Work in Jena
  • regional
  • köstlich
  • nachhaltig
  • vertraut
  • festlich

Beitrag

16. Februar 2023 by Elisa Gelmroth

Die Mahlzeiten und Kisten von Buffet:ok sollen glücklich machen – nicht nur die, die die Produkte und Speisen genießen können, sondern auch diejenigen, die die Rohstoffe erzeugen. Deshalb legt Buffet:ok viel Wert auf eine gute Zusammenarbeit mit Landwirten aus der Region, die Obst und Gemüse in Bio-Qualität anpflanzen und produzieren. Die enge lokale Zusammenarbeit vermeidet nicht nur lange Wege, sondern erhält auch Arbeitsplätze und sorgt dafür, dass die Zutaten so frisch wie möglich verarbeitet werden können. Die Rohstoffe, die in unserer Region nicht angebaut und produziert werden, bezieht Buffet:ok vor allem vom Erfurter Naturkost-Großhandel.

Seit mehr als 20 Jahren kocht das Team hinter Buffet:ok Mittagessen in Bio-Qualität. Im Jahr 2015 fusionierte Buffet:ok mit Gönnataler Putenspezialitäten.

Gönnataler Putenspezialitäten im Portrait

Bio-Kiste mit und ohne Abo

Regionales Einkaufen könnte kaum leichter sein: Buffet:ok liefert Dir saisonales und ökologisches Obst und Gemüse bis an die Haustür oder an einen Ablageort Deiner Wahl. Die Bio-Kiste mit Produkten von Bio-Höfen aus der Region wird immer donnerstags geliefert, ob wöchentlich oder seltener kannst Du aber individuell anpassen. Außerdem kannst Du nicht nur zwischen verschiedenen Kisten-Größen wählen, sondern auch den Inhalt individuell anpassen. Darüber hinaus lassen sich die Bio-Kisten mit Bio-Produkten oder sogar wöchentlich verschiedenem Brot, Käse und Joghurt ergänzen. Die Anmeldung für die Bio-Kiste geht ganz schnell und selbst das Abo-Modell funktioniert ohne eine Vertragslaufzeit, kann also jederzeit gekündigt, unterbrochen oder geändert werden.

Nur das Beste für Kinder und Gäste

Buffet:ok kocht täglich etwa 850 Mittagsportionen in Bio-Qualität für verschiedene Kitas und Schulen in Jena und Weimar. Das Mittagessen ist ausgewogen und vollwertig, um schon in jungen Jahren eine gesunde Ernährung zu etablieren. Auch beim Catering legt Buffet:ok viel Wert auf hochwertig und sorgfältig zubereitete Speisen mit Zutaten aus ökologischer Landwirtschaft und ohne Geschmacksverstärker, künstliche Aromen und Farbstoffe. Die kalten und warmen Buffets umfassen unter anderem Fingerfood, Sandwiches und verschiedene Menüplatten.

Gönnataler Putenspezialitäten GmbH

Gönnabach 2
07778 Altengönna

www.buffet-ok.de
post@buffet-ok.de

Kategorie: Firmenportrait, Mittelthüringen, Produktion

13. Februar 2023 by Elisa Gelmroth

„Ist’s hier daheim, pack’s in den Kühlschrank rein.“

Kälte verlangsamt die Stoffwechselprozesse – Obst und Gemüse reifen und altern langsamer und produzieren weniger Ethylen – und verlängert dadurch die Haltbarkeit. Gerade angeschnittene Teilstücke, überreifes sowie verletztes Obst und Gemüse sollte immer im Kühlschrank gelagert (und schnell aufgebraucht) werden, auch wenn sich das Obst und Gemüse eigentlich nicht für eine Lagerung im Kühlschrank eignet. Gerade exotischen Früchten und Fruchtgemüse ist es im Kühlschrank nämlich eigentlich zu kalt: Sie bekommen einen Kälteschock, werden braun, bekommen wässrige Stellen und verlieren ihren Geschmack. Südfrüchte und Fruchtgemüse sollten deshalb stets bei Zimmertemperatur bzw. in der etwas kühleren Speisekammer gelagert werden. Dort kann noch unreifes Obst und Gemüse auch in Ruhe nachreifen. Dabei hilft Ethylen: Auch wenn ethylenausstoßendes und ethylenempfindliches Obst und Gemüse eigentlich nie zusammenlagern sollte, ermöglicht es gleichzeitig das Nachreifen von unreifem Obst und Gemüse.

Bei der Lagerung im Kühlschrank ist es wichtig, die unterschiedlichen Kältezonen zu beachten. Jedes Fach im Kühlschrank hat eine andere Temperatur. Das abgetrennte Gemüsefach ist stets am wärmsten, abgesehen davon wird es von oben nach unten immer kälter. Die kälteste Zone ganz unten über dem Gemüsefach ist perfekt geeignet für kälteunempfindliches, sehr leicht verderbliches Obst wie Beeren. In modernen Kühlschränken mit einer Null-Grad-Zone hält sich kälteunempfindliches Obst und Gemüse sogar bis zu drei Mal länger.

So reifen Obst & Gemüse
Im Vorratsregal bzw. in der Speisekammer stoßen unreife Avocado, unreife Birne, unreife Pflaume und Tomate Ethylen aus. Banane, Mango, Aubergine und Gurke reagieren empfindlich darauf.
Im Kühlschrank stoßen Apfel, Avocado, Birne, Feige, Pfirsich und Pflaume Ethylen aus. Kiwi, Artischocke, Bohne, Erbse, Kohlgemüse, Kohlrabi, Lauch und Salat reagieren empfindlich darauf.

So räumst Du den Kühlschrank optimal ein:

oberes Fach (8° C): Käse, fertige Speisen
mittleres Fach (5° C): Milchprodukte
unteres Fach (2° C): Wurst, Fleisch, Fisch
Obst-/Gemüsefach (9° C): Obst und Gemüse
obere Tür (11° C): Eier, Butter, Marmelade
mittlere Tür (9° C): Soßen, Ketchup, Senf
untere Tür (9° C): Getränke

Bevor Du Obst oder Gemüse aus dem Kühlschrank isst, lass es 30 bis 60 Minuten lang bei Zimmertemperatur etwas warm werden, damit der Geschmack richtig zur Geltung kommen kann.

Plastikmüll

Was für ein Müll!

Am 18. März ist Welt-Recycling-Tag. Ein guter Grund, um zu schauen, wie wir selbst und Thüringer Unternehmen weniger Müll produzieren können. Außerdem gehen wir der Mülltonne auf den Grund und zeigen Dir vom Altglas bis zur Wertstofftonne, wie Du Abfälle richtig trennst.

mehr erfahren

Ab in den Keller

Im Keller ist es dunkel, kühl und trocken. Hier fühlt sich vor allem Gemüse mit festem, stärkehaltigem Fleisch wohl: Der Klassiker sind Kartoffeln, aber auch Kürbisse, Kohl, Wurzelgemüse und Zwiebeln können im Keller gelagert werden. Hast Du keinen Keller, solltest Du gerade Kartoffeln unbedingt mit Jute oder Papier abdecken und sie so dunkel und kühl lagern. Werden Kartoffeln Sonne ausgesetzt, produzieren sie giftiges Solanin.

Von A bis Z: So lagerst Du Obst und Gemüse richtig

Ananas wird im Vorratsregal in einer dunklen Ecke gelagert. Sie reift nicht nach und ist kälteempfindlich. Eine reife Ananas sieht prall aus, hat keine vertrockneten oder weichen Stellen und duftet fantastisch. Angeschnitten kannst Du sie so kurz wie möglich im Obst-/Gemüsefach vom Kühlschrank aufbewahren, am besten in Folie gewickelt oder in einem geschlossenen Behälter.

Äpfel haben jetzt Saison

Äpfel werden im Kühlschrank oder in einem kühlen Keller gelagert. Lageräpfel halten sich im Keller sogar über mehrere Monate. Äpfel stoßen allerdings Ethylen aus und sollten deshalb gesondert gelagert werden.

Äpfel im Portrait

Artischocken sollten so frisch wie möglich gegessen und wenn möglich so kurz wie möglich gelagert werden. Eine frische Artischocke fühlt sich prall und fest an und hat keine braunen oder trockenen Stellen. Möchtest Du sie noch ein, zwei Tage lagern, greifst Du am besten zu Knospen mit einem großen und langen Stiel. Der Stiel versorgt die Knospe mit Wasser und sollte deshalb noch nicht ausgetrocknet sein. Zuhause wickelst Du um die Artischocke ein feuchtes Tuch, bevor Du sie – getrennt von ethylenausstoßendem Obst und Gemüse – in den Kühlschrank legst. Gewaschen wird sie erst vor der Zubereitung.

Auberginen werden im Vorratsregal gelagert. Sie sind kälte- und ethylenempfindlich. Unreife Auberginen enthalten Solanin und sollten nicht gegessen werden. Sie reifen bei Zimmertemperatur innerhalb einiger Tag aber nach. Reife Auberginen erkennst Du an ihrer prallen, matt glänzenden Schale und daran, dass das Fruchtfleisch bei Druck ganz leicht nachgibt. Überreife Auberginen wiederum haben ein löchriges Fruchtfleisch und bräunlich verfärbte Samen.

Aubergine im Portrait

Avocado wird vor allem im Vorratsregal gelagert. Hier kann sie in einer dunklen Ecke in Ruhe nachreifen. Dabei reagiert sie empfindlich auf Druck und Ethylen, stößt gleichzeitig aber auch Ethylen aus. Sollte die Avocado bereits sehr reif sein, kannst Du sie notfalls sehr kurz auch im Kühlschrank lagern. Das Gleiche gilt auch für eine aufgeschnittene Avocado. Damit sie sich im Kühlschrank nicht braun verfärbt, lässt Du einfach den Kern in der Avocado oder beträufelst sie mit etwas Zitronensaft. Die Farbe der Schale sagt übrigens nichts darüber aus, wie reif die Avocado ist.

