Quarkkuchen, Käsekuchen oder Cheesecake?
Während manche die Namen für beide Kuchensorten benutzen, unterscheiden andere ganz klar: Quarkkuchen ist der ohne Boden, während Käsekuchen einen Boden aus Mürbeteig hat. Außerdem gehört in viele Käsekuchen-Füllungen auch Sahne und/oder Frischkäse, während Quarkkuchen etwas minimalistischer daherkommt.
Auch wenn Käsekuchen wie ein goldener Käselaib aussieht, ist es doch der Quark, der dem Kuchen seinen Namen gibt, da Quark eine weiche Frischkäse-Sorte ist und früher oft einfach als Käse bezeichnet wurde. Im Gegensatz zu Käse muss Quark übrigens nicht reifen und ist sofort nach der Herstellung verzehrbereit.
Cheesecake hingegen steht für die amerikanische Variante mit einem Keksboden und einer Frischkäse-Masse. Er wird oft in einem Wasserbad oder auch gar nicht gebacken. Gefühlt hat sowieso jedes Land auf der Welt eine eigene Käsekuchen-Rezeptur, besonders bekannt sind der japanische Soufflé-Käsekuchen und der baskische Käsekuchen mit angebrannter Kruste.
Was wir wertschätzen, mochten auch die alten Griechen vor bereits mehr als 4000 Jahren. Sie servierten Quarkkuchen (natürlich in einer etwas anderen Form als heutzutage) zu den Olympischen Spielen. Das älteste überlieferte Käsekuchenrezept aus Deutschland stammt hingegen erst aus dem Jahr 1598.
Quark: der unverzichtbare Bestandteil
Was sowohl in Käse- als auch Quarkkuchen auf keinen Fall fehlen darf, ist natürlich Quark! Das proteinreiche, laktosearme Multitalent schmeckt sowohl herzhaft als auch süß und eignet sich noch dazu sogar als Hausmittel.
Schon im 10. Jahrhundert vor Christus wurde Quark hergestellt, um frische Milch haltbarer zu machen. Damals schmeckt er aber sehr sauer. Deshalb werden heutzutage neben Milchsäurebakterien auch kleine Mengen Lab zum Quark hinzugesetzt, um einen milden, weniger sauren Geschmack zu erzielen.
Quark besteht aus Magermilch und Sahne. Die verschiedenen Quark-Sorten unterscheiden sich je nach der Menge zugesetzter Sahne: Je mehr Sahne hinzugegeben wird, desto höher ist der Fettgehalt und desto geschmeidiger ist der Quark. Die Magerstufe zum Beispiel hat weniger als 10 % Fettgehalt und schmeckt dadurch etwas trocken und säuerlich, während die Fettstufe mit 40 % Fettgehalt sehr cremig und reichhaltig schmeckt.
Die ersten Puffbohnen wurden vor bereits 8500 Jahren in Israel gefunden. Etwa 3000 v. Chr. kamen sie in den Mittelmeerraum und erlebten seitdem ihren Aufstieg: Die Puffbohne wurde damals nicht nur im gesamten Mittelmeerraum angebaut, sondern sogar in Norddeutschland, da sie als einzige Hülsenfrucht auch auf salzigem Boden gedeiht. Durch ihre hohen Erträge und den hohen Nährgehalt entwickelte sie sich zu einem der wichtigsten Nahrungsmittel und konnte im Mittelalter die armen Bevölkerungsschichten vor Hungersnöten bewahren – so auch in Erfurt. Denn auf dem gehaltvollen Boden rund um Erfurt konnte die Puffbohne prächtig wachsen und gedeihen, sodass sie großflächig angebaut wurde und Segen über die Stadt brachte. Sie war sogar der Tagesproviant für Marktleute, die sie direkt aus der Hosen- oder Schürzentasche aßen. Seitdem ziehen Erfurter ihren Hut für einen wertschätzenden Gruß, wenn sie an einem Puffbohnen-Feld vorbeikommen.
Ihren Namen verdankt die Puffbohne dem mittelhochdeutschen Wort buffe – was übersetzt so viel wie prall bedeutet und auf die gut gefüllten Hülsen reifer Puffbohnen verweist.
Während die Puffbohne in der mediterranen und arabischen Küche nie an Popularität verlor und bis heute ein fester Bestandteil zahlreicher Gerichte ist, ging ihr Anbau ab dem 17. Jahrhundert in Deutschland zurück. Die aus Amerika importierten Feuer- und Gartenbohnen waren nun das Trendgemüse, Puffbohnen dienten von nun an vor allem als Viehfutter, was ihnen auch die Namen Sau- oder Pferdebohne einbrachte. Erst seit einigen Jahren gewinnt die Puffbohne auch über ihre Verwendung als Tierfutter hinaus wieder an Bedeutung. Zu danken hat sie dies der veganen Ernährungsweise, bei der sie eine hervorragende Proteinquelle darstellt. Und auch die Erfurter haben ihre Puffbohne nie vergessen: Das Maskottchen der Stadt gibt es seit dem Jahr 2000 auch als Plüschbohne, die nicht nur vor Ort gekauft werden kann, sondern die auch alle echten Erfurter Puffbohnen als nicht-käufliche Sonder-Ausgabe zu ihrer Geburt in Erfurt geschenkt bekommen.
Im Erfurter Gärtnerlied von Wilhelm Schütz aus dem Jahr 1873 heißt es:
Nur in Erfurt ist gut wohnen, aber wisst ihr auch – warum? Rings um Erfurt blüh‘n Puffbohnen – unser Stolz und Gaudium.
Frische Puffbohnen sind im Laden und auf dem Wochenmarkt kaum zu bekommen. Zum Glück können sie ganz leicht selbst angebaut werden! Alles, was die einjährigen Pflanzen brauchen, ist ein feuchter Boden. Ansonsten sind sie relativ pflegeleicht und überstehen sogar leichten Frost. Deshalb ist es das Beste, die Bohnen schon im Februar auszusäen: Sie entwickeln sich durch den winterfeuchten Boden ganz besonders schnell, setzen mehr Blüten und Hülsen an, werden nicht so sehr von Blattläusen befallen und sind schon ab Juni reif. Das heißt, du kannst danach an dem Standort sogar noch etwas aussäen und brauchst die Folgefrucht kaum düngen, da Puffbohnen Stickstoff binden. Eine Win-Win-Situation!
