Work in Jena
  • regional
  • köstlich
  • nachhaltig
  • vertraut
  • festlich

Beitrag

6. Juli 2023 by Elisa Gelmroth

  • Zubereitung: 50 Min
  • Für 4 Personen
Zutaten für die Zucchini-Päckchen:
  • 400 g Zucchini
  • 400 g Grillkäse von Dittersdorfer Milch
  • Olivenöl nativ extra vierge von der Erfurter Ölmühle

 

Der Grillkäse nach Feta-Art von Dittersdorfer Milch ist in verschiedenen Geschmacksrichtungen erhältlich und schmeckt auch ohne Zucchini-Begleitung hervorragend. Die Milch für den Käse stammt von den Kühen der Landgenossenschaft Dittersdorf.

Zucchini haben jetzt Saison

Zubereitung

Wasche die Zucchini, trockne sie ab und schneide die Enden ab. Schneide nun mit einem Sparschäler die Zucchini in lange Streifen, bestreue sie anschließend mit etwas Salz und lasse die Zucchini etwa zehn Minuten lang ziehen.

In der Zwischenzeit schneidest Du den Grillkäse in Würfel. Die Würfel sollten in etwa so breit wie die Zucchini-Streifen sein – also circa drei bis vier Zentimeter.

Tupfe die Zucchini-Streifen mit Küchenpapier trocken.

Nun wickelst Du die Päckchen. Lege dafür zwei Zucchini-Streifen über Kreuz übereinander. Lege ein Stück Grillkäse in die Mitte und klappe die Zucchini-Streifen darüber. Stecke von der Seite einen Schaschlikspieß so durch das Päckchen, dass alles zusammenhält. Du kannst nur eins oder auch mehrere Päckchen auf einen Spieß stecken.

Bestreiche die Päckchen von allen Seiten mit ein wenig Olivenöl und brate sie dann unter Wenden einige Minuten lang auf dem Rost, bis sie von allen Seiten goldbraun sind.

Naturbelassene Molkereiprodukte aus Dittersdorf

Malerisch liegt Dittersdorf zwischen Feldern und Wäldern am Rand der Plothener Teiche im Naturpark Thüringer Schiefergebirge / Obere Saale. Am Ortsrand befindet sich die im Jahr 2011 gegründete Kleinmolkerei Dittersdorfer Milch. Hier entstehen in aufwändiger Handarbeit aus frischer Milch köstliche Molkereiprodukte – komplett ohne Geschmacksverstärker, Verdickungsmittel und tierische Gelatine.

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Kategorie: Braten, Rezept

3. Juli 2023 by Elisa Gelmroth

Seefahrer brachten sie im 17. Jahrhundert aus Mittelamerika über den Atlantik. Südeuropa war sofort von der Zucchini begeistert (deren korrekte Singular-Form eigentlich der Zucchino ist) – schließlich schmeckt sie hervorragend in der Kombination mit weiteren mediterranen Gemüsesorten wie Tomaten, Paprika und Auberginen.

Deutschland kam erst in den 1970er Jahren auf den Geschmack, als sie Italien als Urlaubsland entdecken und nicht nur das italienische Eis, sondern auch die Zucchini lieben lernten. Heute zählt sie in Deutschland zu einer der am meisten verkauften Gemüsesorten – aber auch im Garten wird sie gern angebaut, da sie (abgesehen von ihrer Frostempfindlichkeit) sehr anspruchslos ist.

Kürbis hat jetzt Saison

Das hat jetzt Saison: Kürbis

Die Zucchini ist eine Züchtung aus dem Gartenkürbis. Der Name leitet sich vom italienischen Wort für Kürbis, zucca, ab und bedeutet so viel wie kleiner Kürbis.

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Zucchini sind in verschiedensten Farben und sowohl länglich als auch rund erhältlich; die runden Sorten eignen sich besonders gut zum Aushöhlen und Befüllen. Grundsätzlich schmecken Zucchini besonders köstlich, wenn sie noch klein und nicht länger als 20 cm bzw. nicht schwerer als 200 g sind. Ihre Schale ist dann noch besonders zart und das Fleisch sehr aromatisch. Die ersten kleinen Zucchini aus heimischem Anbau sind Mitte bis Ende Juni reif, doch die fleißige Pflanze produziert bis in den Herbst hinein Zucchini.

Baust Du im Garten Zucchini an und erlebst eine wahre Schwemme, kannst Du die Zucchini bis zu zwei Wochen lang im Gemüsefach vom Kühlschrank lagern: Die Zucchini mag es kühl und weder zu warm noch zu kalt, sonst wird sie matschig und entwickelt dunkle Stellen. Außerdem lohnt es sich, die Blüten der Zucchini zu ernten – gerade dann, wenn Du eh schon mit der Ernte überfordert bist. Die Blüten gelten als Delikatesse; kleine Exemplare kannst Du frittieren, große Blüten füllen.

Schmeckt eine Zucchini bitter, solltest Du sie lieber entsorgen, da sie dann den Bitterstoff Cucurbitacin enthält. Dieser kann zu Erbrechen und Durchfall führen und bleibt auch nach dem Kochen noch erhalten. Gekaufte Zucchini sind meist spezielle Züchtungen, in denen Cucurbitacin nicht auftreten kann, doch gerade bei Zucchini aus dem Garten solltest Du vor dem Verarbeiten ein kleines Stück rohe Zucchini probieren, um zu überprüfen, ob sie bitter schmeckt.

Kaufst Du Zucchini, achte darauf, dass Du zu Exemplaren mit einer festen, glatten, glänzenden und makellosen Schale greifst. Die Schale brauchst Du beim Verarbeiten später nicht entfernen, denn darin stecken die meisten Nährstoffe des Fruchtgemüses, das ansonsten zu über 90 % aus Wasser besteht.

Zucchini-Päckchen mit Grillkäse

Diese kleinen Pakete bringen ordentlich Abwechslung auf den Grill! Wir wickeln köstliche Grillkäse-Würfel von Dittersdorfer Milch in Zucchini-Streifen und legen sie dann auf den Rost. Die Kombination aus gerösteter Zucchini und schmelzendem Käse schmeckt einfach himmlisch!

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Kategorie: Saisonales

26. Juni 2023 by Elisa Gelmroth

Schon vor 4000 Jahren wurde in China der Grundstein für unsere Eis-Tradition gelegt. Damals wurde eine Creme aus Reis, Milch und Gewürzen zum Gefrieren in den Schnee gestellt. Inspiriert davon ließ man im römischen Reich Schnellläufer Schnee oder geriebenes Eis aus den Bergen holen. Besonders gern wurde dieses mit Honig, Rosenwasser und Früchten gemischt genossen. Mit dem Ende des antiken Roms ging diese Tradition jedoch verloren. Erst durch die Kreuzfahrer kam das Eis aus dem arabischen Raum zurück nach Europa – in Form von dem Vorläufer des Sorbets, einer Mischung aus Schnee und Fruchtsirup.

Innerhalb eines Jahres isst jeder von uns durchschnittlich acht Liter Eis. Etwa 1,5 Liter davon macht Eis von Eisdielen bzw. Softeis aus.

In Europa eröffnete der Italiener Francesco Procopio di Cultelli, der ein Koch von Ludwig XIV. war, im Jahr 1686 in Paris das Café Procope – das als erstes Café neben Kuchen auch Speiseeis anbot. In Deutschland war es 100 Jahre später so weit: Hier eröffnete im Jahr 1799 im Hamburger Alsterpavillon die erste Eisdiele. Kurz zuvor wurde auch die Eismaschine erfunden – eine der ersten besaß George Washington, der nicht nur der erste Präsident der Vereinigten Staaten, sondern auch großer Eisliebhaber war. Angeblich soll er sogar bei Nachmittagsempfängen Eis serviert haben.

Beim Genuss von Eis kann es schnell zum sogenannten Brain Freeze kommen: Essen wir etwas sehr Kaltes, das unseren Gaumen berührt, spannen sich die Blutgefäße zwischen Gaumen und Gehirn an und pumpen viel Blut in den Kopf. Das zusätzliche Blut erzeugt Druck und somit Kopfschmerzen. Eine einfache Lösung ist es, in dem Moment die Zunge gegen den Gaumen zu drücken. Sie sorgt für Wärme, die wiederum die Blutgefäße entspannen und den Schmerz verschwinden lässt.

