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Beitrag

18. Dezember 2023 by Elisa Gelmroth

Käsige Traditionen aus der Schweiz

Eins steht fest: Wer die dunklen Dezemberabende gemeinsam mit Fondue, Raclette oder einem Kombigerät aus beidem am Esstisch verbringt, feiert nicht nur wesentlich länger, sondern vor allem entspannter. Während der Käse vor sich hin schmilzt, muss niemand in die Küche rennen, um etwas aus dem Ofen zu holen. Stattdessen kannst Du vorab alles ganz in Ruhe vorbereiten. Ein weiterer Vorteil: Mit Käse überbacken schmeckt eigentlich alles. Somit ist bei Fondue und Raclette auch definitiv für jeden Geschmack etwas dabei! Außerdem kannst Du Dir am nächsten Tag das Kochen sparen und einfach die Reste zu einem köstlichen Auflauf zusammenwerfen 😉

Entferne vorab wenn möglich alle Textilien aus dem Zimmer, da der fettige Käsegeruch ziemlich penetrant sein kann. Sobald alles aufgegessen ist, hilft ein Teller mit Kaffeepulver oder eine halbe, mit Nelken gespickte Orange dabei, die Gerüche über Nacht zu neutralisieren.

Uns überrascht es ehrlich gesagt kaum, dass sowohl das Fondue als auch das Raclette eine Schweizer Erfindung sind und mittlerweile so etwas wie das Nationalgericht der Schweiz sind. Im Mittelpunkt steht schließlich bei beidem der Käse. Der sollte gut schmelzen und genauso gut schmecken.

Schmelzendes Gold

Seit Tausenden von Jahren liebt die Menschheit den Käse. Erfunden wurde er, um Milch haltbar machen zu können – und ist rasant zum beliebtesten Milchprodukt aufgestiegen. Während der weltweite Lieblingskäse Mozzarella ist, mag man in Deutschland Gouda am meisten. In Thüringen ist Camembert die beliebteste Käsesorte.

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Auf die Pfännchen, fertig, los!

Vor 500 Jahren erfand man in der Schweiz sozusagen das Schmelzen von Käse. Damals legte man einen halben Käselaib an den Rand einer Feuerstelle und wartete, bis die oberste Käseschicht geschmolzen war. Der geräucherte und gegrillte Käse wurde dann Schicht für Schicht über Beilagen geschabt: zunächst vor allem Brot, später auch Kartoffeln. Dieser ursprünglichen Zubereitungsart verdankt das Raclette auch seinen Namen: Der Begriff stammt vom französischen racler ab und bedeutet so viel wie kratzen oder schaben. Noch heute bereiten einige das Raclette traditionell zu und verbringen den Abend am offenen Kamin. Während eine Hälfte des Käselaibs in Benutzung ist, kann die andere am Kamin weiter schmelzen. Für Freunde der ursprünglichen Zubereitungsmethode gibt es mittlerweile auch moderne Raclette-Öfen mit Heizspirale und einem rotierbaren Gestell, in das der halbierte Käselaib eingespannt werden kann. Durchgesetzt hat sich heutzutage aber eine ganz andere Variante: ein Heizgestell mit vielen Pfännchen und einer Grillfläche oder einem heißen Stein, auf dem Fleisch, Fisch und Gemüse knusprig angebraten werden.

Damit der Einkauf und die Vorbereitung nicht allein auf Deinen Schultern lastet, lasse Deine Gäste doch mal ihre Lieblingszutaten mitbringen! Das macht die Snack-Palette noch bunter.

Raclette lebt vor allem von den tausend kleinen Schälchen mit verschiedensten Zutaten und Snacks, die bunt zusammengestellt und in den Pfännchen mit Käse überbacken werden können. Am besten eignet sich dafür Raclette-Käse, aber grundsätzlich kannst du zu jedem gut schmelzenden Käse greifen und auch geschmacklich variieren. Wie wäre es zum Beispiel mit Gouda, regionalem Butterkäse oder Camembert von Dittersdorfer Milch, Cheddar, Mozzarella, Ziegenkäse, Gorgonzola oder Bergkäse zum Überbacken?

Probiere doch mal eine dieser Pfännchen-Zutaten aus:

  • Kartoffelscheiben, Crème fraîche, Rosmarin und Käse
  • Nachos, Hackfleisch, Paprika, Kidneybohnen, Mais, Salsa und Käse
  • Kochschinken, Käse, vorgegartes Hähnchen und Ananas
  • Feta, Oliven, Paprika und Peperoni
  • Tomate, saure Gurke, Zwiebel, Hackfleisch, Ketchup, Senf und Käse
  • Pellkartoffel, Tomate, Knoblauch und Käse
  • vorgekochte Nudeln, Tomatensauce, Salami und Käse
  • Eierkuchenteig, Schokodrops und Bananenscheiben
  • Mini-Frikadellen, Tomatensauce und Käse
  • Kartoffelscheiben, Lachs, Schmand und Käse
  • Shrimps und Knoblauchbutter
  • Pilze, Sahne, frische Kräuter und Käse
  • Pizzateig, Tomatensauce und Käse
  • Ei, Paprika und Käse
  • Salami, Pilze, Thunfisch und Käse
  • Flammkuchenteig, saure Sahne, Speck und rote Zwiebel
Eine Käseplatte voller Köstlichkeiten

Charcuterie Board auf Thüringisch

Um den Abwasch beim Raclette so gering wie möglich zu halten, kannst Du anstatt der zahlreichen Schälchen den gesamten Tisch mit Backpapier auslegen und die Zutaten wie bei einem riesigen Charcuterie Board direkt darauf drapieren. Oder Du bereitest einfach direkt ein Charcuterie Board zu! Wie das geht, liest Du in diesem Beitrag.

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Häppchenweise kleiner Genuss

Falls Du (vor allem geschmolzenen) Käse über alles liebst, Dir Raclette aber zu aufwändig ist, dürfte ein Käsefondue alle deine Träume erfüllen! Auch dieser Begriff kommt aus dem Französischen und bedeutet geschmolzen. Schmelzen kannst Du für ein Fondue übrigens auch Schokolade oder Butter (um darin Fleisch zu frittieren), doch wir bleiben heute beim Käse.

Ein Fondue-Set besteht aus zwei Teilen: einem Topf (caquelon) und einem Stövchen (rechaud). Das Stövchen kann mit Brennpaste, Spiritus, Gas oder Strom betrieben werden. Der Topf sollte für Käsefondue am besten aus Keramik oder emailliertem Gusseisen bestehen. In einem Metalltopf kann der Käse schnell anbrennen.

Damit alle satt werden, solltest Du pro Person mit 150 bis 250 g Käse und der gleichen Menge Brot rechnen. Ein gutes Käsefondue sollte aus mindestens zwei Hart- oder Schnittkäsesorten bestehen, die sich gut reiben lassen und einen Fettgehalt von mindestens 45 % haben. In der Schweiz besteht ein Fondue jeweils zur Hälfte aus den Käsesorten Gruyère und Vacherin, aber auch Appenzeller, Comté, Emmentaler und Beaufort sind beliebt. Aber auch der Schnittkäse von Dittersdorfer Milch eignet sich hervorragend dafür und bringt noch dazu spannende Aromen ins Spiel. Wähle die Käsesorten für das Fondue einfach nach Deinem Geschmack aus, da die Aromen je nach Sorte sehr unterschiedlich ausfallen können.

Du möchtest als Beilage zum Fondue nicht nur Brot servieren? Dann probiere es mal mit gekochten Kartoffeln, gebratenen Champignons, Schinken oder sauer eingelegtem Gemüse. Bereite die Beilagen zuerst vor, da das Fondue sofort serviert werden sollte, sobald es fertig ist.

Käsefondue besteht nur aus Käse? Weit gefehlt! Zuerst wird der Boden des Fonduetopfes mit einer halbierten Knoblauchzehe eingerieben. Dann gießt Du für zwei bis drei Personen 250 ml Weißwein in den Topf und erwärmst ihn auf dem Herd. Der Weißwein sorgt für ein cremiges Fondue und verleiht ihm schöne Säure-Aromen. Du kannst den Weißwein alternativ durch Sekt, Bier, Apfelsaft oder Brühe mit Zitronensaft ersetzen. Reibe anschließend 500 g Käse Deiner Wahl direkt in den warmen Weißwein und lassen den Käse bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren schmelzen. Passe auf, dass nichts anbrennt! Wenn der Käse geschmolzen ist, löst Du 1 TL Speisestärke in 2 EL Kirschwasser auf und rührst die Mischung mit einem Schneebesen zügig unter den Käse. Die Speisestärke macht das Fondue dickflüssiger und verbindet Fett und Wasser miteinander. Lasse das Fondue noch etwa zwei Minuten köcheln und schmecke es dann mit Pfeffer und Muskatnuss ab. Ist das Fondue zu fest, gib mehr Weißwein hinzu. Ist es zu flüssig, löse noch etwas Speisestärke auf und rühre sie unter. Stelle das fertige Fondue direkt auf das Stövchen. Nun kannst Du entweder etwas Käse mit einer Kelle auf Deinen Teller schöpfen oder die vorbereiteten Zutaten mit Fonduegabeln in den Käse tauchen. Wer sein Brotstück verliert, muss eine Runde Schnaps ausgeben 😉