Wenn Puffbohnen erntereif sind, erkennst Du das an den deutlich sichtbaren Bohnen in den Hülsen. Ausgewachsene Hülsen können übrigens gut und gerne 10 bis 20 cm lang werden und bis zu sechs einzelne Bohnen enthalten! Die Hülsen sind nur bei sehr jungen Bohnen essbar, später werden sie sehr faserig, weshalb in der Regel nur die ausgelösten Bohnen genutzt werden. Diese kannst Du blanchieren und einfrieren, einkochen oder trocknen. Besonders köstlich schmecken die Puffbohnen ganz frisch ausgelöst, kurz blanchiert und dann direkt aus der dicken Haut gedrückt mit Salz und Landbutter von Dittersdorfer Milch oder mit etwas Olivenöl von der Erfurter Ölmühle und Salz zerdrückt auf einer Scheibe gutem Brot – oder natürlich als klassischer Erfurter Puffbohnensalat!
Erfurter Puffbohnensalat
- Zubereitung: 45 Min
- Für 4 Personen
- 500 g Puffbohnen (ausgelöst)
- 200 g Zwiebeln
- 1 Ei
- 100 g Sülzfleischwurst von der Fleischerei Zitzmann
- 1 kleines Bund Petersilie
- 4 EL kaltgepresstes Bio-Sonnenblumenöl von der Erfurter Ölmühle
- 4 EL Weißweinessig
- ½ TL Zucker
- Salz, Pfeffer
Zubereitung
Gib die ausgelösten Puffbohnen in einen Topf und fülle so viel Wasser hinein, dass die Bohnen gerade so mit Wasser bedeckt sind. Lasse die Bohnen kurz aufkochen, gieße dann das Wasser ab und gib die gleiche Menge neues Wasser hinzu. Lasse nun die Bohnen bei schwacher Hitze 20 Minuten lang köcheln.
In der Zwischenzeit schälst Du die Zwiebeln und schneidest sie in feine Würfel. Außerdem gibst Du alle Zutaten für das Dressing in ein Schraubglas und schüttelst sie gründlich durch, bis ein cremiges Dressing entstanden ist.
Gieße die fertig gekochten Bohnen ab, spüle sie mit kaltem Wasser ab und lasse sie abtropfen. Vermenge sie dann mit den Zwiebelwürfeln und dem Dressing und lasse sie abgedeckt mindestens zwei Stunden lang durchziehen.
Währenddessen kochst Du ein Ei neun Minuten lang, lässt es abkühlen, schälst es und schneidest es dann in feine Würfel. Schneide außerdem die Wurst in feine Streifen und hacke die entstielte Petersilie. Hebe alles unter die durchgezogenen Bohnen.
Guten Appetit!
Das Wort Sülze stammt vom althochdeutschen sulza für Salzwasser ab und bezieht sich damit auf die seit dem Mittelalter bekannte Konservierungsmethode, bei der frisches Fleisch in Fässern mit Salzwasser eingelegt wurde. Später wurden fleischarme Tierteile zu einem Sud gekocht, der durch den hohen Kollagen-Anteil beim Abkühlen fest wurde und so das Fleisch gut konservieren konnte.
- Zubereitung: 20 Min
- Für 2 Personen
Zubereitung
Bereite die Gelatine den Angaben auf der Verpackung gemäß vor. Während die Gelatine einweicht, vermischst Du die Soljanka mit dem Letscho und schmeckst es mit Salz sowie ggf. etwas Chili ab. Erhitze alles und gib die vorbereitete Gelatine dazu. Zum Schluss füllst Du alles in Gläser ab und stellst sie einen Tag lang in den Kühlschrank. Am nächsten Tag servierst Du die Sülze am besten zu gutem Brot oder Bratkartoffeln.
Das Rezept ist mit Unterstützung der Ernst-Benary-Schule Erfurt unter der Leitung von Thomas Grohe und Christian Frank entstanden.

Ihren Ursprung hat die Soljanka in der ukrainischen, (bela-)russischen und baltischen Küche. Der Eintopf hat zu Unrecht den Ruf als Arme-Leute- oder Reste-Suppe; tatsächlich wurde er sogar als Eintopf zur Hochzeit zubereitet. Ein Vorteil: Der hohe Fettgehalt der Soljanka ermöglicht nicht nur, schnell satt zu werden, sondern auch lange Alkohol zu trinken, ohne zu betrunken zu werden. Daher wurde Soljanka oft als Vorspeise zum Wodka oder auch zum Ausnüchtern genossen.
Viele Zutaten, viele Varianten, viel Geschmack
Soljanka-Rezepte gibt es so viele wie Sand am Meer. Die Zutaten variieren nicht nur von Region zu Region, sondern sogar von Haus zu Haus: Gekocht wird mit dem, was die Speisekammer hergibt. Was aber in allen Rezepten nicht fehlen darf: saure Gurken und deren Sud sowie ein Klecks saure Sahne oder Schmand. Denn Soljanka vereint zwei klassische osteuropäische Suppen in sich – sie beinhaltet sowohl Sauerkraut und saure Sahne bzw. Schmand wie die Kohlsuppe Schtschi als auch saure Gurken und deren Lake wie die Salzgurkensuppe Rassolnik.
Der Name der Soljanka stammt vom dem russischen Wort seljanka für Dorf, vom Land, ländlich ab. Zunächst wurden mit dem Begriff alle möglichen ländlichen Gerichte bezeichnet.
Es gibt drei unterschiedliche Hauptsorten der Soljanka: Sie basiert entweder auf Fleisch, Fisch oder Pilzen. Darüber hinaus sind in der Regel Zwiebeln, Lorbeerblätter, Dill, Kapern und Zitronensaft enthalten. Die flüssigen und festen Bestandteile des Eintopfes werden traditionell getrennt zubereitet und erst wenige Minuten vor dem Servieren vereint – abgesehen von Fleisch, das gegart werden muss.