Während in den folgenden Jahrhunderten das italienische Gelato immer beliebter wurde, machten sich die US-Amerikaner im 20. Jahrhundert mit Eis am Stiel berühmt: Das erste Eis am Stiel wurde im Jahr 1923 vom Limonaden-Produzent Frank Epperson produziert, der knapp 20 Jahre zuvor aus Versehen ein Glas Limo mit Löffel darin über Nacht draußen stehen ließ. Die Limo gefror – und eine neue Idee war geboren. Der nach ihm benannte Eppsicle Ice Pop wurde später zum bis heute geschützten Markennamen Popsicle. Im gleichen Jahr erfand übrigens Harry Burst das mit Schokolade überzogene Vanille-Eis am Stiel.

Eine Kugel Eis kostete im Jahr 2022 im Durchschnitt 1,46 €.

Unsere heutige Eiskultur haben wir vor allem Italien zu verdanken. Nicht nur wird heute jede dritte deutsche Eisdiele von Italienern geleitet: In den 1950er Jahren fuhren viele Deutsche nach Italien in den Urlaub und lernten dort la Dolce Vita in der Waffel kennen und lieben. Bis heute spiegeln sich die damaligen kulinarischen Entdeckungen in den Eisvorlieben der Deutschen wider: Neben den nach wie vor beliebtesten Eissorten Stracciatella, Schokolade, Vanille und Erdbeere traten neue Geschmacksaromen wie Malaga, Tiramisu und Kokos in den deutschen Alltag.

Eis aus Thüringen

Sommer bedeutet Sonne – und natürlich Eis! 124 Eiskugeln essen wir Deutsche jedes Jahr. Es muss aber nicht immer die Maxi-Fürst-Pückler-Packung aus dem Supermarkt um die Ecke sein.
Eis? Geht auch regional! Wir verraten Dir, wo Du bestes hausgemachtes Thüringer Eis bekommen kannst.

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Die Qual der Wahl

In vielen Eisdielen gibt es eine riesige Auswahl an Eissorten, die oft auf den gleichen Grundzutaten beruhen. Doch abgesehen von den verschiedenen Geschmacksrichtungen ist Eis nicht gleich Eis. In Deutschland gibt es strenge Richtlinien und Bezeichnungen für verschiedene Eistypen. Einen Unterschied macht neben den Zutaten vor allem der Anteil von Milch und Milchfett aus.

Cremeeis

Cremeeis braucht, um sich als solches bezeichnen zu dürfen, einen sehr hohen Ei-Anteil: Auf einen Liter Milch müssen 270 g Ei bzw. 90 g Eigelb kommen. Außerdem muss mindestens die Hälfte vom Eis aus Milch bestehen. Lasse 500 ml Vollmilch von Dittersdorfer Milch und 400 ml Sahne in einem Topf kurz aufkochen und anschließend abkühlen. Rühre 300 g Zucker und vier Eigelbe mit dem Schneebesen unter und gib dann weitere Zutaten Deiner Wahl dazu. Fülle die Eismasse dann in eine flache Form und stelle sie ins Gefrierfach. Nun musst Du alle 30 Minuten die Masse umrühren und das etwa drei, vier Stunden lang wiederholen, bis das Eis die gewünschte Konsistenz erreicht hat.

Milcheis

Milcheis besteht zu mindestens 70 % aus Milch. Zu Milcheis zählt übrigens auch Softeis. Um so weich zu werden, wird das Milcheis mit mehr Luft und einer höheren Geschwindigkeit als sonst gerührt, außerdem wird die Eismasse gleichzeitig aufgeschäumt und gefroren. Diese Art der Herstellung wurde im Jahr 1934 erfunden und erlebte gerade in den 70er und 80er Jahren einen riesigen Hype. Da Softeis bei einer Temperatur von etwa -5° C verkauft wird und es früher noch rohes Ei beinhaltete, erlitten damals sehr viele eine Salmonellen-Infektion. Heutzutage wird Softeis ohne rohes Ei hergestellt, außerdem pasteurisieren professionelle Softeismaschinen die Eismasse vorab.

Sahneeis & Eiscreme

Sahneeis schmeckt besonders cremig und aromatisch, da es mindestens zu 60 % aus Sahne bestehen und mindestens 18 % Milchfett beinhalten muss. Eiscreme muss mindestens 10 % Milchfett aufweisen. Dabei ist es egal, ob das Milchfett aus Milch, Sahne oder Butter kommt.

Gelato

Gelato ist nicht nur das italienische Wort für Eis, sondern auch ein eigener Eistyp. Gelato enthält keine Eier und mehr Vollmilch als Sahne, wodurch der Milchfett-Anteil bei nur 5 bis 7 % liegt. Außerdem wird es langsam gerührt. Dadurch wird vergleichsweise wenig Luft in die Eismasse gebracht; das Eis wird dichter und gehaltvoller. Zum Vergleich: In industriell hergestelltes Eis wird oft so viel Luft in die Eismasse eingeschlagen, dass aus einem Liter Eismasse zwei Liter Eis werden. Das ist profitabel und sorgt außerdem dafür, dass das Eis aus der Tiefkühltrühe sofort portionierbar ist. Eis mit einem geringen Luftanteil braucht nach der Aufbewahrung im TK-Fach jedoch einige Zeit, um sich gut portionieren zu lassen. Am besten stellst Du Eis mit wenig Luft wie Gelato vor dem Genießen für 15 bis 20 Minuten in den Kühlschrank (bei Zimmertemperatur schmilzt das Eis außen, während der Kern eiskalt und hart bleibt). In Eisdielen ist es übrigens etwas anderes: Hier wird Gelato von vornherein nur bei -9° C statt wie üblich bei -17° C gelagert. So schmilzt das Gelato schneller im Mund und schmeckt noch dazu sehr cremig und aromatisch.

Schwedenbecher selbermachen

Trägt ein Eis nur die Bezeichnung als Eis, beinhaltet es neben Milch und Sahne auch pflanzliches Fett – in der Regel handelt es sich dabei um Kokosfett.

Fruchteis & Sorbet

Fruchteiscreme hat einen Milchfett-Anteil von mindestens 8 %. Konkrete Angaben zum Fruchtgehalt gibt es hier nicht. Anders ist es beim Fruchteis: Fruchteis braucht einen Mindest-Fruchtgehalt von 20 %. Handelt es sich um Zitrusfrüchte, reichen auch 10 % Fruchtgehalt. Bei Sorbet ist der Fruchtanteil noch höher: Hier sind es mindestens 25 % Fruchtgehalt bzw. 15 % bei Zitrusfrüchten. Sorbet ist übrigens in der Regel laktosefrei und enthält auch kein zugesetztes Fett. Gib 500 g gefrorene Früchte, 100 g Zucker und den Saft von einer Zitrone in einen Mixer oder eine Küchenmaschine und püriere die Zutaten, bis sie glatt und cremig sind. Fülle das Sorbet dann in eine flache Form und stelle sie ins Gefrierfach. Nun musst Du alle 30 Minuten die Masse umrühren und das etwa drei, vier Stunden lang wiederholen, bis das Sorbet die gewünschte Konsistenz erreicht hat.

Wassereis & Granita

Wassereis besteht lediglich aus Wasser, Zucker und Aroma- bzw. Farbstoffen. Bei Granita handelt es sich um etwas ähnliches: Es ähnelt klein gehacktem Wassereis auf Fruchtsaft-Basis, die Konsistenz liegt irgendwo zwischen flüssig, halbgefroren, Slush-Eis und Sorbet. Um seine charakteristische körnige Konsistenz zu erhalten, wird die Masse traditionell in flachen Formen eingefroren und dann regelmäßig mit einer Gabel aufgekratzt. In Sizilien gilt Granita als absoluter Klassiker, gerade mit frischem Zitronensaft schmeckt es äußerst erfrischend. Erhitze 250 ml Wasser und 100 g Zucker in einem Topf, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Rühre dann den Saft von zwei bis vier Zitronen unter. Lasse die Flüssigkeit abkühlen. Fülle sie dann in eine flache Form und stelle sie ins Gefrierfach. Nun musst Du alle 30 Minuten die Masse mit einer Gabel umrühren und das etwa drei, vier Stunden lang wiederholen, bis die Granita die gewünschte Konsistenz erreicht hat. Fülle sie in Gläser und serviere sie mit einem Löffel und Strohhalm.

Parfait

Parfait ist ein Eistyp, der perfekt für die Herstellung in der eigenen Tiefkühltruhe geeignet ist, da für die Herstellung nie eine Eismaschine genutzt wird. Stattdessen wird die Eismasse einfach in Formen gefüllt und dann „stehend“ eingefroren. Durch den hohen Eigelb- und Sahne-Anteil wird das Eis trotzdem cremig und glatt. Zum Servieren kann es in Scheiben geschnitten oder in Dessertschalen geschichtet werden. Gern wird es dabei mit Früchten, Keksen oder Soßen kombiniert. Schlage vier Eigelbe und 100 g Zucker in einer hitzebeständigen Schüssel über einem Wasserbad schaumig, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat und die Mischung dick und cremig geworden ist. Nimm die Schüssel vom Herd und rühre ab und zu um, bis die Mischung abgekühlt ist. Schlage nun 400 ml Sahne steif und hebe sie vorsichtig unter die Eigelb-Mischung. Anschließend kannst Du Zutaten Deiner Wahl unterrühren. Gib die Eismasse nun in eine Kastenform  und stelle sie mindestens sechs Stunden lang ins Gefrierfach.