Ofenkäse: schnelles Wohlfühlessen

Selbstgemachter Ofenkäse gelingt überraschend einfach und ist perfekt für eine gesellige Runde bei winterlichen Temperaturen. Wir greifen für den Ofenkäse zum aromatischen Camembert von Dittersdorfer Milch: Weichkäse schmilzt im Inneren hervorragend, behält durch seine feste Außenhaut, die nach dem Backen wunderbar knusprig ist, aber dennoch seine Form.

zum Rezept

Kategorie: Silvester, Tradition, Weihnachten

11. Dezember 2023 by Elisa Gelmroth

🎁

So ein Geschenk öffnet man nicht jeden Tag: Die Weihnachtsmann-Box von NATUR-Fleisch aus Oberweissbach beinhaltet drei Wurstkonserven, wobei Du aus einem Angebot von zehn verschiedenen Sorten frei wählen kannst. Wir empfehlen ganz besonders das Rindfleisch im eigenen Saft sowie die Gutsleberwurst. Alternativ gibt es die Weihnachtsmann-Box auch im Eisbär-Design. (15,99 €)

🎄

Bei Pfeffi-Liebhabern dürften jetzt die Augen leuchten: Endlich gibt es passende Shotgläser zum giftgrünen Likör! Für ausgelassene Abende mit Freunden gibt es sie im 6er-Set, bis zu 4 cl passen in ein Shotglas. Stil- und maßvoll genießen! (11,50 €)

🧑‍🎄

Darf bei eingefleischten Fans unter dem Weihnachtsbaum nicht fehlen: Die Weihnachtsbox „Rudolph“ mit drei Sorten BORN-Senf. Der Weihnachtssenf trumpft mit verschiedenen weihnachtlichen Gewürzen auf, im Bratapfel-Senf baden Apfelstückchen und der Rotwein-Pflaume-Senf beinhaltet neben Rotwein auch Pflaumenpüree. (10,00 €)

☃️

Mit Schokolade macht man nie etwas falsch, erst recht nicht, wenn es sich um die köstlichen Praliné-Kugeln von Heilemann handelt. Nougatcreme, umhüllt von Edelvollmilchschokolade – am liebsten würden wir darin baden! Und auch die Verpackung kann sich sehen lassen: Das niedliche Winterhaus mit Rehen und anderen tierischen Besuchern begeistert nicht nur Kinder. (7,49 €)

🎁

Ein perfektes Geschenk für Feinschmecker und/oder Freunde und Bekannte mit wenig Zeit: Die Alltagsheldenbox von Nabio beinhaltet verschiedene vegetarische und vegane Aufstriche, Eintöpfe und Saucen inklusive passender Rezeptanleitungen für 5 Mahlzeiten zu zweit. (16,39 €)

🎄

Klein, aber fein: Falls Du ein Mitbringsel suchst, ist das Burg Pils Tannenbäumchen von der Brauerei Watzdorfer genau das Richtige für dich! Die Flasche Pils mit dem praktischen Deckel zum Aufreißen ist in einer Tannenbaum-Geschenkverpackung versteckt – so etwas hat man noch nicht oft gesehen! (4,90 €)

🧑‍🎄

Aromatique ist ein richtiger Klassiker! In Kombination mit einer Flasche Bad Apfel im Geschenkkarton zauberst Du Deinen Eltern oder Großeltern sicherlich ein Lächeln ins Gesicht mit der Erinnerung an die alten Zeiten. (10,50 €)

☃️

Viele Sorten handgegossener Schokoladentafeln gibt es bei der Goethe Chocolaterie. Es gibt sie nicht nur aus verschiedenen Schokoladensorten, sondern auch mit unterschiedlichen Toppings und Geschmacksrichtungen. Für das Weihnachtsfest empfehlen wir zum Beispiel die Pfefferkuchen-Schokolade oder für Wagemutige die Zartbitterschokolade mit rosa Pfefferbeeren. (7,45 €)

Geschenke, Geschenkpapier und Tannenzweige

Schöne Geschenkideen in letzter Minute 🎁

Falls Du auch zu den Last-Minute-Käufern gehörst oder manchmal doch ein Geschenk für entfernte Verwandte vergisst, haben wir für Dich eine kreative Liste voller köstlicher DIY-Last-Minute-Geschenkkideen zusammengestellt.

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🎁

A Tännschen please, vor allem, wenn es mit Kräuter-Halbbitter-Liqueur von der Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei gefüllt ist! Ein Hauch von Zitrusnoten sorgt für besonders leckere Aromen und die grüne Farbe ist nicht nur ein Blickfang, sondern erinnert auch an schöne Winterurlaube im Harz. (8,90 €)

🎄

Hast Du Deinen Weihnachtspulli schon entstaubt? Wenn nicht, wird es spätestens mit den Weihnachtssocken von Vita Cola an den Füßen höchste Zeit! Die Socken sind ein absolutes Must-Have für Vita-Cola-Fans, vertreiben mit ihrem knalligen Design alle grauen Tage und sind definitiv mal eine coole Variante der klassischen Weihnachtssocken. (7,79 €)

🧑‍🎄

Handgebackenen Baumkuchen gibt es nicht nur aus Salzwedel, sondern auch aus Oldisleben bei der Goethe Chocolaterie. Der Baumkuchen steht für Qualität und Handwerkskunst und überzeugt auf ganzer Linie. Umhüllt ist er entweder von Zartbitter- oder von Vollmilchschokolade. Profis wissen: Immer horizontal in Schichten abschneiden und genießen, damit sich die Poren öffnen können 😉 (13,60 €)

☃️

Wer auch im Winter auf das Grillen nicht verzichten möchte, freut sich bestimmt über einen Mini-Grill von Die Thüringer! Der Grill besteht aus hochwertigem Edelstahl und wiegt nur knapp 2 Kilo. Damit ausgestattet kann man sich schon im tiefsten Winter auf das erste Picknick im Frühling freuen! (49,95 €)

🎁

Der bestgefüllte Koffer Thüringens enthält Thüringer Salami, Eichsfelder Runde und Stracke sowie Knackwurst und Leberwurst im Glas. Die Rede ist natürlich vom Die Thüringer–Geschenkkarton in Koffer-Form! Ein perfektes Geschenk für alle Wurstliebhaber und ein gelungenes Mitbringsel für ehemalige Thüringer, die die gute Qualität unserer regionalen Wurst vermissen. (16,95 €)

🎄

Dreimal feinster Genuss in Probiergröße für Genießer: Das verspricht die Whisky Selection von The Nine Springs. Im Geschenkkarton stecken drei edle Fläschen Single Cask Selection Ex-Bourbon, Single Cask Selection Oloroso Sherry und 9 Years Old – Pineau des Charentes mit je 5 cl der Thüringer Whisky-Sorten. (22,00 €)

🧑‍🎄

Was wäre ein Weihnachten in Thüringen ohne Nougat von Viba? Unserer Meinung nach: undenkbar. Mit Nougat zaubert man anderen schließlich immer ein Lächeln ins Gesicht. Daher dürfen bei unseren Geschenkideen auch die Classic Nougat Minis nicht fehlen – hier in Tannenbaum-Form als „Kleiner Gruß“. (2,85 €)

☃️

Du bist bei unseren Ideen noch nicht fündig geworden oder suchst einen fertig zusammengestellten Geschenkkorb? Dann schau‘ Dich am besten beim Thüringer Wald Shop um. Dieser bietet nicht nur ein großes Sortiment an unterschiedlich gefüllten, regionalen Geschenkkörben, sondern auch viele weitere Ideen zum Weihnachtsfest.

Kategorie: Produktvorstellung, Weihnachten

4. Dezember 2023 by Elisa Gelmroth

Vom Lebküchler und Pfefferkuchenbäcker

Lebkuchen wurde schon vor Tausenden von Jahren im Alten Ägypten und Antiken Rom gebacken, um unter anderem im Krieg als Talisman, als Opfergabe oder als Grabbeigabe genutzt zu werden. Auch unser heutiger Begriff für das Dauergebäck, Lebkuchen, stammt aus der Antike: Das lateinische Wort libum bedeutet so viel wie Fladen oder Kuchen.

Der Lebkuchen in seiner heutigen Form wurde dann aber in Belgien entwickelt und anschließend von Aachenern übernommen, die die Rezeptur etwas abwandelten. Dann kamen die Lebkuchen in fränkische Klöster, die die Rezeptur nochmal leicht abwandelten. So wurde schon im Mittelalter in Deutschland Lebkuchen gebacken! Es dauerte nicht lange, bis es gewerbliche Lebkuchenbäcker gab, Lebküchler genannt. In Nürnberg entstand sogar eine eigenen Lebküchler-Zunft, die zum Schutz des streng geheimen Rezeptes die Stadt nicht verlassen durften. Das Gewerbe hielt sich über Jahrhunderte hinweg: Selbst in der DDR war der Pfefferkuchenbäcker noch ein eigenständiger Ausbildungsberuf.

