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Beitrag

4. September 2023 by Elisa Gelmroth

Deutschland ist der weltweit zweitgrößte Absatzmarkt für Bioprodukte. Das Interesse ist also nicht nur bei den Käufern groß, sondern auch die Betriebe möchten auf der „Bio-Welle“ mitschwimmen. Doch nicht alles, was grün verpackt ist und als „umweltschonend“ bezeichnet wird, hilft auch wirklich beim Schutz von Boden, Wasser, Luft und Artenvielfalt. Tatsächlich sind nur Produkte, die mit den Worten bio(logisch) oder öko(logisch) beworben sind, zertifizierte Bio-Produkte, die Richtlinien einhalten müssen und vertrauenswürdig kontrolliert werden. Produkte, die mit Begriffe wie „natürlich“, „naturnah“, „unbehandelt“, „aus Vertragsanbau“, „aus umweltschonender Landwirtschaft“, „umweltgerecht“, „aus Freilaufhaltung“ oder „aus kontrolliertem Anbau“ werben, sind hingegen keine zertifizierten Bio-Produkte. Diese Bezeichnungen sind demnach oft nichts weiter als Werbemaßnahmen und Greenwashing, schließlich ist eine Zertifizierung extrem aufwändig und die Herstellung von Bio-Produkten teuer. Kein Wunder, dass nur 14 % der deutschen Erzeuger Bio-Landwirtschaft betreiben und ein Großteil der Bio-Lebensmittel importiert werden muss.

Kleine Bauernhöfe in Deiner Region sind wegen der hohen Hürden oft nicht bio-zertifiziert, wirtschaften aber dennoch nachhaltig und transparent, sodass Du Dich selbst von ihrer guten Arbeit überzeugen kannst.

Die drei EU-Herkunftssiegel

In vielen Regionen Deutschlands gibt es Produkte, die dort seit Jahrhunderten hergestellt werden. Damit diese traditionellen Lebensmittel nicht kopiert werden können, werden sie seit dem Jahr 1992 durch EU-Recht geschützt und können verschiedene Gütezeichen tragen.

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EU-Bio-Siegel

Im Jahr 2010 wurde das EU-Bio-Siegel eingeführt. Es definiert die europaweit geltenden ökologischen Mindeststandards. Seitdem sind alle in der EU produzierten, verpackten Bio-Lebensmittel mit diesem Siegel versehen; bei losen Produkten muss die Öko-Kontrollstellennummer zum Beispiel auf dem Preisschild sichtbar sein.

Damit Produkte das EU-Bio-Siegel tragen dürfen, müssen die Hersteller den Auflagen gerecht werden. Die Einhaltung der Auflagen wird regelmäßig sowie unangemeldet kontrolliert.

Auflagen für das Bio-Siegel:

  • Verzicht auf chemische, synthetische Pflanzenschutzmittel und bestimmte Düngemittel
  • artgerechte Tierhaltung mit Auslaufmöglichkeiten und Tageslicht, keine vorbeugende Gabe von Antibiotika
  • geringe Verwendung von Zusatzstoffen, unter anderem Verzicht auf künstliche Aromen, Geschmacksverstärker und Farbstoffe
  • keine Gentechnik
  • Produkte lassen sich bis zum Erzeuger zurückverfolgen
  • Produktzutaten stammen zu mind. 95 % aus Öko-Betrieben
  • Einsatz von Bio-Tierfutter

Die Auflagen bringen einen hohen Aufwand für die Landwirte mit sich, weshalb viele Erzeuger von Bio-Produkten nur einen Teil ihrer Produktionsbereiche auf bio umstellen. Außerdem spiegelt sich der hohe Aufwand auch in den Produktpreisen wider. Dennoch sind Produkte, die „nur“ das EU-Bio-Siegel tragen, oft günstiger als Produkte, die noch ökologischer produziert sind. So gehen viele Erzeuger bei der Bio-Tierhaltung über die europäischen Mindestauflagen hinaus, was den Fleischpreis noch teurer macht als den Preis für Fleisch, der lediglich die Bio-Mindestauflagen erfüllt. Denn gerade die EU-Auflagen für Tierhaltung stehen oft in der Kritik. Laut Verordnung sollen die Auflagen eine artgerechte Tierhaltung sicherstellen. Gleichzeitig darf ein Bio-Betrieb bis zu 3.000 Hennen in einem Stallabteil halten oder Tiere weite Strecken zum Schlachthof transportieren.

Was für ein Müll!

Ein Kritikpunkt an Bio-Produkten ist die zusätzliche Verpackung, die oft nur dazu da ist, damit das Bio-Produkt nicht mit dem konventionellen Produkt vertauscht werden kann. Dabei ist es wichtig, dass wir alle weniger Müll produzieren. Wie das einigen Thüringer Unternehmen bereits gelingt und wie Du privat Abfälle richtig trennst, erfährst Du in diesem Beitrag.

Was für ein Müll!
Plastikmüll

Deutsches Bio-Siegel

Das deutsche Bio-Siegel gibt es seit dem Jahr 2001. Neun Jahre später wurde es durch das Erscheinen des EU-Bio-Siegels eigentlich überflüssig, da sich die Kriterien vom deutschen und europäischen Bio-Siegel beide auf der EG-Öko-Verordnung beruhen. Dennoch bleibt das staatliche Bio-Siegel gültig und darf auch weiterhin freiwillig verwendet werden – schließlich sorgen mehr Siegel ja für mehr Vertrauen beim Käufer 😉

Fairtrade

Fairer Handel wird durch Siegel wie Fairtrade gekennzeichnet. Allerdings stehen bei Fairtrade vor allem soziale Aspekte im Vordergrund: Durch Fairtrade erhalten Landwirte und Verarbeiter mehr Einnahmen, die garantiert die Kosten für die Produkte decken und darüber hinaus dabei helfen, soziale Projekte für die Menschen vor Ort zu finanzieren. Ein Großteil der Einnahmen fließt dennoch weiterhin an den Einzelhandel. Werden die Fairtrade-Produkte darüber hinaus ökologisch angebaut, wird das durch ein zusätzliches Siegel gekennzeichnet.
Ein Kritikpunkt an Fairtrade-Produkten ist der sogenannte Mengenausgleich: Bei Kakao, Zucker, Saft und Tee dürfen die Hersteller faire mit konventioneller Ware mischen. So kann es vorkommen, dass im Endprodukt nur noch 20 % der Zutaten tatsächlich fair sind. Handelt es sich bei einem Produkt um ein solches Mischprodukt, wird es auf der Verpackung durch den Hinweis „mit Mengenausgleich“ deutlich gemacht.

Nachhaltige Fischerei

Nachhaltige Fischerei ist heutzutage kaum noch möglich: Um Überfischung zu vermeiden und Fischbeständige nachhaltig zu schützen, braucht es unter anderem Fangmethoden, die das Ökosystem nicht belasten, sowie strenge Umweltstandards. Da die Fischbestände (vor allem in der Ostsee) jedoch beständig zurückgehen, lässt sich der Nachhaltigkeitsaspekt (wenn überhaupt) nur noch durch stark regulierte Fischerei umsetzen. Doch nicht nur dieser Punkt macht den Kauf von Fisch umso schwieriger: Für die ökologische Fischerei gibt es weder staatlich kontrollierte Siegel noch unabhängige Kontrollen – und selbst das bekannteste MSC-Siegel (Marine Stewardship Council) steht unter enormer Kritik. Zwar möchte das Siegel nachhaltig gefangenen Fisch zertifizieren, betreibt dabei jedoch enormes Greenwashing, in dem auch Betriebe zertifiziert werden, die große Mengen Beifang aus dem Meer holen, schädliche Grundschleppnetze nutzen, Haien die Rückenflossen abtrennen und Zwangsarbeiter einsetzen. Wesentlich strengere Vorgaben in Hinblick auf Sozial- und Umweltstandards hat Naturland bei der Zertifikatsvergabe an Fischereibetriebe.