Frozen Joghurt

In den letzten Jahren ist Frozen Yogurt als gesündere Eis-Alternative äußerst beliebt geworden. Dabei handelt es sich oft um eine Mischung aus Joghurt, Sahne und Süßstoff. Durch den hohen Joghurt-Anteil schmeckt der „FroYo“ etwas leichter und säuerlicher als normales Speiseeis. Außerdem ist der Fettanteil geringer. Allerdings wird Frozen Yogurt häufig mit verschiedenen kalorienreichen Toppings garniert. Verrühre 500 g Naturjoghurt von Dittersdorfer Milch mit 80 g Zucker, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Nun kannst Du je nach Wunsch weitere Zutaten unterrühren, zum Beispiel Zitronensaft, Vanillearoma oder Fruchtpüree. Fülle den Joghurt in eine flache Form und stelle sie ins Gefrierfach. Nun musst Du alle 30 Minuten die Masse umrühren und das etwa drei, vier Stunden lang wiederholen, bis der Frozen Yogurt die gewünschte Konsistenz erreicht hat.

(N)Ostalgie in der Eiswaffel

Noch heute wird Softeis hergestellt, das wie in Kindheitstagen schmeckt. Doch was zeichnet diesen Geschmack eigentlich aus? Wir gehen dem Original DDR-Softeis auf den Grund 🔍

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Kategorie: Lebensmittel, Rezept

22. Juni 2023 by Elisa Gelmroth

Unser klassischer Milchreis hat seine Ursprünge vermutlich in Italien. Dort wird in der Gegend um die Stadt Arborio der gleichnamige berühmte Risotto-Reis angebaut. Irgendwann muss jemand auf die fantastische Idee gekommen sein, den Rundkornreis nicht nur herzhaft zuzubereiten – und der Milchreis war geboren! In Deutschland ist Milchreis hingegen noch nicht einmal seit allzu langer Zeit bekannt, da Reis früher teuer importiert werden musste. Erst vor etwa 250 Jahren gewann er an Bekanntheit.

  • Zubereitung: 40 Min
  • Für 4 Personen
Zutaten für Milchreis:
  • 200 bis 250 g Milchreis
  • 1 l Vollmilch von Dittersdorfer Milch
  • Prise Salz
  • 50 g Zucker
  • ggf. Mark einer Vanilleschote

Wir setzen auf die Vollmilch von Dittersdorfer Milch, da der naturbelassene Fettgehalt für einen besonders vollmundigen Geschmack sorgt. Wer sich vegan ernährt, kann die Kuh- durch Kokosmilch ersetzen – sie macht den Milchreis besonders cremig.

Zubereitung

Gib alle Zutaten in einen großen Topf und lasse sie aufkochen. Drehe die Hitze dann auf die niedrigste Stufe herunter und lasse den Milchreis etwa eine halbe Stunde lang ziehen, bis der Reis die Milch weitestgehend aufgenommen hat. Während dieser halben Stunde solltest Du den Milchreis regelmäßig umrühren und gerade am Ende darauf achten, dass er nicht anbrennt. Brennt der Milchreis dennoch an, kannst Du den nicht angebrannten Teil vorsichtig in einen neuen Topf füllen und weiterkochen.

Sobald der Milchreis gar ist, lässt Du ihn einige Minuten lang abkühlen, ohne umzurühren. In dieser Zeit dickt er schön ein. Wird er dabei zu fest, kannst Du einfach noch etwas Milch unterrühren.

Serviere Milchreis warm mit Zimtzucker oder kalt mit Früchten wie Kirschen oder Pfirsichen. Gerade im Sommer schmeckt er aus dem Kühlschrank besonders erfrischend. Schoko-Liebhaber können nach dem Kochen 100 g gehackte Zartbitterschokolade unterrühren.

Reis: Getreide aus dem Wasser

Einer der weltweit wichtigsten Nährstofflieferanten ist Reis. In Asien isst eine Person im Jahr durchschnittlich 150 Kilo Reis. In vielen asiatischen Sprachen sind die Worte für Reis und Essen sogar identisch. Aber auch für Europa spielt Reis eine größere Rolle als gedacht.

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Kategorie: Kochen, Lebensmittel, Rezept

19. Juni 2023 by Elisa Gelmroth

So wird Reis angebaut

Reis wird seit mehr als 7.000 Jahren angebaut. Viele der mehreren tausend Reissorten brauchen zum Wachsen nicht nur Wärme, sondern vor allem sehr feuchten Boden, auch wenn Reis erst durch Züchtungen zur Sumpfpflanze und ursprünglich auf trockenem Boden angebaut wurde.

Die bis zu 1,80 m hoch wachsenden Pflanzen werden oft auf Reisterrassen angebaut, die mithilfe von Regen und/oder Flusswasser überschwemmt werden. Erst kurz vor der Ernte wird das Wasser abgelassen. Der positive Nebeneffekt vom Nassanbau ist, dass Schädlinge und Unkraut keine Chance haben.

Eine einzige Reispflanze entwickelt bis zu 3.000 Reiskörner. Ein Kilo Reis benötigt 3.000 bis 5.000 Liter Wasser.

In Asien werden die Reisterrassen bis heute vor allem von Hand bewirtschaftet: Die Felder werden mithilfe von Pflügen, die von Wasserbüffeln gezogen werden, vorbereitet; später wird jeder Halm einzeln geerntet. Durch die Terrassen und Hanglage sind normale Mähdrescher nicht einsetzbar, weshalb in Japan mittlerweile spezielle Mähdrescher für die Reisernte entwickelt wurden.

Getreidesorten im Überblick

Reis ist wie Weizen ein Getreide bzw. eine Süßgrasart. Doch welche Getreide gibt es eigentlich darüber hinaus? Hier findest Du einen Überblick über gängige und seltene, alte und moderne Getreide- und Pseudogetreidesorten.

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In den USA und Südeuropa – allen voran in Italien und Spanien – wird Reis hingegen vor allem industriell angebaut. Der Boden wird maschinell bearbeitet, das Saatgut mit dem Flugzeug ausgebracht, der Reis künstlich bewässert und später mit dem Mähdrescher geerntet. Nach der Ernte wird der Reis gedroschen und getrocknet, dann wird die Spelze entfernt. Übrig bleibt der sogenannte Naturreis. Dieser wird nochmal gesiebt und gesäubert, dabei werden auch zerbrochene Körner (Bruchreis) aussortiert, denn je weniger Bruch im Reis enthalten ist, desto hochwertiger ist er. Der Naturreis ist dann bereit für den Handel. Für Weißreis wird noch das Silberhäutchen abgeschliffen, anschließend werden die Körner poliert.

Reis kann auch auf trockenem Boden angebaut werden. Das ist aber wesentlich aufwändiger als der Nassanbau. Außerdem sind die Erträge geringer und das Aroma intensiver, was den trocken angebauten Reis sehr teuer macht.

Reis aus Thüringen?!

Im Jahr 2021 wurden Pläne zum Bio-Reisanbau in Thüringen veröffentlicht. In den letzten 25 Jahren wurden hunderte Moore im Thüringer Wald und Schiefergebirge ökologisch saniert, um sie wieder vernässen zu können. Dafür wurden Systeme aus Kanälen, Gräben und Schiebern installiert, wie sie so ähnlich auch im traditionellen chinesischen Nassreisanbau eingesetzt werden. Durch den hohen Niederschlag im Mittelgebirge und das Quellwasser steht auf den 300 Hektar Anbaufläche auch genug Regenwasser zur Verfügung. Für das Pflügen der Flächen sollen Pferde aus der Holzernte eingesetzt werden. Wir sind gespannt, ob der Anbau von Thüringer Moor-Reis weiter verfolgt wird und man ihn irgendwann neben Thüringer Wildbret in den Forstämtern kaufen kann!

Naturreis & Weißreis

Bei Naturreis handelt es sich um die Vollkorn-Variante von Reis. Da das Silberhäutchen die meisten Nährstoffe enthält und dieses bei Naturreis nicht abgeschliffen wird, ist Naturreis besonders gesund. Allerdings ist Naturreis nur begrenzt haltbar, schmeckt sehr körnig und muss doppelt so lang wie Weißreis kochen.