Was ist der Unterschied zwischen Lebkuchen und Pfefferkuchen?
Hoffentlich enttäuscht Dich die Antwort nicht: Es gibt keinen Unterschied. Beide Begriffe bezeichnen das gleiche Gebäck und werden einfach regional unterschiedlich gebraucht. Während in Sachsen und bei uns der Begriff Pfefferkuchen geläufiger ist, sagen die meisten Lebkuchen. Und damit wir mit unseren schwedischen Pfefferkuchen (die als harte Kekse dann doch ein anderes Gebäck und keine Lebkuchen sind) nicht durcheinander kommen, nennen wir sie hier auch Lebkuchen.
Warum hört man in Verbindung mit Lebkuchen eigentlich immer die gleichen Städtenamen: Nürnberg, Pulsnitz und Aachen?
Für Lebkuchen sind zwei Zutaten elementar: Honig und Gewürze. Während Honig im Mittelalter durch die allgegenwärtige Bienenzucht relativ leicht zu bekommen und wesentlich günstiger als das Luxusgut Zucker war, waren exotische Gewürze wie Zimt eine Rarität. Nur in Städten, in denen sich viele Handelsstraßen kreuzten, gab es eine Chance, Gewürze aus dem Orient zu ergattern. Nürnberg, Pulsnitz und Aachen gehörten zu diesen Städten. Heute sind Aachener Printen, Nürnberger Lebkuchen und Pulsnitzer Pfefferkuchen geschützte Herkunftsangaben.
Enthalten Pfefferkuchen wirklich Pfeffer?
Im Mittelalter wurden exotische Gewürze unter dem Begriff Pfeffer zusammengefasst. Da Lebkuchen viele orientalische Gewürze beinhalten, nannte man sie einfach Pfefferkuchen. Nur wenige Sorten enthalten tatsächlich etwas Pfeffer.
Was hat es mit Pottasche und Hirschhornsalz auf sich?
Pottasche und Hirschhornsalz wurden früher als Lockerungsmittel eingesetzt. Während die geschmacksneutrale Pottasche den Teig in die Breite treibt, ist Hirschhornsalz vor allem für das Aroma da. Heute wird statt der Lockerungsmittel oft Backpulver oder Natron eingesetzt. Die Entwicklung des Backpulvers am Ende des 19. Jahrhunderts war es auch, die die Entstehung vieler Lebkuchen-Varianten ermöglichte.
Woraus besteht Lebkuchengewürz?
Auch, wenn jeder Bäcker natürlich seine eigene Rezeptur hat, so sind normalerweise Zimt, Anis, Ingwer, Kardamom, Koriander, Gewürznelken, Piment, Muskatnuss und Ingwer in Lebkuchengewürz enthalten. Manchmal findet man darin auch Fenchel, Vanille, Muskatblüte oder die Schale von Zitrusfrüchten. Spekulatisgewürz beinhaltet in der Regel weder Anis noch Koriander, dafür aber Pfeffer und noch mehr Zimt.

Braune Lebkuchen und Oblaten-Lebkuchen

Lebkuchen werden grundsätzlich in zwei Sorten unterteilt: Braune Lebkuchen und Oblaten-Lebkuchen. Oblaten-Lebkuchen bestehen aus hauchdünnen „Waffeln“ aus Stärke, Mehl und Wasser sowie einer Lebkuchenmasse aus Haselnüssen, Mandeln, Zucker und Mehl. Je höher der Nuss- und je geringer der Mehlanteil der Masse ist, desto hochwertiger ist der Lebkuchen. Die Lebkuchenmasse wird wie bei Makronen auf die Oblaten gestrichen oder gespritzt und nach dem Backen mit Schokolade oder Zuckersirup überzogen.

Braune Lebkuchen bestehen hingegen aus einem festen, knetbaren Teig, der vor allem Mehl, Honig und Eier beinhaltet. Früher wurde ein Vorteig aus Mehl und Honig teils bis zu vier Monate lang gelagert – der hohe Zuckeranteil im trockenen Teig sorgt dafür, dass der Vorteig und die gebackenen Lebkuchen lange haltbar sind. Heutzutage greift man statt zu teurem Honig gerne zu alternativen dickflüssigen Süßungsmitteln wie Glukosesirup oder Invertzuckercreme. Zucker ist für die Herstellung brauner Lebkuchen ungeeignet: Er würde schnell kristallisieren und den Teig hart und spröde machen. Bei Mehl lohnt sich das Ersetzen allerdings: Bis zu 50 % des Weizenmehls können durch Roggenmehl ausgetauscht werden, was die Lebkuchen saftiger und weicher macht, das Aroma verfeinert und die Süße abmildert.

Zu braunen Lebkuchen gehören zum Beispiel Printen – sie beinhalten ungelöste, braune Kandiszuckerkrümel und wurden früher in kunstvoll geschnitzte Holzformen gedrückt –, klassische Lebkuchenherzen und Pfeffernüsse, aber auch Dominosteine (Schichtpralinen mit Lebkuchenboden), verschiedene Schweizer Spezialitäten wie Basler Läckerli und Frühstückskuchen.

Honig – ein Naturprodukt

Honig erfreut sich seit Tausenden von Jahren einer großen Beliebtheit, war er doch lange Zeit das einzige natursüße Lebensmittel 🍯 Heute liegen wir in Deutschland mit einem Pro-Kopf-Verzehr von über einem Kilo Honig pro Jahr an der weltweiten Spitze.

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Kleine runde Pfeffernüsse & nussige Elisen-Lebkuchen

  • Zubereitung: 60 Min
Für die Pfeffernüsse:
  • 100 g Honig
  • 80 g Landbutter von Dittersdorfer Milch
  • 80 g brauner Zucker
  • 250 g Weizenmehl
  • ½ TL Natron
  • 2 EL Lebkuchengewürz
  • 75 g Puderzucker
Für die Elisen-Lebkuchen:
  • 150 g Haselnüsse
  • 150 g weiße Mandeln
  • 80 g Orangeat
  • 80 g Zitronat
  • 3 Eier
  • 90 g brauner Zucker
  • 2 EL Lebkuchengewürz
  • 1 TL Hirschhornsalz
  • 25 Oblaten
  • 100 g Kuvertüre oder 100 g Puderzucker

Zubereitung der Pfeffernüsse

Erwärme den Honig mit Butter und Zucker bei mittlerer Hitze in einem Topf, bis sich der Zucker gelöst hat. Vermenge währenddessen das Mehl mit Natron und dem Lebkuchengewürz. Dann gibst Du die Zuckermasse dazu und knetest alles zu einem festen Teig.

Sobald der Teig abgekühlt ist, formst Du ihn zu zwei etwa 25 cm langen Rollen. Schlage sie in Frischhaltefolie ein und lege sie über Nacht in den Kühlschrank.

Nimm die Teigrollen am nächsten Tag etwa eine halbe Stunde vor dem Verarbeiten aus dem Kühlschrank. Sobald der Teig nicht mehr allzu kalt ist, schneidest Du die Teigrollen in etwa 1 cm dicke Scheiben und formst daraus Kugeln. Setze die Kugeln mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech.

Backe die Pfeffernüsse im auf 180° C (Ober-/Unterhitze) vorgeheizten Backofen 10 Minuten lang und lasse sie auf einem Gitter auskühlen. Bestreiche die erkalteten Lebkuchen mit Zuckerguss, den Du aus Puderzucker und wenig Wasser anrührst.

Nach dem Backen gibst Du den Lebkuchen am besten zwei Tage Zeit und legst sie erst dann in eine Dose – so können sie in Ruhe auskühlen und Restfeuchtigkeit verlieren. Sollten die Lebkuchen mit der Zeit hart werden, kannst Du sie offen lagern. Sie nehmen dann Feuchtigkeit aus der Luft auf und werden wieder etwas weicher. Alternativ legst Du einige Tage lang Apfelspalten mit in die Lebkuchendose. Sie geben Feuchtigkeit ab, können aber irgendwann auch anfangen zu schimmeln.

Zubereitung der Elisen-Lebkuchen

Mahle Haselnüsse, Mandeln, Orangeat und Zitronat mit einem Hochleistungsmixer zu einer halbwegs feinen Masse und rühre die Eier und den Zucker zu dickem Schaum. Rühre dann das Lebkuchengewürz und Hirschhornsalz in die Zuckermasse und hebe die Nussmasse unter. Lasse den Teig in eine Klarsichtfolie gewickelt über Nacht im Kühlschrank ziehen.

Am nächsten Tag gibst Du mithilfe von zwei Löffeln oder einem Eisportionierer den Teig auf die Oblaten und streichst ihn mit einem befeuchteten Messer oder einer Winkelpalette kuppelförmig glatt. Lasse dabei (wenn möglich) einen kleinen Rand frei.

Backe die Lebkuchen 15 bis 20 Minuten lang im vorgeheizten Ofen bei 170° Umluft 15 bis 20 Minuten lang. Sie sind fertig, wenn sie bei einem leichten Fingerdruck noch etwas nachgeben, und können dann auf einem Gitter auskühlen.