Bananen werden im Vorratsregal gelagert oder bei Zimmertemperatur mit einer Schnur oder in einem Netz aufgehängt – so halten sie sich am längsten. Im Kühlschrank verlieren Bananen ihr Aroma und die Schale verfärbt sich braun. Wenn Bananen hell und relativ warm gelagert werden, halten sie sich etwa eine Woche lang. Bei direkter Sonneneinstrahlung und ethylenausstoßendem Obst und Gemüse in der Nähe reifen sie sehr schnell nach, da sie ethylenempfindlich sind. Braune Punkte auf der Schale sind ein Zeichen für die perfekte Reife.

Beeren solltest Du so schnell wie möglich essen, verarbeiten oder einfrieren und erst direkt vor dem Essen so vorsichtig und so kurz wie möglich waschen. Musst Du Beeren dennoch lagern, halten sie sich für kurze Zeit in der kältesten Zone im Kühlschrank. Heidelbeeren werden bei längerer Lagerung aber bitter. Himbeeren wiederum schimmeln auch im Kühlschrank schnell, da sie extrem druckempfindlich sind. Erdbeeren reifen nicht mehr nach und sollten deshalb reif gekauft werden. Ein Zeichen für reife Erdbeeren ist, dass sich die Kelchblätter leicht herausdrehen bzw. abzupfen lassen.

Beeren im Portrait

Birnen werden am besten im Keller gelagert. Sie mögen es kühl, dunkel, trocken und gut durchlüftet. Alternativ kommen sie unreif ins Vorratsregal zum Nachreifen. Sobald sie sich sanft eindrücken lässt, ist sie reif und kann noch für ein paar Tage in den Kühlschrank wandern. Sobald sich dunkle Stellen auf der Schale bilden, solltest Du sie aber schnell essen. Birnen sind bei der Lagerung übrigens kleine Diven: Einerseits stoßen sie Ethylen aus, andererseits nehmen sie sehr schnell fremde Gerüche an. Außerdem reagieren sie sehr empfindlich auf Druck und sollten deshalb nicht aufeinandergelegt werden. Verletzungen lassen sie sehr schnell schlecht werden.

Birnen im Portrait

Bohnen werden am besten so schnell wie möglich zubereitet oder blanchiert und eingefroren, da sich beim Nachreifen der Zucker in Stärke umwandelt und sie dann nicht mehr schmecken. Für wenige Tage halten sie sich in einem luftdurchlässigen Behälter aber auch im Kühlschrank – weit entfernt von ethylenausstoßendem Obst und Gemüse. Sollten die Bohnen innerhalb dieser Zeit runzelig werden, kannst Du sie 15 Minuten lang in Eiswasser legen – so werden sie wieder etwas knackig. Frische Bohnen erkennst Du übrigens daran, dass sich die Hülse beim Umbiegen – begleitet von einem Knackgeräusch – glatt brechen lässt und die Bruchstelle saftig aussieht. Zeichnen sich hingegen außerhalb der Schote schon die einzelnen Kerne ab, sind die Bohnen nicht mehr frisch.

Erbsen sollten ebenfalls so schnell wie möglich zubereitet oder blanchiert und eingefroren werden. Die rohen Schoten halten sich in ein feuchtes Tuch geschlagen aber zumindest ein, zwei Tage im Kühlschrank – weit entfernt von ethylenausstoßendem Obst und Gemüse. Beim Kauf greifst Du am besten zu glänzenden, knackigen Schoten – die sind besonders frisch.

Feigen werden im Kühlschrank gelagert. Sie sind sehr druckempfindlich und halten sich nur wenige Tage. Reife Feigen fühlen sich weich, aber nicht matschig an. Sie sind dunkel gefärbt, während unreife Feigen hart und blass sind. Die Farbe kann übrigens täuschen: Es gibt auch Sorten, bei denen selbst reife Feigen grün gefärbt sind. Kaufst Du unreife Feigen, kannst Du sie bei Zimmertemperatur nachreifen lassen. Aber Vorsicht, Feigen stoßen Ethylen aus!

Feigen im Portrait

Fenchel wird im Kühlschrank gelagert. Er hält sich dort einige Tage, ist aber sehr druckempfindlich. Vor der Zubereitung sollte er sehr gründlich gewaschen werden. Die Knolle von frischem Fenchel ist fest, weiß bis hellgrün gefärbt und hat frisches Blattgrün ohne welke Blätter. Ältere Knollen erkennst Du daran, dass die äußeren Blätter der Knolle braun werden. Außerdem sind die Schnittstellen an den Stängel eingetrocknet.

Frühlingszwiebeln werden im Kühlschrank gelagert. Frische Frühlingszwiebeln haben ein kräftiges Grün ohne schlaffe, verwelkte Triebe.

Granatapfel wird im Kühlschrank gelagert. Dort hält er sich monatelang. Die – bei einem reifen Granatapfel zunächst intensiv gefärbte – Schale trocknet mit der Zeit zwar aus, die Kerne im Inneren bleiben aber saftig. Nur bei weichen Stellen an der Schale solltest Du aufpassen: Sie können ein Zeichen dafür sein, dass der Granatapfel im Inneren fault.

Grapefruit wird im Vorratsregal gelagert. Sie ist mehrere Wochen lang haltbar, ihr Aroma wird im Laufe der Zeit allerdings milder. Die Schale der Grapefruit sagt übrigens nichts über die Qualität des Fruchtfleischs aus.

Gurken werden am besten im Keller gelagert. Alternativ ist auch eine dunkle Ecke im Vorratsregal möglich. Gurken reagieren sehr empfindlich auf Ethylen und Kälte. Im Kühlschrank werden sie schnell weich und wässrig. Frische Gurken erkennst Du an ihren Enden: Die Enden sollten nie weicher sein als das Mittelstück der Gurke.

Gurke im Portrait

Ingwer wird im Kühlschrank gelagert. In einem geschlossenen Behälter hält er sich mehrere Wochen lang. Angeschnittener Ingwer wird am besten in ein feuchtes Tuch gewickelt. Frischer Ingwer fühlt sich schwer an und ist weder runzelig noch feucht.

Kartoffeln werden am besten im Keller gelagert. Sie mögen es ziemlich kühl, aber auch dunkel, trocken und gut durchlüftet. Lagern sie zu kalt, wandelt sich die enthaltene Stärke in Zucker um. Lagern sie zu warm, treiben sie aus. Die Sprosse entziehen den Kartoffeln Vitamine. Keimende Kartoffeln sind zwar noch essbar, grüne Stellen und die Sprosse sollten aber nicht mitgegessen werden, da sie Solanin enthalten. Mittel- und Spätkartoffeln kannst Du relativ lange lagern. Frühkartoffeln sollten aber schnell verbraucht werden. Möchtest Du Kartoffeln nicht allzu lang lagern, eignet sich auch eine dunkle Ecke im Vorratsregal, eine Dunkelbox oder ähnliches.

Kartoffeln im Portrait

Kirschen werden im Kühlschrank gelagert. In einem modernen Null-Grad-Fach halten sie sich einige Zeit, ansonsten sollten sie in der kältesten Zone gelagert und möglichst schnell verbraucht werden. Durch ihr saftiges Fruchtfleisch und die dünne Schale sind sie sehr empfindlich. Sauerkirschen halten noch kürzer als Süßkirschen. Wichtig ist, dass Du Kirschen erst vor direkt vor dem Verzehr wäschst. Sie werden sonst matschig und verderben schneller. Außerdem sollten die Kirschen einen grünen Stiel haben. Der weist nicht nur auf ihre perfekte Reife hin, sondern sorgt auch für eine etwas längere Haltbarkeit. Bei den Kirschen selbst sagt die Farbe wiederum nicht allzu viel über die Reife aus, da Kirschen je nach Sorte eine unterschiedliche Farbe haben können. Eine reife Kirsche muss also nicht knallrot sein.

Kirschen im Portrait

Kiwi wird im Vorratsregal gelagert. Hier können unreife Kiwis in Ruhe nachreifen. Reife Kiwis geben etwas nach, wenn Du sie mit einem Finger leicht eindrückst und sollten entweder möglichst schnell gegessen oder kurz im Kühlschrank gelagert werden, aber nicht in der Nähe von Obst oder Gemüse, das Ethylen ausstößt.

Knoblauch wird im Keller oder alternativ in einer dunklen Ecke im Vorratsregal bzw. in einer Dunkelbox oder ähnlichem gelagert. Er mag es kühl, dunkel und trocken und hält sich so mehrere Wochen. Er darf aber keinesfalls luftdicht gelagert werden: Bei einer zu hohen Luftfeuchtigkeit fängt Knoblauch an zu faulen.

Knoblauch im Portrait

Kohlgemüse wird im Kühlschrank gelagert, fernab von ethylenausstoßendem Obst und Gemüse. Kohlköpfe halten sich im Kühlschrank mindestens eine Woche lang. Werden sie angeschnitten, solltest Du sie anschließend in Folie wickeln und den Rest zeitnah verbrauchen. Alternativ kannst Du auch einzelne Blätter abreißen, so trocknet der Kohlkopf nicht aus. Spitzkohl ist übrigens nicht ganz so lang haltbar wie Rotkohl, Wirsing oder Weißkohl und sollte am besten in ein feuchtes Tuch gewickelt werden. Allgemein gilt für Kohlköpfe, dass Du sie nicht waschen brauchst. Entferne direkt vor der Verarbeitung einfach die äußersten Blätter. Beim Kauf sollte die Schnittstelle vom Kopfkohl noch frisch und nicht eingetrocknet oder verfärbt sein.
Blattkohl hält sich oft kürzer als Kopfkohl und sollte erst direkt vor der Verarbeitung gewaschen werden. Lagerst Du (Blatt-) Kohl zu lang, wird er welk und fängt an zu riechen. Auch braune oder gelbe Flecken sowie trockene, welke und verfärbte Blattspitzen sind ein Hinweis auf überlagerten Kohl. Grünkohl und Rosenkohl bleiben maximal fünf Tage lang frisch. Blumenkohl und Brokkoli halten sich noch kürzer und sollten zeitnah verbraucht werden. Chinakohl hingegen hält sich in ein feuchtes Tuch gewickelt etwa eine Woche lang.