Weitere Bio-Siegel

Neben dem europäischen und deutschen Bio-Siegel gibt es auch Bio-Siegel von Handelskonzernen wie Edeka Bio, Rewe Bio, Alnatura und BioBio. Diese Siegel dienen in der Regel aber lediglich als Werbemaßnahme und sehen keine weiteren Richtlinien als die der EG-Öko-Verordnung vor.

Die Bio-Siegel sogenannter Anbauverbände gehen da deutlich weiter. Deutschlandweit gibt es mehrere dieser Zusammenschlüsse von Öko-Betrieben. Sie halten nicht nur die EG-Öko-Verordnung ein, sondern darüber hinaus auch deutlich strengere, selbst auferlegte Auflagen. So produzieren die Betriebe vollkommen ökologisch, in der Regel ist auch nur Bio-Futter erlaubt, von dem über die Hälfte vom eigenen Betrieb stammen muss. Außerdem müssen sämtliche Produktzutaten in verarbeiteten Lebensmitteln bio sein und es sind nur sehr wenige Zusatzstoffe erlaubt. Weitere Auflagen gibt es zum Beispiel in Bezug auf Düngung bzw. Gülle-Überschuss, Fruchtfolge bzw. Bodenfruchtbarkeit und Tiertransporte. All diese Auflagen werden regelmäßig kontrolliert. Zu den Anbauverbänden gehören Bioland, Naturland, Demeter, Biopark, Biokreis, GÄA und ECOVIN.

Bioland gilt in Deutschland als der führende Bio-Anbauverband. Mehr als 7700 Betriebe gehören dem Verband an, darunter Landwirte, Gärtner, Imker sowie Winzer. Der Fokus der Bioland-Betriebe liegt auf der Kreislaufwirtschaft, bei der zum Beispiel der Boden mit dem Mist der eigenen Tiere gedüngt wird.

Naturland ist einer der größten Öko-Verbände weltweit. Der Verband verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz inklusive nachhaltigem Wirtschaften, ökologischen und auch sozialen Standards. So schließen sie bspw. Kinderarbeit aus und setzen sich für die Wahrung von Menschenrechten ein. Darüber hinaus war Naturland der erste Verband, der Richtlinien für Bio-Fischzucht und Aquakultur aufgestellt hat – mittlerweile gibt es dazu auch von Bioland Richtlinien.

Demeter arbeitet als ältester und strengster Anbauverband seit 1924 in Form einer biologisch-dynamischen Landwirtschaft. Die Richtlinien erlauben kaum Zusatzstoffe in verarbeiteten Produkten und setzen sich sehr für Tierwohl ein, indem sie zum Beispiel die Enthornung verbieten. Demeter-Bauernhöfe müssen Tiere halten, um Kompost für den Acker zu erzeugen, da der Betrieb als ein großer Organismus angesehen wird. Dieser Ansatz beruht auf der Anthroposophie, die von Rudolf Steiner, dem Begründer der Waldorfpädagogik, entwickelt wurde. Kritiker bezeichnen die Anthroposophie als unwissenschaftliche Esoterik und heben besonders negativ die homöopathische „Behandlung“ von Pflanzen und dem Boden vor. So werden beispielsweise mit Kuhdung gefüllte Rinderhörner als „Präparate“ und „Heilmittel für die Erde“ im Acker vergraben.

Unter anderem diese Thüringer Unternehmen produzieren bio-zertifizierte Lebensmittel:

Mediterranes Essen

Nabio

Ein Mann stampft Sauerkraut

Schweizer Sauerkonserven

Ein Glas mit eingelegten Gurken

HAINICH

Außerdem stellen BORN, Erfurter Ölmühle, Filinchen, Goethe Chocolaterie, Thüringer Landstolz und WOLF einzelne Bio-Produkte her.

Kategorie: Produktion, Rohstoffe

28. August 2023 by Elisa Gelmroth

Damit der Grillkäse perfekt gelingt, haben wir zwei Tipps für Dich parat:

  • Nimm den Käse vor dem Grillen rechtzeitig aus dem Kühlschrank, damit er Zimmertemperatur annehmen kann. Ansonsten kann es passieren, dass er später außen schon fast verbrennt, während er innen immer noch kalt ist. Der Grillkäse ist perfekt, wenn er innen cremig und außen rauchig ist.
  • Grillkäse zuzubereiten geht richtig fix! In der mittleren Hitzezone braucht er insgesamt nicht länger als fünf bis zehn Minuten. Am besten legst Du ihn deshalb etwas später als Fleisch oder Gemüse auf den Rost, damit Du ihn später zusammen mit den anderen gegrillten Köstlichkeiten heiß genießen kannst. Sobald er kalt wird, schmeckt er nämlich nicht mehr und wird zäh.

Schmelzendes Gold

Seit Tausenden von Jahren liebt die Menschheit den Käse. Erfunden wurde er, um Milch haltbar machen zu können – und ist rasant zum beliebtesten Milchprodukt aufgestiegen. Während der weltweite Lieblingskäse Mozzarella ist, mag man in Deutschland Gouda am meisten. In Thüringen ist Camembert die beliebteste Käsesorte.

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Unsere Rezepte mit Grillkäse

Veggie-Burger aus Aubergine, Grillkäse & Kichererbse

Zucchini-Päckchen mit Grillkäse

Vegetarischer Burger mit Grillkäse

Halloumi

Der berühmte Grillkäse wird schon seit der Antike auf Zypern hergestellt. Schon vor tausenden von Jahren bildeten dort Bauern Dorfgenossenschaften, um ihre Schaf-, Ziegen- und Kuhmilch in Form von Käse gemeinsam haltbar zu machen. So bildeten sich nicht nur von Dorf zu Dorf unterschiedliche Rezepte heraus – Halloumi an sich wurde zu einem Teil des kulturellen Erbes des Landes, da die Zubereitung von Halloumi tief im traditionellen, solidarischen Leben auf dem Land verwurzelt ist. Bis heute gibt es neben den industriellen Molkereien kleine Familienkäsereien, die Halloumi auf die traditionelle Art herstellen.

Halloumi kann aus Schaf-, Ziegen und Kuhmilch bestehen. Während der Herstellung wird der sogenannte Käsebruch in quadratische Stücke geschnitten. Die Stücke werden in Molke gekocht, wodurch sich das Milcheiweiß verfestigt. Das sorgt nicht nur dafür, dass der Halloumi nicht schmelzen kann und eine feste Konsistenz hat, sodass er problemlos direkt auf dem Rost gebraten werden kann, sondern auch für das quietschende Geräusch beim Kauen.

Eine Seite der quadratischen Stücke wird anschließend gesalzen und mit Minze belegt. Die ätherischen Öle der Minze sorgen nicht nur leckere Aromen, sondern verlängern auch die Haltbarkeit des Käses. Nun wird der Käsebruch gefaltet und in Salzlake eingelegt. Halloumi schmeckt dadurch immer leicht salzig, die Aromen an sich können aber zwischen frisch und mild sowie deftig und intensiv variieren.