- Zubereitung: 60 Min
- Für 4 Personen
- 3 Zwiebeln
- 1 Knoblauchzehe
- 200 g Kassler ohne Knochen
- 200 g Schinkenspeck von Thüringer Landstolz
- 200 g Thüringer Salami von Die Thüringer
- ½ Schinken-Fleischwurst von WOLF
- 1 Glas Salz-Dill-Gurken von Thüringer Landgarten
- 2 EL Omega-3-Öl von der Erfurter Ölmühle
- 5 EL Tomatenmark
- 700 ml passierte Tomaten
- 2 Gläser Letscho von HAINICH
- 500 ml Gemüsebrühe
- 2 Lorbeerblätter
- 100 g Sauerkraut von Ottos Auslese
- 2 EL Kapern
- edelsüßes Paprikapulver
- Salz, Pfeffer
- 80 g saure Sahne oder Schmand
- 1 Zitrone
- kleines Bund Petersilie oder Dill
Zubereitung
Schäle die Zwiebeln und den Knoblauch. Schneide Zwiebeln, Knoblauch, Kassler, alle Wurstsorten und die Gewürzgurken in Würfel. Hebe den Sud der Gewürzgurken gut auf, Du brauchst ihn später noch.
Erhitze das Öl in einem großen Topf und brate die Zwiebeln darin glasig an. Gib Tomatenmark dazu und lasse es anschwitzen. Nun gibst Du noch passierte Tomaten, Letscho, Brühe und Lorbeerblätter dazu und kochst alles auf. Lasse nun die Soljanka etwa 20 Minuten lang bei mittlerer Hitze köcheln, bis das Fleisch zart ist.
Zum Schluss gibst Du die sauren Gurken, Wurst, Sauerkraut und Kapern dazu und schmeckst die Soljanka mit Paprikapulver, Salz und Pfeffer ab. Erhitze die Soljanka nochmal kurz und entferne zum Schluss die Lorbeerblätter.
Serviere die Soljanka mit einem Klecks saurer Sahne oder Schmand, einem Spritzer Zitronensaft und etwas gehackter Petersilie oder Dill.
Soljanka lässt sich hervorragend vorbereiten und hält bis zu drei Tage lang im Kühlschrank. Verschließe sie am besten luftdicht, damit sie intensiv durchziehen kann. Reste halten sich bis zu sechs Monate lang im Tiefkühlfach.
In den 70er und 80er Jahren war es Trend, Hermann-Teig mitsamt Anleitungs-„Brief“ zum Züchten und Teilen weiterzugeben, weshalb der Kuchen, den man daraus backen kann, oft auch Freundschafts- oder Glückskuchen genannt wird. Um die Jahrtausendwende geriet Hermann in Vergessenheit, erst während der Corona-Zeit setzten einige wieder Hermann-Teig an, da er zum Gären und Backen kaum Hefe oder Backpulver braucht.
Wer sind Hermann und Siegfried?
Der Hermann-Teig ist ein Sauerteig aus Mehl, Milch und Zucker und die Grundlage für Kuchen, aber auch süßes Gebäck. Siegfried-Teig wird genauso wie Hermann-Teig angesetzt, nur werden dort beim Füttern die 300 g Zucker weggelassen, wodurch er sich zum Beispiel für Brot und herzhaften Mürbeteig eignet. Bei richtiger Pflege sind beide Teige theoretisch unbegrenzt haltbar, da die Bakterien und Hefen im Teig eine Symbiose bilden und den Teig so im Gleichgewicht halten. Sie sorgen auch dafür, dass die Kuchen und Brote länger frisch bleiben, nur langsam austrocknen und eine sehr saftige Konsistenz haben.
Tipps & Tricks für Hermann
- Der Teig darf erst beim Backen bzw. Anrühren des fertigen Kuchenteigs mit Metall in Berührung kommen. Davor dürfen weder die Schüssel noch der Löffel aus Metall bestehen.
- Bildet sich auf dem Teig Schimmel, musst Du ihn leider entsorgen. Schaum und Flüssigkeit auf der Oberfläche sind unbedenklich.
- Steht der Teig zu warm, kann die Milchsäuregärung in Essigsäuregärung umschlagen, wodurch der Teig ungenießbar wird und einen unangenehmen Geruch verströmt. Ein etwas säuerlicher Geruch ist aber ganz normal.
- Füttere und rühre den Teig am besten immer zur gleichen Uhrzeit um, damit Du es nicht so leicht vergisst.
So setzt Du Deinen eigenen Hermann- & Siegfried-Teig an
Gib 100 g helles Mehl in eine große Schüssel und rühre 25 g Zucker, ½ Päckchen Trockenhefe und 200 ml lauwarmes Wasser unter, sodass ein glatter Teig entsteht. Decke die Schüssel mit einem Deckel, einer Duschhaube oder ähnlichem ab und lasse den Teig bei Zimmertemperatur ruhen. Rühre den Tag an den nächsten beiden Tagen einmal um. Schon ist der Grundansatz fertig – nun geht es ans Füttern! Ab dem nächsten Schritt entspricht die Vorgehensweise dem, wie Du auch mit einem geschenkten Hermann oder Siegfried vorgehen würdest.
Falls Du einen Teil von Deinem Hermann- oder Siegfried-Teig verschenken möchtest, fülle ihn am besten in ein Marmeladenglas. Achte darauf, dass er den Metalldeckel nicht berührt und leite der beschenkten Person gerne diesen Beitrag weiter, damit sie weiß, wie sie Hermann pflegen kann.
So fütterst Du Hermann & Siegfried
- Tag 1: Rühre 100 g Mehl, 150 g Zucker (nur bei Hermann) und 150 ml Vollmilch von Dittersdorfer Milch unter den Ansatz. Verschließe die Schüssel wieder und stelle sie in den Kühlschrank. Ab sofort dürfen Hermann und Siegfried nur noch kühl stehen!
- Tag 2, 3 und 4: Rühre den Teig einmal um.
- Tag 5: Rühre 100 g Mehl, 150 g Zucker (nur bei Hermann) und 150 ml Vollmilch von Dittersdorfer Milch unter den Ansatz. Verschließe die Schüssel wieder und stelle sie zurück den Kühlschrank.
- Tag 6, 7, 8 und 9: Rühre den Teig einmal um.
