne die äußersten Blätter. Nun schneidest Du den Strunk mit einem Messer kegelförmig aus und entfernst ihn vorsichtig.
  • Schneide den harten Stiel der Blätter mit einem scharfen Messer vorsichtig flach.
  • Lege die Blätter zwischen Küchenhandtücher und schlage mit einem Nudelholz auf die Blätter. Dadurch werden die Zellstrukturen zerstört, die harten Stiele weich und die Blätter flach und flexibel. Nun kann das Füllen beginnen!
  • Zubereitung: 90 Min
  • Für 4 Personen
Zutaten für die klassische Variante:
  • 500 g Gehacktes von Thüringer Landstolz
  • 1 Ei
  • 1 Brötchen vom Vortag
  • 1 EL BORN-Senf
  • 1 Zwiebel
  • Salz, Pfeffer
  • Muskat
  • scharfes Paprikapulver
  • Majoran
  • 100 g Speck von Thüringer Landstolz
  • 500 ml Brühe
  • 200 ml Schlagsahne
Zutaten für die vegetarische Variante:
  • 150 g Reis
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Paprika
  • 1 Möhre
  • 200 g Champignons
  • Dill
  • 2 TL Sonnenblumenöl von der Erfurter Ölmühle
  • 2 Eier
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Knoblauchzehe
  • 200 ml Brühe
  • 400 g stückige Dosentomaten

Zubereitung der klassischen Kohlrouladen

Weiche das Brötchen ein und drücke es aus, sobald es weich geworden ist. Vermenge es mit dem Gehackten, Ei, Senf, der Zwiebel und den Gewürzen und streiche es so auf die Kohlblätter, wie Du ein Leberwurstbrot bestreichen würdest. Lasse dabei einen Zentimeter am Rand des Kohlblatts frei.

Nun geht es schon ans Rollen der Rouladen. Dazu klappst Du die linke und rechte Seite des Kohlblatts ein und rollst es dann vom Stiel her auf. Die Roulade sollte relativ fest gerollt werden, es darf aber gleichzeitig keine Füllung herausgedrückt werden.

Fixiere die fertig gerollten Rouladen eventuell mit Zahnstochern oder Rouladennadeln und lege sie dann mit dem Schluss nach unten in eine hohe Pfanne. Gib den in Würfel geschnittenen Speck dazu und brate beides scharf an. Gieße dann die Brühe auf, decke die Pfanne mit einem Deckel ab und lasse die Rouladen eine halbe Stunde lang schmoren.

Nimm die fertigen Rouladen aus der Pfanne, gib Sahne zur Brühe und lasse die Soße etwas einkochen. Nun brauchst Du sie nur noch mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken und ggf. etwas binden.

Zubereitung der vegetarischen Kohlrouladen

Koche den Reis nach Packungsbeilage. In der Zwischenzeit schneidest Du die Zwiebeln, Paprika, Möhren und Pilze in feine Würfel und hackst den Dill. Brate die Hälfte der Zwiebelwürfel und das restliche Gemüse bei mittlerer Hitze etwa acht Minuten lang mit 1 TL Öl in einer Pfanne an. Lasse das Gemüse anschließend etwas abkühlen, bevor Du die Eier, den Reis und die Hälfte vom Dill unterhebst und alles mit Salz und Pfeffer abschmeckst.

Fülle die Kohlblätter mit der Reis-Gemüse-Mischung. Wickle sie und brate sie kurz an (wie in der Anleitung für die klassischen Kohlrouladen beschrieben).

Hacke die Knoblauchzehe. Erhitze 1 TL Öl in einer zweiten Pfanne und dünste den Knoblauch und die restlichen Zwiebelwürfel darin an. Lösche sie mit Brühe ab, gib die Tomaten und den restlichen Dill dazu und lasse die Soße aufkochen. Nun schmeckst Du die Soße ab und setzt anschließend die Rouladen in die Soße. Decke die Pfanne mit einem Deckel ab und lasse die Rouladen eine halbe Stunde lang schmoren.

Serviere die Kohlrouladen zu Kartoffeln, Reis oder Semmelknödeln. Guten Appetit!