Wie Du die Lebkuchen dekorieren möchtest, ist ganz Dir überlassen: Entweder hackst Du die Kuvertüre, lässt sie über einem warmen Wasserbad schmelzen, abkühlen und tauchst die Lebkuchen dann mit ihrer Oberseite in die lauwarme Kuvertüre oder Du rührst Puderzucker mit etwas Wasser glatt und bestreichst die Lebkuchen damit.

Unsere Plätzchen-Rezepte

Ein Blech mit Pfefferkuchen, umgeben von Backutensilien

Schwedische Pfefferkuchen

Dreierlei klassische Plätzchen

Kategorie: Backen, Handwerk, Rezept, Weihnachten

30. November 2023 by Elisa Gelmroth

Schupfnudeln sind eine Notlösung aus dem Dreißigjährigen Krieg. Damals mischten süddeutsche Söldner ihre Mehl-Rationen mit Wasser und formten daraus mit einer wegrollenden Handbewegung, die im Schwäbischen „schupfen“ heißt, Teigwaren, die sie garten und ohne Beilagen aßen.

Doch der Name ist nicht das Schwäbischste an den Schupfnudeln: Nachdem die Kartoffel Einzug in Deutschland gehalten hatte und nun sehr billig zu haben war, streckten die sparsamen Schwaben ihren Nudelteig kurzerhand mit den günstigen, mehligkochenden Kartoffeln und kreierten so zufällig eine bessere Variante der ursprünglichen Schupfnudel: Die Stärke in den mehligkochenden Kartoffeln dient als Kleber und sorgt dafür, dass die Schupfnudeln ihre Form behalten.

Heute wird der Schupfnudelteig oft noch mit Eiern und Muskatnuss verfeinert. Dann werden die Schupfnudeln traditionell erst in Salzwasser gekocht und anschließend in Butter gebraten. Wir machen es uns etwas einfacher: Anstatt Kartoffeln vorzukochen, abkühlen zu lassen und dann zu reiben, nutzen wir fertigen Kloßteig von Heichelheimer als Basis für den Schupfnudelteig. Zusammen mit Rosenkohl und Käse zaubern wir daraus ein köstliches Pfannengericht!

Die Kartoffelnudeln können es mit allen Aromen aufnehmen. Während Traditionalisten sie vermutlich nur mit Sauerkraut genießen, kombinieren Wagemutige Schupfnudeln sogar mit süßen Zutaten wie Apfelmus.

  • Zubereitung: 90 Min
  • Für 4 Personen
für die Schupfnudeln:
  • 750 g Kloßteig halb & halb von Heichelheimer
  • 150 g Weizenmehl
  • 20 g Kartoffelstärke
  • 1,5 TL Salz
  • etwa 150 ml Wasser
außerdem:
  • 1 Zwiebel
  • 500 g Rosenkohl
  • 2 EL Landbutter von Dittersdorfer Milch
  • Salz & Pfeffer
  • Muskatnuss
  • Butterkäse von Dittersdorfer Milch
Rosenkohl hat jetzt Saison

Zubereitung

Vermenge bis auf das Wasser alle Zutaten für die Schupfnudeln miteinander. Gib nach und nach etwas Wasser hinzu, bis der Teig gut zusammenhält, leicht fluffig und nur leicht klebrig ist. Mehle dann Deine Arbeitsfläche gut ein, forme den Teig zu einer Rolle und schneide die Rolle in gleich große Stücke. Aus den einzelnen Stücken formst Du mit den Händen Schupfnudeln. Lege die fertig geformten Nudeln bis zum Kochen auf die gut bemehlte Arbeitsfläche.

Bringe einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen. Sobald das Wasser kochst, reduzierst Du die Temperatur – das Wasser sollte nur sieden, sobald die Schupfnudeln in den Topf kommen. Gare die Nudeln dann bei geringer Hitze wenige Minuten lang, bis sie gar sind, und schöpfe sie mit einem Schöpflöffel ab. Stelle die Nudeln beiseite.

Sobald die Schupfnudeln fertig sind, schneidest Du eine Zwiebel in feine Würfel. Vom Rosenkohl entfernst Du welke Blättchen und kürzt den Strunk ein. Nun kannst Du Dich entscheiden, ob Du die Kohlköpfchen vierteln oder die Blätter einzeln abziehen möchtest.

Zerlasse Butter in einer großen Pfanne. Gib bei mittlerer Temperatur die Zwiebel dazu und brate sie glasig an. Jetzt hat der Rosenkohl seinen Auftritt: Hast Du ihn geviertelt, braucht er in der Pfanne länger zum Garen als die dünnen Blättchen. Gib ihm 15 bis 25 Minuten Zeit, bis er schön durchgebraten ist. Rühre in der Zeit ab und zu um, lege aber sonst einen Deckel auf die Pfanne.

Nun kommen die Schupfnudeln mit in die Pfanne. Würze alles mit Salz, Pfeffer und geriebener Muskatnuss und lasse die Schupfnudeln ein paar Minuten lang mit anbraten. Falls nötig, kannst Du noch ein wenig Butter hinzugeben. Zuletzt gibst Du geriebenen Butterkäse über das Pfannengericht, legst nochmal kurz den Deckel auf die Pfanne und wartest, bis der Käse geschmolzen ist.

Guten Appetit!

Kategorie: Kochen, Rezept, Saisonales

27. November 2023 by Elisa Gelmroth

Manche wünschen sich, die Belgier hätten im Jahr 1587 lieber nicht den Rosenkohl entdeckt. Doch in Belgien wurde die Kohlart aufwändig kultiviert, bis sie vor knapp 200 Jahren auch in Mitteleuropa und in den USA populär wurde.

Die heute auch als Brüsseler Sprossen bekannten Röschen reihen sich für viele neben Spinat und Chicorée in die Reihe des gefürchteten Gemüses ein. Das zeigt sich auch in der Menge, die wir in Deutschland essen: Pro Person sind das nur 400 Gramm! Doch wer die Kohlköpfe im Miniaturformat als bitteren Kindheitsschreck in Erinnerung hat und seit den 90er Jahren einen großen Bogen um das Gemüse macht, könnte es nochmal versuchen: Die Bitterstoffe wurden mittlerweile herausgezüchtet. Umso mehr punktet Rosenkohl mit jeder Menge Vitamine und Mineralstoffen, allen voran Vitamin C und Folsäure. Außerdem soll er laut einer Studie der Uni Wien schon beinahe Superkräfte besitzen und nicht nur als Beilage zu stark gebratenem Fleisch krebserregende Stoffe unschädlich machen können, sondern bei häufigem Verzehr angeblich auch das Krebsrisiko senken.

Am besten schmecken die Röschen, sobald sie Frost oder einige Zeit lang niedrigen Temperaturen ausgesetzt waren, da die Kälte einen Teil der enthaltenen Stärke in Zucker umwandelt. Bist Du also kein allzu großer Freund von Rosenkohl, kaufe ihn erst im Winter, um die Chance auf aromatische, nussige Röschen zu bekommen.
Einige Menschen schmecken aber auch dann noch die Bitterstoffe extrem stark heraus, da diese Abneigung genetisch weitergegeben werden kann. Für sie schmeckt zum Beispiel auch Koriander seifig. Gehörst Du auch dazu, ist Rosenkohl vielleicht wirklich einfach nichts für Dich.

Frischen Rosenkohl erkennen und lagern

Von Oktober bis Februar hat Rosenkohl Saison. Das bis -10° C winterharte Gemüse ist jetzt im Supermarkt frisch zu haben, in der Regel lose im Netz verpackt. Vor allem in Hofläden hast Du die Chance, Rosenkohl in seiner ursprünglichen Wuchsform ergattern zu können: Die kleinen Kohlköpfe wachsen spiralförmig an einem bis zu 100 cm hohen Stängel. Ein beeindruckender Anblick!

Frischen Rosenkohl erkennst Du an den knackigen, fest geschlossenen Röschen und den glatten, hellen Schnittflächen an den Strünken. Die Blätter sollten weder welk noch gelb sein. Früh geernteter Rosenkohl hat meist hellgrüne, spät geernteter dunkelgrüne Blätter. Selten gibt es auch violetten Rosenkohl im Sortiment.

Da sich die kleinen Kohlköpfchen nicht so lange wie ihre großen Geschwister halten, solltest Du sie nach dem Kauf am besten innerhalb von vier Tagen verarbeiten. Bis dahin lagerst Du sie in ein feuchtes Tuch gewickelt im Gemüsefach des Kühlschranks. Falls Du sie nicht rechtzeitig verarbeiten kannst, lässt sich Rosenkohl auch problemlos blanchieren und anschließend einfrieren.

In Thüringen wurde Rosenkohl im Jahr 2022 auf 1,6 Hektar angebaut und 13,5 Tonnen geerntet – nichts im Vergleich zum Spitzenjahr 2006! Damals wurde auf fast 114 Hektar Rosenkohl angebaut und 1728 Tonnen geerntet.