Kohlgemüse im Portrait

Kohlrabi wird im Kühlschrank gelagert. Vor der Lagerung solltest Du die Blätter entfernen und den Kohlrabi anschließend in ein feuchtes Tuch wickeln. So hält er sich etwa eine Woche im Gemüsefach, wenn er nicht mit ethylenausstoßendem Obst und Gemüse zusammen gelagert wird. Beim Kauf erkennst Du einen frischen Kohlrabi an grünen, knackigen Blättern.

Kürbis hat jetzt Saison

Kürbis wird im Vorratsregal gelagert. Wird er trocken gelagert, hält er sich mehrere Monate lang. Es sollte aber nicht zu kalt sein, ansonsten kann das Fruchtfleisch anfangen zu faulen. Nur angeschnittener Kürbis gehört ins Gemüsefach und sollte dann auch zeitnah verbraucht werden.

Kürbis im Portrait

Lauch wird im Kühlschrank gelagert. Dort ist er etwa eine Woche lang haltbar, sofern er keine eingerissenen Stellen hat, in denen sich Keime bilden können. Sobald die Blätter vom Lauch verwelken, lagert er schon zu lang. Dann solltest Du ihn so schnell wie möglich verarbeiten. Achte beim Kauf darauf, dass die Blätter schön knackig und grün sind, die Lauchstange keine Verletzungen hat und der Mittelteil strahlend weiß ist. Zuhause ist es empfehlenswert, den Lauch vor der Lagerung im Kühlschrank luftdicht zu verpacken, indem Du ihn zum Beispiel in Folie wickelst oder in eine Plastiktüte steckst. Der Lauch überträgt seinen Geruch sonst auf empfindliche Lebensmittel wie Butter oder Birnen.

Mais sollte so schnell wie möglich gegessen werden, da sich der Zucker nach und nach in Stärke umwandelt und der Mais dann mehlig schmeckt. Zur Not wird er übergangsweise im Kühlschrank gelagert. Reifen Mais erkennst Du an der Farbe der Körner: Sind sie blass-gelb, ist der Mais noch nicht reif. Reifer Mais hat strahlend gelbe Körner.

Mandarinen und Clementinen werden im Vorratsregal gelagert. Sie mögen es hell und warm; im Kühlschrank verlieren sie ihren Geschmack. Clementinen haben weniger Kerne, helleres Fruchtfleisch, eine dickere Schale und weniger Aroma als Mandarinen. Sie halten sich länger, während Mandarinen mit der Zeit austrocknen.

Mango wird im Vorratsregal gelagert. Unreife Mangos können so gut nachreifen, reife Mangos sollten hingegen möglichst dunkel (aber nie im Kühlschrank) und fern von ethylenausstoßendem Obst und Gemüse gelagert und schnell gegessen werden. Achte bei der Lagerung außerdem darauf, dass die Mango keine Druckstellen bekommen, da sie dort schnell anfängt zu faulen. Eine reife Mango erkennst Du Daran, dass sie bei vorsichtigem Druck leicht nachgibt und der Stiel etwas hervorsteht. Die Farbe ist kein Hinweis auf die Reife der Mango.

Mangold wird im Kühlschrank gelagert, am besten im kältesten Fach. In ein feuchtes Tuch eingeschlagen hält er sich dort einige Tage. Frischen Mangold erkennst Du an knackigen Stielen, saftigen Blättern und einem hellen Strunkansatz.

Melone wird im Vorratsregal gelagert. Sie wird reif verkauft, da sie nicht nachreifen kann, und sollte deshalb möglichst schnell gegessen werden. Greife am besten zu Wassermelonen, die beim Klopfen gegen die Schale tief und dumpf klingen und bei denen die Auflagestelle gelb gefärbt ist. Magst Du besonders erfrischende Wassermelone, kannst Du sie vor dem Essen eine halbe Stunde lang in den Kühlschrank legen. Zuckermelone hingegen verliert bei Kälte ihr Aroma.

Möhren werden im Kühlschrank gelagert. Frische Möhren erkennst Du daran, dass sie sich nicht biegen lassen. Bei Bundmöhren solltest Du das Grün vor der Lagerung entfernen, da es den Wurzeln sonst Flüssigkeit entzieht. Bundmöhren halten sich nicht so lang frisch wie Möhren, die bereits ohne Grün verkauft werden. Durch ein kurzes Bad in Eiswasser kannst Du aber auch schrumpelige Möhren wieder auffrischen. Dem Verschrumpeln kannst Du vorbeugen, indem Du Möhren in ein feuchtes Tuch gewickelt lagerst.

Wurzelgemüse im Portrait

Orangen werden im Vorratsregal gelagert. Sie mögen es hell und gut durchlüftet. Bei mäßiger Temperatur halten sie sich mehrere Wochen lang. Werden sie zu kalt gelagert, verlieren sie ihren Geschmack. Bei zu warmen Temperaturen schimmeln sie schnell.

Paprika wird im Kühlschrank gelagert. Im Gemüsefach halten sich reife Paprikaschoten etwa eine Woche lang. Grüne Paprika ist noch länger haltbar, da es sich dabei um unreife Paprika handelt, die noch nachreifen kann. Aber egal, welche Farbe sie hat: Bei zu kalten Temperaturen verdirbt Paprika schnell.

Pflaumen werden im Kühlschrank gelagert. Dort halten sie sich etwa eine Woche. Aber Vorsicht, Pflaumen stoßen Ethylen aus! Sind sie beim Kauf noch unreif, kannst Du sie bei Zimmertemperatur nachreifen lassen, bis sie keine grünen Stellen mehr haben. Reife Pflaumen erkennst Du daran, dass sie auf leichten Druck etwas nachgeben. Wasche sie erst kurz vor dem Verzehr, da Pflaumen eine natürliche Wachsschicht besitzen, die sie vor dem Austrocknen schützt.

Pflaumen im Portrait

Pilze werden am besten so schnell wie möglich gegessen. Im Kühlschrank halten sie sich nur ein bis zwei Tage, da sie wegen ihres hohen Wassergehalts und der zarten Struktur leicht verderben. Lagere Pilze nie luftdicht und entferne vor der Lagerung immer die Folie! Frische Pilze fühlen sich fest an und sind weder trocken noch fleckig oder schmierig. Auch die Schnittstellen an den Stielenden sollten noch frisch sein.

Pilze im Portrait
Pilze Sammeln in Thüringer Wäldern

Radieschen werden im Kühlschrank gelagert. Entferne vor der Lagerung das Grün und wickle die Radieschen in ein feuchtes Tuch. So halten sie sich im Kühlschrank etwa eine Woche lang. Kaufe nur knackige Radieschen; weiche und rissige Radieschen sind bereits überlagert.

Radieschen im Portrait

Rhabarber sollte schnell verarbeitet werden. In ein feuchtes Tuch gewickelt hält er sich im Kühlschrank zumindest für kurze Zeit. Bringe Rhabarber nie in Kontakt mit Alufolie oder Metall, da die im Rhabarber enthaltene Oxalsäure sonst das Metall angreift und sich damit verbindet.

Rhabarber im Portrait
Rhabarber im Garten

Rote Bete und Rüben werden im Kühlschrank gelagert. Entfernst Du das Grün vor der Lagerung und wäschst Du sie erst vor der Verarbeitung, halten sie sich dort zwei bis drei Wochen.

Wurzelgemüse im Portrait

Salat und Spinat sollten so schnell wie möglich gegessen werden. In ein feuchtes Tuch gewickelt hält er sich einen Tag im Kühlschrank, sofern Du ihn von ethylenausstoßendem Obst und Gemüse fernhältst. Lasse den Salat nicht lange im Wasser liegen und wasche ihn allgemein erst kurz vor dem Verzehr. Falls der Salat noch Erde enthält, musst Du ihn zwar gründlicher waschen, oft ist es aber auch ein Zeichen dafür, dass er noch sehr frisch ist. Außerdem erkennst Du, ob Salat oder Blattspinat frisch ist, indem Du ein Blatt zwischen den Fingern reibst. Es sollte sich saftig und knackig und nicht schlaff, dünn oder trocken anfühlen.

Spinat im Portrait

Spargel wird im Kühlschrank gelagert – zumindest, wenn er ungeschält ist. Geschälter Spargel sollte sofort zubereitet werden. Ungeschälter Weißspargel hält sich in ein feuchtes Tuch gewickelt für kurze Zeit im Kühlschrank. Ungeschälten Grünspargel kannst Du aufrecht so in ein mit Wasser gefülltes Glas stellen, dass die Spitzen trocken bleiben. Werden die Spitzen feucht, faulen sie. Frischer Spargel quietscht übrigens, wenn Du zwei Stangen aneinanderreibst. Außerdem lässt sich frischer Spargel brechen, wenn Du ihn biegst.

Spargel im Portrait

Steinobst wird im Kühlschrank gelagert. Dort hält es sich etwa eine Woche. Ist es beim Kauf noch unreif, kannst Du es bei Zimmertemperatur nachreifen lassen. Allerdings sind Aprikosen, Pfirsiche und Nektarinen sehr druckempfindlich und stoßen Ethylen aus.

Steinobst im Portrait

Tomaten werden im Vorratsregal gelagert. Sie mögen es dunkel und gut durchlüftet und stoßen Ethylen aus. Da sie sehr druckempfindlich sind, lohnt es sich, sie weich zu lagern (zum Beispiel auf einem Küchentuch). So halten sie sich vier bis fünf Tage. Sobald reife Tomaten weich werden, solltest Du sie zeitnah essen. Feste, reife Tomaten können hingegen noch länger gelagert werden. Unreife Tomaten kannst Du heller lagern, dann reifen sie noch nach. Tomaten gehören nie in den Kühlschrank: Dort verlieren sie ihren Geschmack und schimmeln schnell.