Kohl hat jetzt Saison

Kategorie: Kochen, Rezept

3. Januar 2022 by Elisa Gelmroth Kommentar verfassen

Saisonales Obst und Gemüse ist umweltfreundlich, frisch, gesund, vielfältig und günstig. Es kann entweder direkt vom Feld bzw. dem ungeheizten Gewächshaus oder aus der Lagerhalle in den Laden kommen. Im Winter gibt es vor allem gelagerte Lebensmittel, im Sommer nur Frischware. Welches Obst und Gemüse diesen Monat Saison hat und ob es frische oder gelagerte Lebensmittel sind, erfährst Du im Saisonkalender für diesen Monat.

Kategorie: Saisonales

27. Dezember 2021 by Elisa Gelmroth 1 Kommentar

Charcuterie stammt aus dem Französischen und bedeutet übersetzt „Feinkost“. Das Charcuterie Board ist nicht weniger als eine hübsche Platte voller köstlicher Kleinigkeiten – alles, was der Kühlschrank oder die Speisekammer hergeben, kann darauf landen. Das Charcuterie Board ist für jeden Anlass, jede Personenanzahl und jede Jahreszeit geeignet, es kann an jede Gegebenheit ganz einfach und beliebig angepasst werden und ist eine hervorragende „soziale Hauptspeise“, ähnlich wie Raclette oder Tapas. Nur braucht man hierfür nicht einmal zu kochen oder sich an ein festes Rezept zu halten – und erhält dennoch ein grandioses Ergebnis für Magen und Auge!

Als Grundlage benötigst Du lediglich ein Tablett, eine Holzplatte oder einen großen Teller. Die Form ist egal, die Größe sollte zur Anzahl der Personen passen.

Achte bei der Zusammenstellung Deines Charcuterie Boards darauf, dass die Aromen miteinander harmonieren. Besonders gut gelingt das bei der Zusammenstellung von Zutaten aus gleichen Ländern oder Regionen. Wir haben eine kleine exemplarische Zutatenliste für Thüringen, Italien, Skandinavien und Frankreich zusammengestellt:

Thüringen

  • Bratwurst-Happen
  • Feldgieker
  • Ziegenkäse
  • Senf
  • Gewürzgurken
  • Kloßpommes

Italien

  • Burrata
  • Pecorino
  • Antipasti
  • Tomaten
  • Basilikumpesto
  • Ciabatta

Skandinavien

  • Brie
  • Schinken
  • Trauben
  • Feigen
  • Honig
  • Baguette

Frankreich

  • Braunkäse
  • Esrom
  • Preiselbeeren
  • Räucherlachs
  • Lakritz
  • Knäckebrot

Du bist auf der Suche nach Inspiration für ein Charcuterie Board?

Wir haben 13 Ideen von groß bis klein und süß bis herzhaft für Dich gesammelt:

Schritt für Schritt zum Charcuterie Board
mit regionalen Spezialitäten

Aufstriche & Eingekochtes

Aufstriche: Chutney, Pesto, Dip, Hummus, Marmelade, Gelee, Senf, Honig

Eingekochtes: Preiselbeersoße, eingelegte Oliven, Gewürzgurken, Silberzwiebeln

Zuerst bildest Du einen Rahmen mithilfe verschiedener Aufstriche und eingelegter Leckereien. Fülle die Aufstriche in kleine Schalen und positioniere sie eher in den Ecken der Platte. Falls Du einen runden Teller nimmst, denke Dir ein Viereck.


Käse

Hartkäse: Bergkäse, Cheddar, Emmentaler, Parmesan

Weichkäse: Brie, Camembert, Gorgonzola, Feta

Schnittkäse: Edamer, Gouda, Tilsiter, Butterkäse

Frischkäse: Burrata, Mozzarella, Hüttenkäse, Ricotta

Kombiniere alle vier Käsesorten miteinander und wähle von jeder Käsesorte mindestens einen Käse aus. Je mehr Personen mitessen, desto mehr Käse solltest Du anbieten. Schneide jeden Käse anders. Hartkäse wird grundsätzlich am besten zerbrochen und Weichkäse in „Tortenstücke“ geschnitten. Cremigen Frischkäse kannst Du in kleinen Schalen servieren. Schnittkäse kann zum Beispiel in Würfeln oder Scheiben präsentiert werden.

Zwei Ausnahmen gibt es allerdings: Feta wird in der Regel in Würfel geschnitten, Mozzarella in Scheiben. Du brauchst übrigens nicht den gesamten Käse vorab schneiden. Es reicht, wenn Du einige Stücke als Beispielvorlage vorab zuschneidest.

Ein in das Charcuterie Board integrierter Ofenkäse ergibt
ein köstliches Käse-Fondue im Miniaturformat.