Rosenkohl zubereiten: Vielfältiger geht es kaum!

Bei Rosenkohl denkst Du an zerkochte, matschige Knöllchen? Wie gut, dass seit einigen Jahren gerösteter Rosenkohl immer berühmter wird – der schmeckt nämlich ganz anders als die gekochten Knöllchen. Aber selbst die können gut zubereitet richtig lecker sein! Doch egal, wie Du Rosenkohl zubereiten möchtest: Am Anfang steht das Putzen. Entferne dafür äußere welke oder gelbe Blätter und kürze den Strunk.

Der Trick für gleichmäßig gegarten Rosenkohl? Bevor die Röschen das Wasser auch nur berühren, schneidest Du den Strunk kreuzweise ein. Anschließend dürfen sie acht bis 12 Minuten in kochendem Salzwasser baden, bis sie noch bissfest sind. Ein wenig Zucker oder Milch im Wasser verringert den Kohlgeruch, etwas Kümmel oder Fenchel macht den Rosenkohl bekömmlicher. Anschließend kannst Du ihn direkt servieren oder zum Beispiel für einen Auflauf verwenden. Püriert schmeckt er sogar als Bestandteil einer Suppe.

Schupfnudelpfanne mit knusprigem Rosenkohl

Heute machen wir einen kleinen kulinarischen Abstecher ins Schwabenländle und leihen uns die süddeutschen Verwandten der Gnocchi als Begleitung für unser Gericht aus: Zum Rosenkohl servieren wir Schupfnudeln mit einem Thüringer Touch.

zum Rezept

Anstatt Rosenkohl zu kochen, kannst Du ihn auch dünsten. Schwitze die Röschen dafür zunächst in etwas Butter an und bedecke sie dann gerade so mit Wasser, damit sie danach etwa 15 Minuten lang im eigenen Saft garen können.

Ganz andere Aromen entzauberst Du den kleinen Knollen, wenn Du sie röstest. Das geht im Ofen besonders einfach: Halbiere den Rosenkohl, würze ihn, mariniere ihn mit etwas Öl und brate ihn bei 200° C ca. 25 Minuten lang. Mindestens genauso köstlich wird der Rosenkohl, wenn Du die Blättchen einzeln abzupfst und dann in der Pfanne brätst.

Selbst roh macht Rosenkohl etwas her – zum Beispiel fein geraspelt im Salat. Da er aber schwer im Magen liegen könnte, empfiehlt es sich, ihn zuvor zumindest kurz zu blanchieren.

Kohlröschen

Neues Gemüse gibt es nicht oft auf dem Markt. Umso mehr freuen wir uns, dass es vor knapp 30 Jahren in England gelungen ist, Kohlröschen zu züchten! Diese Kreuzung aus Rosenkohl und Grünkohl wird auch Kalettes® oder Flower Sprout genannt und gibt es erst seit etwa 15 Jahren zu kaufen. Die Kreuzung sieht aus wie zwergenhafter Grünkohl, der allerdings wie Rosenkohl an einem Stamm wächst. Was uns ebenfalls an den Flower Sprouts begeistert: Sie haben nicht den typischen Kohlgeruch und enthalten gleich doppelt so viel Vitamin C und B6 wie Rosenkohl, was die Kohlröschen zu einem richtigen Superfood macht. Geerntet werden die grün-roten Blättchen wie Rosenkohl von Oktober bis Februar.

Das hat jetzt Saison: Kohl

Kohl wird in Deutschland seit über 800 Jahren angebaut, gehörte früher zur Alltagskost und wuchs in jedem Garten. In Dithmarschen, Europas größtem zusammenhängendem Kohlanbaugebiet, werden heute pro Jahr 80 Millionen Köpfe Rotkohl, Weißkohl und Wirsing geerntet. Um unseren Bedarf zu decken, reicht es aber nicht: Pro Person essen wir in Deutschland jährlich vier Kohlköpfe!

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Kategorie: Saisonales

20. November 2023 by Elisa Gelmroth

Jede italienische Region hat bestimmte Lieblingsrezepte für Nudelsaucen. Alle Rezepte und Regionen vereint, dass stets frische Zutaten hoher Qualität für die Zubereitung genutzt werden – am besten kommen sie direkt aus der Region und haben gerade Saison. Deshalb landen im Frühling besonders oft Kräuter in der Nudelsauce, im Sommer Tomaten, im Herbst Pilze und im Winter Fleisch (zum Beispiel Wild). Daneben tragen Zutaten wie Oliven, Chilischoten, Pinienkerne, Kapern und Sardellen immens zum mediterranen Aroma der Pasta-Gerichte bei.

Saisonal einkaufen

Saisonales Obst und Gemüse ist umweltfreundlich, frisch, gesund, vielfältig und günstig. Es kann entweder direkt vom Feld bzw. dem ungeheizten Gewächshaus oder aus der Lagerhalle in den Laden kommen. Im Winter gibt es vor allem gelagerte Lebensmittel, im Sommer nur Frischware. Welches Obst und Gemüse diesen Monat Saison hat und ob es frische oder gelagerte Lebensmittel sind, erfährst Du in unserem Saisonkalender für jeden Monat.

Das hat jetzt Saison

Die Saucenklassiker im Überblick

Spaghetti aglio e olio ist beinahe das einfachste Nudelgericht überhaupt. Einfach Knoblauch in Öl erwärmen, gekochte Spaghetti dazugeben und mit Salz und Pfeffer würzen – schon steht das Abendessen auf dem Tisch!

Für Fettuccine Alfredo braucht es lediglich drei Zutaten: Du schmilzt Butter in einer Pfanne, gibst Parmesan dazu und verrührst beides so lange miteinander, bis eine cremige Sauce entstanden ist. Frische Fettuccine dazugeben, vermengen und genießen.

Bei der Penne all’Arrabbiata verrät schon der Name allen, die Italienisch-Grundkenntnisse haben, was bei diesem Gericht Sache ist. Denn arrabbiata bedeutet übersetzt wütend – ein wertvoller Hinweis auf die Schärfe der Sauce. Auch Penne all’Arrabbiata sind (wie so viele Nudelsaucen) schnell gemacht: Du brauchst nur Chili und Knoblauch in Olivenöl scharf anbraten, passierte Tomaten dazugeben und die Sauce mit Salz, Pfeffer und Oregano abschmecken. Vorsicht bei der Chili-Dosierung!

Neben Saucen mit relativ genau festgelegten Zutaten gibt es auch Saucen, die nach ihrer Hauptzutat benannt sind, deren genauen Bestandteile aber variieren können. So besteht Pasta alla Marinara aus Meeresfrüchten und Pasta alla Primavera vor allem aus Gemüse.

Spaghetti nach Mörderinnenart? 😱 Die einzigen, die bei Spaghetti all’Assassina umgebracht werden, sind die Nudeln selbst. Dieses Gericht ist schon fast eine Beleidigung der italienischen Pasta-Kultur, denn die Spaghetti werden hier nicht gekocht, sondern in einer Eisenpfanne geröstet und anschließend wie ein Risotto mit Tomatenbrühe begossen und gerührt. Das Rösten soll die Spaghetti karamellisieren lassen – zusammen mit Olivenöl, Knoblauch und Chili schmeckt die Spaghetti all’Assassina dann nicht einmal mehr annähernd wie ein Verbrechen.

Einfacher als bei Spaghetti aglio e olio wird es nur bei Spaghetti cacio e pepe: Es braucht nicht mehr als geriebenen Pecorino-Hartkäse, frisch gemahlenen Pfeffer und etwas Nudelwasser, um aus diesen Zutaten eine fantastisch-cremige Sauce zu zaubern.

Spaghetti alla Carbonara ist nichts weiter als eine Käse-Sahne-Sauce? Falsch! Die traditionelle Spaghetti alla Carbonara besteht aus Pancetta (Bauchspeck vom Schwein), Olivenöl, Eiern, geriebenem Hartkäse, Knoblauch, Salz und Pfeffer. Von Sahne fehlt hier jede Spur, auch wenn die Kombination aus Ei und Hartkäse für eine ähnlich cremige Konsistenz sorgt.

Pasta alla Norma ist nicht nach Norma Bates benannt, sondern vermutlich nach der Oper Norma. Eine andere Legende besagt, dass die Italiener so begeistert von dem Gericht sind, dass es mit „una vera norma“ – eine echte Norm – beschrieben wurde. Passenderweise stehen die Zutaten direkt als Symbol für die italienische Trikolore und die Farben der Stadt Catania: Zurückhaltung at its best. Dass Pasta alla Norma aber wahrhaftig eine echte Norm ist, können wir bestätigen, denn die in Olivenöl frittierten Auberginenwürfel, die in Tomatensauce mit Ricotta und frischem Basilikum zur Pasta gereicht werden, schmecken einfach göttlich!

Was wären Nudeln ohne Tomatensauce? Genau: Undenkbar! Für Pasta al Pomodoro brauchst Du nur Olivenöl, Knoblauch, Tomaten, Gewürze und eine halbe Stunde Zeit. Heraus kommt eine Sauce, die so simpel und doch so köstlich ist, dass man nie wieder fertige Sauce kaufen möchte – versprochen!