Auch Schnittkäse wie Gouda oder Weichkäse wie Camembert können gegrillt werden. Da diese bei Hitze jedoch zerlaufen, sollten sie – wie zum Beispiel Ofenkäse – in Päckchen zubereitet werden.

Grillkäse von Dittersdorfer Milch

Dittersdorfer Milch produziert seit Jahren Grillkäse in verschiedenen Sorten wie Bärlauch-Chili, Tomate-Paprika und Mango-Curry. Bei dem Grillkäse handelt es sich um regional produzierten, hochwertigen Hirtenkäse, der aus der Milch von Kühen der Landgenossenschaft Dittersdorf hergestellt und anschließend in Scheiben geschnitten, in Grillschalen gelegt, mariniert und zuletzt verpackt wird. Der Grillkäse kann übrigens bedenkenlos von Vegetariern genossen werden: Statt tierischem landet ausschließlich mikrobielles Lab im Grillkäse.
Dittersdorfer Milch im Portrait

Feta

Nicht nur Halloumi badet gern in Salzlake: Auch der griechische Feta darf im Salzbad reifen und ist seit der Antike in Griechenland sehr beliebt. Während er damals prosfatos (griech. frisch, kürzlich) genannt wurde, handelt es sich bei der heute gängigen Bezeichnung eigentlich um ein Fremdwort: Feta stammt aus dem Italienischen; das Wort fetta bedeutet eigentlich einfach nur Scheibe.

Zum Grillen ist Feta ebenfalls geeignet, da er kaum schmilzt. Da er jedoch leicht krümeln oder auch sehr saftig kann, empfiehlt es sich, ihn in einer Form oder auf einer Grillplatte zuzubereiten. Besonders gut schmeckt marinierter Feta, der zugedeckt schmoren durfte und so die Aromen der Marinade aufsaugen konnte.

Im Gegensatz zu Halloumi ist bei Feta Kuhmilch tabu. Bis auf höchstens 30 % Ziegenmilch darf für originalgetreuen Feta nur Schafmilch genutzt werden. Seit Feta vor etwa 50 Jahren von griechischen Gastarbeitern nach Deutschland gebracht wurde, erfreut er sich auch hierzulande großer Beliebtheit. Regionale Molkereien greifen anstatt zur Schafs- bzw. Ziegenmilch jedoch oft nur zur wesentlich günstigeren Kuhmilch. Der daraus entstandene Käse hat weniger Eigenaroma, schmeckt sehr mild und vor allem salzig. Seit einigen Jahren darf sich dieser Käse jedoch nicht mehr als Feta, sondern zum Beispiel nur noch als Hirtenkäse bezeichnen.

EU-Herkunftssiegel

In vielen Regionen gibt es Produkte, die dort seit Jahrhunderten hergestellt werden. Damit diese traditionellen Lebensmittel nicht kopiert werden können, werden sie seit dem Jahr 1992 durch EU-Recht geschützt und können verschiedene Gütezeichen tragen. So handelt es sich zum Beispiel auch bei Halloumi und Feta um sogenannte geschützte Ursprungsbezeichnungen.

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Kategorie: Braten

21. August 2023 by Elisa Gelmroth

Viele Kräuter und Blüten für Deine Teemischung findest Du in der Natur, Deinem Garten oder auf dem Balkon.

Hast Du passende Kräuter und Blüten Deiner Wahl geerntet, kannst Du sie bündeln und so aufhängen, dass von allen Seiten Luft an die Kräuter kommt – sonst können sie leicht schimmeln. Alternativ legst Du sie luftig auf Zeitungspapier aus. Gut ausgestattete Profis können natürlich auch zum Dörrgerät greifen 😉 Trockne die Kräuter nicht in der Sonne, da sonst die Wirkstoffe und Aromen verloren gehen.

Diese Kräuter und Blüten schmecken besonders gut im Tee:

Ackerschachtelhalm, Brennnessel, Brombeerblätter, Gänseblümchen, Hibiskus, Himbeerblätter, Holunderblüten, Hopfenblüten, Huflattich, Johanniskraut, Kamille, Königskerze, Kornblumenblüten, Lavendelblüten, Lindenblüten, Löwenzahn, Malvenblüten, Melisse, Minze, Ringelblumenblüten, Rosenblüten, Rosmarin, Salbei, Schafgarbe, Spitzwegerich, Teefenchelblüten/-samen, Thymian, Zitronenverbene usw.

Sobald die Kräuter gut durchgetrocknet sind, kannst Du Deine eigenen Teemischungen zusammenstellen. Bringe die Bestandteile Deiner Mischung auf die gleiche Größe, bevor Du sie anschließend in dunkle, luftdicht schließende Behältnisse füllst. Es ist wichtig, dass die Kräuter und Blüten richtig durchgetrocknet sind, um Schimmel zu vermeiden. Durchgetrocknete Kräuter und Blüten erkennst Du daran, dass sie bei Berührung rascheln und zerbrechen.

Früchtetee kann mit Kräutern kombiniert werden, besteht aber vor allem aus Obst wie Äpfeln, Beeren, Sanddorn und Zitrusfrüchten oder aus Wildfrüchten wie Hagebutten, Holunder und Schlehen.

Eine harmonische Teemischung besteht wie ein gutes Parfum aus einer Basis-, Kopf- und Herznote. Die Basisnote ist ausschlaggebend für den Geschmack vom Tee. Das Kraut, das Du dafür auswählst, wird außerdem am meisten seine Wirkung entfalten. Für die Kopf- und Herznote wiederum eignen sich vor allem duftende Blütenblätter, die gleichzeitig auch optisch etwas her machen. Insgesamt reichen für eine harmonische Teemischung und schon drei oder vier verschiedene Kräuter und Blüten aus. Mehr als sieben sollten es nicht sein, damit der Tee noch seine Aromen und Wirkung entfalten kann: Je nach Kraut kann Tee zum Beispiel beruhigend oder erfrischend wirken. Damit die Kräuter auch wirklich harmonieren und Deine Teemischung schmeckt, lohnt es sich, eine Probe-Tasse aufzubrühen. Mische dafür nur einen kleinen Teil der „Zutaten“ und koche Dir daraus eine Tasse Tee. Auf eine Tasse kommt ein Esslöffel Deiner Teemischung; lasse den Tee 8 bis 12 Minuten ziehen. Nach dem Kosten weißt Du, ob die Zutaten bzw. ihr Verhältnis noch angepasst werden sollten oder ob Dein Tee bereits hervorragend schmeckt.

Essbare Blüten

Blumen bringen Farbe auf den Tisch – und auf den Teller, denn viele Blumen sind tatsächlich essbar. Sie verfeinern mit ihren verschiedenen Aromen und bunten Farben Salate, Desserts, Dips, Kuchen, Limos, Aufstriche und so weiter … der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!

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Natürlich kannst Du die Teekräuter auch einzeln aufbrühen. Allein entfalten vor allem Brennnessel, Holunderblüte, Kamille, Melisse, Minze, Salbei, Spitzwegerich und Zitronenverbene ihren köstlichen Geschmack. Gleichzeitig handelt es sich bei den Kräutern aber auch um eine hervorragende Basis für kreative Teemischungen.