Weißreis – also abgeschliffener Naturreis – lässt sich vor allem in Lang- und Rundkornreis unterteilen. Längliche Körner mit geringem Stärkeanteil gelten als Langkornreis. Diese Körner sind nach dem Kochen trocken und locker und eignen sich daher gut als Beilage oder für Suppen und Aufläufe. Zu Langkornreis gehört zum Beispiel die Sorte Patna, aber auch Duftreis wie Basmati und Jasmin. Duftreis hat einen besonders aromatischen Geschmack.

Oft wird Langkornreis auch als parboiled Reis angeboten. Der Begriff kommt aus dem Englischen (partially boiled – teilweise gekocht) und beschreibt ein ausgeklügeltes Verfahren. Abgeschliffener Weißreis weist eigentlich nur einen geringen Bruchteil der im Naturreis enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe auf. Indem Naturreis eingeweicht und dann mit Dampfdruck angekocht wird, verkürzt sich nicht nur die spätere Garzeit – es werden auch 80 % der in der Silberschale enthaltenen Inhaltsstoffe ins Innere des Korns gepresst. Diese gehen auch beim anschließenden Schälen und Polieren nicht verloren. Parboiled Reis ist durch dieses Verfahren leicht gelblich verfärbt. Er verklebt nicht, schmeckt aber auch nicht ganz so aromatisch wie unbehandelter Reis.

Schnellkochreis ist kürzester Zeit verzehrbereit. Allerdings enthält der vorgegarte und anschließend wieder getrocknete Reis kaum Nährstoffe und Aromen.

Rundkornreis enthält viel Stärke, wodurch die einzelnen kleinen, rundlichen Körner aneinanderkleben und sehr viel Flüssigkeit binden können, gleichzeitig aber im Kern bissfest bleiben. So entsteht eine cremig-weiche, gleichmäßig gegarte Reismasse ohne Klumpen. Typische Rundkornsorten sind Arborio und Carnaroli. Rundkornreis wird vor allem für Sushi, Risotto und Milchreis genutzt.

Ab und zu wird im Supermarkt auch Wildreis angeboten. Dabei handelt es sich genau genommen gar nicht um Reis, sondern um Körner von Wassergras. Die braunschwarzen Körner haben einen intensiven nussigen Geschmack und sind relativ teuer.

Unsere Rezepte mit Reis

Cremiges Steinpilz-Risotto

Milchreis für jede Jahreszeit

Wurstgulasch in zwei Variationen

Kohlrouladen in einer Auflaufform

Kohlrouladen in zwei Variationen

Reis mit der Quell-Methode zubereiten

Wiege zunächst die Menge an Reis ab, die Du zubereiten möchtest. Als Faustregel gelten 60 bis 70 g pro Person, wenn der Reis nur eine Beilage sein soll. Ansonsten greifst Du besser zu 100 bis 120 g Reis pro Person.

Vor dem Kochen solltest Du den Reis waschen. Rundkornreis wäschst Du am besten nur einmal kurz, um eventuelle Verunreinigungen abzuspülen. Langkornreis hingegen wird besonders locker und körnig, wenn Du ihn wäschst, bis das ablaufende Wasser fast klar ist. Nur so werden alle überschüssigen, verklebenden Stärkepartikel abgespült.

Anschließend kochst Du einen Teil Reis mit zwei Teilen Wasser und einer Prise Salz auf. Drehe die Hitze dann herunter und lassen den Reis abgedeckt bei geringer Hitze quellen. Oft reichen 15 Minuten aus, wirf aber am besten einen Blick auf die auf der Verpackung angegebene Garzeit. Währen der Reis quillt, solltest Du weder die Hitze verändern noch den Deckel anheben und erst recht nicht umrühren. Erst nach Ablauf der Garzeit lockerst Du den Reis auf.

Diese Quell-Methode hat den Vorteil, dass kein überschüssiges Wasser weggeschüttet wird und somit möglichst viele Nährstoffe und Aromen erhalten bleiben.

Kategorie: Rohstoffe

12. Juni 2023 by Elisa Gelmroth

Auch, wenn Sirup vor allem aus Zucker besteht, so ist er doch lecker, haltbar und ergiebig, da nur wenig Sirup für viel Geschmack ausreicht. Er schmeckt nicht als erfrischendes Sommer-Getränk, sondern auch in Dessert, Eis und Kuchen.

Im Gegensatz zu Sirup besteht Dicksaft ausschließlich aus Früchten. Bei Dicksaft handelt es sich um kalt hergestelltes Saftkonzentrat, das durch den Wasserentzug auch ohne Zusätze lange haltbar ist. Für die Lebensmittelindustrie ist Dicksaft extrem wichtig, da das Transportgewicht reduziert wird. Orangensaft zum Beispiel wird fast nur in Form von Dicksaft-Konzentrat transportiert und erst vor dem Abfüllen verdünnt.

Ein Glas mit eingelegten Gurken

Süßes oder Saures aus Niederdorla

Wärme, Salz, Zucker und Essig, mehr braucht es nicht zum Einkochen. Keine Konservierungsstoffe, keine künstlichen Aromen – der gute Geschmack kommt allein durch das pure Aroma von dem frisch geernteten Gemüse und Obst. Das weiß nicht nur Oma, sondern auch HAINICH.

HAINICH im Portrait

Klassischer Hugo

Presse eine halbe Limette aus und gib den Limettensaft zusammen mit 3 cl Holunderblütensirup von HAINICH, 15 cl Prosecco oder Weißwein, einigen Blättern Minze und Eiswürfeln in ein Weinglas. Fülle das Glas mit Mineralwasser von Thüringer Waldquell auf und garniere den Drink gegebenenfalls mit einer Limettenscheibe. Für eine alkoholfreie Variante kannst Du den Prosecco oder Weißwein weglassen und das Glas einfach mit mehr Mineralwasser befüllen.

Himbeer-Mojito

Schneide die Enden einer Limette ab und teile sie in acht Stücke. Zerdrücke die Limettenstücke mit einigen Blättern Minze und frischen Himbeeren in einem Longdrink-Glas leicht. Am besten gelingt das mit einem Cocktail-Stößel. Nun gibst Du 5 cl weißen Rum, 2 cl Himbeer-Sirup von HAINICH und 6 cl Mineralwasser von Thüringer Waldquell dazu und rührst gründlich um. Fülle das Glas dann mit Crushed Ice auf und garniere es mit etwas Minze.

Waldmeister-Maibowle

Das Geheimnis einer klassischen Maibowle ist es, einige Stängel Waldmeister in Weißwein ziehen zu lassen. Das dauert natürlich einige Zeit. Schneller geht es mit Waldmeister-Sirup von HAINICH statt frischem Waldmeister. Der färbt die Bowle auch schön grün.

zum Rezept
Ein Glas Maibowle mit Minze, Limettenspalten und Eiswürfeln

Erdbeer-Daiquiri

Gib 5 cl weißen Rum, 3 cl Erdbeer-Sirup von HAINICH und 2 cl Zitronensaft zusammen mit einigen Eiswürfeln in einen Cocktail-Shaker und mixe die Zutaten gründlich. Gieße den Daiquiri dann in eine vorgekühlte Cocktail-Schale.

Kirsch-Gin-Tonic

Fülle 4 cl Dry Gin von Echter Nordhäuser sowie 2 cl Sauerkirsch-Sirup von HAINICH in einen Tumbler und gieße alles mit Tonic Water von Neunspringe auf. Rühre den Cocktail gründlich um und gib noch einige Eiswürfel dazu. Diese hübsche Deko geht ganz schnell: Hänge einfach ein Kirschen-Paar über den Rand vom Glas.

Konservierter Frühsommer

Wir legen uns jedes Jahr Anfang Juni einen Jahresvorrat an Holunderblütensirup an. Dafür braucht es bis auf die Dolden der Holunderblüten, Zucker und Zitronen(-säure) nicht viel. Der Sirup ist also nicht nur günstig, sondern auch sehr einfach gemacht.

Klassischer Holunderblütensirup

So verleihst Du einem Glas einen Zuckerrand: Gib in einen tiefen Teller etwas Limettensaft und in einen zweiten tiefen Teller etwas Zucker. Tauche den Rand vom Glas zunächst in den Saft und anschließend in den Zucker.

Unsere Cocktail-Rezepte

Regionale Cocktails

Rhabarber-Margarita

Kategorie: Innovation, Rezept, Trinken

5. Juni 2023 by Elisa Gelmroth

Gemeinsam im Freien zu essen hat schon seit der Antike Tradition. Während es bei Bauern in der Pause auf dem Feld und während herrschaftlicher Jagden ab dem Mittelalter eher praktische Gründe hatte, wurde es einige Jahrhunderte später vor allem in Frankreich und England ein richtiger Trend in Adelskreisen und das Sommervergnügen schlechthin. Aus dieser Zeit stammt auch der Begriff für das gemeinsame Speisen in der Natur: Das französische Wortpaar pique-nique bedeutet so viel wie Kleinigkeiten aufpicken.