Pesto bedeutet so viel wie „stampfen“, der Name ist hier Programm. Traditionell wird diese „kalte Sauce“ mit einem Mörser und Stößel zubereitet – das geht auch zu Hause ganz leicht. Die beliebteste und einzige Sorte, die das „Geschützte geografische Angabe“-Siegel tragen darf, ist das Pesto alla Genovese. Es besteht aus frischen Basilikumblättern, gerösteten Pinienkernen, Olivenöl, Parmesan, Pecorino-Hartkäse, Knoblauch und Salz. Weitere bekannte Sorten sind das sehr intensiv-fruchtig schmeckende Pesto Rosso aus getrockneten Tomaten, Knoblauch, Olivenöl und Pinienkernen sowie das scharfe Pesto Calabrese aus getrockneten Tomaten, Chilischoten, Paprika, Knoblauch, Ricotta und Olivenöl. Darüberhinaus lässt die Pesto-Vielfalt keine Wünsche offen: Es gibt Sorten mit Rucola, Pistazien, getrockneten Pilzen, Zitrone, Trüffel, Paprika, Zucchini, Bärlauch, Kichererbsen, Bohnen, Wildfenchel, Kapern und vielem mehr.

Dieses Gericht ist nicht ganz jugendfrei: Wie die Übersetzung von Pasta alla Puttanesca lautet, verraten wir Dir an dieser Stelle lieber nicht. Neben den Standard-Zutaten (Chili, Zwiebel, Knoblauch, Olivenöl, gehackte Tomaten) kommen hier noch Kapern, Oliven, Oregano und Sardellen in die Sauce.

Last but not least: Tagliatelle al ragù bolognese. Unsere gewohnte Bolognese-Sauce hat kaum etwas mit diesem italienischen Original zu tun. Erstens würden Italiener Bolognese niemals zu Spaghetti servieren, sondern immer nur zu breiten Bandnudeln wie Tagliatelle. Zweitens gehören neben gemischtem Hack Zwiebeln, Karotten, Sellerie, Schweinebauchspeck, Milch (zum Beispiel von Dittersdorfer Milch), Tomatenmark, neutrales Speiseöl, Salz und Pfeffer in eine richtig gute Bolognese. Drittens köchelt diese dann zwei, drei Stunden auf kleinster Stufe vor sich hin. Diese besondere Köstlichkeit ist nichts für ein schnelles Nudelgericht am Abend, aber dafür haben wir ja genügend andere Rezepte vorgestellt 😉

Tomaten haltbar machen

Ein alter Gärtnergrundsatz besagt, dass keine Tomate so gut schmeckt wie die aus dem eigenen Garten. Desto besser ist es, dass wir die köstlich-fruchtigen, süß-sauren Aromen auf verschiedene Arten ganz einfach für das ganze Jahr konservieren können!

Tomaten haltbar machen

Welche Nudeln und Saucen passen zueinander?

Grundsätzlich gilt: Je größer die Oberfläche einer Nudel ist, desto mehr Sauce kann an ihr haften bleiben. Das heißt: Je schwerer, dicker oder stückiger eine Sauce ist, desto dicker und kürzer sollte die Nudelsorte sein. Noch besser ist es, wenn sie eine gedrehte oder geriffelte Oberfläche hat. Zu leichten, glatten und flüssigen Saucen oder Pesto servierst Du am besten lange und dünne Nudeln.

Nudelsaucen können in verschiedene Kategorien unterteilt werden, je nachdem, auf welchen Zutaten sie basieren. Es gibt zum Beispiel Sauce auf Öl-, Tomaten-, Wein– oder Sahne-Basis. Grundsätzlich wird in Italien aber kaum Sahne zur Zubereitung von Nudelsaucen genutzt, dafür kommt umso mehr Käse zum Einsatz.

Möchtest Du Eiernudeln servieren, passen dazu am besten sahnige oder käsige Saucen. Hartweizennudeln harmonieren mit Gemüse und Tomatensauce perfekt. Gefüllte Nudeln brauchen lediglich etwas zerlassene Butter oder Brühe als Begleitung. Servierst Du eine sehr grobe Sauce mit Fleischstücken, eignen sich Bandnudeln oder röhrenförmige Nudeln am besten. Gerade in röhrenförmigen Nudeln kann sich viel Sauce „verstecken“. Die beste Wahl für Salat ist übrigens Fussili.

Pasta, Nudeln, Teigwaren & Co.

Um direkt vorab alle Gewissheiten aus dem Weg zu räumen: Die Nudel kommt nicht aus Italien. Oder vielleicht doch? Fakt ist: Zuerst haben die Chinesen die Nudeln erfunden – und das vor bereits 4.000 Jahren! Etwa 2.000 Jahre später wurde sie unabhängig davon in Italien entwickelt, zu der Zeit kannten aber auch Inder und Araber bereits die köstlichen Teigwaren. Aber auch, wenn wir uns bezüglich der Herkunft nicht einigen können, dann doch zumindest in dem Punkt, dass Nudeln einfach nur köstlich sind 🥰

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Kategorie: Kochen, Lebensmittel, Rezept

13. November 2023 by Elisa Gelmroth

Grieß und Wasser. Mehr braucht es für die einfachsten italienischen Nudelteige nicht. In der Regel handelt es sich bei dem Grieß um Hartweizengrieß, in Nordeuropa befindet sich in Nudelteig oft aber auch Weichweizengrieß, da Hartweizen mehr Sonne zum Wachsen benötigt. Vor allem Teigen aus Weichweizengrieß werden noch feines Mehl und Eier beigegeben, um die nötige Festigkeit des Teiges zu erreichen und gleichzeitig für einen zarteren Teig zu sorgen.

Wegen dieser geringen Menge an benötigten Zutaten, ihrem hohen Sättigungsgrad und ihrer großen Zubereitungsvielfalt galten Nudeln in Italien lange als Arme-Leute-Essen. Bis heute essen Italiener im Jahr pro Person etwa 25 bis 30 Kilo Pasta, in Deutschland sind es nur etwa 10 Kilo. Die hierzulande beliebteste der weltweit mehr als 600 Nudelsorten ist die Spaghetti.

Im Jahr 1957 zeigte die BBC im Fernsehen, wie Landwirte Spaghetti von Bäumen ernteten. Doch keine Sorge: Die Reportage wurde am 1. April ausgestrahlt.

Pasta fresca vs. Pasta secca

Um Nudeln herzustellen, wird der Teig sehr dünn ausgerollt und dann je nach Nudelsorten in Formen ausgestochen, geschnitten oder durch Düsen gepresst. Besonders hochwertige, traditionell-italienische Pasta wird durch Bronzeformen gepresst. Die Nudeln können anschließend entweder frisch gekocht (Pasta fresca) oder getrocknet (Pasta secca) werden. Früher wurden Nudeln schonend an der Luft getrocknet, da dies jedoch einige Zeit in Anspruch nimmt, werden sie heutzutage industriell innerhalb weniger Stunden bei 100° C getrocknet, was zu Qualitätseinbußen führen kann.

Möchtest Du Nudeln zuhause herstellen, genügen grundsätzlich ein Nudelholz und Messer. Einfacher wird es aber mit einer kurbelbetriebenen Pastamaschine.

Je rauer die Oberfläche einer Nudel ist, desto besser haftet die Sauce an ihr.

Nudelwasser: salzig & wertvoll

Nudeln werden in Salzwasser gekocht. Auf 100 g Nudeln kommen 1 l Wasser und 10 g Salz. Öl ist vollkommen unnötig, ab und zu umrühren reicht vollkommen aus. Und auch abschrecken solltest Du die Nudeln nach dem Kochen nicht, da sonst die Stärke verloren geht und die Sauce nicht mehr an den Nudeln haften bleibt. Möchtest Du Nudeln wie ein italienischer Profi servieren, gießt Du die Sauce nicht darüber, sondern schwenkst die Nudeln vor dem Servieren in der Sauce. Ein wenig Nudelwasser in der Sauce macht sie übrigens sämiger.

Unsere Rezepte mit Nudeln

Kartoffelbratwurst à la Jägerschnitzel mit Tomaten-Paprikasauce & Nudeln

Cremige Pasta mit Tomate-Ricotta-Basilikum-Aufstrich von Nabio
© Ilaria Di Emidiio für Nabio

Cremige Pasta mit dreierlei Käse

Wurstgulasch in zwei Variationen

Pasta von A bis Z

Fast alle Pastasorten tragen in Deutschland ihren ursprünglichen, italienischen Namen. Nur wenige von ihnen wurden eingedeutscht, die bekannteste Sorte darunter ist die Makkaroni – sie heißt eigentlich Maccheroni.

Auch wir kennen nicht alle 600 Nudelsorten auf der Welt – wohl aber die sechs typischen Endungen, die viele Pastasorten tragen! Diese können sehr hilfreich sein, wenn die bestimmte Nudelsorte, die Du im Supermarkt suchst, nicht vorrätig ist und Du auf eine ähnliche Alternative angewiesen bist.