- Tag 10: Teile den Teig in vier gleich große Portionen. Den ersten Teil kannst Du nun verbacken und mit dem zweiten Teil einen neuen Hermann- oder Siegfried-Teig ansetzen. Die anderen beiden Teile kannst Du verschenken oder einfrieren.
Verknete für Siegfried-Mürbeteig eine Portion Siegfried-Teig (ca. 200 g), 250 g Mehl, 100 g kalte Landbutter von Dittersdorfer Milch und 1 TL Salz zügig miteinander und lege den Teig anschließend abgedeckt in den Kühlschrank. Verarbeite ihn dann wie herzhaften Mürbeteig weiter, zum Beispiel als Bärlauch- oder Käse-Quiche.
Grundrezept für den Hermann-Kuchen
- Zubereitung: 60 Min
- 200 g Mehl
- 2 TL Backpulver
- 100 g Zucker
- 1 Pck. Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- 200 ml Vollmilch von Dittersdorfer Milch
- 100 ml Sonnenblumenöl von der Erfurter Ölmühle
- 3 Eier
- eine Portion Hermann-Teig (ca. 200 g)
ggf. 100-150 g gemahlene oder gehackte Nüsse, (getrocknetes) Obst, Marzipan, Rum-Aroma, Schokostreusel, Zitronenschale, Kokosflocken oder Schokotropfen
Für Marmorkuchen kannst Du zu einer Hälfte des Teiges Backkakao hinzugeben. Für Eierlikörkuchen kannst Du die Milch durch 100 ml Eierlikör von Nordbrand Nordhausen oder Echter Nordhäuser ersetzen.
Zubereitung
Vermenge zuerst die trockenen Zutaten miteinander, gib dann die flüssigen Zutaten dazu und verrühre alles gründlich miteinander. Hebe ggf. zusätzliche Zutaten Deiner Wahl unter.
Nun füllst Du den Teig in eine gefettete Kasten-, Spring oder Gugelhupfform und backst den Kuchen 45 bis 55 Minuten lang im vorgeheizten Ofen bei 180° Ober-/Unterhitze. Stäbchenprobe nicht vergessen!
Verleihe dem abgekühlten Kuchen einen letzten Schliff: Bestäube ihn mit Puderzucker, überziehe ihn mit Guss oder Kuvertüre oder fülle ihn mit einer Creme – lasse Deiner Kreativität freien Lauf.
Kuhmilch ist ein wichtiges deutsches Kulturgut. Wer einmal auf dem Dorf mit der Milchkanne frische Milch vom Kuhstall geholt hat, wird den Geschmack der Milch nicht so schnell vergessen. Doch leider ist es auch eine Tatsache, dass das Trinken von Kuhmilch nicht uneingeschränkt zu empfehlen ist. Dass wir auch im Erwachsenenalter noch Milch trinken, ist ziemlich untypisch: Weltweit sind 3 von 4 erwachsenen Personen laktoseintolerant, können also keinen Milchzucker verdauen. Außerdem enthält Kuhmilch Cholesterin und gesättigte Fettsäuren. Dazu kommt noch die schlechte Ökobilanz von Kuhmilch: Kühe stoßen umweltschädliches Methan aus und fressen oft importiertes Soja, das in der Regel als Monokultur auf gerodeten Regenwaldflächen wächst.
Milch ist ein gesetzlich geschützter Begriff für Produkte, die durch Melken aus einem Euter gewonnen worden sind. Der pflanzliche Ersatz wird deshalb nicht Milch, sondern Drink genannt.
Nicht zuletzt spielt auch der Punkt Tierwohl eine Rolle: Viele Kühe stehen nicht wie im Bilderbuch auf einer strahlend grünen Wiese, sondern leben in Massentierhaltung und werden mit Antibiotika oder Hormonen behandelt, deren Rückstände in der Milch enthalten sein können. Als Alternative empfehlen wir daher Kuhmilch vom regionalen Bauern, der auf Tierwohl und gutes Futter achtet. Probiere zum Beispiel die Milch von Dittersdorfer Milch! In Zukunft könnte auch Milch aus dem Labor eine Alternative sein: Forscher arbeiten bereits an einer Nachzüchtung des Milcheiweiß Casein, damit Kuhmilch auch ohne Kuh produziert werden kann. Oder du versuchst es eben mit Pflanzendrinks. Pflanzendrinks schonen die Ressourcen und das Klima. Sie verbrauchen weniger Wasser, benötigen weniger Fläche und stoßen weniger CO2 aus. Wir stellen Dir die gängigen Pflanzendrink-Sorten vor – bestimmt ist auch eine darunter, die Dir schmecken könnte 🥰

Sojadrink – der Klassiker
Sojadrink war hierzulande der erste bekanntere Pflanzendrink auf dem Markt. Er enthält von Natur aus genauso viel Eiweiß wie Kuhmilch und lässt sich hervorragend aufschäumen. Allerdings kann der Geschmack gewöhnungsbedürftig sein und nicht jeder verträgt Soja. Die Sojabohnen für Sojadrinks kommen in der Regel übrigens nicht – wie das Futter für Milchkühe – aus Monokulturen ehemaliger Regenwaldgebiete, sondern stammen häufig aus europäischem Bio-Anbau.
Mandeldrink – der Durstige
Mandeldrink schmeckt leicht nussig und steckt voller Spurenelemente, Vitamine und ungesättigter Fettsäuren. Allerdings brauchen Mandelbäume sehr viel Wasser und stehen gleichzeitig in sehr trockenen Gegenden. Außerdem werden Bienen zur Bestäubung eingesetzt, was sie in diesem industriellen Maß extremem Stress aussetzt.
Haferdrink – der Beliebte
Haferdrink ist mittlerweile die beliebteste Milchalternative geworden: 2020 machte er die Hälfte des Gesamtumsatzes an Pflanzendrinks aus! Ein Grund dafür dürfte sein, dass Hafer häufig regional angebaut wird, viele Ballaststoffe beinhaltet und leicht süßlich schmeckt (ganz ähnlich verhält es sich auch mit dem selten erhältlichen Dinkeldrink). Allerdings ist der Proteingehalt niedrig, während in Haferdrink relativ viele Kohlenhydrate stecken. Fun Fact: „Wechselst“ Du von Kuhmilch auf Haferdrink, sparst Du täglich bis zu 0,64 kg ausgestoßenes CO2 ein.