Beim Zusammenstellen Deiner Teemischung kannst Du Dich nach Lust, Laune und Angebot austoben. Falls Du Dir aber nicht sicher bist, wo Du mit dem Kombinieren anfangen kannst, haben wir einige Empfehlungen für Dich:
  • Minze, Zitronenverbene, Holunderblüten, Malvenblüten
  • Brennnessel, Ackerschachtelhalm, Brombeerblätter, Ringelblumenblüten
  • Zitronenverbene, Melisse, Rosenblüten, Lindenblüten
  • Melisse, Himbeerblätter, Kornblumenblüten, Lavendelblüten

Teemischung zum Wachwerden: Rosmarin, Minze, Schafgarbe, Weißdorn, Johanniskraut, Brennnessel

Teemischung für den Abend: Melisse, Hopfen, Spitzwegerich, Kamille, Lavendelblüten

Teemischung bei Erkältungen: Salbei, Thymian, Lindenblüten, Minze

Kategorie: Saisonales, Trinken

14. August 2023 by Elisa Gelmroth

Rote Bowle (alkoholfrei)

First things first im Sommer: Trinken nicht vergessen! Mit dieser fruchtig-roten Bowle macht das nochmal doppelt so viel Spaß. Zur erdbeerigen Basis gesellen sich hier Melonenkugeln und bunte Beeren. Am besten servierst Du die Bowle mit bunten Strohhalmen und Cocktailschirmchen.

  • Zubereitung: 20 Min
Zutaten:
  • 0,5 kg bunte Beeren
  • 0,5 kg Wassermelone
  • 0,1 l Erdbeersirup von HAINICH
  • 2 l AquaPlus Erdbeere von Thüringer Waldquell
Zubereitung:

 

Wasche die Beeren und halbiere große Exemplare gegebenenfalls. Steche mithilfe von einem Kugelausstecher Kugeln aus der Melone aus. Gib alle Früchte in ein großes Gefäß und gieße die Bowle mit AquaPlus Erdbeere und Sirup nach Geschmack auf. Vergiss nicht, gut umzurühren!

Bunte Bratwurst-Spieße

Gefühlt wurde das Wort Fingerfood allein für sie erfunden: Spieße machen einfach Spaß! Bereitest Du nur das Gemüse vor und stellst dann verschiedene Sorten zum Kombinieren zur Verfügung, sorgst Du automatisch dafür, dass für alle (egal welchen Alters) etwas Überzeugendes dabei ist – und hast selbst etwas weniger Arbeit 😉

Schneide einige Rostbratwürste von Thüringer Landstolz sowie Gemüse Deiner Wahl – Paprika, Tomaten, Zucchini … – in mundgerechte Stücke. Falls Du Mais magst, halbiere einen vorgekochten Maiskolben sehr vorsichtig längs und schneide die Hälften wiederum in Scheiben.

Stecke das Gemüse und die Bratwurst-Stücke abwechseln auf Holzspieße und lege sie für etwa 20 Minuten auf den Rost. Wende sie dabei regelmäßig.

Serviere zu den Spießen Tomaten-Ketchup (ohne Zuckerzusatz) von BORN, um Kinderaugen zum Leuchten zu bringen.

Herzhaft-deftiger Snack

Wildbratwurst-Tomatenspieß

Intensiv und deshalb umso köstlicher schmecken sie, die Wildbratwürste von Gönnataler Putenspezialitäten 💚 Zusammen mit Kirschtomaten, Zwiebelstücken und frischen Kräutern landen sie auf einem Spieß, um anschließend in Olivenöl von der Erfurter Ölmühle gut angebraten zu werden. Zusammen mit einem Klacks Born-Senf ergeben sie einen hervorragenden Snack.

zum Rezept

Kinderleichtes Stockbrot

Zugegeben: Stockbrot funktioniert über dem Grill nicht wirklich gut, aber so eine Feuerschale daneben sorgt sowieso für eine tolle Atmosphäre. Und das Backen von Stockbrot ist nicht nur ein wahres Erlebnis, sondern vertreibt auch wunderbar die Zeit, während die Rostbratwürste und Spieße auf dem Rost liegen.

  • Zubereitung: 90 Min
Zutaten:
  • 500 g Weizenmehl (Type 405)
  • 1 Würfel Frischhefe
  • 250 ml lauwarmes Wasser
  • 3 EL Sonnenblumenöl von der Erfurter Ölmühle
  • 1 EL Salz

Keine Zeit für Hefeteig? Fertiger Hefe- oder Pizzateig von HÜBACK ist eine gute Alternative für Tage, an denen es schnell gehen soll.

Zubereitung:

 

Verknete alle Zutaten zu einem kompakten Teig und lasse den Teig abgedeckt etwa eine Stunde lang gehen, bis er sich verdoppelt hat. Im Anschluss solltest Du ihn einmal gut durchkneten, bevor er sich vor seinen Einsatz als Stockbrot bereit machen darf! Möchtest Du den Teig verfeinern, kannst Du jetzt noch gehackte Kräuter, geröstete Zwiebel oder kleine Käse- bzw. Schinkenwürfel hineinkneten.

So wickelst Du ein Stockbrot

Nimm ein wenig Teig in die Hand und forme ihn zu einer langen Rolle. Wickle die Rolle nicht zu dick um den Stock herum – nur so wird er gleichmäßig gar. Halte nun den Teig einige Zeit über Glut und drehe den Stock regelmäßig. Vermeide dabei, den Teig in die Flammen zu halten, damit er nicht schwarz wird.

Für die Stöcke eignen sich Äste aus Haselnuss oder Weide am besten. Spitze ein Ende leicht an und entferne dort großzügig die Rinde.

Banane mit Schoko-Füllung

Ein Snack für wahre Leckermäulchen: Kann man Dein Kind mit Gemüse jagen, motiviert es vielleicht eine zum Dessert versprochene Schoko-Banane. Sobald die Schokolade geschmolzen ist, löffelst Du diesen köstlichen Nachtisch am besten direkt aus der Bananenschale.

Schneide eine ungeschälte Banane längs ein und stecke einen Edelvollmilch-Schokoladenstick von Heilemann hinein – entweder längs oder in kleine Stücke zerteilt. Wenn Du auf Nummer sicher gehen möchtest, kannst Du die Banane noch in Alufolie wickeln, bevor Du sie in die heißen Kohlen legst. Es dauert nicht lange, bis die Bananenschale schwarz wird und Du die schokoladige Banane genießen kannst.

Zucchini-Päckchen mit Grillkäse

Diese kleinen Pakete bringen ordentlich Abwechslung auf den Grill! Wir wickeln köstliche Grillkäse-Würfel von Dittersdorfer Milch in Zucchini-Streifen und legen sie dann auf den Rost. Die Kombination aus gerösteter Zucchini und schmelzendem Käse schmeckt einfach himmlisch!

Zucchini-Päckchen mit Grillkäse

Klassischer Nudelsalat

Er darf definitiv auf keiner (Kinder-) Party fehlen: der klassische Nudelsalat. Mit Nudeln macht man sowieso nie etwas falsch und von dem großen Fleischwurst-Ring bleibt hoffentlich nach dem Würfeln und ausgiebigen Naschen noch genüg für den Salat übrig 😉 Greife am besten zu den Lieblingsnudeln von Deinem Nachwuchs – die Farfalle sind nur ein Beispiel für eine Nudelsorte, die ins Auge fällt. Eine schöne Alternative sind bunte Nudeln.