Tomaten im Portrait

Trauben werden im Kühlschrank gelagert. Sie werden vollreif geerntet und reifen nicht mehr nach. Gekühlt halten sie sich etwa eine Woche lang. Bewahre sie am besten luftdicht auf und wasche sie erst kurz vor dem Verzehr. Es lohnt sich, Trauben eine halbe Stunde vor dem Essen aus dem Kühlschrank zu nehmen – so können sie ihr volles Aroma entfalten.

Trauben im Portrait

Zitronen werden im Vorratsregal gelagert. Sie mögen es hell. Lagern sie sehr warm, verderben sie schneller. Bei Kälte verlieren sie allerdings ihr Aroma. Grüne Stellen bedeuten nicht, dass Zitronen unreif sind, denn je nach Sorte unterscheidet sich auch die Farbe der Schale ein wenig.

Zucchini wird im Kühlschrank gelagert. Dort hält sie sich etwa eine Woche. Eine frische Zucchini erkennst Du daran, dass sie prall und fest ist. Sie sollte keine Druckstellen oder Risse haben, da sie sonst sehr schnell fault. Lagerst Du Zucchini in der Nähe von ethylenausstoßendem Obst oder Gemüse, wird sie weich und fleckig.

Zucchini im Portrait

Zwiebeln werden am besten im Keller gelagert. In einer dunklen, kühlen und trockenen Umgebung sind sie mehrere Wochen bis Monate lang haltbar. Keimen Zwiebeln, lagern sie zu feucht und hell. Deshalb solltest Du Zwiebeln möglichst dunkel, zum Beispiel in einer Dunkelbox lagern, falls Du keinen Keller hast. Frische Zwiebeln sind prall, fest und trocken und treiben nicht aus. Die Schale sitzt bei frischen Zwiebeln relativ locker, deshalb raschelt sie, wenn Du ein Netz mit frischen Zwiebeln leicht schüttelst. Bei älteren Zwiebeln sitzt die Schale fest und raschelt nicht mehr. Zum Lagern solltest Du die Zwiebeln aus dem Netz nehmen und sie frei lagern, ansonsten können sie leicht faulen oder schimmeln. Erste Anzeichen dafür sind dunkle Flecken oder eine schrumpelige Schale.

Zwiebeln im Portrait

Kategorie: Saisonales

6. Februar 2023 by Elisa Gelmroth

Umgraben war gestern

Der Weg zum klimafreundlichen Garten beginnt beim Boden. Abgesehen von schweren Lehm- oder Tonböden sollte der Boden nicht umgegraben, sondern nur oberflächlich und schonend gelockert werden. Dafür eignet sich am besten der Sauzahn oder die Grabgabel. So bekommst Du Luft in den Boden, ohne das wertvolle Bodengefüge bestehend aus einer Humusschicht und zahlreichen Mikroorganismen zu zerstören.

Möchtest Du Sorten anbauen, die nicht für unser Klima gemacht sind, solltest Du am besten auf frühreife Sorten setzen, die noch vor der Hitze und Trockenheit im Sommer reif sind. Alternativ lassen sich die Anbauzeiträume oft auch etwas nach vorn oder hinten verschieben und so die Wachstumsperioden an das Wetter anpassen.

Kompost statt Torf und Kunstdünger

Viele setzen beim Gärtnern auf torfhaltige Erde, da Torf große Mengen Wasser über längere Zeit speichern kann. Torf ist jedoch eine endliche Ressource – und kommt aus dem Moor. Moore speichern riesige Mengen an Kohlenstoffdioxid, die durch den Abbau von Torf freigesetzt werden. Der Einsatz von Torf beschleunigt dadurch den Klimawandel und zerstört Moore inklusive ihrer einzigartigen biologischen Vielfalt. In der EU sind mittlerweile nicht einmal mehr 20 % der Moore intakt. Torffreies Gärtnern setzt also kein in Mooren gespeichertes Kohlenstoffdioxid frei und schützt bedrohte Arten. Statt zu Torf kannst Du zum Beispiel zu Kompost aus dem eigenen Garten oder von Kompostierungsanlagen greifen – dieser speichert Wasser zwar nicht ganz so gut wie Torf, enthält aber mehr Nährstoffe und ist ein optimaler Dünger, der den Boden langfristig verbessert. Kunstdünger hingegen versorgt nur die Pflanze und nicht den Boden, was langfristig die Bodenfruchtbarkeit verringert und die Bodenorganismen schwächt. Durch zu viel Kunstdünger kann sich außerdem zu viel Stickstoff im Boden anreichern, was wiederum extrem klimaschädliches Lachgas freisetzt. Wer keine Komposterde einsetzen kann, hat immerhin noch die Möglichkeit, zu organischem Dünger wie Hornspänne und Gesteinsmehl statt zu Kunstdünger zu greifen.

Vom Samen zum eigenen Gemüse

Allmählich blüht die Forsythie, die ersten hellgrünen Blätter der Birken zeigen sich, die Bienen werden wieder aktiv und es riecht nach Frühling: Endlich ist der richtige Zeitpunkt gekommen, um mit der Aussaat und Anzucht loszulegen!

 Aussaat & Anzucht: Schritt für Schritt

Flächen entsiegeln und Rasen auswachsen lassen

Damit der Boden optimal Wasser aufnehmen kann, muss er entsiegelt sein. So gelangt Regenwasser zurück ins Grundwasser und auch Hochwasser kann besser versickern. Außerdem kann entsiegelter Boden Temperaturspitzen abmildern, weil sich die offene Erde durch verdunstendes Wasser kühlt. Schotter, Steine und Zement speichern Wärme hingegen und heizen die Umgebung noch weiter auf.

Englischer Rasen ist zwar besser als versiegelte Flächen, vertrocknet im Sommer aber, wenn er nicht gegossen wird, und muss andauernd gemäht werden. Den Rasen auswachsen zu lassen und Blumenzwiebeln dazwischen zu setzen sowie eine regionale Wildblumen-Saatgutmischung auszusäen spart nicht nur Pflege, sondern auch Wasser. Wird der Rasen sowieso nicht genutzt oder betreten, kannst Du die Fläche auch in ein pflegeleichtes und schön anzusehendes Staudenbeet verwandeln.

Gekonnt gärtnern mit einem Kraterbeet

Ein Garten hat aus ordentlichen, rechteckigen, flachen Beeten zu bestehen? Nicht unbedingt. Mit dem Kraterbeet denkt man um die Ecke. Ein Kraterbeet besteht aus verschiedenen Zonen mit unterschiedlichem Feuchtegrad des Bodens und verschieden starker Sonneneinstrahlung. So werden die einzelnen Zonen den Ansprüchen verschiedener Pflanzen gerecht.
In der bis zu 20 cm unter dem Gartenniveau ausgehobenen und zwei Meter breiten tiefen Zone gibt es kaum Wind und ist es stets feucht, manche legen sogar einen etwa 40 cm breiten Teich in dem tiefsten Punkt an. Wie bei einer Klimaanlage können in der tiefen Zone die wechselnden Temperaturen ausgeglichen werden: Ist es kalt, bleibt es im Inneren des Kraterbeets warm. Bei großer Hitze hingegen bleibt die Temperatur in der tiefen Zone durch die Verdunstung des gesammelten Wassers niedriger als außerhalb des Kraterhügels. Dadurch wächst Gemüse mit hohem Wasserbedarf wie Tomaten, Paprika, Gurken oder Auberginen hier besonders gut.
Die Hänge leiten das Wasser in die tiefe Zone, sodass die Trockenheit nach oben hin zunimmt. Jeder Krater hat durch die Himmelsrichtungen und den Stand der Sonne eine stets sonnigere und schattigere Seite: Der Nordhang ist für Pflanzen geeignet, die einen halbtrockenen und sonnigen Standort bevorzugen. Der Südhang wiederum eignet sich für halbschattig wachsende Pflanzen mit einem etwas höheren Wasserbedarf. Generell wachsen am Hang Salate, Radieschen, Erdbeeren, Zwiebeln, Möhren, Buschbohnen und heimische Wildstauden gut und gerne.
Aus dem Aushub des Kraters wird die bis zu 20 cm über dem Gartenniveau liegende und etwa ein Meter breite Wallzone geformt. Sie kann im Norden etwas höher sein als im Süden, um die Sonneneinstrahlung optimal nutzen zu können. Der Wall schützt die empfindlichen Pflanzen in der tiefen Zone vor Wind, puffert Temperaturspitzen ab und schützt bestimmte Bereiche an den Hängen vor der Sonne. Der Wall im Norden kann zum Beispiel als Trockenmauer gestaltet und im Winter zum Schutz des Bodens mit Feldsalat bepflanzt werden. Außerdem freuen sich viele Kräuter über den trockenen und sonnigen Standort. Im Frühling kann auf dem Wall eine Abdeckung angebracht und die tiefe Zone so als vor Spätfrösten geschütztes Frühbeet genutzt werden.
Hinter dem Wall ist auf der Nordseite der perfekte Standort für eine Wildobsthecke mit Gehölzen wie Sanddorn, Schlehe oder Wildrose, die das Kraterbeet vor Wind schützt. Im Süden freuen sich Wildstauden über den sonnigen Standort vor dem Wall.

Gutes Mikroklima schaffen

Weniger Pflege und Wasser brauchen nicht nur wilde Blumenwiesen, sondern auch Pflanzen, die samenfest sind, tief wurzeln und tolerant gegen Hitze und Trockenheit sind. Nicht alle Blumen, Bäume und Gemüsesorten sind für unseren Boden und das regionale Klima gemacht. Setzt Du auf eine bunte Mischung aus sogenannten Klimabäumen bzw. widerstandsfähigen Klimapflanzen, schützen sie sich gegenseitig vor Wetterextremen, Schädlingen und Krankheiten (und speichern noch ganz nebenbei Kohlenstoffdioxid). So können zum Beispiel besonders hitzetolerante hohe Bäume der Wärme widerstehen und Sträuchern darunter gleichzeitig Schatten spenden. Von deren Schatten profitieren wiederum Bodendecker und Stauden. Pflanzt Du eine solche Baum- und Gehölz-Gruppe an der windzugewandten Gartenseite, leiten sie außerdem den Wind ab. Schon Hecken in einer Höhe von 1,5 Meter können die Windgeschwindigkeit um die Hälfte und die Verdunstung um 20 % senken und damit automatisch die Bodenfeuchtigkeit erhöhen.