Haferdrink einfach selbst herstellen
Gib etwas mehr als ein Liter kaltes Wasser, eine Prise Salz und 100 g zarte Haferflocken in den Behälter von einem Standmixer und mixe alles 30 bis 60 Sekunden lang. Dann gießt Du den Haferdrink durch einen Nussmilchbeutel oder ein Mull- bzw. Passiertuch und fängst die Flüssigkeit dabei in einer Schüssel auf. Drücke die Reste im Beutel bzw. Tuch vorsichtig und sanft aus. Der Haferdrink hält sich in einer sauberen Flasche sich vier, fünf Tage lang.
Reisdrink – der Allergie-Freie
Reisdrink ist die perfekte Wahl, falls Du Dich soja-, nuss-, laktose- und / oder glutenfrei ernährst. Außerdem ist er relativ geschmackneutral und dünnflüssig, fällt also im Essen nicht weiter auf, falls Dich das sonst stört. Er enthält jedoch kaum Proteine und Nährstoffe sowie viele Kohlenhydrate. Reisanbau verbraucht relativ viel Wasser.
Cashew- & Haselnussdrink – die Nussigen
Cashew- und Haselnussdrinks schmecken wunderbar cremig und nussig und beinhalten vor allem ungesättigte Fettsäuren. Falls Du den nussigen Eigengeschmack liebst, dürften diese Drinks perfekt für Dich sein!
Kokosmilch – die Dickflüssige
Kokosmilch ist vor allem in der Dose erhältlich und eignet sich vor allem für Suppen oder Milchreis, weil sie sehr dickflüssig ist. Sie enthält viele Mineralstoffe, aber auch viele gesättigte Fettsäuren und Kohlenhydrate. Verdünnt ist sie mittlerweile auch als Kokosdrink im Tetrapak erhältlich und schmeckt vor allem im Müsli ausgezeichnet.
Du hast dich bisher noch nicht an Pflanzendrinks herangetraut? Der Geschmack kann zunächst ungewohnt sein und es dauert ein wenig, bis der Pflanzendrink vertraut schmeckt. Für den Einstieg können deshalb gesüßte oder aromatisierte Varianten wie Schoko- oder Vanille-Drinks helfen. Und falls Du Dir Sorgen wegen Calcium-Mangel machst: Pflanzenmilch wird oft mit Calcium angereichert, um so viel wie Kuhmilch zu enthalten.
Hanfdrink – der Gesunde
Hanfdrink wird aus den Samen der Hanfpflanze hergestellt, schmeckt also leicht nussig, fast wie fettarme Kuhmilch und ganz und gar nicht nach einem Trip 😅 Stattdessen stecken in Hanfdrink jede Menge Proteine, viele ungesättigte Fettsäuren und Omega-3-Fettsäuren sowie kaum Kohlenhydrate.
Lupinendrink – der Neutrale
Lupinendrink ist wie Reisdrink relativ geschmacksneutral sowie soja-, laktose- und glutenfrei und dadurch gut für Menschen mit Nahrungsmittelallergien geeignet. Darüber hinaus ist Lupinendrink aber auch reich an Proteinen, Ballast- und Mineralstoffen und beinhaltet nur wenig Fett.
Erbsendrink – der Unterschätzte?
Erbsenmilch ist ebenfalls soja-, nuss-, laktose- und glutenfrei, hat aber vor allem den gleichen Geschmack und die gleiche (relativ dickflüssige) Konsistenz wie Kuhmilch! Ein hoher Proteingehalt und oft regionaler Anbau vervollständigen die lange Liste der Vorteile.
Bio-Pflanzendrinks aus Thüringen?
Bisher gibt es weder in Thüringen noch in Mitteldeutschland im Allgemeinen keine regionalen, nachhaltig produzierten Bio-Pflanzendrinks. Im Rahmen eines Vorprojekts sollen nun Bio-Pflanzendrinks aus regionalen Bio-Rohstoffen entwickelt werden. Dabei gibt es mehrere Schwerpunkte: den regionalen Anbau von Hafer & Co. stärken, Bio-Flächen ausweiten, kurze und nachhaltige Wertschöpfungsketten in Thüringen etablieren sowie neue Rezepturen für Mischdrinks entwickeln – zum Beispiel Hafer-Hanf-Drink oder Erbse-Hanf-Drink. Die Drinks sollen in Pfand-Glasflaschen oder Alternativen aus recycelten Materialien abgefüllt und die Trester in der Ernährungs- oder Futtermittelbranche verarbeitet werden.
Um als Unternehmen klimaneutral zu werden (und damit einen Beitrag zum Einhalten des 1,5° C-Ziels und zum Aufhalten der Klimakrise zu leisten), müsste der eigene Ausstoß von Kohlenstoffdioxid gemessen und so stark wie möglich reduziert bzw. vermieden werden. Nur für den allerletzten, nicht reduzierbaren Anteil des CO2-Ausstoßes empfiehlt die UN einen Ausgleich der Emissionen. Dies geschieht in der Regel durch die Unterstützung internationaler Klimaschutzprojekte, sogenanntes Offsetting. Was lobenswertes Engagement sein könnte, wird leider zu oft als bequeme Alternative zum eigenen Handeln ausgenutzt.
Das eigene Unternehmen klimaneutral umzustellen, geht mit einem großen Aufwand sowie hohen Kosten einher. Nicht jedes Unternehmen kann und möchte das leisten. Deshalb kürzen einige Unternehmen den Weg hin zur Klimaneutralität ab. Anstatt bei sich selbst anzufangen und jeden Versuch zu unternehmen, die eigenen Emissionen zu reduzieren und zu vermeiden, setzen sie allein auf das Offsetting bzw. den Kauf von CO2-Zertifikaten – eine Art moderner Klima-Ablasshandel. Abgesehen davon, dass Offsetting ein kleiner Teil der Lösung und gutes Engagement, aber niemals der einzige Schritt auf dem Weg hin zur Klimaneutralität sein kann, sind bei dem Vorgehen leider einige Probleme möglich.