  • Zubereitung: 50 Min
Zutaten:
  • 500 g Farfalle
  • Schinken-Fleischwurst von WOLF
  • 8 Gewürzgurken von HAINICH
  • 2 Paprika-Schoten
  • 1 Glas Erbsen von Schweizer Naturkost
  • 1 Glas Zuckermais von Ottos Auslese
  • 1 kleines Glas Delikatess-Mayonnaise von BORN
  • Salz & Pfeffer
Zubereitung:

 

Koche die Nudeln der Packungsangabe nach und lasse sie auskühlen. Schneide währenddessen die Fleischwurst, Gewürzgurken und Paprika-Schoten in kleine Stücke. Gib sie zusammen mit den Nudeln, abgetropften Erbsen und dem Mais in eine große Salatschüssel.

In einer kleineren Schüssel verrührst Du die Mayonnaise mit ein wenig von dem Gewürzgurkenwasser, sodass eine flüssig-cremige Salatsauce entsteht. Würze mit etwas Salz und Pfeffer nach und vermenge die Sauce dann mit den Zutaten. Lasse den Salat vor dem Servieren gründlich durchziehen.

Delikatess-Mayonnaise von BORN

Kleine Snack-Igel

Dieser kleine Held sorgt für jede Menge Retro-Gefühle bei den Erwachsenen. Wir wandeln den großen Käse-Igel etwas ab und bereiten mehrere kleine Igel zu. Bei den Stacheln darf sich ausgetobt werden: Erlaubt ist alles, was schmeckt und die kleinen Igel nicht überlastet.

Als Basis für die kleinen Snack-Igel nutzen wir ovale (oder noch besser: spitz zulaufende) Brötchen. Darauf kommen bunte Spieße aller Art mit Weintrauben, Cornichons von Thüringer Landgarten, Himbeeren, Butterkäsewürfeln von Dittersdorfer Milch, Blaubeeren und klein geschnittenen Wiener Würstchen von EWU. Stecke die Spieße in die Brötchen. Als Igel-Augen kannst Du zwei kleine Blaubeeren mithilfe halbierter Zahnstocher an einem der beiden Brötchen-Enden befestigen.

Draußen schmeckt’s am besten

Endlich ist der Sommer da! An warmen, sonnigen Tagen verbringen wir am liebsten jede freie Sekunde draußen in der Natur 🌞 Da kommt ein Picknick wie gerufen! Beim Genuss zahlreicher Kleinigkeiten kann man den Augenblick zusammen mit lieben Mitmenschen erst recht genießen.

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Kategorie: Rezept, Schulanfang

11. August 2023 by Elisa Gelmroth

  • Zubereitung: 120 Min
  • Für 8 Personen
Zutaten für den Mürbeteig:
  • 250 g Weizenmehl (Type 405)
  • 60 g Puderzucker
  • Vanillezucker
  • Prise Salz
  • 1 Ei
  • 125 g kalte Landbutter von Dittersdorfer Milch
Zutaten für die Füllung:
  • 0,8 bis 1 kg Aprikosen
  • 60 g Zucker
  • 1 EL Speisestärke
  • 400 g Joghurt von Dittersdorfer Milch
  • 2 Eier
  • ca. 0,5-1 TL Lavendelblüten
Steinobst hat jetzt Saison

Zubereitung

Vermische die trockenen Zutaten für den Boden miteinander und knete dann das Ei und die in Stücke geschnittene, kalte Butter zügig unter. Schlage die Teigkugel in Frischhaltefolie ein und lege sie für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank.

Während der Teig im Kühlschrank liegt, bereitest Du die Aprikosen vor. Wasche und entkerne sie, schneide sie dann in Hälften oder Spalten. Vermenge den Zucker mit der Speisestärke, hebe die Mischung unter die Aprikosen und lasse alles ziehen. Nun verquirlst Du den Joghurt mit den beiden Eiern und einigen Lavendelblüten.

Sobald der Mürbeteig gut durchgekühlt ist, rollst Du ihn auf einer bemehlten Oberfläche kreisrund aus. Lege den Teig vorsichtig in eine runde Tarteform (ca. 26 cm Durchmesser) und kleide sie damit aus. Vergiss den Rand nicht! Anschließend stichst Du den Teigboden mit einer Gabel mehrmals ein.

Gieße die Joghurt-Masse vorsichtig auf den Teigboden und verteile dann die Aprikosen darauf. Backe die Tarte im vorgeheizten Backofen bei 180° C (Umluft) etwa eine halbe Stunde lang. Lasse sie abkühlen und stelle sie dann bis zum Servieren in den Kühlschrank.

Guten Appetit!

Kategorie: Backen, Rezept, Saisonales

7. August 2023 by Elisa Gelmroth

Aprikosen und Pfirsiche werden seit Jahrtausenden in Asien angebaut und stammen vor allem aus China. Sie mögen es warm und trocken, deshalb findet man sie in Deutschland bisher vor allem in Weinanbau-Gebieten. Am wohlsten fühlen sie sich in Europa im Mittelmeerraum.

Steinobst ist sehr empfindlich, vor allem in Hinsicht auf Druck. Entstehen beim Lagern Druckstellen, weil sich die Früchte gegenseitig berühren, schimmeln diese schnell. Um das beim Transport zu vermeiden, wird Steinobst oft unreif geerntet – zumal Steinobst reif sehr weich und saftig sein kann. Das unreife Ernten jedoch immense Geschmackseinbußen mit sich, da Steinobst kaum nachreift und somit nicht das gesamte Aroma entfalten kann. Es lohnt sich deshalb umso mehr, nach Steinobst aus der Region Ausschau zu halten, das (fast) reif gepflückt bzw. gekauft werden kann.

Mehrere Gläser mit eingelegtem Gemüse

Sommer im Glas

Steinobst schmeckt einfach frisch oder alternativ eingekocht am besten und kann auch zu herzhaften Gerichten serviert werden. Auch eingekocht bleibt übrigens ein Großteil der Vitamine und Mineralstoffe erhalten, doch der Saft enthält in der Regel viel Zucker.

Einkochen, fermentieren & Co.

Einige Fakten über …

Aprikosen

  • Aprikosen werden in Süddeutschland Marillen genannt.
  • Gibt das Fruchtfleisch bei einem sanftem Druck mit dem Daumen leicht nach, ist die Aprikose perfekt ausgereift.
  • Aprikosen beinhalten antibakteriell wirkende Salizylsäure.
  • Der Nährstoffgehalt ist in getrockneten Aprikosen wesentlich höher als in frischen Aprikosen.

Pfirsiche

  • Pfirsiche sind gut für die Gefäße, das Herz, den Kreislauf und das Immunsystem. Sie wirken entwässernd und fördern die Verdauung.
  • Reife Pfirsiche haben eine kräftige, rote Farbe und duften fruchtig.
  • Durch ihre samtig-weiche bis pelzige Haut stehen Pfirsiche für ewige Schönheit, Jugend und Liebe.
  • Platte Bergpfirsiche haben ein sehr helles Fruchtfleisch und eine dünne Schale. Sie schmecken sehr fein und sind nicht ganz so saftig wie ihre großen, runden Verwandten.

Nektarinen

  • Nektarinen sind auf eine natürliche Art mutierte Pfirsiche: Haben beide Pfirsiche ein rezessives Gen, das unter anderem für eine glatte Schale sorgt, entsteht aus den Pfirsichen ein Nektarinenbaum. Deshalb dürfen Nektarinenbäume auch nur untereinander bestäubt werden.
  • Weist die Haut einer Nektarine noch grüne Flecken oder einen grünlichen Schimmer auf, wurde sie unreif bzw. zu früh geerntet.
  • Nektarinen schmecken säuerlicher als Pfirsiche und haben ein knackigeres Fruchtfleisch.