Der Käse wird vor allem in der Mitte positioniert. Einige Scheiben kannst Du schichtförmig aber auch an die Ränder legen. Die unterschiedlichen Sorten sollten sich auf keinen Fall berühren und am besten etwas weiter voneinander entfernt liegen. Hast Du eine runde Platte, kannst Du die Sorten im Uhrzeigersinn von mild bis kräftig anordnen.


Wurst & Fisch

Salami, Schinken, Leberwurst, Mett, Mini-Würstchen, Räucherlachs

Schneide die Wurst in Scheiben. Falte oder rolle Wurstscheiben in dekorative Formen, bspw. in die einer Rose, und lege sie in große Lücken zwischen dem Käse und den Schälchen mit den Aufstrichen. Fülle sehr weiche Wurst wie Leberwurst ebenfalls in Schälchen.


Brot & Cracker

Brot: verschiedene Brotsorten, Baguette, Knäckebrot, Pumpernickel

Cracker: Brotchips, Grissini, Laugenbrezeln

Möchtest Du einige Brot- oder Baguettescheiben oder größere Cracker in das Board integrieren, platziere sie jetzt am Rand der Platte. Überfülle sie aber nicht. Alternativ kannst Du das Brot einfach neben der Platte platzieren, damit mehr Platz für die eigentlichen Snacks bleibt.


Obst & Gemüse

Obst: Trockenfrüchte, Trauben, Beeren, Melone, Feigen, Drachenfrucht, Granatapfel

Gemüse: gefüllte Peperoni, Kirschtomaten, Radieschen

Nun geht es an das Füllen der Lücken. Schneide die Früchte und das Gemüse in alle möglichen Formen und platziere sie in den Lücken der Platte. Achte dabei auf Farbkontraste und Muster. Du kannst zum Beispiel einige ausgewählte Zutaten „spiegeln“, also gegenüber voneinander auslegen.


Lückenfüller

Nüsse: Pistazien, Mandeln, Walnüsse

Süßigkeiten: Schokolade, Marshmallows

Kräuter: Rosmarin, Thymian, essbare Blüten

Die letzten kleinen Lücken kannst Du mit Nüssen, Süßigkeiten, Kräuterzweigen oder essbaren Blüten auffüllen. Auch kannst Du mithilfe dieser Zutaten gewünschte Akzente und Highlights setzen.

Viel Freude beim gemeinsamen Genießen!

Kategorie: Rezept, Silvester

20. Dezember 2021 by Elisa Gelmroth Kommentar verfassen

Gebrannte Mandeln selber machen ist viel leichter als man denkt und lässt viel Spielraum. Warum nicht mal Erdnüsse oder Haselnüsse brennen – oder ausgefallene Gewürze wie Kakao oder Kokosraspel dazugeben?

Für gebrannte Nüsse gibst Du 200 g Zucker, 50 ml Wasser und 1 TL Zimt, Lebkuchengewürz oder andere Gewürze bzw. Zutaten in eine Pfanne. Bringe alles zum Kochen und gib dann 200 g ungeschälte Nüsse oder Mandeln dazu. Lasse alles unter ständigem Rühren weiterköcheln, bis der Zucker trocken wird. Anschließend verteilst Du die Nüsse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech und lässt sie abkühlen. Nun kannst Du sie in hübsche Tüten füllen und verschenken.

Ein Topf mit Glühwein und Orangenscheiben

Wärmende Geschenke

Nach den Weihnachtsfeiertagen wird es noch kalt genug. Da kommt ein Glühwein gerade recht! Mit einer guten Flasche Rotwein und einigen Teebeuteln mit selbstgemachtem Glühweingewürz gelingt Dir ein schönes Weihnachtsgeschenk.

zum Rezept

Gemeinsame
Erlebnisse

Wie wäre es, ein „Kocherlebnis“ zu verschenken? Mithilfe einer selbst zusammengestellten Kochbox oder Backmischung verschenkst Du einfach die Zutaten für ein köstliches Mahl oder süße Kekse Deiner Wahl.

Weihnachtliche Trüffel, Bites & Balls

Wie wäre es, wenn Du dieses Jahr eine kleine Pralinenschachtel zum Weihnachtsfest verschenkst – gefüllt mit selbstgemachten Kokos-Tonka-Trüffeln, schokoladigen Brownie-Bites, Salted Caramel-Pralinen und gesunden Zimtschnecken-Energy Balls? Wir haben vier einfache Rezepte mit einer überraschenden Zutat für Dich parat.

zu den Rezepten

Perfekt für das Weihnachtsfrühstück

Verrühre weiche Butter mit etwas Lebkuchengewürz und Honig. Fülle die Weihnachtsbutter in ein schönes Glas und verpacke es – fertig ist das kleine, aber besondere Geschenk für Feinschmecker!