Auch wir lieben den Genuss von leichtem Fingerfood auf einer Waldlichtung, im Park, am Wasser, auf einer Wiese oder auch einfach im Garten. Bitte achte bei der Suche nach einem schönen Plätzchen aber darauf, nicht auf einem Privatgrundstück oder im Naturschutzgebiet zu picknicken.

Die richtige Ausstattung

Allen voran brauchst Du eine oder mehrere große Decken – abhängig davon, wie viele Personen dabei sind. Ist der Untergrund feucht, lohnt sich eine auf der Unterseite beschichtete Picknickdecke. Zum Verstauen aller Mitbringsel kannst Du einen (Picknick-) Korb oder auch einen (Picknick-) Rucksack nutzen. Brauchst Du für die Snacks Geschirr, raten wir zu Tellern, Bechern und Besteck aus wiederverwendbaren Materialien, wie zum Beispiel Emaille, Bambus oder Melamin. Bei süßen Getränken ist ein Deckel oder eine selbstgebastelte Alternative für die Becher sinnvoll, um Wespen fernzuhalten. Außerdem könntest Du einen Flaschenöffner und Geschirrtücher oder Servietten gebrauchen.

Zero Waste in der Natur

Verpacke die Köstlichkeiten am besten in Frische- bzw. Metallboxen, Weck-Gläser und Bienenwachstücher, um Müll zu vermeiden. Denke ansonsten an einen Müllbeutel, um nichts außer den Abdruck der Picknickdecke in der Natur zurückzulassen 💚

So trennst Du Abfall richtig

Stichwort Getränke: Im Hochsommer werden Getränke, die eigentlich erfrischen sollen, schnell warm und schal. Zumindest Getränke ohne Kohlensäure können ganz einfach in Thermosflaschen gefüllt werden und bleiben dort lange kalt. Für Getränke mit Kohlensäure kannst Du zu einer Kühltasche greifen oder einen praktischen Kühlakku herstellen: Fülle dafür einfach eine Wasserflasche zu drei Vierteln mit Wasser und friere sie (ohne Deckel) ein. So kühlt das Eis zunächst die Getränke und später hast Du noch Wasser zum Trinken.

Ein Picknick ist nicht innerhalb von zehn Minuten gegessen, sondern kann gut und gerne mehrere Stunden lang genossen werden. Denke deshalb nicht nur an Sonnen- und Mückenschutz, sondern auch an Unterhaltung wie eine Zeitschrift und ein Kartenspiel für ruhige Gemüter oder Federball, Frisbee, Boccia und ggf. Badesachen für Sportliebhaber und Kinder.

Grillfest zum Schulanfang

Nächste Woche beginnt in Thüringen das neue Schuljahr. Nicht nur für die neuen Erstklässler sind das aufregende Tage, die gebührend gefeiert werden können! Wir werfen dafür natürlich am liebsten den Grill an und beladen den Esstisch –bestückt mit vielen bunten Köstlichkeiten extra für die Kleinsten.

Bunte Snacks für Groß & Klein

Das kommt in den Picknickkorb

Beim Picknick dreht es sich vor allem um Snacks jeder Art. Der Klassiker: hartgekochte Eier, Nüsse Käsewürfel (zum Beispiel aus Weinkäse von Dittersdorfer Milch) und eingelegte Gurken – wir mögen am liebsten die Schlemmergurken von HAINICH. Die Picknicker von Die Thüringer gehören schon allein wegen ihres Namens mit in den Picknickkorb und der Erbsen-Snack von Filinchen darf auch nicht fehlen. Für Süßmäuler ist die Praliné zum Löffeln von der Goethe Chocolaterie selbst im Hochsommer ein Genuss, während die Sommer-Schokolade von Heilemann lieber in der Kühltasche mitgenommen wurde, um Schmierereien zu vermeiden. Allgemein solltest Du beim Picknick auf Klebriges, Weiches und Essen mit rohen Eiern oder Mayo lieber verzichten. Das gilt auch für sehr weiches Obst und Gemüse, das leicht zerdrückt werden kann. Härter im Nehmen und genau das Richtige für ein Picknick sind zum Beispiel Äpfel, Trauben, Kirschen, Cocktailtomaten und Steinobst. Melone kannst Du – genauso wie Möhren, Gurke und Paprika – vorab in Würfel bzw. Stifte schneiden und dann in einer Dose mitnehmen. Alternativ schmeckt ein bunter Salat auch im Glas sehr lecker – oder die Veggie Bowl von Nabio.

Unsere Picknick-Rezepte

Sauerkraut-Sandwich

Wraps mit Putenfleisch

Verschieden belegte Butterbrote

Butterbrot-Kreationen

Gedeckter Tisch mit Waffeln, Tee, Aprikosen, Marmelade und Joghurt

Waffeln

Overnight Oats mit Äpfeln und Nüssen

Bircher-Müsli

Fingerfood-Spieße

Wem Snacks allein nicht reichen, dem raten wir zu handlichem Gebäck. In der herzhaften Variante könnten das köstliche Sandwiches oder frisch gewickelte Putenwraps sein. Alternativ tut es aber auch einfach ein Baguette, das vor Ort in Stücke gerissen und zum Beispiel in einen der Dips von Nabio getaucht werden kann. Für Freunde von weniger herzhaftem Gebäck sind kleine Hefeschnecken, Muffins, Kekse oder Mini-Apfeltaschen von Wartburger perfekt.

Bei all den Leckereien dürfen wir – gerade im Sommer – ausreichend Erfrischung nicht vergessen. Neben dem Klassiker – Mineralwasser von Thüringer Waldquell oder eine der Limos von Neunspringe – sind das Wandermädel oder der Wanderbursche von der Vereinsbrauerei Apolda wie gemacht für ein Picknick.

Viel Spaß beim Picknick – und Salz und Pfeffer zum Nachwürzen nicht vergessen!

Unser Menü für den längsten Tag des Jahres

Wir lieben Midsommar – vor allem wegen der vielfältigen kulinarischen Köstlichkeiten. Da das klassische Buffet aus kalten und warmen Speisen besteht, lässt sich zumindest ein Teil im Voraus problemlos vorbereiten. Wir setzen auf Aufstriche mit viel Fisch, eine sättigende Quiche und eine prachtvolle Erdbeertorte.

Unser Midsommar-Menü

Kategorie: Mittsommer, Tradition

1. Juni 2023 by Elisa Gelmroth

Woher genau der Name des Bienenstichs kommt, ist nicht ganz klar. Einer Legende nach basiert er jedoch auf einem Streit zwischen den Bürgern von Linz am Rhein und der Nachbarstadt Andernach. Dort übertrug Kaiser Friedrich III. im Jahr 1474 den Rheinzoll von Linz nach Andernach, was zu so starkem Unmut in Linz führte, dass die Linzer Andernach am nächsten Morgen angreifen wollten. Als sie sich im Morgengrauen auf den Weg machten, sahen jedoch zwei Andernacher Jungen, die heimlich Honig aus an der Stadtmauer hängenden Bienenstöcken naschten, die wütenden Linzer nahen – und warfen kurzerhand die Bienenstöcke nach diesen. Die Linzer Bürger flohen vor den Bienen, die Andernacher feierten den „Sieg“ und servierten einen spontan benannten Kuchen: Bienenstich.

  • Zubereitung: 120 Min
für den Hefeteig:
  • 60 g Landbutter von Dittersdorfer Milch
  • 150 ml Vollmilch von Dittersdorfer Milch
  • ½ Würfel frische Hefe
  • 50 g Zucker
  • 325 g Weizenmehl (Type 405)
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei
für die Crème-Füllung:
  • 1 Päckchen Vanillepudding-Pulver
  • 400 ml Vollmilch von Dittersdorfer Milch
  • 60 g Zucker
  • 250 ml Sahne
  • 2 Päckchen Sahnesteif
für die Mandelkruste:
  • 60 g Landbutter von Dittersdorfer Milch
  • 60 ml Sahne
  • 60 g Zucker
  • 1 EL Honig (am besten vom Imker aus der Region)
  • 150 g Mandelblättchen

Zubereitung

Schmelze die Butter in einem Topf auf dem Herd und gieße anschließend die kalte Milch dazu. Nimm den Topf vom Herd und lasse die Buttermischung abkühlen. Währenddessen bröselst Du die Hefe in eine Schale. Gib den Zucker dazu und verrühre beides so lange miteinander, bis die Hefe flüssig geworden ist.