Samenfestes Saatgut

Benutze wenn möglich am besten samenfestes Saatgut. Samenfestes Saatgut ist wiederverwendbar, in jeder Generation fruchtbar, genetisch nicht modifiziert und passt sich von Generation zu Generation an den Standort und die Anbaubedürfnisse an.

 mehr erfahren
Kleine Tomatenpflanzen in Anzuchttöpfen

Gemischter Anbau statt Monokultur

Dass sich Pflanzen gegenseitig schützen und unterstützen, wird unter dem Begriff der Mischkultur festgehalten und gilt nicht nur für Bäume und Sträucher, sondern auch für Gemüse und Kräuter. Setzt Du im Beet nicht auf Monokultur, sondern auf einen gemischten Anbau von Pflanzen mit unterschiedlichen Eigenschaften und Bedürfnissen, sparst Du Pflege und Wasser und förderst das gesunde Wachstum der Pflanzen, denn Krankheiten können sich dann nicht mehr so leicht ausbreiten. Richtige Partner im Beet schlüsseln sich nämlich nicht nur gegenseitig Nährstoffe auf, sondern helfen auch gegen Schädlinge und bringen Wasser aus tieferen Schichten nach oben zu den Wurzeln. Es gibt allerdings auch schlechte Partner, die sich im Wachstum gegenseitig behindern oder Schädlinge anziehen können. In vielen Fachbüchern und im Internet kannst Du Tabellen finden, in denen „gute“ und „schlechte“ Mischkultur-Partner aufgeschlüsselt sind.

Ein kleiner Teich oder sumpfiger Bereich im Garten wirkt wie eine Klimaanlage und schafft selbst dann, wenn er nur zeitweise feucht ist, ein kühles Mikroklima.

Zauberwort Mulch

Hackst Du den Boden regelmäßig, wird so die Verdunstung reduziert und das Wasser gelangt gleichmäßig in den Boden und zu den Wurzeln vom Gemüse. Eine Alternative zum regelmäßigen Hacken ist es, den Boden nicht künstlich offen und nackt, sondern ganzjährig bedeckt zu halten. Das hat mehrere Vorteile: Die empfindliche Gartenerde wird nicht schutzlos der Sonne, dem Wind und dem verschlämmenden Regen ausgesetzt.

Den Boden ganzjährig zu bedecken ist auf zwei Arten möglich: durch Gründünger oder Mulch. Gründünger wird nach der Ernte gesät. Er reduziert die Verdunstung vom Wasser aus dem Boden, lockert durch seine Wurzeln die Erde, unterdrückt Unkraut, versorgt den Boden mit Nährstoffen und kann Nützlinge anlocken. Sobald die reguläre Aussaat ansteht, kann er in den Boden eingearbeitet oder abgehackt und einfach als Mulch verwendet werden.

Mulch wiederum schützt den Boden ebenfalls vor Unkraut, dem Austrocknen und zu schneller Verdunstung. Bei leichtem Boden hält er darüber hinaus die Erde zusammen und versorgt sie mit Nährstoffen. Bei schwerem Boden hilft Mulch dabei, Nützlinge anzulocken, die den Mulch in den Boden ziehen und die Erde auflockern. Geeignetes Material zum Mulchen ist zum Beispiel Laub, Stroh oder getrockneter Grasschnitt. Bevor Du die Mulchschicht aufträgst, solltest Du die Erde lockern, da der Mulch sonst zu einer Verdichtung beitragen kann.

Effizientes Gießen spart Ressourcen

Selbst gemulchte Beete müssen in Trockenperioden ab und zu gegossen werden. Wir greifen dafür am liebsten zu Regenwasser, das wir in einer großen Regentonne sammeln. Regenwasser ist kostenlos, kalkarm und hat einen perfekten pH-Wert.

Um Wasser zu sparen, ist effizientes Gießen elementar: Am besten gießt Du nur ein oder zwei Mal pro Woche, dann aber intensiv und morgens oder abends. Selteneres, intensives Gießen regt die Pflanzen an, tiefe Wurzeln auszubilden, um sich Wasser aus der Tiefe zu holen. Junge Pflanzen, die noch keine tiefen Wurzeln ausgebildet haben, brauchen daher auch mehr Wasser als alte oder gar mehrjährige Pflanzen.

Da der Boden gerade in Trockenperioden das Wasser nicht sofort aufnehmen kann, lohnt es sich, eine Runde zu gießen, dann eine halbe Stunde zu warten und anschließend noch einmal zu gießen. Die Gießkanne hilft beim gezielten und dosierten Bewässern. Noch effizienter ist nur eine Tröpfchenbewässerung, die noch sparsamer ist und das Wasser immer direkt an die Wurzeln führt. Für Bäume lohnen sich Wasserspeichersäcke. Alternativ gießt Du Bäume am besten im Randbereich der Krone und nicht direkt am Stamm, weil die feinen Wurzeln das Wasser dort besser aufnehmen können.

Vielfältiger Anbau ist nicht nur während der Saison hilfreich, sondern auch über Jahre hinweg: Eine durchdachte Fruchtfolge von wechselnden Stark-, Mittel-, Schwachzehrern und Gründünger verhindert, dass der Boden einseitig ausgelaugt wird.

Kategorie: nachhaltig

3. Februar 2023 by Elisa Gelmroth

  • Zubereitung: 20 Min
  • Für 2 Personen
Zutaten für den Ofenkäse:
  • ein Camembert von Dittersdorfer Milch
  • Salz, Pfeffer
  • ggf. Kräuter und Gewürze
  • Baguette

 

 

Feinschmecker können den Ofenkäse nach dem Backen mit Toppings wie frischen Feigen, getrockneten Tomaten oder gehackten Nüssen servieren.

Zubereitung

Lege den Camembert in eine kleine feuerfeste Form. Alternativ kannst du ihn auch mit Backpapier umhüllen und für zusätzliche Stabilität um das Backpapier noch Alufolie wickeln. Backe den Camembert so zehn Minuten lang bei 200° Ober-/Unterhitze.

Nimm den Camembert nach dem ersten Backen aus dem Ofen. Nun kannst Du entweder die Oberfläche vom Käse kreuzförmig einschneiden und die Seiten umschlagen oder die Oberfläche mehrmals rautenförmig einschneiden. Anschließend würzt Du ihn mit etwas Salz und Pfeffer. Falls Du möchtest, kannst Du den Camembert auch mit etwas Honig beträufeln oder mit Paprikapulver, Chiliflocken, Rosmarin oder Thymian bestreuen.

Backe den Weichkäse dann erneut fünf bis zehn Minuten lang.

Genieße den Ofenkäse direkt aus der Form mit (geröstetem) Baguette.

Schmelzendes Gold

Seit Tausenden von Jahren liebt die Menschheit den Käse. Erfunden wurde er, um Milch haltbar machen zu können – und ist rasant zum beliebtesten Milchprodukt aufgestiegen. Während der weltweite Lieblingskäse Mozzarella ist, mag man in Deutschland Gouda am meisten. In Thüringen ist Camembert die beliebteste Käsesorte.

weiterlesen

Kategorie: Backen, Rezept

30. Januar 2023 by Elisa Gelmroth

Weltweit gibt es mehrere tausend Sorten Käse. Sie unterscheiden sich je nach Herkunft, Zubereitung und Reifung in ihrer Farbe, Konsistenz und im Geschmack. In Deutschland teilt man die zahlreichen Käsesorten in sechs verschiedene Käsegruppen ein. Diese Käsegruppen werden durch ihr Verhältnis zwischen dem Wassergehalt und der Trockenmasse des Käses definiert. Die Trockenmasse vom Käse – also das, was übrig bleibt, wenn man das Wasser aus dem Käse herausrechnet – besteht aus Eiweiß, Mineralstoffen, Vitaminen und Fett.

Käse kann süchtig machen, denn er enthält Kasein, woraus im Magen Casmorphin gebildet wird. Casmorphin wiederum stimuliert Rezeptoren im Gehirn, die das Glückshormon Dopamin ausschütten.

Diese Käsegruppen gibt es:

© freepik
  • Hartkäse (z. B. Parmesan, Bergkäse, Emmentaler) reift mindestens drei Monate lang, aber auch bis zu mehreren Jahren. In diesem Zeitraum kann sehr viel Wasser verdunsten, wodurch die Konsistenz und der Geschmack vom Käse geprägt werden. Das Aroma von Hartkäse entfaltet sich besonders gut, wenn er in Flocken gerieben oder in dünne Scheiben gehobelt wird.
  • Schnittkäse (z. B. Gouda, Edamer, Tilsiter) reift mindestens fünf Wochen lang. Je nachdem, wie lange er reift, schmeckt er anschließend mild bis würzig. In Deutschland ist Schnittkäse sehr beliebt, da er nicht nur als Brotbelag, sondern auch zum Überbacken eingesetzt werden kann und sich besonders gut schneiden lässt.
  • Halbfester Schnittkäse (z. B. Butterkäse, Roquefort) reift mindestens drei Wochen lang und schmeckt sehr mild bis sehr würzig. Seine Konsistenz ist weich und geschmeidig. Oft wird halbfester Schnittkäse mit Kräutern oder Gewürzen verfeinert.