Vor einiger Zeit deckten Recherchen der ZEIT und des Guardian auf, dass einige der Klimaschutzprojekte, für die CO2-Zertifikate vergeben werden, höchst fragwürdig sind. Typische Klimaschutzprojekte, mit denen Unternehmen ihre eigenen CO2-Emissionen ausgleichen können, sind zum Beispiel die Installation von Anlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energie oder die Verteilung von Kochgeräten an Menschen, die über offenem Feuer kochen. Besonders beliebt sind aber Projekte, bei denen Wälder neu gepflanzt oder vor der Abholzung geschützt werden. Doch die Berechnungen dafür, wie viel CO2 diese Projekte einsparen werden, stehen erstmal nur auf Papier. Sie sind oft fiktiv, unrealistisch und können vor allem vom Verbraucher, aber oft auch von den Unternehmen nicht überprüft werden: Bis ein frisch gepflanzter Wald CO2 bindet, dauert es Jahre oder sogar Jahrzehnte – und es weiß niemand, ob der Wald überhaupt wachsen wird oder zuvor zum Beispiel durch Rodungen oder Waldbrände (die durch die Klimakrise immer häufiger werden) vernichtet wird. Bei Wäldern, die durch CO2-Zertifikate und Klimaschutzprojekte vor Rodungen geschützt werden sollen, kann es gut sein, dass dann einfach der Nachbarwald abgeholzt wird. So bringen die Klimaschutzprojekte vor allem dem Umsatz der Siegel-Vergeber und dem Image des Unternehmens, das die Zertifikate gekauft hat, etwas.
Was ist Offsetting?
Grundsätzlich ist es für das Klima egal, wo und wie genau CO2 eingespart wird. Diesen Fakt sehen einige als eine Ausrede dafür, ihre eigenen CO2-Emissionen nicht zu verringen. Stattdessen kaufen einige Unternehmen CO2-Zertifikate bei Siegel-Gebern für Klimaschutzprojekte, die irgendwo auf der Welt – vor allem in ärmeren Ländern – Kohlenstoffdioxid einsparen sollen.
Was ist Greenwashing?
Wenn sich ein Unternehmen als nachhaltig darstellt, ohne die eigene Umweltbilanz tatsächlich zu verbessern, bezeichnet man dies als Greenwashing. Ebenfalls beliebtes Greenwashing ist das Werben mit dem Einhalten von Gesetzen und Auflagen, das eigentlich selbstverständlich und verpflichtend ist. Außerdem zählt Lobbyarbeit zum Umgehen von Umweltschutz-Auflagen als Greenwashing.
Sich klimafreundlich zu ernähren, ist nicht schwer.
Laut einer Studie der EU-Kommission waren im Jahr 2020 mehr als die Hälfte der Werbesprüche, die sich auf Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekte beziehen, irreführend, nicht faktenbasiert oder einfach zu vage: Zahlen werden ohne Bezug angegeben, Versprechen schwammig formuliert und ungeschützte, unkonkrete Begriffe genutzt. Die EU möchte deshalb durchsetzen, dass die Werbung mit dem Begriff klimaneutral nur noch dann erlaubt ist, wenn eine wissenschaftliche Überprüfung und unabhängige Kontrolle dies bezeugen kann.
Ein absurdes Beispiel zum Thema Greenwashing und Wald-Projekte kommt direkt aus Thüringen: 2023 hat die Schweizer Post 2400 Hektar vom Zillbacher Forst gekauft. Dieser soll als langfristiger CO2-Speicher dabei helfen, die Post bis 2040 klimaneutral zu machen. Allerdings wird die Summe des eingesparten CO2 sowohl vom Unternehmen als auch vom Land für sich beansprucht – was zu einer Statistiken verfälschenden Doppelzählung führen kann.
Zum Glück tun viele Thüringer Unternehmen bereits wirklich etwas, um ihre CO2-Emissionen zu reduzieren und sich über kurz oder lang klimaneutral umzustellen. Zum Beispiel setzen sie auf regionalen Anbau sowie kurze Lieferketten und sparen dadurch Kohlenstoffdioxid ein.
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BORN hat ein CO2-neutrales Werk mit einer Photovoltaik-Anlage gebaut und setzt auf E-Autos. Darüberhinaus unterstützt BORN Baumpflanzaktionen auf dem Gelände des Bratwurstmuseums und das Projekt Eden in Madagaskar. Grundsätzlich möchte BORN das nachhaltigste Unternehmen der Branche werden. Lies hier mehr über die Vorhaben von BORN.
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Die Erfurter Fleischerei Zitzmann hat eine firmeneigene Energiezentrale gebaut. Unter anderem werden dort auf der Basis von Restholz aus dem Thüringer Wald Maschinen und Anlagen beheizt und mit einem Blockheizkraftwerk Strom gewonnen.
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HAINICH nutzt die eigene Motorabwärme zum Heizen sowie Biogas aus Biogas-Anlagen, die Schwesterfirmen betreiben, um die Konserven zu pasteurisieren. Mithilfe von Kompost baut HAINICH auf den eigenen Ackerflächen Humus auf und unterstützt so die Bindung von Kohlenstoffdioxid im Boden.
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Nabio nutzt die Wärme, die bei der Produktion entsteht, zum Heizen. Mit einer Photovoltaik-Anlage erzeugt das Unternehmen seinen eigenen Ökostrom. Grundsätzlich arbeitet Nabio stets daran, noch regionaler anzubauen und zu produzieren.
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Schweizer Sauerkonserven reduziert den Strom- und Wärmeverbrauch stetig und setzt stromsparende Maschinen ein. Zum Beispiel gewinnen die elektrisch betriebenen Gabelstapler über das Bremsen Strom zurück.
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Thüringer Waldquell deckt den Strombedarf vollständig durch Wasserkraft und hat das Produktionsgebäude mit einer Photovoltaik-Anlage ausgestattet. In Kooperation mit dem ThüringenForst tragen sie dazu bei, dass ein Teil des Thüringer Waldes neu bepflanzt wird: Mehr als 44.000 Bäume hat Thüringer Waldquell bisher gespendet.
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Viba verschickt alle Pakete klimaneutral mit DHL GoGreen.