Gib Salz und Mehl in eine Rührschüssel. Du kannst das Weizenmehl auch 1:1 durch Dinkelmehl ersetzen, allerdings solltest Du dann so kurz wie möglich kneten. Gib die Hefemischung, das Ei und die abgekühlte, lauwarme Buttermischung dazu. Sie darf nicht mehr heiß sein! Nun knetest Du den Teig mindestens fünf Minuten lang mit der Küchenmaschine, dem Mixer oder auch per Hand durch, bis sich der Teig vom Schüsselrand löst. Je länger Du knetest, desto elastischer wird der Teig und desto besser geht er später auf. Forme den Teig zu einer Kugel und decke die Schüssel mit einem Tuch ab. Lasse nun den Teig etwa 20 bis 30 Minuten lang an einem warmen Ort gehen.

Goldener Honig

Die Wartezeit kannst Du nutzen, um die Basis der Crème-Füllung herzustellen. Bereite dafür den Vanillepudding der Packungsanweisung entsprechend mit 400 ml Milch und etwas 60 g Zucker zu. Fülle den fertigen Pudding anschließend in eine Schale um und decke den Pudding mit Frischhaltefolie ab, damit keine Haut entsteht.

Nach der Gehzeit knetest Du den Hefeteig nach dem Gehen kräftig durch und rollst ihn dann rund so aus, dass er in eine 26er-Springform passt. Nun drückst Du den Teig vorsichtig in die eingefettete Springform. Decke die Springform zu und lasse den Teig nochmal 20 Minuten lang gehen.

In der Zwischenzeit bereitest Du die Mandelmasse vor. Lasse dafür Butter, Sahne, Zucker und Honig in einem Topf zwei Minuten lang bei niedriger Hitze köcheln und rühre dann die Mandelblättchen unter. Verstreiche die Masse direkt danach gleichmäßig auf dem Hefeteig und backe anschließend den Teig etwa 30 Minuten lang im vorgeheizten Backofen bei 180° C (Ober-/Unterhitze). Nach dem Backen löst Du sofort den Rand der Springform und lässt den Kuchen komplett auskühlen.

Sobald der Kuchen abgekühlt ist, halbierst Du ihn waagerecht. Am besten funktioniert das mit einem langen Wellenschliff-Messer. Lege den unteren Teil auf eine Tortenplatte und stelle einen Tortenring darum. Schlage die Sahne mit Sahnesteif auf, rühre den abgekühlten Pudding einmal gut durch und hebe dann die Sahne unter. Verstreiche die Crème auf dem Boden. Nun brauchst Du nur noch den oberen Kuchenboden auflegen und den Bienenstich mindestens zwei Stunden lang vor dem Servieren kühlen: Bienenstich gehört zum Lagern immer in den Kühlschrank; hier bleibt die Crème-Füllung frisch und fest, außerdem trocknet der Boden nicht aus und bleibt luftig-locker. Es lohnt sich übrigens, die Mandelkruste vor dem Auflegen in zwölf gleichgroße Stücke zu schneiden, damit die Füllung beim Anschneiden nicht herausläuft.

Die Zutaten sind für eine Springform mit einem Durchmesser von 26 cm ausgelegt. Für einen Blechkuchen kannst Du die Zutaten einfach verdoppeln. Und die Stäbchenprobe beim Backen nicht vergessen!

Naturbelassene Molkereiprodukte aus Dittersdorf

Malerisch liegt Dittersdorf zwischen Feldern und Wäldern am Rand der Plothener Teiche im Naturpark Thüringer Schiefergebirge / Obere Saale. Am Ortsrand befindet sich die im Jahr 2011 gegründete Kleinmolkerei Dittersdorfer Milch. Hier entstehen in aufwändiger Handarbeit aus frischer Milch köstliche Molkereiprodukte – komplett ohne Geschmacksverstärker, Verdickungsmittel und tierische Gelatine.

Dittersdorfer Milch im Portrait

Kategorie: Backen, Lebensmittel, Rezept

30. Mai 2023 by Elisa Gelmroth

Bienen produzieren Honig, da er ihnen im Winter als Nahrung und Energieträger dient. Honig wird entweder aus Nektar oder Honigtau gewonnen. Nektar ist ein flüssiges, zuckerhaltiges Sekret, das Blüten produzieren, um Bienen anzulocken. Da der Nektar tief in der Blüte verborgen ist, müssen die Bienen hineinkrabbeln. Der Pollen der Blüte bleibt dabei an den feinen Härchen der Bienen hängen. Fliegt die Biene die nächste Blüte an, befruchtet sie diese automatisch auf der Suche nach Nektar. Bei Honigtau handelt es sich hingegen um die süßen, klebrigen Ausscheidungen von Blattläusen, die sich von dem Saft von Bäumen und anderen Pflanzen ernähren.

Honig beinhaltet antibakterielle, entzündungshemmende Wirkstoffe, die beispielsweise gegen Erkältungen helfen. Allerdings sind diese in „normalem“ Honig in nur sehr geringem Ausmaß vorhanden.

Neuseeländischer Manuka-Honig hingegen enthält Stoffe, die eine sehr hohe antibakterielle Wirkung haben. Außerdem wird in vielen Kliniken spezieller medizinischer Honig für äußere Anwendungen wie Wundheilungen genutzt.

Während des Sammelns bewahrt die Honigbiene den Nektar oder Honigtau in ihrem Honigmagen auf. Der Honigmagen ist mit dem Kropf von Vögeln vergleichbar und ermöglicht es der Biene, zurück im Stock den Nektar oder Honigtau hochzuwürgen und den Arbeiterinnen im Stock zu übergeben. Außerdem werden dem Nektar oder Honigtau im Honigmagen körpereigene Enzyme beigemischt, die für die wertvollen Inhaltsstoffe des Honigs verantwortlich sind.

Die Arbeiterinnen im Stock lagern den Nektar in offene Waben ein, bis so viel Wasser verdunstet ist, dass der Honig nicht gären kann. Sobald der Honig weniger als 20 % Feuchtigkeit enthält, versiegeln die Arbeiterinnen die Waben mit Wachs, das sie im Körper produzieren. Das Wachs wirkt als natürlicher Schutz vor Gerüchen, Düften und Fremdstoffen. Der in den Waben getrocknete Honig wird nun bis zum Verzehr im Winter dort gelagert – oder zuvor vom Imker entnommen.

Köstlicher Bienenstich

Sahnige Crème-Füllung aus Vollmilch von Thüringer Kühen zwischen fluffigen Hefeteig-Schichten und karamellisierter Mandelkruste mit Landbutter von Dittersdorfer Milch: Der Bienenstich mag ein alter Klassiker sein – schließlich ist die ungefüllte Variante schon seit Jahrhunderten bekannt –, doch eingestaubt ist er ganz sicher nicht!

zum Rezept

Bienen produzieren in der Regel mehr Honig, als sie selbst benötigen. Dieser Teil kann problemlos entnommen werden. Entnimmt der Imker aber regelmäßig bzw. zu viel Honig, muss er den Bienen im Winter Zuckerwasser zufüttern, damit sie nicht verhungern. Durch das „Wegnehmen“ der Nahrungsvorräte kann es – gerade bei industriellem Einsatz der Bienen – dazu kommen, dass die Bienen immer mehr und hektischer Nektar bzw. Honigtau sammeln und stets unter Stress stehen. Deshalb gilt Honig auch als nicht vegan.

Damit auch flüssiger Honig tropf- und kleckerfrei aus dem Glas auf’s Brot kommen kann, gibt es einen speziellen Honiglöffel. Der Honig wird damit drehend aufgenommen und fließt in die Facetten des Kopfstücks. Sobald der Honig beim Eindrehen nicht mehr tropft, kann der Löffel zum Ziel geführt werden. Dort fließt der Honig dann in einem Strahl auf das Brot.

Entnimmt der Imker die mit Wachs versiegelten, getrockneten Honig enthaltenden Wabenrähmchen aus dem Bienenstock, muss er die Wachsschicht erst entfernen, bis er den Honig aus den Waben herausschleudern kann. Eine Ausnahme stellt eine besondere Spezialität dar: Ab und zu wird Honig auch als Wabenhonig verkauft – sozusagen „am Stück“ noch vor dem Schleudern. Ansonsten wird der herauslaufende Honig mehrmals gesiebt und dann – je nach Sorte – tage- oder auch wochenlang immer wieder umgerührt, damit er nicht kristallisiert. Anschließend wird er in Gläser abgefüllt. Die leeren Waben können eingeschmolzen und als Bienenwachs zum Beispiel für Kerzen genutzt werden.