Ein Blech mit Pfefferkuchen, umgeben von Backutensilien

Einfach köstlich

Du hast unsere schwedischen Pfefferkuchen nachgebacken? Dann verziere einige davon doch besonders schön und verpacke sie liebevoll. Schon hast Du ein kleines Geschenk, das immer gut ankommt.

zum Rezept

Ein tolles Gewürz zum Verschenken ist eine Salzmischung!

Für Pizza-Salz hackst Du die Blätter von je fünf Salbei-, Rosmarin- und Thymianzweigen fein. Pulverisiere 1 TL Fenchelsamen, 1 TL Oregano, 1 EL Olivenblätter und 1 EL Salz in einem Mörser. Anschließend brauchst Du nur noch alle Zutaten mit 100 g Salz verrühren und in ein Glas füllen. Fertig!

Geschenke aus Thüringen

Falls noch ein paar Tage bis zum Fest übrig sind, lohnt sich ein Blick in diesen Beitrag. Darin stellen wir Dir köstliche Produkte aus Thüringen vor. Ob Bratapfel-Senf, Weihnachtspils, Baumkuchen oder ein Geschenkkarton mit Wurstwaren – hier ist für jeden Geschmack und Geldbeutel etwas dabei!

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Kategorie: Rezept, Weihnachten

17. Dezember 2021 by Elisa Gelmroth Kommentar verfassen

  • Zubereitung: 150 Min
Zutaten für die Pfefferkuchen:
  • 150 ml Zuckerrübensirup
  • 150 g Rohrzucker
  • 125 g streichzarte Landbutter von Dittersdorfer Milch
  • 100 ml Vollmilch von Dittersdorfer Milch
  • 1 TL Natron

 

  • 500 g Weizenmehl (Type 405)
  • Prise Salz
  • 3 TL Lebkuchengewürz
  • 2 Eier
  • 150 g Puderzucker

Zubereitung

Zuerst gibst Du Zuckerrübensirup, Rohrzucker, Butter und Milch in einen Topf. Lasse alles unter Rühren aufkochen und anschließend abkühlen.

Gib die Masse in eine Schüssel. Gib Natron, Mehl, Salz und Lebkuchengewürz dazu und verrühre alles. Trenne eines der beiden Eier. Gib das Eigelb und das andere Ei komplett zum Teig hinzu und verrühre den Teig nochmal besonders gründlich. Hebe das übrig gebliebene Eiweiß im Kühlschrank für später auf.

Nun wickelst Du den relativ festen Teig in Frischhaltefolie. Lege in für mindestens eine Stunde, besser über Nacht in den Kühlschrank.

Nimm den Teig portionsweise aus dem Kühlschrank und rolle ihn auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche knapp einen Zentimeter dick aus. Stich Plätzchen aus und lege sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech.

Backe die Pfefferkuchen im auf 200° (Ober-/Unterhitze) vorgeheizten Ofen etwa 10 Minuten lang. Lasse sie anschließend auf einem Küchengitter komplett auskühlen.

Schlage das zur Seite gestellte Eiweiß schaumig. Gib nach und nach Puderzucker dazu, bis eine cremige Zuckermasse entsteht. Nun kannst Du die Pfefferkuchen damit nach Lust und Laune kreativ dekorieren. Lasse den Zuckerguss anschließend einige Stunden lang austrocknen.

Die fertigen Pfefferkuchen kannst Du in einer fest verschließbaren Dose zusammen mit einem Stück ungespritzter Orangen- oder Mandarinenschale aufbewahren. Die Schale bewahrt die Pfefferkuchen vor dem Austrocknen und sorgt für zusätzliche Zitrus-Aromen.

Bohrst Du mit einem Schaschlikspieß vor dem Backen ein kleines Loch in die ausgestochenen Pfefferkuchen, lassen sie sich mithilfe eines Bändchens sogar als Weihnachtsbaumschmuck nutzen!

Unsere Plätzchen-Rezepte

Zweierlei Lebkuchen

Dreierlei klassische Plätzchen

Kategorie: Backen, Rezept, Weihnachten

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