Unsere Rezepte mit Pfirsichen

Aprikosen-Tarte mit Lavendelblüten

Verschieden belegte Butterbrote

Luxuriöse Brotkreationen

Overnight Oats mit Äpfeln und Nüssen

Bircher-Müsli über Nacht

Kategorie: Saisonales

31. Juli 2023 by Elisa Gelmroth

  • Zubereitung: 30 Min
  • Für 2 Personen
Zutaten für das Rezept:
  • 2 Scheiben Kartoffelbratwurst von Fleischmarkt Aschara
  • 1 Ei
  • 200 g Paniermehl
  • 50 ml Rapsöl
  • 250 g Nudeln (Sorte nach Belieben)
  • ½ Glas Letscho von HAINICH
  • Thymian, Rosmarin, Basilikum, Oregano

Zubereitung

Schneide die Kartoffelbratwurst in Scheiben und paniere sie mit Ei und Paniermehl. Anschließend brätst Du sie in Öl goldbraun an.

Währenddessen kochst Du die Nudeln und erhitzt das Letscho. Kräuter wie Thymian, Rosmarin, Basilikum oder Oregano sorgen für eine zusätzliche feine Note.

Anrichten und genießen!

Das Rezept ist mit Unterstützung der Ernst-Benary-Schule Erfurt unter der Leitung von Thomas Grohe und Christian Frank entstanden.

Kategorie: Kochen, Lebensmittel, Rezept

24. Juli 2023 by Elisa Gelmroth

Tomaten kannst Du trocknen, einlegen, vielfältig einkochen und auch einfrieren. Allerdings geht beim Einfrieren viel vom Aroma der Tomaten verloren, wodurch sich der Geschmack erheblich verändert – und auch die Konsistenz bleibt nicht gleich. Deshalb ist es besser, die Tomaten (wenn überhaupt) bereits verarbeitet einzufrieren.

Tomaten trocknen

Wenn Du intensive Aromen liebst, sind getrocknete Tomaten die perfekte Wahl für Dich: Durch den langsamen Entzug vom Wasser wird der Geschmack um ein Vielfaches intensiver. Möchtest Du Tomaten selbst trocknen, wählst Du am besten Tomatensorten, die festes Fruchtfleisch, wenig Saft und eine dünne Schale haben. Halbiere die Tomaten, würze sie und lege sie dann mit der Schnittseite nach oben in ein Dörrgerat, einen Ofen oder ins Freie. Im Dörrgerät benötigen die Tomaten etwa sieben bis zehn Stunden bei 60° C, um vollständig zu trocknen. Im Ofen verlängert sich die Zeit bei gleicher Temperatur um ein, zwei Stunden. Denke daran, einen Kochlöffel in die Ofentür zu klemmen, damit die Feuchtigkeit aus dem Ofen durch den Spalt entweichen kann. Auch im Freien ist das Trocknen von Tomaten möglich. Lege sie dafür an einen Ort, der voll mit Sonne beschienen wird, luftig und zugleich geschützt ist. Decke die Tomaten am besten mit einem Fliegenschutz ab, da sie mindestens drei Tage lang trocknen sollten. Sind die Tomaten vollständig getrocknet, kannst Du sie luftdicht aufbewahren oder so in gutes Olivenöl einlegen, dass sie komplett mit Öl bedeckt sind.

Tomaten haben jetzt Saison

Von dem meist gegessenen Gemüse in Deutschland gibt es 7.000 Sorten – und noch bis vor etwa 100 Jahren wurde es von den Menschen gefürchtet, weil die Tomate als giftig galt. Heute essen wir jährlich etwa 22 Kilogramm Tomaten – die Hälfte davon frisch.

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Tomaten einkochen

Egal, ob Du Tomaten verarbeitet oder unverarbeitet einkochst: Beachte dabei immer die Grundregeln des Einkochens! Mehr dazu erfährst Du hier. Außerdem solltest Du die abgefüllten Tomaten zum Schluss 30 Minuten lang einkochen, entweder bei 90° C im Topf oder bei 180° C im Ofen.

Tomaten brauchst Du für das Einkochen nicht unbedingt enthäuten. Beim Verarbeiten wird die Schale oft sowieso püriert und beim Einkochen unverarbeiteter Tomaten reicht es eigentlich, die Schale mit einem Zahnstocher mehrfach einzustechen. Möchtest Du die Tomaten dennoch enthäuten, heißt das Zauberwort blanchieren. Dafür schneidest Du die Haut kreuzweise ein, legst die Tomaten dann zwei Minuten lang in kochendes Wasser und schreckst sie anschließend in einem eiskalten Wasserbad ab. So lässt sich die Haut anschließend leicht abziehen.

Ganze Tomaten einkochen

Enthäute die Tomaten gegebenenfalls. Lege sie vorsichtig in ausgekochte Gläser, ohne sie zu quetschen. Du kannst auch Kräuter oder Gewürze dazugeben. Gieße die Gläser bis 1 oder 2 cm unter dem  Rand mit Salzwasser auf – auf einen Liter Wasser kommen 15 g Salz. Koche die Tomaten ein.

Gehackte Tomaten einkochen

Enthäute die Tomaten gegebenenfalls. Hacke sie mit einem Messer klein und würze sie, falls Du möchtest. Fülle die gehackten Tomaten in ausgekochte Gläser ab und koche sie ein.

Passierte Tomaten einkochen

Enthäute die Tomaten. Entkerne sie und streiche sie anschließend durch ein Sieb oder drehe sie durch die Flotte Lotte. Fülle die passierten Tomaten in ausgekochte Gläser ab und koche sie ein.

Sommer im Glas

Tomaten kannst Du ganz einfach mithilfe von unseren Basisrezepten einlegen und fermentieren. Du brauchst dafür lediglich Essig, Wasser, Salz, Rohrzucker und eventuell Gewürze oder Kräuter Deiner Wahl.

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Mehrere Gläser mit eingelegtem Gemüse

Tomatensoße einkochen

Enthäute ein Kilogramm Tomaten gegebenenfalls. Schneide sie in grobe Würfel. Hacke eine große Zwiebel und ein bis zwei Knoblauchzehen fein und dünste sie in Olivenöl, bis sie glasig sind. Gib die Tomaten dazu und lasse sie etwa 30 Minuten lang kochen. Gib Kräuter und Gewürze für wenige Minuten mit dazu. Passiere die Soße durch die Flotte Lotte (zur Not tut es auch ein Stabmixer). Fülle die Soße dann in ausgekochte Gläser ab und koche sie ein. Gib außerdem eventuell eine gute Schicht Olivenöl auf die abgefüllte Soße.

Tomatenmark einkochen

Enthäute die Tomaten gegebenenfalls. Am besten eignen sich Fleisch- oder Flaschentomaten für Tomatenmark. Entkerne sie und koche sie 20 bis 30 Minuten lang. Gib sie in ein Passiertuch und lass die Tomaten über Nacht abtropfen. Am nächsten Tag füllst Du das feste Mark in ausgekochte Gläser ab und kochst es ein.