Die bekanntesten gefüllten Nudelsorten sind Ravioli (Teigtaschen in allen möglichen Formen und Farben) und Tortellini (Teigtaschen in „Nabelform“).

Die Endungen basieren auf gegensätzlichen Eigenschaften: -elle steht für breit, -ette für schmal. -oni steht für groß, -ini oder -ine für klein. Und rigate steht für geriffelt, lisce für glatt. Ein Beispiel: Bei Spaghettoni handelt es sich um dickere, bei Spaghettini um dünnere Spaghetti. Gar nicht so schwer zu merken, oder?

Bon Pasta: Teigwaren aus Erfurt

Bon Pasta wurde im Jahr 1793 gegründet und ist somit nicht nur die älteste Nudelfabrik Deutschlands, sondern auch noch heute der größte Nudelhersteller Deutschlands. Allerdings produziert Bon Pasta (bis vor kurzem noch unter dem Namen Erfurter Teigwaren) seit etwa 20 Jahren nur noch Nudeln für den Handel und die Industrie. Möchtest Du also Nudeln aus Erfurt genießen, solltest Du Hartweizennudeln der Eigenmarke von Lidl oder Kaufland kaufen, da Schwarz – die Dachmarke – Bon Pasta im Jahr 2022 übernommen hat.

Kurze Nudelsorten

  • Anelli: ringförmige Nudeln mit einem Durchmesser von ca. 1 cm
  • Cannelloni: dicke Röhrennudeln
  • Cellentani: spiralförmige Korkenzieher-Nudeln
  • Cavatelucci: Nudeln in der Form länglicher Muscheln
  • Conchiglie: Nudeln in der Form großer Muscheln mit einer geriffelten Außenseite
  • Ditalini rigati: klein geschnittene Makkaroni mit einer gerillten Außenseite
  • Farfalle: Nudeln in Form von Schmetterlingen bzw. Schleifen
  • Fusilli: spiralförmige Nudeln
  • Gemelli: zwei ineinander gedrehte Nudelstränge
  • Gnocchi: Nudeln mit mehreren Rundungen und einem großen Hohlraum (nicht zu verwechseln mit den gleichnamigen Kartoffelklößchen!)
  • Lumachette: kleine Hörnchennudeln
  • Orecchiette: Nudeln in Ohrenform
  • Orzo: Nudeln in Form von Reiskörnern
  • Penne: röhrenförmige, an den Enden schräg abgeschnittene Nudeln
  • Ruote: Nudeln in Form von einem Rad mit Speichen

Lange Nudelsorten

  • Bavette: flach gewalzte Spaghetti
  • Bucatini: röhrenförmige, etwa 30 cm lange Nudeln mit einem Durchmesser von 3 mm
  • Capellini: sehr dünne Spaghetti
  • Lasagne: breite, flache Teigblätter
  • Fettuccine: dünne, breit gerollte Bandnudeln
  • Makkaroni: Röhrennudeln
  • Pappardelle: sehr breite Bandnudeln
  • Spaghetti: 25 cm lange Nudeln mit einem Durchmesser von 2 mm
  • Tagliatelle: Bandnudeln
  • Zitti: traditionelle italienische, röhrenförmige Hochzeitsnudeln mit einem Durchmesser von 7 bis 9 m

10 Nudelsaucen, die Du kennen solltest

Die Zeiten des verzweifelt bestellten Essens sind nun vorbei, solange Du nur eine Packung Spaghetti zu Hause hast: Viele klassische Nudelsaucen benötigen lediglich eine Handvoll simpelste Zutaten und stehen schneller auf dem Tisch, als Du Dich für einen Lieferdienst entschieden hast 😉

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Kategorie: Lebensmittel

6. November 2023 by Elisa Gelmroth

Während des 30-jährigen Krieges und in der Nachkriegszeit galt das gebratene Weißbrot vor allem als Notessen. Heute sehen viele in der Zubereitung der Armen Ritter eine köstliche Form der Resteverwertung. Außerdem hat sich das Rezept weiterentwickelt: Neben herzhaften Varianten gibt es mittlerweile auch Reiche Ritter. Dafür wird eine Brotscheibe mit süßem Aufstrich bestrichen, dann die zweite Brotscheibe darauf gelegt und dieses „Sandwich“ anschließend wie gewohnt in Eiermilch getunkt und gebraten.

Am besten eignet sich für die Armen Ritter Weißbrot wie Brioche, aber auch Toastbrot funktioniert. Wie lange Du das Brot in der Eiermilch einweichst, hängt vom Brot ab: Sehr weiches oder dünnes Brot nimmt die Flüssigkeit schneller auf als sehr dickes oder hartes Brot. Greife grundsätzlich lieber zu dicken Scheiben, da dünne Scheiben leicht zerfallen. Achtung: Vollkornbrot kann Flüssigkeit sehr schlecht aufnehmen.

  • Zubereitung: 15 Min
  • Für 2 Personen
Zutaten für Arme Ritter:
  • 2 Eier
  • 150 ml Vollmilch von Dittersdorfer Milch
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • Prise Salz
  • 4 dicke Scheiben Weißbrot oder Toastbrot
  • Zucker
  • 4 EL Landbutter von Dittersdorfer Milch

Zubereitung

Verquirle die Eier gründlich mit der Milch, Vanillezucker und Salz. Weiche die Brotscheiben darin ein und lasse sie sich gut mit der Eiermilch vollsaugen.

Schmelze pro Brotscheibe 1 EL Butter in einer Pfanne. Bevor Du die Brotscheibe vorsichtig in die Pfanne legst, lässt Du sie kurz abtropfen und bestreust sie von beiden Seiten noch mit etwas Zucker. Dann lässt Du die Brotscheibe bei mittlerer Hitze wenige Minuten lang von beiden Seiten knusprig und goldbraun braten.

Die Armen Ritter kannst Du direkt nach dem Braten in Zucker und Zimt wälzen, mit Ahornsirup beträufeln oder mit Puderzucker bestäuben. Auch Früchte schmecken köstlich dazu.

 

Zuerst wird Weiß- oder Toastbrot in Eiermilch eingeweicht …

 

… um anschließend in der Pfanne goldbraun gebraten zu werden.

Kategorie: Backen, Lebensmittel, Rezept

1. November 2023 by Elisa Gelmroth

Feldsalat ist unter vielen Namen bekannt, bei uns heißt er auch Rapunzel. Von Oktober bis Dezember ist seine Haupterntezeit. Frostunempfindliche Sorten können auch bis März oder April geerntet werden, sie vertragen bis zu -15° C. Während die Herbstsorten eher zarte, hellgrüne Farbtöne haben, sind die Blätter der Wintersorten kompakt und robust. Mittlerweile gibt es sogar Züchtungen und Anbaumethoden, die für eine ganzjährige Verfügbarkeit sorgen.

Vom Säen bis zur Ernte vergehen beim Feldsalat nur zwei, höchstens drei Monate. Besonders gut eignet sich der Feldsalat daher als Folgesaat für im Spätsommer abgeerntete Beete. Wenn Du ihn bei der Ernte nicht allzu tief abschneidest, kann der Feldsalat sogar noch einmal austreiben.

Rapunzel wird bei uns auf lediglich einem Hektar angebaut. Wesentlich mehr Feldsalat wächst in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Niedersachsen.

60 % des Feldsalats wird in Thüringen in Gewächshäusern kultiviert. Bei Feldsalat, der in Gewächshäusern wächst, ist der Nitratgehalt höher als bei Freiland-Pflanzungen, da die Pflanzen im Gewächshaus weniger direktes Licht erreicht. Feldsalat benötigt Licht, um Nitrat abbauen zu können. Wann Nitrat schädlich sein kann, erfährst Du in diesem Beitrag.

Feldsalat gehört zu den Baldriangewächsen und enthält dadurch ätherische Öle, die beruhigend wirken können. Darüber hinaus enthalten die zarten Blättchen hohe Mengen an Folsäure, Vitamin A und Vitamin C. Kein anderer Blattsalat enthält so viel Eisen wie Feldsalat. Diese Inhaltsstoffe kannst Du Dir nicht nur im Salat zunutze machen: Feldsalat eignet sich auch hervorragend für Smoothies. Nur erhitzen solltest Du die Blättchen nicht, da sie dabei schleimig werden.

Einkauf, Lagerung & Zubereitung

Frischen Feldsalat aus Thüringen bekommst Du vor allem auf Wochenmärkten oder in Hofläden. Im Supermarkt findest Du eher Importware aus Frankreich. Greife so oder so zu Feldsalat, der nicht aus vielen einzelnen Blättchen, sondern aus kompakten Blattrosetten besteht. Die Blattrosetten von knackig-frischem Feldsalat haben eine satte, dunkle Farbe

Da er sich nicht lange hält, solltest Du Feldsalat immer so frisch wie möglich essen. Alternativ kannst Du ihn in ein feuchtes Tuch einschlagen und so noch höchstens zwei, drei Tage im Kühlschrank lagern. Auf keinen Fall sollte er dabei luftdicht verpackt sein!