Honig kann jahrelang gelagert werden, solange er an einem dunklen, trockenen und kühlen Ort steht. Sollte er im Laufe der Zeit kristallisieren, kannst Du ihn in lauwarmem Wasser wieder verflüssigen.

Biene Maja und ihre wilden Schwestern

Wenn die Rede von Bienen ist, denken die meisten von uns automatisch an die Honigbiene. Dass es in Deutschland nur eine Art der Honigbienen, aber etwa 600 Wildbienen-Arten gibt, wissen viele nicht. Zum jährlichen Welttag der Bienen am 20. Mai werfen wir einen Blick in die Bienenstöcke und Honigwaben 🐝

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Eine Biene stellt an einem Tag etwa 0,25 Gramm Honig her.

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Für 1 Kilo Honig müssen etwa 5 Millionen Blüten angeflogen werden.

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Bienen haben eine durchschnittliche Fluggeschwindigkeit von 24 km/h und entfernen sich zum Sammeln bis zu 5 Kilometer von ihrem Stock.

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Honig besteht zu 80 % aus Zucker.

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In Thüringen gibt es mehr als 32.000 Honigbienen-Völker, die mehr als 4.500 Imkern gehören. Kaum jemand von ihnen gewinnt und verkauft hauptberuflich Honig.

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Im Jahr 2020 füllten Thüringer Imker 1.100 Tonnen Honig ab.

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Honig wird zu 80 % nach Deutschland importiert, vor allem aus Mexiko, Argentinien und Ukraine. Nur 20 % werden regional bei uns produziert.

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Bei einem Test der Stiftung Warentest erfüllte jede fünfte Probe von importiertem Honig die EU-Standards nicht. In jeder dritten Probe wurden Glyphosat-Spuren gefunden.

Es ist nicht alles Honig, was golden glänzt: Honig ist das weltweit am dritthäufigsten gefälschte Produkt und wird sehr oft mit Zucker oder Sirup gestreckt.

Mit dem Kauf von Echtem Deutschen Honig bist Du auf der sicheren Seite. Die Anforderungen an diesen gehen über die gesetzlichen hinaus. Er wurde besonders schonend behandelt und ist ein echtes, unverfälschtes Naturprodukt. Heißt: Ihm wurde nichts entzogen und nicht hinzugefügt. Außerdem ist er nicht sterilisiert – weshalb er Bakterien beinhalten könnte, denen die Darmflora von Säuglingen und Kleinkindern noch nicht gewachsen ist.

Honigbienen sind blütenstet: Haben sie erst einmal eine gute Quelle für Nektar oder Honigtau gefunden, fliegen sie immer wieder an diesen Ort bzw. zu dieser Pflanze. Imker wissen dies zu nutzen und bringen ihre Bienenstöcke oft gezielt zu bestimmten Futterquellen, um sogenannten Sortenhonig abfüllen zu können.

Sortenhonig muss zu mindestens 60 % von einer Pflanzenart gewonnen werden. In Deutschland gibt es mehr als 40 Sortenhonige. Für Thüringen sind Löwenzahn-, Linden-, Klee-, Sonnenblumen- und Rapshonig besonders typisch. Das Gegenteil von Sortenhonig ist Blütenhonig. Dieser setzt sich aus dem Nektar mehrerer Pflanzenarten zusammen.

Wie schnell Honig wie fest wird, hängt vor allem von der Honigsorte ab. Während der fast weiße Rapshonig innerhalb weniger Tage cremig-fest wird, kristallisiert der dunkle, würzige Waldhonig aus Honigtau erst nach vielen Monaten. Akazienhonig bleibt sogar dauerhaft klar und flüssig.

Kategorie: Lebensmittel, Rohstoffe

22. Mai 2023 by Elisa Gelmroth

Honigbienen

Weltweit gibt es neun Arten von Honigbienen, doch bei uns ist allein die westliche Honigbiene heimisch. Sie sieht nicht so aus wie Biene Maja, sondern ist vielmehr braun-schwarz gestreift. Im Gegensatz zu ihren wilden Schwestern sind die Honigbienen nicht bedroht, weltweit hat die Zahl in den letzten Jahrzehnten sogar stark zugenommen.

Früher lebten Honigbienen als ein Volk in Baumhöhlen, heute leben sie in einem transportierbaren Bienenstock, Beute genannt. Honigbienen sind auf ihr Volk angewiesen und würden allein sterben. Zur Hochsaison im Frühsommer kann ein Volk aus bis zu 50.000 Bienen bestehen. Die meisten der Bienen sind die sogenannten Arbeiterinnen, die putzen, Wache halten, als Ammen im Stock arbeiten und Nektar sammeln. Sie sind die einzigen der Honigbienen, die einen vollständig ausgebildeten Giftstachel besitzen. Daneben gibt es einige männliche Bienen, die Drohnen. Ihre einzige Aufgabe ist es, die Königin zu befruchten. Denn so groß ein Volk auch sein mag: Es hat immer nur eine Königin. Diese legt im Frühjahr bis zu 3.000 Eier pro Tag und kann bis zu fünf Jahre alt werden – ein enormer Unterschied zu den Arbeiterinnen, deren Lebensdauer (zumindest im Sommer) nur 35 Tage beträgt!

Berühmte Imker aus Thüringen
August Freiherr von Berlepsch aus der Nähe von Mühlhausen erfand im 19. Jahrhundert das Wabenrähmchen – einen Holzrahmen, der in den Bienenstock eingehängt wird und in den Honigbienen ihre Waben bauen. Er gilt deshalb als praktischer Gestalter der modernen Bienenzucht.
Ferdinand Gerstung aus Oßmannstedt und August Ludwig aus Jena waren Imker bzw. Bienenforscher und gründeten den Vorläufer des Deutschen Imkerbunds sowie das Bienenmuseum in Weimar.

Honigbienen leben, um das Überleben ihres Volkes zu sichern. Deshalb setzen die Arbeiterinnen auch nur dann, wenn ihr Volk bedroht ist, den Giftstachel ein, da sie nach dem Stich sterben. Allein zum Überleben sammeln sie Nektar und produzieren im Jahr pro Volk etwa 20 bis 30 Kilo Honig: um den Winter zu überstehen. Im Gegensatz zu Wildbienen überlebt bei den Honigbienen nämlich nicht nur die Königin den Winter, sondern auch einige der Arbeiterinnen. Diese Winterbienen leben wesentlich länger als ihre sommerlichen Schwestern und bewahren die Königin während der kalten Jahreszeit vor dem Erfrieren, indem sie die Königin in ihrer Mitte mithilfe ihrer Flugmuskulatur warmhalten und sich vom gesammelten Honig ernähren. Ihre Flügel können übrigens nicht nur Wärme erzeugen, sondern den Bienenstock im Sommer außerdem kühlen.

Die Wabenbauweise und Arbeitsstruktur der Bienen ist einzigartig und ein wichtiges Vorbild für Logistik, Programmierung und Bau von Flug- sowie Fahrzeugen.

Nach dem Schwein und dem Rind ist die Honigbiene das drittwichtigste Nutztier der Welt. Dabei macht nicht einmal der Honig ihren großen Nutzen aus – er ist vielmehr ein Nebenprodukt. Der wirtschaftliche Nutzen der Honigbienen liegt vor allem in der Bestäubung von Pflanzen und beträgt allein für Deutschland 2,7 Milliarden Euro pro Jahr. Ein Großteil unserer Nutzpflanzen ist auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen; ohne die Bienen würden die Ernten stark zurückgehen. Immerhin kann ein einziges Bienenvolk innerhalb eines Tages etwa drei Millionen Blüten bestäuben! In den USA gibt es sogar riesige Anlagen mit bis zu 100.000 Bienenvölkern, die allein zum Bestäuben durch das ganze Land gefahren werden. Diese Art der Haltung ist allerdings mit enormem Stress für die Bienen verbunden und ist mit der Massentierhaltung von Schweinen oder Hühnern vergleichbar.

China ist der wichtigste Honigproduzent der Welt. Schon heute werden dort in einigen Regionen Blüten von Menschen mithilfe von Wattebäuschen und Pinseln bestäubt.

Wildbienen

Während es in Deutschland nur eine heimische Honigbienen-Art gibt, sind es bei den Wildbienen 600 Arten (und weltweit sogar ungefähr20.000 Arten). 430 dieser Arten leben auch in Thüringen. Allerdings stehen mittlerweile etwa 220 Wildbienen-Arten auf der Roten Liste und 30 Arten sind sogar akut vom Aussterben bedroht.