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Watzdorfer produziert überwiegend mit Energie, die durch eine eigene Photovoltaik-Anlage gewonnen wird. Entstehende Abwärme wird zum Heizen genutzt.
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Wolf nutzt überwiegend Strom aus erneuerbaren Energiequellen und setzt auf E-Mobilität.
Kartoffelpuffer sind extrem vielseitig. Du kannst sie nicht nur traditionell in der Pfanne zubereiten, sondern alternativ 30 Minuten bei 180° C Ober- / Unterhitze im Ofen backen. Gibst Du noch mehr Mehl in die Kartoffelmasse, kannst Du die Kartoffelpuffer sogar im Waffeleisen zubereiten! Möchtest Du vegane Puffer zubereiten, kannst Du die Eier in unserem Rezept weglassen und stattdessen etwas mehr Mehl oder Haferflocken hinzugeben. Allgemein sind Haferflocken im Teig eine gute Idee für noch mehr Knusprigkeit.
Vorwiegend festkochende Kartoffeln sorgen mit ihrem mittlerem Stärkegehalt dafür, dass Kartoffelpuffer innen saftig bleiben und außen kross werden.
Möchtest Du mehrere Tage lang Kartoffelpuffer genießen, kannst Du sie bis zu drei Tage lang im Kühlschrank aufbewahren. Lasse sie dafür nach dem ersten Braten auskühlen und verpacke sie dann luftdicht, zum Beispiel in einen TK-Zipbeutel. Zum Aufwärmen kannst Du sie kurz in der Pfanne braten oder bei 150° C im Backofen aufwärmen. Auch das Einfrieren von restlichen Puffern klappt ohne Probleme: Lege sie zum Anfrieren einzeln auf Teller ins Gefrierfach, nach ein paar Stunden kannst Du sie in einen Gefrierbeutel legen. Das Aufbacken dauert etwa 10 Minuten und ist sowohl in der Pfanne als auch bei 200° im Backofen möglich.
Falls Du keine Zeit hast, um die Kartoffelpuffer selbst zuzubereiten, sind die Echten Thüringer Kartoffelpuffer von Heichelheimer eine perfekte Alternative: Sie bestehen aus frisch geriebenen Kartoffeln und frischen Zwiebeln und werden wie hausgemacht in Gusseisen-Pfannen vorgebraten. Außerdem sind die Heichelheimer Puffer vegan 😉
- Zubereitung: 30 Min
- Für 2 Personen
- 1 große Zwiebel
- ggf. 1 Knoblauchzehe
- 1 kg (vorwiegend) festkochende Kartoffeln
- 1 TL Salz
- 2 Eier
- 3 EL Mehl
- Muskatnuss
- Pfeffer
- ggf. 1 TL getrocknete Kräuter
- Omega-3-Öl von der Erfurter Ölmühle
- Schnittlauch Creme von Nabio
Zubereitung
Schäle zuerst die Zwiebel und Knoblauchzehe. Reibe die Zwiebel und hacke den Knoblauch. Schäle anschließend die Kartoffeln und reibe sie weder zu grob noch zu fein. Knete das Salz gründlich in die Kartoffelmasse ein und gieße die entstandene Flüssigkeit ab. Nun kannst Du alle anderen Zutaten dazugeben und die Masse vermengen.
Erhitze eine Pfanne und gib nicht zu wenig Öl hinein. Nun brätst Du die Puffer bei mittlerer Hitze knusprig und goldbraun. Das dauert pro Seite nur ein paar Minuten. Bereitest Du viele Puffer zu, kannst Du sie bis zum Essen im vorgeheizten Ofen bei 100° warm halten. Lege sie dabei nicht übereinander, da ihre knusprige Kruste sonst weich wird.
Mit Schnittlauch Creme anrichten und genießen!
Seit dem Herbst 2023 ist das Sortiment von Nabio um vier Cremes gewachsen, die mehr als nur eine vegane Alternative für Frischkäse sind. Alle Cremes basieren auf Sonnenblumenkernen und beinhalten außerdem Cashewkerne, die für eine perfekte Cremigkeit sorgen. Was man in den Aufstrichen aber vergeblich sucht, sind künstliche Zusätze wie Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker: Nabio setzt zu 100 % auf Bio-Zutaten und auf schonendes Pasteurisieren, um die Cremes haltbar zu machen. Dadurch kannst Du die ungeöffneten Aufstriche problemlos mindestens ein Jahr lang ungekühlt aufbewahren, wenn sie bis dahin nicht längst aufgegessen sind 😉 Sobald Du die Creme geöffnet hast, stellst Du sie am besten in den Kühlschrank: Gekühlt hält sie länger und entfaltet ihre Aromen am besten.
Die Cremes von Nabio sind vielfältig einsetzbar – zum Beispiel als Brotaufstrich, zum Verfeinern, als Dip oder einfach pur. Du findest die Cremes bei Alnatura, in einigen Rewe-Märkten und natürlich im Onlineshop von Nabio.
Die vier Geschmacksrichtungen der Cremes sind von orientalischen Gewürzen, Kräutergärten und heimischen Gemüsebeeten inspiriert:

Die Paprika Creme schmeckt wie ein Abend im Hochsommer, wenn Du im Garten stehst und reife Tomaten, Paprikaschoten, Zucchini sowie duftende Kräuter für ein köstliches Abendbrot erntest. Nabio vereint all das in einem Aufstrich – eine wahre Hommage an unsere heimischen Gemüsebeete und pure Vorfreude auf den Sommer!

Die Schnittlauch Creme erinnert an Gerichte aus Kindheitstagen. Dank ihrer erfrischenden Note und der milden Pfeffernote passt sie als Aufstrich, Dip oder Beilage zu so gut wie allem.

Die Curry Feige Creme ist etwas für Abenteuerlustige: Es braucht vielleicht ein wenig Mut, um sich an diesen Aufstrich zu wagen. Doch der Mut wird mit der fruchtigen Süße getrockneter Feigen und einem Hauch orientalischer Gewürze mehr als belohnt.

Die Cranberry Creme begeistert durch ihre süße Aromen, die sich durch die feine Schärfe von getrockneten Chilis in ein kleines pikantes Wunder verzaubern. Aufregend lecker!