Tomatenketchup einkochen

Schneide ein Kilogramm Tomaten in grobe Würfel. Hacke drei Zwiebeln fein und dünste sie in Olivenöl, bis sie glasig sind. Gib die Tomaten dazu und lasse sie etwa 40 bis 50 Minuten lang köcheln, bis der Ketchup fast die gewünschte Konsistenz erreicht hat. Gib dann Kräuter, Gewürze, 50 g Zucker und 60 ml Essig für wenige Minuten mit dazu. Passiere den Ketchup durch die Flotte Lotte (zur Not tut es auch ein Stabmixer). Fülle ihn dann in ausgekochte Gläser oder Flaschen ab und koche den Ketchup ein.

Was ist eigentlich Sugo?

Bei Sugo handelt es sich um eine besonders sämige, etwas festere Soße. Die Zubereitung ist an sich die gleiche wie die von Tomatensoße, nur köcheln die Tomaten beim Sugo mindestens zwei Stunden lang bei geringer Hitze vor sich hin, bis die Soße auf die Hälfte eingekocht ist.

Kategorie: Kochen, Rezept, Saisonales

17. Juli 2023 by Elisa Gelmroth

Es gibt drei Möglichkeiten, an essbare Blüten zu gelangen: Du kannst sie kaufen – mittlerweile bieten viele Shops getrocknete Blütenmischungen an, einige Supermärkte haben sogar frische Blüten im Angebot. Du kannst sie in der Natur sammeln, sofern sie nicht unter Naturschutz stehen – am besten fernab von Straßen und Hundewiesen sowie außerhalb von Naturschutzgebieten und nur so viel, dass die Bestände weiterwachsen können. Oder Du pflanzt einfach selbst essbare Blumen an – das geht sogar ganz leicht im Blumenkasten auf dem Balkon. Hier kannst Du Dir auch sicher sein, dass die Blumen nicht gedüngt und ungespritzt sind. Deshalb solltest Du übrigens auch auf Blüten vom Floristen oder aus dem Baumarkt verzichten: Diese sind in der Regel behandelt und sollten dann lieber nicht verzehrt werden.

Blüten können giftig sein. Iss nur, was Du klar bestimmen kannst!

Blüten halten sich nur sehr kurz, bevor sie verwelken. Trotzdem sollten sie am besten am Vormittag gepflückt werden, da sie dann den höchsten Gehalt an ätherischen Ölen aufweisen. Zur Überbrückung bis zur Mahlzeit kannst Du sie in ein wenig kaltes Wasser oder in einem verschlossenen Behälter in den Kühlschrank legen. Gib‘ die Blüten erst direkt vor dem Verzehr dazu, wenn sie als schöne Deko eingesetzt werden sollen.
Verzichte, wenn möglich, darauf, Blüten abzuwaschen, sie können sonst schnell matschig werden. Gerade dann, wenn Du die Blüten aus dem eigenen Garten nimmst, reicht es, sie vorsichtig auszuschütteln, um sie von Insekten zu befreien. Entferne anschließend den Stiel, die Kelchblätter und wenn möglich auch den Stempel sowie die Staubgefäße – gerade die grünen Blütenbestandteile können unter Umständen giftig sein.

Blumen und ihre Freunde

Viele Blüten müssen bestäubt werden, um Samen zur Fortpflanzung ausbilden zu können. Damit die fleißigen Bienen und anderen Insekten auch ihren Weg zur Blüte finden, entwickeln viele Blumen besondere Anreize für die Insekten, zum Beispiel jede Menge Pollen, tolle Farben oder einen leckeren Duft.

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Während sich die Blüten von Blumen für so gut wie alle Speisen bzw. vor allem für Süßes eignen, solltest Du die Blüten von Gemüse und Kräutern am besten für deftige Gerichte einsetzen. Übrigens sind die Blüten von allen essbaren Kräutern ebenfalls essbar. Das Gleiche gilt für Obstbäume. Beim Gemüse ist schon eher Vorsicht geboten. Hier eignen sich vor allem die Blüten von Gurke, Zucchini und Kürbis zum Verzehr. Besonders gut schmecken sie gefüllt oder im Teigmantel frittiert.

Unter anderem diese Blüten von Blumen kannst Du essen:

Aster, Begonie, Chrysantheme, Dahlie, Dost, Duftgeranie, Flieder, Fuchsie, Funkie, Gänseblümchen, Giersch, Gladiole, Glockenblume, Hibiskus, Hornveilchen, Jasmin, Kamille, Klatschmohn (geringe Mengen), Klee, Königskerze, Kornblume, Kosmee, Liebstöckel, Löwenmäulchen, Löwenzahn, Magnolie, Malve, Margerite, Nachtkerze, Nachtviole, Nelke, Passionsblume, Pelargonie, Phlox, Primel, Ringelblume, Rose, Schafgarbe, Sonnenblume, Stiefmütterchen, Studentenblume, Taglilie, Taubnessel, Tulpe, Veilchen, Vergissmeinnicht, Wegwarte, wilde Möhre usw.

Essbare Blüten können nicht nur eine wunderschöne Deko für so gut wie alles sein, was auf dem Teller landet – sie können auch anderweitig in der Küche Verwendung finden.
  • Eine Deko der anderen Art sind Eiswürfel mit eingefrorenen Blüten. Befülle dafür eine Eiswürfelform zur Hälfte mit Wasser, lege die Blüten hinein und lasse die Eiswürfel anfrieren. Gieße dann Wasser auf und lasse die Eiswürfel durchfrieren.
  • Alternativ eignen sich essbare Blüten auch zur Herstellung von infused water: Lasse dafür einfach Blüten und ggf. Kräuter oder Früchte in Wasser ziehen.
  • Besonders schön sehen kandierte Blüten aus. Bestreiche dafür essbare Blüten (-blätter) vorsichtig mit schaumig geschlagenem Eiweiß und bestreue sie anschließend mit Zucker. Lasse die Blüten einige Tage lang oder für ein paar Stunden bei 50° C im Ofen vollständig trocknen, bevor Du damit Kuchen, Desserts & Co. verzierst.
  • Serviere zum nächsten Grillabend doch mal Blüten- statt Kräuterbutter! Dafür brauchst Du lediglich fein gehackte, essbare Blüten (und vielleicht etwas Salz oder andere Gewürze) unter die weiche Butter rühren. Oder Du bereitest direkt ein Butter Board mit Blüten zu.
  • Möchtest Du aromatisierten Essig oder Öl herstellten, eignen sich auch dafür Blüten hervorragend. Pflücke sie am besten an einem sonnigen Vormittag, solange sie noch Knospen sind, um gute Ergebnisse mit einem hohen Anteil ätherischer Öle zu erhalten.
Bunt angeordnete Teller und Gläser

Das Auge isst mit

Süße Desserts schmecken von einem weißen Teller süßer als von einem schwarzen. Knabbergebäck schmeckt aus blauen Schüsseln salziger – und salziges Popcorn schmeckt aus blauen oder roten Schalen süßer als aus weißen oder grünen.
Küchenphilosophie war gestern: Dass das Auge mitisst, haben etliche Studien bewiesen. Wir stellen Dir die interessantesten psychologischen Zusammenhänge zwischen Farbe sowie Form von Geschirr und Geschmack vor.