Wildbienen leben oft allein, auch wenn manche von ihnen Brutkolonien bilden oder gemeinsame Schlafplätze aussuchen. Da sie kein Volk verteidigen müssen, sind sie sehr friedlich und stechen so gut wie nie – zumal ihr zarter Stachel sowieso kaum durch unsere Haut kommen würde. Außerdem sind Wildbienen immens mit dem Sammeln von Nektar beschäftigt, um sich ernähren zu können. Einige Wildbienen haben sich dabei ausschließlich auf eine Pflanzengruppe spezialisiert (zum Beispiel die Natternkopf-Mauerbiene oder die Efeu-Seidenbiene). Fehlen diese Pflanzen, sterben diese Bienen.

Auch Hummeln gehören zu den Wildbienen. Sie leben in sehr kleinen Staaten, von denen allein die Königin überwintert und im nächsten Frühling einen neuen Staat aufbaut.

Etwa zwei Drittel der Bienen brüten im Boden, andere nutzen Hohlräume in Ästen, alten Baumstämmen oder Mauerspalten. So oder so sind Insektenhotels, die man oft im Handel findet, sinnlos oder sogar schädlich. Im besten Fall helfen sie vor allem Arten, die nicht auf menschliche Hilfe angewiesen sind – im schlechtesten Fall führen sie zu einem Befall der Brut oder zerreißen die zarten Flügel der Wildbienen. Wesentlich hilfreicher ist es, den Erdbienen unbepflanzte, freie, sonnige Bereiche oder einen kleinen Haufen aus lehmhaltigem Sand im Garten zur Verfügung zu stellen. Auch etwas Wasser – zum Beispiel in einer Schale mit Steinen – kann als Durstlöscher und Baumaterial helfen.

Auch, wenn eine bestmögliche Ernte nur durch viele verschiedene Bestäuber – Bienen, Fliegen, Käfer, Schmetterlinge etc. – möglich ist, bilden zum Beispiel Obstbäume, die von Bienen bestäubt wurden, größere, schwerere und schöner geformte Früchte aus. Noch besser ist die Qualität, wenn Wildbienen die Bestäubung übernommen haben. Außerdem arbeiten Wildbienen wesentlich effizienter als Honigbienen.

Das große Bienensterben

Die Bienen stehen seit einigen Jahrzehnten unter enormem Stress. Ohne Imker könnten die Honigbienen heute nicht mehr überleben, da sie unter Krankheiten und Parasiten wie der eingeschleppten Varroa-Milbe leiden. Die Varroa-Milbe kam vor etwa 40 Jahren aus Asien nach Europa. Bis heute gibt es kein richtiges Gegenmittel gegen sie.

Trotzdem steht es um die Wildbienen noch wesentlich schlechter, denn im Gegensatz zu den Honigbienen haben sie niemanden, der sich konkret um sie kümmert. Stattdessen vernichten wir kollektiv Flächen mit Nahrung und Nistplätzen: Um überleben zu können, brauchen Wildbienen möglichst viele (naturbelassene) Blühflächen, die durch die industrielle Landwirtschaft, intensiv bewirtschaftete Monokulturen und den Einsatz von Pestiziden weggebrochen sind. Die fehlende Nahrung lässt mittlerweile sogar Honig- und Wildbienen in Konkurrenz zueinander treten. Aber es fehlt nicht nur Nahrung, auch die Nistplätze für Wildbienen gehen durch die Bearbeitung des Ackerbodens und das regelmäßige Abmähen von Wildblumenwiesen verloren. Außerdem wirken sich Pestizide negativ auf die Orientierung sowie das Immunsystem von Bienen aus – und zusätzlich bringt der Klimawandel den natürlichen Lebenszyklus der Bienen durcheinander. So ist selbst in Naturschutzgebieten ein Rückgang der Insekten um 80 % zu beobachten, was wiederum Vögel, Fledermäuse und kleine Säugetiere bedroht.

Im März 2023 verstopften Unbekannte die Bienenstöcke im Park der Viba Nougat-Welt mit Taschentüchern. 20.000 Honigbienen starben. Die gute Nachricht: Nach den kommenden Jubiläumsveranstaltungen sollen drei neue Bienenvölker einfliegen.

Viba im Portrait

Honig: süßes Gold

Honig erfreut sich seit Tausenden von Jahren einer großen Beliebtheit, war er doch lange Zeit das einzige natursüße Lebensmittel 🍯 Heute liegen wir in Deutschland mit einem Pro-Kopf-Verzehr von über einem Kilo Honig pro Jahr an der weltweiten Spitze.

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Um unsere Umwelt und die Artenvielfalt zu erhalten sowie Armut und Hunger zu verringern, ist der Schutz der Bienen elementar. Zum Glück gibt es viele Punkte, an denen angesetzt werden kann – im Kleinen wie im Großen.

  • Landwirte könnten blütenreiche Äcker schaffen, beispielsweise mithilfe von Untersaaten, Blühbrachen im Rahmen der Fruchtfolge und vielfältigem Mischfruchtanbau. Außerdem ist Vorsicht und Effizient beim Einsatz von Pestiziden & Co. geboten. Die mittlerweile gesetzlich vorgeschriebenen Blühstreifen sollten nur ein Anfang auf dem Weg zum Schutz der Bienen sein: Es braucht allgemein blütenreichere Landschaften und renaturierte, naturnahe Lebensräume.
  • Kommunen und Unternehmen könnten auf Frei- und Rasenflächen pflegeleichte Wildblumenwiesen anlegen.
  • Wir persönlich können daran arbeiten, unseren Garten, Balkon oder die Terrasse zum Blühen zu bringen, indem wir heimische Blumen, Stauden und blühende Kräuter pflanzen. Bitte achte beim Pflanzen darauf, dass einige von ihnen auch zu Mangelzeiten blühen: Gerade im Frühjahr und Spätsommer bzw. Herbst blüht nur wenig. Frühblüher sind zumindest für die ersten Frühlingstage eine hervorragende Nahrungsquelle. Aber Achtung: Bienen brauchen offene Blüten, um an den Nektar gelangen zu können. Gefüllte Blüten wie die von Rhododendren, Hortensien, Geranien und Edelrosen bieten den Bienen keine Nahrung. Darüber hinaus hilft es den Bienen sehr, wenn wir uns im Garten lieber in die Hängematte legen, anstatt den Rasen zu mähen: Ein kleines Biotop kann nur durch etwas Unordnung im Garten entstehen. Es hilft bereits immens, Wildpflanzen stehen zu lassen und statt Rasen eine Blühwiese anzulegen.
  • Nicht zuletzt sollten wir persönlich oben genannte Akteure zum Bienenschutz auffordern und sie dabei unterstützen, denn selbst die besten Nisthilfen und blütenreichsten Gärten können Schutzmaßnahmen in der „freien“ Landschaft nicht ersetzen. Viele Wildbienenarten sind an bestimmte Lebensräume fern ab von unserer Wohnumgebung gebunden.
  • Weitere Infos dazu findest Du zum Beispiel auf www.bluehende-landschaft.de.
Nistholz für Wildbienen
Auch, wenn die meisten Wildbienen im Boden leben, so kann man den Bienen, die Hohlräume bewohnen, dennoch ein schönes Zuhause anbieten – abseits von ungeeigneten Insektenhotels. Eine gute Nisthilfe ist zum Beispiel ein Nistholz mit Bohrgängen. Bohre dafür in die Längsseite von entrindetem Hartholz wie Esche Bohrlöcher, die so tief wie der Aufsatz und verschiedene Durchmesser von 3 bis 8 mm haben. Lasse größere Abstände zwischen den Löchern, damit keine Risse entstehen können. Außerdem sollte das Holzstück so tief sein, dass Du es nicht durchbohren kannst. Bewege den Bohrer so lange, bis das Bohrloch auf der Innenseite glatt ist. Schmirgle das Bohrloch von außen ab und entferne anschließend gründlich das Bohrmehl – auch in dem Bohrloch. Nun brauchst Du das Nistholz nur noch an einem sonnigen, regen- und windgeschützten Ort anbringen – nicht baumelnd und auch nicht bodennah. Am besten lässt Du es an dem Ort dann einfach jahrelang hängen und achtest lediglich darauf, dass die Flugbahn frei bleibt.

Köstlicher Bienenstich

Sahnige Crème-Füllung aus Vollmilch von Thüringer Kühen zwischen fluffigen Hefeteig-Schichten und karamellisierter Mandelkruste mit Landbutter von Dittersdorfer Milch: Der Bienenstich mag ein alter Klassiker sein – schließlich ist die ungefüllte Variante schon seit Jahrhunderten bekannt –, doch eingestaubt ist er ganz sicher nicht!

zum Rezept

Kategorie: nachhaltig, Tradition

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