Käse aus Dittersdorf

Bei Käse aus der Region schwören wir auf Dittersdorfer Produkte. Das Angebot umfasst neben Camembert vor allem (halbfesten) Schnittkäse in Geschmacksrichtungen wie Paprika-Chili und Schwarzkümmel-Zwiebel. Außerdem bietet Dittersdorfer Milch Wein- und Bierkäse an: Tilsiter, der mit Rotwein der Rebsorte André von Kloster Pforta bzw. mit Schwarzbier der Rosenbrauerei Pößneck veredelt wurde. Schmeckt genauso überzeugend wie es klingt!

Dittersdorfer Milch im Portrait
  • Sauermilchkäse (z. B. Handkäse, Harzer Käse) reift wenige Tage bis Wochen. Er entsteht durch die Zugabe von Milchsäurebakterien anstatt durch die Zugabe von Lab und enthält nur sehr wenig Fett. Im Kern ist Sauermilchkäse oft weiß, zum Rand hin wird er gelblich-transparent. Je nach Sorte ist Sauermilchkäse mit Weißschimmel oder Rotschmiere bewachsen.
  • Weichkäse (z. B. Camembert, Brie) reift zwei bis acht Wochen. Der Käse ist sehr weich und in der Regel mit Weißschimmel oder Rotschmiere bewachsen. Weichkäse schmeckt auch warm besonders gut.
  • Frischkäse (z. B. klassischer Frischkäse, Quark, Ricotta) reift oft gar nicht und kann direkt nach der Herstellung genossen werden. Er ist durch seinen hohen Wassergehalt so weich, dass er streichfähig ist. Außerdem ist Frischkäse durch Verfeinerungen in vielen Geschmacksrichtungen erhältlich und schmeckt nicht nur sehr erfrischend, sondern auch zu süßen oder warmen Speisen. Allerdings ist Frischkäse nicht allzu lange haltbar.

Das bedeutet „Fettgehalt i. Tr.“

Während Käse reift und gelagert wird, nimmt sein Gesamtgewicht stetig ab. Das macht klare Inhaltsangaben schwierig – vor allem in Bezug auf den Fettgehalt von Käse. Der Fettgehalt bleibt in der Trockenmasse aber immer gleich, weshalb sich die Angabe nur auf die Trockenmasse bezieht. Das „Fett i. Tr.“ auf Verpackungen heißt also nicht anderes als „Fett in Trockenmasse“. Der tatsächliche Fettgehalt von einem Käse ist durch den Wasseranteil, der nicht hineingerechnet wird, also nie so hoch wie die „Fett i. Tr.“-Angabe. Da Hartkäse besonders wenig Wasser enthält, ist der Fettgehalt hier besonders hoch. Sehr weicher Käse mit einem hohen Wasseranteil enthält entsprechend weniger Fett.
Was lange reift, wird schließlich köstlich: So reifen Lebensmittel

Schnelles Wohlfühlessen

Selbstgemachter Ofenkäse gelingt überraschend einfach und ist perfekt für eine gesellige Runde bei winterlichen Temperaturen. Wir greifen für den Ofenkäse zum aromatischen Camembert von Dittersdorfer Milch: Weichkäse schmilzt im Inneren hervorragend, behält durch seine feste Außenhaut, die nach dem Backen wunderbar knusprig ist, aber dennoch seine Form.

zum Rezept

So bleibt Käse länger haltbar

Auch wenn fertig geschnittener Käse sehr beliebt ist, lohnt es sich, Käse am Stück zu kaufen. So bleibt er wesentlich länger frisch. Nach dem Kauf sollte Käse immer ganz oben im Kühlschrank oder auch im Gemüsefach aufbewahrt werden – am besten in geschlossenen Behältern. Außer Frischkäse darf Käse aber nicht vollkommen luftdicht verpackt werden. Wichtig ist, dass der Käse atmen kann, sonst bildet sich schnell Schimmel. Weißer Schimmel ist bei Edelschimmelkäse ganz normal, doch Käse mit grünem oder schwarzem Schimmel solltest Du dringend entsorgen.

Edelschimmelkäse bewahrst Du am besten im Originalpapier auf und lagerst ihn getrennt von anderen Käsesorten, da der Edelschimmel sonst auch auf den anderen Käse übergreifen kann. Allgemein ist es ratsam, jede Käsesorte einzeln zu lagern, da der Geschmack und Geruch sonst übertragen wird.

Liebst Du Käse über alles, können Käsemesser im Haushalt nicht schaden. Doch Vorsicht: Je nachdem, ob Du lieber harten oder weichen Käse isst, brauchst Du auch ein anderes Messer! Zum Schneiden von Hartkäse greifst Du zu einem kompakten und sehr robusten Messer. Die Klinge darf auch bei großem Druck nicht wegknicken! Bei Weichkäse ist hingegen ein Messer mit „löchriger“, hoher Klinge zu empfehlen, da so möglichst wenig Reibung entsteht.
Der große Küchenmesser-Guide

Kategorie: Lebensmittel

23. Januar 2023 by Elisa Gelmroth

Für Zimtschnecken sind zwei Dinge elementar: Zimt und Hefeteig.

Zimt ist eines der ältesten Gewürze der Welt und besteht aus Rinde vom Zimtbaum, die getrocknet wird, sich dabei zusammenrollt und anschließend ggf. gemahlen wird. Es gibt zwei Sorten Zimt: Ceylon-Zimt aus Sri Lanka ist sehr süß, fein und edel, duftet fantastisch und ist sehr teuer. Er wird aus der dünnen Innenrinde gewonnen; die Zimtstangen bestehen deshalb aus sehr vielen dünnen Schichten. Ceylon-Zimt gilt als der „echte“ Zimt, ist bei uns aber nur selten erhältlich.
Der in Europa gängige Zimt ist Cassia-Zimt aus Indonesien und China. Cassia-Zimt ist wesentlich kräftiger, herber und aromatischer als Ceylon-Zimt. Cassia-Zimtstangen bestehen aus einem relativ dicken Rindenstück. Die Zimtstangen eignen sich übrigens besonders gut für Kompott, Eingelegtes, Soßen, Ragout oder Punsch. Das Zimtöl, das das Zimtaroma enthält, entweicht aus den Zimtstangen, wenn sie erhitzt oder zerbrochen werden.

Cassia-Zimt beinhaltet wesentlich mehr Cumarin als Ceylon-Zimt. Cumarin kann bei einer zu hohen Dosis zu Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit führen. Deshalb sollte maximal 0,1 mg Cumarin pro Kilo Körpergewicht konsumiert werden – das sind etwa 2 g Zimt auf 65 Kilo.

So gelingt Hefeteig

Hefeteig ist äußerst vielseitig einsetzbar. Er schmeckt sowohl süß als auch pikant und kann sogar eingefroren werden. Einige fürchten sich aber vor der Zubereitung von Hefeteig. Mit unserer Anleitung gelingt er Dir bestimmt!

Ursprünglich wurde Hefe vor allem zur Herstellung von Bier eingesetzt. Hefe besteht aus einzelligen Pilzen, die sich von Zucker ernähren und diesen in Kohlenstoffdioxid und Alkohol umwandeln. Das Kohlenstoffdioxid sorgt in Form von Blasen für lockeres Gebäck. Der Alkohol verdunstet zwar beim Backen, sorgt aber für den unvergleichlichen Geschmack und Geruch von Hefegebäck.

Wer weder auf die perfekte Triebkraft noch auf den einzigartigen Geschmack verzichten möchte, greift am besten zu frischer Hefe. Sie hält sich im Kühlschrank zwar nur bis zu zwei Wochen und wird dann bröselig und bitter, bringt aber mehr Aromen als die Trockenhefe hervor. Trockenhefe ist Frischhefe, der Wasser entzogen wurde. Die Hefepilze werden so inaktiv, was die Hefe sehr lange haltbar macht. 1 Gramm Trockenhefe entspricht 3 Gramm Frischhefe. 1 Würfel Frischhefe entspricht demnach 2 Tüten Trockenhefe. Ein Würfel Hefe wiegt übrigens deshalb immer genau 42 Gramm: Früher hat man sich frische Hefe beim Bäcker geholt. Dieser bekam die Hefe als 500-Gramm-Block und teilte ihn in 12 gleichgroße Würfel – was 42 Gramm je Würfel macht.

In einem Gramm Frischhefe stecken etwa 9 Milliarden Hefezellen.

Hefe fühlt sich bei 32° C am wohlsten. Bei Temperaturen ab 45° C sterben die Hefepilze. So kann das Gebäck nach dem Backen nicht mehr weiterwachsen, allerdings kann zu heiße Flüssigkeit beim Anrühren des Teigs auch die Hefepilze zerstören. Der Teig kann dann nicht mehr aufgehen und bleibt fest. Ist die Flüssigkeit zu kalt, verlängert sich zwar die Gehzeit, die Hefepilze sterben aber nicht ab. Also lieber zu etwas kühlerer als zu etwas heißerer Flüssigkeit greifen und den Hefeteig an einem warmen, aber nicht zu heißen Ort ohne Zugluft gehen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat. Anschließend kann mithilfe der Gehprobe ermittelt werden, ob der Teig lang genug gegangen ist: Kommt der Hefeteig langsam wieder in seine Ausgangsposition zurück, wenn Du ihn mit einem Finger leicht eindrückst, ist er lange genug gegangen. Schnellt der Teig zurück, braucht er noch ein wenig. Hebt sich der Teig gar nicht mehr, ist er bereits zu lange gegangen.

Alternativ bietet es sich an, den Hefeteig abends mit der Hälfte der Hefe anzusetzen und den Teig abgedeckt über Nacht in den Kühlschrank zu stellen. Durch diese kalte Führung geht der Teig langsamer auf, das Gluten kann sich entspannen, der Teig lässt sich so leichter verarbeiten und wird sowohl aromatischer als auch feinporiger. Am nächsten Morgen nimmst Du den Hefeteig einfach aus dem Kühlschrank und lässt ihn noch etwas warm werden. Dann verarbeitest Du ihn wie gewohnt weiter.

Bohnen im Glas, aber in süß!