Die Wurzeln vom Knutfest
Das Knutfest ist ursprünglich eine skandinavische Tradition. Dort wird erst eine Woche später am 13. Januar der Baum abgeschmückt. Früher hingen häufig Süßigkeiten an den Zweigen, die beim Abschmücken von den Kindern gegessen werden durften – ein wahres Fest! Seinen Namen verdankt das Knutfest übrigens dem dänischen König Knut IV. Es ist allerdings nicht ganz klar, ob Knut IV. am 13. Januar 1086 starb und deshalb als Namensgeber diente oder ob er die Anordnung gab, die Weihnachtszeit auf 20 Tage und damit bis zum 13. Januar zu verlängern.
So pflanzt Du einen Weihnachtsbaum im Topf aus
Bevor der Weihnachtsbaum aus dem warmen Wohnzimmer in den kalten Garten kommt, sollte er sich in einem kühlen, frostfreien Raum akklimatisieren dürfen. Vergiss nicht, ihn dort weiterhin zu gießen. Nach etwa zwei Wochen kannst Du ihn bei mildem Wetter auspflanzen. Grabe dafür ein Loch, lockere die umliegende Erde auf und gib Kompost mit ins Pflanzloch. Eine dicke Mulchschicht schützt den Baum vor Kälte und Trockenheit.
Nutze den Stamm und die Äste …
Du brauchst Deinen Tannenbaum nicht zwangsläufig entsorgen, denn es gibt verschiedene Möglichkeiten, ihn zu verwerten. Gerade der Stamm und die Äste sind für Bastler oder Gärtner sehr wertvoll! Einerseits kannst Du sie mithilfe von einem Häcksler zu Mulch oder sie zu Brennholz zerkleinern, andererseits kannst Du sie mit etwas handwerklichem Geschick in zahlreiche Nutz- oder Deko-Gegenstände verwandeln. Dünne, entrindete, abgeschliffene und geölte oder lackierte Scheiben der Äste oder des Stammes geben hervorragende Untersetzer und Knöpfe her. Für Knöpfe brauchst Du lediglich noch zwei Löcher in die Scheiben bohren. Kleine, gerade, entrindete und abgeschliffene Zweige kannst Du sogar als Haarnadeln, Häkelnadeln, Essstäbchen oder Zauberstäbe für Kinder nutzen. Nicht zuletzt kannst Du Dir den entrindeten, abgeschliffenen Stamm mit gekürzten Ästen auch als Kleiderständer in den Flur stellen. Längs halbiert lässt er sich gut an Wände schrauben und bunt lackiert ist es sogar ein tolles Projekt mit Kindern an einem verregneten Wochenende.
… oder iss Deinen Tannenbaum auf!
Hast Du eine ungespritzte und pestizidfreie Tanne oder Fichte gekauft, kannst Du sogar die Nadeln essen. Sie erinnern geschmacklich Rosmarin und enthalten neben ätherischen Ölen jede Menge Vitamin C. Am besten schmecken junge Triebe oder die Nadeln der Nordmanntanne: Die enthalten köstliche zitronige Aromen.

- Für Tannennadelsalz röstest Du eine Handvoll Nadeln im Ofen bei 180° C etwa 5 bis 10 Minuten lang. Mahle sie anschließend und mische sie mit der doppelten Menge Salz. Du kannst das Tannennadelsalz wie Rosmarin verwenden – zum Beispiel zum Würzen von Kartoffeln oder Wildgerichten.
- Tannennadeltee kann schleimlösend wirken und bei Erkältungen helfen. Zerkleinere dafür zunächst 1 bis 2 TL Nadeln, zerdrücke sie im Mörser dann etwas, gib sie in ein Tee-Ei und lasse sie in einer Tasse mit kochendem Wasser etwa 10 Minuten lang ziehen.
- Für einen wohltuenden Badezusatz brauchst Du lediglich 100 g Nadeln 10 bis 20 Minuten lang in einem Liter Wasser aufkochen und das Wasser anschließend in die Badewanne abseihen.
- Hilft gegen Frühjahrsmüdigkeit: Wenn Du jetzt 2 bis 3 Handvoll Tannenspitzen mit 150 g weißem Kandis und 700 ml Echter Nordhäuser Korn übergießt, ist der Tannenlikör bis März durchgezogen und kann dann abgeseiht genossen werden.
- Eine richtig ausgefallene Deko für winterliches Gebäck ist dieser Tannennadel-Krokant: Schmelze 3 EL Zucker bei mittlerer Temperatur in einer Pfanne und rühre anschließend 50 g gehackte Haselnüsse sowie die gehackten Nadeln von zwei Tannenspitzen hinein. Gib die Masse auf Backpapier und hacke sie grob, sobald sie ausgekühlt ist.
- Für Tannennadelsirup kochst Du 100 g Nadeln 20 Minuten lang in 250 ml Wasser. Seihe das Wasser ab und lasse 200 g Zucker darin auflösen und kochen, bis Sirup entsteht. Nutze ihn zum Süßen von Tees, zum Aromatisieren von Cocktails oder (mit Geliermittel aufgekocht) als Aufstrich.
So entsorgst Du Deinen Baum richtig
Heutzutage landen die meisten Weihnachtsbäume zu bestimmten Terminen am Straßenrand oder auf Sammelplätzen und werden dann von der Müllabfuhr zu Biomassekraftwerken gebracht, sofern der Baum unzerhackt, abgeschmückt und unverpackt ist. Im Biomassekraftwerk dienen sie der Strom- und Fernwärmeerzeugung: 700 Weihnachtsbäume können einen Haushalt ein Jahr lang mit Strom und Wärme versorgen.
In einigen Gemeinden richten die Freiwilligen Feuerwehre eigene Knutfeste aus, bei denen Weihnachtsbäume bei Glühwein und Bratwurst verbrannt werden.
Auch Tiere freuen sich über unsere abgeschmückten Weihnachtsbäume. Tierparks und Förster nehmen in der Regel aber nur unverkaufte Restbestände an, um kein Risiko einzugehen, falls doch noch etwas Lametta oder Kugeln im Baum hängen sollten.

