Feldsalat erinnert geschmacklich stark an Haselnüsse. Dementsprechend passt er perfekt zu Nüssen, Äpfeln, Orangen und Gorgonzola.

Damit Feldsalat nicht matschig wird, waschen wir ihn erst direkt vor der Zubereitung. Frischer Feldsalat aus dem Freiland ist oft relativ sandig, weshalb sich zum Reinigen vor allem kurze, intensive Wasserbäder eignen. Feldsalat im Supermarkt ist häufig schon vorgewaschen und somit nicht mehr sandig, dennoch solltest Du ihn nochmal vorsichtig waschen. Falls der Salat schon etwas schlaff aussehen sollte, kann ein Bad in kaltem Wasser mit Eiswürfeln helfen. Damit der Feldsalat nicht vor dem Essen matschig wird, wird das Dressing erst direkt vor dem Verzehr über den Salat gegeben.

Unsere Rezepte mit Feldsalat

Winterbowl

Frühlingshafter Chicorée-Salat

Saisonaler Flammkuchen

Kategorie: Saisonales

23. Oktober 2023 by Elisa Gelmroth

Blutige Augäpfel

Für die Augäpfel brauchst Du Litschi aus der Dose. In jede Litschi steckst Du eine Heidelbeere. Falls die Litschi auseinanderfällt, kannst Du einen (gekürzten) Zahnstocher seitlich durch die Litschi und die Beere stecken. Ist die Litschi sehr klein, kannst Du die Heidelbeere halbieren. Verrühre zum Schluss 2 EL Erdbeermarmelade von HAINICH mit ein wenig Wasser und träufele es auf die Augen.

Giftgrüne Limo

Verrühre Zitronenlimonade von der Brauerei Neunspringe mit ein paar Tropfen grüner Lebensmittelfarbe.

Bananengeister

Halbiere eine Banane quer, stecke einen Schaschlikspieß in sie hinein und tunke sie in geschmolzene Weiße Schokolade von Heilemann. „Klebe“ Zuckeraugen auf die Schokolade und lasse die in Schokolade umhüllten Bananengeister aushärten.

Halloween-Paprika

Halloween-Kürbisse zu schnitzen braucht Zeit und Kraft. Mit Paprika geht das wesentlich leichter, schneller – und Du kannst die Paprika direkt essen! Schnitze die Paprikaschote genauso wie einen Kürbis: Schneide den Deckel ein, „höhle“ das Weiße in der Paprika aus und schnitze dann ein Gesicht in die Paprika. Wenn die Löcher klein ausfallen, kannst Du die Paprika sogar noch mit einem Dip füllen. Ansonsten kannst Du zum Beispiel auch Gemüse-Sticks in die Paprika stellen.

Gruselige Apfel-Gebisse

Schneide einen Apfel in Viertel und entferne das Kerngehäuse so sparsam wie möglich. Schneide nun auf der Außenseite des Apfelstücks einen Spalt für den Mund heraus. Gehe dabei immer so vorsichtig wie möglich vor, damit keine Löcher entstehen und der Apfel stabil bleibt. Nun kannst Du den Apfel mit etwas Küchenpapier trocken tupfen und in die Öffnung etwas Salted Caramel Erdnuss-Aufstrich von Nabio streichen. Zum Schluss steckst Du Mandelstifte mit ihrer spitzen Seite in den Spalt des Apfels.

Seltsame Weintrauben

Gib einen kleinen Klecks geschmolzene Weiße Schokolade von Heilemann auf eine Weintraube und klebe ein oder zwei Zuckeraugen darauf. Zuckeraugen findest Du zum Beispiel in gut sortierten Supermärkten.

Spinnen-Eier

Zuerst kochst Du einige Eier zehn Minuten lang, lässt sie gründlich auskühlen und pellst sie ab. Lasse währenddessen einige entsteinte schwarze Oliven abtropfen und halbiere sie anschließend längs. Jede Hälfte ergibt einen Spinnenkörper. Schneide nun eine weitere Olive in Viertel und schneide diese in dünne Streifen. Für einen „Körper“ brauchst Du acht „Beine“, vier für jede Seite. Lege nun den „Körper“ mit der Schnittseite nach unten auf eine hartgekochte Eierhälfte und ergänze die in Streifen geschnittenen „Beine“.

Der neue Grusel-Becher von HEXEN-Eis bereitet eisiges Vergnügen an Halloween! Auf cremigem Vanilleeis ruht leuchtende Orangensoße, die mit bunten Gruselstreuseln garniert wird.
Du magst es weniger gruselig und eher herbstlich? Dann empfehlen wir Dir die neuen, limitierten Edelvollmilch-Herbstschokoladen von Heilemann! Sie sind in den Sorten Orange-Feige, Zimt-Pflaume und Zitrone-Ingwer erhältlich.

Mandarinen-Kürbisse

Schäle eine Mandarine, zerbreche eine Salzstange und stecke ein kurzes Stück davon in die Mitte der Mandarine. Wenn Du möchtest, kannst Du auch noch ein paar Kräuterblättchen als „Kürbisgrün“ mit in die Mitte stecken.

Salzig-süße Spinnennetze

Halbiere Salzstangen und lege sie sonnenförmig auf einen Bogen Backpapier. Ziehe nun geschmolzene Edelvollmilch-Schokolade von Heilemann in spiral- oder kreisförmig über die Salzstangen. Falls die Schokolade nicht flüssig genug ist, hilft ein klein wenig Kokosfett oder Butter in der Schokolade. Lasse die Schokolade aushärten und ziehe dann vorsichtig das Backpapier ab.

Blutrote Halloween-Bowle

Fülle am Tag zuvor einen ungepuderten, lebensmittelechten Einweg-Handschuh mit Wasser. Verschließe ihn so, dass er dicht hält, und lege ihn ins Gefrierfach. Am nächsten Tag gibst Du 1 l roten Traubensaft, 1 l Kirschsaft, 1 l Orangensaft und 1 l Mineralwasser Klassik von Thüringer Waldquell in eine große Bowle-Schüssel. (Erwachsene können das Mineralwasser auch durch eine Flasche Sekt ersetzen.) Nimm die eisige Hand aus dem Tiefkühlfach, lasse sie kurz antauen und befreie sie dann vorsichtig aus dem Einweg-Handschuh. Lege sie in die Bowle-Schüssel. Falls Du möchtest, kannst Du die Bowle noch mit tiefgekühlten roten Beeren, süßen Gummiwürmern oder den Litschi-Augäpfeln garnieren.

Bloody Mary

Nur für Erwachsene: Verrühre 5 cl Nordfjord Vodka von Nordbrand Nordhausen, 1,5 cl Zitronensaft, 2 Spritzer Tabasco sowie 4 Spritzer Worcestershiresauce mit etwas Salz und Pfeffer. Rühre dann noch 10 cl Tomatensaft unter und gib den Cocktail zusammen mit einigen Eiswürfeln in ein Longdrinkglas.

Käsige Grabkreuze

Dieser Snack steht in wenigen Sekunden auf dem Tisch: Schneide aus einem Block Butterkäse von Dittersdorfer Milch Kreuze oder auch Grabsteine aus. Drapiere sie entweder zwischen den Snacks oder stelle sie in Dips hinein.

Schokoladige Gespenster

Schmelze Weiße Schokolade von Heilemann. Streiche sie so mit dem Löffelrücken auf einen Bogen Backpapier, dass die dicken Schokokleckse wie Gespenster aussehen. Lege einen Schaschlikspieß in die Schokolade und drapiere Zuckeraugen auf der weißen Schokolade. Lasse die Gespenster aushärten und ziehe dann vorsichtig das Backpapier davon ab.

Mumifizierte Wiener Würstchen

Nimm Wiener Würstchen von EWU Thüringer aus dem Glas und lasse sie abtropfen. Schneide einen Bogen Blätterteig längs in 1 cm breite Streifen. Nun umwickelst Du die Würstchen eng mit dem Blätterteig. Lasse im oberen Drittel einen Spalt frei. Verquirle ein Ei und bepinsele den Blätterteig damit. Jetzt backst Du die Würstchen-Mumien bei 160° Umluft 15 bis 20 Minuten lang. Wenn Du möchtest, kannst Du auf den freien Spalt der ausgekühlten mumifizierten Wiener als „Augen“ zwei Kleckse Delikatess-Mayonnaise von BORN geben.

Kürbisse auf den Treppenstufen von einem Haus

Halloween – ein Fest mit Tradition

Am 31. Oktober ist Halloween! 80 % der Thüringer feiern das Fest mittlerweile, das lange Zeit einen ziemlich schlechten Ruf als „US-Import“ hatte. Tatsächlich hat Halloween aber eine mehrere Jahrtausende alte Tradition und wird in verschiedensten Ländern mit zahlreichen Bräuchen gefeiert. Wir schnitzen zum Beispiel gern fiese Gesichter in große Kürbisse. Wie das am besten funktioniert und welche anderen Bräuche an Halloween gefeiert werden, erfährst Du in diesem Beitrag.

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Kategorie: Halloween, Rezept

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