Vegane Aufstriche sind mittlerweile keine Neuheit mehr, doch Nabio hebt sie immer wieder auf ein neues Level: Die vier süßen Bohnen-Aufstriche in den Geschmacksrichtungen Zimtschnecke, Brownie Haselnuss, Kokos Tonka und Salted Caramel Erdnuss sind ein gesunder Ersatz für die klassischen, oft überzuckerten und fettigen Brotaufstriche – und können vor allem so viel mehr, als nur auf einer Scheibe Brot zu landen!

weiterlesen
  • Zubereitung: 150 Min
Zutaten für den Hefeteig:
  • 125 g Landbutter von Dittersdorfer Milch
  • 1 Würfel Frischhefe
  • 50 g Zucker
  • 250 ml Vollmilch von Dittersdorfer Milch
  • 500 g Weizenmehl (Type 405)
  • Prise Salz
Zutaten für die Füllung & den Guss:
  • 100 g sehr weiche Landbutter von Dittersdorfer Milch
  • 100 g Zucker
  • 1 EL gemahlener Zimt
  • ½ TL gemahlener Kardamom
  • Puderzucker
  • etwas Vollmilch von Dittersdorfer Milch

Zubereitung

Schmelze die Butter in einem Topf auf dem Herd und gieße anschließend die kalte Milch dazu. Nimm den Topf vom Herd und lasse die Buttermischung abkühlen.

In der Zwischenzeit bröselst Du die Hefe in eine Schale. Gib den Zucker dazu und verrühre beides so lange miteinander, bis die Hefe flüssig geworden ist.

Gib Salz und Mehl in eine Rührschüssel. Du kannst das Weizenmehl auch 1:1 durch Dinkelmehl ersetzen, allerdings solltest Du dann so kurz wie möglich kneten. Gieße die Hefemischung und die abgekühlte, lauwarme Buttermischung dazu. Sie darf nicht mehr heiß sein! Nun knetest Du den Teig mindestens fünf Minuten lang mit der Küchenmaschine, dem Mixer oder auch per Hand durch, bis sich der Teig vom Schüsselrand löst. Je länger Du knetest, desto elastischer wird der Teig und desto besser geht er später auf. Forme den Teig zu einer Kugel und decke die Schüssel mit einem Tuch ab. Lasse nun den Teig ein, zwei Stunden lang an einem warmen Ort gehen, bis er sich verdoppelt hat.

Während der Teig geht, kannst Du die Füllung vorbereiten. Gib dafür weiche Butter in eine Schüssel und rühre Zucker, Zimt und Kardamom gründlich unter.

Knete den Teig nach dem Gehen kräftig durch und lasse ihn dann noch einmal ein paar Minuten lang entspannen. Nun rollst Du ihn auf einer bemehlten Arbeitsfläche rechteckig aus. Bestreiche den Teig mit der vorbereiteten Füllung und rolle ihn eng zu einer Rolle zusammen. Von der Rolle schneidest Du etwa drei Zentimeter dicke Teigrollen ab und legst sie mit etwas Abstand auf ein eingefettetes Backblech. Das Abtrennen von der Teigrolle gelingt mit ungewachster, aromafreier Zahnseide am besten: Die Zahnseide legst Du unter die Teigrolle und überkreuzt sie darüber. So entstehen ohne viel Aufwand glatt abgetrennte Teigrollen.

Decke die Zimtschnecken auf dem Backblech noch einmal ab und lasse sie 15 bis 30 Minuten lang gehen. Backe sie anschließend im vorgeheizten Ofen bei 180° Ober-/Unterhitze für 20 bis 25 Minuten.

Sobald die Zimtschnecken abgekühlt sind, gießen wir am liebsten noch einen aus Puderzucker und Milch bestehenden Zuckerguss darüber – so bleiben die Zimtschnecken besonders lang fluffig.

Für Zimtschnecken braucht man richtig gute Butter – am besten Butter aus der Region 🧈 Wir greifen deshalb am liebsten zur Landbutter von Dittersdorfer Milch. Da erfährst Du sogar, wo die Kühe leben und kannst Dir dazu direkt noch eine Flasche Dittersdorfer Vollmilch besorgen. Die brauchst Du nämlich noch für den Hefeteig und den Zuckerguss. Gutes Gelingen!

Alles in Butter

Sie schmeckt unvergleichlich, gilt hierzulande schon fast als Kulturgut und passt dank 230 verschiedener Aromastoffe zu so gut wie jedem Gericht: Butter ist ein wahres Multitalent und schon erstaunlich alt, denn Milch wird seit Anbeginn der Viehzucht auf diese Weise haltbar gemacht.

mehr erfahren

Kategorie: Backen, Rezept

16. Januar 2023 by Elisa Gelmroth

Im Jahr 2050 werden voraussichtlich 10 Milliarden Menschen auf der Erde leben – und die Versorgung von uns allen könnte den Planeten an seine Belastungsgrenzen bringen. Schon heute leidet ein Zehntel der Weltbevölkerung an Hunger und ein Viertel der Menschen ist mangelernährt. Ernähren wir uns weiter wie bisher, wird sich die Situation in den nächsten Jahrzehnten noch verschärfen. Deshalb haben die NGO EAT sowie The Lancet, eine der führenden medizinischen Fachzeitschriften, gemeinsam die EAT-Lancet-Kommission gegründet. Darin kommen 37 internationale Experten aus verschiedensten Bereichen (Gesundheit, Wirtschaft, Politik, Nachhaltigkeit, Landwirtschaft etc.) zusammen. Die EAT-Lancet-Kommission will die weltweite Ernährung ändern und hat dafür die Planetary Health Diet entwickelt.

Ungesunde Ernährung ist einer der größten Risikofaktoren für einen vorzeitigen Tod. Mit der Planetary Health Diet könnten allein in Deutschland jährlich 20 % ernährungsbedingter Todesfälle verhindert und Zivilisationskrankheiten im Allgemeinen eingedämmt werden.

Die Planetary Health Diet geht mit einer globalen Ernährungswende einher. Dafür hat die EAT-Lancet-Kommission vier Kernstrategien erarbeitet:

  1. Gesunde Nahrungsmittel müssen gut verfügbar, günstig und sicher sein. Sich für gesunde Lebensmittel zu entscheiden, sollte stets die leichteste Wahl sein.
  1. Landflächen und das Meer müssen geschützt werden. Es darf zum Beispiel kein Urwald mehr gerodet werden und intakte natürliche Landflächen müssen erhalten bleiben.
  1. Die Landwirtschaft sollte vermehrt auf Qualität, Vielfalt und Nachhaltig setzen. Dazu sind Anreize von der Politik hilfreich, damit Landwirte vor allem pflanzenbasierte Bio-Lebensmittel produzieren. Wer Klima- und Umweltschäden verursacht, sollte auch dafür zahlen.
  1. Die Lebensmittelverschwendung muss ein Ende finden. Dafür braucht es eine bessere Ausbildung von Landwirten, mehr Lagermöglichkeiten in ärmeren Ländern und einen besseren Wissensstand der Menschen in reicheren Ländern.

Gesunde Menschen gibt es nur auf einem gesunden Planeten

Wie wir uns ernähren, hat immense Auswirkungen auf den Planeten, weshalb bei der Planetary Health Diet die Gesundheit der Menschen und der Umwelt einen gemeinsamen neuen Maßstab bilden: Alle werden satt und gleichzeitig die Ziele des Pariser Klimaabkommens und die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung eingehalten, da die gesamte Weltbevölkerung sich gesund, ökologisch und sozial gerecht ernähren kann. Die Planetary Health Diet verhindert also nicht nur Hungersnöte, sondern kann auch dabei helfen, die Erderwärmung abzumildern und planetare Grenzen nicht zu überschreiten, denn unsere Lebensmittelproduktion ist abhängig vom Erdklima – und das Klima ist abhängig von unserer Ernährung. Durch eine mit der Planetary Health Diet einhergehende nachhaltigere Lebensmittelerzeugung würde sich der weltweite Treibhausgasausstoß verringern, es würden weniger Arten sterben und Wassermangel sowie der Ausbau von Ackerland bekämpft werden.

In Deutschland bräuchte man mit der Planetary Health Diet nur noch 60 % der Äcker für den Anbau unserer Lebensmittel, da das meiste Getreide an Tiere verfüttert wird, der Fleischkonsum aber rapide sinken würde.

Ein guter Kompromiss

Die Planetary Health Diet ist keine Diät im klassischen Sinn – auch wenn sie unsere Gewohnheiten ordentlich auf den Kopf stellt und unseren Darm fordert –, sondern viel mehr ein Referenz-Speiseplan, der für jede Ernährungsform auf der ganzen Welt angepasst werden kann. Die Planetary Health Diet eignet sich dadurch nicht nur für Menschen in Asien, Europa oder Afrika, sondern auch für Flexitarier oder Veganer.

Die Faustregel für die Planetary Health Diet lässt sich in wenigen Worten zusammenfassen: mehr pflanzliche, weniger tierische Lebensmittel. Also mehr Gemüse, Obst, Nüsse und Hülsenfrüchte und wesentlich weniger Fleisch und Milchprodukte. Je mehr wir auf Lebensmittel tierischen Ursprungs verzichten, desto besser ist es für unsere Gesundheit, die Umwelt und das Klima.
Eine Inspiration für das „planetengesunde“ Kochen könnte die traditionelle mediterrane Küche bieten: viel saisonales, regionales Gemüse und Hülsenfrüchte, etwas Fisch und nur wenig Fleisch.