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Kategorie: Köstlich, Saisonales

10. Juli 2023 by Elisa Gelmroth

Die Corona-Krise hat viele von uns dazu gebracht, mehr darüber nachzudenken, woher unsere Lebensmittel kommen – und ob unsere Versorgung überhaupt sicher ist. Gerade internationale Lieferketten wirken bei Engpässen äußerst anfällig gegenüber Krisen. Die Wahrheit ist aber, dass durch den weltweiten Handel Lebensmittel-Mängel bzw. -Ausfälle in der Regel verhindert werden können: Kann ein Land nicht liefern, gibt es immer noch andere Länder, die die Lücke füllen können. Das führt nicht nur dazu, dass die Versorgung von (zumindest reichen) Ländern weiterhin gewährleistet ist, sondern auch zu halbwegs stabilen Preisen auf nationaler Ebene. Problematisch wird es nur, wenn es zu einer Unterbrechung von Lieferketten kommt, wie es während der Finanzkrise 2008 der Fall war. Damals wurden Exportverbote für Reis erlassen, was zu einer weltweiten Preisexplosion und Hungersnot in Entwicklungsländern führte.

Waren wie Dünger, auf die weltweit alle angewiesen sind, sind eigentlich immer im Umlauf. Geschehen aber schwerwiegende Ereignisse, die sich auf die ganze Welt auswirken, können diese weitreichende Folgen auf die Produktion dieser Waren haben. So führten die hohen Gaspreise im Herbst 2021 zu doppelt so teurem Dünger, da Gas als Rohstoff für die Produktion von Stickstoffdünger benötigt wird und die Hersteller die Produktion infolge der Gaspreise drosselten oder vorübergehend sogar ganz einstellten.

So steht es um Thüringer Gemüsebauern

Knapp die Hälfte der Fläche Deutschlands wird landwirtschaftlich genutzt, doch nur auf 1 % der Fläche wird Gemüse angebaut. Selbstversorgen können wir uns mit dieser Menge nicht: Der Anbau in Deutschland deckt nur ein Drittel unseres Gemüsebedarfs ab. Und die Anbauflächen werden von Jahr zu Jahr kleiner.

Deutschland gehört zu den Ländern mit den höchsten Sozial-, Qualität- und Umweltstandards weltweit. Der Mindestlohn ist eine große Errungenschaft für soziale Gerechtigkeit, stellt zusammen mit den gestiegenen Energie- und Dünger-Preisen viele Landwirte jedoch vor Herausforderungen. Während Getreide und Raps noch relativ pflegeleicht anzubauen sind, ist gerade für den Anbau von Gemüse viel Handarbeit nötig – und dafür braucht es entsprechendes Personal, das nicht nur schwer zu finden ist, sondern auch viel Geld kostet. Regional angebautes Gemüse kann dadurch mit Gemüse, das aus Ländern mit niedrigeren Löhnen und Standards importiert wird, preislich nicht mithalten, wodurch es auch kaum im Supermarkt angeboten wird: Gerade traditionelle Anbaubetriebe können ihr Gemüse zu den Preisen, die der Handel vorgibt, nicht verkaufen, da sie sonst ihre Kosten nicht mehr tragen können. Diese Betriebe – oftmals seit Jahrzehnten von einer Familie geführt – sind immens auf die Direktvermarktung an treue Stammkunden angewiesen, um überleben zu können, denn selbst die Gastronomie kauft in der Regel eher im günstigeren Großmarkt als beim Landwirt vor Ort ein. Bio-Betriebe haben es wegen der hohen Preise ihrer Produkte oft sogar noch schwerer.

So kaufst Du regional ein und unterstützt Thüringer Landwirte

Zauberwort Direktvermarktung: Am wirksamsten kannst Du Landwirten vor Ort helfen, indem Du ihre Hofläden besuchst, eine Gemüsekiste abonnierst oder bei Marktschwärmer Lebensmittel direkt vom Erzeuger bestellst. Außerdem lohnt es sich, Produzenten aus Thüringen zu unterstützen, die viel Wert auf regionale Wertschöpfungsketten legen. So leistest Du einen wichtigen Beitrag, um regionale Lebensmittel zum Standard zu machen.

Regional? Normal!

Viele Thüringer Gemüsebauern gibt es nicht mehr, regionale Produkte werden immer rarer. Zu den größten, die es noch gibt, gehören unter anderem Schweizer Sauerkonserven und HAINICH. Parallel dazu ist in den letzten vier Jahren die Anbaumenge von Gemüse in Thüringen um 35 % zurückgegangen. Die Anbauflächen haben sich in den letzten zehn Jahren auf nun noch 683 Hektar halbiert. Etliche große Agrarkonzerne haben gerade den Gurkenanbau in Thüringen schon eingestellt, denn zu den hohen Personalkosten gesellt sich nun noch ein weiteres, riesiges Problem: die Klimakrise. Neben Wasserknappheit und Trockenheit sorgen auch neue tierische und pflanzliche Krankheiten für Ernteausfälle und somit auch für eine bedrohte Liefergarantie und Versorgungssicherheit.

Zu den größten Gemüseproduzenten in Thüringen gehören HAINICH und Schweizer Sauerkonserven.

Ein Glas mit eingelegten Gurken

HAINICH im Portrait

Ein Mann stampft Sauerkraut

Schweizer Sauerkonserven im Portrait

In Thüringen wird in erster Linie Weißkohl angebaut. Einen weiteren großen Teil machen Zwiebeln und Spargel aus. Das Gemüse wächst vor allem im Thüringer Becken, im Altenburger Land sowie rund um Bad Langensalza und Mühlhausen.

Früher wurden bei uns auch gern Blumenkohl und Gurken angebaut. Doch Blumenkohl braucht viel Stickstoff – und die momentan geltende Düngeverordnung verhindert, dass hochwertiger Blumenkohl weiterhin angebaut werden kann. Gurken leiden zwar nicht unbedingt unter den sich ständig ändernden Verordnungen oder Förderrichtlinien, aber dafür umso mehr unter der Klimakrise. Sie brauchen viel Wärme und sehr viel Feuchtigkeit, sind also nicht nur auf hohe Gewächshaustemperaturen, sondern auch auf viel Wasser angewiesen. Diese Bedingungen in Zeiten von Energie- und Klimakrise herzustellen, ist kaum noch möglich, weshalb mittlerweile viele große Konzerne in Thüringen den Anbau von Gurken eingestellt haben. Weitere Gemüsesorten könnten in Zukunft folgen, da trockene Jahre in der Kombination mit Wassermangel bzw. hohen Wasserkosten den Anbau von Gemüse immer unrentabler machen, gleichzeitig aber auch das Treffen von Vorkehrungen gegen die sich wandelnden Bedingungen immens teuer ist. Es soll zwar staatliche Förderinstrumente und Zuschüsse zu sogenannten Mehrgefahrenversicherungen, die für klimakrisenbedingte Ertragsschäden aufkommen, geben und auch eine Verringerung der Mehrwertsteuer zur Steigerung der Nachfrage von regionalem Obst und Gemüse ist geplant, und dennoch steht fest: Die Klimakrise und steigende Kosten bedrohen die regionale Landwirtschaft und die Wertschöpfungsketten in Thüringen.

Klimarobust Gärtnern

Nachhaltigkeit liegt uns nicht nur in der Küche am Herzen. Deshalb widmen wir uns am Tag der Samen dem klimafreundlichen Gärtnern, denn der Klimawandel zeigt sich auch dort: Heiße, trockene Sommer und milde, stürmische Winter haben direkte Auswirkungen auf die Pflanzen und den Boden. Zum Glück gibt es viele Möglichkeiten, um den eigenen Garten an den Klimawandel anzupassen und so von den längeren Vegetationsperioden auch profitieren zu können.

Klimarobust Gärtnern

Kategorie: Produktion

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