Tägliche Richtwerte der
Planetary Health Diet

  • 300 g Gemüse (200-600 g)
  • 250 g Milchprodukte (0-500 g)
  • 230 g Vollkorngetreide
  • 200 g Obst (100-300 g)
  • 75 g Hülsenfrüchte (0-100 g)
  • 50 g Nüsse (0-75 g)
  • 50 g Kartoffeln (0-100 g)
  • 40 g ungesättigte Fette (20-80 g)
  • 31 g Zucker (0-31 g)
  • 29 g Geflügel (0-58 g)
  • 28 g Fisch (0-100 g)
  • 14 g rotes Fleisch (0-28 g)
  • 13 g Eier (0-25 g)
  • 12 g gesättigte Fette (0-12 g)

Die Richtwerte beziehen sich auf eine Energieaufnahme von 2500 kcal. Für Frauen und/oder Leute, die im Sitzen arbeiten, könnte diese Menge zu viel sein und nach unten korrigiert werden. Für stark körperliche Tätigkeiten kann die Kalorienanzahl nach oben korrigiert werden.
Die Zahlen in den Klammern bieten gerade für Vegetarier und Veganer Spielraum, um die Planetary Health Diet rein pflanzlich umsetzen zu können. Die niedrigen Zahlen für tierische Produkte mögen auf den ersten Blick unsinnig aussehen, ergeben auf Wochen berechnet aber Sinn – demnach stünde ein gutes Stück rotes Fleisch zum Beispiel alle zwei Wochen auf dem Menü.

Kategorie: nachhaltig

12. Januar 2023 by Elisa Gelmroth

  • Zubereitung: 40 Min
  • Für 4 Personen
Zutaten für die Eierkuchen:
  • 300 g Weizenmehl (Type 405) oder Dinkelmehl (Type 630)
  • 350 ml Pflanzenmilch
  • Prise Salz
  • 1 TL Backpulver
  • 1 TL Speisestärke
  • 250 ml Klassik–Mineralwasser von Thüringer Waldquell

 

  • Sonnenblumenöl von der Erfurter Ölmühle zum Braten

Sprudelnd & erfrischend:
das Klassik-Mineralwasser
von Thüringer Waldquell

Zubereitung

Rühre aus den Zutaten (bis auf das Öl) einen glatten Teig. Je nachdem, welche Konsistenz die Eierkuchen haben sollen, kannst Du ggf. etwas mehr Pflanzenmilch oder Mehl hinzugeben. Falls Du die Zeit dafür hast, kannst Du den Teig anschließend 30 bis 60 Minuten ruhen lassen. So bindet sich das Gluten besser.

Erhitze eine Pfanne und lasse etwas Öl darin heiß werden. Brate die Eierkuchen nun portionsweise etwa drei Minuten von beiden Seiten. Sobald sich der Teigrand vom Pfannenboden löst und der Teig in der Mitte Bläschen wirft, kannst Du den Eierkuchen wenden. Fette die Pfanne ggf. nach, bevor Du den nächsten Eierkuchen brätst. Die Eierkuchen bleiben bis zum Servieren schön warm, wenn Du sie im Ofen bei 60° Ober-/Unterhitze aufbewahrst.

Falls ein paar Eierkuchen übrig bleiben sollten, kannst Du sie durch Backpapier getrennt einfrieren und später im Backofen oder in der Pfanne wieder aufbacken.

Kategorie: Backen, Rezept

9. Januar 2023 by Elisa Gelmroth

  • Zubereitung: 15 Min
  • Für 2 Personen
Zutaten für die Wraps:
  • 200 g Putenbrust von Gönnataler Putenspezialitäten
  • 50 ml Olivenöl von der Erfurter Ölmühle
  • 1 Kopf Romanasalat
  • 4 Weizenwraps
  • 1 Glas Knallererbse Kichererbse Tomate Protein-Aufstrich von Nabio
  • ½ Bund Basilikum
Sprossen & Microgreens

Zubereitung

Schneide die frische Putenbrust in Streifen, würze sie je nach Geschmack etwas und brate sie in Olivenöl goldbraun. Wasche währenddessen den Salat und schneide ihn klein.

Bestreiche die Wraps zunächst mit dem Knallererbsen-Aufstrich. Anschließend verteilst Du darauf noch die Putenbruststreifen, den Salat sowie die Basilikumblätter und rollst oder faltest den Wrap zusammen. Erwärmst Du die Wraps vor dem Befüllen, geht dieser Schritt leichter.

Guten Appetit!

Kategorie: Kochen, Rezept

2. Januar 2023 by Elisa Gelmroth

Der Weltbodentag am 5. Dezember mahnt für einen verantwortlichen Umgang mit dem Grund, auf dem wir leben und der uns ernährt. Die Aktion will uns allen die Bedeutung des Bodens sichtbar machen, denn Böden werden in der Politik, im Naturschutz und in der Öffentlichkeit kaum beachtet (im Gegensatz zum Arten-, Luft- und Wasserschutz), obwohl Bodenverlust zu Hunger, Flucht, Armut und nicht zuletzt zu der Gefahr, dass in Zukunft die Weltbevölkerung nicht mehr ernährt werden kann, führt. Deshalb wird seit dem Jahr 2004 jedes Jahr ein Boden des Jahres gekürt – in diesem Jahr ist es der Ackerboden.

Es gibt nicht den einen Ackerboden

Auch, wenn der Ackerboden als Boden des Jahres ausgewählt wurde, gibt es nicht den einen Ackerboden. Der Anbau von Ackerpflanzen findet auf unterschiedlichsten Böden statt – und nicht jeder Boden bzw. Standort eignet sich als Ackerfläche. Nicht zuletzt die Erderwärmung sowie ausbleibende Niederschläge machen eine standortangepasste Bodennutzung immer wichtiger.

Das Merkmal, das alle Ackerböden gemeinsam haben und das sie als Ackerböden kennzeichnet, ist die Nutzung und Veränderung des Bodens durch den Menschen. Ackerböden werden teils seit Tausenden von Jahren vom Menschen bewirtschaftet, wodurch sich mit der Zeit die ebenfalls charakteristische Ackerkrume (bzw. der Pflughorizont) in den obersten 30 Zentimetern gebildet hat.

Organisches Material kann bis zu 90 % seines Gewichtes an Wasser speichern und es nach und nach langsam wieder abgeben. Gesunde Böden sind deshalb erst recht in dürregefährdeten Gebieten immens wichtig.

Bodenschäden sind unauffällig – und gravierend

Gesunder und fruchtbarer Ackerboden ist nährstoffreich, durchlüftet sowie gut und tief durchwurzelbar. So können nicht nur Pflanzen darauf gut wachsen – der Boden filtert dann auch Schadstoffe aus dem Grundwasser und dient als Speicher von Wasser sowie Kohlendioxid, was ihn relativ widerstandsfähig gegen Dürren und Überschwemmungen macht. Außerdem bieten gesunde Ackerböden Lebensraum für unterschiedlichste Lebewesen und tragen somit zur Erhaltung der Artenvielfalt bei. Doch weltweit – auch bei uns in Deutschland – sind bereits mehr als die Hälfte landwirtschaftlich genutzter Flächen degradiert, denn Ackerbau führt neben waldarmen Kulturlandschaften viel zu oft zu erodierten oder überdüngten und damit versauerten Böden. Das Problem ist, dass Prozesse wie die Versauerung oder Erosion schleichend, unauffällig und damit unbemerkt von der Öffentlichkeit vonstatten gehen – obwohl die meisten Bodenschäden kaum oder nicht umkehrbar sind.

Gerade in Zeiten von Krieg, steigenden Preisen und einer wachsenden Weltbevölkerungen ist es extrem wichtig, dass wir anfangen, die Bedeutung vom Boden zu verstehen und die Lebensmittelproduktion und -versorgung neu zu denken. Dazu gehört auch, dass Landwirte so schnell wie möglich verstärkt auf den Schutz des Bodens achten und Ackerflächen nachhaltig nutzen müssen.

Nicht nur Ackerflächen, sondern Boden im Allgemeinen scheint unbegrenzt verfügbar zu sein. Wir nehmen ihn als selbstverständlich wahr und verschwenden keinen einzigen Gedanken an das, worauf wir tagtäglich laufen und leben – und woher wir unsere Ressourcen und Nahrungsmittel beziehen. Doch gerade Ackerboden ist nicht unendlich, sondern sehr wertvoll und schützenswert.

Man schützt nur, was man kennt

Täglich gehen in Deutschland mehr als 50 Hektar Ackerfläche wegen des Neubaus von Straßen und Gebäuden verloren. Pro Sekunde sind das 6 Quadratmeter. Oft verschwindet dabei fruchtbarer Boden im städtischen Umland, der einst ausschlaggebend für die Gründung einer Stadt an diesem Standort war. Dabei steigert jede einzelne zubetonierte, versiegelte Ackerfläche nicht zuletzt auch die Importabhängigkeit.

Weltweit verschwindet jede Minute fruchtbarer Boden in einer Größe von 30 Fußballfeldern – vor allem durch die industrielle Landwirtschaft, die weder nachhaltig noch bodenfreundlich wirtschaftet. Stellt man dagegen, dass die Entstehung von 10 Zentimetern fruchtbaren Humus‘ 2000 Jahre dauert, wird einem plötzlich bewusst, wie gravierend der Bodenverlust ist. Wir müssen dringend die organischen Bodenanteile wiederherstellen und erhöhen, indem Ackerboden zum Beispiel stets beschattet und mithilfe von pflanzlichen und tierischen Abfällen angereichert wird.

Wie der Klimawandel unsere Ernährung beeinflusst

Ein zuverlässiger Zugang zu sauberem Wasser ist die Grundlage für ein gutes Leben und eine gesunde Ernährung – und damit auch für die Landwirtschaft. Doch durch den Klimawandel gerät die wertvolle Ressource immer stärker unter Druck, denn unser Wasserbedarf steigt durch den Klimawandel und das Bevölkerungswachstum stetig weiter an.

mehr erfahren

Kategorie: Rohstoffe

  • «Previous Page
  • Seite 1
  • Weggelassene Zwischenseiten …
  • Seite 20
  • Seite 21
  • Seite 22
  • Seite 23
  • Seite 24
  • Weggelassene Zwischenseiten …
  • Seite 38
  • Next Page»
Thüringen schmeckt
  • Thüringer Ernährungsnetzwerk
  • Kontakt
  • Impressum
  • Datenschutz
  • 🔎